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Jaël – Neues Album "SINFONIA"

DMZ – KULTUR ¦ PT ¦

 

Um Jaëls Liebe zu Crossoverprojekten wissen wir spätestens seit ihrem vergriffenen Kammerorchester-Album „Orkestra“ und dem ausverkauften Orchester-Konzert am renommierten Montreux Jazz Festival, welches mit Standing Ovations belohnt wurde. Mit "Sinfonia" erscheint am 1.1.2021 das neuste Werk der ehemaligen LunikSängerin. Es ist ein 13 Track starkes Album mit sinfonisch orchestrierten Perlen, die in den letzten 20 Jahren ihres Bühnendaseins entstanden sind, dabei drei bislang unveröffentlichte Kompositionen.

 

Die für Sylvester geplante Plattentaufe im Kultur Casino Bern findet wegen COVID nun neu am Donnerstag 11.11.2021 statt. Der Megaknaller «Reminded for Life» führt einen in die Klangwelt von «Sinfonia» ein und überrascht zu Ende mit von Jaël noch nie gehört kraftvollen Tönen. Ein Kurzaufenthalt in Litauen inspirierte sie zu der ersten Auskopplung (VÖ 23.10.2020) ihres neuen Albums. Sie weilte dort für drei Konzerte mit lokalem Orchester, schlief aber in der Nacht nach der Ankunft im Kinderspitalbett neben ihrem Sohn, statt im Hotel.

 

Weitere Höhepunkte von «Sinfonia» bieten etwa die grosse Version von «Lost and Found», ein Song, den Jaël ursprünglich 2006 mit dem kanadischen Duo «Delerium» geschrieben und veröffentlicht hatte. Anstelle der programmierten Beats sind hier nun erstmals in Jaëls Karriere Bläsersätze zu hören. In «No matter what» harmonieren die zwei Frauenstimmen von Jaël und Alizé Oswald (Aliose) so perfekt, dass man vergisst, dass dies ein Liebesduett wäre; zwei Frauen singen über die Liebe zu ihren Männern. Wie zwei Freundinnen das tun. Zwei Songs von Lunik finden sich ebenfalls auf Sinfonia. Einerseits werden unsere Gehörgänge mit einer neuen Version der Hammerballade «Slide» verwöhnt, andererseits tut uns die Aussage von «Serenity», dass das Leben doch auf unserer Seite sei, gerade besser denn je. «Belong Nowhere», der dritte bislang unveröffentlichte Song, erzeugt einmal mehr Gänsehaut, und wir fragen uns, wieso diese Nummer so lang auf sich warten liess. Auch von Jaëls letztem Album «Nothing to Hide» sind diverse Lieder neu im Orchestergewand anzutreffen. Dass sich «Done with Fake», visualisiert durch das ergreifende Abschminkvideo, perfekt als Orchesterlied eignen würde, war klar. Aber auch «Hero of Neverland» und «Falling Again» erhalten durch die orchestralen Klänge wunderbare Tiefe und Weite gleichzeitig. Mit der neuen Version von «Greatest win» lehnt sich Jaël kurz an den Bossa Nova an. In «Wear me Down» geht musikalisch die Sonne auf und man glaubt der Künstlerin aufs Wort, dass nichts sie nun noch zu Fall bringen kann. Abgerundet wird die CD mit dem klassisch schönen «It’s time». Das Arrangement für dieses Juwel wurde von der mit drei Grammys ausgezeichneten und mittlerweilen über 90-jährigen Sängerin und Komponistin Anita Kerr geschrieben.

 

DMZ: Hat dich die Pandemie in deiner Arbeit an deinem neuen Werk irgendwie beeinflusst, gestört, gelenkt, blockiert?

Jaël: Wir mussten die Aufnahmen mit Orchester zweimal terminlich verschieben, da es gar nicht erlaubt gewesen wäre, dass so viele Menschen zusammen in einem Raum so nahe beieinander musizieren. Ende August klappte es dann zum Glück endlich. So war alles sehr eng und zeitlich knapp mit dem Mix und Master und der Pressung. Glücklicherweise erhielten wir aber die CDs und LPs doch noch rechtzeitig Anfang Dezember… ich hatte zwischendurch etwas Bammel...

 

DMZ: Worauf bist du besonders stolz bei deinem neuen Baby? Was ist komplett anders und/oder neu zu vorangegangenen Werken?

Ich bin sicher stolz auf das Gesamtwerk an sich, da wir es geschafft haben wirklich einen orchestralen/synfonischen Klang hin zubekommen. Mittlerweilen macht ja fast jeder Musiker eine CD mit Orchester, aber oft sind das einfach die bereits gemachten Pop Arrangements mit noch etwas Streicher drauf „gepappt“. Dies wollte ich gezielt nicht, weswegen ich mir wirklich gute klassische Arrangeure geholt haben, die das Orchester ins Zentrum rückten. So entstand ein Mélange von Orchester-Musik, die von klassischen Musikern mit Hingabe und Begeisterung gespielt wurde und meiner Stimme, die mit den Popmelodien, meinen Texten dann eine neue Welt kreieren. Für Leute, die die Songs kennen, ists trotzdem etwas Neues, eine Neuentdeckung von älteren Songs und natürlich sind auch einige Songs auf der Platte, die man noch nicht kennt.

 

DMZ: Wieso sollte man "Sinfonia" deiner Meinung nach unbedingt in seiner Musik-Sammlung haben?

Gerade in der momentanen Situation in der wir uns befinden ist Entschleunigen, Herz-auftun und sich in andere Welten tragen lassen etwas vom Wichtigsten und ich wage zu behaupten „gesundesten“… Der Opener „Reminded for Life“ zB passt grade perfekt ins Heute. Es geht darin darum dankbar zu sein für die Dinge, die gut sind, anstelle davon sich auf alles Schwierige zu konzentrieren. Ich schrieb den Song nachdem ich mit meinem damals 6-Monate alten Sohn aus dem Kinderspital ging und mich fragte, warum eigentlich immer etwas Schlimmes passieren muss, damit man wieder zu schätzen weiss, was man eigentlich alles hat… Normalerweise vergleicht man sich oft mit jenen die mehr haben, oder (in unserer Ansicht) „besser“ sind als wir… ich denke, die momentane Situation rüttelt Viele in dieser Hinsicht auf. Plötzlich ist es gar nicht mehr so „normal“ gesund zu sein und einen Job zu haben. Und dann schätzt man es wieder mehr, wenn man es hat…

 

 

Erstmals ziert keine Fotografie der Sängerin das Albumcover, sondern eine abstrakte Malerei ihrer Mutter, der Künstlerin Vera Krebs-Wyssbrod.

-> Vorbestellungen

 

23.10.2020: 1. Single “Reminded For Life” und Album pre-order

01.01.2021: Release Jaël Sinfonia

11.11.2021: Albumtaufe Casino Bern mit Orchester

Kontakt: management@jaelmalli.ch

 

Interview: Persönlich – Die anderen Fragen: Heute mit Jaël (Sängerin, Songwriterin) - DIE MITTELLÄNDISCHE ZEITUNG - FÜR MEHR DURCHBLICK (mittellaendische.ch)


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