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Neues "Bildungs- und Gesundheitszentrum" im Schwarzsee - Ein reiner Esoteriktempel?

Schwarzsee
Schwarzsee

DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN / RECHT ¦ Walter Fürst / Anton Aeberhard ¦ Dr. Andreas Keusch ¦ Daniel Birkhofer ¦

EINE ANALYSE / KOMMENTAR

 

Am idyllischen Schwarzsee wurde ein "Bildungs- und Gesundheitszentrum" gebaut. Viele Angebote lassen aufhorchen. Sind es im Bereich "Bildung" vorwiegend Vorträge von "Heilern", Verschwörungstheoretikern, Esoterikern und ausgewiesenen Quacksalbern ist auch das "gesundheitliche" Angebot zumindest teilweise sehr fragwürdig.

 

Nicht grundlos haben uns  in den letzten Wochen Anschriften von besorgten Bürgerinnen und Bürgern erreicht, die einerseits entweder schlechte Erfahrungen mit gewissen Leuten dieser „Organisation“ gemacht haben, sich betrogen und abgezockt fühlen, oder ganz einfach Angst haben, dass sich ein Esoteriktempel nun auch im Kanton Freiburg einfach so breit machen kann. Scheinbar ohne Auflagen. Dieser Sache sind wir nachgegangen und haben recherchiert.

 

Es wurden auch Stimmen laut, dass man auf der Gemeinde kein Gehör gefunden habe. Auch waren wir bei der Recherche erstaunt, dass sich die Gemeinde trotz Anfrage nicht dazu geäussert hat. Obschon die Gemeinde verpflichtet ist den Medien gegenüber zu antworten.

 

Wir haben ebenfalls die Gönner und Sponsoren der Institution kontaktiert, die dieses Angebot offensichtlich erst ermöglicht und finanziert haben. So zumindest soll es uns die Website der Organisation suggerieren. Allerdings haben sich von den "Sponsoren", die sich auf unsere Anfrage gemeldet haben, klar vom Angebot distanziert und ebenfalls dementiert ein "Sponsor" zu sein. Wieso werden also diese Firmen als Sponsoren ausgewiesen? Wird der Konsument angelogen?

Es geben sich auch die betroffenen "Sponsoren" sehr überrascht, dass ihr Name so benutzt wird, ohne vorher Kenntnis davon gehabt zu haben: "Ich weiss nicht wieso Sie darauf kommen, dass ich das Gesundheitszentrum Schwarzsee als Sponsor unterstütze. Im Rahmen des Neubaus habe ich lediglich das Architekturbüro in Brandschutzangelegenheiten beraten und gemäss Auftrag das Honorar bezogen. Eine anderweitige Unterstützung dieser Organisation ist ausgeschlossen", schreibt eine Firma auf Anfrage.

 

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Freiburg schreibt: "Therapeuten der Komplementärmedizin gelten im Kanton Freiburg nicht als Gesundheitsfachpersonen. Diese Personen benötigen deshalb keine Berufsausübungsbewilligung. Das Gesundheitsgesetz setzt aber Rahmenbedingungen für die Berufsausübung, deren Nichtbeachtung disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen kann. 

Es liegt im Wesen der komplementärmedizinischen Methoden, dass ihre Wirksamkeit nicht oder zumindest nicht mit den aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen werden können, sondern auf Erfahrung beruhen."

 

Einfach gesagt, jeder der denkt er könnte heilen, oder zumindest damit Geld verdienen, darf das.

 

Informationen zur Ausübung eines Berufes im Bereich der Komplementärmedizin1. 

