Meinung

Wie wähle ich diesen Herbst, um etwas verändern zu können?

Meine Antwort auf einen "niedergeschlagenen" Wähler, der (fast) keine Hoffnung auf soziale Verbesserung in der Schweizer Politik mehr hat!

 

Liebe/r A. S.

Ich verstehe deinen Verdruss voll und ganz, aber es besteht (noch) Hoffnung auf den Umschwung, denn wir haben die freie Entscheidung "Bessere oder Frischere" zu wählen!

Wenn immer nur Politiker gewählt werden, welche an die eigene Karriere und viel Geld denken, wird sich niemals etwas ändern können!

Warum werden immer die Gleichen gewählt, wenn man doch längst wissen sollte, was viele sind, von wem sie beeinflusst oder lobbyiert (legal gekauft?) werden und was sie treiben!

Neue unverbrauchte, nicht lobbyierte Kräfte aus der Normalbürger-Schicht (Handwerker, Berufsleute, normale Angestellte, Freidenker, etc.) sollte/muss man wählen, welche sich für soziale Gerechtigkeit engagieren, damit das Kräfteverhältnis ausgeglichener wird!🤔

(Das zähle ich zur "Gleichberechtigung" der diversen sozialen Schichten)

Ich fordere hiermit Gleichberechtigung für Alle und in jedem sozialen Spektrum!

Ich habe nichts gegen Studierte, aber das Verhältnis in Bern stimmt längst nicht mehr und das wirkt sich auf die teils abgehobene Politik von heute enorm aus!

Ich denke, bei vielen Gewählten passiert das nicht willkürlich, sondern eher aus Unkenntnis der echten Sorgen und Belastungen, der ärmeren Bevölkerungsschichten!

(Wie soll man etwas verbessern oder aufheben können, was man selbst nie erlebt hat, hat erdulden oder kennenlernen müssen?)

 

Theoretisch lässt sich alles nach Statistiken berechnen, nur fragt man sich, wer diese Statistiken zu welchem Zweck erstellt, geschönt oder sogar manipuliert hat?

Theorie und Praxis liegen real meist sehr weit auseinander!

 

Die Alternativen zu Lobbyisten und reinen "Wirtschaftsanbetern", welche mit sehr wenig oder ganz ohne Rücksicht auf die ärmere Bevölkerung agieren:

Meistens sind das Kandidaten, welche nicht x-tausendmal auf Wahlplakaten am Strassenrand "strahlen", denn diese Bodenständigen, werden weder vom Polit- Filz unterstützt, noch haben sie tausende Franken übrig, sich selbst zu promoten!

Auf den Wahllisten sind sie meist unter kleineren Parteien anzutreffen oder tauchen bei den Etablierten als "Listenfüller" ganz unten auf!😉

Setzt einmal mutig auf solche politischen Quereinsteiger, statt auf seit Anfang der Politkarriere auf Parteikurs getrimmte!

(Filz oder Vetternwirtschaft)

Schlechter als momentan kann es nicht werden! Beweist Mut und wählt gegen den aktuellen (neoliberalen, menschenverachtenden) Irrsinn!

Danke für Eure Aufmerksamkeit und die richtigen Entscheidungen bei der nächsten, sehr wichtigen Wahlentscheidung!

Die Wirtschaft muss der arbeitenden Bevölkerung dienen und die Gewinne in Form von Lõhnen, Ausbau der Sozialwerke, Bildung, u.v.m. rück-verteilen, nicht wie jetzt, wo die arbeitende Bevölkerung der Wirtschaft, zur Vermehrung der Vermögen weniger Superreichen und Konzerne dient und nichts von dem viel gelobten Reichtum der Schweiz spürt, sondern immer weniger im Geldbeutel hat!

Nur gemeinsam sind wir stark!👍🌹🌹🌹

 

Raymond Bloch, NR-Kandidat, Aargau,

Liste "Piratenpartei"


Sinnlos verpulverte Geld von Sozialämtern

Da könnte gespart werden: Sozialämter zahlen in Form von Projektkosten monatlich happige Beträge an sog. Non-Profit Unternehmen auf unbestimmte Zeit. Lukrativ für die Unternehmen, non profit für die Teillöhner!

