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Night of Light - Grösste Spontanaktion einer Branche in der Geschichte der Schweiz

Frutigen (Foto: Marco Hadorn)
Frutigen (Foto: Marco Hadorn)

DMZ – POLITIK / KULTUR ¦ David Aebischer ¦

 

Was für eine Wahnsinns-Aktion! Kompliment an die ganze Branche. So sieht echte Solidarität aus. Es bleibt zu hoffen, dass diese nun auch in Zukunft weitergelebt wird. Dies war offenkundig längst überfällig. Es fehlt auch an Strukturen und Gesicht der Branche. In vielen Onlinemedien überhäufen sich aktuell negative Kommentare zur Branche, welche nur eines zeigen. Die Menschen wissen nicht, was die Branche ist und alles macht. Nur so kann es zu diesen unglaublichen Missverständnissen und Verleumdungen kommen. Letztlich auch ein Fehler der Kulturschaffenden, die Branche nicht einer breiten Öffentlichkeit zu erklären. Hier gibt es sicherlich Handlungsbedarf. Letztlich ist aber diese erneute "Negativierung" einer durch und durch POSITIVEN Aktion den Kommentaren in den Kommentarspalten der Onlinemedien geschuldet, die diese Spalten scheinbar nicht im Griff haben (siehe Details am Ende des Artikels); bzw. lieber Klicks generieren, statt sich auch hier solidarisch zu zeigen. Letztlich haben sie ohne diese Branche auch kaum mehr etwas (Positives) zu berichten.

 

Kommentarspalten

Kommentare wie; "Die Eventbranche ist eine Zeiterscheinung. So etwas gab es früher in diesem Ausmass nicht. Damals mussten die Menschen noch richtig arbeiten. Keine Festhütte Schweiz.", ist einer derjenigen, den man veröffentlichen darf. Einige gehen ans Eingemachte und gleichen einem Bashing der Branche. Gewisse Kommentare gehen sogar in die andere Richtung: "Wo waren denn all diese "Künstler", als es darum ging, die Gesundheitsbranche zu unterstützen? Nur alle Egos!". In der Tat fehlen bei wichtigen Fragen jeweils Exponenten aus der Branche, die auch einmal hinstehen und etwas sagen. Vielfach ziehen sich Künstler auch gerne aus der Affäre. Wie auch jetzt bei dieser Aktion, wo doch die meisten grossen Namen fehlen. Schade. Es scheint, als bräuchte es auch in diesem Bereich in der Branche noch Aufbauarbeit, für die Branche - für die Gesellschaft.

 

Reisen, Jassen, Jodeln, Spielen, Tanzen, Singen, Fondue, Skifahren, Schwingen verboten

Mark Fox, Sänger der Band Shakra, kann den Kommentaren und Kommentierenden so einiges zurückgeben: "Es ist ein Armutszeugnis, wie sich Menschen über andere dermassen auskotzen müssen, dies natürlich immer in den Kommentarzeilen der Boulevard-Presse, die nur auf diese Kommentare zu warten scheint. Jedem seine Meinung, das ist wichtig aber es ist kein Muss, jedem seine Meinung aufzuzwingen. Vor allem nicht, wenn sie so menschenverachtend daher kommt. Ich mach mir beim Lesen solcher Fäkal-Sprach-Orgasmen immer ein Bild des Autors, dieses mal hörte ich damit auf.

Er findet, dass sich hier die Selbstgefälligkeit und das Machtgehabe übertreffen und es kaum vorstellbar sei, dass man Menschen, die solche Kommentare schreiben, tagtäglich auf der Strasse antreffe.

 

"Vielleicht sind sie da ganz freundlich. Vielleicht geben sie damit bei andern an, dass ich gerade mit ihnen gesprochen habe. Sie haben vielleicht Frau/Mann und Kinder, die niemals ein solches Denken von ihrem geliebten Mitmenschen erwarten, geschweige denn dulden würden. Aber dafür gibt’s ja den Leserbrief, oder eben heutzutage die Kommentarspalte im Internet. Auf den Inhalt dieser Kommentare möchte ich gar nicht eingehen, sie entbehren jeder Berechtigung über sie zu schreiben. Ich möchte jedoch den Autoren dieser Kommentare und den Politikern, die tausende von Menschen ins Unglück stürzen, ab sofort verbieten, Musik zu hören, TV zu schauen, ins Kino, Theater oder an eine Konzert zu gehen. Ich verbiete ihnen das Reisen, das Jassen, das Jodeln, das Spielen, das Tanzen, das Singen, das Fondue, das Skifahren, das Schwingen, denn all dies geht unter Kultur und diese ist ja anscheinend nicht systemrelevant."

