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Rekordhöhe bei der Anzahl Blutstammzellenspender

DMZ - Patricia Jungo ¦

 

Vor 30 Jahren wurde das Schweizer Blutstammzellenregister gegründet. Heute zählt es fast 130‘000 Spenderinnen und Spender, was etwa 15‘000 mehr sind als noch im letzten Jahr. In seinem am Freitag veröffentlichten Blutspende-Jahresbericht teilte das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) mit, dass man diesen Anstieg auf Werbekampagnen in den Sozialen Medien zurückführe und auch auf Sensibiliserungskampagnen bei angehenden Rekruten und an Hochschulen. Im Durchschnitt waren die Spenderinnen und Spender 36,9 Jahre alt, 45 Prozent der Registrierten waren unter 35-jährig. Der Männeranteil beträgt 36 Prozent gegen 64 Prozent Frauen. In der Schweiz wurden seit 1988 schon 1700 Transplantationen durchgeführt. Laut SRK bekommen wöchentlich zwei bis drei Patienten in unserem Land eine Transplantation mit unverwandten Blutzellen. Im vergangenen Jahr waren es 144. Im Gesamten wurden in der Schweiz 258 Transplantationen mit verwandten und unverwandten Spendern gemacht. Mit 61 erreichte die Zahl der Entnahmen in der Schweiz einen Rekordwert. Die Leukämie ist die bekannteste Krankheit, die mit einer Blutstammzellenspende bekämpft werden kann. Des Weiteren gibt es noch andere bösartige Erkrankungen des Blutes und auch Funktionsstörungen wie Immun- und Stoffwechseldefekte. Eine solche Spende erfolgt über eine Knochenmarkentnahme (10 Prozent der Fälle) oder über den Blutkreislauf (90 Prozent der Fälle).

2018 gab es gemäss SRK auch 277'808 Blutspenden, was rund 1,6 Prozent weniger waren als im letzten Jahr. Auch der Blutbedarf sank um 2,3 Prozent und demnach war die Versorgung der Schweizer Spitäler mit Blutprodukten über das ganze Jahr gut. Alle Blutprodukte werden seit letzten Oktober auf Hepatitis E (HEV) getestet. So konnten bis im Dezember schon 14 HEV-positive Spenden entdeckt werden. Bei weiteren Tests wurden 2018 bei drei Proben das HI-Virus, bei sechs Hepatitis C und bei 34 Spenden Hepatitis B nachgewiesen.