  1. Die Ausübung von Methoden der Komplementärmedizin ist gemäss der geltenden Gesetzgebung im Kanton Freiburg nicht bewilligungspflichtig. Es ist deshalb nicht nötig, dafür eine Berufsausübungsbewilligung bzw. eine Betriebsbewilligung zu beantragen.
  2. Es ist angesichts Vielzahl von Therapien und Tätigkeiten auf diesem Gebiet nicht möglich, sie abschliessend aufzulisten. Gemäss der Verwaltungspraxis zählen dazu beispielsweise die Akupunktur und die traditionelle chinesische Medizin, die Homöopathie, die Reflexologie, die Kinesiologie, Reiki, usw.
  3. Anbieten dürfen Dienstleistungen in diesem Bereich zum einen die anerkannten Gesundheitsfachpersonen mit Berufsausübungsbewilligung. Aber auch Personen, die nicht einen Gesundheitsberuf im Sinne des Gesundheitsgesetzes ausüben, dürfen im Rahmen des Gesundheitsgesetzes auf diesem Gebiet tätig werden (vgl. Artikel 76 des Gesundheitsgesetzes vom 16. November 1999). Hervorzuheben ist im wesentlichen:
  • Methoden in der Komplementärmedizin dürfen angewandt werden, wenn sie die Gesundheit der Patienten nicht gefährden und jede Verwechslung mit Pflegeleistungen, die in den Fachbereich eines gesetzlich anerkannten Gesundheitsberufs fallen, ausgeschlossen ist ;
  • Die Patienten müssen verständlich und angemessen über die Möglichkeiten und Grenzen der angebotenen Dienstleistung, ihre Risiken sowie ihre Kosten aufgeklärt werden, damit sie ihre freie und ausdrückliche Zustimmung zur Behandlung geben können. Alle weiteren Bestimmungen über die Patientenrechte sind zudem analog anwendbar. Deshalb ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung unumgänglich;
  • Jede überflüssige oder ungeeignete Behandlung ist zu unterlassen, auch wenn ein Patient oder eine Gesundheitsfachperson darum ersucht. Medizinische Diagnosen dürfen keine gestellt werden. Bestehen Zweifel am Gesundheitszustand eines Patienten, muss er darüber informiert und veranlasst werden, einen Arzt zu konsultieren;
  • Für die Werbung im Bereich der  Komplementärmedizin gelten die gleichen Vorschriften wie für Gesundheitsfachleute (vgl. Art. 91 Gesundheitsgesetz). Die Werbung muss objektiv sein, einem öffentlichen Bedürfnis entsprechen, und weder irreführend noch aufdringlich sein;
  • Die Räumlichkeiten, Einrichtungen und Apparate müssen den allgemeinen Anforderungen an Hygiene, Qualität und Sicherheit genügen. Systematische Inspektionen vor Eröffnung der Praxis werden keine durchgeführt, spätere Kontrollen sind aber jederzeit möglich.

Es dürfen keine Arzneimittel angewandt (weder mittels Injektionen noch in anderer Weise), abgegeben oder verschrieben werden, auch nicht im Bereich der Phytotherapie, Homöopathie oder anderen alternativen Pharmakotherapien (Art. 112 und 113 Gesundheitsgesetz). Zumindest einige Punkte sind hier bereits verletzt.

 

Ausserdem haben wir alle Krankenkassen angefragt, wie sie zu solchen Angeboten stehen. Die Rückmeldungen waren ernüchternd. Diese werden in einem separaten Bericht entsprechend veröffentlich werden.

 

"Im unüberschaubaren Wirrwarr der alternativen Heilmethoden haben Scharlatane leichtes Spiel: Schamlos machen sie Geld mit der Angst und den Schmerzen ihrer Opfer. Die Gewinne der selbst ernannten Heiler sind gross – und die Risiken klein."

Der Beobachter

 

Die Gegenseite

Natürlich haben wir auch andere Geistheiler und Esoteriker kontaktiert und um Ihre Meinungen zu bitten. U.a. haben wir Statements erhalten wie z.B.: "Da wir keine bewertenden Menschen sind, werden wir dazu kein Statement abgeben. Was wir Ihnen aber anbieten können, dass Sie bei uns mal eine Sitzung machen und dabei vielleicht eine neue Erfahrung machen können." Andere postulieren, dass trotz des enormen Fortschritts der Medizin und trotz der überzogenen Heilungs- und Heilserwartungen an die Medizin, die Kritik an der modernen Medizin wächst. Eine Tatsache.

Ein weiterer Heiler, der nametlich nicht genannt werden will sagt: "Ich kann Sie nicht heilen, sondern Sie auf einen Weg anstossen und Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren. Dazu muss ich mich in Sie hineinspüren." Nicht wissenschaftlich fassbar – doch es klappt. GeistheilerInnen und SchamanInnen heilen mit Mitteln, die niemand versteht. Im Wallfahrtsort Lourdes werden Wunderheilungen wissenschaftlich untersucht, ohne dass man weiss, wie die Wunder wirken.

 

Der Placebo-Effekt

Kommen wir nun zu einer Heilungsform, mit der sich die Schulmedizin ernsthaft beschäftigt: dem Placebo-Effekt. Kaum jemand zweifelt noch daran, dass es den Placebo-Effekt gibt. Der Arzt, die Ärztin verabreicht an zwei Patienten oder Patientinnen das gleiche Medikament. Eines der beiden enthält gar keinen Wirkstoff. In überraschend vielen Fällen tritt auch bei diesem Präparat der gleiche Effekt ein. 35 Prozent der Menschen sprechen auf Placebos an. Man schätzt inzwischen, dass die Wirkung von Medikamenten zu 20 – 30 Prozent auf Placebo-Wirkung beruht.

 

Sekten-Kenner Hugo Stamm sieht auch andere Gefahren

Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. 