 

Trolle

Alon Renner, Musik-Manager, findet klare Worte und sieht hinter den Kommentaren v.a. Trolle:

"Um zu verstehen, warum die Kommentarspalten der Onlinemedien gerade sehr viele negative Reaktionen aufweisen, muss man sich vor Augen führen, wer denn hier leider oftmals die Nachrichten verfasst: Die Wutbürger und diejenigen, die hierfür die notwendige Zeit haben. Also der frustrierte und wenig schöpferische Anteil der Bevölkerung. Als Unternehmer, Arzt, Coiffeur, Handwerker, Bauer, Bäcker, Künstler, Techniker, Buchhalter, Metzger, Restaurantbetreiber, etc. ist man genau das Gegenteil davon. Das schafft Neid. Und unüberlegte Reaktionen."

 

Weiter führt Alon Renner aus, dass man sich nun über das Negative ein Prozent aufregen könne oder betonen, dass derjenige Menschenschlag, der gar nicht anders könne, als Tun, Schaffen und Handeln mit der Gründung von Firmen, Unternehmen, Handwerksbetrieben, Geschäften, Kleiderläden, Restaurants, Bars, Coiffeursalons und eben auch Festivals, Eventagenturen, Technikbuden, P.A. Verleihe, Managementfirmen und Künstleragenturen für einen Grossteil der Wirtschaft und Jobs in diesem Land zuständig sei. Bei dieser klaren Ansage fällt es plötzlich nicht mehr so schwer, das Richtige zu tun. Nämlich genau dies zu betonen.

 

"Dies und Folgendes ging bei der Kommunikation zur Night Of Light völlig vergessen: die Veranstaltungsbranche ist nur eine der Branchen die gerade von der Einstellung der Unterstützung der Selbstständigen und Inhaber von Klein- und Kleinstfirmen betroffen ist.

Hiervon ist die Reisebranche mit Hunderten von Reisebüros zum Beispiel genauso betroffen. Oder Sicherheitsfirmen (Türsteher, Security), Cateringfirmen, Fotografen, Werbeagenturen, etc die für die Unterhaltungsbranche arbeiten...

 

Wir Selbständigen und Inhaber von GmbH's machen 5% der erwerbstätigen Gesamtbevölkerung aus. Und gehören zum vielbeschworenen "Rückgrat" der Wirtschaft. Wenn man uns das Licht ausmacht, werden wir keine Wahl haben, als die Sozialämter zu fluten, im Ausland einzukaufen, dort zum Coiffeure und zum Zahnarzt zu gehen, Dinge online zu bestellen, Restaurants und Bars zu meiden... Der Aufschwung kommt nicht von alleine. Nur gemeinsam sind wir stark", betont Alon Renner in seinem klaren Satement.

 

Beschämende Kommentare

Die Luzerner Sängerin Vera Kaa zeigt sich wenig überrascht: "Zuerst mal möcht' ich festhalten, dass mich die teilweise richtig beschämenden Kommentare auf diversen Onlineportalen nach der Aktion nightoflight in keinster Weise verwundern. Seit der Coronakrise ist das Land mehr denn je gespalten. Zuerst waren es die alten Menschen, die unsäglich Gemeines hören mussten, wenn sie sich auf die Strasse wagten, dann die unsäglichen Süssspeisendiskussionen und jetzt sind es Kommentare wie, "sollen die Musiker doch mal richtig arbeiten und so weiter..". Soll doch der Verfasser mal einen Tag mit einem Event oder Messearbeiter oder Soundtechniker mitkommen. Da sind dann dreckige Hände am Abend garantiert. Hunderte und Tausende in diesem Land, die in der Kulturbranche arbeiten, wissen was dieser Job heisst. Jetzt solidarisch mit einer Branche zu sein, die am längsten mit den Folgen des Lockdowns zu tun hat, finde ich einfach das Mindeste... Aber auch wir Künstlerinnen und Künstler sind in der Pflicht jetzt einzustehn für unsere Gilde, denn nur wenn wir jetzt geschlossen zusammenstehn haben wir ein Gewicht... denn es geht um viel.... jetzt wär's doch auch mal angesagt von unserem Nationalsender, mehr Formate zu produzieren, wo auch weniger bekannte Musiker/innen und damit meine ich nicht aufgekochte Superstarsendungen, sondern Livesendungen, die es früher in viel grösserer Zahl gab, auftreten können... Denn wir haben eine eigenständige vielfältige Szene... Nur geht es jetzt darum sie zu bewahren, zu fördern, denn ohne Musik sind wir wirklich Night off Light....."

 

Wutbürger wollen nur eines "wütend sein"

Auch Franziska Roth, Präsidentin der SP Solothurn, hat eine klare Meinung zu solchen Kommentaren: "Die Kommentarspalten zeigen: Egal was kreative solidarische Menschen machen, Wutbürger wollen nur eines "wütend sein". Viele lesen bewusst nur den Titel eines Beitrages. Sie scheinen sich empören zu wollen, ja gar zu müssen. Sie erkennen nicht, dass die Forderungen gerade ihnen helfen würden und explodieren lieber vor Wut statt dass sie anpacken. Hass ist die einfachere Form von Reaktion als mitdenken...."

