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Gewerbeverband und GastroSuisse sind die asozialsten „Vereine“ der Schweiz

DMZ –  ARBEISTWELT/SOZIALES ¦ A. Aeberhard ¦     

KOMMENTAR

 

Wie hat man sich nun zwei Jahre lang schon über diese beiden Vereine ärgern müssen. Dauerkritik und dafür keine konstruktiven Beiträge. Die beiden Leader dieser Vereine sind verantwortlich für schlechte Stimmung und Verbreitung von Fake-News. So haben sich die Beiden vor allem mit Bildungsferne und Faktenresistenz hervorgetan. Auch aktuell stellen sie sich erneut in das Licht der ewigen Nörgler. Dabei läuft es in beiden Vereinen seit Jahren schlecht und Beide sind offenbar nicht in der Lage, ihre eigentliche Arbeit zu tun. Statt Lösungen für die Mitglieder und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, motzen sie lieber am laufenden Band über dies und das. Dass die beiden Vereine offenbar auch 1:1 die Linie der Verhindererpartei (aka SVP) teilen, überrascht auch nicht. Aktuell erdreisten sie sich erneut Kritik zu üben. Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, und der Präsident von Gastrosuisse, Casimir Platzer, kritisieren diesmal vor allem die Rolle von Gesundheitsminister Alain Berset während der Corona-Pandemie.

 

Die Schweiz habe in der Bewältigung der Pandemie das Gleichgewicht zwischen gesellschaftspolitischen, wirtschaftspolitischen und gesundheitspolitischen Aspekten komplett verloren, lässt sich Bigler in der NZZ zitieren. Der Schwerpunkt sei völlig auf die Volksgesundheit gelegt worden. Zum Einen stimmt dies überhaupt nicht, leider, denn das wäre und ist nach wie vor der einzig gehbare und ethisch vertretbare Weg in einer Pandemie. Zum Anderen wurde leider immer zu stark auf die Wirtschaft gesetzt, was sich zudem als massives Eigentor herausgestellt hat.

 

Schon seit Jahrzehnten Problemfälle

Wie aktuell auch, stehen Bigler und der Gewerbeverband regelmässig unter starker Kritik. Schon für ihre Kampagne gegen die Revision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) wurden sie massiv kritisiert: u.a. wegen des Stils, falscher Behauptungen sowie Komiteemitgliedern, die fälschlich als Gegner der Revision aufgeführt wurden. Die Kampagne des Gewerbeverbandes wurde zu einer unverhältnismässigen Lawine, kostete viel Geld, arbeitete mit falschen Behauptungen und versuchte gar, bürgerliche Politiker zu erpressen. Hans-Ulrich Bigler schoss gegen alle: gegen den Bundesrat (auch mit dem absurden Vorwurf, dieser zensuriere das Abstimmungsbüchlein), gegen die SRG, gegen die anderen Wirtschaftsverbände, gegen die – vor allem bürgerlichen – Befürworter des neuen RTVG, gegen die – welche Ironie – KMUs der privaten Radio- und Fernsehstationen, welche von der RTVG-Revision massiv profitieren würden.

 

Regelmässig eckt Bigler auch bei anderen Wirtschaftsverbänden an, bei Econiomiesuisse oder beim Arbeitgeberverband. Auch Nationalräte griffen ihn hart an. Offenbar ist egal, wer sonst was politisch für das Gewerbe tut – Bigler verlangt jeweils totale Anpassung. Bigler scheint  – geprägt als Oberst im Generalstab – jemand, der keinen Widerspruch duldet.

 

Falsche Behauptungen
Auch sonst sind die Methoden von Hans-Ulrich Bigler nicht gerade ehrenhaft: Wiederholt hat er wissentlich Behauptungen aufgestellt, welche nachweislich falsch sind. Weitere Beispiele für die Unredlichkeit des Gewerbeverbandes gibt es viele. Die Gewerbezeitung macht ausserdem sehr gerne mit falschen Zahlen und Fake-News Politik. Ein Zustand, der eigentlich schon lange untragbar ist. Dass sich die Mitglieder nicht alle längst klar distanziert haben, ist doppelt erschreckend. Der Imageschaden ist immens. Angesichts von derart viel Unwahrheit muss man sich fragen, ob das den christlichen Werten entspricht, die Bigler offensiv auch als Politiker kommuniziert hatte. Er gab sich stets als bekennender Christ, zählte sich zur fundamentalchristlichen Bewegung der Freikirche ICF und sitzt im Patronatskomitee des "Forum christlicher Führungskräfte. Die Tonalität von Bigler und seinen Kampagnen werden regelmässig als „völlig daneben und kontraproduktiv“ bezeichnet. Auch Aussagen wie: „Der Gewerbeverband hat hier jede Contenance und jeden Anstand verloren“, gab es des Öfteren zu lesen.