"Esoterik ist für spirituelle Sucher die Wahl der Stunde. Das Selbsterlösungsprinzip entspricht einem religiösen Selbstbedienungsladen. Ein Einkauf von spirituellen Ingredienzien am Morgen verspricht einen perfekten Tag und einen weiteren Schritt zum Heil. Sektenführer, Gurus und radikale Glaubensgemeinschaften gebärden sich als Hüter der letzten Wahrheiten und versprechen die Erlösung für das Leben im Diesseits wie im Jenseits. Dies bedeutet für die Anhänger und Mitglieder, dass sie sich bedingungslos anpassen. Diese Anpassung hat meist die Qualität einer Unterordnung und Selbstaufgabe.

Dieser Exklusivanspruch ist sozialer Sprengstoff. Er führt in aller Regel zu einer Radikalisierung im Denken, Handeln und Fühlen. Das angebliche Heil ist geknüpft an Selbstaufgabe und Unterordnung. Zweifel und kritische Einwände gelten als Verrat. Über die vermeintlich letzten Wahrheiten gibt es nichts zu diskutieren."

 

Falsche Versprechen

Für Hugo Stamm hat denn Geistheilen auch nichts mit Medizin zu tun. Das gehört in die Ecke der Wellness-Bewegung. Es ist ein Luxus der Wohlstandsgesellschaft, zu glauben, man könne alles heilen. Stamm stellt fest, dass die Esoterik allmählich die Schulmedizin verdrängt und die Pharmazie verteufelt. Fatal sei es, wenn Scharlatane Kranke davon abhielten, Ärzte aufzusuchen, und falsche Versprechungen machten.

Häufig bekommt Hugo Stamm Einblick in solche Fälle. Etwa als ein Heiler eine 23-jährige Frau mit Brustkrebs davon abhielt, die notwendige Therapie zu machen. Der Tumor wuchs und platzte. Selbst da erklärte ihr der Heiler, sie dürfe keine Schmerzmittel nehmen, das raube ihr die Energie. Die Frau kam ins Spital und starb zwei Wochen später elend. "Wenn sie rechtzeitig mit der Therapie begonnen hätte, so wären ihre Heilungschancen zwischen 85 bis 90 Prozent gelegen", sagt Stamm. Für ihn ist es unverständlich, dass das Bundesamt für Gesundheit nicht gegen diesen Geistheiler vorging. Stamm sieht die Erfolge der Heiler im Placebo-Effekt. Der Körper heile viele Krankheiten selber, später glauben die Leute, das seien die Kräfte des Mediums gewesen. Er ist davon überzeugt, dass Handauflegen keine schweren Krankheiten heilt.

 

Mitglieder der "Institution" Schwarzsee geben auch Vorträge an fragwürdigen Veranstaltungen

Der Basler Psi-Verein ist die erste Adresse für esoterisch interessierte spirituelle Sucher. Seit 1967 veranstaltet er Seminare und Vorträge. Hugo Stamm nennt es: "Das übersinnliche Geschwurbel im Basler Psi-Verein". Auch hier treten Mitglieder aus Schwarzsee auf und ebenfalls und vorwiegend an eigenen Veranstaltungen. Auf diversen Websiten, die von mehreren "Mitgliedern" dieser "Organisation" betrieben werden ist zu lesen: "Alexander Vonlanthen hat seine Kräfte bei einer Veranstaltung von Joao De Deus erhalten. Joao ist ein bekanntes brasilianisches Heilmedium. Seit dieser Zeit kommen immer mehr Menschen mit der Bitte um Unterstützung zu Alexander. Er arbeitet mit verschiedenen Wesenheiten. Die Wesenheiten arbeiten auf körperlicher, psychischer, geistiger und seelischer Ebene, um die Menschen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. An diesem Tag wird Raum geschaffen, damit Heilung auf verschiedenen Ebenen geschehen darf."  Hier ist die Rede vom verurteilen Schwerverbrecher João de Deus. Der brasilianische "Heiler" ist zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weitere Verfahren folgen. Millionen haben ihn verehrt, Hunderttausende setzten grosse Hoffnungen in ihn, doch nun ist der "Engel" gefallen. Endlich, ist man geneigt zu sagen. Endlich wurde ihm das Handwerk gelegt. Der "Wunderheiler" João de Deus, wie er sich nennt. Der Johann von Gottes Gnaden. Das klingt nach christlichem Glaube, in Wirklichkeit ist er ein Esoteriker und wird vor allem von diesen Kreisen in den Himmel gehoben. Das hinderte ihn nicht daran, seine vermeintlichen Heilungen mit dem Mantra zu beschliessen: "Im Namen Jesus Christus, du bist geheilt."

 

"Gefallen ist der göttliche Johann nicht etwa, weil er als Scharlatan enttarnt worden wäre, der Hunderttausende um ihre Hoffnung auf Heilung betrogen hat, nein, er wurde aus dem Verkehr gezogen, weil er unzählige Frauen sexuell missbraucht hat."

