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Sind E-Bikes wirklich strassentauglich? (Mo, 23 Sep 2019)
DMZ - WIRTSCHAFT ¦ Marco Perroulaz ¦ #mittellaendische ¦   Es vergeht aktuell kaum eine Woche ohne gravierenden Unfall mit elektrisch antriebsunterstützten E-Bikes. Davon gibt es, nebst verschiedenen Marken und unterschiedlichen Ausführungen, deren zwei. Das eine ist gut für eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h, das andere wird maximal 45 km/h schnell. E-Bikes sind voll im Trend, haben aber leider nicht wenige negative Nebenerscheinungen, Unfälle mit Ursachen, die unterschiedlicher und gelegentlich auch mysteriöser nicht sein können. So manche ältere Person setzt sich vielleicht nach fünfzig, sechzig Jahren wieder einmal auf einen Drahtesel und fährt entsprechend unangepasst. Unterdessen hat sich nämlich die Verkehrssituation völlig verändert. Andere werden von Automobilisten unterschätzt, weil sie viel schneller als ein Fahrrad unterwegs sind. Und wiederum andere verfehlen im Suff ihre Fahrspur oder stürzen aus unerfindlichen Gründen.   In den Medien stehen dann jeweils Schlagzeilen wie »E-Bike-Fahrer landet in Maisfeld und wird schwer verletzt« »E-Bike-Unfall: Kopfverletzungen nach Selbstunfall« »Nach Unfall mit E-Bike: Velofahrerin im Spital an ihren Verletzungen gestorben« Es geht relativ oft um gravierende Körperschäden, zumal längst nicht alle E-Biker wenigstens einen Velohelm tragen, gelegentlich mit Todesfolge. Im vergangenen Jahr wurden 321 E-Bike-Unfälle offiziell festgehalten und in diesem Jahr könnte dieser traurige Rekord noch getopt werden. Die oft gehörte Diskussion dreht sich um das ‚warum‘. Braucht es einen obligatorischen Fahrkurs und eine Limitierung auf die leistungsärmere Ausführung in den ersten Jahren, wie beim Motorrad? Oder geht es gar um die Verkehrstauglichkeit - manche orakeln gar über Instabilität - der beliebten Vehikel?   Kein Wunder, im vergangenen Jahr war nach »Velosuisse«, dem Verband der Schweizer Fahrradlieferanten, jedes dritte verkaufte Fahrrad ein E-Bike. Der Verkaufsrekord verzeichnete 111‘000 Stück, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Nun setzt sich auch das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention BFU in Kooperation mit der Versicherungsgesellschaft AXA mit dem Thema auseinander und hat vor wenigen Tagen eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Ihre Hauptbotschaft: Je schneller man mit dem E-Bike unterwegs ist, desto höher das Unfallrisiko und desto gravierender die Unfallfolgen. »Wenn E-Bike-Fahrer schwer verunfallen, geschieht dies öfter bei Selbstunfällen als bei Kollisionen.« heisst es beim BFU. Ab sofort ist daher in vielen Schweizer Gemeinden eine neue Plakatserie am Strassenrand zu sehen und eine eigene Webseite trägt zahlreiche wissenswerte Informationen dazu bei: augen-auf-tempo-runter.ch
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Grundbuchdaten: Neue Bestimmungen für den elektronischen Zugang (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - POLITIK ¦   Ab 1. Juli 2020 gelten für den elektronischen Zugang zu Grundbuchdaten neue Bestimmungen. Der Bundesrat hat die geänderte Grundbuchverordnung an seiner Sitzung vom 20. September 2019 auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzt. Demnach können die Kantone künftig berechtigten Behörden und Eigentümerinnen und Eigentümern beispielsweise einen elektronischen Zugang zu Belegen ermöglichen.   Im Zusammenhang mit der Vorlage 14.034 "ZGB. Beurkundung des Personenstands und Grundbuch", die das Parlament in der Wintersession 2017 verabschiedet hat, hat sich gezeigt, dass im Bereich des elektronischen Zugangs zu den Grundbuchdaten Anpassungen nötig sind. Der Bundesrat hat deshalb im letzten Sommer eine Revision der Grundbuchverordnung in die Vernehmlassung geschickt. An seiner Sitzung vom 20. September 2019 hat er deren Ergebnisse zur Kenntnis genommen und die geänderte Grundbuchverordnung auf den 1. Juli 2020 in Kraft gesetzt. In die öffentlich zugänglichen Daten des Grundbuches hat jedermann auch ohne Interessennachweis Zugriff. Daneben enthält das Grundbuch Daten, die nur gestützt auf ein berechtigtes Interesse zugänglich sind. Die Kantone können für gewisse Personen- respektive Berufsgruppen und Behörden ein berechtigtes Interesse zur Einsichtnahme generell vermuten und diesen Kreisen die Einsichtnahme mittels eines elektronischen Zugangs gewähren. Die geltende Regelung dieses elektronischen Zugangs, insbesondere der Umstand, dass der elektronische Zugang zu den Belegen im Grundbuch auf Urkundspersonen (Notare) beschränkt ist, hat verschiedentlich Anlass zu Diskussionen gegeben und wird von einigen Kantonen als zu eng empfunden. Der Bundesrat hat deshalb in der Grundbuchverordnung die Bestimmungen über die Modalitäten dieses elektronischen Zugangs punktuell angepasst. Neu können die Kantone insbesondere den berechtigten Behörden und den Eigentümerinnen und Eigentümern von Grundstücken einen elektronischen Zugang zu den Belegen ermöglichen. Der Grundsatz, dass die Kantone entscheiden, ob sie diesen elektronischen Zugang überhaupt anbieten wollen, bleibt von den Anpassungen unangetastet. Dies gilt auch für die Frage, welchen Zugriffsberechtigten das Verfahren offenstehen soll. Mit der Revision wird zudem die Motion 15.3323 Egloff "Einsichtsrecht betreffend Grundbuchabfragen via Terravis" umgesetzt. Schliesslich wird in der Verordnung die statistische Datenerhebung durch das Bundesamt für Statistik explizit verankert.       Quellen: Der Bundesrat - https://www.admin.ch/gov/de/start.html ¦ Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement - http://www.ejpd.admin.ch ¦ Bundesamt für Justiz - http://www.bj.admin.ch Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Ein kleiner Gedanken-Splitter mit Blick auf die "Qual der Wahl(en)"... (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - POLITIK ¦ Daniel Birkhofer ¦   "Wir alle ducken uns unter den Forderungen der Finanzmärkte und BESTÄTIGEN (Hervorhebung db) durch Stillhalten die SCHEINBARE (Hervorhebung db) Ohnmacht einer Politik, die die Masse der Steuerbürger ANSTELLE (Hervorhebung db) der spekulierenden Anleger für den Schaden der Krise zahlen lässt." (Habermas 2013, Im Sog der Technokratie, S. 57)   Und der engagierte und couragierte Heinrich Heine hätte wohl in diesem "grauseligen" Zusammenhang die Buchhalter der privatisierten Gewinne (Profiteure und damit willentliche "Produzenten" von Ungerechtigkeiten sowohl distributiver als auch prozeduraler Art und Weise) und der sozialisierten Kosten verspottet. Kleinmut im Gegensatz zu Engagement kann nie ein längerfristiges Konzept und eine Haltung sein, die Zukunftsaussichten hat...   Die anstehenden Wahlen geben uns die Möglichkeit, aktiv an dieser "Stellschraube" mitzudrehen und dem Kleinmut, der Mutlosigkeit, der opportunen Hetze und Hatz, der leeren Sonntagsreden-Versprechungen, der reisserischen Parolen und einseitigen Schuldzuweisungen und Resignation ein mutiges und engagierteres und auch sinnvolles Handeln gegenüber zu stellen... Die Freiheit ist IMMER mit der eigenen Verantwortlichkeit verknüpft, sonst ist es nicht "Freiheit", sondern Gehorsam "Propheten" gegenüber, Konformismus gegenüber Mächtigen, Gleichgültigkeit gegenüber Anderen und Anderem oder Resignation gegenüber sich selbst - dann sind wir "Maschinen" gleich geworden und das als eigentlich menschliche Wesen... Spannend. Wir haben die "Qual der Wahl(en)" - immer! "Der Mensch ist ein jederzeit entscheidendes Wesen." (Viktor Frankl) Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DMZ - Veranstaltungskalender Mittelland (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - in eigener Sache ¦ #mittellaendische   Liebe Leserinnen und Leser Wir haben ein neues Tool für Sie auf unserer Seite mit unserem Partner gaw realisiert.   So werden Sie immer wissen was im Mittelland läuft! Oder erfassen Sie einfach Ihre eigenen Events und Daten. Viel Spass damit!   Zum Kalender Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Werbung zu unschlagbaren Konditionen! #2 (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - Inserate / Werbung ¦ #mittellaendische   Unsere Inserenten ermöglichen die Realisation unserer Zeitung. Mit einem Inserat in unserer Zeitung sind Sie am Markt ganz vorne mit dabei. Mit über 7000 Leserinnen und Lesern im Schweizer Mittelland und noch mehr aus dem WorldWideWeb ist "Die Mittelländische" u.a. eine ideale und geschätzte Werbeplattform. Die Inserate werden automatisch auch auf den Plattformen von Swiss-Radio, der Lesergruppe der Mittelländischen und weiteren Portalen geschaltet.   https://www.mittellaendische.ch/zeitung/inserate-werbung/  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Der meistgelesene Artikel der letzten Woche (Mon, 23 Sep 2019)
