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AT: Krankenkasse zahlt nicht mehr für Homöopathie - hoffentlich folgen weitere Kassen

DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦              

 

Auf der Website der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) hält die Kasse fest, dass sie  keine homöopathischen Behandlungen mehr erstattet. Die Wirksamkeit sei nicht nachgewiesen, so die Begründung. Ein längst überfälliger Schritt, den alle Kassen generell machen müssten. Nur leider wird dies noch dauern, da mit Homöopathie zu viel Geld verdient wird.

 

Die ÖGK bestätigt, dass der Medizinische Dienst der ÖGK beauftragt sei, "keine Homöopathika zu bewilligen, da aufgrund mangelnder medizinischer Evidenz eine Verschreibung als Krankenbehandlung nicht zielführend ist."

In der Vergangenheit habe es in einzelnen Bundesländern Vereinbarungen gegeben, Kosten für Homöopatie-Behandlungen "in bestimmten Fällen" zu übernehmen. Mit der Fusion zur Österreichischen Gesundheitskasse mit 1. Januar 2020 wurde festgelegt, diese Vereinbarungen auslaufen zu lassen, heisst es weiter.

 

Homöopathie gilt als Pseudowissenschaft

Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Von der wissenschaftlichen Medizin wird die Homöopathie daher als pharmakologisch wirkungslose, in einigen Fällen sogar riskante Behandlung abgelehnt. Der Homöopathie wird diesbezüglich vorgeworfen, nicht in angemessener Weise auf diese Befunde zu reagieren. Es fehle an Systematizität. Homöopathie wird deshalb als Pseudowissenschaft angesehen.

 

Aus Sicht der Österreichischen Gesundheitskasse sei es entscheidend, "eine Krankenbehandlung entsprechend der aktuellen medizinischen Evidenz, Leitlinien und wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten", betont man.

Auch auf  Ihrer Website erklärt die ÖGK, dass "Behandlungen, für die kein wissenschaftlicher medizinischer Wirkungsnachweis vorliegt," von der Krankenkasse nicht erstattet werden. Als Beispiel für eine solche wird ausdrücklich die Homöopathie genannt.

 

 

Auf die Anfrage der DMZ präzisiert die Kasse, dass der Medizinische Dienst der Österreichischen Gesundheitskasse beauftragt sei, keine Homöopathika zu bewilligen, da aufgrund mangelnder medizinischer Evidenz eine Verschreibung als Krankenbehandlung nicht zielführend sei.

"In der Vergangenheit gab es in einzelnen Bundesländern Vereinbarungen  - die noch als eigenständige Krankenversicherungsträger getroffen wurden – in bestimmten Fällen, Kosten zu übernehmen. Mit der Fusion zur Österreichischen Gesundheitskasse (1.1.2020) wurde festgelegt, diese Vereinbarungen auslaufen zu lassen."

 

Aus Sicht der Österreichischen Gesundheitskasse ist es entscheidend, eine Krankenbehandlung entsprechend der aktuellen medizinischen Evidenz, Leitlinien und wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten. 

 

Hoffentlich ein Vorbild für die anderen Nationen.


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