Hugo Stamm

 

Das Täuschungselement kann eine zentrale Rolle spielen

Gerade Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die sich ansonsten nicht mehr zu helfen wissen, können schnell in die Fänge von selbsternannten Heilern geraten. Ihnen geht es weniger um das Wohlergehen der Hilfesuchenden als um deren Geld. Verschiedene Institutionen wie Sekteninformationsstellen und Verbände haben Checklisten mit Kriterien für alternative Heilmethoden, Heiler oder Seminare veröffentlicht (Einige der wichtigsten Punkte im Anhang). Der Psychologe Daniel Birkhofer sagt zu dieser Thematik: "Es ist durchaus bekannt, dass Menschen, die sich eher verunsichern lassen durch die unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Informationen, dazu neigen, sich so rasch wie möglich einer Orientierung gebenden Idee anzuvertrauen. Dabei spielen die persönlich empfundenen Existenzängste und die damit einhergehenden negativen oder düsteren Gedanken und negativen Gefühle eine entscheidende Rolle, sich unreflektiert in eine Gedankenwelt einlullen zu lassen. Dieser Einlullungsprozess führt zu einem verstärktem Kontrollverlust; paradox dahingehend, da man sich ja gerade wieder erhofft, mehr Kontrolle in der angstbereitenden Welt zurückgewinnen zu können, indem am sich solchen «Bewegungen» anschliesst. Diese Gutgläubigkeit oder Naivität ist gefährlich, da psychische und auch physischen Abhängigkeiten entstehen können, aus denen sich «geschwächte» und damit durchaus auch bedürftige Menschen kaum mehr selber lösen können. Das angewendete Konzept des Konformismus hat genau diese Absicht im Visier, die Menschen konform und damit willens-abhängig – sogar hörig – zu formen; hier sind die Querverbindungen zum Vorgehen bei Sekten mehr als offensichtlich erkennbar. Diese Form von subtiler Hirnwäsche unter dem Deckmantel der Unterstützung von bedürftigen Menschen ist als verwerflich, unlauter und durchaus auch als kriminell zu erachten, da das Täuschungselement eine zentrale Rolle beim Versprechen von nicht einhaltbaren Wünschen spielt und damit Menschen arglistig täuscht in ihrer persönlichen Notlage!"

 

Patientenvertreter Dr. Andreas Keusch beleuchtet auch Graubereiche

"Jeder Leistungserbringer im Schweizer Krankenversorgungs- resp. Gesundheitssystem wäre gemäss „Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft“ BV prinzipiell dazu verpflichtet, die für den Patienten optimale Therapie zur Wahrung dessen körperlichen Integrität anzuwenden, somit also keinen weiteren Schaden anzurichten. Dies bedingt ‚per se‘, dass ein Leistungserbringer, ob nun ein  Mediziner, Naturheiler, Geistheiler etc. stets seine Behandlungsentscheide und die damit erzielten Behandlungserfolge (Indikation & Outcome) laufend überprüfen und optimieren muss, seine Patienten rechtzeitig an Spezialisten überweist, wenn dessen Heilversuch keine nachweisliche oder eine zu geringe Wirkung entfaltet! 

 

Um nun eben die individuell notwendige möglichst richtige Therapie und damit die eigene Unversehrtheit und Würde schützen zu können, stellt die Therapiefreiheit, das Selbstbestimmungsrecht sowie die freie Wahl des Leistungserbringers eine obligate Grundvoraussetzung für uns Patienten dar. Dabei lassen sich die Patienten am besten jeweils stets die vom Leistungserbringer zu erwartenden Behandlungsziele ganz genau erklären, werden über Langzeit- und Zusatznutzen sowie Risiken im Vergleich zu alternativen Behandlungsoptionen aufgeklärt, nachweislich schriftlich festgehalten, damit man zusammen mit seinem Leistungserbringer festzustellen vermag, ob der gewählte Weg sich tatsächlich als medizinisch wirksam und individuell zweckmässig erweist. Bei diesen patientenorientierten Behandlungsentscheidungen sollte als Patient stets auf das Vorliegen empirisch nachgewiesener Wirksamkeit geachtet werden. Gemäss evidenzbasierter Medizin somit insbesondere auf das Vorliegen von doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studien sowie Metaanalysen zu Wirksamkeit und Sicherheit der vorgeschlagenen Therapieoption."

 

Vergütung nur wenn eine über den medizinischen Placeboeffekt feststellbare Wirksamkeit aufgewiesen werden kann

Dank Krankenversicherungs- (KVG) und Heilmittelgesetz (HMG) sollten in der westlichen Schulmedizin sowie die kassenpflichtigen Optionen der Alternativmedizin – anthroposophische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie und traditionelle chinesische Medizin - die WZW Kriterien zum Schutze von Wohl und Würde der Patientinnen und Patienten zum Einsatz kommen. Die Gesundheitsbehörden und Krankenversicherungen sollten deswegen nur diejenigen Leistungen vergüten, welche vom medizinischen Standpunkt her betrachtet eine über den medizinischen Placeboeffekt feststellbare Wirksamkeit aufzuweisen vermögen, sagt Patientenvertreter Dr. Andreas Keusch zu den Kassenvergütungen.

