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AT: Dramatische finanzielle Lage an den Fachhochschulen spitzt sich weiter zu

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DMZ – MEDIZIN ¦ Markus Golla ¦                                         (C) Photographee.eu 

 

FHK: Anhebung der Studienplatzfinanzierung um mindestens 20 Prozent ist unbedingt notwendig, und zwar jetzt!

 

Anlässlich des bereits erfolgten Studienstarts an den Fachhochschulen zeigen die explodierenden Kosten aufgrund der Teuerung bereits erste Auswirkungen:

Die exorbitant gestiegenen Energiekosten sowie steigende Personal- und Sachkosten machen den Fachhochschulen schwer zu schaffen. Die enge Finanzierung der Studienplätze bietet den Fachhochschulen keinen Spielraum diese Kostenexplosion und die galoppierende Inflation abzufedern.

 

Die Fachhochschulen bilden mittlerweile fast 20 Prozent aller österreichischen Studierenden aus und bringen über 30 Prozent der jährlichen Hochschulabsolvent*innen hervor. Rund 23.000 Studierende starten jetzt in das neue Studienjahr. Sie spielen damit eine wesentliche Rolle im Kampf gegen den Fachkräftemangel in den Betrieben und sind eine wesentliche Säule für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Die praxisorientiert ausgebildeten Hochschulabsolvent*innen der Fachhochschulen sind so stark nachgefragt wie noch nie und werden bereits während des Studiums stark von Unternehmen umworben.

 

Um die hohe Qualität der Lehre an Fachhochschulen auch weiterhin gewährleisten zu können, brauchen die Fachhochschulen dringend:

 

  1. Eine Anhebung der Fördersätze pro Studienplatz um mindestens 20% allerspätestens ab 1.1.2023
    Diesen 20 % liegen die aktuelle Teuerung (Personalkosten, Energiekosten, etc.) zu Grunde und ein zumindest teilweiser Ausgleich der bisherigen kumulierten Wertverluste.
    Ohne Anhebung der Fördersätze in der geforderten Höhe ist die hohe Qualität an Fachhochschulen nicht aufrecht zu erhalten. An einen weiteren Ausbau des Sektors ist ohne Anpassung ohnehin nicht zu denken.
  2. Einführung von Sonderfinanzierungen für Sonderaufgaben
    Zusätzliche Aufgaben, die dem Fachhochschul-Sektor vom Ministerium zugedacht werden, bedürfen zusätzlicher Mittel. Bereits in der Vergangenheit wurden dem Fachhochschul-Sektor eine Reihe von Zusatzaufgaben übertragen, die nicht durch zusätzliche finanzielle Mittel abgegolten wurden. Zusatzaufgaben müssen auch zusätzlich finanziert werden!

„Die Priorität liegt momentan klar auf einer umgehenden Erhöhung der Fördersätze von mindestens 20 Prozent, um eine nachhaltige Finanzierung der Fachhochschulen und den FH-Betrieb sicherstellen zu können. Nur so kann die hohe Qualität der Lehre an den Fachhochschulen gehalten werden. Diese Erhöhung muss spätestens ab 1.1.2023 erfolgen! Aktuell ist gerade das wichtigste Planungsinstrument des Fachhochschul-Sektors, der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan, in Vorbereitung. Dort müssen diese Erhöhungen jetzt abgebildet werden!“, so FHK-Präsidentin Prommer.

 

Der neue Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan soll im Dezember 2022 in Konsultation gehen.

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