31. Mai 2020

„AFGHAN DREAMERS“ – junge Frauen aus Afghanistan bauen Beatmungsgerät aus Autoteilen

DMZ – POSITIVE NEWS ¦ Patricia Jungo ¦

 

In Afghanistan ist es einem Team junger Frauen gelungen, für Corona-Patienten mit Autoteilen einen günstigen Prototyp eines Beatmungsgeräts zu entwickeln.

 

Wie die Unternehmerin Roja Mahbub, die das Team mit ihrer Wohltätigkeitsorganisation auch fördert, betont, machen die afghanischen Mädchen in der Zeit der weltweiten Corona-Krise einen Schritt vorwärts. Auch Forscher der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) unterstützen die jungen Frauen. Das Team besteht aus zwölf jungen, technikbegeisterten Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Die Gruppe trägt den aussagekräftigen Namen „Afghan Dreamers“.

 

Seit einigen Monaten arbeiten sechs junge Frauen unter vollen Einsatz an einem Gerät, das aus Ersatzteilen von Fahrzeugen bestehen soll. Roja Mahbub erklärt, es sei wichtig, der afghanischen Jugend den Zugang zu Wissenschaft und Technologie zu gewähren, um so bessere Bedingungen in Afghanistan zu schaffen. Die Kosten des Gerätes sollen mit rund 550 Euro tief gehalten werden. Die Grenzprovinz Herat, aus welcher die Mädchen stammen, liegt neben dem besonders stark von der Corona-Krise getroffenen Iran. Hunderttausende Afghanen wollten dieses Jahr zurück über die Grenze in ihr Land und so wurde Herat schnell zu einem Corona-Hotspot. Bald herrschte auch ein Mangel an Beatmungsgeräten und das sechsköpfige Team wollte sich dieser Herausforderung stellen und ein Beatmungsgerät aus Autoersatzteilen bauen. Die Arbeit der „Afghan Dreamers“ wurde bereits früher im Bereich der Robotik auf internationaler Ebene mit Preisen honoriert. Zurzeit ist ihr Ziel, Afghanistan in der Entwicklung der dringend notwendigen medizinischen Geräte zu helfen. In dem von Krieg und Krisen geschwächten Land fehlen in der derzeitigen Corona-Krise vor allem Personal und Ausrüstung. Laut Gesundheitsministerium stehen im ganzen Land nur 400 Beatmungsgeräte zur Verfügung.

 

 

Quelle: enorm magazin

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