Armut in der Schweiz – ein allgegenwärtiges Problem   DMZ – SOZIALES ¦ David Aebischer ¦ KOMMENTAR   Je nachdem, welche Statistiken man bemüht, ist in der Schweiz jeder siebte, bzw. zehnte Mensch arm. Aber was genau bedeutet arm sein? Armut bedeutet laut dem BFS die Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial), so dass die betroffenen Personen nicht den minimalen Lebensstandard erreichen, der im Land, in dem sie leben, als annehmbar empfunden wird.   Es geht also nicht bloss um's Geld. Trotzdem ist Geld in vielerlei Hinsicht das grösste Problem, welches alle anderen zwangsläufig mit sich bringt.   Es gibt leider keine nationale Armutsstatistik, eigentlich eine weitere Schwäche der modernen Schweiz. Sollten nicht gerade solche Zahlen klar sein? Deshalb muss man in der Schweiz die Zahlen der Sozialhilfestatistik, der Working-Poor-Statistik und der Armutsquote von Personen im Erwerbsalter zwischen 20 und 59 Jahren entnehmen. Alle anderen Angaben beruhen auf Schätzungen – so auch diejenigen von Caritas. Schätzungen fallen aber auch gerne und erfahrungsgemäss beschönt aus.   Mindestens 260'000 Kinder in der Schweiz sind von Armut betroffen Caritas geht davon aus, dass etwa jede zehnte Person in einem Haushalt lebt, der von einem Erwerbseinkommen unterhalb der Armutsgrenze leben muss. Das sind zwischen 700 000 und 900 000 Personen. Mehr als die Hälfte von ihnen leben in Haushalten mit Kindern. Multipliziert man sie mit der durchschnittlichen Anzahl Kinder pro Haushalt, erhält man eine minimale Anzahl von 260 000 Kindern, die von Armut betroffen sind. Minimal ist die Schätzung deswegen, weil in armutsbetroffenen Familien die Kinderzahl über dem Durchschnitt liegt. Eine eigentliche Ungeheuerlichkeit für die „reiche“ Schweiz. Wo ist die Schweiz eigentlich reich und worin, wenn man dieses Elend erkannt hat?   Lösungen sind klar, werden aber nicht umgesetzt Dabei wäre es doch eigentlich einfach, die Armut in der Schweiz von einem auf den anderen Tag zu eliminieren. Geld ist genügend vorhanden, um einen ersten Schritt zu machen. Etwas länger würde dann das Stabilisieren des Neuzustandes dauern. Darüber zu philosophieren, mag nicht viel bringen, wenn man ebenfalls erkannt hat , dass Armut auch ein riesiges Geschäft ist für die andere Seite. Gerade deshalb wird es wohl nie zur Problemlösung kommen, es sei denn via Gesetz. Aber ein solches Gesetz wird niemals eine Chance haben, da genau die an der Armut verdienende Gruppe dies zu verhindern weiss und schon immer zu verhindern wusste.   Die häufigsten Armutsrisiken sind grundsätzlich systemgemacht Eine Absicht der Obrigkeit scheint erkennbar, wenn man sich im Detail die Entwicklung der Armut in der Schweiz genau ansieht. Armut, die täglich wächst. Die vier Hauptrisiken für Armut sind nicht nur ein tiefes Bildungsniveau, wie dies Politiker gerne als Argument anführen, noch die Zahl der Kinder, der Wohnort und die soziale Herkunft. Klar verstärken diese Risiken die Gefahr zur Armut. Aber man darf nicht vergessen, dass uns die Geschichte zeigt, dass alle Menschen in der Schweiz modernen Risiken wie Arbeitslosigkeit oder Scheidung ausgesetzt sind. Sie können uns alle jederzeit treffen. Vor diesem Hintergrund sollte man sich der Problematik nähern und nicht von oben nach unten.   Die Armut verschont niemanden Die Gefahr, arm zu werden, ist für Angehörige der obersten Schichten sicher am kleinsten. Aber auch hier zeigt die Vergangenheit, dass grundsätzlich niemand verschont bleibt, hat man noch so viel Geld. Meist genügt ein Schicksalsschlag und die Abwärtsspirale beginnt sich zu drehen. Für Angehörige der untersten Schichten sind alle diese Risiken am grössten. Demnach sind 70 Prozent der Bevölkerung nie arm, 20 Prozent sind armutsgefährdet und 10 Prozent dauernd arm. Also kennt sich in der „reichen“ Schweiz bereits jeder dritte Mensch mit Armut aus. Natürlich ist auch die regelrechte Kostenexplosion bei den Krankenkassenprämien der letzten Jahre mit ein weiterer Grund.   Was bedeutet Armut finanziell gesehen? Im Jahr 2017 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2259 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3990 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren. Wer sich diese Zahlen ansieht, wird sehr viele Menschen persönlich kennen, bei denen es so aussieht. Bzw. viele Menschen liegen hier weit darunter. Trotz einem moderaten Wirtschaftswachstum ist die Armutsquote gestiegen. Parallel zur Zunahme der Bevölkerung ab 65 Jahren haben sich auch die Sozialausgaben für Alter und Krankheit erhöht.   2017 galten 8,2% der Schweizer Wohnbevölkerung und 4,3% der Erwerbstätigen als einkommensarm. Bei den Kindern und den 46- bis 64-Jährigen verzeichnete die Sozialhilfequote einen Anstieg. Ausserdem ging der Anteil der erwerbstätigen Sozialhilfebeziehenden zwischen 2008 und 2017 zurück und die Dauer des Sozialhilfebezugs hat sich verlängert. Wirtschaftliche Wachstumsphasen oder eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung haben kaum Auswirkungen auf die Sozialhilfequote. Also steht fest, dass auch hier die Gründe anderswo zu suchen sind. Das sollte auch schleunigst getan werden. Schliesslich nutzt es nichts, sich hinter Statistiken zu verschanzen, die man immer wieder etwas positiver gestaltet, wenn es notwendig wird die Bevölkerung zu beruhigen.   Entlassen mit über 50 Eine weitere Gruppe, die überdurchschnittlich unter Armut leidet, sind die Langzeitarbeitslosen. Davon sind Personen über 50 speziell betroffen. Dazu sagt Franz Schultheis (Soziologe und Armutsforscher, emeritierter Professor Universität St. Gallen): «Man weiss, dass diese älteren Arbeitnehmenden auch wegen der Sozialabgaben teurer sind. Bei ökonomisch bedingten Entlassungen sind sie als erste dran.» Zudem hat es Altersgruppe 50+ dann auch besonders schwer, wieder eine Stelle zu finden. Armut wird in der Schweiz als Problem unterschätzt. Sie führt auch zur sozialen Ausgrenzung.   Armut in der Schweiz In einer Gesellschaft wie in der Schweiz werden Lebenschancen und sozialer Status massgeblich durch materielle Verfügbarkeiten wie dem Einkommen bestimmt. Armut hat aber viele Facetten. Eine Armutsdefinition ist und war immer abhängig von der Betrachtungsperspektive. Diese beeinflusst die Messung von Armut in der Schweiz.   Die mediane Armutslücke Hier misst man den mittleren Abstand der verfügbaren Haushaltseinkommen der armen Bevölkerung zur Armutsgrenze und gibt dadurch an, wie stark die arme Bevölkerung von Armut betroffen ist. Die mediane Armutslücke beschreibt die Armutsintensität und liegt in der Schweiz bei 17,3%. Ein unübersehbares Alarmzeichen. Da stellt sich mit Recht die Frage, wie lange hier noch zugesehen wird? Es ist zu befürchten, dass, wie bei den Einzelschicksalen, die die Abwärtsspirale nicht mehr aus eigener Kraft aufhalten können, auch die Schweiz als Nation bald einmal an diesen Punkt gelangen wird und es für jede Hilfe zu spät sein wird.         Quellen: Bfs.admin.ch ¦ Caritas ¦ gegenarmut.ch ¦ SRF ¦ admin.ch    Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. 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Unsere Inserenten sind die BESTEN... - Üsi Buttig (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - Inserate / Werbung ¦   Unsere Inserenten ermöglichen die Realisation unserer Zeitung. Mit einem Inserat in unserer Zeitung sind Sie am Markt ganz vorne mit dabei. Mit über 7000 Leserinnen und Lesern im Schweizer Mittelland und noch mehr aus dem WorldWideWeb ist "Die Mittelländische" u.a. eine ideale und geschätzte Werbeplattform.   Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Verleumdungskampagnen und Medienskandale (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ #mittellaendische ¦   Die Welt im 21. Jahrhundert hat sich radikal verändert. Die Voraussage des Medientheoretikers Marshall McLuhan, dass die Welt zum Dorf wird, ist längst Realität. Transaktionen laufen in Sekundenschnelle rund um den gesamten Globus, und die Menschen haben sich über die weltumspannenden Social-Media-Kanäle vernetzt. Der Kampf um die Informationshoheit ist längst entbrannt. Die mächtigsten Unternehmen der Welt sind die Internetkonzerne Google und Facebook, die nichts produzieren, aber alles wissen. Ihre Algorithmen geben den Takt der vernetzten Informationsgesellschaft vor. Viele spüren die umfassende Wucht dieses Veränderungsprozesses, der bei einigen Ängste auslöst. Die Angst verbreitet sich rasch: Bürgerinnen und Bürger geben sich ihr hin und schaffen Feindbilder mit Behauptungen, die jeder Grundlage entbehren. Politikerinnen und Politiker werden zu "Volksverrätern" erklärt, und Journalistinnen und Journalisten gehören der "Lügenpresse" an. Dieser Transformationsprozess und seine Auswirkungen auf die Amtsführung sollen im Folgenden beleuchtet werden. Dabei verdeutlicht ein Blick auf vergangene Medienskandale: Zwar sind Falschmeldungen und Lügen gewiss keine neuen Phänomene; neu aber ist ihre schnelle und crossmediale Verbreitung.   