 

Anonymes Kommentieren wird ausgenutzt

„Diese sogenannten Leserkommentare kann niemand ernst nehmen. Es kommt mir sehr orchestriert vor, wie wenn aus einer gewissen politischen Ecke der Versuch unternommen wird, die Kultur- und Eventbranche lächerlich zu machen.“, sagt der bekannte Eventmacher Michael Grossenbacher. „Da nach wie vor anonym kommentiert werden kann, ist es naheliegend, dass dies ausgenützt wird. Sprache und Inhalt der Kommentare ähneln sich so stark, dass wohl eine oder zwei Personen sich unter verschiedenen Pseudonymen als Volkes Stimme aufspielen wollen. Entsprechende Medien wollen ihre Hausaufgaben diesbezüglich leider partout nicht machen.“

 

Worum geht es? Eine Branche kämpft um ihre Rechte - «Night of Light» - Eine vorher nie dagewesene Solidarität unter Mitstreitern

Aktion «Night of Light» vom 22.06.2020 von 22.00 bis 24.00 Uhr

Was leider zu befürchten war, ist nun definitiv eingetroffen. Die Kurzarbeit für Selbstständige wird nicht verlängert. Noch ist es nicht ganz vom Tisch, da die Frage, ob Selbstständige, die unter der Corona-Krise leiden, weiter unterstützt werden, im Herbst diskutiert wird.  Bis dahin werden allerdings wohl einige Selbständigerwerbende ausscheiden und beim Sozialamt antraben müssen. Mit einer gut organisierten Reaktion darauf, steht nun die Veranstaltungsbranche geschlossen und geeint auf und macht sich mit der Aktion «Night of Light» sichtbar, um auf die Problematik hinzuweisen.

 

In der Medienmitteilung heisst es, dass die Veranstaltungsbranche der erste Wirtschaftszweig war, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er werde auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. "Seit dem 16. März 2020 ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen. Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen, Business Events usw. – ein Zusammenkommen von Menschen waren komplett verunmöglicht."

 

Schwierige Situation in der Veranstaltungsbranche 

Die betroffenen Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche sowie Veranstaltungs-Locations in der ganzen Schweiz strahlen im Rahmen der «Night of Light» am Abend des 22. Juni 2020 von 22.00 Uhr bis 24.00 Uhr solidarisch ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit rotem Licht an, um auf die schwierige Situation in der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen. 

 

Wir haben das nightoflight.ch - Team gefragt, wie schwierig es war, in so kurzer Zeit ein solches Riesending zu lancieren. "Das Projekt wurde Anfang Juni in Deutschland lanciert und nahm da immer grössere Formen an. Seit letzter Woche sind in der Schweiz aus verschiedenen Richtungen Motivationen entstanden auch mitzumachen. In der Schweiz sind wir gestützt durch die verschiedenen Verbände, um das Ganze zu koordinieren. Jedoch trägt jeder mit riesigem Effort zu diesem Projekt bei und die Ideen kommen auch nicht von uns direkt, sondern von ALLEN, die mitmachen." Auf die Frage, ob es auch Gegenwind, gegen diese Aktion gäbe antwortet das Team: "Wir glauben bei der riesigen Flut an Teilnehmern und positiver Energie in der Branche hat es der Gegenwind extrem schwer, wenn es welchen gibt. Wir bekommen jedoch bisher nichts davon mit."

 

Eine vorher nie dagewesene Solidarität unter Mitstreitern

Eine Branche zeigt Einigkeit über Ländergrenzen hinweg. Unsere Branche ist sehr komplex und vereint in sich viele unterschiedliche Fachbereiche und Spezialdisziplinen und hat deshalb keine zentrale, in der Politik verankerte Lobby. Die Inspiration zur Aktion «Night of Light» kommt von unseren Branchenkollegen in Deutschland (https://night-oflight.de), denn die aktuelle Situation hat durchaus internationales, wenn nicht globales Ausmass.  

 

Unterstützung der Branche ist immer noch dringend nötig. Seit dem Lockdown macht die Veranstaltungsbranche keinen Umsatz mehr. Anders, als in den produzierenden Branchen, können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts «auf Vorrat» produziert werden; die meisten Unternehmen in der Branche sind Dienstleister. Gemäss Kulturstatistik des Bundes waren in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2013 mehr als 275'000 Personen in rund 71'000 Betrieben beschäftigt. Das sind über 10,9 Prozent aller Betriebe und der Anteil Beschäftigter an der Gesamtwirtschaft von 5,5 Prozent ist vergleichbar mit dem Anteil der Finanz- oder der Tourismusbranche. Die Kultur- und Kreativwirtschaft generiert selbst einen Gesamtumsatz von rund 70 Milliarden Franken und erzielt damit eine enorme direkte und indirekte Wertschöpfung. Selbst, wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Erste Analysen gehen von einem 80% – 100% Umsatzausfall für den Zeitraum von März bis mindestens August, aber eher Oktober, aus. Daraus resultiert eine akute Insolvenzgefahr für die gesamte Branche. Es ist wichtig, auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.  

