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CH: Schweiz und Côte d’Ivoire bestätigen Gründung des neuen nationalen Fonds für Wissenschaft, Technologie und Innovation

DMZ –  BILDUNG / MM ¦ AA ¦                                    

 

Am 14. April 2022 haben die Schweiz und Côte d’Ivoire in Abidjan ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, mit dem die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation zwischen den beiden Ländern gestärkt werden soll. Dank des MoU kann das Kapital des Programme d'Appui Stratégique à la Recherche Scientifique (PASRES) nun offiziell an den neuen nationalen Fonds für Wissenschaft, Technologie und Innovation von Côte d’Ivoire (FONSTI) übertragen werden.

 

Das Ministerium für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung (MESRS) und das Centre suisse de recherches scientifiques en Côte d'Ivoire (CSRS) hatten 2007 mit dem Programme d’appui stratégique à la recherche scientifique (PASRES) ein Programm zur strategischen Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung lanciert. Damals wurde der ivorisch-schweizerische Fonds für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Fonds Ivoiro Suisse pour le Développement Economique et Social, FISDES), ein vom SECO finanziertes Entschuldungsprogramm, aufgelöst. Bereits bei der Schaffung des PASRES war beschlossen worden, dass die Schweiz 5 Milliarden CFA-Francs (rund 7,8 Mio. CHF) vom FISDES an das PASRES transferieren würde, um längerfristig einen nationalen ivorischen Fonds für die Forschungsfinanzierung zu errichten. Dieses Vorhaben wurde mit der Gründung des FONSTI 2018 umgesetzt.

 

Mit den dank der Schweizer Gelder erwirtschafteten Zinsen konnten pro Jahr rund 20 Forschungsprojekte finanziert werden. In der 2007 unterzeichneten Absichtserklärung war die definitive Übertragung des Kapitals vom PASRES an den FONSTI an gewisse Voraussetzungen geknüpft worden, um sicherzustellen, dass der Fonds längerfristig effizient betrieben werden kann. Eine externe Evaluation, die von einer ivorisch-schweizerischen Expertengruppe 2021 durchgeführt wurde, bestätigt, dass die Vorgaben vollumfänglich erfüllt wurden.

Am 14. April 2022 unterzeichneten nun der Minister für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung von Côte d’Ivoire Adama Diawara und die Schweizer Botschafterin in Côte d’Ivoire Anne Lugon-Moulin das MoU zwischen dem SBFI und MESRS. Das MoU ist für die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation ein wichtiger Schritt. Damit wird die Übertragung des Kapitals und der Projekte des PASRES an den ivorischen Fonds FONSTI offiziell bestätigt und die entsprechende formelle Verpflichtung der Schweiz beendet. Die beiden Unterzeichnerparteien setzen aber ihr Engagement fort und bekräftigen ihre Absicht, die gute wissenschaftliche Zusammenarbeit weiterzuführen.

 

Von den westafrikanischen Ländern unterhält die Schweiz mit Côte d’Ivoire die engsten wissenschaftlichen Beziehungen. Seit der Gründung des Centre Suisse de Recherches Scientifiques (CSRS) in Côte d’Ivoire 1951 bestehen zwischen den beiden Ländern historische wissenschaftliche Beziehungen. Im Laufe der Jahre wurde die Zusammenarbeit durch mehrere Vereinbarungen und Partnerschaften mit Schweizer Institutionen ausgebaut. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat in dem 2007 eingeleiteten Übergangsprozess fortlaufend sein Fachwissen eingebracht und bleibt ein strategischer Partner für den neuen ivorischen Fonds. Der SNF wird den FONSTI insbesondere auf freiwilliger Basis im Rahmen einer direkten Zusammenarbeit zwischen Forschungsförderagenturen weiterhin unterstützen. Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) ist im Auftrag des SBFI und in Zusammenarbeit mit der Universität Basel das Leading House für die Region Subsahara-Afrika ebenfalls ein wichtiger Akteur dieser Zusammenarbeit.

 

 

 

 

Herausgeber

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation

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