Mediales Theaterspiel aus Empörung, Angst und Rettung Kommunikation ist nicht nur schneller geworden, sondern auch zunehmend emotionalisiert und zugleich weniger faktenbasiert. Beim Kurznachrichtendienst Twitter, in dem etwa auch US-Präsident Donald Trump seine Informationspolitik betreibt, erlebt man in 140 Zeichen den neuen Erregungszustand. Das Internet ist zur schnellsten Reiz-Reaktions-Maschine geworden. Anfang der 1980er Jahre sorgte der US-Ingenieur Robert Kahn, der die technologischen Grundlagen für das Internet konzipierte, dafür, dass das amerikanische Verteidigungsministerium rund eine Milliarde Dollar in ein zehnjähriges Forschungsprogramm zur Entwicklung der künstlichen Intelligenz investierte. Er hielt damals fest, dass "die Nation, die das Feld der Informationsverarbeitung dominiert, den Schlüssel zur Weltherrschaft im 21. Jahrhundert besitzen wird".[2] Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und Russland um die Cyberattacken im US-Wahlkampf 2016 sind bezeichnend für den Kampf um die Informationshoheit.[3] Doch der Ton wird auch innerhalb der jeweiligen Länder schärfer: Der demokratisch gewählte US-Präsident Donald Trump erklärte in seiner Rede vor dem Hauptquartier der CIA, er befinde sich "im laufenden Krieg mit den Medien".[4] "Krieg ist eine blosse Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" lautet ein bekanntes Diktum des preussischen Offiziers Carl von Clausewitz. Nach Clausewitz muss man einen Feind benennen, um die eigenen Reihen zu schliessen Seine Strategeme sahen folgende Instrumente in der Kriegsführung vor: den Überraschungseffekt, das Anfallen von mehreren Seiten her, die Inszenierung eines Kriegstheaters, die Einbeziehung des Volkes sowie die Benutzung grosser moralischer Kräfte. Diese Überlegungen mögen alt sein, doch das Schema wird heute noch genutzt – mit neuen technischen Mitteln: Populisten suchen mit ihren Meldungen einen Überraschungseffekt durch eine Provokation oder Falschmeldung zu erzielen, ihre Anhänger nehmen die Nachrichten auf und tragen sie bis zur Empörungswelle durchs Netz. Weil Fehlverhalten und Skandale Empörung und dadurch Aufmerksamkeit versprechen, werden sie zu einem probaten Mittel, Nachrichten zu generieren. Die Populisten selbst werden zu einem Medienereignis. Sie verweisen auf die Stimmung im Volk, die sie selbst erzeugt haben, und inszenieren sich vor einem Millionenpublikum als Retter des Vaterlandes. Es stellt sich die Frage, wie dieses Reiz-Reaktions-Schema der Medienlogik durchbrochen werden kann. Die Gesellschaft befindet sich, ganz nach dem Pawlowschen Experiment, bei dem der Glockenton und nicht mehr das Futter den Speichelfluss beim Hund auslöst, in einer Konditionierungstheorie. Der Physiologe Iwan Pawlow fand auch heraus, dass der Speichelfluss beim Hund mit der Zeit zurückging, wenn der Glockenton nicht durch andere Assoziationen an Futter verstärkt wurde. Dies lässt sich auf die beschriebene Informationsspirale übertragen: Die Nachrichten müssen durch Zuspitzung, Gerüchte und Emotionalisierung immer weiter aufgewertet werden. Die Populisten nutzen die dem Pawlowschen Phänomen entsprechende Medienlogik für sich, und Donald Trump ist ihr Meister. Zum probaten Mittel in der medialen Auseinandersetzung sind die sogenannten Fake News geworden: Quelle und Autorenschaft werden hierbei weder hinterfragt noch überprüft. In "postfaktischen Zeiten" ist der Wahrheitsgehalt einer Nachricht unwichtig. Die neue Währung in der Aufmerksamkeitsspirale des Netzes ist die Empörung. Der Wahrheitsgehalt bleibt dabei auf der Strecke. Auch in der Bundesrepublik waren Politikerinnen und Politiker in jüngster Zeit im Fokus von Fake News. So wurde etwa auf Facebook Ende 2016 ein Mord an einer Frau in Freiburg genutzt, um die Bundestagsabgeordnete Renate Künast mit einem frei erfundenen Zitat zu verunglimpfen. Das gefälschte Zitat – "Der traumatisierte Junge [sic] Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen" – machte im Netz umgehend die Runde und löste in der Diskussion um die Flüchtlingspolitik eine Welle der Empörung aus. Als Quelle wurde die "Süddeutsche Zeitung" genannt.[5] Renate Künast reagierte rasch und richtig: Sie widerrief das Zitat als "frei erfunden" und erstattete Anzeige und Strafantrag gegen die Macher der Facebookseite "Widerstand deutscher Patrioten" sowie gegen unbekannt wegen "übler Nachrede". Der Fall Künast verdeutlicht, dass der Reiz in der Medienlogik über der Information steht. Doch Falschaussagen, Verleumdungen und Lügen hat es in der Vergangenheit immer gegeben, und es wird sie auch in der Zukunft geben. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich bei grossen gesellschaftlichen Umwälzungen immer mediale Diskurse, Entgleisungen und neue Machtstrukturen Bahn brechen. Schon die erste deutsche Demokratie begann mit einem Medienskandal, aus dem eine Verleumdungskampagne der antidemokratischen Kräfte erwuchs.   Als die erste Republik baden ging Am Tag der Vereidigung des ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert, veröffentlichte die "Berliner Illustrierte Zeitung" (BIZ) am 21. August 1919 ein ungewöhnliches Titelfoto: Es zeigte den ersten Demokraten im höchsten Staatsamt und Reichswehrminister Gustav Noske in Badehosen (Abbildung 1). Die Fotografie, die als "Badebild" in die Geschichte einging, schockierte nicht nur die Bevölkerung, sondern hatte auch ungeahnte Folgen für die abgelichteten Personen.[6] Schon damals kämpften die verschiedenen Verlagshäuser um die Gunst der Leserinnen und Leser. Die Verlage mussten, wenn sie höhere Gewinne machen wollten, durch spektakuläre Geschichten, Fotos oder Skandale ihre Auflagen erhöhen. Der damalige Chefredakteur der BIZ, Kurt Korff, schrieb 1927 über den Umgang mit Fotos: "Nicht die Wichtigkeit des Stoffs entschied über die Auswahl und Annahme von Bildern, sondern allein der Reiz des Bildes selbst."[7] So wie im Fall Künast: Der Reiz ist wichtiger als die Information. Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten für die Medien. Und die Veröffentlichung des "Badebildes" war ein Skandal. Bis dato war die Bevölkerung ausschliesslich die Gala-Uniformen von Kaiser Wilhelm II. und seinem Hofstaat gewöhnt. Nun standen die neuen Repräsentanten des Staates ohne Kleider da.   Zu dieser Zeit trugen Männer für gewöhnlich noch Badeanzüge. Die beiden Politiker waren jedoch de facto nackt. Zudem sah die hungernde und leidende Bevölkerung nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg einen gut genährten Sozialdemokraten. All das gab Anlass zu Spott und Häme. Es folgten zahllose Verunglimpfungen von Gegnern der Republik. Sie nutzten das Bild für Artikel, Postkarten, Karikaturen und Bücher. Die "Deutsche Tageszeitung", die das Foto bereits Tage zuvor in einer Beilage veröffentlicht hatte, kommentierte: "Mitte Juli weilten die Herren Reichspräsident Fritz Ebert und Reichswehrminister Noske auch einige Tage im Ostseebade Haffkrug bei Travemünde. In Ausübung ihrer hohen Machtvollkommenheiten dispensierten sie sich von der dort herrschenden Vorschrift, nur im Kostüm zu baden, stellten der Welt ihre ganze Mannesschönheit zur Schau und veranlassten in animierter Stimmung die Fixierung der nebenstehend wiedergegebenen Szene auf eine photographische Platte. Nachträglich kamen ihnen doch Bedenken über die Abzüge. Herr Ebert hatte indes die Freundlichkeit, uns eine Kopie zur Verfügung zu stellen, weil er in ihrer Wiedergabe mit Recht eine treffliche Propaganda für das neue Regime und für seine Person erblickt."[8] Heute würde man von Fake News sprechen, denn die Nachricht war gelogen.   Der Tathergang war ein anderer gewesen. Der Büroleiter des Reichspräsidenten, Rudolf Nadolny, hielt in seinen Aufzeichnungen fest, dass Ebert und seine Begleiter nach einem Besuch in Hamburg weiter nach Haffkrug gefahren waren, um ein Waisenhaus zu besuchen. Nach der Besichtigung habe jemand angeregt, noch ein Bad in der Ostsee zu nehmen. Während sie badeten, sei der Fotograf noch einmal vorbeigekommen und habe vorgeschlagen, noch ein Bild zu machen.