Grausame Jagdhunde-Ausbildung an Bären in Russland: PETA veröffentlicht Videomaterial und appelliert an Präsident Putin, bestehendes Verbot durchzusetzen

Rollkur (Foto: peta.de)
Rollkur (Foto: peta.de)

DMZ – TIERWELT ¦ MM PETA ¦                                                Rollkur (Foto: peta.de)

 

Aus einer Jagdstation 200 Kilometer südwestlich von Moskau erreichte PETA erschütterndes Videomaterial. Russische Tierschützer filmten Mitte August, wie zwei Hunde minutenlang einen angeketteten Braunbären attackieren. Einer der Hunde beißt den Bären von hinten ins Bein. Auch ein Dachs und ein Wildschwein werden dort demnach für das grausame „Training“ in Käfigen gehalten. Die Ausbildung von Hunden im direkten Kontakt mit Wildtieren ist in Russland seit 2018 verboten, jedoch wird das Verbot nach Angaben der russischen Tierschützer vielerorts nicht konsequent durchgesetzt – selbst wenn die Behörden informiert werden. So soll es allein in der Region Moskau mindestens 18 solcher Jagdstationen geben. PETA appellierte Ende Oktober in einem Brief an Präsident Wladimir Putin, das wichtige Gesetz auf allen Ebenen durchzusetzen und die lokalen Behörden anzuweisen, Hinweisen von Tierschützern entschieden nachzugehen.

 

„Das grausame Training von Hunden an Wildtieren ist völlig zu Recht in Russland verboten, aber das Gesetz wird offenbar nicht ausreichend durchgesetzt. Immer wieder tauchen Videos aus Russland auf, die zeigen, wie Wildtiere in Panik von Hunden attackiert und verletzt werden. Wir hoffen, dass Präsident Putin die Behörden anweist, diese illegalen Tierquälereien ein für alle Mal zu beenden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland.

 

Zusätzlich zu dem Leid, dem die Tiere bei den “Trainingseinheiten? ausgesetzt werden, sind die Lebensbedingungen der Tiere meist mangelhaft. Oft werden sie in kleinen Käfigen gehalten. Sterben sie nicht schon vorher an Verletzungen oder Stress, werden sie getötet, wenn sie keinen Nutzen mehr für die Jäger haben. Auch für die Hunde bedeutet das perfide Training ein hohes Verletzungsrisiko und dient dazu, dass sie auch im Wald auf Wildtiere gehetzt werden können.  

 

Als Tierrechtsorganisation setzt sich PETA generell für ein Verbot der Jagd ein. Durch Fehlschüsse und bei der Fallenjagd wird vielen Tieren erhebliches Leid angetan. Das Töten von Wildtieren, meist als Freizeitbeschäftigung, hat keinen Platz in einer modernen Gesellschaft, in der Ethik und Mitgefühl einen immer höheren Stellenwert einnehmen.

 

 

Quelle / Herausgeber: Peta.de 


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