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Klein, behaart und äusserst gefährlich – die Raupen des Eichenprozessionsspinners

Eichenprozessionsspinner (Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)
Eichenprozessionsspinner (Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

DMZ – TIERWELT / GESUNDHEIT ¦ MM ¦ AA ¦        

 

Ihre giftigen Brennhaare können Atemnot und allergische Schocks auslösen. Wie Sie die Raupen erkennen und sich schützen können.

Die mit Brennhaaren versehenen Raupen des Eichenprozessionsspinners bauen dieses Jahr wieder vermehrt ihre grossen Gespinstnester an Stamm und dicken Ästen ausschliesslich von Eichen.

 

Nun heisst es aufpassen, damit man nicht mit den Brennhaaren der Raupe in Berührung kommt. Die Raupen bevorzugen frei oder sonnig stehende Eichen, vor allem am Waldrand oder in Pärken, Schwimmbädern und Gärten. Die Raupen ernähren sich nachts von den jungen Eichenblättern. 

 

Tagsüber kehren sie in ihre Gespinstnester am Stamm oder auf der Unterseite von dicken Ästen zurück. Bei Kontakt mit den Raupen oder den Nestern können die Brennhaare nesselartige Entzündungen hervorrufen und Atembeschwerden verursachen. Befallene Bäume und deren Umgebung sollte man  meiden und Raupen und Gespinste nicht berühren. 

Falls doch ein Kontakt stattgefunden hat, sofort duschen, Haare waschen und Kleider wechseln. Bei Auftreten starker allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Eichenprozessionsspinner ist eine einheimische Schmetterlingsart und gehört zum Ökosystem Wald. Es ist unmöglich, diese Schmetterlingsart generell zu bekämpfen. 

 

Wo und wann kommen Eichenprozessionsspinner vor?

Im dritten von sechs Stadien bilden die Raupen dauerhaft Brennhaare aus. Die Zeit von Ende Mai bis Anfang September ist allerdings für den Menschen gefährlicher. Denn dann verlieren die Tiere viele ihrer Härchen, die vom Wind verbreitet werden.

Eine weitere Gefahrenquelle sind alte Nester aus den Vorjahren. In ihnen haben sich bereits Brennhaare gesammelt, die bis zu drei Jahre lang gefährlich bleiben. Ein einziger Windstoß genügt, um die feinen Härchen über hundert Meter weit in der Luft zu verbreiten.

Der Eichenprozessionsspinner kommt bundesweit in Eichen- und Mischwäldern vor. Aber auch Allen, Waldränder und sogar einzelne Bäume werden von dem Schädling befallen.


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