 

Was theoretisch so einfach und einleuchtend tönt, wird in der Praxis aber leider nicht umgesetzt, da die diversen finanziellen Vorteilsnahmen der Leistungserbringer eine entsprechende transparente evidenzbasierte Kontrolle mit laufender Optimierung von Behandlungsentscheidungen und -Verläufen (Indikation und Outcome) bis zum heutigen Zeitpunkt verunmöglicht hat. Wesentlich Schuld daran trägt dabei die Politik mit dessen medizinisch nachweislich höchst inkompetenten und eigennützigen Interessensvertretern der diversen Leistungserbringern unseres Gesundheitssystems mit dessen Vertretern in Bundesrat und Parlament.

Patientenvertreter Dr. Andreas Keusch

 

Wie funktioniert die Geldmaschine

"Um möglichst hohe Gewinne und Profite im Interesse deren politisch vertretenen Klientels erzielen zu können, reichen dabei bereits erste medizinisch Vermutungen über angebliche Wirksamkeit mit limitierten Behandlungszahlen aus, welche sich dann bei breiter Anwendung im Behandlungsalltag bei nicht mehr studienoptimierten und somit Alltagspatienten dann aber hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit mit der Zeit als problematisch erweisen können. Da die Politik für die Schulmedizin mit Einführung KVG 1996 keine «Positivliste» gemäss WZW-Kriterien vorgesehen hat, weil diese medizinische Förderung der Patientensicherheit eben wirtschaftlich stark gewinn- und profitminimierende Einbussen nach sich ziehen, befinden wir uns diesbezüglich leider auch in der Schulmedizin ebenfalls auf einem regelrechten Blindflug punkto Zusatz- und Langzeitnutzen der diversen Therapieoptionen.  So vermögen Leistungserbringer und Dienstleister der Schulmedizin deren erbrachten Dienstleistungen einfach nach deren finanziellen Eigeninteressen verkaufen, was die Patienten verständlicherweise verunsichert und sie in die Hände von nicht medizinisch ausgebildeten Protagonisten unseres Gesundheitssystem treibt, welche im Gegensatz zur ökonomisierten Apparatemedizin der Schulmedizin mit dessen unterdessen leider vernachlässigten Gesprächsmedizin, da finanziell höchst unlukrativ, sprich vom Staat administrativ höchst unwirtschaftlich geregelt, diese mit empathischem, resp. einfühlsamen Vorgehen von Behandlungsoptionen, welche keine nachweislich transparente und evidenzbasierte Wirksamkeit vorzuweisen vermögen, zu überzeugen verstehen. Glaube und Hoffnung unterwandern so nun die für die Sicherheit des Patienten so wichtigen medizinisch-wissenschaftlichen Belege", erklärt Dr. Andreas Keusch.

 

Gerade bei gesundheitlich chronisch verlaufenden Problemen sei dies ein grosses Manko der Schulmedizin, da diese infolge der fehlenden politischen Einforderung des Langzeit- und Zusatznutzenbeleges so nur bei Akutproblemen punkten, bei chronischen Gesundheitsproblemen viele Fragen jedoch nur unzufriedenstellend zu beantworten, resp. zu behandeln vermöge.

 

Weitere Probleme

"Man muss sich dann nicht wundern, wenn diese Patienten sich medizinisch höchst fragwürdigen Heilversuchen zuwenden. Gefährlich wird es dabei insbesondere dann, wenn die Leistungserbringer dieser Heilversuchsoptionen ohne nachweislich transparent empirisch bewiesene Wirksamkeit nicht mit den Medizinern zusammenarbeiten, die zugrundeliegenden gesundheitlichen Probleme sich zu Ungunsten der Patienten verschlechtern, wo die Schulmedizin im Interesse des Wohls und der Würde des Betroffenen möglicher Weise noch hätte intervenieren können."     

 

Ominöse Werdegänge

Bei der Recherche hat sich u.A. auch gezeigt, dass ein Mitglied dieser Organisation nach eigenen Angaben seine Kräfte bei Joao De Deus entdeckt habe – De Deus einem verurteilten Sexualstraftäter. Der Schweizer Religionsexperte Georg Schmid erklärt die Machenschaften und die Skandale von Brasiliens Wunderheiler. In allen Medien wurde über die Manipulationen und Vergewaltigungen berichtet. Gefallen ist der göttliche Johann nicht etwa, weil er als Scharlatan enttarnt worden wäre, der Hunderttausende um ihre Hoffnung auf Heilung betrogen hat, nein, er wurde aus dem Verkehr gezogen, weil er unzählige Frauen sexuell missbraucht hat. Wie man öffentlich dazu stehen kann, bei diesem Mann die Muse befunden zu haben. Zudem ist der De Deus ein ausgewiesener Quacksalber, der über soviel Heilkräfte verfügt wie ein Stein.

