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Wenn ein Job allein nicht mehr zum Leben reicht… (Sa, 31 Okt 2020)
DMZ – SOZIALES ¦ Patricia Jungo ¦ #mittelländische ¦   Es wird für viele Menschen in der Schweiz immer schwieriger, mit einem Job allein über die Runden zu kommen. Sie müssen zwei oder mehr Jobs annehmen, damit das Geld reicht. Die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BSF) zeigen ein bedenkliches Bild: Rund 400‘000 Menschen in unserem Land haben mehr als einen Job und es werden immer mehr. Im ersten Quartal dieses Jahres arbeiteten 393‘000 Leute in der Schweiz für zwei oder mehr Arbeitgeber. Immerhin sind dies 8,7 Prozent aller Erwerbstätigen. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie jene im Jahre 1991. Dabei sind mehr Frauen als Männer betroffen.   Jede zehnte weibliche Berufstätige geht zwei oder mehreren Jobs nach, bei den Männern ist es jeder zwanzigste. In der Schweiz halten wir somit den Rekord in Sachen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Dieser ist in keinem europäischen Land so ausgeprägt. Menschen werden meist durch wirtschaftliche und familiäre Zwänge in solche Situationen gedrängt. Mehrfacharbeit trifft vor allem Hilfskräfte ohne Ausbildung in der Reinigungsbranche oder auf dem Bau. Eine Trennung kann beispielsweise rasch dazu führen, dass es mit einem Einkommen einfach nicht mehr geht und man die Wohnung nicht mehr bezahlen kann. Philipp Zimmermann von der Gewerkschaft Unia erklärt, dass Frauen mit Kindern unter 15 Jahren besonders starkem Druck ausgesetzt seien, um eine angemessene Arbeit zu finden. Oft würden sie nur kleine Pensen finden und so gezwungen sein verschiedene Arbeitsstellen zu kumulieren. Dies sei der Grund, warum sie überdurchschnittlich häufig von der Mehrfacharbeit betroffen seien.   Laut Aussage des Schweizerischen Arbeitgeberverbands kann Mehrfacherwerbstätigkeit aber nicht zwingend mit prekären Arbeitsverhältnissen gleichgesetzt werden. Es sei nicht in jedem Fall ein wirtschaftlicher Hintergrund, wenn eine Person einen Zweitjob annehme. Auch Erwerbstätige mit hohem Bildungsstand hätten manchmal einen Zweitjob inne und ihre Motivation sei oft jene, sich so einen Lebenstraum zu erfüllen. Das Bundesamt für Statistik ist aber klar der Meinung, Mehrfacherwerbstätigkeit werde wegen der fortschreitenden Digitalisierung in den nächsten Jahren noch zunehmen.      Quellen: bluewin news/gmx.net¦
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Hoffnung auf grüne Zementfabriken (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – WISSENSCHAFT ¦ Patricia Jungo ¦   Zementfabriken sind wesentlich mitverantwortlich für den Klimawandel; sie stossen nämlich beachtliche Mengen CO2 aus. Wird Zement, der Hauptteil des Betons hergestellt, kommt es zu grossen Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Nach der Landwirtschaft ist Zement die grösste Quelle des Treibhausgases. Ein neues Verfahren, das nun von Forschern entwickelt wurde, weckt berechtigte Hoffnung auf eine klimafreundlichere Zementherstellung.   Das Ziel der Wissenschaftler ist dabei, das CO2 abzufangen, bevor es in die Atmosphäre tritt. Den Materialwissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es jedenfalls im Labor gelungen, die CO2-Emission erheblich zu vermindern. Beim herkömmlichen Herstellungsverfahren von Zement werden Kalkstein und Ton zermahlen und vermischt. Anschliessend wird das Gemisch in einem Drehofen bei 1450 Grad Celsius gebrannt. CO2 entwickelt sich dann an zwei Stellen: Beim Heizen des Ofens; dabei werden in der Regel fossile Brennstoffe verbrannt. Zum anderen entweicht CO2 ebenfalls aus Kalziumkarbonat, dem Hauptbestandteil des Kalksteins. Genau da kommt das neue Verfahren der MT-Forscher zum Einsatz. Das Entziehen des CO2 geschieht nicht durch Verbrennung, sondern durch eine elektro-chemische Reaktion.   