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Dieselelektrische Rettungslokomotive für Spaniens Schienen

Bildquelle: stadlerrail.com
Bildquelle: stadlerrail.com

DMZ - WIRTSCHAFT ¦ Marco Perroulaz ¦

 

Stadler setzt beim Bau von Lokomotiven erfolgreich auf Co-Operation. In den letzten Tagen informierte der Schweizer Schienenfahrzeugbauer über mehrere erfolgreiche Verkäufe dieselektrischer Lokomotiven: 22 Rettungslokomotiven für Spanien sowie 34 Schmalspurlokomotiven für den Personen- und Güterverkehr in Taiwan.

 

Im Konsortium mit Erion, einem Joint Venture von Stadler und dem spanischen Bahnbetreiber RENFE, darf der Ostschweizer Bahnhersteller 22 dieselelektrische Rettungslokomotiven nach Spanien liefern. Der Auftragswert beträgt 115 Millionen Euro und umfasst auch einen achtjährigen Wartungsvertrag.

Die Rettungslokomotiven sind für den Einsatz auf dem spanischen Normalspurnetz zur Inspektion von Hochgeschwindigkeitsstrecken, für Schneeräumungsarbeiten, zum Abschleppen von stehengebliebenen Zügen sowie zum Transport von Bauzügen mit einem Gewicht von bis zu 600 Tonnen vorgesehen. Die hochmodernen vierachsigen Lokomotiven sind leicht und leistungsstark und weisen niedrige Betriebskosten aus. Sie verfügen über eine maximale Leistung von 2.8 Megawatt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

 

Etwas ganz besonderes ist der erste Grossauftrag im pazifischen Raum: 34 dieselelektrische Lokomotiven für die Taiwan Railways Administration (TRA). Dabei handelt es sich zugleich um den ersten Auftrag nach der Gründung eines Joint Ventures mit PT Inka in Indonesien im vergangenen September. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, aus den Heimmärkten heraus in Asien erfolgreich zu werden, hat Stadler zuvor über zehn Jahre lang einen geeigneten Partner vor Ort gesucht. Der Auftrag ist Teil eines grösseren Programms von TRA zur Flottenerneuerung. Sein Auftragswert liegt bei rund 165 Millionen Euro. Für Stadler ist es die erste grössere Serie von Schienenfahrzeugen, die in den pazifischen Raum geliefert werden darf.

Die Lokomotiven sind für den Personen- und Güterverkehr auf der Schmalspur – 1067 Millimeter – in Taiwan vorgesehen. Die sechsachsigen Schmalspur-Lokomotiven werden von einem Cummins-Dieselmotor angetrieben, der 2700 PS leistet. Die Anfahrzugkraft beträgt bis zu 430 kN, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Die Lokomotiven werden speziell auf das tropische und subtropische Klima in Taiwan ausgelegt. Hohe Feuchtigkeit von bis zu 100 Prozent und extreme Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius sind im Einsatzgebiet zu erwarten. Thomas Ahlburg, Group CEO von Stadler, sagt: »Die Lokomotiven werden in einer anspruchsvollen bergigen Topografie – ähnlich jener der Schweiz – und in extremen Klimabedingungen zum Einsatz kommen.«

 

Stadler baut seit über 75 Jahren Züge und bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen. An verschiedenen Produktions-, Engineering- und Servicestandorten arbeiten über 10’000 Mitarbeitende für das weltweit renommierte Unternehmen.

 

 

Quelle: stadlerrail.com


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