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Arbeit aus dem Homeoffice - diese Möglichkeiten gibt es

DMZ –  ARBEITSWELT ¦ Maya West ¦

 

Die Coronapandemie hat vielen Arbeitnehmern gezeigt, dass die Arbeit aus dem Homeoffice zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Der Urlaubstag für das Ablesen des Stromzählers durch die Stadtwerke entfällt, kleinere Besorgungen können in der Mittagspause erledigt werden und endlich entfällt der Weg zum Paketshop nach Feierabend. Zudem geben viele Berufstätige an, im Homeoffice produktiver zu sein als im Büro - keine lauten Telefonate der Kollegen und keine Ablenkung. Auch, wenn viele Arbeitgeber sich während der Pandemie auf Homeoffice-Regelungen eingelassen haben, wollen dennoch viele wieder zum Alltag vor Ort zurückkehren. Wir zeigen Optionen, mit denen die Arbeit im Homeoffice auch weiterhin möglich ist.

 

Einigung mit dem Arbeitgeber

Der unkomplizierteste Weg ist natürlich, sich mit dem aktuellen Arbeitgeber zu einigen. Viele Arbeitgeber stehen der Arbeit im Homeoffice mittlerweile aufgeschlossen gegenüber. Zudem hat das vergangene Jahr gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Aus dieser Position lässt es sich als Arbeitnehmer gut argumentieren. Ist der Arbeitgeber eher skeptisch eingestellt, lässt sich vielleicht ein Kompromiss finden: 2-3 Tage pro Woche im Homeoffice und 2-3 Tage im Büro vor Ort. So können Sie zum Beispiel physisch an Meetings teilnehmen, aber dennoch die Hälfte der Arbeitszeit von zu Hause arbeiten. Aufgaben, bei denen so wenig Ablenkung wie möglich entstehen sollte, können Sie dann an den Tagen zu Hause erledigen, Aufgaben, die viel Abstimmung benötigen, im Büro. Mittlerweile lassen sich viele Arbeitgeber auf Kompromisse ein, um gute Mitarbeiter zu halten.

 

Neuer Blickwinkel: Selbstständigkeit

Ist eine Einigung mit dem Arbeitgeber nicht möglich, gibt es natürlich Alternativen. Viele Menschen haben im letzten Jahr den Wunsch nach mehr Selbstbestimmtheit und Freiheit entwickelt. Die starren Strukturen vieler Angestelltenverhältnisse sind ihnen durch die Flexibilität im Homeoffice bewusst geworden. Wer entsprechende Ideen und Qualifikationen mitbringt, kann sich alternativ zum Angestelltenverhältnis auch selbstständig machen. Besonders in der IT-Branche arbeiten immer mehr Menschen als Freelancer. Oft ist allerdings auch die Gründung eines eigenen Onlineshops interessant - vor allem, weil sich so langfristig ein passives Einkommen generieren lässt. Wir möchten diese Option etwas genauer erklären.

 

Grundsätzlich kann sich jeder mit einem eigenen Onlineshop selbstständig machen - ob mit selbst kreierten Produkten oder als Reseller anderer Produkte. Letztendlich geht es neben einer guten Qualität der Produkte hauptsächlich um zwei Dinge: Sichtbarkeit und Marketing. Während Online Marketing mittels Werbeanzeigen oder Werbepartnerschaften zwar Sichtbarkeit bringt, jedoch viel Geld kostet, gibt es noch eine andere Möglichkeit für mehr Sichtbarkeit im Netz: die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Bei SEO geht es darum, die Website bzw. den Shop so zu optimieren, dass Google und Co. ihn einfacher lesen können und ihn als besonders relevant einstufen. So erscheinen die eigenen Inhalte weit oben in den Suchergebnissen und werden häufiger geklickt, was die Wahrscheinlichkeit für Verkäufe steigert. Da die SEO-Optimierung nur einmalig durchgeführt werden muss, ist sie nachhaltiger als klassische Werbemassnahmen, die immer aufs Neue Geld kosten.

 

Um den eigenen Onlineshop für Suchmaschinen zu optimieren, gilt es, einige Dinge zu beachten. Es gibt unterschiedliche Bereiche in der SEO-Optimierung: Onpage und Offpage. In der Onpage Optimierung geht es darum, die Inhalte auf der Website selbst anzupassen, damit sie als relevanter eingestuft werden. Faktoren, die es dabei zu beachten gilt, sind zum Beispiel die Ladegeschwindigkeit des Shops, die Struktur der einzelnen Kategorien und sinnvolle interne Verlinkungen. Der wichtigste Bereich der Onpage Optimierung ist schliesslich der Content selbst. Texte sollten so geschrieben werden, dass sie als relevant eingestuft werden. Das ist möglich, indem zuvor recherchierte Keywords und verwandte Begriffe in bestimmten Frequenzen in Texten und Überschriften vorkommen.

 

Auf der anderen Seite sind die Offpage Massnahmen nicht über die Website selbst durchführbar. Besonders wichtig ist an dieser Stelle der Aufbau eines seriösen Backlinkprofils, aber auch die Präsenz in den sozialen Medien. Beide Bereiche stellen wichtige Rankingfaktoren für Google dar. Besonders das Sammeln von Backlinks stellt jedoch viele Selbstständige vor Hürden. Zu Beginn mangelt es den meisten Shops an Sichtbarkeit, sodass fast nur der Kauf von Backlinks infrage kommt. An dieser Stelle empfiehlt es sich, mit SEO Agenturen wie PerformanceLiebe zusammenzuarbeiten, um seriöse Links zu sammeln. Kommen Links von dubiosen Seiten, kann der eigene Shop sogar abgestraft werden.

 

Alternativ: klassische Homeoffice Jobs

Ist eine Einigung mit dem aktuellen Arbeitgeber nicht in Sicht und die Selbstständigkeit ist nicht der Wunsch-Weg, gibt es natürlich noch weitere Optionen. Es gibt mittlerweile einige Jobs, die häufig im Homeoffice durchgeführt werden können wie zum Beispiel Stellen im Bereich Datenerfassung oder Community Management. Viele Unternehmen geben mittlerweile auch in ihren Stellenanzeigen an, ob sie ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice vollständig oder zumindest teilweise anbieten. Auch im Vorstellungsgespräch ist es deshalb sinnvoll und mittlerweile auch gewünscht, dieses Thema anzusprechen. So wissen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sofort, woran sie sind und können offen in die Verhandlungen gehen. Schliesslich schmälert der Wunsch nach Arbeit im Homeoffice nicht die Qualifikationen oder die Motivation des Arbeitnehmers. Zum Teil gibt es jedoch auch Strukturen in Unternehmen, die die Heimarbeit weniger zulassen. Deshalb ist es wichtig, den Punkt möglichst früh zu besprechen.


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