 

Lichtblick, aber...

Events bis 300 Personen sind inzwischen mit den entwickelten Sicherheits- und Hygienekonzepten wieder erlaubt. Das ist zwar ein Lichtblick, aber die strengen Auflagen führen zumindest im Kultursektor dazu, dass diese Veranstaltungen zurzeit nicht wirtschaftlich durchführbar sind.  

 

Weiterführung der Unterstützung bis zum Normalbetrieb dringend nötig

Trotz anfänglichen Zusicherungen des Bundesrates fühlen sich insbesondere die KMU sowie die Selbständigen der Branche nun im Stich gelassen. Durch die Streichung der Kurzarbeit für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, sowie der Änderungen im Erwerbsersatz für Selbständige, verschlechtern sich die Aussichten dieser Akteure noch einmal deutlich. Die Veranstaltungsbranche besteht zu einem grossen Teil aus kleinen und kleinsten inhabergeführten Unternehmen sowie aus Selbständigerwerbenden. Hier ist eine Weiterführung der Unterstützung bis zum Normalbetrieb dringend nötig. 

 

Ebenso fordert die gesamte Branche mehr Planungssicherheit für die Zeit ab dem 1. September 2020 und ein Bewusstsein für die Zeithorizonte im Veranstaltungsgeschäft. Es wird noch Monate dauern, bis in der Kulturbranche wieder Normalbetrieb herrscht. Die Normalität kann auch nicht durch einen Behördenentscheid von einer Woche auf die andere erreicht werden. In unserer global vernetzten Branche dauert der Vorlauf für einen Neustart je nach Veranstaltung zwischen 4 und 8 Monaten, bis wir wieder Fahrt aufgenommen haben.  

 

«Night of Light» - ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell der Veranstaltungsbranche 

Dank den genannten ersten Lockerungen macht sich immerhin in einigen Teilen unseres Wirtschaftszweiges etwas Aufbruchsstimmung bemerkbar. Daher ist es für die Exponenten wichtig, trotz der aktuellen Situation auch eine positive Haltung rüberzubringen und mit dem Einleuchten diverser Objekte ein faszinierendes und emotionales Event zu schaffen und der Bevölkerung zu signalisieren: Wir sind da und bereit, vieles ist schon möglich und wir freuen uns auf neue Events.  

 

In den vergangenen Wochen ist in der Branche ein richtiges «Wir-Gefühl» entstanden. Auf der Website www.nightoflight.ch ist ersichtlich, dass sich stündlich neue Unternehmen, Locations und Kulturschaffende der «Night of Light» anschliessen und am gleichen Strick ziehen. 

 

Eine fantastische, vorbildliche und solidarische Aktion! 

 

Der Aufruf

richtet sich an alle Unternehmer*innen aus der Veranstaltungsbranche: an Locations, Veranstalter, Event-Agenturen, Messegesellschaften, Messebauer, Caterer, Non-Food-Caterer, Technikdienstleister, Dekofirmen, Künstler, Managements und Einzelunternehmer: Lasst uns gemeinsam die «Night of Light» in der Schweiz veranstalten, um auf unsere Situation und die dramatische Lage aufmerksam zu machen. Illuminiert Eure Location, Euren Firmensitz, sucht Euch ein Gebäude oder ein Bauwerk in Eurer Region aus und illuminiert dieses mit rotem Licht. Ihr könnt Euch auch einfach auf der Unterstützer-Website listen lassen, um Eure Solidarität mit unserer Aktion auszudrücken!

 

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Hintergründe zur Aktion

Alarmstufe Dunkelrot in der Veranstaltungsbranche: Tausende Stellen sind in Gefahr.

Beinahe stündlich prasseln neue Absagen von Events, Messen, Konzerten, Shows, Kongressen, Symposien und Sportevents ein. Zynisch könnte man bemerken, dass selbst ein James Bond vor dem Coronavirus kuscht. Und genau das können sich Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche nicht leisten: Neuste Zahlen untermauern das. Deshalb haben sich drei Branchenverbände an einen Tisch gesetzt, um stellenrettende Massnahmen beim Bund, namentlich beim SECO, einzufordern.

