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Ausflugstipps der Macherinnen und Macher der Mittelländischen

In unregelmässigen Abständen präsentieren an dieser Stelle die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.

Bildquelle: schwarzsee.ch
Bildquelle: schwarzsee.ch

DMZ – KULTUR/NATUR ¦ Patricia Jungo ¦       

 

Heute von Patricia Jungo:

« Häxewääg » - den Sagen auf der Spur

 

 

Eingebettet zwischen Bergspitzen und sanften Hügeln ruht der magische Schwarzsee im oberen Sensebezirk. Er zieht die Menschen aus nah und fern auf vielfältige Weise an. So kann man zum Beispiel auf dem einfach begehbaren Weg fast ohne Steigungen im Uhrzeigersinn oder auch umgekehrt zügig marschieren oder aber eine lockere Tour von etwa zweieinhalb Stunden einplanen, bei der vor allem die Kinder kaum bemerken werden, dass sie eigentlich eine Wanderung machen.

 

Für sie hat man nämlich rund um den See liebevoll den »Häxewääg« angelegt. Auf diesem Themenweg kommen Kinder und auch Erwachsene den alten Sagen des freiburgischen Sensebezirks und des Schwarzsees auf die Spur. Der Rundgang ist absolut ideal, um den Schwarzsee in all seiner Vielfalt zu entdecken. Man kann sich mit einem im Tourismusbüro erworbenen Vorlesebuch mit allen Sagen vorbereiten oder aber ganz einfach die Tafeln mit den kurzen Erklärungen zu den Sagen der Region (vor)lesen. Hat man sich für den Rundgang im Uhrzeigersinn entschieden, ist der ideale Treffpunkt der malerische Badesteg unweit vom Parkplatz und dem Spielplatz des Restaurants Gypsera.

 

Bei der ersten Station stösst man auf Sage rund um das Goldloch. Dabei kann man sich an einem Brunnen mit Sagenfrosch erfrischen. Unweit davon, etwas oberhalb, lädt die Dankes-Grotte zu einem Moment der Ruhe ein. Der ehemalige Steinbruch wurde zur Andachtsgrotte umgestaltet. Weiter geht’s dem See entlang und bald gelangt man zu dessen Ende. Der Wald ist nicht nur mit seinem Schatten willkommen. Die nächsten Stationen und eine grosszügige Feuerstelle warten nämlich dort auf die „Häxewääg-Wanderer“. Dieser Ort ist beliebt für Pausen zur Stärkung, zum Baden, zum Planschen im Fluss oder einfach zum Geniessen. Es hat für alle Platz und die Kinder vergnügen sich im Sagenhaus rund um die Sage der Schwarzen Kuh. Der Höhepunkt des Themenweges ist nun nicht mehr weit. Schon von weitem erblickt man die Eisenplastik, welche auf einem Felssporn oberhalb des Weges thront. Der Drache vom Schwarzsee blickt auf den See und kein Wanderer geht an ihm vorbei. Die Sage erzählt, der Drache sei im See ertrunken. Sobald die Kinder bereit sind, sich vom Drachen zu trennen, geht es weiter und der Weg führt am Zeltplatz vorbei aufwärts. Auf diesem leicht steileren Wegstück haben es die Kinderwagen etwas schwerer. Bei der nächsten Station geht es um die „Hutätä-Sage“ Auch hier werden sich die Kinder freuen und es besonders an heissen Sommertagen lustig haben. Sie dürfen nämlich mit einer Druckspritze ein Blechschild nass spritzen. Ein Kind pumpt, das andere spritzt.

 

Das macht natürlich grossen Spass. Als nächstes ist das Haus der »Ankehexe« dran, um das einige Feuerstellen, Bänke und Feuerholz zum Grillieren einladen. Wer ungeduldig ist, marschiert aber direkt weiter zum Wasserfall. Dort fällt das Wasser 30 Meter über eine senkrechte Wand hinunter. Das Plätschern, Gurgeln und Rauschen des Wassers verleiht dem Schauspiel viel Zauber. Der Wasserfall ist eine Sackgasse. Deshalb geht es jetzt zurück Richtung See, wo auch schon die nächste Sage wartet. „Muggis“ Häuschen verfügt sogar über eine Stereoanlage. Schaltet man sie ein, darf man sich die Sage vom „Muggi“ und seinem Goldschatz zu Gemüte führen. Nach dieser letzten Station führt der Weg dem See entlang zurück zum Ausgangspunkt. Schon bald ist die „Gypsera“ wieder in Sicht. An schönen Tagen lockt der See zum Bade. Ist es etwas zu kühl, ist vielleicht eher eine gemütliche Pedalo—Fahrt auf dem Programm. Wie wunderbar, sich auch einfach ans Seeufer zu setzen und seinen Blick in die Magie des Schwarzsees tauchen zu lassen.

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