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Wenn Kinder instrumentalisiert werden ist es Kindesmissbrauch

1/3 aller Scheidungs-Väter hat bereits drei Jahre nach der Trennung wenig oder keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern
1/3 aller Scheidungs-Väter hat bereits drei Jahre nach der Trennung wenig oder keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern

DMZ - Soziales / David Aebischer ¦

 

Die Ausgrenzung des einen Elternteils - meistens des Vaters - ist häufig angewandte elterliche Praxis vor, während und nach Sorgerechtsstreitigkeiten.

Es bedeutet die kompromisslose Zuwendung eines Kindes zum "guten" und geliebten Elternteil und die ebenso kompromisslose Abwendung vom anderen, dem "bösen" und gehassten - ebenjenem, mit dem das Kind nicht mehr zusammenlebt, der nur Umgangsrecht hat oder darum kämpft.

 

Es sind meist die Mütter

Wenn Paare sich trennen, werden Kinder sehr häufig instrumentalisiert. Wie die Erfahrung zeigt, vor allem von den Müttern. Der Vater wird schlecht gemacht und verleumdet. Das ist den Ämtern (Kesb, Sozialbehörden), und privaten Institutionen (u.A. Psychologen, Beistände usw.), sowie Gerichten und Anwälten klar, dennoch wird in der Regel gegen den Vater entschieden. Wohl wissend, dass es sich bei Kindesmissbrauch, Verleumdung, Rufschädigung, übler Nachrede usw. um Straftaten handelt, zieht man es vor, die Straftäter unbehelligt zu lassen, dafür dann den Vater zu bestrafen, indem man ihm die Kinder „nimmt“.

 

Emotionaler Missbrauch (auch: psychische Gewalt) ist eine der leider vielfältigen Formen des Missbrauchs. Misshandlungen emotionaler Natur zählen zu den subtilen Formen der Kindesmisshandlung. Sie zeigen sich z. B. in der Herabwürdigung Schutzbefohlener, der Androhung des Entzuges von Liebe und Nähe oder der Verpflichtung zu Gehorsam und Loyalität um jeden Preis. Körperliche Misshandlungen, überhaupt Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist für Aussenstehende wohl noch am ehesten zu erkennen. Sehr komplex wird es hingegen beim emotionalen Missbrauch. Er ist – auf der physischen Ebene – verletzungsfrei. Auf der psychischen Ebene entstehen durch Bedrohungen und Manipulationen viele Verletzungen.

 

Ein Drittel aller Scheidungs-Väter hat bereits drei Jahre nach der Trennung wenig oder keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern und ein weiterer Drittel bereits ab Trennung nicht mehr, oder nur sehr begrenzt. Die Ursachen dafür unterscheiden sich dabei nur marginal. Meistens geht es um verletzte Gefühle, Rache, Neid, Dummheit, Eifersucht – die Reste einer enttäuschten Paarbeziehung.

 

Die Dunkelziffer ist höher

Jedes Jahr werden rund 600 aller Trennungskinder manipuliert, auffälligerweise ist in 90 Prozent der Entfremdungsfälle die Mutter die Verursacherin und dafür verantwortlich. Die Dunkelziffer liegt um einiges höher. Mehr als 50 internationale Studien belegen, dass es besser für Kinder ist, wenn sie nach Trennungen der Eltern immer noch von beiden betreut werden und mit Vater und Mutter Kontakt haben. Trotzdem tendieren Gerichte und Behörden hierzulande dazu, Eltern über Monate oder gar Jahre hinweg über Obhuts- und Besuchsrechtsfragen streiten und prozessieren zu lassen und dann letztlich gegen den Vater zu entscheiden und nach wie vor ein Grossteil der Kinder bei der Mutter bleibt. Hier helfen Beistände, Psychologen, Ämter und zweifelhafte Organisationen mit, die kräftig an diesen tragischen Fällen profitieren. Die Kosten sind immens und stürzen sehr viele Familien in die Armut und den sozialen Zerfall.

