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Corona-Leugner-Ärzte - endlich wird Hausarzt aus Ebikon aus dem Verkehr gezogen

Andreas Heisler glaubt, dass die Schweiz wie eine kommunistische Diktatur agiert
Andreas Heisler glaubt, dass die Schweiz wie eine kommunistische Diktatur agiert

DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Walter Fürst / Anton Aeberhard ¦

KOMMENTAR

 

Einige Ärzte (Corona-Skeptiker und Leugner) gehen an die Öffentlichkeit. Sie gründeten den  Verein Aletheia. Neunzig Ärztinnen und Ärzte, die Verschwörungstheorien, Aberglaube und Absurditäten anhängen, sind schon dabei.

Andreas Heisler, einer der Gründer, behauptet, die Stimmung in der Schweiz sei wie damals in der DDR. "Keine Reisefreiheit, keine Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit." und stellt sich mit diesen Lügen gleich selbst ins Abseits. Kantonsärzte beobachten die Verstösse, die diese Ärzte begehen. Sie drohen damit, die Praxen zu schliessen und werden dies in den nächsten Tagen hoffentlich auch konsequent tun. Zu lange liessen sie diese gefährlichen "Ärzte" schon gewähren.

 

Eine Lüge jagt die andere

Auf der schlecht aufgemachten Vereinswebsite, warten diese "Ärzte" dann auch gleich gewaltig mit Lügen auf. Die wohl ironischste Äusserung ist: " Wir engagieren uns für eine ehrliche Wissenschaft und für transparente Information – nicht nur für die eigenen Patienten – sondern für die gesamte Schweizer Bevölkerung. Wir fordern eine wahrheitsgetreue Berichterstattung und Transparenz, sowohl durch die Behörden als auch durch die Medien, um der Bevölkerung eine selbstverantwortliche Meinungsbildung zu ermöglichen. Wir lehnen eine angstverbreitende Informationspolitik ab." Nachdem man sich vor Lachen wieder eingekriegt hat findet man direkt darunter schon der obligate Spendenaufruf, denn nur darum geht es diesen "Ärzten".

 

Verein (noch einer)

Gründungsmitglieder/Aktive Arbeitsgruppe Aletheia sind die bereits einschlägig bekannten Fabien Balli-Frantz, MSc. ETH Elec. & Pharmazie Student, Biel, Dr. med. Urs Guthauser, Bern, Dr. med. Andreas Heisler, Ebikon, Dr. Werner Michael Heller, Schüpfheim, Dr. Sc. Nat. ETH Barbara Müller, Ettenhausen, Dr. med. Björn Riggenbach, Neuchâtel, Dr. med. Rainer Schregel, Wattwil, Dr. med. Dieter Thommen, Thun, 

Dr. med. Ruke Wyler, Bern, die regelmässig mit ihren Absurditäten auftreten. Einer davon, Rainer Schregel, wurde Mitte August im Amt als St. Galler Amtsarzt entlassen. Als Grund nannte der Kanton «inhaltlich fragwürdige und politisch heikle Äusserungen» in den sozialen Medien. Schregel ist bekannt als scharfer Kritiker der behördlichen Corona-Massnahmen.

Der Arzt hatte auch eine Journalistin in den sozialen Medien als «Goebbels’ Mädchen» beleidigt. Nach der Abberufung als Amtsarzt verlor der «Coronaleugner» aus Wattwil auch seine Stelle bei der grossen Praxiskette Medbase.

 

Andreas Heisler aus Ebikon empfängt die Rundschau

SRF News berichtet detailliert über diesen Besuch beim Hausarzt: "An der Eingangstür zur Praxis hängt ein Zettel: «Wegen einer behördlichen Massnahme geschlossen.» Hausarzt Andreas Heisler aus Ebikon hat Zeit, die «Rundschau» zu empfangen. «Es ist nicht schön, die Polizei im Haus zu haben», sagt er. Weil Heisler sich nicht an die Maskenpflicht hielt, haben die Behörden im Januar seine Praxis geschlossen.