[9] Alle Personen hätten dem Foto für private Zwecke zugestimmt. Die Herausgabe der Fotoplatte an fremde Dritte sei ausdrücklich untersagt worden. Der Strandfotograf Wilhelm Steffen habe sein Wort gebrochen und das Bild an die Berliner Presse verkauft. Die Klage gegen die Veröffentlichung des Fotos wurde abgewiesen, da man das Bild als Dokument der Zeitgeschichte einstufte. Das Vertrauen, das Ebert dem Fotografen entgegenbrachte, wurde ihm zum Verhängnis. Die Amtswürde des Reichskanzlers wurde durch ein – nach damaligen moralischen Standards – unangemessenes Verhalten schwer beschädigt. Nach der Veröffentlichung fehlte es ihm an einer klugen Medienstrategie, um den Skandal in den Griff zu bekommen. Stattdessen befeuerte er selbst die Auseinandersetzung um das Foto. Immer wieder verklagte er seine Gegner vor der monarchisch eingestellten Justiz, die im sprichwörtlichen Sinne auf dem rechten Auge blind war. Gegen die Verwendung des Badebildes stellte der Reichspräsident in seiner Amtszeit 173 Strafanträge, mit denen er versuchte, die Würde seines Amtes und der Demokratie wiederherzustellen. Vergeblich: 1925 verstarb Ebert während seines letzten Strafprozesses.[10] Ebert war während seiner gesamten Amtszeit mit Falschmeldungen konfrontiert. Auch er beschäftigte sich mit der Berichterstattung in der Presse, doch nach der Verantwortung der Medien fragte er nie. Ein Diskurs über die Medienethik hätte der jungen Republik geholfen, denn das "Badebild" hatte keinen Informations-, sondern ausschliesslich einen Sensationsgehalt. Eine andere Badeszene sorgte auch in der jüngeren deutschen Geschichte für Schlagzeilen und ruinierte die Karriere eines Spitzenpolitikers. Politik als Inszenierung Trotz seiner steilen politischen Karriere konnte Rudolf Scharping sein Image als "Sandmännchen" nie ganz ablegen.[11] Seine vermeintliche Langsamkeit, seine einschläfernden und selten mitreissenden Reden sowie sein Erscheinungsbild mit Brille, Bart und Behäbigkeit brachten ihm diesen Spitznamen ein. Als Verteidigungsminister im ersten Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder war er der erste Sozialdemokrat, der den Einsatz von Waffen befahl – im März 1999, als die NATO in den Kosovo-Konflikt eingriff. Aus dem "Sandmännchen" war in den Medien nun der "Feldherr" geworden.[12] Doch er wollte mehr: Sein damaliger Berater, Moritz Hunzinger, brachte Wirtschaftsvertreter mit Politikern zusammen, veranstaltete parlamentarische Abende und trat für die Interessen seiner Mandanten bei Regierungsvertretern ein.[13] Sein Auftrag war der Kontakthandel im Dienste bestimmter Interessen. Hunzinger hatte innerhalb von zwei Jahrzehnten die damals zweitgrösste PR-Beratungsgesellschaft in Deutschland aufgebaut. Über Hundert Mitarbeiter pflegten seine mehr als 60000 wertvollen Adressen von Prominenten aus Politik und Wirtschaft. Mit seinen Netzwerkgeschäften erzielte er Anfang der 2000er Jahre fast fünf Millionen Euro Umsatz.[14] Um die Belange von Rudolf Scharping kümmerte er sich persönlich. Hunzinger entwickelte ein umfangreiches PR-Konzept, um den kommunikativen Auftritt des steif wirkenden Ministers zu optimieren. Doch seine Beratung führte nicht zum Reputationsgewinn des Ministers, sondern zum öffentlichen Absturz. So liess sich Scharping im August 2001 mit seiner neuen Lebensgefährtin Kristina Pilati, die er bei Hunzingers "Politischem Salon" kennengelernt hatte, im Pool auf Mallorca für die Titelseite der Publikumszeitschrift "Bunte" ablichten (Abbildung 2).[15] Zeitgleich standen Bundeswehrsoldaten unmittelbar vor dem schwierigen Einsatz in Mazedonien. Die Soldaten mussten ihren Kopf hinhalten, während der Verteidigungsminister mit seiner neuen Freundin im Wasser planschte und nicht bei der Truppe weilte – so der Vorwurf. Dieses Verhalten wurde als unhaltbar angesehen. "Der Spiegel" machte es zum grossen Aufmacher: Scharping war zum liebestollen Bademeister der Nation geworden. Sein Pressestab im Ministerium wusste von nichts. Es war allein Scharpings Initiative.   Vor der Inszenierung im Pool hätte er sich an das Skandalbild seines Parteigenossen aus der Weimarer Republik erinnern und die Wirkung und möglichen Konsequenzen durchdenken sollen. Bis heute ist fraglich, warum der SPD-Minister den Lobbyisten Hunzinger mit CDU-Parteibuch für sein Kommunikationsmanagement beauftragte und welche Rolle dieser wirklich spielte. Scharping wurde zur Belastung, und die Kritik an seiner Amtsführung wegen der Fotos schadete der Regierung und der Partei. Bundeskanzler Schröder entzog ihm das Vertrauen.[16] Anders als Ebert suchte Scharping die Inszenierung und scheiterte daran.   Sachwarmintelligenz Gerhard Schröder prägte den Satz: "Zum Regieren brauche ich Bild, Bams und Glotze." Einige Jahre später stützte sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in seiner politischen Krise auf die "Weisheit" des ehemaligen Bundeskanzlers und wählte ebenfalls die "Bild"-Zeitung als strategischen Partner. Am 16. Februar 2011 berichtete die "Süddeutsche Zeitung", dass Professor Andreas Fischer-Lescano die Dissertation von zu Guttenberg als "dreistes Plagiat" bezeichnet habe.[17] Guttenberg entgegnete, die Anfertigung der Arbeit sei seine eigene Leistung gewesen. Bereits einen Tag nach der Veröffentlichung kommentierte der Boulevard-Journalist Franz Josef Wagner in der "Bild"-Zeitung: "Ich flog durchs Abitur und habe nie eine Universität von innen gesehen. Also, ich kann von aussen sagen: Macht keinen guten Mann kaputt. Schein auf den Doktor."[18] Zu diesem Zeitpunkt lagen noch keine Untersuchungen zur Dissertation vor. Und trotzdem bezog Wagner klar Stellung: Der Doktortitel war, seiner Auffassung nach, nichts wert. Beim Fall Guttenberg kam es zu einer Spaltung innerhalb des Axel Springer Verlags. Die Chefredaktion der "Welt" vertrat die Auffassung, dass eine Dissertation, besonders für ihre konservative Leserschaft, ein Wert sei, der nicht infrage zu stellen sei. Ganz anders die "Bild": Der damalige Chefredakteur Kai Diekmann stellte sich hinter zu Guttenberg. Die auflagenstärkste Zeitung wurde zur PR-Abteilung eines Ministers. Währenddessen arbeiteten Unzählige im virtuellen Raum an der Überprüfung der Doktorarbeit. Sie schlossen sich am 17. Februar 2011 auf der Internetplattform "GuttenPlag" zusammen.[19] Am nächsten Tag kam es in der Bundespressekonferenz zu einem Eklat. Zu Guttenberg stellte sich nicht den kritischen Fragen der Journalisten, sondern gab parallel zu der laufenden Bundespressekonferenz eine Erklärung vor ausgewählten Medienvertretern ab, die vor dem Ministerium gewartet hatten. In dürren Worten betonte der Minister, dass seine Arbeit kein Plagiat sei, aber auch, dass er seinen Doktortitel bis zur Aufklärung der Universität Bayreuth nicht mehr führen werde. Mit seinem Nichterscheinen auf der Bundespressekonferenz brachte er alle Hauptstadtkorrespondenten gegen sich auf. Es herrschte Fassungslosigkeit über das Verhalten des Ministers.[20] Den Berliner Journalisten zeigte sich ein neues Bild von zu Guttenberg. Er wurde nun als feige eingeschätzt. Auch sein Pressesprecher Steffen Moritz war völlig handlungsunfähig und konnte in der Bundespressekonferenz keine Erklärung abgeben. Noch während der laufenden Terminankündigungen durch Regierungssprecher Steffen Seibert verliessen die Journalisten aus Protest gegen das Verhalten des Ministers geschlossen den Saal. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundespressekonferenz. Am 20. Februar 2011, also nur vier Tage nach der Veröffentlichung des Vorwurfs, war eine erdrückende Beweislage im Internet abrufbar: Bei fast 70 Prozent der Dissertation handelte es sich um ein Plagiat. Am 3. April 2011 stand schliesslich das Ergebnis von GuttenPlag fest: Auf 371 von 393 Seiten der Doktorarbeit waren Plagiatsfragmente gefunden worden – das sind 94 Prozent aller Seiten. Die Sachwarmintelligenz des Internets konnte Fakten präsentieren, während die "Bild" mit Emotionen argumentierte.   Die Universität Bayreuth bestätigte das GuttenPlag-Ergebnis, und am 1. März 2011 trat zu Guttenberg von seinen politischen Ämtern zurück. "Spiegel Online" meldete folgerichtig: "Netz besiegt Minister".[21] Und tatsächlich markiert die Causa Guttenberg einen Meilenstein im Umgang mit medialen Krisen. Der Minister wurde von unbekannten Netzaktivisten seines Amtes enthoben. Die frühere Medienlogik von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder schien nicht mehr zu bestehen.   Fazit Amtsführung heisst heute, wie im Fall von Renate Künast, Falschmeldungen zu erkennen und mit Schnelligkeit und Entschlossenheit gegen sie vorzugehen. Doch Schnelligkeit alleine reicht nicht, das belegt der Fall von Friedrich Ebert. Das Scheitern von Rudolf Scharping verdeutlicht, dass ein Amt anhand von Werten, Würde und Sachverstand zu führen ist und nicht auf PR-Massnahmen beruhen kann. Die Inszenierung der Politik trieb Karl-Theodor zu Guttenberg zur Perfektion. Zu seiner Zeit war er der beliebteste Politiker der Bundesrepublik, da es ihm gelang, alle Milieus in Deutschland über die unterschiedlichsten Medien gezielt anzusprechen. Seine Öffentlichkeitsarbeit baute auf einem bekannten Muster auf: Der Baron und seine Frau erzählten die Geschichte der Kennedys nach: jung, modern, attraktiv, international, weltgewandt und werteorientiert. Doch zu Guttenberg stürzte über die eigenen Werte, die er nicht einhielt. Er wurde von der Sachwarmintelligenz des Internets entzaubert.