 

Es ist ein Ausbruch, der in der Veranstaltungsbranche für einen nie gesehenen Einbruch sorgt. Eine Branche notabene, die in aller Regel die Wirtschaft ankurbelt, die Innovationen ins rechte Licht rückt, die vielfältigste Informationen, Neuigkeiten und Möglichkeiten so inszeniert, dass sie vom Publikum verstanden werden. Und nicht zuletzt ist es auch eine Branche, die tagtäglich sehr viel positive Emotionen entfacht. Jetzt sieht es für alle Beteiligten nur noch düster aus, weshalb drei Verbände von Berufsgruppen aus der Veranstaltungsbranche ab sofort zusammenspannen, um den Rettungsanker gezielt und verbunden mit Erwartungen auszuwerfen. Es sind die Swiss LiveCom Association EXPO EVENT, die Swiss Music Promoters Association SMPA sowie der Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe SVTB, die gemeinsam auf den Notstand aufmerksam und sich für die Veranstaltungsbrache stark machen.

 

Bei aller wirtschaftlichen Dramatik machen die Verbandsvertreter unmissverständlich klar, dass die Gesundheit und das Wohl der Schweizer Bevölkerung an erster Stelle stehen. Ebenfalls ist man in der Live-Kommunikations-Branche erfreut, dass Bundesrat und Wirtschaftsminister Guy Parmelin bereits konkrete Hilfsaktionen wie Unterstützungsfonds oder -kredite für unmittelbar bedrohte Unternehmen ansprach. Auch die monatlichen Meetings mit Kantonsvertretern, Sozialpartnern und einigen Wirtschaftsverbänden werden als sehr sinnvoll erachtet.

 

Jörg Gantenbein vom Vorstand des SVTB schildert die aktuelle Situation wie folgt: «Nach ersten Rückmeldungen und veritablen Hilferufen müssen wir davon ausgehen, dass in unserem Bereich 1500 Stellen unmittelbar gefährdet sind.» Zur Veranschaulichung sei erwähnt, dass dieser Verband rund 4500 Angestellte vertritt. Es geht also um einen Drittel der Angestellten in diesem Bereich der Live- Kommunikation. Bis zum heutigen Tag haben gemäss Gantenbein 20 Firmenmitglieder des SVTB Kurzarbeit mit rund 350 betroffenen Mitarbeitenden beantragt. Aber: «Die Lage ist höchst kritisch. Denn unsere Leistungen werden in aller Regel exakt im Moment der Veranstaltung erbracht. Wird eine Veranstaltung abgesagt, ergibt das 100% Verlust – und alle dort eingeplanten Arbeitnehmenden stehen ohne Arbeit da.»

 

Auch für Eugen Brunner, Präsident von EXPO EVENT (mit 157 Mitgliedfirmen und total rund 6000 Arbeitnehmenden) entspricht die jetzige Situation einem Horrorszenario, das man sich bei aller Kreativität in der Branche so nicht hat vorstellen können. «Wir benötigen und fordern vom Bund dringende Hilfe – und wir pochen auf vernunftgeprägte und verhältnismässige Regelungen im Umgang mit anstehenden Veranstaltungen. Denn es geht schlicht um den Erhalt unserer Arbeitsplätze – und am Ende auch um die Schweiz als zuverlässigen und qualitativ hochstehenden Veranstaltungsort.»

 

«Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus treffen eine ganze Branche, die aus Klein- und Kleinstunternehmen besteht und wirtschaftlich gesehen nicht viel Kraft hat – jetzt sofort, aber auch mittel- und langfristig, weil verunsicherte Konsumentinnen und Konsumenten auch keine Tickets mehr für später im Jahr stattfindende Events kaufen», so Stefan Breitenmoser, Geschäftsführer der SMPA. Weiter bange die Schweizer Veranstaltungsbranche um ihre Existenz und es sei zu befürchten, dass viele Veranstalter diese Krisensituation wirtschaftlich nur schwer überleben werden.

 

Gemessen daran, dass es im Moment lauter Event-Absagen hagelt und dass diese Absagen zu einem Löwenanteil die Veranstaltungsbranche betreffen, fordern die Branchenverbände mit Vehemenz und Überzeugung Einsitz an geplanten Treffen, um mit Bundesvertretern unbürokratische und schnelle Lösungen zur Sicherung der Arbeitsplätze und Unternehmen zu erarbeiten.

 

Viele Medien haben Kommentarspalten nicht im Griff

Wozu dienen die Kommentarspalten? 

Nicht nur Facebook hat ein Problem mit Hasskommentaren, sondern auch die Nachrichtenportale, weltweit freilich, nicht nur in der Schweiz. Bei vielen sind die Kommentarspalten längst zu Kampfzonen verkommen, in denen den Moderatoren alles abverlangt wird, um justiziable Meinungsäusserungen zu löschen. Könnte man meinen, wenn man sieht, was alles stehengelassen wird. Dabei ist es einfach, die Kommentare zuerst zu prüfen, bevor man sie freischaltet. Der Verdacht liegt nahe, dass es den meisten Medien, die so agieren, vor allem eines wollen - mehr Clicks generieren (Clickbaiting). Die Verantwortung wird in den Wind geschossen.