 

Weitere „Mitarbeiter“ profitierten jahrelang von ihrem Nimbus als „Heiler“ Geistheilung ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher alternativmedizinischer, esoterischer, religiöser oder magischer Behandlungsmethoden, bei denen ein geistiger bzw. religiöser oder psychischer Einfluss heilende Wirkung auf den Kranken haben soll und die sich nicht in die wissenschaftliche Medizin oder die klassische Psychotherapie einordnen lassen.

 

Keine medizinische Ausbildung oder Kooperationen mit Arztpraxen

Niemand hat eine medizinische Ausbildung – Mit dem Prädikat „Gesundheitszentrum“ und der Bezeichnung Praxis wird suggeriert, dass es sich hier um eine medizinische Facheinrichtung handelt. Darin sehen auch Juristen durchaus ein strafrechtlich relevantes Problem.

 

Auch haben keine der angefragten Arztpraxen Kontakt oder eine Art Zusammenarbeit mit dem "Gesundheitszentrum". So schreibt z.B. die Hirslandenklinik in Düdingen: "Wir stehen in keinerlei Beziehung zu besagtem Zentrum und verfügen entsprechend über keine Kenntnisse zu dessen Angebot." 

 

In vielen Fällen sind die Folgen psychische Abhängigkeit, finanzielle (manchmal auch sexuelle) Ausbeutung und seelische Narben

Dieter Sträuli, Psychologe, Präsident von infoSekta, sagt zu Heilern, Medien und BeraterInnen: "Während grosse „Sekten“ wie Scientology und die Zeugen Jehovas stagnieren, haben Heiler, Medien, spirituelle BeraterInnen ungebrochen Erfolg und sahnen auf dem Markt der Esoterik und der alternativen Heilmethoden zum Teil kräftig ab. Die Klienten scheinen häufig zufrieden  zu sein. Auch im Dschungel der Lebensberatung mögen Personen tätig sein, die über eine gute Intuition, solide Menschenkenntnis und eine vertretbare Ethik verfügen (z.T. auch über akademische Titel). Ob sie ihre Beratung an der Interpretation von Tarotkarten oder Pendelbewegungen aufhängen, kann eigentlich egal sein. Misserfolge – in diesem Bereich hängen sie wohl weder die Experten noch die Klienten an die grosse Glocke – beschränken sich für die Klienten häufig auf finanzielle Verluste und unterbliebene Wunscherfüllung. In vielen Fällen aber sind die Folgen psychische Abhängigkeit, finanzielle (manchmal auch sexuelle) Ausbeutung und seelische Narben, die oft nur schwer heilen."

 

Fazit des Patientenvertreters Dr. Andreas Keusch zum "Gesundheitszentrum"

"Das «Gesundheitszentrum Schwarzsee» weist einen gefährlichen Mix an Leistungen auf, welche die langfristige Gesundheit deren Patienten zu gefährden vermag. Denn einerseits stellen z.B. klassische Homöopathie, Physiotherapie und Psychologie Leistungsbereiche dar, die im Krankenversicherungssystem von den Krankenkassen je nachdem vergütet werden.

 

Das kann für die Leistungserbringer dieses Zentrums die erwünschte Eintrittspforte darstellen, deren weiteren Leistungsbereiche deren Patientinnen und Patienten anschliessend möglichst erfolgreich zu verkaufen zu versuchen. Wenn diese Optionen dann noch ohne Zusammenarbeit mit den ursprünglich behandelnden Ärztinnen und Ärzten ausgeführt werden, kann dies eben leider gesundheitliche Nachteile für die Betroffenen nach sich ziehen.

 

Auch wenn diese zusätzlich medizinisch empirisch fragwürdigen Therapieoptionen nicht von den Kassen rückerstattet werden, man das Behandlungs- und Selbstbestimmungsrecht des Patienten gemäss BV berücksichtigen muss, hat dies für die Kostenbelastung unseres Gesundheitssystems schwerwiegende Konsequenzen. Denn müssen diese Patienten wieder schulmedizinisch betreut werden, dann fallen höhere, prämiensteigernde Kosten an."

