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Sind Dresscodes in Unternehmen überhaupt noch zeitgemäss?

DMZ –  TIPPS ¦ Maya West ¦                                                        

 

Berufe mit Uniform haben es gut: Es gibt klare Kleidervorschriften, an die sich jeder halten muss und die Arbeitskleidung wird vom Arbeitgeber gestellt. Anders ist das in den klassischen Büroberufen. Hier wird von den Angestellten ein gepflegter Auftritt erwartet. Zwar ist der Dresscode in den vergangenen Jahrzehnten etwas lässiger geworden, doch allzu leger darf der Kleidungsstil immer noch nicht sein. Und dafür gibt es gute Gründe.

 

Business-Mode will sorgfältig ausgewählt werden

Besonders in der Finanzwelt trägt Mann Anzug und Krawatte und Frau das klassische Business-Kostüm. Das aber ist nicht für alle Grössen vorteilhaft. Business-Mode für grosse Grössen will mit Bedacht ausgesucht werden. Denn noch immer machen Kleider Leute und der berufliche Erfolg hängt nicht zuletzt vom äusseren Erscheinungsbild ab. Absolut tabu für Frauen mit grossen Grössen sind auffällig bunte Muster, kurze Röcke und Kleider, offene Schuhe und High Heels. Auch zu viel Haut wirkt wenig professionell. Stattdessen sind elegante Etui-Kleider, Röcke, Blusen sowie Hosen und Blazer angesagt, in klassischem Schwarz, Dunkelblau oder Grau kombiniert mit Pumps mit flachen Absätzen. Die Rocklänge sollte auf jeden Fall bis zum Knie reichen und die Bluse darf nicht zu durchsichtig sein. Selbst für das Make-up gilt: Weniger ist mehr!

 

Worum es beim Dresscode eigentlich geht

Die meisten Menschen wissen instinktiv oder aus Erfahrung, welcher Kleidungsstil im Büro, bei Meetings, Konferenzen und Tagungen von ihnen erwartet wird. Zwar wird seit Jahren darüber diskutiert, ob Dresscodes überhaupt noch zeitgemäss sind, und gerade in Start-ups geht es zunehmend legerer zu, aber Kleidung sagt noch immer viel über den Menschen aus, der sie trägt. Dabei geht es nicht zuletzt um Respekt und Höflichkeit, die wir anderen Menschen gegenüber zum Ausdruck bringen. Das lässt sich an einem einfachen Beispiel belegen: Ist jemand allzu lässig gekleidet, signalisiert er seinem Gegenüber, wie wenig Mühe er sich für das Treffen gegeben hat und damit auch, wie egal ihm das eigentlich ist. Es macht keinen guten Eindruck. Aber darum geht es in der Geschäftswelt. Wir müssen Kunden, Vorgesetzten und Kollegen einen guten Eindruck von uns vermitteln. Denn damit signalisieren wir zugleich Kompetenz, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Dresscodes haben also nach wie vor ihre Berechtigung. Und nicht zuletzt erleichtern sie uns auch die persönliche Wahl der Kleidung, wenn wir morgens wieder einmal vor dem Kleiderschrank stehen. Es ist doch viel einfacher, die richtige Kleidung auszuwählen, wenn wir uns an einen Dresscode halten und genau wissen, was wir anziehen können und was lieber nicht. Das erspart uns viel Zeit und eventuell sogar die ein oder andere Peinlichkeit.

 

Kleidung schafft die richtige Arbeitsatmosphäre

Lässige Kleidung gehört in die Freizeit, nicht ins Büro und auch nicht ins Homeoffice. Zwar darf die Kleidung im Homeoffice durchaus ein wenig bequemer, aber keinesfalls nachlässiger sein. Denn die Kleidung bestimmt mit über unser Mindset. Mit der Morgentoilette und der Auswahl der Kleidung stimmen wir uns nämlich auf die Arbeit ein, wir schaffen damit erst eine Arbeitsatmosphäre. Setzen wir uns aber im Jogginganzug an einen provisorischen Arbeitsplatz im Wohnzimmer, fallen Motivation und Konzentration wesentlich schwerer. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kleidung sogar die Stimme am Telefon beeinflussen kann. Sind wir professionell gekleidet, klingen wir kompetenter und selbstbewusster. 

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