[22] Das Beispiel zeigt, warum Politiker sich nicht auf die restriktive Unterbindung von Fake News konzentrieren, sondern vielmehr für die Freiheit des Netzes eintreten sollten. Die Aufgabe von Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert ist die ethische und sozialverantwortliche Gestaltung der digitalen Transformation unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Hierfür braucht es ein schlüssiges Konzept, um das beschriebene Reiz-Reaktions-Schema und den Erregungszustand zu beenden.   Fussnoten Marshall McLuhan, Understanding Media, New York 1964, S. 12ff. Zit. nach Kai Schlieter, Wie Algorithmen die Politik verändern, 25.1.2016, http://www.politik-kommunikation.de/ressorts/artikel/wie-algorithmen-die-politik-veraendern-1247577150«. Vgl. Christian Gschwendtner, Putin soll von Cyberangriff auf US-Demokraten gewusst haben, 15.12.2016, http://www.sueddeutsche.de/politik/-1.3296490«. Zit. nach "Ich bin im Krieg mit den Medien", 22.1.2017, http://www.zeit.de/politik/2017-01/usa-donald-trump-amtseinfuehrung-besucherzahl-kritik«. Siehe Marcel Rosenbach, Erfundenes Zitat auf Facebook – Künast stellt Strafanzeige, 10.12.2016, http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/a-1125240.html«. Vgl. hier und im Folgenden Niels H.M. Albrecht, Die Macht einer Verleumdungskampagne, Bremen 2001 Zit. nach Ute Eskildsen, Fotografie in deutschen Zeitschriften 1924–1933, Stuttgart 1982 S. 7. Deutsche Tageszeitung, 9.8.1919, Beilage S. 4. Vgl. Rudolf Nadolny, Mein Beitrag. Erinnerungen eines Botschafters, Wiesbaden 1955, S. 133f. Vgl. Albrecht (Anm. 6), S. 369ff. Siehe Bild, Scharping spricht über die Fotos, die sein Image ruinierten, 20.11.2013, http://www.bild.de/politik/-33475318.bild.html«. Ebd. Vgl. Rupert Ahrens/Eberhard Knödler-Bunte, Die Affäre Hunzinger. Ein PR-Missverständnis, Berlin 2003 S. 49ff. Vgl. Matthias Gebauer, Verfangen im eigenen Netz. PR-Berater Hunzinger und der Scharping-Fall, 19.7.2002, http://www.spiegel.de/politik/deutschland/-a-205958.html«. Vgl. Ahrens/Knödler-Bunte (Anm. 13), S. 53f. Vgl. Der Spiegel, Rauswurf in 50 Sekunden. Schröder feuert Scharping, 18.7.2002, http://www.spiegel.de/politik/deutschland/-a-205828.html«. Siehe Roland Preuß/Tanjev Schultz, Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben, 16.2.2011, http://www.sueddeutsche.de/politik/-1.1060774«. Post von Wagner, Lieber Dr. zu Guttenberg, http://www.bild.de/-16015226.bild.html«. Siehe http://de.guttenplag.wikia.com«. Vgl. Oliver Lepsius/Reinhart Meyer-Kalkus, Inszenierung als Beruf. Der Fall Guttenberg, Berlin 2011, S. 49. Christian Stöcker, Netz besiegt Minister, 1.3.2011, http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/-a-748358.html«. Siehe Niels H. M. Albrecht, Der EGO-Macher, Göttingen 2015, S. 236.   by-nc-nd/3.0/ Autor: Niels H.M. Albrecht für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de
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Die Zeitung. Papierverschwendung oder nicht? (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - DIGITAL ¦ #mittellaendische ¦   Dass viele Zeitungen nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt werden, ist in zweierlei Hinsicht zutreffend. Der Ökologie und Umwelt wird bei den Zeitungsmachern der klassischen Printzeitung nicht Rechnung getragen. Zudem belasten auch die Druckfarben und die Herstellung davon die Natur nicht unerheblich.   Fast jeder zweite industriell gefällte Baum weltweit wird zu Papier verarbeitet - Zeitungen, Zeitschriften, Geschenkpapier, Verpackungen, Küchentücher oder Toilettenpapier. Damit ist die Papierindustrie eine Schlüsselindustrie, wenn es um die Zukunft unserer Wälder geht.   Informationen aus dem Netz sind umsonst, aktueller und schneller zugänglich als die Tageszeitung und in vielen Bereichen umweltschonender. Die Papiernachfrage steigt von Jahr zu Jahr: Laut World Wildlife Fund wurden 1970 rund 130 Millionen Tonnen Papier produziert. 2005 waren es bereits 367 Millionen und 2006 schon 381 Millionen Tonnen. Experten erwarten, dass die Nachfrage im Jahr 2019 auf bis zu 6000 Millionen Tonnen ansteigen wird. Das Holz für die Papierprodukte stammt aus den Wäldern der ganzen Welt. Das Traurige dabei ist, dass man beim Kauf eines Papierprodukts nicht automatisch sicher sein kann, dass illegaler Holzeinschlag und Raubbau ausgeschlossen sind. Nach einer Recherche des WWF gelangten allein 2006 Papier in der Grössenordnung von 2,6 Millionen Kubikmetern und zusätzliche 1,3 Millionen Kubikmeter Zellstoff aus potenziell illegalen Quellen in die EU. Was ökologischer ist, die elektronische oder die gedruckte Zeitung ist nicht einfach pauschal zu beantworten. Im Durchschnitt ist die Gesamtumweltbelastung beim elektronischen Lesen eher ein wenig geringer als beim Papier. Zudem ist das Abholzen der Wälder für das Ökosystem zusätzlich eine grosse Belastung. Durchschnittlich verbraucht jeder Bürger ungefähr 200 Kilogramm Papier pro Jahr. Sehr viel wird auch für die Produktion von Printzeitungen verwendet. Doch wer liest diese überhaupt noch?   Über 50 Prozent lesen keinen Print Diverse Umfragen zeigen, dass 53 Prozent keine Zeitungen mehr lesen. Viele Menschen erfahren die Nachrichten nur noch aus dem Internet, da sie dort schneller und gezielter an Informationen kommen. Ein Argument für den Online-Journalismus war auch der Preis. Trotz allem lesen noch viele Menschen täglich ihre Tageszeitung, weil sie sich im Laufe ihres Lebens daran gewöhnt haben. Aber diese Spezies stirbt aus, letztlich auch, weil das Umweltbewusstsein von Jahr zu Jahr wächst und bei den jüngeren Generationen bereits eine Begleiterscheinung ist. Bleibt die Hoffnung, dass auch bei den Printmedien ein baldiges Umdenken beginnt und auch sie voll und ganz auf Digital umstellen.     Quellen: WWF ¦ World Wildlife Fund ¦
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Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker haben klar Verantwortung! (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - KULTUR ¦ #mittellaendische ¦   Was man in der Schweiz täglich feststellen kann ist, dass es kaum Menschen gibt, die wegen ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit stehen, Verantwortung oder eine Vorbildfunktion übernehmen. Die Ausnahme(n) bestätigen natürlich auch hier die Regel. Schwierige politische und gesellschaftliche Probleme beflügeln oft die Künstler (steht der Einfachheit halber in diesem Text stellvertretend für weibliche und männliche Formen), können sie inspirieren oder ihnen als Ansporn dienen. Was fehlt sind klare Statements.   Die Kunst generell ist gefährdet, vor allem, weil vieles von Subventionen abhängig ist und die Subvention ist in den Händen der Politiker oder Machthaber. Und hier muss man ziemlich genau die Grenzen ziehen. Ein Künstler muss und soll kritisch bleiben, auch wenn er subventioniert ist. Es gibt keine Ausnahmen, denn ein Künstler hat die Wahrheit zu vertreten. Und ein Künstler darf nie opportunistisch werden, denn dann hat er seine Glaubwürdigkeit verloren.   Die Vorbildfunktion der Künstler ist nicht minder wichtig. Wieso kommt es in der heutigen aufgeklärten Zeit noch dazu, dass sich Künstler ohne Gedanken zu machen auf Kreuzfahrtschiffe einladen lassen, um dort zu musizieren? Der dadurch entstehende Schaden kann nicht in einem Leben wieder gut gemacht werden. Wo bleibt hier die Verantwortung? Wiederum andere jetten um die ganze Welt, obschon sie nur in der Schweiz auftreten. Für den Videodreh sucht man sich Orte aus, die nur mit Hubschrauber erreichbar sind und vielfach Eingriffe in die Natur sind. Wer hier nicht Verantwortung übernimmt und auch keine Statements abliefern will hat es nicht verstanden und macht es sich zu einfach. Aber vielleicht unterscheidet genau dies den Künstler von der Heimundhobbyfraktion?   „Der Künstler muss kritisieren, das ist seine Hauptaufgabe, und der Politiker muss Kritik ertragen können. Politiker, die Kritik ertragen, sind die guten Politiker, weil sie auch manchmal Zweifel zugeben, weil sie nicht so fanatisch glauben, dass alles richtig ist, was sie machen. Und Politiker, die Kritik nicht ertragen können, sind die gefährlichen, weil sie so voll sind von ihren eigenen Ideen, dass sie lieber die Kritik zum Verstummen bringen möchten. Man muss diese Spielregeln beibehalten: Kunst kritisiert – Politiker müssen das ertragen.“ Indem wir uns eine gerechte Welt vorstellen und diese auch leben, können Künstler wirklich etwas bewirken.