Das so sinnlos verpulverte Geld würde besser in Umschulung und Weiterbildung investiert, damit kämen viele Bezüger schneller wieder auf "eigene Beine" zu stehen! Denn Coachings in Teillohn-Unternehmen finden so gut wie nie statt. Und in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen wird man ebenfalls so gut wie nie. Da ja das Sozialamt brav Projektkosten zahlt, besteht für Firmen diesbezüglich dazu auch nicht der geringste Anreiz!

 

Ewi Fischer (Detailhandelsangestellte Damenmode)


Steuervorlage 17

Bei der Steuervorlage 17 will der Regierungsrat die Steuern für Unternehmen von heute 21 auf einen Schlag mit einer Vorwärtsstrategie auf 13% senken. Das verkraften weder die Städte noch die Gemeinden, geschweige denn der Kanton. Wenn wir unter 16% gehen werden Sparprogramme folgen die weh tun. Das zeigen Kantone wie Luzern und Waadt. Vertreter der Vorwärtsstrategie ködern auf unschöne Art: "...Die Wirtschaft im Kanton Solothurn hat erkannt, dass viele Workingpoor ihnen halt dienen. Man sei sich bewusst, dass diese Menschen auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, weil sie zu wenig verdienen. Mit den flankierenden Massnahmen will man ein Dankeschön geben..."

So persönlich gehört von einem Vertreter der Vorwärtsstrategie. Manchmal ist es besser nicht den barmherzigen Samariter spielen zu wollen, wenn man dann auf einen Schlag als Priester oder Tempeldiener entlarvt wird.

«Die Wirtschaft hat von Anfang an gesagt, dass sie bei einer 16-Prozent-Strategie weder Hand für flankierende Massnahmen noch für Gegenfinanzierungen bietet».

Bei 13% bluten in den Städten und Gemeinden von Kindern über Kranke und finanziell Schwache bis hin zum Mittelstand alle.......

 

Franziska Roth (Heilpädagogin und Präsidentin SP Kanton Solothurn)


Impfen, Klima, Verschwörung – hallo Mittelalter

Als Glauben noch über Wissen stand. Als Glauben noch über Wissen stand.

 

Informationszeitalter! Man könnte denken, dass mit der frei zugänglichen Information auch die Verbreitung der Vernunft endlich bis in die hintersten Ecken der kleinsten Hirne reichen würde.

Aber weit gefehlt. Da im Internet jede noch so abstruse Theorie und jeder noch so dämliche Bullshit als „Information“ verkleidet daherkommt, kann sich der geneigte Gläubige, Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Flatearther, Klimawandelleugner oder Truther einfach einen hübschen Strauss an ihm genehmen Fötzelchen und Filmchen zusammensuchen, und so seine ganz private Weltsicht zusammenzimmern. The world according to the eigen Bauchnabel sozusagen.

„Was dich nicht umbringt, macht dich stark“, beschwafeln die Impfgegner die unzulänglichen, körpereigenen Abwehrsysteme gegen tödliche Krankheiten, ohne zu überlegen, dass nicht diejenigen, die „stark“ werden, das Problem sind, sondern diejenigen, die es umbringt. Ihnen gehts in erster Linie um ihre Bauchnabelwelt und nicht um die Bedürfnisse der Gemeinschaft.

Dazu führen sie einige im Internet zusammengesuchte Youtube-Schwafler an, und ignorieren empirische Daten und Forschung. Natürlich grübeln sie die eine oder andere Studie heraus, interpretieren Fakten und Zahlen in so haarsträubender Manier, dass sie das Gegenteil ihres eigentlichen Inhalts belegen sollen. Fachpersonen zählen nicht, oder nur, wenn einer von 10 000 ihre Sicht der Dinge unterstützt.

Und sowieso, mit dem Internet ist ja jetzt jeder irgendwie fachlich zuständig. Schliesslich ist es egal, ob man über die kognitiven Fähigkeiten und das Wissen verfügt, um die zusammengesuchten (Pseudo)Information auch einzuordnen. Glauben steht wieder über dem Wissen, genau wie 1592, genau wie im Mittelalter.

Auch bei den 9/11-Truthern und Ganser-Jüngern, den Verschwörungstheoretikern ist es der Glaube, der Wissen ersetzt. Und weil die Welt so komplex und unkontrollierbar geworden ist, hilft es dem eigenen Sicherheitsgefühl, wenn man eine Gruppe ausgemacht hat, die für das Böse zuständig ist.

