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Ehrenrunde für die Literatur aus der Schweiz

DMZ –  KULTUR ¦ Urs Heinz Aerni ¦                                     

 

Auch 2021 widmen sich die Literaturtage Zofingen dem heimischen Kulturschaffen, da die traditionsreiche Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse auf 2022 verlegt werden musste.

Die Literaturtage Zofingen empfangen im Herbst traditionell das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Im Jahr 2020 fand die Frankfurter Buchmesse physisch nicht statt und das Projektteam der Literaturtage Zofingen hat in allerkürzester Zeit ein alternatives Programm auf die Beine gestellt und die Schweiz selbst als „Gastland“ eingeladen.

 

«Auch im zweiten Jahr der Pandemie präsentieren wir nochmals Literatur aus der Schweiz», so die Programmleiterin Julia Knapp, «Diese Entscheidung ist nicht nur wegen der höheren Planungssicherheit gefallen, sondern auch als Unterstützung einer Branche zu verstehen, die in den vergangenen 15 Monaten grosse Einbussen zu verzeichnen hatte.»

 

Real statt digital

Überlegungen für eine Umsetzung per Streaming wurden gemacht. Aber dazu sagt die Präsidentin des Vereins Literaturtage Zofingen, Sabine Schirle: «Bei aller Freude über die Virtual Reality haben wir doch sehr das Bedürfnis nach echter, unvirtueller Realität. Denn so sehr wir die erneute Absage an Kanada bedauern, so sehr freuen wir uns, diese Möglichkeit, für die heimischen Autorinnen und Autoren zu nutzen. Und sie hier bei uns in Zofingen im persönlichen Kontakt zu erleben.»

 

Unter dem Motto «Die Schweiz zu Gast in Zofingen» wurden auch aus der nahen Nachbarschaft Gäste eingeladen, zum Beispiel aus Olten. Hier feiert der «Schriftstellerweg» sein 10-jähriges Jubiläum zu dem auch ein Buch erscheint. Initiant  und Herausgeber Thomas Knapp, die Schriftstellerin Alexandra von Arx und der Zofinger Rolf Lappert werden über die Hintergründe des Projekts Auskunft geben.

 

Mit Musik und brisante Fragen

Auch 2021 spielt die Musik rund um das literarische Wort. Durch die musikalische Lesung aus dem Buch «Der Wod» von und mit Silvia Tschui und Philpp Schaufelberger an der Gitarre und den Auftritt von Marco Todisco an der Eröffnung am Freitagabend im Rathaus.

 

Die Namen auf dem Programm versprechen ein reiches und weites Spektrum an Wortkunst und gesellschaftsrelevanten Themen: Pascal Janovjak, Regina Dürig, Max Lobe, Beat Sterchi, Ursula Hasler und Romana Ganzoni.

 

Gespannt darf man auch auf die Antworten sein auf die Frage, ob der Beruf «Schriftsteller und Schriftstellerin» erlernt werden könne, angesichts der erfolgreichen Literatur-Instituten und den immens vielen Workshops für «Kreatives Schreiben». Dazu diskutieren unter der Moderation von Monika Schärer Michèle Minelli, Philipp Tingler und Manfred Papst.

 

Und dass viele literarische Werke aus dem eigenen persönlichen Steinbruch entstehen, zeigen die Werke von Ariela Sarbacher und Susanna Schwager, die im Gespräch mit Nicola Steiner nicht nur über die Schulter beim Schreiben blicken lassen, vielleicht auch etwas in ihre Seelen.

 

Das Programm wird auch bereichert durch weitere illustre Mitwirkende in Moderation und Vorlesung dank Thomas Sarbacher, Martina Kuoni, Dani Landolf, Anya Schutzbach und Hanspeter Müller-Drossaart

In seinem Grusswort im Programmheft sagt der Zofinger Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger: «Ich danke dem kreativen Team der Literaturtage Zofingen, das auch für dieses Jahr eine stattliche Anzahl an literarischen Köstlichkeiten von Schweizer Autorinnen und Autoren zusammengestellt hat und so mit seinem Anlass zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt beiträgt.»

2022 ist – wenn alles wieder normal verläuft – Spanien das Gastland. Doch wenn nicht, dann gäbe es wohl noch so manches zu entdecken aus den Schreibstuben im hiesigen Alpenland.

 

www.literaturtagezofingen.ch


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