03. Juni 2020

Bitcoin-Halving: Wie wirkt das Halving sich auf Anleger und Kurse aus?

DMZ – WIRTSCHAFT ¦

 

Am zwölften Mai 2020 war es soweit: Bei Bitcoin, der nach wie vor bekanntesten Kryptowährung auf dem Markt, wurde das dritte Halving durchgeführt. Damit halbierte sich die Anzahl an Bitcoins, die beim digitalen Schürfen der Währung erzeugt werden können. Wie wirkt sich das Halving auf die Kurse aus? Hat die Corona-Pandemie Einfluss auf den Halving-Prozess und die Bitcoin-Anleger, für welche die digitale Währung bereits als sicherer Hafen galt?

 

Was ist Bitcoin? Was bedeutet Halving?

Kryptowährungen wie Bitcoin sind auf Kryptografie basierende, vollständig digitale Währungen. Das bedeutet, dass Bitcoin nur online zu kaufen, zu handeln und zu minen ist. Die Sicherheit der Coins wird durch Algorithmen gewährleistet, die jedes Bitcoin-Exemplar einzigartig und dadurch fälschungssicher machen. Allerdings: Die Codes müssen zunächst von Computern berechnet werden, was äusserst zeit- und rechenaufwendig ist. Die Erfinder von Bitcoin machten es daher von Anfang an Privatpersonen möglich, neue Münzen am eigenen PC selbst zu erzeugen. Der hierfür verwendete Prozess wird „Mining“ genannt. Ein Miner kann in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge an Bitcoins erzeugen - abhängig von der Rechenleistung des eigenen Computers. Für Einzelpersonen ist es natürlich ausschlaggeben, sich vor einem Kauf oder Handel in die Materie einzulesen. Das angeeignete Vorwissen macht es möglich, informiert in der Kryptowelt zu agieren.

 

Wie bei realen Währungen auch, sind die Erfinder von Bitcoin besorgt, dass eine zu hohe Inflation einen langfristigen Wertverlust der Münzen herbeiführen könnte. Wenn zu viele Bitcoins im Umlauf sind, sinkt deren Wert für neue Käufer und der Kurs flacht ab. Das Halving von Bitcoin hat daher zur Folge, dass mit demselben Rechenaufwand nur noch halb so viele Bitcoins wie zuvor geschürft werden können.

 

Bereits in der Vergangenheit ist die Bitcoin-Community diesen Schritt mehrmals gegangen: Im November 2012 wurde das erste Halving durchgeführt, ein weiteres Ende 2016. Der Grund liegt in der Ökonomie: Bitcoins werden online auf Marktplätzen gehandelt. Wer auf so einer Kryptowährung-Börse mit Bitcoin oder ähnlichen Währungen handelt, kann dies nicht nur per Direktkauf, sondern zum Beispiel auch per CFD-Trading tun. CFDs sind Finanzderivate, die es möglich machen, auf Kursbewegungen zu spekulieren - Trader können hier auch „Short“ gehen, also auf ein Fallen der Währung setzen. Anleger möchten möglichst hohe Renditen erzielen; und befürworten daher das Halving.

 

Noch kein Einfluss auf die Kurse

Doch wie wirkt sich das Halving auf den Kurs der Digitalwährung aus? Stand Ende Mai 2020 hat die Massnahme noch keinen starken Effekt auf den Bitcoin-Kurs ausgeübt. Allerdings sollten Anleger davon noch keine Rückschlüsse ziehen: In der Vergangenheit dauerte es stets eine Weile, bis die Auswirkungen auf die Kurse spürbar waren. Im Verlauf mehrerer Quartale stiegen die Kurse nach jedem Halving um ein Vielfaches an. Nach dem Halving 2012 beispielsweise schoss der Bitcoin-Kurs von rund 11 Dollar auf 1150 Dollar in die Höhe; nach dem zweiten Halving stiegen die Preise für Bitcoin um rund 400 Prozent. Selbiges könnte diesmal geschehen, obwohl die Kurse direkt nach dem Halving 2020 zuerst einmal einbrachen. Dieser Wertverlust ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, die ihre Spuren überall auf dem Markt hinterlassen hat. Möglicherweise sind Anleger noch vorsichtig beim Kauf von volatilen Geldanlagen wie Bitcoin. Daher würden sich die potenziell positiven Effekte des Halvings womöglich erst in einigen Monaten zeigen.

 

Fazit

Das Bitcoin-Halving im Mai 2020 war bereits das dritte seiner Art. Obwohl die Kurse zunächst kurzfristig sanken, sorgten Halving-Prozesse in der Vergangenheit stets für starke Preissteigerungen der digitalen Währung. Die Corona-Pandemie könnte dieses Jahr womöglich einen dämpfenden Faktor der Wertzunahme darstellen. Die ersten zwei Halvings zeigten jedoch eine Tendez: Wenn die digitalen Münzen knapp werden, sind Neuinvestoren auch bereit, vergleichsweise viel dafür zu bezahlen. Mit gutem Vorwissen über die Kryptoindustrie können Trader informiert agieren.

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