 

Entfremdungssyndrom (engl. Parental Alienation Syndrome (PAS))

Eltern-Kind-Entfremdung, auch elterliches Entfremdungssyndrom (engl. Parental Alienation Syndrome (PAS)), beschreibt ein von Richard A. Gardner 1985 formuliertes Konzept, bei der ein Kind dauerhaft und zu Unrecht einen Elternteil herabsetzt und beleidigt, meist in der Folge einer Scheidung und/oder eines Streits um das Sorge- oder Umgangsrecht.

 

Gemäss Untersuchungen von Beschreibung Dr. phil. Walter Andritzky, Düsseldorf wird diese Entwicklung, bei der ein Kind bewusst oder unbewusst einem Elternteil entfremdet wird, zunehmend mit Besorgnis betrachtet und als Kindesmisshandlung eingeschätzt. Auslöser ist so gut wie immer die Ablehnung des früheren Partners nach einer Trennung durch den Elternteil, bei dem das Kind lebt. Dies überträgt sich auf das Kind – mit traurigen Konsequenzen.

Vor dem Hintergrund steigender Scheidungszahlen und Auseinandersetzungen um das Sorge- und Umgangsrecht mit den gemeinsamen Kindern mehren sich Fälle, in denen Eltern versuchen, ein Kind dem anderen Elternteil zu entfremden und diesen von Umgang und Erziehung auszugrenzen. Nicht nur Rechtsanwälte, Richter, Sachverständige und Mitarbeiter von Jugendämtern werden in die oft unerbittlich geführten Auseinandersetzungen einbezogen, sondern auch Psychotherapeuten, (Kinder-)Ärzte und Kinderpsychiater: Meist wünscht ein Elternteil Atteste und Bescheinigungen darüber, dass Verhaltensauffälligkeiten oder funktionelle Symptome (Einnässen, oppositionelles Verhalten, Depressionen, Schlafstörungen und anderes) eines Kindes auf negative Einwirkungen des anderen Elternteils zurückzuführen seien und/oder der Kontakt abgebrochen werden sollte.

 

Missbrauch von Attesten verhindern

Das Thema entzündet sich zumeist zu einem Zeitpunkt, an dem Trennungskonflikte in Sorgerechts- oder Umgangsstreitigkeiten übergehen und ein Elternteil den anderen von der künftigen Erziehung ausgrenzen will. Zugespitzt wird die Situation, wenn sich dabei zwei „Lager“ gegenüberstehen, zum Beispiel ein Vater mit den Grosseltern, bei denen sich das Kind bei Besuchskontakten aufhält, und eine Mutter mit neuem Ehepartner. Für Ärzte und Therapeuten ist es hilfreich, zwischen verschiedenen Konfliktkonstellationen zu unterscheiden, um Eltern einerseits aufzuklären, und andererseits den Missbrauch von Attesten zu verhindern.

Die mit den eigenen Belastungen infolge der Trennung beschäftigten Eltern nehmen die psychische Belastung der Kinder oft weder wahr, noch geben sie ihnen genügend Zuwendung.

 

Daher werden die natürlichen Stress-Symptome der Kinder bei weiteren Konflikten zwischen den Eltern oftmals umgedeutet, Resultat einer negativen Beeinflussung oder „Überforderung“ durch den Umgang mit dem anderen Elternteil zu sein. Tatsächlich werden psychische und funktionelle Reaktionen, Infekte, aggressive oder depressive Reaktionen nicht nur durch die Trennung selbst ausgelöst. Sie entstehen besonders dann, wenn das Kind von einem Elternteil zum anderen wechseln soll, der betreuende Elternteil diesen Umgang jedoch ablehnt, beispielsweise mit der Begründung, das Kind müsse „zur Ruhe kommen“, oder es wolle nicht zum anderen Elternteil.