 

Die Gewerbekammer, des Verbandsparlaments, stellte gar in Frage, ob Bigler überhaupt noch der richtige Mann für den Job sein könne. 2019 wurde er übrigens als Nationalrat abgewählt. Seit dem 1. Juli 2008 ist Bigler Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, seine Leistungen überschaubar. Er präsidiert zudem den Stiftungsrat der Stiftung KMU Schweiz und ist Präsident des Schweizerischen Instituts für Unternehmerschulung (SIU) sowie Stiftungsratspräsident Proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz. Weiter präsidiert er die Schweizerische Kommission für Immobilienfragen, das Nuklearforum Schweiz und ist Vizepräsident der Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW. Dass hier jemand an der Spitze sitzt, der kein Interesse an „Mensch und Leben“ hat, braucht nicht explizit erwähnt zu werden.

 

Auch der Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer hat erneut unbedachte und spontane Äusserungen  und Fake-News auf die Bevölkerung losgelassen. Politiker, Experten sowie ein Grossteil der Bevölkerung finden es eine Farce, was der Leader dieses Vereins die letzten Jahre „bietet“. Denn bisher hat die Gastrosuisse nichts geleistet, um die Pandemie besser zu meistern. Immer kamen nur Forderungen und Kritik, keine Lösungen. Leider hat uns Gastrosuisse auf die drängenden Fragen aus den Reihen der Gastrobetriebe bisher keine Antworten geliefert. Stattdessen doppelt Casimir Platzer in diversen Medien nach, zum Erstaunen vieler Gastrobetriebe.

 

Fragen an den Verband von Mitgliedern

  • Ist Gastrosuisse ein Verband mit Verschwörungstheoretikern in der Führung?

  • Hat der Präsident einen Freibrief, solche unqualifizierten und schädigenden Äusserungen zu tätigen?

  • Wieso kommuniziert nicht einfach der Verband und verbietet dem Präsidenten private Meinungen zu verbreiten?

  • Wie gehen Sie mit dem neuerlichen Shitstorm gegen den Verband und Ihren Präsidenten um?

  • Lässt sich der angerichtete Imageschaden der letzten 1.5 Jahre schon beziffern?

Bis heute wurde von Gastrosuisse nichts geleistet im Zusammenhang mit der Pandemie, immer nur gerüffelt und mit absurden Forderungen für Fehler gesorgt. So wurde auch immer behauptet der Branche ginge es schlecht, dabei steht diese teilweise so gut wie nie zuvor da. Dies, weil seit Jahren Gelder fliessen, egal welche Umsätze man erzielt (EO, KAE, Härtefallgelder, Mietreduktionen, u.v.m. - dazu kamen Take-Away und Büezer-Beizen). Der Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer, den Zahlen und Fakten noch nie interessiert haben, greift den Bundesrat also erneut frontal an. Unglaublich, dass jemand der einen solch' grossen Verband leitet, so etwas immer noch ungestraft machen darf.

 

Das wäre doch ein Thema: Gastrosuisse kümmert sich nicht um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden schlecht behandelt, entlassen und weg mit den Kostenfressern. Was vorher Mindestlohn, Trinkgeld einbehalten, keine Ruhezeiten, Überstunden u.v.m. für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutete, war nun während der Pandemie die nicht existente Loyalität der Chefs zu diesen. Dieses Thema wäre doch ein paar Zeilen wert. Eine Aufarbeitung und Besserung des Zustandes ist allemal seit Jahren der Brennpunkt in der Branche.