 

Einschränkungen des Kommentar-Angebotes

Viele Zeitungsredaktionen haben deshalb bereits ihr Kommentar-Angebot eingeschränkt. Wieder andere scheinen es nicht im Griff zu haben oder tun zumindest so. Die Gründe dahinter mögen vielfältig sein, zum einen evtl. die Bequemlichkeit, aber zum anderen durchaus auch der soziale Aspekt, dass ein Austausch zu den Themen in den Kommentarspalten möglich ist. In den Nullerjahren, als die Kommentarspalten eingeführt wurden, galten sie noch als demokratische Errungenschaft. Journalisten sollten fortan nicht mehr nur Sender und Leser nicht mehr nur Empfänger sein. In den vergangenen Jahren aber kapitulierten immer mehr Medien vor Kommentatoren, die gehässig schreiben und aus Sicht der Redaktionen keine konstruktiven Debatten führen.

Wer die Menschen sind, die den Hass in die Kommentarspalten spucken, verliert sich in der Anonymität des Internets. Das Wort „Troll“ suggeriert ein verschrumpeltes und verbiestertes Wesen, einen von den sogenannten Abgehängten. Menschen voll von Frust und Hass. Kanadische Wissenschaftler schrieben in einer Studie, Trolle hätten sadistische, psychopathische und machiavellistische Veranlagungen. 

 

Online-News-Portale gehören zur heutigen Medienwelt. Und zu ihnen gehören Leserkommentare. Diese dienen der öffentlichen Meinungsbildung. So lautet die Theorie aller mir bekannten Medienexperten. Aber: Stimmt diese politisch hochkorrekte Meinung? Dummes Zeug! Leserkommentare dienen nur dazu, dem von den Verlagen umworbenen Medienkonsumenten vorzugaukeln, er sei wichtig, seine Meinung gefragt. Dabei sind diese häufig anonym publizierten Ergüsse. So sieht es Gottlieb F. Höpli.

 

Verantwortung der Medien

Die Medien sollten sich ihrer Verantwortung bewusst werden (was sie in Tat und Wahrheit längst sind, nur mag man sich der Zahlen wegen nicht gerne daran halten). Es hat sich nämlich auf der anderen Seite auch gezeigt, dass Medien, die moderieren, keine grösseren Probleme mit dem Ausarten ihrer Kommentarspalten haben. Beispielhaft sei die vorbildliche Welt genannt. Allerdings: Dort sitzen vier ausgebildete Journalisten vor den Rechnern und bearbeiten die ca. 60.000 Kommentare am Tag, unterstützt durch eine Filtersoftware. Es geht auch einfacher und kostenneutral, denn freischalten der Kommentare nach dem Lesen kostet nichts, ausser etwas Zeit. Denn in der Schweiz haben die Medien natürlich nicht solche Zugriffszahlen. Selbst wenn, es gehört in die Verantwortung der Medien, ihre Portale "sauber" zu halten. Noch einfacher ist es, die Kommentarfunktion auszuschalten = NULL Kosten. Also lasst die Ausreden...

 

Grosse Redaktionen, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ)  und die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) haben die Leserkommentare deshalb schon weitestgehend abgeschafft. Die Stimmung sei zu gehässig geworden, schreibt die NZZ dazu als Erklärung. Beschimpfungen hätten zugenommen und inhaltliche Debatten würden kaum mehr geführt. Die Journalisten der NZZ hätten die Kommentarspalte ohnehin nicht mehr gelesen. Vernünftiger Entscheid - allemal besser, als eine Kloake der tiefsten Abgründe zu ermöglichen.

 

Tatsächlich steht die Debatte über den richtigen Umgang mit dem Hass in den Kommentarspalten scheinbar auch nach langjähriger Erfahrung immer noch am Anfang. Ein schlichtes Abschalten der Kommentare scheint für viele Medien auch keine Lösung zu sein, weil sie Angst haben auch die engagierten Nutzer, die an einer lebendigen Diskussion teilhaben wollen, zu verlieren. Ausrede? Wir wissen es nicht. Der SZ-Digitalchef, Stefan Plöchinger, sagt, dass es auch „Kern des Jobs“ sei, „die öffentliche Debatte zu moderieren“.

 

Emotionale Themen bereiten den Boden für Hasskampagnen

Die Beobachtung der letzten Jahre hat gezeigt, dass gerade emotionale Themen besonders oft von den Nutzerinnen und Nutzern kommentiert werden. Verdeckt agierende Initiativen  haben es durch verschiedene Kampagnen (z.B. über Hashtag-Kampagnen oder gezielte Shitstorms oder aber auch mit Hilfe von Fake-Mehrfachprofilen) geschafft, die Meinungshoheit an sich zu reissen bzw. suggerierten, dass die Grenze des Sagbaren weiter verschoben wurde.