Diese kann durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen angetrieben werden. Das auf diese Weise frei gewordene reine CO2 kann gespeichert werden und den Wasserstoff kann man als Energiequelle nutzen. Es wäre also möglich die CO2-Abgabe von der Verarbeitung des Kalksteins und auch jene aus der Verbrennung zu reduzieren. Pietro Lura, Experte für Beton- und Bauchemie an der Eidgenössischen Materialforschungsanstalt (Empa) und Professor an der ETH Zürich zeigt sich dem Verfahren gegenüber etwas kritisch. Er gibt zu bedenken, dass auch das Endprodukt dieses Prozesses, der verarbeitete Kalkstein, in einem Drehrohrofen und bei sehr hohen Temperaturen mit dem Ton zu Zement gebrannt werden müsse und dies koste wiederum Energie. Für die Forscher besteht ein Vorteil ihres Verfahrens darin, dass das entstandene CO2 besonders rein ist. So kann man es leichter auffangen und weiter verwenden.   Laut Lura fehlen zurzeit aber sowohl für solch reines CO2 der Markt sowie wirklich gute Speichermöglichkeiten. Da es auch für herkömmliche Zementfabriken ein Vorteil wäre, das CO2 einzufangen, bevor es überhaupt in die Atmosphäre gelangt, suchen Forschen dafür verschiedene Methoden. Auch die neue Methode konnte bisher das Problem der Drehöfen, welche auf fast 1500 Grad Celsius erhitzt werden müssen und dies mit fossilen Energieträgern, Abfall oder Autoreifen, nicht lösen. Für Lura ist der Vorschlag der Forschenden, den bei ihrem Verfahren entstehenden Wasserstoff zu verbrennen, nicht der gute Weg und wegen dem nötigen Umbau der bestehenden Infrastruktur nicht wirklich umsetzbar. Ein solcher würde sehr hohe Kosten verursachen und auch Jahre dauern. Ebenso betont er die Tatsache, dass Wasserstoff für sinnvollere Dinge eingesetzt werden könne, wie beispielsweise für Brennstoffzellen oder um ihm Methan beizumischen für das Antreiben der Gas-Fahrzeuge.     Studie: Toward electrochemical synthesis of cement—An electrolyzer-based process for decarbonating CaCO3 while producing useful gas streams. Quelle: higgs.ch Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Mehr Forschung, mehr Praxisnähe: Bundesrat gibt grünes Licht für Standortstrategie Agroscope (Sat, 31 Oct 2020)
Agroscope Posieux Agroscope Posieux DMZ – WISSENSCHAFT / POLITIK ¦   Das  Detailkonzept und der Umsetzungsplan zur Standortstrategie Agroscope wurde vom Bundesrat verabschiedet worden und gibt damit grünes Licht für die Umsetzung. Mit der Reform werden die Infrastruktur- und Betriebskosten im Budget von Agroscope sinken und mit den frei werdenden Mitteln wird die Forschung und der Wissensaustausch mit der Praxis gestärkt.   Agroscope wird künftig aus einem zentralen Hauptstandort in Posieux, je einem regionalen Forschungszentrum in Changins und Reckenholz sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen. Die Versuchsstationen werden anwendungs- und praxisorientierte Forschungsfragen im jeweiligen lokalen Kontext bearbeiten, dies in enger Verbindung mit der Landwirtschaft und mit Partnern in Aus- und Weiterbildung sowie Beratung. Dieses Konzept wurde im engen Austausch mit den Kantonen und Branchen entwickelt. Das gemeinsame Engagement der Akteure aus Forschung, Beratung, Bildung und Praxis wird die Land- und Ernährungswirtschaft nachhaltig stärken.   