Nato, Bilderberger, Militärisch-industrieller Komplex, jüdische Banker, egal – wo früher der Teufel für alles Böse herhalten musste, halten nun die VTler ihre „Sie“ der Komplexität der Welt entgegen. Aberglauben und religiöse Dogmen herrschen. Und auch hier: Fakten werden so ausgesucht und aufgereiht, dass sie das eigene, absolute Weltbild stützen.

Natürlich sehen sie sich als Opfer und Widerstandskämpfer: die Verschwörungstheorie hilft, ihren Selbstwert aufzublasen. Je grösser und unheimlicher der Gegner, um so mutiger die paar Gerechten, die die WAHRHEIT erkannt haben, und sich in Youtube-Filmchen und Themenforen darüber austauschen.

Am Bemitleidenswertesten sind vielleicht noch die Leugner des Klimawandels, die eigentlich Nonstopp mit irgendwelchen Teilfakten, unverstandenen Zahlen und sonstigem pseudowissenschaftlichen Brunz um sich werfen, nur um nicht der berechtigten Angst zu begegnen, die sie eigentlich haben sollten. Was nicht wahr sein darf, kann nicht wahr sein. Und sicher werden sie dann in 40 Jahren behaupten, dass man das alles nicht wissen konnte.

Was vor 15 Jahren noch als krankes Weltbild von ein paar Spinnern galt, ist heute leider Teil der Popkultur. Nicht, weil die meist gesellschaftsfeindlichen Ideen mehr faktische Grundlagen haben, sondern weil sich die Spinner übers Web weltweit vernetzen können und so das Gefühl haben, sie seien viele.

„Meinungsfreiheit bedeutet, dass du jeden Bullshit behaupten darfst. Es bedeutet nicht, dass jemand diesen Brunz glauben muss oder dir nicht widersprechen darf.“

Dazu kommt, dass diese abstrusen Theorien einen gewissen Unterhaltungswert haben und so auch medial verbreitet werden. Und eben: Heute ist jede und jeder Fachperson, weil … „Ich habs aber im Internetz gelesen!“. Was bedeutet es schon, wenn sich jemand nach einem ausgiebigen Studium sein Leben lang wissenschaftlich mit einem Thema auseinandergesetzt hat, wenn auf Youtube ein Mann in einem seriösen Anzug oder einem Laborkittel so schön logisch das Gegenteil behauptet. Und zwar so, dass ich es auch ganz ohne grosses Wissen für wahr halte …

Naiv wie ich war, dachte ich zu Beginn des Internetzeitalters, dass frei verfügbare Information unwillkürlich eine aufgeklärte und freie Welt nach sich ziehen würde. Nun, ich hab vergessen miteinzubeziehen, dass die Menschheit zu einem Teil aus Vollidioten besteht. Und egal, was für geiles Werkzeug man einem Vollidioten in die Hand gibt, er wird es nehmen und damit sich selbst oder anderen auf den Kopf hauen und dazu laute Geräusche machen.

Ich hab mich entschieden, aus den Diskussionen mit diesen Leuten auszusteigen. Ich kann sie nicht erreichen, und wenn ich ihnen nicht zustimme, bin ich entweder Teil der Verschwörung oder zu dumm, die WAHRHEIT zu erkennen.

Was ich aber sicher machen werde, ist, ihren Scheissdreck auf jeder mir möglichen Ebene zu bekämpfen. Und wenn es der Schutz der Schwächsten notwendig macht, werde ich mich auch für staatliche Zwangsimpfungen einsetzen.

 

Réda Philippe El Arbi (Campaigner & freier Journalist)


#Cypher19 – ein Nachtrag

TRIGGERWARNUNG: Rassismus, Sexismus, Lookismus

 

Wir wollen jetzt gar nicht auf die Beiträge am diesjährigen Cypher eingehen – einiges war nett, einiges …weniger.

Was allerdings im Live-Chat während der Übertragung der Rapperinnen* abging, lässt uns wieder mal an der Menschheit zweifeln. Natürlich – es sind immer die gleichen paar Brudis, die sich gegenseitig pushen. Eigentlich wären sie die Energie nicht wert. Doch gerade, weil die diskriminierenden Beiträge sehr genau eingegrenzt werden konnten, hat es SRF VIRUS und die Virus Bounce -Crew verpasst, sich hier moderierend einzuschalten und besten Falls Verantwortung zu übernehmen und die Leute zu sperren. Hier ging es eindeutig nicht um freie Meinungsäusserung – denn, ob wack oder nicht, ist halt auch Geschmackssache.