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Schön (und) braun um jeden Preis? (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ – GESELLSCHAFT/GESUNDHEIT ¦ Patricia Jungo ¦ #mittelländische ¦   In unseren Breitengraden steht gebräunte Haut für Schönheit, frisches und gesundes Aussehen. Ungeachtet der Natur, die, Gott sei es gedankt, jedem Menschen seinen ganz persönlichen „Hautton“ gibt, legt sich Mensch in die Sonne oder ins Solarium. Zwar kennt jeder die Sache mit den gefährlichen UV-Strahlen. Aber für die (vermeintliche Sommerschönheit) vergisst man dies leicht wieder. Koste es, was es wolle: braun will man werden.   Dies nehmen sich anscheinend vor allem Menschen zu Herzen, die von Natur aus eine eher helle Haut haben, (welche übrigens in gewissen Ländern als absolutes Schönheitsideal gilt!). Oft kann man genau mitverfolgen, wie sich das Weiss stufenweise in grelles Krebsrot verwandelt. Aber ja, Schönheit muss eben leiden. Natürlich entgeht dieser Trend auch den Kosmetikherstellern nicht und da sie die armen nach Bräune hungernden Menschen nicht im Stich lassen wollen, haben sie bereits vor einiger Zeit eine vermeintlich wunderbare Rettung präsentiert: Selbstbräuner aus der Tube. Die Auswahl und entsprechende Werbung sind im Aufwärtstrend. Man hat um Nu gebräunte Haut (und oft sogar Streifen) und dies ganz ohne die gefährlichen UV-Strahlen. Innert kurzer Zeit färbt er als Lotion, Crème oder Spray die Haut dezent bis deutlich braun. Glaubt man den Angaben der Hersteller, ist dies für die Gesundheit absolut unbedenklich. Immer mehr Stimmen werden jedoch laut, die vor den darin enthaltenen chemischen Stoffen warnen und das bräunende Wunder scheint doch nicht so harmlos zu sein.   Unsere Haut stellt Farbstoffe, also Pigmente normalerweise selber her. Das Melanin, der braune Farbstoff, schützt auf natürliche Weise gegen die zellschädigende UV-Strahlung der Sonne. Darum „bräunen“ wir (mehr oder weniger, je nach Hauttyp) im Sommer. Kommt unsere Haut mit einer chemischen Substanz in Kontakt, bildet sie ganz ähnliche Pigmente. Es kommt zu einer Reaktion der Zuckerarten Dihydroxyaceton (kurz DHA) und Erythrulosereagieren mit den Eiweißbaustoffen der verhornten Zellen auf der Hautoberfläche (Hornschicht). Daraus resultieren braune Pigmente, die Melanoide.   Diese sind nicht mit dem Melanin identisch, welches in tieferen Hautschichten entsteht. Dies ist der Grund, warum die künstliche Bräune weniger natürlich aussieht als ein echter Sommerteint. Je nach Gehalt an DHA oder Erythrulose tritt der gewünschte Bräunungseffekt nach ein bis sechst Stunden ein. Umstritten ist vor allem das DHA, wenn es um gesundheitliche Risiken beim Selbstbräuner geht. Die Konzentration ist in den meisten Produkten zwischen drei und fünf Prozent. Bis zu zehn Prozent gilt als unbedenklich. Ist es zu warm oder wird das Produkt lange gelagert, zerfällt der Wirkstoff DHA jedoch in verschiedene chemische Substanzen. Dabei spaltet sich auch Formaldehyd ab; ein Stoff, der unter Gefahr steht, krebserregend zu sein, mutagen zu wirken, also das Erbgut zu verändern. Das Zusetzen von Formaldehyd ist seit 2016 nicht mehr zulässig. Das Gesetz gilt aber nicht für den Fall, wo es sich erst nach der Herstellung bildet. Dies bedeutet, dass die Hersteller von Selbstbräunern mit DHA also diesbezüglich auch keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben. Technisch wäre es möglich, durch Beifügen von Substanzen die Formaldehyd-Abspaltung zu minimieren. Ob dies aber eine wirkliche Lösung ist, darf bezweifelt werden. Seriöse Tests ergaben, dass immer noch eine grosse Anzahl Selbstbräuner Formaldehyd abspalten. Sogar Naturkosmetik-Produkte waren betroffen. Für die Hersteller von Selbstbräunern scheinen die Testergebnisse jedoch kein Grund zu sein, etwas zu ändern. Wer solche Produkte dennoch anwenden will, sollte dies nur vorübergehend tun, fürs Aufbewahren an einem kühlen Ort sorgen und sie nicht zu lange lagern. Man kann also zusammenfassend sagen, dass weder Selbstbräuner noch zu intensive Sonnen-Strahlung gut für Haut und Körper sind. Bleibt die durchaus vernünftige und gewinnbringende Alternative sich mit seinem natürlichen Teint anzufreunden, Sonne im Mass zu geniessen und das überaus kostbare Kapital Haut nicht dem Wahn nach Bräune und vermeintlicher Schönheit zu opfern. Dass sich dies als nicht ganz einfach gestaltet, zeigt neben allen Werbungen, die uns überfluten, auch die zunehmende Anzahl an Angeboten zu Schönheit, Fitness, Schlankheit auf den Social Media, die unter dem Decknamen von Gesundheit und Wohlbefinden ihre Kreise ziehen. Dabei befinden sich durchaus seriöse und auch sinnvolle Ratschläge und Anstösse und die Menschen, die sich dafür einsetzen, tun ihre Arbeit meist mit Herzblut und Überzeugung. Jedoch wird oft indirekt suggeriert, und dies ist vor allem bei Jugendlichen nicht unbedingt positiv, dass wir nicht „gut genug“ sind, wie wir sind. Es muss also etwas getan oder gekauft werden, um zu genügen. Für Jugendliche ist dies kein Bild, das ihnen bei der Selbstfindung helfen kann. Es besteht die Gefahr, dass sie dabei auf einen weniger „gesunden“ Weg gelangen. Im Sinne von ab und zu etwas mehr „Sein als Schein“ hat Schönheit eben nicht nur ein Gesicht.