Mit der Umsetzung des Standortkonzepts werden schrittweise Effizienzgewinne generiert, indem Infrastruktur- und Betriebskosten von Agroscope gesenkt werden. Bereits ab 2021 können damit erste zusätzliche Forschungsstellen finanziert werden, welche sich den dringenden Herausforderungen einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion annehmen. Bis 2028 belaufen sich die Effizienzgewinne insgesamt auf rund 60 Mio. CHF und ab 2028 auf rund 13 Mio. CHF pro Jahr. Mit der Realisierung verbunden ist die Notwendigkeit, Investitionen früher und zeitlich konzentriert zu tätigen als dies beim Status quo der Fall wäre. Langfristig werden jedoch weniger Mittel für Investitionen benötigt. Zudem wird bis 2028 ein Teil der Effizienzgewinne für die vorgezogenen Investitionen verwendet, sodass der Bundeshaushalt zusätzlich entlastet wird. Der Einsatz der verbleibenden Effizienzgewinne ermöglicht es Agroscope, die wichtigsten Herausforderungen in der heutigen Agrarforschung anzugehen. So können bis 2028 zusätzlich gut 30 Mio. CHF für den Aufbau von dezentralen Versuchsstationen, die Stärkung der Forschung in den Bereichen Ernährungssicherung, alternativer Pflanzenschutz, Umweltwirkung, wirtschaftliche Tragbarkeit und Erwartungen der Gesellschaft investiert werden. Dies soll die Reduktion der Umweltbelastung, sowie die Steigerung der Wertschöpfung und der betrieblichen Effizienz fördern. Ab 2028 werden die Effizienzgewinne vollständig für die landwirtschaftliche Forschung von Agroscope verwendet.   Die Land- und Ernährungswirtschaft hat grosse Herausforderungen zu meistern – mit der Neuausrichtung von Agroscope, Stärkung der Vernetzung und dem verbesserten Wissensaustausch mit der Praxis werden dazu wichtige Beiträge geleistet.         Quellen: Der Bundesrat https://www.admin.ch/gov/de/start.html Bundesamt für Landwirtschaft http://www.blw.admin.ch Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung http://www.wbf.admin.ch                          Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Keine andere Branche übertreibt es so, wie die der Küchenmeisterinnen und Küchenmeister. (Sat, 31 Oct 2020)
Um Titel wird viel Aufhebens gemacht - mehr Schall und Rauch (Foto: DMZ Mittelländische Zeitung) Um Titel wird viel Aufhebens gemacht - mehr Schall und Rauch (Foto: DMZ Mittelländische Zeitung) DMZ - KULTUR ¦ GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Redaktion ¦   Um das alljährliche Erscheinen der Restaurantführer und um Titel wird viel Aufhebens gemacht - wieso eigentlich?   Sterne, Pfeffermühlen, Weltmeistertitel, Hauben, Punkte, Löffel, Diamanten... - alles nur Augenwischerei?!   Keine andere Branche übertreibt es so, wie die der Küchenmeisterinnen und Küchenmeister. Vorauszuschicken ist, dass es in erster Linie Geschmacksache ist, wie gekocht wird. Experten sind wie meistens vor allem dazu da, etwas zu steuern, zu manipulieren und letztlich um Geld zu machen in dieser Branche. Es funktioniert. Es wird sehr viel Geld verdient, mit Auszeichnungen, die von Menschen erdacht wurden und deshalb auch nur soviel Wert haben, wie es vermeintlich für die Erfinder dieser Auszeichnungen uns weiss machen wollen.   Dauernd kommen Restaurantführer auf den Markt oder werden Köche geadelt- und wie immer wird darum ein grosses Tamtam veranstaltet. Wenn man nur wüsste, wofür? Zum einen wird jedes Jahr darüber spekuliert, welche Köche denn nun besser oder schlechter sind als zuvor. Die Redaktionen der Führer machen daraus ein Staatsgeheimnis, arbeiten mit Sperrfristen und sogar das Erscheinungsdatum des Führers wird teilweise bis zum bitteren Ende geheim halten, damit ja nichts durchsickern kann. Dabei sind die selbst ernannten Fress-Päpste nicht weniger fehlbar und menschlich, als unsereins. Spätestens seitdem bekannt wurde, dass der belgische "Michelin" das "Ostend Queen" gelobt hatte, ein Lokal, das es bei Erscheinen des Führers noch gar nicht gab, steht fest, dass auch in dieser Disziplin das Geld das Sagen hat.   