Wir haben darauf verzichtet Screenshots anzufertigen – sie sind alle auf dem YouTube Video einsehbar.

Big up an die, welche sich immer wieder dafür ausgesprochen haben, Respekt zu leben, den Scheiss zu unterlassen bzw. Virus aufgefordert haben diese Teilnehmenden zu sperren.

Trotzdem hier ein kleines Potpourri der sexistischen, rassistischen und lookistischen Kackscheisse, welche in diesem Chat verbreitet wurde:

 

«entli mal en fuz am mic»

«ab id kochi»

«geili zicke gsii»

«Pause verbi, zrugg id kuchi madame»

«geili sau»

«hallo butschgi»

«la feuchtera»

«feisse dominicana culo»

«wine hex usde comics mitem muetermal»

«jo schöttlet das züüg…»

«Zeig mal de futz»

«du bish e heissi cremeschnitte»

«warze muess separat stüüre zahle»

«schöttlet das züüg!»

«la nefera zeig din behoorte karibische futz!»

«zieh dich us»

«salome du füechts fützli»

«Ja zeigt sie eze noch arsch?»

«A was sie isch nid köchin?»

«Kimbo zeig mol dini töpf»

«nefera die geili schlampä»

«king kong in the kitchen»

«Zügli uf zügli nid schlecht für eini wo us de küchi gflüchtet ish»

«Isch sie nacher die wo lutscht de show?»

«Ihri ohrering zeige de durchmesser vo ihre fützli»

«repsektiered mal d füz!»

«ab id kochi»

«S’N****meitli schlimmer als en bergbuur»

«fraue im rap isch wie frau am stüür»

«De Steff ihri Chomosomeverschiebig het dozmol Trismoie 21 verursacht»

«hey brudi seg mer würsch si?»

«Diese ältere Frau hat dieses Hiphops gut von ihren Kindern gelernt.»

«ja mol ich wür si wüüki»

 

PS: Wir wissen, dass auch während der Beiträge der Rapper* gehörige Kackscheisse im Chat produziert wurde.

PPS: Wir wissen, dass auch die Rapper* selbst gehörige Kackscheisse von sich gegeben haben.

 

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Letizia Carigiet ist Rap Fan und Projektleiterin bei Helvetiarockt. Dieser Beitrag wurde von ihr als Reaktion auf den diesjährigen Cypher auf SRF Virus als Facebookpost für Helvetiarockt verfasst. Er geht nur auf die diskriminierenden Äusserungen im Live-Chat ein und klammert bewusst die Thematik im Rap / in der Kunst aus.

 

Begriffserklärungen: Der Begriff Rassimus bezeichnet Vorurteile und Strukturen, aufgrund derer Menschen wegen ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, ihrer Hautfarbe, der Religionszugehörigkeit und der Sprache benachteiligt werden. Sexismus bezeichnet jede Form von Benachteiligung, Gewalt und Ausbeutung aufgrund des Geschlechts. Sexismus beruht auf der Vorstellung von Geschlechterhierarchien und Verhaltensanforderungen, die an eine Person oder Gruppe von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung gestellt werden. Lookismus hingegen bezieht sich auf die äusserliche Erscheinung und Körper von Menschen – Körper, Körpermerkmale und Attraktivität werden dabei an gesellschaftlich konstruierten, normierten Schönheitsidealen gemessen und in «schön», «hässlich», oder eben wie hier in «fickbar» eingeteilt.

 

www.helvetiarockt.ch


Wie endet Kapitalismus?

Jeder braucht das Wort Kapitalismus, für die meisten ist es sogar ein Zauberwort. Es hat die Welt dazu gemacht, was sie jetzt ist. Nicht nur die westliche, nein, die ganze Welt. Wohlstand für jedermann – welch wunderbare Welt. Dass der Kapitalismus nun aber zu einer Erfindung gemacht wird, die nur positives hervorgebracht hat, ist meiner Ansicht nach ziemlich daneben, denn das Konzept wurde nie zu Ende gedacht.

 

Monopoly ist wohl die beste Erklärung für den ganzen Prozess, den man in diesem System durchläuft.