 

Es ist unglaublich wie unsympathisch die Gastro Verbände im Allgemeinen und die Gastro Suisse im Besonderen in so kurzer Zeit werden konnte. Dieses dauernde Gejammere, drohen und fordern. Der Steuerzahler hat ein Vermögen in die Rettung dieser Branche investiert. Hilfen, Kurzarbeit, Kredite, Härtefallmassnahmen, verfrühte Öffnungen, Büezerbeizen u.s.w. Trotzdem war  noch nie ein Wort der Dankbarkeit zu hören. Obwohl die Innenräume der Restaurants fast während der gesamten Pandemie  geöffnet waren, wurde weitergejammert. Egal welche Situation gerade vorherrscht, es wird gejammert. Aktuell jammert die Branche, dass sie nicht genug Personal finde. Erneut Klagen, für welche niemand Verständnis hat. Einerseits melden die Arbeitsämter viele Leute aus der Branche als arbeitslos, aber wenn halt die Anstellungsbedingungen (die nach wie vor unterirdisch) schlecht sind, findet man keine Leute.

 

Gastrobranche seit Jahrzehnten ausbeutende Gilde

Es wundert kaum jemanden, dass jetzt auch viele Leute lieber nicht eine unfaire Arbeitsstelle antreten wollen. Viele Wirte und die Gastroverbände müssen seit Jahrzehnten über die Bücher. leider wurde dies nie gemacht. Aktuell drängt sich auf, die  Anstellungsbedingen und die Behandlung ihrer Mitarbeiter zu überdenken, z.B. Mindestlohn, Arbeitszeit, geringes Lohnniveau, der hohe Anteil an geringfügiger und befristeter Beschäftigung, Teilzeit mit 20 Stunden pro Woche oder weniger, mangelnder Einhaltung und Überprüfung des (Jugend-)Arbeitsschutzes und verbesserungswürdige Ausbildungsqualität, insbesondere über die Einhaltung der Ruhe-Pausen und Einsatz-Zeit, z.B. mehrmals 14 Tage pro Jahr ohne Wochenenden usw. Ausbeutung war noch nie ein Geschäftsmodell, welches gut funktioniert. Wenn einigen aus der Branche nun die Rechnung präsentiert wird, ist das der erste Schritt in die richtige Richtung.

Viele der sogenannten Chefs verfügen nicht über die nötige Führungs- und Fachkompetenz. Das Hotel- und Gastgewerbe zahlt die niedrigsten Löhne und der Lohnabstand wächst weiter, kein Wunder, dass der Arbeitskräftemangel im Hotel- und Gastgewerbe so gross. Beschäftigte schrecke die Bezahlung verbunden mit regelmässigen Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten ab. 

 

Die Steigerung der Attraktivität des Hotel- und Gaststättengewerbes für Arbeitnehmer ist immer die Aufgabe der Unternehmen selbst! Wer jetzt nach Arbeitskräften sucht, hat bereits vor der Pandemie Fehler gemacht.

 

Gerade erst haben sich diese Vereine zum xten Mal unbeliebt gemacht

Ein Allianz aus Gewerbe, Fitness, SVP und Gastro forderte vor Kurzem vom Bundesrat die sofortige Aufhebung von Corona-Massnahmen. Es brauche einen „Tag der Freiheit“ – möglichst rasch, aber spätestens am 2. Februar. Hinter welchem Mond diese (Un)vertreter die letzten beiden Jahre gelebt haben, erschliesst sich uns nicht. Fakt jedoch ist, dass vor allem wegen diesen Branchenverbänden (Mitglieder zu 80% ausgeschlossen, da sie die absurden Ideen ihrer Leithammel weder in der Vergangenheit noch aktuell stützen) die Pandemie unnötig in die Länge gezogen wurde. Menschenleben wurden wegen Druck dieser "Parteien" sinnlos geopfert, 10tausende Familien ins Unglück gestürzt.

 

Hier muss nun endlich die Solidarität für diese, fernab jeglicher Realität handelnder Leute aufhören. Mitglieder dieser Verbände fordern nicht von ungefähr bereits seit Monaten Rücktritte an der Spitze dieser Vereine. Diese Spitzen sind untragbar geworden. Empathie und Vernunft sucht man vergebens. Die Arroganz und Ignoranz ist nicht auszuhalten. Von Professionalität ganz zu schweigen. Unsere Anfragen in den letzten Jahren wurden entweder aggressiv und schlampig beantwortet, oder gar nicht. Kommunikation und Transparenz geht anders.

