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CH: 2'500 Personen unterzeichneten Petition von #ProtectTheKids

Übergabe der Petition
Übergabe der Petition

DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦ W. Fürst ¦                  Übergabe der Petition

 

Es ist geschafft. 2'500 Personen haben die Petition von #ProtectTheKids unterzeichnet (bit.ly/ProtectTheKids).

Heute, Mittwoch, 20. Oktober 2021 um 10:00 Uhr

wurden diese am Eingangsbereich beim Haus der Kantone übergeben. Anwesend waren unter vielen anderen auch Susanne Hardmeier (Generalsekretärin EDK) und Reto Furter (Leiter Koordinationsbereich Obligatorische Schule). Natürlich waren auch Eltern aus der Aktivistengruppe #ProtectTheKids anwesend.

 

Leider ist unsere Wahrnehmung die, dass die Politik sich weiterhin zu passiv verhält und den mittlerweile vielen Aktivisten aus diversen Gruppierungen zu wenig Beachtung schenken. Die Hoffnung stirbt zuletzt und so ist auch das aktuelle Projekt von #ProtectTheKids eine neue Hoffnung auf Besserung. Deshalb unterstützen wir von der DMZ von Anfang an solche Aktionen.

 

Übergabe der Petition

 

2'500 Unterschriften

Aus einen Medienmitteilung geht hervor, dass #ProtectTheKids zwischen den Sommer- und Herbstferien rund 2'500 Unterschriften für Schutzmassnahmen an Schweizer Schulen gesammelt hat. "Gerade jetzt mit baldiger Aussicht auf ein Impfangebot für alle schulpflichtigen Kindern müssen endlich wirkungsorientierte und einheitliche Schutzkonzepte für alle Schweizer Schulen gelten - um Schulen offen zu halten und gleichzeitig Infektionen zu vermeiden."

 

#ProtectTheKids fordert die EDK mit dieser Petition auf, hier endlich Verantwortung zu übernehmen und einheitliche Schutzmassnahmen für die Schweiz zu definieren.

 

#ProtectTheKids ist eine koordinierte und lose konsolidierte Gruppe von Eltern aus der ganzen Schweiz, die sich für die Rechte und den Schutz der Kinder in der Pandemie einsetzen.
https://protect-the-kids.ch/

 

Wir wollten noch mehr wissen und haben deshalb Rui Biagini, Co-Initiator und Mitinitiant der Petition, befragt:

 

DMZ: Wie waren bisher die Reaktionen der Medien und Politik auf Ihr Engagement?

Rui Biagini: Die Politik verhält sich leider weiterhin zu passiv - reagiert wird bei vielen verantwortlichen Regierungsräten oft erst, wenn es nicht mehr anders geht. Immerhin zeigen die Interpellationen und Vorstösse zum Schutz der Kinder in diversen kantonalen Räten, dass sich auf parlamentarischer Ebene etwas tut. Bei den Medien stellen wir ein deutlich gestiegenes Interesse fest. Bei der Entstehung unserer Aktivistengruppe im Frühling 2021 war es schwierig, die Belange der Kinder in den Medien und in der Politik zu thematisieren, obwohl seit der Zulassung der ersten Impfstoffe im Herbst 2020 klar war, dass die Jüngsten als letzte das Impfangebot erhalten werden. Mittlerweile konnten wir doch einiges an Aufmerksamkeit generieren, das zeigen die Medienbeiträge um #ProtectTheKids (https://protect-the-kids.ch/category/protectthekids/).

DMZ: Was konnten Sie bisher bereits erreichen, bzw. bewegen?

Rui Biagini: Wir konnten die Öffentlichkeit für die Thematik des Gesundheitsschutzes in den Schulen sensibilisieren und insbesondere über die zentrale Rolle gesunder Luft aufklären. Auch konnten wir als informierte, engagierte Eltern einzelne Schulen in direktem Kontakt sensibilisieren und dabei auch zur Implementation von Massnahmen motivieren. Mit dem offenen Brief konnten wir auf die zahlreichen Lücken in den Empfehlungen von Pädiatrie Schweiz hinweisen und zusammen mit den Medien offenlegen, das sie im Geheimen sogar von den eigenen Empfehlungen Abstand nehmen mussten, während ihr Statement vielerorts dazu diente selbst nicht-invasive Massnahmen wie das repetitive Pooltesten abzuschaffen.