 

Verfassungsrechtlich verankerte Sorgfaltspflicht dieser Leistungserbringer wird nicht kontrolliert

"Es ist somit unverständlich, dass Bundesrat, Parlament, Bundesbehörden, kantonale Gesundheitsdirektionen sowie Kantonsärzte und Krankenversicherungen hier einfach stets wegschauen, die verfassungsrechtlich verankerte Sorgfaltspflicht dieser Leistungserbringer nicht ebenfalls mit adäquaten wissenschaftlichen und medizinischen Qualitätskontrollkriterien und damit die Patientensicherheit einfordern und durchsetzen. Denn: Da der Patient gemäss Art. 10 Abs. 2 BV Anspruch auf «Schutz auf körperliche Unversehrtheit resp. Gesundheit» hat, wäre es eine Grundaufgabe des Staates und damit von Politik und Behörden, diese eben endlich auch möglichst erfolgreich durchzusetzen. Dies aber nicht nur bei den alternativen Heilmethoden sondern eben auch bei den Therapieoptionen der Schulmedizin.

 

Wer sich also mit gesundheitlichen Problemen in die Hände von Leistungserbringern wie z.B. denjenigen des «Gesundheitszentrums Schwarzsee» begibt, welche nicht kassenpflichtige Behandlungsoptionen der Grund- und/oder Zusatzversicherung anbieten, sollte sich deswegen noch genauer über Nutzen und Risiken dieser Behandlungsoptionen informieren, um letzten Endes nicht mit bösem Erwachen über den Tisch gezogen zu werden, welche man dann mit lebensqualitätsmindernden Schäden oder sogar vorzeitigem Tode teuer zu bezahlen hat, nur weil einem Glaube und Hoffnung von evidenzbasiertem medizinischen Nachweis abhalten liess …

 

Esoteriker manipulieren

Hartmut Zinser ist pensionierter Professor für Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin und sagt zu solchen Zentren und "Praktiken", sowie Kunden solcher Angebote: "Ich habe in Untersuchungen Menschen gefragt. Die Gründe waren im Wesentlichen: Interesse am Aussergewöhnlichen. Neugier. Und Unterhaltung. Diejenigen, die tatsächlich esoterische Praktiken in Anspruch nehmen, nennen Orientierungs- und Entscheidungshilfe als Grund. Da die Frage „Wie soll ich etwas entscheiden?“ immer schwieriger wird in unserer Gesellschaft, fürchte ich, dass wir eine weitere Zunahme kriegen werden.

Viele esoterische Praktiken sind Orakelpraktiken, also Divinationspraktiken, um den Willen der Götter einzuholen. Allerdings manipulieren die Esoteriker die Vorgänge auch und behalten sich damit ein Stück Selbstbestimmung. Sie schwanken zwischen abgeben und behalten.

 

Zuerst Finanzspezialist, dann Geistheiler

Auch die Werdegänge der Mitarbeiter sind erstaunlich. Ähnlich wie bei einem der bekanntesten Esoterikers und Geistheilers Sanada. Offiziell betreibt Geistheiler Sanada seit Januar 2015 das Spirituelle Beratungszentrum Sananda. Letztes Jahr war er noch der selbsternannte Finanzspezialist Oliver Brecht und versprach ahnungslosen Opfern, wie sie mit einer Art Börsenroulette ein Vermögen machen könnten. Brecht tummelte sich in diversen Multilevel-Verkaufssystemen bei denen immer neue Mitglieder vor allem den Erst-Mitgliedern die Taschen füllen sollen. Die Parallelen sind hier nicht zu übersehen.

 

"Die Alternativmedizin müsste stärker reglementiert werden. Gegner solcher Forderungen sagen, jeder habe das Recht, über seinen Körper selbst zu entscheiden. Doch diese Verantwortung dem Einzelnen zu überlassen und ihn ohne weitere Beratung in die Welt der Wunderheiler zu schicken, das überfordert jeden Medizinlaien. Wer als Patient arglos in den Dschungel der Wunderheiler stolpert, spielt Lotterie. Gerät er an den Falschen, riskiert er den frühen Tod."

Dr. Bernhard Albrecht

 

Der Verzicht auf eine normale medizinische Versorgung kann bei akuten Notfällen lebensgefährlich sein, wenn der Einsatz einer wirksamen Therapie verzögert wird. Ein Extrembeispiel ist die von einer Homöopathin bei der Indikation „Herz hört auf zu schlagen“ vorgeschlagene alleinige Gabe des homöopathischen Mittels Aconitum in der Potenz C30 oder C200.Aconitum (Blauer Eisenhut) würde in einer Arzneimittelprüfung Herzsymptome oder sogar den Herztod verursachen, also ist dieses Arzneimittel nach homöopathischer Raison bei Herzstillstand sinnvoll. Da das verstärkte Auftreten der Symptome unter dem Begriff Erstverschlimmerung als Teil der Heilung verstanden wird, könnten wichtige Notfallbehandlungen versäumt oder erst verspätet vorgenommen werden. Eine konventionelle Therapie darf hier nicht durch eine homöopathische Behandlung ersetzt werden. 