 

Am Anfang kriegt jeder Spieler gleich viel Geld und startet quasi ohne sonstigen Besitz. Und das ist wohl der einzige Unterschied den es zwischen Spiel und Kapitalismus gibt, denn viele Leute starten mit Vorschuss, dies könnte man aber natürlich auch beim Brettspiel einführen, man beerbt sich bei jedem neuen Spiel selbst, ob mit Schulden oder bereits stehenden Hotels sei dahin gestellt. Somit haben wir schon den ersten unstimmigen Punkt erreicht in der Realität. Man entwickelt ein System, das Menschen bevorzugt, die durch Schicksal oder Glück bereits einen Vorsprung haben. Aber greifen wir mal nicht vor.

 

Wir drehen die erste Runde und kaufen uns mal hier eine Strasse und da einen Bahnhof, ganz nach eigenem Gutdünken. Der eine hat dann ein bisschen weniger Geld, der andere mehr, einer muss ins Gefängnis und der andere gewinnt in einem Schönheitswettbewerb. So ist das Leben. Dies geht dann eine Weile gut für alle, alle sind so richtig glücklich, weil die eigene Taktik ja aufzugehen scheint. Bis das erste Hotel auf „Zürich Paradeplatz“ steht. Dann nämlich beginnt der Kampf ums überleben. Klar hast du selbst irgendwo noch zweidrei Häuser in Chur oder Schaffhausen stehen, da landet aber nie jemand drauf und je näher der Paradeplatz kommt, desto mieser wird die Laune. Du schaffst es wahrscheinlich eine oder zwei Runden lang aber irgendwann landest du genau darauf. Nun reibt sich der Besitzer stolz die Hände und du beginnst voller Schweiss deine schäbigen Häuschen zu verkaufen, verpfändest deine Grundstücke und drückst dem hämisch lächelnden Gegenüber deine letzten Moneten in die Hand.

 

Jetzt geht’s über Los und du freust dich auch schon über 200.- Honorar, was wahrscheinlich im wahren Leben den Lohn darstellen würde und landest treffsicher auf den Steuern. Als braver Bürger drückst du dann die gerade eingenommenen 200.- an den Fiskus ab und stehst für die nächste Runde pleite da, vor allem ist der Paradeplatz noch vor dir und in der Zwischenzeit haben sich die andern auch überall noch ein paar schicke Hotels gekauft. Also alles Tretminen, schlimmer als auf einer Kuhweide. Aber eben wie im Leben, aufhören kann man ja nicht einfach so, oder es wäre natürlich nicht unbedingt fair gegenüber den anderen Mitspielern. Warum? Weil, du ja sicher irgendwann wieder über Los kommst und dann wieder 200.- hast, die man dir abknöpfen kann.

 

Und so drehen wir Runde um Runde, bis dann jeder mal den Paradeplatz besucht hat, sein ganzes Hab und Gut verhökert und das Land verpfändet hat. Der Besitzer des Paradeplatzes hat aber jetzt ein Problem. Er will ja noch mehr einnehmen, sonst wird das Spiel langweilig. Also entweder faulen jetzt nach und nach alle Mitspieler raus oder er unternimmt etwas. Genau das ist der Punkt, an dem neue Regeln erfunden werden. Nicht etwa um den beinahe Bankrotten zu helfen, sondern dem „Zürcher“ noch mehr anzuspülen. Die Regeln werden ja auch von ihm gemacht ab diesem Punkt, denn wer nichts mehr hat, ist sicher froh, wenn ihm etwas gegeben wird. So unterwerfen sich nach und nach alle dem „Paradeplätzer“ und haben sichtlich keinen Spass mehr an dem Spiel. Es gibt jedoch keinen Ausweg mehr. Das wichtigste ist es nun nur mehr so oft wie möglich über „Los“ zu kommen, damit man sein Darlehen beim „Zürcher“ bezahlen kann. Und wenn dann einer sagt, er wolle aussteigen, dann ist er für alle nur noch ein Spielverderber.

 

Und wie endet dieses Spiel? Alle sind pleite ausser einem, der ist stinkreich und besitzt alles, was mal allen anderen gehört hat.

 

Wie endet Kapitalismus?
Mark Fox (Musiker, Schriftsteller, Grafik- und Webdesigner, Reisender und Blogger)


Was für eine Woche, zum VERGESSEN?

