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Düdinger ›Martinsmärit‹ - Nicht nur ein Saufgelage, aber auch

Logo ›Martinsmärit‹  Quelle: Offizieller Flyer zur Veranstaltung
Logo ›Martinsmärit‹ Quelle: Offizieller Flyer zur Veranstaltung

DMZ - GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Marco Perroulaz ¦

KOMMENTAR

 

Schönes, wenn auch kühles, spätherbstliches Wetter wird am Samstag einmal mehr zahlreiche Besucher von nah und fern an die Düdinger Hauptstrasse holen: Mit einer Schnapszahl präsentiert sich der 33. ›Martinsmärit‹. Zu diesem Zweck bleibt die Hauptstrasse wie gewohnt 24 Stunden lang für den Verkehr gesperrt. Eigentlich ein wünschenswerter Dauerzustand zugunsten eines fehlenden Dorfzentrums.

 

Da, wo sich sonst unaufhörlich Autoschlangen durchs Dorf pressen, werden gegen hundert Marktstände entlang der Hauptstrasse und auf dem Mostereiplatz erneut ein reiches gewerbliches, kulturelles, aber auch kulinarisches Angebot präsentieren. Die Hauptstrasse ist dann fünfundzwanzig Stunden lang komplett autofrei - Ja, das geht! Durchgangsverkehr wird gebeten das Dorf möglichst zu umfahren. Die Feuerwehr regelt den verbleibenden Verkehr und das ist nicht wenig.

 

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm untermalt die offizielle Düdinger Kilbi: Kindertanzgruppe/Trachtengruppe, Alphornbläser/Fahnenschwinger, Tanzschule, Blaskapelle, Kampfsportgruppe, sowie Linedance Workshop wechseln sich ab. Und natürlich dürfen auch in diesem Jahr Guggenmusik und der Kirmesbetrieb beim Gänsebergschulhaus mit verschiedenen Bahnen und Schiessbuden nicht fehlen.

 

Der ›Martinsmärit‹ ist längst, ähnlich dem früheren ›Seislertag‹ am Comptoir (der Freiburger Herbstmesse), zu einem bedeutenden Treffpunkt der Menschen der Region geworden.

»Viele von uns kommunizieren, verabreden und kaufen digital. Soziale Medien beherrschen unseren Alltag. ... All die vielen Kommunikationsmöglichkeiten dienen bloss der Anbahnung, sie können weder Gefühle, Ausstrahlung, noch das Befinden einer Person transportieren.«, schreibt OK Präsident Franz Schneider in seiner Ansprache zum Markt in den ›FN‹ und erläutert damit, warum er zum Markt steht, diesen für wertvoll und erhaltenswert hält.

Viele Besucher monieren allerdings seit Jahren das riesige Saufgelage, das vor Jahren von den Organisatoren intensiv, aber offensichtlich ohne anhaltende Wirkung, bekämpft wurde. Hier bestünde noch Handlungsbedarf. Gewerbetreibende indes bedauern die magere Ertragslage und buchen den Aufwand unter Marketing ab. Dabeisein ist Pflicht. Nicht nur für die Besucher. Doch möchten diese hier meist keine grösseren Einkäufe tätigen. Wissend, dass der Nachhauseweg in die äusseren Quartiere oder zurück zum Auto vorbei an all den pfotenschüttelnden Menschen noch weit und beschwerlich ist.

 

Nebenbei angemerkt wird die 33 (33. ›Martinsmärit‹) in der Numerologie als ›Meisterzahl‹ bezeichnet. Die Numerologie beschäftigt sich mit der Bedeutung der Zahlen und nicht nur mit ihrem symbolischen Wert. Die Doppeldrei, 33, berührt den Menschen, sein Zellbewusstsein und hat enormen Einfluss auf die Kommunikation, so heisst es. Ob dies ein Omen ist für den ›Martinsmärit‹?


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