 

Keinen Sinn in Besuchen sehen

Nach den Erfahrungen von Felder und Hausheer zeigen sich Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter vor Besuchen beim anderen Elternteil oft fahrig, gereizt und unwillig, oder sie klagen über Bauchschmerzen. Die Besuchszeit selbst verläuft nach kurzer Eingewöhnung ohne Konflikte und in freudiger Atmosphäre. Das Kind will jedoch von Zuhause nichts erzählen und dort auch nicht anrufen. Das Kind kehrt weinerlich und widerstrebend zum betreuenden Elternteil zurück. Nach den Besuchen verhält es sich einige Tage lang überdreht, verschlossen oder mürrisch, will von den Besuchen selbst nichts erzählen, bis es schliesslich wieder „normal“ wird. Die Eltern ziehen aus diesem Muster entgegengesetzte Schlüsse: Die Mutter (gegebenenfalls der Vater) sieht keinen Sinn in den Besuchen, sondern eher Schaden. Das Kind werde gequält, nur um den Rechtsanspruch des Besuchsvaters (gegebenenfalls -mutter) zu erfüllen, die Besuche sollten deshalb beendet werden. Der Vater fragt sich dagegen, ob das Kind bei der Mutter gut aufgehoben ist, da es in so bemitleidenswertem Zustand zu ihm kommt und ungern wieder zur Mutter zurückkehrt.

 

Diesem „Besuchsrechtssyndrom“ liegen im Gegensatz zu einem Entfremdungssyndrom keine Entfremdungsabsichten zugrunde. Die Ursachen können in Trennungsängsten, psychodynamischen Loyalitätskonflikten, einem Autonomieproblem, fehlender Objektkonstanz beim Kind, auf Elternebene in Kränkungen, sozialer Isolation oder in Problemen mit einem neuen Partner liegen. Die Eltern äussern Besorgtheit angesichts der Symptome. Sie tendieren zunächst nicht dazu, den anderen Elternteil abzuwerten, ihn für die Symptome verantwortlich zu machen oder ausgrenzen zu wollen. In diesen Fällen genügt es, im Rahmen der Anamneseerhebung darauf hinzuweisen, dass es sich um natürliche Reaktionen des Kindes handelt, die nach etwa einem halben bis einem Jahr von selbst nachlassen, wenn das Kind erfahren hat, dass ihm bei den Besuchskontakten weder Mutter noch Vater verloren gehen.

 

Loyalitätskonflikt für das Kind

Im Gegensatz zum Besuchsrechtssyndrom zeigen sich beim PAS mehrere, einfach erkennbare Symptome im Verhalten des Kindes:

  • Es werden Meinungen und wörtliche Formulierungen vom betreuenden Elternteil übernommen, die dessen Haltung zum anderen charakterisieren. Das Gesagte wird in nicht kindgerechter Sprache („Er hat einen Machtkomplex.“) und gekünstelter Stimmlage vorgebracht. Es werden neue Ablehnungsgründe „hinzuerfunden“, das Kind wirkt beim Gespräch motorisch unruhig und gespannt.
  • Nicht nur der andere Elternteil, sondern dessen gesamtes soziales und familiäres Umfeld wird in die Ablehnung miteinbezogen, zum Beispiel früher geliebte Grosseltern und Freunde.
  • Das Kind „spaltet“: Der betreuende Elternteil ist nur „gut“, der andere nur „schlecht“, die natürliche Ambivalenz fehlt. Das Kind ergreift reflexhaft für den Betreuer Partei.
  • Das Kind betont auffällig, dass alles, was es sage, sein eigener Wille sei („Ich will das.“).

Wenn der Entfremdungsprozess fortgeschritten und sich der betreuende Elternteil sicher ist, dass das Kind keinen Wunsch nach Kontakt zum anderen mehr äussert, betont er oft: „Ich wäre der/die Letzte, die etwas gegen Besuche hat, aber das Kind will nicht.“

Ein weiteres Indiz für ein Entfremdungssyndrom ist, dass der betreuende Elternteil den anderen abwertet und den Gesprächspartner in eine Allianz gegen diesen einzubinden versucht. Gleichzeitig werden Diskurs und Vermittlungsbemühungen, die seine Person und Rolle im Trennungsprozess betreffen, jedoch ablehnt.

 

Die Kinder benötigen keine Therapie. Das Verhalten normalisiert sich schnell, wenn das Kind erfährt, dass es den anderen Elternteil verlässlich und ohne Schuldgefühle besuchen und sich an der gemeinsamen Zeit erfreuen darf.