Welcher Führer taugt überhaupt noch? Wer die einzelnen Restaurantführer unter die Lupe nimmt, entdeckt, dass sie zum Teil das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden: Da werden Lokale empfohlen, in denen seit Jahren kein Tester mehr gewesen sein kann, und oft stehen Köche auf einer Stufe, die nicht auf eine Stufe gehören, nur weil die Tester keine Ahnung haben oder ihre Lieblinge loben, ihre Feinde aber schassen. Während sich die grossen Führer noch immer fürchten und feiern lassen, hat sich im Internet eine alternative Kultur der Restaurantkritik etabliert. Natürlich auch nicht immer zuverlässig. Aber welcher Führer, ob gedruckt oder im Netz, taugt überhaupt noch; vor allem: für wen?   Enttäuschungsmarken Auffallend ist, dass letztlich fast jeder Koch irgendwo oder in einer Sparte eine Auszeichnung ergattert hat. Die Türen sind gepflastert mit diesen Scheinauszeichnungen. Alleine diese Tatsache lässt schmunzeln. Also sind all diese Auszeichnungen nur Schall und Rauch und von der Branche erfunden, um den Markt am laufen zu halten. Meistens werden mit diesen Auszeichnungen, die keine Relevanz haben, auch nur "Enttäuschungsmarken". Denn wer wurde nicht auch schon arg enttäuscht, der in ein vermeintliches Top-Restaurant ging?   Diese Behauptung, Kochen sei eine Kunst, stammt von der Kochgilde selbst Auszeichnungen und Titel vergessen und streichen - selber ein Bild machen, die einzige wahre Referenz! Woher die anmassende Arroganz kommt, dass sich manch ein Koch als Künstler sieht, in einer Profession, die sich in keinsterweise von anderen Handwerken und Dienstleistungen abhebt, bleibt ein Rätsel. Diese Behauptung stammt von der Kochgilde selbst. Sich selber als Künstler zu bezeichnen ist und war schon immer etwas, was nicht tragbar ist. Was Kunst ist, entscheidet letztlich der Betrachter, das Publikum und in diesem Fall die Gäste. Natürlich kann ein Teller kunstvoll hergerichtet sein, einem Gemälde gleich. Aber ist das Kochen als solches deswegen Kunst? Kaum!   Eine Kunst kann allerdings sein, mit Wenigem, was der Vorrats- und Kühlschrank hergibt, ein leckeres Mal zuzubereiten, wie die täglich Millionen von Hausfrauen und tausenden Hausmännern gelingt.    Letztlich Schweizer Köche verfügen über die besten Ausbildungen und können daher direkt im Unternehmen eingesetzt werden. Bis heute erbringen Schweizer Köche meist bessere Leistungen als Köche aus anderen Ländern mit ähnlichen Erfahrungen. In der Schweiz ausgebildete Köche sind im Ausland immer noch sehr gefragt und top!
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Amazon-Aktie: Allzeithoch mit Beigeschmack (Sat, 31 Oct 2020)
Inmitten der Corona-Pandemie hat der Online-Händler Amazon 100.000 neue Mitarbeiter in den USA eingestellt, 75.000 weitere sollen folgen. Inmitten der Corona-Pandemie hat der Online-Händler Amazon 100.000 neue Mitarbeiter in den USA eingestellt, 75.000 weitere sollen folgen. DMZ – WIRTSCHAFT ¦ FS ¦   Die Schließung vieler Geschäfte hat Amazon weiter beflügelt. Während die Corona-Krise Millionen Menschen ihren Job kostet, sucht der Online-Riese neue Mitarbeiter und verkauft sich dabei als Wohltäter. Wie das Unternehmen Kritiker beseitigt und dabei zum größten Gewinner dieser Krise wird. Inmitten der Corona-Pandemie hat der Online-Händler Amazon 100.000 neue Mitarbeiter in den USA eingestellt, 75.000 weitere sollen folgen.   Der Grund dafür ist denkbar einfach: Weil herkömmliche Geschäfte derzeit geschlossen sind und die Angst vor einer Corona-Ansteckung in weiten Teilen der Bevölkerung kursiert, bestellen Verbraucher alles Notwendige im Internet – und auch alles Überflüssige. Damit die Kunden in diesen „beispiellosen Zeiten“ beliefert werden können, müssten zusätzliche Stellen besetzt werden, teilte der Konzern mit. Und da jetzt zahlreiche Menschen ihren Job verlieren, könnten einige Entlassene bei Amazon unterkommen. Die Aktie schießt auf Allzeithoch.   