Auch, dass vor allem solche und ähnliche Beiträge im Netz kaum Beachtung finden, mag sein, dass es ermüdend ist, dennoch betrifft es uns alle und ist wohl weit wichtiger als einige der sinnfreien Posts, die munter über Jahre hinweg geteilt werden.

 

Das WEF, wohl das schädlichste Imageprodukt für die Schweiz und zwar nachhaltig. Die Ignoranz und Kurzsicht dieser "elitären" Menschen ist kaum zu ertragen. Zynisch zugleich, mit dem Privatjet an eine Veranstaltung zu reisen, um unter anderem über Klimapolitik zu referieren. Einer Sache können wir getrost gewiss sein: Genau diese Menschen werden null und nichts an einer Verbesserung der Welt beitragen. Im Gegenteil. Sie haben das Bewusstsein und die Sicht auf die reale Welt längst aus den Augen verloren. Viel Blabla und Theorie, fern ab jeglicher Realität.

Über soviel Arroganz lachen, können dann spätere Generationen hoffentlich trotzdem, auch wenn sie dies evtl. nur in Bunkern machen können.

Diesen Phänomen begegnet man leider täglich auch bei den Sozialen Diensten, Beistandschaften, Ämtern und Institutionen, die vor allem eines schaffen: die Kosten der Hilfe in den Bereichen Familie und Mensch massiv zu verteuern und gleichzeitig den Bedürftigen jegliche menschliche Existenz rauben. Verwaltungskosten und Mieten machen nicht selten einer Drittel oder gar die Hälfte der Sozialkosten aus. Wie kommt es, dass ausschliesslich Grossverdiener und nicht selten unerfahrene Menschen, praxisfremd und inkompetent zugleich, auf unsere Bedürftigen treffen (müssen).

Unser Kampf wird immer lauter und effizienter, trotzdem sind wir froh, um jede Unterstützung.

Ich danke allen für die wichtige und immer wichtiger werdende Unterstützung in all unseren Projekten für eine bessere Welt.

 

Letztlich stellt sich wie immer die Frage, warum immer nicht betroffene Leute über betroffene Menschen urteilen, befinden, richten müssen?! Es wird Zeit, dass real kompetente Menschen das Ruder übernehmen. Real kompetent ist man erst, wenn man am eigenen Leib erfährt wie (schlecht) das System ist.

David H. Aebischer (Autor, Musik-Agent, Produzent, Maler, Komponist)


17.01.2019

Das ist die typische Art, wie unsere SVP politisiert...

Die Anhörung begann denkbar schlecht. Roger Köppel von der SVP hatte das Privileg, die erste Frage zu stellen. Doch ihm war nicht danach. Stattdessen legte er sogleich mit einem Angriff los. «Befremdend» sei es, dass Aussenminister Ignazio Cassis nicht dabei sei, sagte er. «Wenn wir schon eine öffentliche Anhörung zu einer Schicksalsfrage durchführen, muss der zuständige Bundesrat doch zwingend anwesend sein», enervierte sich Köppel fernsehgerecht.

 

Dabei ging es um keine politische Debatte, sondern um eine Anhörung von Experten. Dann fragte er den ehemaligen Botschafter Paul Widmer, der dem Rahmenabkommen kritisch gegenübersteht: «Gehen Sie einig mit mir, dass die Schweiz mit dem institutionellen Abkommen nicht mehr auf Augenhöhe mit der EU steht? Dass also die EU nur noch anordnet und die Schweiz zu gehorchen hat?»

 

Köppel konnte die Polemik nicht lassen. Er sprach als Einziger dreimal, doch ein Interesse an den Antworten war nicht zu erkennen. Gerade SVP-Vertreter sahen ihre Aufgabe darin, den ihnen wohlgesinnten Experten Steilpässe zu spielen. «Habe ich Sie richtig verstanden, dass für Sie ein Schiedsgericht ein reines Feigenblatt ist», fragte Luzi Stamm (SVP/AG) den früheren Präsidenten des Efta-Gerichtshofs Carl Baudenbacher. Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann führt ihre Frage ein, indem sie festhielt, dass künftig die EU darüber bestimmen könne, wer in die Schweiz einwandert und wer Sozialhilfe beziehe. Und dann die Frage – natürlich an Widmer: «Wie ist ein solches Abkommen für einen souveränen Staat überhaupt möglich?»