Die Angaben in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das im Internet unter www.aerz teblatt.de/pp/lit0203 abrufbar ist.

 

Manipulierte Kinder übernehmen die Sicht ihrer Mutter

Trennen sich Eltern, ist dies meist mit starken und negativen Emotionen verbunden und allzu oft leiden auch die Kinder darunter. Sie übernehmen oft die Gefühle des Elternteils, mit dem sie den grössten Teil der Zeit verbringen. Dies beruht auf zwei Faktoren:

  • Aus Angst, den verbleibenden Elternteil auch noch zu verlieren, bindet sich das Kind stärker an ihn. Bzw. ein ihm wohlgesonnener Elternteil muss man nicht einnehmen, auf den ist bereits verlass, also konzentriert sich das Kind auf den Elternteil, der Stress macht.
  • Um sich zu solidarisieren und sich ein sicheres Umfeld zu schaffen, übernimmt das Kind das Gefühl es Elternteils, bei dem es lebt. Spürt es, dass es mit diesem Verhalten positive Aufmerksamkeit erhält, wird es wiederholt und verfestigt sich damit zusehends. Das Kind übernimmt das Gefühl als sein eigenes.

Insbesondere der zweite Aspekt führt nach und nach dazu, dass der nicht im Haushalt lebende Elternteil zunehmend als Feind angesehen und abgelehnt wird.

 

Rechtsanwalt Josef A. Mohr, Fachanwalt für Familienrecht sagt dazu:

  • die Programmierung (Indoktrinierung, Gehirnwäsche) i. d. R. durch einen Elternteil. Meist ist der Störer der Elternteil, bei dem das Kind lebt.
  • die Annahme dieser Programmierung durch das Kind, das die Ablehnung des anderen Elternteils zu seiner eigenen Sache macht und so seinen eigenen Beitrag zur Herabsetzung des anderen Elternteils leistet.

Diese Eltern-Kind-Entfremdung, bei der ein Elternteil – leider ist das meist der Vater – plötzlich vom geliebten Papa zum Monster mutiert, entsteht in der Regel durch eine regelrechte Indoktrinierung der Mutter und deren Umfeld, dauerhaftes Nörgeln am ehemaligen Partner sowie abschätziges Verhalten, Lügen, Unterstellungen und Schikanen ihm gegenüber. Dies kann beim Kind eine regelrechte Gehirnwäsche verursachen, die auch die positiven Erinnerungen auslöscht. Teilweise sind ganze Freundeskreise und Familien involviert im Entfremdungsprozess der Kinder, in dem sie den Kindern ebenfalls weiss machen wollen, wie schlecht der Vater ist und war. Diese Menschen machen sich natürlich auch strafbar, aber bisher wurden solche Straftaten noch kaum von einem Gericht berücksichtigt, oder geahndet. Dies ist umso schlimmer, da die entfremdete Haltung des Kindes nicht auf eigenen negativen Erfahrungen basiert. Mit der starken Ablehnung eines Elternteils lehnt das Kind auch einen Teil von sich selbst ab und das hat schwerwiegende Folgen für seine Psyche, das Vertrauen in sich selbst und auch das allgemeine Wohlbefinden. Das Kind steckt in einer dauerhaften Identitätskrise, was zu Aggression und Depressionen führen kann.

 

Beziehungsphobie als mögliche Folge

Es liegt nahe, dass emotional missbrauchte Menschen Schwierigkeiten haben können, eigene Beziehungen aufzubauen. Schliesslich waren ihre frühkindlichen Erfahrungen von erheblichen Enttäuschungen geprägt. Es wurde Liebe behauptet – und es fanden emotionale Angriffe statt. Und so schleicht sich bei vielen die vage Angst ins Leben, sie könnten immer wieder aufs Neue enttäuscht werden. Die ausgeprägteste Form von Beziehungsangst ist eine Beziehungsphobie.

