Krankmacher Strassenlärm

Einer der Lösungsansätze: lärmarme Strassenbeläge
Einer der Lösungsansätze: lärmarme Strassenbeläge

DMZ – GESUNDHEIT/UMWELT ¦ Patricia Jungo ¦

 

Ein Bericht des Bundesamts für Umwelt (Bafu) bringt an den Tag, dass über eine Million Menschen in der Schweiz an ihrem Wohnort mit übermässigem Strassenlärm zu kämpfen haben. Obschon die durch die Lärmschutzverordnung getroffenen Massnahmen Wirkung zeigen, gibt es noch einiges zu verbessern. Der veröffentlichte Bericht informiert über die bereits realisierten und die noch vorgesehenen Massnahmen, deren Wirksamkeit sowie die notwendigen finanziellen Mittel.

 

Damit die Menschen wirklich geschützt werden, ist es demnach notwendig, dass die Lärmschutzmassnahmen künftig noch direkter an der Quelle ansetzen. Dabei ist es vorgesehen, dass die Massnahmen schon zu Beginn der Lärmverminderung zur Anwendung kommen sollen, beispielsweise durch lärmarme Strassenbeläge oder Geschwindigkeitsreduktionen. Wie das Bafu schreibt, waren in der Vergangenheit 32 Prozent der Kosten auf die Massnahmen angesetzt. 21 Prozent der Gelder halfen, den Ausbreitungsweg des Lärms zu vermindern, sei es für Lärmschutzwände oder –dämme. 39 Prozent kamen für Schallschutzfenster zum Einsatz. Diese werden gebraucht, wenn die Lärmminderungen an der Quelle oder auf Ausbreitungsweg unmöglich sind. Für den Lärmschutz in der Schweiz beträgt der Gesamtaufwand schätzungsweise sechs Milliarden Franken. Laut Bafu konnten seit Inkrafttreten der Lärmschutzverordnung in den vergangenen dreissig Jahren fast 270‘000 Menschen vor Strassenlärm geschützt werden.

 

Am meisten Fortschritte habe es seit 2008 gegeben, als der Bund die Unterstützung für die Lärmsanierung von Kantons- und Gemeindestrassen verstärkt habe. Dies ermöglichte es, bedeutend mehr Personen zu schützen. Bis 2012 betrug die jährliche Zahl der neu geschützten Personen rund 5000, aber dem Folgejahr stieg sie sogar auf 20‘000 pro Jahr. Was die Kosten anbelangt, konnten diese sogar reduziert werden. Bezüglich Gesundheitsfolgen für Lärmbetroffene betont das Bafu, dass der Körper bei jedem störenden Geräusch in Alarmbereitschaft gerät und es zur Ausschüttung von Stresshormonen kommt. Diese Faktoren können auf lange Sicht Bluthochdruck oder Herz- Kreislauf-Erkrankungen zur Folge haben. Auch die Konzentration sowie die Kommunikation werden erschwert. Natürlich verschlechtert der Lärm auch die Wohnqualität massiv.

 

 

Quelle: bluewin news


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