 

Weitere Fakt: Noch nie gab es so wenige Firmenkonkurse wie die letzten beiden Jahre, noch nie ging es der Gastro so gut wie im Moment. Dies wegen der finanziellen Unterstützung der Steuerzahler. Der Markt spielt aktuell nicht. Die laufend erlogenen Umsatzeinbussen und Verluste sind eine ewige Mär. Die Ausfälle werden schliesslich durch diverse Instrumente erfolgreich aufgefangen: Kurzarbeit, Lohnausfall, Härtefallregelung, Subventionen und viele weitere Leistungen.... Auch wenn es durchaus Betriebe gibt, die durch alle Maschen fallen.

 

Auffällig ist zudem, dass es sich hier ausschliesslich um "Parteien" handelt, die mit ihren Angestellten in den letzten Jahrzehnten miserabel umgingen, die Verbände haben also ihre Arbeit nicht gemacht. Verhinderer, nichts als Verhinderer, Blockierer, Bremser und Kritiker. Sucht man nach Leistungen, bricht man die Suche schnell wieder ab. Es gibt nichts zu finden auf der Positivseite. Dazu gehört auch die SVP, die ausser Verhinderung noch nie etwas nach Vorne geleistet hat. Neu ist das nicht, aber in der Intensität ist das Versagen massiv gewachsen.

 

Angesichts der jüngsten epidemiologischen Entwicklung und wissenschaftlicher Erkenntnisse sind solche abstrusen Forderungen ein Witz. Alle Forderungen, denen man bisher entsprochen hat, haben nur noch weitere Abgründe aufgetan. Es gibt keine wirtschaftliche Einschränkungen, wie sie laufend seit zwei Jahren erfunden werden. Es wird verlangt Massnahmen einzustampfen, die kaum mehr als Massnahmen gelten können. Da sie unzureichend sind.

 

Laute Kritik gegen beide Präsidenten

Die Kritik gegen beide Leader ist denn wie gesagt auch wenig erstaunlich und sehr laut, in Bevölkerung und unter den Mitgliedern, von welchem seit Monaten schon mehrere den Rücktritt dieser beiden Nörgler verlangen. Nach der ersten Welle wollten denn auch Beide die Abschaffung aller Massnahmen. Dasselbe bei der zweiten Welle. Hätte man auf die Beiden gehört, wäre die Schweiz in eine noch grössere Katastrophe geraten. Bereits nach der ersten Welle behaupten Beide es sei alles vorbei (ebenso nach der zweiten und dritten, vierten und Mitten in der fünften). Lösungsvorschläge kamen nie. Die beiden Wirtschaftsvertreter werfen dem Bundesrat auch vor, er habe einzelne Branchen unfair behandelt, etwa die Gastronomie und den Tourismus. Dabei waren es gerade diese Bereiche (aktuell immer noch), die massiv unterstützt wurden. Noch nie ging es den Branchen so gut, noch nie gab es so wenige Konkurse. Das heisst mit anderen Worten, dass die Steuerzahler während der Pandemie auch marode Firmen und Gastrobetriebe "durchgefüttert" haben, das ist eigentlich ein Skandal! Zurecht werden immer mehr Stimmen laut, dass der Imageschaden, der von den beiden Präsidenten verursacht wurde durch die inkompetenten und im Alleingang geführten Tiraden, mittlerweile sehr gross ist und diese Herren deshalb den Stuhl endlich räumen sollen.

 

Am Rande: „Dank“ verfrühten Lockerungen wird massiv weniger getestet und geimpft

Trotz den massiv weniger Tests (15% gesunken), die aktuell in der Schweiz gemacht werden, sind von 100 Tests im Schnitt 41 Tests positiv. Eine wahnsinnig hohe Quote.

 

Bisher wurden in der Schweiz 15'480'841 Impfungen verabreicht (inklusive «Booster»-Impfungen). Nach aktuellen Berechnungen werden durchschnittlich 16'130 Personen pro Tag geimpft. Das sind sagenhafte 41.8 Prozent weniger als in der Vorwoche. Diese katastrophalen zahlen hat die Regierung durch ihre erneuten Fehlentscheide zu verantworten.

 

 

Quellen:

 

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