 

Fazit

Esoterische Praktiken haben Einzug gehalten in den ganz normalen Alltag – fast jeder praktiziert oder kennt zumindest vom Hörensagen oder durch die Netzwerke der sozialen Beziehungen irgend etwas aus dem grossen Spektrum. Dies können spezielle Mittel oder Therapien sein, die die einen der alternativen Medizin zurechnen und die anderen als Placebos abqualifizieren, – Bachblüten zum Beispiel machen seit einigen Jahren Furore –, es können „Bewegungsmoden“ sein, wie die fernöstlichen Kampftechniken und deren spirituelle Hintergründe, Praktiken wie Feng shui, die eine bessere Wohnumwelt versprechen und in Zeitschriften des richtigen „Lifestyles“ als Novität angepriesen werden, die „magischen Kräfte“ von Steinen führen zu einem rasanten Zuwachs an Kaufgelegenheiten in den Innenstädten, mit Tarotkarten lassen sich viele beschenken.

 

Eine Frage der Bildung?

Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Dabei fällt zweierlei auf. Zum einen sind die Massstäbe ins Fliessen gekommen, die früher unangefochten rationales und irrationales Wissen voneinander schieden und mit denen zum anderen auch eine Bewertung des sozialen Status verbunden war: Gebildete Bürger und Bürgerinnen glaubten nicht an Horoskope, meist auch nicht an Naturmedizin und beschäftigten sich auch höchstens aus distanziert-analytischem Interesse mit fremden Glaubens- und philosophischen Lehren. Diese Selbstgewissheit der Trennlinien und auch die soziale Verteilung haben sich grösstenteils aufgelöst; nicht nur das alternative Milieu, sondern auch der akademische Mittelstand hat eine Vorreiterfunktion in der Beschäftigung mit derartigen Themen, die mittlerweile in der einen oder anderen Variante in alle Milieus eingesickert sind.

 

Dabei lässt sich auch in diesem Bereich eine typische Abfolge von Trends beobachten. Schon seit einiger Zeit konzentrieren sich die Angebote auf alles, was mit dem individuellen „Wohlbefinden“ bzw. mit „Gesundheit“ verbunden ist, sowie auf Fragen der persönlichen Entwicklung, Sinnsuche und Sinnfindung, des „psychischen Wachstums“, der individuellen Spiritualität.

 

Es geht vor allem auch um Geld

Dass gesundheitsbezogene Themen eine so grosse Rolle spielen, hängt sicherlich mit dem hohen Mass an Selbstbetroffenheit, mit der wachsenden Distanz zur etablierten Expertenkultur sowie mit den Gesundheitsgefährdungen u.a. durch den Alltag der industrialisierten Lebensmittelherstellung zusammen. Gründe, sich mit dem Themenfeld zwischen Therapie, Bildung und Esoterik zu beschäftigen, gibt es also viele, sein Wachstum signalisiert einen gesellschaftlichen Bedarf, der sich in der Erwachsenenbildung in der Ausweitung derartiger Angebote widerspiegelt, aber auch als diffuse gesellschaftliche Suchbewegung Beobachtung und Beachtung finden sollte, da sie u.U. zu einer kompletten Umwälzung von Angebotsfeldern führen wird. Wer jemals eine Recherche im Internet zum Stichwort Esoterik unternommen hat, kann überdies erahnen, dass und welch ein umfangreicher Markt sich in diesem Bereich entwickelt hat, und dass ökonomische Erwägungen zunehmend eine Rolle spielen.

 

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Informationen:

Verschiedene Institutionen wie Sekteninformationsstellen und Verbände haben Checklisten mit Kriterien für alternative Heilmethoden, Heiler oder Seminare veröffentlicht. Hier einige der wichtigsten Punkte:

 

Worauf ist zu achten?

  • Der Heiler/Anbieter darf keine Heilung oder Linderung von Symptomen versprechen.
  • Der Heiler/Anbieter darf nicht von der Zusammenarbeit mit Schulmedizinern und/oder der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten abraten.
  • Der Heiler/Anbieter sollte sein Vorgehen transparent und informiert über seine Methoden.
  • Der Heiler/Anbieter muss vor der Behandlung deutlich darauf hin, dass dies keinen Besuch beim Arzt ersetzt.

Lassen Sie sich über die Ausbildung des Heilers/Anbieters informieren.

Vorsicht ist geboten, wenn:

  • der Heiler/Anbieter unrealistische Versprechungen wie die Heilung von Krebs oder Aids macht.
  • der Heiler/Anbieter keine Kritik oder keinen Widerspruch erlaubt. Er ist Dienstleister und Sie bezahlen diese Person.
  • der Heiler/Anbieter medizinische Diagnosen erstellt.
  • der Heiler /Anbieter Vorauskasse verlangt.
  • der Heiler/Anbieter eine Mindestanzahl an Behandlungen verlangt.
  • der Heiler/Anbieter darauf drängt, Abstand zu Familie und Freunden zu nehmen.

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