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Kinder schützen – jetzt! Verantwortung übernehmen und handeln – Jetzt!

DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦ WF ¦ AA ¦                

 

Die Pressemitteilung der Arbeitsgruppe "Kinder schützen – jetzt!" fiel klar aus: Es muss endlich etwas geschehen - die Kinder müssen geschützt werden. Mit einer Pressemitteilung sowohl an die Presse, als auch mit einem Schreiben an die verantwortlichen Kantone verschaffte dich die Arbeitsgruppe Gehör (Wir berichteten). Nun doppelt "Kinder schützen - jetzt!" nach und gelangt mit einem offenen Brief mit dringlichem Appell an verantwortliche Kantonsregierungen, die Bundesregierung und das BAG.

 

Edith Leibundgut von der Arbeitsgruppe "Kinder schützen - jetzt!"  weiss: "Die Schulen werden zur Drehscheibe der Pandemie (siehe Kanton Bern heute). Einige Kantonsregierungen haben es verpasst adäquate Massnahmen zum Schutz der Kinder, für die noch keine Impfzulassung besteht – zu erlassen. Im Kanton Bern explodieren in einigen Gemeinden die Fallzahlen. Das bedeutet einmal mehr unnötige Isolation und Quarantäne für viele Kinder.

Impfdurchbrüche bei Eltern und Grosseltern nehmen zu. Wir starten mit hohem Tempo in einen äusserst schwierigen Winter." Die Zahlen sind in der Tat alarmierend - höchste Zeit endlich zu handeln.

 

"Unsere gemeinsame Botschaft heisst: Verantwortung übernehmen und handeln – Jetzt!"

 

Nebst dem offenen Brief  sendet die Elternorganisation www.kinder-schuetzen-jetzt.ch ein eindringliches und beeindruckendes Schreiben (auch in Französisch) der bekannten schweizerischen Literaturpreisträgerin Melinda Nadj Abonji an die Regierung „halber Schutz ist kein Schutz“.

 

Melinda Nadj Abonji ist Schriftstellerin, Musikerin und Mutter. Sie wurde 1968 in Jugoslawien geboren und lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in der Schweiz. Ihre Bücher wurden unter anderem mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Während der Pandemie initiierte sie den Aufruf "Gegen die Gleichgültigkeit" und engagierte sich bei "Voix Civique." Für die Elternorganisation www.kinder-schuetzen-jetzt.ch, bzw.  die betroffenen Kinder und Familien hat sie diesen Appell zur Verantwortungsübernahme an die Regierung geschrieben. 

 

Es könne nicht sein, dass die Schweiz die Jüngsten schonungslos und ohne Wahl durchseuche. Die Menschlichkeit und zivilisatorische Entwicklung einer Gesellschaft messe sich schliesslich am Umgang mit Schutzbedürftigen. "Nehmen wir die Herausforderung und Verantwortung heute an und die Regierung muss hierbei ganz vorne mittun!"

 

Offener Brief

Der offene Brief richtet sich an die Präsidentin der EDK, Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner, den Präsidenten der GDK, Regierungsrat Dr. Lukas Engelberger, sowie an Bundespräsident Guy Parmelin, Bundesrat Alain Berset, die Direktion des BAG und Anne Lévy. 

"Schulen werden zur Drehscheibe der Pandemie, Infektionen werden von Familie zu Familie getragen, und Impfdurchbrüche mehren sich bei Eltern und Grosseltern. Seit Wochen und Monaten weisen wir die Kantone in der Schweiz in drei Landessprachen darauf hin, dass das Schulsystem ohne geeignete Schutzmassnahmen den kommenden Winter nicht bewältigen kann und das Ziel, Klassen offenzuhalten, nicht erreichbar ist, wenn nicht ein Mindestmass an Vorsorge getroffen wird", heisst es da eindringlich.

 

Dazu würden die durch den Bundesrat organisierten und gratis zur Verfügung gestellten regelmässigen Pooltests sowie ein ausreichender Schutz vor Aerosolen (Masken, CO2-Messgeräte, HEPA-Luftfilter). Die Elternorganisation www.kinder-schuetzen-jetzt.ch erinnert daran, dass sie den Kantonen ein wissenschaftsbasiertes Schutz- und Testkonzept zur Verfügung gestellt haben, welches aufzeige, dass diese präventiven Massnahmen nur in Kombination eine ausreichende Schutzwirkung entfalten würden.