Es geht da auch nicht mehr nur um das Äussern einer wütenden Meinung, vielmehr hat eine Sprache Einzug gehalten, die nichts weiter als herabwürdigend gegenüber Menschengruppen auf Grund ihrer Herkunft, ihres Äusseren oder ihrer Religion ist. Der Unterschied ist vielen Menschen gar mehr so bewusst, wenn sie darüber diskutieren, dass der „N*ger“ ja natürlich schwarz ist, und daher von „negros“ abgeleitet wurde. Oder der Mohrenkopf Schweizer Tradition sei.

 

Letztlich verstärken Parteien wie die SVP oder AfD mit ihren verbalen Aussetzern, die sie ständig als „Satire“ verkaufen, dieses Verschieben des Sagbaren. Immerhin haben sehr viele Leute diese Parteien gewählt, nehmen sie quasi zum Vorbild und heissen das für gut. 

 

Meinungsfreiheit

Die Meinungsfreiheit, genauer Meinungsäusserungsfreiheit, ist das wohl am häufigsten missverstandene Recht und eines der meist angeführten „Legitimationsargumente“ für allerhand Dummheiten, die verbreitet werden.

Denn letztlich ist es nur das Recht auf freie Rede sowie freie Äusserung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln, wenn sich dies auch im rechtlichen Rahmen bewegt. Und sonst nämlich nicht. Und hier endet dann meistens bereits die zumeist sehr arrogant angeführte „Meinungsfreiheit“ hinter einer abstrusen Idee.

 

Darf man im Namen der Meinungsäusserungsfreiheit alles sagen und wie können strafbare Äusserungen von nicht strafbaren unterschieden werden? Diese Fragen stellt sich ein weiteres Mal die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR).

Steht die Rassismusstrafnorm im Widerspruch zur Meinungsäusserungsfreiheit? Wo hört die Meinungsäusserungsfreiheit auf, wo fängt die Hassrede an?

 

Die Meinungsäusserungsfreiheit in den sozialen Netzwerken wird seit Langem überstrapaziert, deshalb setzt sich das neue TANGRAM, das Bulletin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), mit diesen Fragen auseinander. Endlich und hoffentlich nachhaltig und mit den nötigen Instrumenten und dem Einsatz der Rechtssprechung.

 

Rechtliche Grenzen der Meinungsfreiheit (kleiner Auszug) 

  • der Schutz der persönlichen Ehre gegen Beleidigung oder Verleumdung,
  • die Weitergabe als geheim klassifizierter Informationen,
  • die übermässige Kritik an eigenen oder ausländischen höchsten Staatsvertretern wie Staatsoberhaupt, Gerichten oder manchmal selbst einfachen Beamten,
  • die Grenzen der Sittlichkeit und des Jugendschutzes,
  • die Grenze der öffentlichen Sicherheit
  • der unlautere Wettbewerb durch Diskreditierung der Ware oder Dienstleistung eines Konkurrenten.
  • die nicht autorisierte Weitergabe urheberrechtlich geschützter Informationen
  • Auch die Rassendiskriminierung steht in Europa meist auch unter Privatleuten unter Strafe (siehe Volksverhetzung).

Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und wird in Verfassungen als ein gegen die Staatsgewalt gerichtetes Grundrecht garantiert, um zu verhindern, dass die öffentliche Meinungsbildung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Regierung und Gesetzgebung beeinträchtigt oder gar verboten wird. Nicht mehr und nicht weniger. Eine gute Sache. Heute gilt die Meinungsfreiheit ebenfalls als einer der wichtigsten Massstäbe für den Zustand eines demokratischen Rechtsstaates.

 

"Die Juristin Vera Leimgruber hat in ihrer Analyse der aufgrund der Rassismusstrafnorm gefällten Urteile gezeigt, dass Artikel 261bis extrem zurückhaltend angewendet wird und dass dem Argument der Meinungsäusserungsfreiheit in den Gerichtsurteilen immer grosses Gewicht gegeben wurde. «Meinungsäusserungsfreiheit ist [...] nicht die allumfassende Freiheit, Beliebiges zu sagen», schreibt hingegen der Strafrechtsprofessor Gerhard Fiolka. Äusserungen, welche die Menschenwürde angreifen, könnten in keinem Fall durch die Meinungsäusserungsfreiheit geschützt sein. Doch laut Gerhard Fiolka genügt das Gesetz allein nicht: «Eine staatliche symbolische Reaktion auf die Meinungsäusserungen erlaubt es, […] zu verdeutlichen, welche Äusserungen in einem demokratischen Rechtsstaat zulässig sind und welche nicht. »" 

 

Die Meinungsfreiheit ist also durchaus keine Legitimation (Berechtigung) für Beleidigungen, Verleumdungen und Shitstorms gegen Menschen, Rassendiskriminierung, Verbreiten von Lügen, Übler Nachrede usw. Also schlicht nichts von fast alle dem, was im Internet so kursiert, was dann vom jeweiligen Verfasser als Meinungsfreiheit deklariert wird. Man kann also mit einiger Sicherheit Lügner bereits daran erkennen, dass sie sich hinter der Meinungsfreiheit tarnen (wollen).