 

Die grosse Angst besteht hier weniger vor einer Beziehung. Im Gegenteil. Es gibt eine grosse Sehnsucht nach einem guten Miteinander. Dauerhaft. Verlässlich. Schützend. Das Problem beim Auftreten einer Beziehungsphobie besteht eher in der Angst, erneut eine krasse Enttäuschung zu erleben. Viele Menschen, die unter emotionalem Missbrauch gelitten haben oder leiden, entscheiden sich eher für die sichere Einsamkeit als für ein – in gewisser Weise immer etwas riskantes – Miteinander.

 

Fazit - Eltern-Kind-Entfremdung ist Kindesmissbrauch!

Führende Mediziner bezeichnen dieses Phänomen aufgrund der negativen Folgen für das Kind mittlerweile als Kindesmissbrauch. Etwa 10 - 15 % aller Kinder aus geschiedenen Ehen sind davon betroffen, Tendenz steigend.

Der Würzburger Psychiater und Neurologe Dr. Wilfrid von Boch-Galhau veröffentlichte unlängst gesammelte Studien aus 30 Jahren Forschung zur Parental Alienation. Zu seinen Patienten gehören Scheidungskinder aller Altersstufen und eine immer grösser werdende Gruppe entsorgter Eltern, meist Väter. "Sie haben den Kontakt zu ihren Kindern seit Jahren verloren", sagt er, "sie kommen mit depressiven oder auch suizidalen Krisen zu mir. Der Beziehungsabbruch wirkt auf alle traumatisch."

 

Es ist wichtig, dass diese Fakten und Missbräuche mehr an die Öffentlichkeit gebracht werden, um ein Bewusstsein in der Gesellschaft auch dafür zu schaffen. Erst wenn es gelingt, die Öffentlichkeit zu erreichen, können diese Missstände angegangen und hoffentlich bald einmal abgeschafft werden.

Denn es geht immer und nur um das Wohl des Kindes! In diesem Zusammenhang sind persönliche Scheinbedürfnisse, die auf Kosten der Kinder befriedigt sein wollen, zu verurteilen und zu bestrafen. Auch dies sind wir der Gesellschaft schuldig.  

 

Das PAS ist aktuell noch nicht im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association oder in der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der WHO als Störung erfasst, wird aber in der neuen Auflage des ICD 11 unter "QE52.1: Loss of love relationship in Childhood" enthalten sein. 

 

Information

Misshandlung eines Kindes ist ein Verhalten gegenüber einem Kind, das ausserhalb der Norm liegt und ein beträchtliches Risiko für eine körperliche oder seelische Schädigung des Kindes birgt. Es gibt 4 Arten der Kindesmisshandlung:

  • körperlicher Missbrauch
  • sexueller Missbrauch
  • seelischer Missbrauch
  • Vernachlässigung.

Die Ursachen der Kindesmisshandlung sind unterschiedlich und noch nicht geklärt. Missbrauch und Vernachlässigung kommen oft mit körperlichen Verletzungen, Wachstums- und Entwicklungsverzögerung sowie psychischen Störungen vor. Die Diagnose wird anhand von Anamnese, körperlichem Untersuchungsbefund und manchmal Labortests und diagnostischer Bildgebung gestellt. Die Versorgung umfasst die Dokumentation und Behandlung jeder Verletzung und der physischen und psychischen Verfassung, sowie eine obligatorische Meldung an die entsprechenden Behörden und manchmal auch die Hospitalisierung und/oder die Unterbringung in einem Pflegeheim, um das Kind in Sicherheit zu bringen.

Die psychische Misshandlung ist das Zufügen von seelischem Schaden durch Worte und Handlungen. Spezielle Formen sind das Verschrecken eines Kindes durch Brüllen und Schreien, das Zurückweisen durch Schmälerung der Fähigkeiten und Leistungen des Kindes, die Einschüchterung und Terrorisierung mit Drohungen und die Ausbeutung oder das Verderben des Kindes durch Ermutigung zu abweichendem und kriminellem Verhalten. Eine psychische Misshandlung kann auch vorliegen, wenn sprachliche oder körperliche Zuwendung unterlassen oder vorenthalten werden, also im Wesentlichen eine emotionale Vernachlässigung besteht (z. B. das Kind ignorieren oder zurückweisen oder es von Interaktionen mit anderen Kindern oder Erwachsenen abhalten).

