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Südkoreanischer Thriller triumphiert in Cannes

DMZ - KULTUR ¦

#mittellaendische ¦

 

Mit seinem vorigen Film wurde er in Cannes noch ausgebuht, nun gewinnt er den Hauptpreis: Die Goldene Palme geht an den Südkoreaner Bong Joon-ho für seine Kapitalismuskritik "Parasite". Die Preise im Überblick.

 

Samstag, 25.05.2019   20:30 Uhr Drucken NutzungsrechteFeedbackKommentieren

Als Bong Joon-ho 2017 seinen Film "Okja" in Cannes zeigte, gab es noch Buhrufe: Nicht wegen der Qualität, sondern wegen des Verleihers Netflix, der die Satire auf die Fleischindustrie produziert hatte. 2019 endet für den Südkoreaner denkbar anders. "Parasite", seine zugespitzte Kapitalismusparabel über Verdrängung im eigenen Haus, ist mit der Goldenen Palme, dem Hauptpreis des Festivals, ausgezeichnet worden.

 

Nach "Shoplifters" von Kore-eda Hirokazu triumphiert damit das asiatische Kino zum zweiten Mal in Folge. Als Jurypräsident fungierte in diesem Jahr der mexikanische Regisseur Alejandro Iñarritú, ihm zur Seite standen Kelly Reichardt, Alice Rohrwacher, Pawel Pawlikowski, Yorgos Lathimos und Robin Campillo (alle Regie), der Comic-Zeicher Enki Bilal, die Schauspielerin Elle Fanning sowie die Schauspielerin und Regisseurin Maimouna N'Diaye.