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Leben und sterben lassen

DMZ - SOZIALES ¦

#mittellaendische ¦

 

Viel zu lange schon wird 'Leben und leben lassen' gleichgesetzt mit Ignoranz, weil die Menschheit scheinbar stets den leichten Weg des Lebens bevorzugt. Rechtschreibung, Ansichten, Meinungen, sich zu Grunde richten, Dummheiten und vieles mehr sollen toleriert oder ignoriert werden - alles wird meist mit dem Kommentar ‘Leben und leben lassen‘ entschuldigt.  Doch, darf man das? Alles entschuldigen? Muss man kritiklos alles hinnehmen? Selbstverständlich ist eine Sichtweise von aussen manchmal sinnvoll und notwendig, damit man sich als Mensch entwickeln kann oder damit ein Arbeitsergebnis richtig gut wird.  Ist es meine Rolle, meine Aufgabe, meine Verantwortung kritisch zu sein, Rückmeldungen zu geben?  Für Kritik braucht es den richtigen Zeitpunkt, die richtige Sprache, sollte nicht aus Missgunst oder Selbstaufwertung geschehen und den Bereich ‘Geschmacksache‘ nie aus den Augen verlieren. Man sollte stets froh für Kritik sein, denn nur so kommt man weiter in allem was man tut. Deshalb bitte weiterhin ehrlich und kritisch sein und nicht alles stehen lassen im Sinne 'Leben und leben lassen'. Vielleicht auch einmal wieder kritischer werden, mit allem was einem vorgesetzt wird. Feststellung: mit 'Leben und leben lassen' ist man noch nie irgendwo hingekommen... ausserdem stelle ich fest, dass die meisten, die gerne diesen Ausspruch bemühen, selber null Toleranz mit anderen Meinungen haben, anderen Lebensweisheiten usw. Es ist natürlich sinnlos, Menschen mit einer festen Ideologie von etwas zu überzeugen. Dennoch darf Kritik geübt werden und man muss nicht alles gut finden. Erstaunlicherweise findet man unter der wachsenden Zahl Libertärer viele Menschen, die aus einer sehr begrenzten und persönlichen Sichtweise heraus zu einer libertären Haltung gelangt sind. Bequem…

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