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Freiburg im Üechtland: Der Konjunkturspiegel und die Lage ist alles andere als glänzend (August 2019) (Mon, 23 Sep 2019)
Conjoncture fribourgeoise © Tous droits réservés Conjoncture fribourgeoise © Tous droits réservés DMZ - WIRTSCHAFT ¦   Die Geschäftsgangsindikatoren der KOF haben sich im beobachteten Quartal allesamt verdüstert. Man verzeichnet eine Verschlechterung des Geschäftsgangs und des Bestellungseingangs, gepaart mit einer geringeren Auslastung der Produktionskapazitäten.   Der Be­schäf­ti­gungs­in­di­ka­tor liegt klar im roten Be­reich und zeugt von Über­ka­pa­zi­tä­ten im Per­so­nal­be­reich, die im Kan­ton Frei­burg aus­ge­präg­ter sind als in der üb­ri­gen Schweiz. Gleich­zei­tig haben sich aber die In­di­ka­to­ren zu den Pro­gno­sen im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Quar­tal nicht ver­schlech­tert, was be­deu­tet, dass die Un­ter­neh­mer, die am Kon­junk­tur­test teil­neh­men, mei­nen, dass die ge­gen­wär­ti­ge Ver­schlech­te­rung nicht von Dauer sein dürf­te. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te bleibt im Kan­ton ge­ring, selbst wenn sie we­ni­ger ab­ge­nom­men hat als im Lan­des­durch­schnitt.   In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten hat sich das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum in Frei­burg wei­ter ver­rin­gert. Lo­gi­scher­wei­se wirkt sich diese Ab­nah­me ne­ga­tiv auf die Nach­fra­ge aus, ins­be­son­de­re in Bran­chen wie dem Woh­nungs­bau, die di­rekt vom Be­völ­ke­rungs­wachs­tum ab­hän­gig sind. Trotz allem ist im Bau­ge­wer­be vor­läu­fig noch kein spür­ba­rer Rück­gang zu ver­zeich­nen. Die Bau­be­wil­li­gun­gen sind in etwa auf dem­sel­ben Ni­veau ge­blie­ben. Es muss dabei ge­sagt wer­den, dass die Hy­po­the­kar­zins­sät­ze sehr tief sind und dass es für An­le­ger nicht viele Al­ter­na­ti­ven für si­che­re und ren­ta­ble In­ves­ti­tio­nen gibt. Diese Si­tua­ti­on auf dem Im­mo­bi­li­en­markt für Ren­di­te­ob­jek­te ist nicht un­ge­fähr­lich und die SNB liess im letz­ten Juni ver­lau­ten, dass sie «re­gel­mäs­sig über­prü­fe, ob der an­ti­zy­kli­sche Ka­pi­tal­puf­fer nicht an­ge­passt wer­den muss».      Quelle: Kanton Freiburg
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Erleichterter Zugang zu Arzneimitteln gegen Erkrankungen des Verdauungstrakts und der Atemwege (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - MEDIZIN ¦   Mehrere rezeptpflichtige Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstrakts und der Atemwege können in Zukunft direkt in der Apotheke abgegeben werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat die Empfehlungen der Expertengruppe gutgeheissen, die periodisch überprüft, welche Arzneimittel rezeptfrei abgegeben werden dürfen. Seit Anfang Jahr dürfen Apothekerinnen und Apotheker aufgrund der neuen Bestimmungen im revidierten Heilmittelgesetz rezeptpflichtige Arzneimittel zur Behandlung häufiger Erkrankungen unter bestimmten Voraussetzungen abgeben.   Das Ziel ist, Patientinnen und Patienten mit harmlosen Erkrankungen den Zugang zu Arzneimitteln zu erleichtern und die Fachkompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker besser zu nutzen. Eine Expertengruppe prüft periodisch alle rezeptpflichtigen Arzneimittel und unterbreitet dem EDI Empfehlungen, welche dieser Arzneimittel die Apotheken direkt abgeben können. Die Liste umfasste bisher Zubereitungen, die zur Behandlung von saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) indiziert sind. Neu werden auch Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstrakts (Magengeschwüre, Verstopfung u.a.) und der Atemwege (Bronchospasmus) auf die bereits im September 2018 publizierte Liste gesetzt. Insgesamt sind rund hundert Arzneimittel betroffen. Die aus Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern bestehende Expertengruppe prüft derzeit Schmerzmittel und Arzneimittel gegen Erkrankungen des Urogenitaltrakts. Die aktuelle Arzneimittelliste ist in Anhang 2 der Arzneimittelverordnung (VAM) sowie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) publiziert.       Quellen: Bundesamt für Gesundheit - http://www.bag.admin.ch ¦ Eidgenössisches Departement des Innern - http://www.edi.admin.ch   Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Gewässer unter Strom (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - WIRTSCHAFT ¦   Die Energiestrategie fordert einen weiteren Ausbau der Wasserkraft. Das setzt die Schweizer Gewässer und Gewässerlandschaften unter Druck. Am Eawag Infotag diskutieren heute gut 200 Fachleute aus Praxis, Forschung und Verwaltung, wie den unterschiedlichen Interessen am Wasser nachhaltig nachgekommen werden kann und wo die Konkurrenz dieser Interessen eine Prioritätensetzung verlangt.   Die Eawag-Forscherinnen und -Forscher zeigen dabei auf, dass es nicht nur um technische Lösungen geht, sondern auch um Fragen der sozialen Akzeptanz, zum Beispiel dann, wenn Massnahmen zugunsten der Gewässerökologie dazu führen, dass der Strompreis steigt.   Die Schweiz ist stolz auf ihre stark ausgebaute Wasserkraftnutzung. Diese deckt fast 60% des Strombedarfs. Die Produktion von rund 36 Terawattstunden (TWh) pro Jahr soll nun im Rahmen der Energiestrategie bis 2050 um weitere gut 3 TWh gesteigert werden. Das Wasserforschungsinstitut Eawag stellt heute im Verkehrshaus Luzern mit internen und externen Expertinnen und Experten vor, welche Herausforderungen für die Gewässer damit verbunden sind und mit welchen Ansätzen die Gesellschaft diese Herausforderungen bewältigen kann.    Ökologische Auswirkungen der Kleinwasserkraft besser berücksichtigen 70 Prozent der Schweizer Wasserkraftwerke – rund 1500 Anlagen – gelten als klein. Sie haben Leistungen, die unter zehn Megawatt liegen und können zum Teil von der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) profitieren. Ihr Anteil an der gesamtschweizerischen Wasserkraftproduktion ist jedoch mit rund 10% relativ betrachtet gering. Noch deutlicher wird das bei ganz kleinen Anlagen. Sämtliche 300 KEV-geförderten Kleinstwerke (Leistungen unter 100 kW) produzieren zusammengenommen 40 MWh/a. Das entspricht etwa einem Millionstel der Schweizer Wasserkraftproduktion. Forschende haben nun die Annahme untersucht, ob kleine Kraftwerke auch kleine Effekte haben.  Sie kommen zum Schluss, dass bei Plänen zur Nutzung der Kleinwasserkraft die weiträumigen ökologischen Effekte und die kumulativen Effekte von mehreren Anlagen im gleichen Einzugsgebiet oft zu wenig berücksichtigt werden. Zum Beispiel wird auf Restwasserstrecken die Artenzahl wirbelloser Organismen um die Hälfte reduziert. Das wiederum wirkt sich aus auf Arten, die entlang des Gewässers leben, etwa weil den Spinnen am Ufer das Futter fehlt.    Seen als Batterien nutzen, Klimawandel berücksichtigen Vermehrt werden natürliche Seen in Pumpspeichersysteme einbezogen. So wird Wasser aus dem Zürich-Obersee in den Sihlsee oder aus dem Genfersee in den Lac de l‘Hongrin hochgepumpt, um bei Bedarf damit Strom zu produzieren. Ein Projekt hat untersucht, wie sich solche Verschiebungen ganzer Wasserpakete auf die physikalische, chemische und biologische Situation in den Seen auswirken: Starke Seespiegelschwankungen zum Beispiel können naturnahe Ufer gefährden, trübes Gletscherwasser kann in klaren Seen das Wachstum von Pflanzen hemmen oder Wasserentnahmen und -rückgaben führen zu Temperaturunterschieden und Veränderung der saisonalen Schichtung im See. Das Fazit der Forschenden: Mit passenden Massnahmen können negative Auswirkungen solcher Veränderungen meist aufgefangen werden. Wichtig ist aber, dass auch der Einfluss des Klimawandels berücksichtigt wird, denn Pumpspeicherwerke stehen über viele Jahrzehnte in Betrieb.    Ähnliches gilt auch für die Entnahme grosser Wassermengen aus Seen und Flüssen zum Wärmen oder Kühlen. Hier hat eine Studie der Eawag enormes Potential geortet. Mit einer geschickten Planung neuer Anlagen kann die Wärme- oder Kältenutzung sogar zur Kompensation negativer Auswirkungen des Klimawandels genutzt werden: Kühlwasser aus grossen Seetiefen zum Beispiel, kann auch nach seiner Nutzung noch helfen, dass Flüsse in heissen Sommern nicht zu warm werden.   Wasserkraft geniesst hohe Akzeptanz Eine Sozialwissenschaftliche Studie hat die Akzeptanz der erneuerbaren Energien untersucht. Gemäss den Resultaten wird der Ausbau der Grosswasserkraft stark befürwortet, und die Befragten sind auch bereit, dafür zu bezahlen – etwa mit höheren Strompreisen, wenn die Werke in ökologische Sanierungsmassnahmen investieren müssen. Bei kleineren Anlagen ist das Bild durchzogen: Sobald die lokale Bevölkerung mitentscheiden kann, werden Projekte auch kritischer hinterfragt oder in einzelnen Fällen schliesslich sogar bekämpft.   Adresse für Rückfragen Gerne vermitteln wir ihnen am Tagungsort (Verkehrshaus Luzern ) oder per Telefon Gesprächspartnerinnen und -partner. Wenden Sie sich an den Eawag-Quelle:     Eawag: Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs - http://www.eawag.ch                          Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Internet verstärkt Diskriminierung und Hassreden (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ – SOZIALES/DIGITAL ¦ Patricia Jungo ¦   Soziale Medien beinhalten nicht nur positive Aspekte. So haben beispielsweise Diskriminierung und Hassreden gegen Minderheiten Auftrieb erhalten. 