 

 

Quellen: IGM ¦ Ärzteblatt ¦ Die Zeit ¦ Journal of the American Academy of Psychiatry and the Law

 

Literatur

Kommentare: 13
  • #13

    Janine (Mittwoch, 19 Januar 2022 13:17)

    Ich kann mich Lori nur anschließen. Vorweg, solche Artikel sind wichtig, aber ich finde es auch unerträglich, wie wieder einmal alles über einen Kamm geschert wird und behauptet wird, diese Grausamkeit betreffe in überwiegend nur Väter.
    Das ist schlichtweg FALSCH. Möglichlerweise betrifft es mehr Väter, jedoch nach mittlerweile 11 Jahren als selbst betroffene, die schon etliche Kommentare gelesen hat: Es geht auch vielen Mütter so, die Dunkelziffer ist mit Sicherheit auch groß.

    Was leider auch viel zu selten in Zusammenhang gebracht wird, ist die narzisstische Persönlichkeitsstörung, welche Männer und Frauen gleichermaßen an den Tag legen und die dazu führt, dass Elternteile ihre Kinder als Waffe gegen den anderen benutzen.
    Leider sind Gerichte, Jugendämmter und sonstige Instutitionen derart überfordert, in dem Bereich nicht ausgebildet und es herrscht ein Zeitmangel, dass es für diese Narzissten, die nichts als Rache an dem/der Ex der sie verlassen hat, im Sinn haben, ein leichtes ist selbst Anwälte um den Finger zu wickeln. Da wird quasi in 5 Minuten in einem Gerichtssaal über das Schicksal einer Familie entschieden.
    Unser System hat eindeutig fertig!
    Es liegt an uns Müttern und Vätern zusammenzuhalten und tätig zu werden, oft fehlt uns die Kraft, weil der Schmerz einfach zu groß ist. Es gibt schon viel Aufklärung und Gruppen, die sich unterstützen, aber was die Ämter und Gerichte betrifft, da muss unbedingt etwas geschehen.

  • #12

    Mario H. (Mittwoch, 12 Januar 2022 20:16)

    Man kann auch von psychischen und seelischen Kindermord sprechen. Mit Unterstützung von Jugendämtern oder auch der Kinder und Jugendhilfe in Österreich.
    Dass sind alles Kindermörder:innen!

  • #11

    Marianne (Mittwoch, 12 Januar 2022 09:22)

    Was ich nicht verstehe, wieso sagt das Jugendamt in solchen Fällen, es läge keine Kindeswohlgefährdung vor und wieso wird dann noch den entfremdeten gesagt, man solle sich zurück halten, damit das Kind zur Ruhe kommt? Das sind doch alles Fehler im System.

  • #10

    Ursula Kodjoe (Montag, 10 Januar 2022 20:33)

    Frühe Intervention ist die beste Prävention!
    Nach zehntelanger Forschung und Arbeit in diesem Bereich gibt es für mich eine einfache Antwort auf die Frage:"Warum verhalten sich Mütter und Väter so? Warum tun sie das?"
    WEIL SIE ES KÖNNEN!
    Weil diese Ausgrenzung von der Ursprungsfamilie, von Freunden, Nachbarn etc. mitgetragen wird. Vor allem jedoch, weil die professionellen Beteiligten von Jugendamt, Beratungsstellen etc. den sich früh ankündigenden Beziehungsverlust und seine langfristigem destruktiven Auswirkungen nicht sehen oder nicht sehen wollen. Und weil Familienrichter dem nicht von Anfang an (!) ein klares STOPP setzen. Es genügt in der Regel, wenn der Richter beide Eltern bei der ersten Anhörung darüber aufklärt, dass
    - er Umgangsbehinderungen und drohenden Beziehungsverlust nicht hinnehmen wird
    - kinder ein Recht haben auf weitergehende Beziehung zu beiden Eltern nach deren Trennung
    - der jenige Elternteil ein guter Vater, eine gute Mutter ist, der Garant ist für die unbelastete Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil
    - bei psychischer Misshandlung durch Manipulation und Kontaktabbruch der Wechsel des Kindes in den Haushalt des anderen Elternteils angeordnet werden kann und wird.