 

Ein wirkliches Interresse an fundierten Antworten hatten die SVPler allesamt nicht wirklich... das ist eben Politik der Verantwortungslosigkeit!

Gery Mueller (Selbständiger Fotograf)


"Gewalt in Games macht aggressiv. Stimmt das?", fragt der Medienpädagoge.

Meine Antwort dazu:

"Das ist eine interessante und wichtige Frage. Als jemand, der keine Computerspiele spielt und auch keine eigenen Kinder hat, die sich mit solchen beschäftigen, neige ich spontan dazu, die Frage mit ja zu beantworten. Ich staune auch darüber, wie zentral das Ausüben von Gewalt in den Computergames tatsächlich zu sein scheint (zumindest bekomme ich es so über die Werbeanzeigen mit).

Umso überraschender ist es für mich daher, dass zumindest von wissenschaftlicher Seite her kaum ein zwingender Zusammenhang zwischen der Gewalt in den Spielen und einer Gewaltbereitschaft der Spieler in der nicht-virtuellen Realität auszumachen ist.

Interessant wird daher die andere Frage: Weshalb diese offenbar grosse und ungebrochene Faszination, Gewalt zumindest virtuell ausüben zu können?

Allerdings: Auch wenn z.B. Ego-Shooter-Spiele nicht als Ursache von Gewalttaten gesehen werden können, so ist doch bekannt, dass viele Amokläufer sich mittels solcher Spiele daran gewöhnt haben sollen, wie Blut fliesst und menschliche Körper zerfetzt werden. -

Ich glaube, dass wir schon ganz ernsthaft danach fragen sollten, weshalb Kinder [aber auch Jugendliche und Erwachsene] lieber stundenlang virtuell Leute kaputt machen, anstatt (wie wir noch 😉 ) mit LEGO, STOCKIS oder Ähnlichem etwas zu konstruieren, zu bauen, zu erstellen.

Oder anders: Was geschieht mit unserer Weltwahrnehmung sowie mit unserem Denken und Fühlen langfristig, wenn das, was wir mit unseren Fingern und Händen tun, derart abgelöst ist von dem, was durch diese (motorisch sehr eingeschränkten) Bewegungen erreicht bzw. ausgelöst wird?

Eine Taste ist nun mal halt sehr schnell gedrückt ..."

Tony Lax (Lehrer und Musiker)


Gedanken-Splitter zum neuen Jahr 2019

Liebe Mit-Menschen!

Als bescheidener "Kenner" der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor E. Frankl kann ich euch gerne dieses "lesens-werte" und lesbare Buch empfehlen...

 

"Wer ein Warum zu leben hat - Lebenssinn und Resilienz"; Verlag Beltz von Viktor E. Frankl

Frankl beschäftigt sich hier v.a. in konstruktiv-kritischer Hinsicht mit der heute zunehmend aktuellen Thematik der "inneren Leere" einer modernen, auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft; also unserer Gesellschaft. Er spricht u.a. auch von den Folgen existenzieller Frustration/Vakuum und der damit verknüpften Sinn-Entleerung... Sucht, Verantwortungsdiffusion, Gleichgültigkeit und noch mehr Konsum.

Ein mutmachendes und sinnvolles Buch für all jene Menschen, die bereit sind, den Sinn zu finden und nicht zu warten, ob ihnen dieser von irgenwoher irgendwie "gegeben" werde in der Zukunft. Nietzsche trägt mit seinem Zitat "Wer ein Warum zu leben hat, ergrägt fast jedes Wie" entscheidend dazu bei, dass die "guten Gründe" schlussendlich die "Motoren"/Motivatoren eines sinnvollen Tuns und Handels darstellen. Diese zu finden, ist eine stetige Aufgabe des menschlichen Da-Seins... (eine Art à-priori-Aufgabe, die nicht weiter zu hinterfragen ist; anonsten Mensch sich beginnt, im Kreise zu drehen. Frankl spricht hier zum Beispiel vom Ur-Dasein eines jeden Menschen in seiner Existenz UND Essenz...)

Viel Inspiration und gute Ideen wünsch ich euch allen beim lesen dieses Werkes von Frankl!

Daniel Birkhofer (Arbeitspsychologe FSP)