38 Prozent der 15 bis 24-Jährigen wurden im Alltag bereits mit Diskriminierung im Alltag konfrontiert. Nun will die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) etwas dagegen unternehmen. Im vierten Bericht der Fachstelle gibt es aus diesem Grund neu ein eigenes Kapitel zum Online Rassismus.   Dies gab das Generalsekretariat des Innendepartements am Montag bekannt. Da rassistische Hassreden im Netz quantitativ und qualitativ ein die demokratische Auseinandersetzung behinderndes Ausmass angenommen hätten, seien nun Strategien und Massnahmen notwendig, um zu intervenieren und auch zwecks strafrechtlicher Ahndung und Prävention. Aus dem aktuellen Bericht der FRB geht hervor, dass immer mehr junge Menschen Diskriminierung erdulden müssen. Seit der letzten Befragung 2016 ist dieser Anteil von 28 auf 38 Prozent gestiegen. In allen Alterskategorien haben 28 Prozent von den Befragten Diskriminierung erfahren. Diskriminierungsfälle aus der Arbeitswelt wurden dabei am häufigsten gemeldet. Bei 50 Prozent aller Personen, die in den letzten fünf Jahren mit Diskriminierung konfrontiert wurden, geschah diese in ihrem Arbeitsumfeld oder bei der Stellensuche.   Dabei habe rassistische Diskriminierung viele Gesichter und komme auch in allen Lebenslagen vor. Dazu gehörten auch Bemerkungen oder Gesten, die zwar subtil, aber klar beleidigend seien. Dies geht aus den Daten der Umfrage «Zusammenleben in der Schweiz» und neuen Studien zum Anti-Schwarzen-Rassismus hervor. Diesen Alltagsrassismus zu benennen oder darauf zu reagieren, gestalte sich oft als schwierig. Es sei also wichtig, dass es bei der Rassismusbekämpfung mehr um die Auswirkungen von diskriminierenden Handlungen und Strukturen gehe und weniger um die Absichten. Häufig erscheinen die Diskriminierungen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Lebensweise oder Sprache subtil und unter dem Deckmantel vermeintlicher kultureller Unterschiede, was Auseinandersetzung und Betrachtung der verschiedenen Ebenen von Diskriminierung und Rassismus erheblich erschwert.   Wichtig ist laut FRB auch, den Unterschied zwischen individuellen Diskriminierungserfahrungen und der strukturellen Ebene von Diskriminierung und Rassismus zu machen. Als positiv bezeichnet FRB in diesem Zusammenhang, dass es immer mehr Personen mit Rassismuserfahrung in zivilgesellschaftlichen Bewegungen gibt. Ihre wertvollen Erfahrungen und Aktivitäten ermöglichen eine breitere gesellschaftliche Debatte. Der Bericht zeigt auch, dass 59 Prozent der Bevölkerung Rassismus als ernsthaftes Problem ansehen und für 55 Prozent die Integration der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zufriedenstellend funktioniert. Die Berichte der FRB sind auch für Fachpersonen und alle Interessierten ein aussagekräftiges Nachschlagewerk. Die Ergebnisse der Umfrage „Zusammenleben in der Schweiz“ des Bundesamtes für Statistik (BFS), statistische Daten zu zentralen Lebensbereichen und spezifischen Bevölkerungsgruppen und Angaben aus der Beratungspraxis und zu Rechtsurteilen sind in der Datenanalyse der Periode 2017 bis 2018 festgehalten.     Quellen: Bluewin news/bote.ch ¦ Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Medizinprodukte: Patientensicherheit wird verbessert  (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - MEDIZIN ¦   Neue EU-Verordnungen verfolgen das  Ziel, die Sicherheit der Medizinprodukte und damit die Patientensicherheit zu erhöhen. Die Schweiz überführt die neuen Verordnungen in das nationale Recht, um weiterhin ungehindert am europäischen Binnenmarkt für Medizinprodukte teilzunehmen.   Medizinprodukte stellen eine sehr vielfältige Gruppe dar. Dazu gehören beispielsweise diagnostische Geräte, Prothesen, Verbandmaterial und Injektionsnadeln. Im Gegensatz zu Arzneimitteln beruht ihre Hauptwirkung nicht auf einem chemischen oder biologischen Wirkstoff, sondern erfolgt meist auf mechanische Weise. Im Kanton Solothurn ist diese Branche relevant, weil hier sehr bedeutende Medizinalfirmen ansässig sind.    Um technische Handelshemmnisse aufgrund der neuen EU-Verordnungen zu vermeiden, revidiert der Bund die Medizinprodukteverordnung und erlässt eine neue Verordnung über klinische Versuche mit Medizinprodukten. Aufgrund der neuen Verfahren ist für die Ethikkommissionen sowie im kantonalen Vollzug mit einem gewissen Mehraufwand zu rechnen. Für den Kanton Solothurn beurteilt die Ethikkommission Nordwest- und Zentralschweiz mit Sitz in Basel die  Forschungsgesuche. Auch die Spitäler müssen wegen den neuen Verordnungen ihre Prozesse anpassen.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Ausflugstipps der Macherinnen und Macher der Mittelländischen (Mon, 23 Sep 2019)
In unregelmässigen Abständen präsentieren an dieser Stelle die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps. Foto: myswitzerland Foto: myswitzerland DMZ – KULTUR/NATUR ¦ Patricia Jungo ¦ #mittelländische ¦   Heute von Patricia Jungo: Zu Fuss unterwegs auf dem Mont Vully    Der Hügelzug zwischen Murten- und Neuenburgersee verwöhnt die Besucher mit einer grandiosen Aussicht. Gleichzeitig bezeichnet sein Name „Mont Vully“ auch einen Wein, einen Käse und den süssen oder salzigen „Gâteau du Vully“.   Den Wanderer erwarten neben den wunderbaren Ausblicken auch spannende Einblicke in den Berg. Da ist beispielsweise das 200 Meter lange Stollensystem oberhalb von Môtier, dessen Gänge 1916 bis 1917 als Bestandteile der „Fortifikation Murten“ in den Molassesandstein gegraben wurden. Ziel war es, das Schweizer Mittelland zu verteidigen. Für viele Kinder, die mit ihren Eltern auf dem Mont Vully unterwegs sind, gibt es nichts Schöneres, als sich in den dunklen Gängen auszutoben und sich die Stollen als herrlichen Spielplatz zu eigen zu machen.   Die Eltern suchen sich in der Zwischenzeit einen der vielen tollen Grillplätze im Wald aus. Auch ein nachgebautes keltisches Oppidum erwartet die Wanderer. Diese Befestigungsanlage wurde um 120 vor Christus von den Helvetiern im Kampf gegen die Römer errichtet. Sie war ein Teil eines 600 m langen Befestigungswalls und wurde von den Helvetiern wieder niedergebrannt, als sie sich etwa 58 nach Christus auf den Weg nach Gallien machten. Ein Teil der Fortifikation konnte dank archäologischen Ausgrabungen für die Expo 02 originaltreu nachgebaut werden. Neben diesen beiden interessanten geschichtlichen Gegebenheiten, verdankt es der Mont Vully auch der wunderbaren Rundsicht auf die Alpen, den Jura, das Grosse Moos und die drei Seen, dass er zu einem sehr beliebten Ausflugsziel geworden ist.   Zu Fuss unterwegs, wandert der Besucher auch durch eine lauschige Reblandschaft, deren Lehrpfad als Route dienen kann. Beginnt man seine Wanderung in Sugiez, darf man noch den Gang am Seeufer entlang geniessen. Wer sich vorher stärken will, findet am See gute Restaurants mit schönen Terrassen oder gönnt sich in einer Bäckerei ein leckeres Stück Vully Kuchen. Der Mont Vully ist nicht nur seinem Namen nach vielseitig und bietet Abwechslung für Gross und Klein. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Regeneration des Torfmoors von La Chaux in Tramelan: Vorarbeiten durch KAMIR (Mon, 23 Sep 2019)
DMZ - WISSENSCHAFT & FORSCHUNG ¦   Das Kommando KAMIR wird Kontrollen und bei Bedarf Minenräumungen durchführen, um den Boden für die vom Kanton Bern ab 2020 geplante Regeneration des Torfmoors von La Chaux in der Gemeinde Tramelan vorzubereiten. Die erste Phase der KAMIR-Einsätze findet vom 26. August bis 20. September 2019 statt.   Im Rahmen des Projekts des Kantons Bern zur Regeneration des Torfmoors von La Chaux in der Gemeinde Tramelan (BE) sind Sicherheitskontrollen sowie gegebenenfalls Minenräumungsarbeiten erforderlich. Das Gelände wurde bis in die 1970er Jahre von der Schweizer Armee als Schiessplatz genutzt.   Diese Kontrollen und Arbeiten werden in mehreren Schritten von der KAMIR-Fachstelle des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) durchgeführt. Die erste Phase ist zwischen dem 26. August und dem 20. September 2019 geplant. Eine zweite Phase wird im Frühling 2020 stattfinden. Die Arbeit von KAMIR kann zu kurzen und punktuellen Einschränkungen in der Nutzung des Geländes führen. Ein Container wird vor Ort aufgestellt und es werden begrenzte Umgestaltungen vorgenommen (insbesondere ein Tor im Zaun, Verkehrszeichen am Boden). Der Kanton Bern wird rechtzeitig detaillierte Informationen zu allen Arbeiten liefern.         Quellen: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport - http://www.vbs.admin.ch ¦ KAMIR            Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Ausflugstipps

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Rezepte

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Persönlich - Interviews

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