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Österreich - Aktuelle Situation: 7.063 Corona-Neuinfektionen am Samstag - Kurz schliesst Österreich

DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦

 

Am Samstag wurden in Österreich 7.063 Corona-Neuinfektionen registriert. ©APA/AFP

In Österreich wurden am Samstag (Stand: 9.30 Uhr) im 24-Stunden-Vergleich 7.063 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Auch heute gab es Schwierigkeiten mit der Übermittlung der Daten.

 

Mit 7.063 vermeldeten SARS-CoV-2-Neuinfektionen in ganz Österreich am Samstag ist deren Zahl nach Werten knapp bei 10.000 in den zwei vergangenen Tagen merklich gesunken. Weiter gestiegen ist indes die Zahl der Spitalspatienten auf 4.026, 584 davon wurden auf Intensivstationen behandelt. 85 Menschen starben mit Covid-19, die Gesamtzahl der Verstorbenen beträgt somit 1.746, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht.

 

7.063 Corona-Neuinfektionen am Samstag

1.377 Tote waren es noch vor einer Woche, womit seither jeden Tag mehr als 50 Menschen starben: Alle 30 Minuten wuchs die Zahl somit um eine weitere Person. Die Zahl der Intensivpatienten stieg innerhalb von sieben Tagen von 432 um 35 Prozent auf 584 Personen. Bisher gab es laut Angaben von Innen- und Gesundheitsministerium (Stand 9.30 Uhr) 198.291 positive Testergebnisse, 119.415 sind wieder genesen, somit gibt es aktuell nach Abzug der Todesopfer 77.130 aktive Fälle - vor einer Woche waren es noch 57.570.

 

Corona-Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 190

Kärnten: 474

Niederösterreich: 1.026

Oberösterreich: 1.665

Salzburg: 510

Steiermark: 982

Tirol: 523

Vorarlberg: 362

Wien: 1.331

Anmerkung: Gesamtinfizierte im Land Salzburg wurden heute aufgrund technischer Schwierigkeiten durch eine Hochrechnung auf Basis der gestrigen Morgenmeldung berechnet.

 

Kanzler Sebastian Kurz macht sein Land wieder komplett dicht und verhängt strenge Ausgangssperren. Österreich hat bezüglich Fallzahlen sogar die Schweiz überholt.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz appelliert an seine Bevölkerung, alle sozialen Kontakte für die nächsten drei Woche zu vermeiden. Österreich geht am Dienstag zum zweiten Mal in der Corona-Krise für drei Wochen in den sogenannten Lockdown. Die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündete die Massnahmen am Samstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Jegliche Arbeit soll, wenn möglich, auf Homeoffice umgestellt werden. Geschäfte, Schulen und Kindergärten müssen schliessen, das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen wie Grundbedürfnissen, der Arbeit, der Hilfe etwa für Angehörige und zur Erholung im Freien erlaubt.

«Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert», sagte Kurz. Der Mini-Lockdown, der seit dem 3. November gilt, hat gemäss Kurz nicht genug gebracht, die Neuinfektionen steigen weiter. Selbst wenn es noch zu einer Besserung käme, würde es zu lange gehen, um aus dem gefährlichen Bereich herauszukommen. In den Spitälern wird der Platz bereits knapp, das Bundesland Vorarlberg, das an die Schweiz grenzt, hat schon am Freitag von einer «dramatischen Situation» gesprochen.

 

Die Beschränkungen des zweiten harten Lockdowns gelten ab Dienstag, 17. November, und bis zum Sonntag, 6. Dezember. Die Ausgangsregeln müssen alle zehn Tage vom Hauptausschuss des Parlaments neu genehmigt werden. Das Ziel sei, am 7. Dezember Schulen und Handel wieder öffnen zu können.

 

Österreich hat Schweiz überholt

Offen bleiben im Lockdown nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten wie auch Kindergärten Betreuung bei Bedarf. Private Treffen sind auf einzelne engste Angehörige oder Bezugspersonen beschränkt. «Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel», sagte Kurz.

 

Auch Gottesdienste und religiöse Andachten zunächst sollen nicht mehr stattfinden. Die österreichische Regierung habe mit allen Religionsgemeinschaften das Gespräch gesucht, sagte Kurz. Sie hätten zugesagt, auf öffentliche Gottesdienste verzichten zu wollen.

Schon seit dem 3. November sind in Österreich die Gastronomie, der Tourismus sowie Kulturbetriebe und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Die Ausgangsbeschränkungen in diesem Mini-Lockdown galten bisher von 20 bis 6 Uhr.

Die Infektionszahlen sind seit Anfang November zunächst weiter gestiegen, am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 554,2. Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung.

Während in der Schweiz die Fallzahlen gegenüber der Vorwoche wieder sinken, schnellen die Zahlen in Österreich trotz Mini-Lockdown weiter nach oben.

 

 

 

Quellen:

  • https://covid19-dashboard.ages.at/
  • vienna.at

 


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