 

Von Anfang an wurde die Rassismusstrafnorm immer wieder mit dem Argument kritisiert, Artikel 261bis des Strafgesetzbuchs sei eine Einschränkung und eine Bedrohung für die Meinungsäusserungsfreiheit, was sich als nicht gegeben herausgestellt hat.

 

"Das TANGRAM beschäftigt sich auch mit der wachsenden Problematik der Hassrede, für die das Internet den idealen Nährboden bietet. Im Netz dient die Meinungsäusserungsfreiheit häufig zur Rechtfertigung von Äusserungen gegen Minderheiten. «Was im „virtuellen“ öffentlichen Raum geschieht, hat durchaus einen Einfluss auf die Realität [...]. Auch wenn Rassismus, Mobbing und Einschüchterung über verschiedene digitale Medien aus Distanz zum Ausdruck kommen, sind ihre Folgen keineswegs abstrakt», wie Thomas Jammet und Diletta Guidi darlegen."

 

«Hassreden sind in den europäischen Ländern zu einem grossen gesellschaftlichen Problem geworden. Die Staaten müssen ihre Verantwortung mehr denn je wahrnehmen und fest auftreten [...]».

 

«Niemand darf das Gesetz missachten. Wer es übertritt, muss die Folgen gewärtigen. Dies ist der Preis für jede unserer Freiheiten, auch für die Meinungsäusserungsfreiheit», sagt die Präsidentin der EKR, Martine Brunschwig Graf. 

 

Meinung ist gefragt

Leserkommentare dienen nur dazu, dem von den Verlagen umworbenen Medienkonsumenten vorzugaukeln, er sei wichtig, seine Meinung gefragt. Dabei sind diese häufig anonym publizierten Ergüsse keine Beiträge zur demokratischen Meinungsbildung. Sie sind zumeist inhaltlich wertlos, negativ, bösartig, voller Unterstellungen und Verschwörungstheorien. Ihre Streichung aus dem Instrumentarium moderner Medien wäre kein Schaden – im Gegenteil. Zumindest dann nicht, wenn die Zeitung nicht im Stande sein will oder kann, einfachste Regeln und Gesetze einzuhalten.

 

"Wenn solche Foren als Gradmesser für demokratische Schwarm­intelligenz wären, dann läge der IQ des Volkes so um 50 Punkte herum, das meint: debil. Das Beispiel des US-Magazins «Popular Science» wird deshalb hoffentlich nicht das letzte seiner Art bleiben: Es hat die Kommentarfunktion wieder abgeschafft." (Gottlieb F. Höpli)

 

DMZ Die MIttelländische Zeitung

Auch bei uns sind nicht alle Artikel kommentierbar, oder nicht mehr. Bei Artikeln, welche erfahrungsgemäss zu viele pietätlose bis justiziable Vermutungen und Kommentare auslösen würden, wird die Kommentarfunktion deaktiviert. Einige Diskussionsbeiträge können nur schon aus presserechtlichen Gründen nicht publiziert werden. 

Rund 15 Prozent der an uns geschickten Kommentare zu Artikeln veröffentlichen wir nicht. Damit liegen wir im Vergleich zu bekannten Zahlen anderer Medien im Mittelfeld - auf dem gleichen Niveau wie die New York Times, deutlich unter CNN (23%) und etwas über Blättern wie Neue Zürcher Zeitung (10%) oder Der Standard aus Österreich (5%). Was den Redaktionen täglich an direktdemokratischer Schwarmintelligenz um die Ohren fliegt, ist unglaublich. Denn, was in diesen Foren zu lesen ist, ist noch der bessere Teil der Einsendungen! Das sollte man nie vergessen.

Bei Facebook mit einem hohen Anteil ganz kurzer Kommentare verbergen wir rund fünf Prozent. Dies immer dann, wenn die Kommentare aus genannten Gründen untragbar sind. Wir übernehmen Verantwortung.

Was wir ab und zu zu lesen oder hören kriegen: "Sie zensieren doch unliebsame Meinungen!" Klare Antwort: Nein, machen wir nicht. Schaut man sich die Kommentare unter unseren Artikeln an, stellt man fest, welch grosses Spektrum an Meinungen und auch sehr scharf formulierten Meinungen es dort gibt. Aber tatsächlich erscheint nicht jeder der Kommentare. Einen Teil davon veröffentlichen wir nicht. Was das für Kommentare sind und warum sie nicht erscheinen, hat immer einen triftigen Grund. 

 

 

Quellen: 

http://nightoflight.ch/wp-content/uploads/2020/06/NightOfLight_20200618.zip


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