    Wenn keine körperliche, sexuelle oder vernachlässigende Form der Misshandlung vorliegt, ist es müßig, nach den Hintergründen der Entfremdung zu suchen. Das Kind hat diese Eltern und keine anderen. Diese Eltern haben ein Recht auf professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Trennung und Scheidung, damit die Konflikte nicht über die Kinder ausgetragen werden. Eltern dürfen keine Ängste mehr haben, ihre Kinder an den anderen zu verlieren. Kinder dürfen keine Angst mehr haben, ihre Liebe zu beiden Eltern offen zu zeigen und zu leben.


  • #9

    Lori (Montag, 10 Januar 2022 15:43)

    Für mich ist es sehr schlimm immer zu lesen, es sind sie Mütter, die das verursachen..es gibt auch Väter die so etwas ihren Kindern antun. Ich erlebe es seid fast 5 Jahren und seit nun über einem Jahr hat meine Große Tochter den Kontakt zu mir und meiner Familie abgebrochen...keiner weiß warum...es tut so weh und in solchen Artikeln werden immer alle über einen Kamm gescherrt..schrecklich!

  • #8

    Bakir (Dienstag, 23 November 2021 18:49)

    Der Beitrag ist einfach bombe genau das passiert mir jetzt auch gerade alles was da drinne steht meine Frau ist mit meinem vierjährigen Sohn weg ich werde bedroht ich werde beschimpft ich muss alles über mich ergehen lassen nur damit ich meinen Sohn sehen darf und ihn mal ans Telefon bekomme ich werde schlecht bei ihm gemacht wie würden solche Sachen gar nicht einfallen und was ist das Ende vom Lied keine Chance wie geht man dann gegen so etwas vor das Kind wacht nachts auf wenn es bei mir ist und schreib Papa Papa ich will bei dir bleiben und ich kann nichts tun es zerreißt mir mein Herz

  • #7

    Streiffli (Samstag, 30 Oktober 2021 13:50)

    Als Grossmutter erlebe ich hautnah diesen Fall meines Sohnes/Schwiegertochter mit ihren 3 Kindern. Schon Jahre bevor die Trennung eingeleitet wurde durchschaute ich die eindeutig manipulative Vorgehensweise meiner Schwiegrtochter. Vordergründig verhält sie sich freundlich und nett und kaum jemand durchschaut ihre Absichten, jahrelang nicht einmal mein Sohn. Solange sie finanziell von mir profitiern konnte, respektiert sie mich, doch wenn ich auf ihre Forderungen nicht einging, reagierte sie hartnäckig mit lauter Agression, Provokation und Respektlosigkeit. Und kaum stand das Wort Scheidung im Raum begann sie die Kinder, die ihren Vater verehrten, zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren. Sie sagte zu mir wörtlich: R. ist bereits voll und ganz auf meiner Seite, J. wird bald kippen und die kleine F. werde ich auch noch rumkriegen. Strebsam und hinterhältig hat sie ihr Ziel erreicht und fährt fleissig fort damit. Schlimm.

  • #6

    Raphael Zimmermann (Montag, 24 Mai 2021 15:02)

    Dieser Beitrag beschreibt was ich zur Zeit durchmache. Ich bin im täglichen Kamp mit meiner Ex-Frau und der KESB Basel-Stadt

  • #5

    Detlef (Montag, 08 März 2021 13:17)

    Ich habe mich im Oktober 2020 von meiner Frau getrennt und habe mit meinen 2 Kindern ( 12/20) nicht offen über meine Pläne gesprochen. Ich habe Fehler in der Kommunikation mit meinen Kindern gemacht!
    Aber das ich im Zuge des Umgangsrechts von der Mutter und ihrer Rechtsberatung massiv beschuldigt wurde,
    von Wahrnehmungsstörungen über Verfolgungswahn war alles dabei. Es wurde auch so schriftlich von der Rechtsberatung verfasst. Ich war in schockstarre und wusste am Ende nicht mehr wohin mit meiner Wut. Selbst beim Termin vor dem Familiengericht wurde weiter gelogen und ich hatte keine Möglichkeit darzulegen das mein 12 jähriger Sohn seit 3 Monaten massiv beeinflusst wurde.
    Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Kindern gehabt und habe viele Dinge möglich gemacht.
    Meine kpl. Familie hat derzeit keinen Kontakt.
    Ich stehe nun da und habe keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme.
    Ich bin schockiert über unsere Rechtsprechung.