Die Anordnung gilt nur für eine Woche. Die Gesundheitsbehörden hoffen, dass Heisler den Warnschuss versteht. Dies scheint aber kaum der Fall zu sein. Genauso ein Dorn im Auge war den Behörden, dass Heisler Maskenbefreiungsatteste an Patienten ausstellt, die er nie gesehen hat.

«Ich werde es wieder machen.»

Heisler liest der «Rundschau» aus einem Mail vor, das er gerade bekommen hat. «Ich wäre froh, wenn Sie mir und meinen Kindern ein solches Attest ausstellen könnten», steht da. Die Familie leide unter Atemnot und Hautausschlag. Er müsse Schaden von den Patienten abwenden, sagt Heisler. Es sei kein Fehler gewesen, solche Dispense auf schriftliche Anfragen hin auszustellen. Er habe dies in der Vergangenheit getan. Und er werde es weiter machen." 

 

Corona leugnende Ärztinnen und Ärzte müssen damit rechnen, dass sie noch während der Pandemie mit einschneidenden Konsequenzen ihres Tuns zu rechnen haben. Einige von ihnen haben bereits die Zulassung verloren oder gar ein Verbot zur Ausübung ihres Berufs erhalten.

 

Auftritte in Verschwörungs-TV's, auf Social Media, Praxen mit "Maske verboten"-Schildern oder Statements wie "Impfung ohne Sinn", oder Corona-Leugner-Bücher im Wartezimmer: Europaweitweit häufen sich die Beschwerden über Ärztinnen und Ärzte, die in der Corona-Pandemie keine Gefahr sehen. Bereits seit März letzten Jahres sind diverse Fälle den Ärztekammern Europas gegenüber bekannt gemacht worden. Alleine in Berlin wurden bisher 130 Fälle gemeldet, sagt deren Vorsitzender, Günther Jonitz.

 

„Die Arztpraxis ist kein Platz für politische Agitation. Meinungsfreiheit ist das eine, Lügen verbreiten das andere."

Vorsitzender der Ärztekammer Berlin

 

Auch in der Schweiz sind skeptische Ärzte endlich ins Visier der Behörden geraten. Mehrere Kantone haben Verfahren gegen Mediziner eingeleitet, die sich gegen die offizielle Corona-Politik der Schweiz stellen.

Dr. med. Andreas Heisler, Ebikon, Kanton Luzern, droht sogar ein Berufsverbot.

Seine Teilnahme an der Anti-Corona-Demonstration in Zürich vom 29. August war für die Belegschaft seiner Praxis zu viel: Die ganze Belegschaft hatte daraufhin gekündigt. Teil des Grundes sei gewesen, dass er bekannt wurde als Aussteller von Masken-Dispensen – wozu nicht einmal Besuch in der Praxis nötig gewesen sei.

Der Luzerner Kantonsarzt Dr. Roger Harstall sah ein Video mit Heisler und erklärte ihm daraufhin schriftlich, worin die ärztlichen Berufspflichten bestehen und verlangte unter Androhung von Disziplinarmassnahmen bis zum Berufsverbot die Umsetzung der Schutzmassnahmen in der Praxis.

Der St. Galler Amtsarzt Dr. Rainer Schregel aus Wattwil wurde wegen seine TV-Auftritte vom Kanton und der Medbase-Gruppe fristlos entlassen.

 

Fälle unbedingt melden

Vertreter raten dazu, solche Fälle weiterhin der jeweils zuständigen Ärztekammer zu melden. "Dann bekommt dieser Arzt entsprechend Post, mit der Bitte um Stellungnahme. Das ist ein ganz normales, berufsrechtliches Verfahren. Und in den Fällen, wo der Arzt im Prinzip nur, sagen wir mal, seine Skepsis zum Ausdruck gebracht hat, dass er ein Problem damit hat, kriegt er eine freundliche Belehrung."

 

Fälle, die an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden, haben für die Ärztinnen und Ärzte entsprechend härtere Massnahmen zur Folge.

