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AT: Das Virus grassiert vor allem bei Sechs- bis 14-Jährigen

DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦              

 

Trotz Lockdown bleiben die Schulen geöffnet. Allerdings machte die Politik eine klare Empfehlung: "Lassen Sie Ihre Kinder bei Möglichkeit zuhause!" Was die Verbreitung des Coronavirus in den einzelnen Altersgruppen betrifft, gehen in Österreich die Infektionszahlen bei den Sechs- bis 14-Jährigen durch die Decke. Wie ebenfalls fast parallel dazu auch in Deutschland und in der Schweiz. Die Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich der 2.500er-Marke, das entspricht einer Zunahme von fast 100 Prozent binnen zwei Wochen. Offenbar plant man auch hier eine Durchseuchung der Jüngsten im Land.

 

Die Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zeigen die Situation klar auf und die Datenlage ist beängstigend, wie schockierend. Demzufolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner) in der vergangenen Woche (15. bis 21. November) auf 2.425,6 gesprungen. Das entspricht einer Zunahme der Inzidenz bei den Sechs- bis 14-Jährigen um 59,75 Prozent innerhalb einer einzigen Woche und einem Plus von 99,74 Prozent innerhalb der letzten 14 Tage. Die Sechs- bis 14-Jährigen sind damit in dieser Hinsicht inzwischen mit deutlichem Abstand die am stärksten von Corona-Infektionen betroffene Altersgruppe. Das ist insofern von Bedeutung, als sich der mit Montag in Kraft getretene bundesweite Lockdown nicht auf Schulen bezieht. Diese bleiben grundsätzlich geöffnet. Ein Unding. Dieser Zustand ist unmenschlich und ethisch nicht mehr vertretbar. Hier muss die Politik handeln!

 

Bezogen auf ganz Österreich sind immer noch rund drei Viertel der Schüler am Montag zum Unterricht in den Bildungseinrichtungen erschienen. Die Empfehlung, die Kinder zuhause zu lassen, reichte also nicht aus. Es müssen Anordnungen und Regeln folgen.

 

Von sämtlichen in der Vorwoche behördlich bestätigten Infektionen waren 18,9 Prozent den Sechs- bis 14-Jährigen zuzurechnen. Sie waren mit 18.542 Fällen damit auch in absoluten Zahlen die am stärksten betroffene Gruppe. Danach folgten die 35- bis 44-Jährigen mit 16.386 Infektionen (16,7 Prozent) und die 45- bis 54-Jährigen mit 14.589 Infektionen (14,8 Prozent).

 

 

Auf die Sechs- bis 14-Jährigen folgen bei den aktuellen Sieben-Tage-Inzidenzen derzeit die

  • 35- bis 44-Jährigen mit 1.382,6 Fällen je 100.000 Einwohner (plus 32,05 Prozent gegenüber dem Wert der Vorwoche) und die
  • 15- bis 24-Jährigen mit 1.321,0 (plus 5,38 Prozent).
  • Bei Inzidenzen unter 500 liegen die Generation 85-plus (434,2),
  • die 75- bis 84-Jährigen (465,5) und Kinder, die jünger als sechs Jahre sind (482,5).

EMA entscheidet am Donnerstag über Impfung

In diesem Zusammenhang interessant sind naturgemäss die Durchimpfungsraten in den einzelnen Altersgruppen. Von den Zwölf- bis 14-Jährigen haben derzeit 36,17 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, von Kindern, die noch keine zwölf sind - sie werden derzeit nur "off label" gegen Covid-19 geimpft - 0,32 Prozent.

  • Die 15- bis 24-Jährigen weisen eine Durchimpfungsrate von 64,01 Prozent auf,
  • die 25- bis 34-Jährigen kommen auf 64,79 Prozent und
  • die 35- bis 44-Jährigen auf 69,73 Prozent.
  • Von den Senioren im Alter ab 75 sind mittlerweile über 90 Prozent vollimmunisiert.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA wird voraussichtlich am Donnerstag über die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller BioNTech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren entscheiden.

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