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Die Schweiz liegt im internationalen Vergleich auf dem grottenschlechten 38sten Platz im Überbeanspruchung der Umwelt.

David Aebischer¦

 

Von wegen die Schweizer sind sauber und Weltmeister im Umweltschutz. In den letzten zwanzig Jahren verschob sich das Datum des Welterschöpfungstags ("Earth Overshoot Day") kontinuierlich nach vorne und dies obwohl das Bewusstsein vermeintlich besser geworden ist. Zumindest spricht man überall von Umweltschutz, ökologischen Fussabdruck, Foodwaste und Erneuerbarer Energie. Aufhalten kann diese brutal negative Entwicklung lediglich das Umdenken jedes Einzelnen, welches zwingend dann auch von Handeln gefolgt sein muss. Denn nur mit Umdenken, hat man noch nichts erreicht.

Der 7. Mai ist der sogenannte Swiss Overshoot Day (engl. Tag der Überschreitung). Gemeint ist der Tag, ab dem die Schweiz bereits so viele Ressourcen verbraucht hat, wie ihr im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung der Natur für das ganze Jahr zur Verfügung stehen würden. Ab diesem Tag lebt die Schweiz – was die natürlichen Ressourcen betrifft – auf Pump. 1997 erreichte die Weltbevölkerung die Schuldenphase nach 9 Monaten. Zweiundzwanzig Jahre später erreichen wir diesen Stichtag bereits fünf Monate früher.

Die Berechnung des Datums erfolgt über den ökologischen Fussabdruck. Unter dem ökologischen Fussabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die benötigt wird, um den individuellen Ressourcenansprüchen eines Menschen zu genügen. Um den Lebensstandard eines durchschnittlichen Schweizers zu decken, braucht es drei Erden. Der Fussabdruck der Amerikaner und der Australier entspricht gar fünf Planeten. Die gesamte Weltbevölkerung hinterlässt zurzeit einen ökologischen Fussabdruck, der 1.7-mal der Erdoberfläche entspricht. Setzt man dies ins Verhältnis zu den natürlichen Ressourcen, die uns innerhalb eines Jahres zur Verfügung stehen, erhält man das Datum des Welterschöpfungstages.