DMZ: Was wünschen Sie sich von den Medien, was von der Politik?

Rui Biagini: Von der Politik - insbesondere auf Regierungsratsebene - wünschen wir uns einheitliche und wirkungsorientierte Massnahmen: CO2-Sensoren, Luftfiltern, Masken, Pooltesten, sowie einheitlichen Vorgaben bei Ausbrüchen sind unsere konkreten, evidenzbasierten Vorschläge. Von den Medien wünschen wir uns kritisches Nachfragen bei politischen Institutionen sowie Repräsentanten und Interessengruppen auf Basis guter Recherchearbeit, zum Beispiel gegenüber der Pädiatrie Schweiz. Der faktenbasierte öffentliche Diskurs ist und bleibt wichtig. Pädiatrie Schweiz als Beispiel verweigert sich bis heute einem offen Diskurs mit den Medien oder #ProtectTheKids. Und schliesslich wünschen wir ein kritisches Bewusstsein für Konzepte wie False Balancing oder Overtone Window.

DMZ: Zur Zeit werden leider sehr viele Menschen angegriffen, die sich im selben Feld wie Sie engagieren. Haben Sie auch bereits negative Erfahrungen machen müssen?

Rui Biagini: Es betrübt uns, das zu hören. Wir wurden bisher nicht angegriffen. Wir versuchen aber immer inklusive zu sein, Brücken zu bauen sowie Kompromisse und das Gespräch zu suchen. Das ist uns bisher geglückt.

DMZ: Wie kann man Ihnen und Ihrer Bewegung helfen?

Rui Biagini: Es ist uns - und damit vor allem den Kindern - sehr geholfen, die auf Evidenz basierenden Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen und im Alltag zur Sprache zu bringen: Wir verweisen auf eine gute Luftqualität und empfehlen kontrolliertes Lüften mit Hilfe von CO2 Sensoren sowie Luftfilter zur Reinigung der Luft von Viren und Schadstoffen. Zur Überwachung des Infektionsgeschehens ist das repetitive Pooltesten elementar. Schliesslich sind Masken günstig und effizient und sollten vor allem bei hohen Inzidenzen und Ausbrüchen dringend empfohlen werden. Auch verweisen wir auf die zentrale Rolle einer hohen Impfquote bei Erwachsenen und Jugendlichen zum Schutz der Kinder ohne Impfangebot. Gesunde Luft wird auch nach der Pandemie eine wichtige Thematik bleiben. Ab einer CO2 Konzentration von 1000-1500 ppm lässt die Konzentrationsfähigkeit messbar nach. Wer an Schulen oder in Gemeinden in diesem Bereich mehr machen will, kann sich gerne über https://protect-the-kids.ch/ an uns wenden. Auf http://www.sichereschule.ch gibt es zudem  Infomaterial zur Thematik.

DMZ: Ihr Wunsch an unsere Leserinnen und Leser? 

Rui Biagini: Unser Wunsch an Ihre Leser:innen ist es, sich selbst ein Bild zu machen, sowohl unsere Argumente, wie auch die der Gegenseite zu prüfen. Es hat sich nun z.B. deutlich gezeigt, wie viel Leid eine Impfung verhindern kann. Und es gibt nun auch ein breiteres Angebot an Impfstoffen. Deshalb appellieren wir auch an diejenigen, die davon noch keinen Gebrauch gemacht haben, sich impfen zu lassen. Damit schützt man nicht nur sich selber, sondern auch die Kinder, die sich noch nicht impfen können. Selbstverständlich sollen Sie sich auch über die Kinderimpfung informieren, denn diese schützt die Kinder selber vor Folgekrankheiten wie PIMS und Long Covid. 