 

Zweifel an Existenz des Virus

Heisler ist auch ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen die Corona-Schutzmassnahmen. Er zweifelt an der Existenz des Virus, obwohl er nach eigener Aussage selbst an Corona erkrankt war. Typisch für solche Vertreter - Wiederspruch jagt Wiederspruch. Impfungen seien gefährlich, und durch das Maskentragen würden viele krank. Er als Meduziner müsste bestens wissen, dass dies beides absurd ist und erst in den letzten paar Monaten durch 'zig Studien widerlegt wurde. 

Auch trotz Erfahrungen und Fakten, beharren die Vereinsmitglieder darauf, dass die Sterblichkeitsrate von Corona bei einer leichten bis mittelstarken Grippe liege. Der deutsche Arzt Heisler sehe denn auch schwarz, was die Zukunft der Schweiz angehe. Zu SRF sagt er dann auch: "Die Demokratie sei stark angeschlagen, die Schweiz erinnere ihn an die DDR. «Die Stimmung, die dort herrschte, erlebe ich jetzt hier», sagt er. «Die Reisefreiheit ist weg, keine Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit.» Heisler vergleicht das, was ein kommunistisches Land zur Aufrechterhaltung einer Diktatur verfügt hatte, mit den Massnahmen zur Ausbreitung einer Pandemie."

 

In seine Hausarztpraxis in Ebikon ist jetzt der oben genannte Verschwörungsarzt eingezogen – Rainer Schregel. Dieser sagte öffentlich, Deutschland habe die schlimmste Regierung seit 1933. Der Kanton St. Gallen hat ihn daraufhin als Amtsarzt entlassen. Nun hat Schregel einen neuen Job – ausgerechnet in der Praxis des Corona-Verschwörers Heisler. Die Behörden schauen zu. Möglicherweise nicht mehr lange. Je eher desto besser.

 

Update: Nach Verstoss gegen Corona-Massnahmen vorläufig nicht praktizieren

Der Kanton Luzern hat den Hausarzt Andreas Heisler aus Ebikon, der sich gegen Corona-Schutzmassnahmen gestellt hatte, vorsorglich nun endlich die Bewilligung entzogen. Er soll schwerwiegend die Berufspflichten seines Standes verletzt haben. Über den vorläufigen Entzug der Praxisbewilligung berichtete die «Rundschau». Zu Details in laufenden Verfahren würden keine Auskünfte gegeben, erklärte ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Dem Arzt aus Ebikon (LU) wird vorgeworfen, bei Behandlungen von Patientinnen und Patienten in seiner Praxis keine Schutzmaske getragen und Maskendispensationen auf schriftliche Anfrage hin ausgestellt zu haben. Zudem habe er mit unbelegten Aussagen zur Corona-Impfung die Bevölkerung unbegründet verängstigt. Am Montagabend soll in der Stadt Luzern eine Solidaritätsdemonstration für den Arzt stattfinden. Die Luzerner Polizei bestätigte auf Anfrage, sie habe Kenntnis davon, dass anonym zu einer Kundgebung aufgerufen wurde.

 

"Eine Massnahme, die wir ergreifen, muss verhältnismässig sein", sagt der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall. "Wenn jemand sagt, Corona existiere nicht, kann man ihm nicht die Bewilligung entziehen. Das wäre nicht verhältnismässig. Es muss eine gewisse Menge an Verfehlungen da sein, die schwerwiegend genug sind, dass es eine entsprechende Massnahme rechtfertigt."

Genau dies ist nun geschehen.

 

 

 

Quellen:

 

  • https://nzzas.nzz.ch/schweiz/corona-skeptische-aerzte-im-visier-der-behoerden-ld.1578699?reduced=true
  • https://www.heute.at/s/polizei-nimmt-corona-skeptischen-arzt-fest-41106934
  • https://www.welt.de/vermischtes/live218692856/Corona-live-Sachsen-verschaerft-nach-Querdenken-Demo-Versammlungsregeln.html
  • https://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/festnahme-von-corona-kritiker-verschwoerung-oder-normale-intervention-der-aargauer-behoerden 

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