  • #4

    Exakt (Montag, 02 November 2020 23:00)

    Auch für mich trifft das zu! Es wird alles transparent ggü. den Behörden (Bezirksgericht) aufgezeigt, doch die Augen bleiben 'geschlechtsbedingt' verschlossen. Was zudem eine ganz schlechte Sache ist, ist die sehr einfach von der Mutter zu initialisierende fiktive und nicht substantiierten Gefährdungsanzeige, die nie verfolgt werden und leider von Väter aus Sorge auf die Auswirkung auf das Obhutsrecht und wegen der Angst der generellen Exit-Verklauselung 'Hochstrittigkeit (alter Fachausdruck) auch nicht juristisch mit einer Klage gegen die Anzeigende Person vorgehen. Väter gehören auf dieselbe Flughhöhe wie Mütter. Die Emanzipation geht auch diesen Teil des Lebens für alle an. Dieser Missstand, der Väter zudem finanziell ausblutet und die Ohnmacht ins Unerträgliche bringt, muss hören. Wir sind bald im 2021.

  • #3

    Titus (Sonntag, 25 Oktober 2020 19:36)

    Ich bin ein betroffener Vater aus Basel und es ergeht mir genau so! Jedes im Artikel beschriebene Merkmal wird in 'meiner' Geschichte erfüllt. Das Schlimme ist, das Alle aus dem Umfeld dabei zusehen, wer etwas sagt, wird aus dem Weg geräumt.
    Es müsste sich dringend ewas auf gesetzgeberischer Ebene gegen diesen Missstand ändern.

  • #2

    gala007 (Samstag, 24 Oktober 2020 15:15)

    Es darf nicht länger dabei bleiben, dass derartige Straftaten von Müttern einfach nur in unzähligen Einzelberichten der hilflosen Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

    Die betroffenen Männer sollten von einer Zeitung, wie z.B. die DMZ aufgerufen werden das Vorliegen eines derartigen Kindesmissbrauchs (mit Identitätsnachweis, damit beglaubigt) zu melden.
    Und sobald klar wird, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern die innerhalb eines Monats gemeldeten Fälle auf das Vorliegen einer beunruhigenden Anteils missbrauchter Trennungskinder hinweisen, die ihren Müttern wehrlos ausgeliefert sind was DRINGEND EINE GEMEINSAME ÖFFENTLICHE AKTION mit Medienbegleitung rechtfertigt - Demo auf dem Bundesplatz mit offenem Brief an die Justizministerin Keller-Sutter mit Ultimatum zum
    - sofortigem Verbot neuer Fälle (indem Trennungskinder in jedem Fall gleich viel Kontakt zu beiden Eltern haben dürfen und gleich lang bei jedem Elternteil wohnen dürfen)
    - Aufhebung & Widergutmachung bestehender Verstösse gegen die Rechte der Kinder und gegen die Menschenrechte
    => wie bei den Verdingkindern muss eine geeignete Wiedergutmachung beschlossen werden
    => zusätzlich müssen von ihren Müttern instrumentalisierte Kinder rasch psychologische Unterstützung erhalten, sich mit anderen gleichartigen Missbrauchsopfern austauschen können.
    sofort psychologisch geholfen werden

  • #1

    Sana (Montag, 10 August 2020 10:25)

    Besten Dank für diesen Bericht was verständlich beschrieben wurde, und sich bewahrheitet .Leider wird zu oft die Situation von Mütter Respektlos ausgenutzt , ohne Berücksichtigung gegenüber dem Kind.