 

 

Wichtiger Kommentar von Anton Aeberhard (24.9.2021)

Pädiatrie Schweiz hat vor Kurzem eine Mitteilung zu SARS-CoV-2 an den Schulen veröffentlicht. Pädiatrie Schweiz spricht von einer auf Durchseuchung angelegten Strategie. Untragbar! 

Bereits im Oktober 2020 haben wir gewarnt, dass Kinder und somit Schulen durchaus Treiber der Pandemie sein können. Bereits damals stand fest: "Schulen gehören durchaus zu den relevanten „Infektionsumfeldern“. Elf Prozent der nachvollziehbaren Infektionsketten beginnen dort." Und was ist an den Schulen in der Zwischenzeit geschehen? Fast ein Jahr und tausende Artikel, x Studien und Erfahrungswerten später? Politik und Regierungen schweigen.

Eltern- und Schulorganisationen "ProtectTheKids", "Bildung aber sicher" und "Schulcluster.ch" verlangen in einem offenen Brief  an Pädiatrie Schweiz eine Stellungnahme. 

 

Viele Medien und Politiker nehmen mittlerweile Bezug auf eine Mitteilung der Pädiatrie Schweiz zu SARS-CoV-2 an den Schulen und fordern im Gleichschritt die Aufhebung von Schutzmassnahmen und Quarantänen sogar für Kinder unter 12 Jahren, die sich noch nicht impfen lassen können. Das sei umso überraschender, als die WHO-Expertengruppe (WHO, 2021), die Swiss National COVID-19 Science Task Force (COVID-19 TF, 2021) sowie die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC (CDC, 2021) klar empfehlen würden, Kinder unter 12 Jahren zu schützen (zum Beispiel mit Masken, Luftfiltern, CO2-Messgeräten usw.).

"Das autorenlose Dokument wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wir haben deswegen einen umfangreichen Fragenkatalog an Pädiatrie Schweiz geschickt (siehe unten). Wir wollen an dieser Stelle drei Aussagen hervorheben, die wir für besonders problematisch halten:

 

Die Mitteilung stützt sich für ihre These auf wenige Quellen. Eine der wenigen Quellenangaben ist eine Studie (Gettings et al. 2020) der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC. Während Pädiatrie Schweiz fordert, «Schutzmassnahmen auf ein unerlässliches Minimum zu reduzieren», verlangt die von Pädiatrie Schweiz verlinkte CDC-Studie klar das Gegenteil: «Preventive measures to reduce transmission & severe outcomes in children & adolescents are critical, including vaccination, universal masking in schools & masking by persons aged ≥2 years in other indoor public spaces & child care centers.» Es stellt sich die Fragen, warum Pädiatrie Schweiz auf eine Publikation verweist, deren Kernaussage Pädiatrie Schweiz ablehnt?", schreiben die Organisationen in ihrem offenen Brief.

 

#ProtectTheKids BildungAberSicherCH Schulcluster.ch stellen berechtigte und wichtige Fragen

"Pädiatrie Schweiz spricht von einer auf Durchseuchung angelegten Strategie: «… die Teststrategie in der Schweiz seit Beginn der Pandemie so angelegt ist, dass die Durchseuchung bei den unter 6-Jährigen und (teilweise) auch bei den 6–12-Jährigen zugelassen wird.» Von einer solchen Strategie seitens der Regierung ist uns nichts bekannt. 

  • Wessen Strategie ist das?
  • Welche Partei oder politische Institution unterstützt diese Position?
  • Wann, von wem und auf welcher Rechtsgrundlage wurde sie beschlossen?
  • Wie wurde die Öffentlichkeit darüber informiert?

Pädiatrie Schweiz unterlässt es, auf mögliche Langzeitfolgen einzugehen. SARS-CoV-2 gibt es seit 18 Monaten. Viruserkrankungen sind bekannt für Spätfolgen, die auch nach Jahren der Forschung unerkannt bleiben (Masern, Polio, Ebola, Windpocken etc.). Angesichts der Tatsache, dass SARS-CoV-2 erst seit Kurzem bekannt ist, gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, die Langzeitfolgen realistisch abschätzen zu können – sie treten eben erst nach «langer Zeit» auf. Pädiatrie Schweiz scheint sie darum keine Gedanken zu machen. Wie kommt das?"

