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Das einheimische Schaffen findet auch ausserhalb der SRG statt.

DMZ –  POLITIK / Viktor Nowak ¦                                            

KOMMENTAR

 

Einige Gegnerinnen und Gegner des geplanten Filmgesetzes wenden ein, dass der Bund pro Jahr 120 Millionen Franken ausgibt. Zudem weisen sie darauf hin, dass auch die SRG von der Filmförderung profitiert bzw. subventioniert wird. Die SRG finanziert demnach auch schweizerische Serien und Filme via Serafegebühr. Die SRG kann die Kosten für die Produktion in den meisten Fällen nicht alleine stemmen. Sie ist auf potente Sponsoren angewiesen.

 

Meines Erachtens haben die das Filmgesetz Ablehnenden und keine Ahnung, was die Produktion eines Films kostet? Da sind die 120'000 Millionen, verteilt auf einige CH-Filme, ein Klacks. Nur schon Netflix-Produktionen kosten mindestens das Zehnfache. Ich rate, die Budgets betreffend Herstellung eines Films zu prüfen. Ich empfehle einen Besuch der Bavaria-Studio in München. Das einheimische Schaffen findet auch ausserhalb der SRG statt. Viele einheimische Hersteller müssen froh sein, wenn ihre Lowest-Budget-Streifen in kleinen Kinos gezeigt werden. Leben können die Produzenten und der Cast kaum von ihrer Arbeit.

 

Filme sind ein Kulturgut, das einheimische Wirken erst recht. Das CH-Filmschaffen findet leider nur bedingt in grossen Kinopalästen und auf Netflix & Co. statt. Ich denke, dass wir uns nicht von den Produktionen grosser internationaler Filmfirmen und Netflix & Co. abhängig machen sollten. Das kann nur mit einer angemessenen finanziellen Unterstützung der CH-Filmszene bewerkstelligt werden, was förderungswürdig ist. Zudem schafft das Filmgesetz viele neue Arbeitsplätze, die anständige Löhne für die Angestellten garantieren. Es steht ja nicht fest, dass die Abopreise erhöht werden. Wenn doch, ist das Bezahlen einiger Fränkli mehr für Netflix & Co. für die allermeisten Konsumenten und Konsumentinnen doch kein Problem.

 

Beim Sprit ein klein wenig sparen und schon ist die Sache erledigt. Das ist auch gut für die Umwelt. Ich stelle fest, dass sich einige in meiner Umgebung von diesen Netflixen aller Art verabschiedet haben. Mangelnde Qualität ist der Grund, aber das ist natürlich Geschmackssache. Einige Netflix-Film- und Serien gefallen mir. Und ich bin bereit, eine kleine Preiserhöhung zu akzeptieren. Natürlich können sich die Menschen mit einem niedrigen Einkommen diese Erhöhung kaum leisten. Da zählt jeder Franken. Ich plädiere schon seit Jahren, dass diese Kreise weniger oder gar keine Gebühren bezahlen müssen. Gleichzeitig müssen die Begüterten mehr zahlen.

 

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