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Die Soziale Arbeit, die sozialen Institutionen reagieren nicht auf Soziale Probleme!

DMZ - SOZIALES ¦

#mittellaendische ¦

 

Die Beschäftigung mit Problemen der Gesellschaft auf der Welt macht es dringlich, das Umfeld von Armut und sozialen Fragen für gesellschaftlichen Wandel, Entwicklungen zur sogenannten Zivilgesellschaft, einzubeziehen. Armut und die soziale Frage ist das grosse Querschnittsproblem der internationalen Gesellschaft und allgegenwärtig. Heute noch weit weg, kann man morgen bereits tief drin stecken, im System des Schreckens.

Nimmt man die Praxisfelder der Sozialen Arbeit empirisch in den Blick, dann zeigt sich zwar, dass Soziale Arbeit grundsätzlich Leistungen zur Verfügung stellt, die auf vielfältige lebenspraktische Problemlagen von Individuen, Familien und sozialen Gruppen bezogen sind. Trotzdem arbeiten sie am eigentlichen sozialen Gedanken vorbei. Vielmehr ist es ein System, welches Milliarden generiert und viele Kosten verursacht, welche wieder um negativ auf die Gesellschaft zurückfallen. Denn diese Milliarden werden in erster Linie für diese Dienstleister verwendet und erst ganz zum Schluss wird auf ein paar sehr wenige Menschen etwas verteilt. So ist einmal mehr auch festzuhalten, dass nicht der Mensch, der Unterstützung und Hilfe benötigt Verursacher der immer steigenden Sozialkosten ist, sonder das System. Paradox. Der Soziale Gedanke (falls es denn je einmal einer war), verkommt zum Asozialen.

Zwar gibt es keinen Grund zu bestreiten, dass jeweilige Probleme der Lebensführung gesellschaftsstrukturelle Ursachen haben, aber genau da gehört dieses Soziale System eben auch mit rein, als Verursacher. Alles, was über die Soziale Arbeit zu sagen ist, kann sinnvoll nur im Hinblick auf die Strukturen der Gesellschaft gesagt werden.

 

Soziale Arbeit reagiert als Wissenschaft und Praxis jedoch nicht direkt auf soziale Probleme!

 

Sie ist eben nicht mit Sozialpolitik und Sicherheitspolitik identisch, sondern auf konkrete und komplexe lebenspraktische Konstellationen ihrer Adressaten ausgerichtet. Sie ist mit Mängellagen, Konflikten, Krisen, und Katastrophen im Lebenszusammenhang von Individuen, Familien und sozialen Gruppen konfrontiert, welche die Soziale Arbeit nicht in der Ganzheit erfassen kann, da sie selber, bzw. die am System Verdienenden und dort Ausübenden, nicht betroffen sind oder waren. Deshalb kann sie auch nicht wirklich helfen. Was man nicht kennt und nicht erfassen kann, nicht selber erlebt hat, kann man nicht nachvollziehen oder verstehen. Der Zusammenhang mit den Strukturproblemen der Gesellschaft, mit gesellschaftliche Ungleichheiten, Benachteiligungen, Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung, ist in manchen Fällen zwar recht offenkundig, in anderen Fällen aber komplex und keineswegs einfach zu durchschauen. Unterscheidet man deshalb Strukturprobleme der Gesellschaft einerseits und lebenspraktische Probleme von Individuen, Familien und sozialen Gruppen andererseits, dann hat dies eine für Sozialpädagogik weitreichende Konsequenz, welcher nicht Rechnung getragen wird.

 

Soziale Arbeit benötigt eine Theorie der Lebensführung in der modernen Gesellschaft, um ihre Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen theoretisch begreifen und empirisch beschreiben zu können. Eine Theorie der Lebensführung, die dazu befähigt, die Entstehung lebenspraktischer Probleme systematisch zu analysieren sowie auf dieser Grundlage Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit zu bestimmen. Eine solche ist nicht verfügbar, aber viele Fachleute. Fachleute sind immer betroffene Menschen, die aus der Erfahrung schöpfen. Deshalb ist es dringend notwendig wegzukommen vom alten „Beamtentum“ und hin zur praxisbezogenen Arbeit zu bewegen. Die Ressourcen sind vorhanden. Es fehlt aber am Willen der Politik die selbsternannten und überteuerten Experten auszumustern und das Geld für sinnvolle Sozialarbeit zu nutzen. Einflussreiche Theorien der Sozialpädagogik und Sozialarbeit waren in den 70er und 80er Jahren kapitalismustheoretisch fundiert, was sich bis heute nicht geändert hat. Zu viele Institutionen, vielfach ohne positive Wirkung, kosten zu viel im Namen der „Sozialen Arbeit und Hilfe“. Das Signal an die Bevölkerung ist zudem ein falsches, da diese wegen falscher Tatsachenberichten, dieser Institutionen, jeweils davon ausgeht, dass der bedürftige Mensch der Verursacher ist, dieser immensen Sozialkosten. Dies ist seit Jahren widerlegt und ein komplett falsches Bild. Vielmehr ist die Soziale Arbeit eine Geschäftsidee mit riesigen Verdiensten. Es wird also letztlich Hilfe vorgegaukelt, um sich im Namen der „Guten Sache“, still und heimlich und gar mit Schulterklopfen zu bereichern. Nicht selten werden nämlich Institutionen und Institutionsleiterinnen, sowie -leiter für ihre "Verdienste" geehrt - eine Bestrafung wäre in vielen Fällen durchaus die bessere Wahl.