 

Im Hinblick auf eine detaillierte und umfassende Information der Öffentlichkeit, lieg es in der Pflicht von Pädiatrie Schweiz, auf diese Fragen sowie die weiterführenden des offenen Briefes zu antworten. "Denn um Alain di Gallo von der Swiss National COVID-19 Science Task Force zu zitieren: “... auch für Kinder gilt das Recht, vor schweren Verläufen mit Hospitalisierungen oder Long Covid geschützt zu sein ...” Er wiederholt anschliessend die Empfehlung für Lüften, Masken, CO2-Sensoren und regelmässiges Testen.

Gleichzeitig sollte Pädiatrie Schweiz klar machen, für wen sie mit ihrer Mitteilung sprechen – für alle Pädiater der Schweiz? Für den Vorstand? Für eine ausgewählte Gruppe?"

 

Über die Organisationen

#ProtectTheKids ist eine Interessensgruppe, die sich für den bestmöglichen Schutz von Kindern in Schulen und Betreuungseinrichtungen stark macht. Kinder haben sowohl ein Recht auf Bildung als auch auf körperliche Unversehrtheit. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass bis zur Zulassung eines Impfstoffes für alle Altersstufen neben den repetitiven Tests auch präventive Massnahmen wie z.B. CO2-Sensoren, Luftfilter, Masken und einheitliche Quarantäneregelungen für alle Kinder zum Einsatz kommen.

 

Der Verein Bildung Aber Sicher CH setzt sich für den Gesundheitsschutz in Schulen während der aktuellen Pandemie ein. Wir repräsentieren Eltern, Grosseltern, Lehrpersonal und Kinder, die sich nicht mit dem Coronavirus infizieren wollen. Einige gehören zu einer Risikogruppe. Solange Kinder am Präsenzunterricht teilnehmen, können wir uns nicht schützen. Einige unserer Kinder gehören selber zur Risikogruppe. Ihr Recht auf Gesundheit wird ausser Acht gelassen und sie werden zum Präsenzunterricht gezwungen.

 

Schulcluster.ch akzeptiert keine grundlose Gesundheitsgefährung der Kinder in den Schulen und verlangt angemessene Schutzmassnahmen, wie sie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen umgesetzt und finanziert werden. In unserer Gesellschaft sollte die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen die höchste Priorität haben. Es ist wichtig, die Entscheidungsträger an diese Selbstverständlichkeit unserer Zivilisation zu erinnern.

 

Meist jüngere Frauen gegen Schutzmassnahmen

Umfragen und Erfahrungsberichten zufolge sind meist jüngere Frauen in der Schweiz gegen Schutzmassnahmen für Kinder. Genau diese verlangen jeweils lautstark: "Lasst unsere Kinder in Ruhe!" und unterlassen die Umsetzung aller Schutzmassnahmen aussen vor. Nur so blieben die Kinder gesund. Auch wird das Immunsystem hier stets betont, das alleine die "Macht" habe, den Menschen gesund zu halten. Ein Trugschluss wie alle anderen Annahmen auch. Denn auch die „Theorie“ der Impfverweigerer, dass sie sich im Falle einer Corona-Erkrankung auf ihr gutes Immunsystem verlassen (können), ist falsch. Wie sich zeigt, kann ein solches den Verlauf der Krankheit sogar zusätzlich erschweren. Studienergebnisse zeigen im Gegenteil, wie Sars-CoV-2 einen Mechanismus des Immunsystems nutzt, der eigentlich zur Abwehr gedacht ist und diesen in sein Gegenteil verkehrt. Was eigentlich als "Verteidigungsmechanismus" funktioniert, ermöglicht dem Virus SARS-CoV-2, immer mehr Zellen des Körpers zu entern und sich dort zu vermehren.
So sind es dann auch vorwiegend jüngere Frauen, die uns anschreiben und Beiträge kommentieren und uns am liebsten die Pest an den Hals wünschen würden.