 

"Für Kinder unter 12 Jahren ist immer noch kein Impfstoff zugelassen."

 

Weiter wird ausgeführt, dass Long-Covid für Betroffene zu einer massiven Einschränkung ihrer Lebensperspektiven führe. 

 

"Unsere renommiertesten Wissenschaftler:innen setzen sich in Swiss Medical Weekly für eine fundierte Public-Health-Strategie für Schweizer Schulen1 ein, welche einen ungestörten und sicheren Unterricht gewährleisten kann. Das Paper analysiert die Aussagen der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) zu Krankheitslast, Epidemiologie und Schutzmassnahmen für Kinder und stellt unmissverständlich fest, dass diese nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen."

 

Kinder schützen – jetzt! distanziere sich in aller Form von den verharmlosenden Aussagen einer SGP, die eine Durchseuchung der Kinder propagiert und Long Covid als Krankheitsfolge mit einer Wahrscheinlichkeit im einstelligen Prozentbereich unerwähnt lasse. "Es ist an der Zeit, dass auch die Politik sich an aktuellen Forschungsresultaten orientiert."

 

Drei einfache Massnahmen verordnen und umgesetzen – jetzt!

  1. Zweimal wöchentlich Pooltests auf Stufe Kindergarten und allen Schulstufen mit Kindern bis zu 12 Jahren schweizweit.
  2. Das Ziel Grüne Schulen – jetzt! realisieren. Dies bedeutet parallel zu den Testungendie konsequente Umsetzung der Maskenpflicht ab festgelegtem Datum für mindestens 14 Tage, um  ab sofort Neuinfektionen zu verhindern. Lockerungen der verordneten Maskenpflicht sind nur möglich, wenn alle Tests der vergangenen 14 Tage negativ sind und die epidemiologische Lage dies zulässt. Dies ist dann der Fall, wenn die Inzidenz bei Kindern weniger schnell ansteigt und nicht höher liegt als bei der Gesamtbevölkerung. Schülerinnen und Schüler, welche nicht an den Tests teilnehmen, tragen weiterhin Maske. Kommt es erneut zu Infektionen, wird die Karenzzeit von 14 Tagen erneuert.
  3. Schutz für vulnerable Menschen ermöglichen. Kinder, für welche eine Impfung nicht zugelassen ist und die mit vulnerablen Familienmitgliedern im gleichen Haushalt leben, erhalten die Möglichkeit sich mit Hilfe eines Arztzeugnisses für die vulnerable Person mit Antrag an die Schulleitung vom Unterricht dispensieren zu lassen, bis die vollständige Impfung zugelassen und erfolgt ist.

Dies sind drei Schutzmassnahmen, welche den ansteigenden Infektionszahlen die Spitze nehmen, sofort umgesetzt werden können und einfach zu kommunizieren sind. Die Bedingungen von Art. 30 des Epidemien-Gesetzes (EpG) zur Verhältnismässigkeit dieser Massnahmen sind längst erfüllt. Zu guter Letzt die Fragen unserer Literaturpreisträgerin Melinda Nadj Abonji an uns alle (Zitat):

 

"Die gegenwärtige Krise stellt uns in Frage, stellt an uns die Frage: Wer sind wir?

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wie sieht unser Zusammenleben aus?

Wollen wir in einer Gesellschaft leben, die die Verletzlichsten schützt, in der wir

füreinander Sorge tragen? Oder kümmern wir uns nur um uns selbst und folgen

dem Motto, dass der Stärkere überlebt?"

 

Die vorgeschlagenen Massnahmen sind weit weniger invasiv als Klassenquarantänen und hohe Krankheitslasten, die bei Nichthandeln infolge von Ausbrüchen unweigerlich auftreten werden.

 

Der Preis ist hoch: Wer jetzt nicht schützt, bezahlt mit Quarantäne, Isolation, Long-Covid-Fällen und vielen zerstörten Perspektiven für junge und auch ältere Menschen.

 

 

 

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