Was nach einer Wohltat klingt, ist unternehmerisches Kalkül. Während sich die Menschen weltweit in die soziale Isolation begeben, bestellen sie kräftig beim Online-Riesen aus Seattle und sorgen damit für einen bis dato nicht gekannten Nachfrageüberhang. Amazon reagiert, stellt Mitarbeiter ein und beseitigt Kritiker wie Emily Cunningham. Laut „Washington Post“ wurde Cunningham, die als „user experience designerin“ bei dem Logistikriesen arbeitete, kürzlich entlassen, weil sie sich „mehrfach internen Vorgaben widersetzt“ habe, wie Amazon mitteilte. Cummingham hatte ihrem Arbeitgeber mangelnden Klimaschutz vorgeworfen und verstärkt die Arbeitsbedingungen in den Lagern kritisiert. Angelstellte würden aus ihrer Sicht nicht hinreichend vor einer Corona-Infizierung geschützt werden. Inzwischen haben sich in mindestens 74 Lagern und Lieferzentren von Amazon Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Der Online-Händler hat derweil angekündigt, dass das Unternehmen die Mitarbeiter auf Fieber kontrolliere und sie im Falle von erhöhter Temperatur mindestens drei Tage nach Hause schicken will. Außerdem sollen sie während des Ausfalls bis zu fünf Stunden ihrer Schicht bezahlt bekommen und generell etwa 1,80 Euro mehr pro Stunde kassieren - als Extra-Anreiz. Auch andere Mitarbeiter in den USA zeichnen ein kritisches Bild. So zum Beispiel der Lagerarbeiter aus Staten Island Terrell Worm, der gegenüber dem Radiosender NPR sagt, dass er lieber zu Hause sei, seitdem sich ein Kollege mit dem Corona-Virus infiziert hat: „Ich berühre jeden Tag, an dem ich dort arbeite, mehr als 2000 verschiedene Gegenstände. Und ich trage dabei keinen Schutz."   Aktie schießt auf Allzeithoch  Unzureichende Desinfektion und zu wenig Mindestabstand in Warenhäusern schaden dem Aktien-Kurs des Konzerns aber keineswegs. Seit dem Panik-Abverkauf im März greifen die Börsianer wieder ordentlich zu, und bescherten der Aktie seit dem Tief vor knapp vier Wochen ein Kursplus von 36 Prozent, der langfristige Aufwärtstrend ist ungebrochen. Was aus charttechnischer Sicht für ein Long-Investment spricht: Die Amazon-Aktie bewegt sich oberhalb ihrer 200-Tagelinie, die sich Anfang April als Unterstützung behaupten konnte. Der Online-Händler profitiere von den geschlossenen stationären Läden und der Furcht der Menschen, wegen des Coronavirus auf die Straße zu gehen“, schreibt Douglas Anmuth, Analyst US-Bank JPMorgan, in einer Studie und hebt das Kursziel auf rund 2.300 Euro an. Derzeit sind die Anteilsscheine für etwa 2.074 Euro zu haben.   Entwicklung entgegen des Branchentrends Boomt das Online-Shopping auch bei deutschen Unternehmen? Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) sagt nein. Nur weil herkömmliche Geschäfte geschlossen bleiben, würden der Onlinehandel nicht pauschal als Gewinner aus der Krise hervorgehen. Ein Großteil der Onlinehändler leide massiv unter den Auswirkungen der Pandemie, vor allem Händler, die Mode, Schuhe, Elektroartikel, Computer und Bücher anbieten. „Einzig die Kategorien, die auch im Einzelhandel stark nachgefragt wurden, konnten zum Teil deutliche Zuwächse verzeichnen: Lebensmittel, Drogeriewaren, Medikamente und Do-it-Yourself- beziehungsweise Baumarktsortimente, sagt der Verband. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um nahezu 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau.       Quelle: WirtschaftsKurier ¦ https://www.wirtschaftskurier.de/boerse/artikel/amazon-aktie-allzeithoch-mit-beigeschmack-10466.html Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Wenn die Kurzarbeit zur Armutsfalle wird (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – SOZIALES  ¦ Patricia Jungo ¦   Die Anfragen von Personen, bei denen das Geld auf einmal nicht mehr reicht, mehren sich bei vielen Hilfswerken von Tag zu Tag. Immer mehr Menschen geraten durch die Corona-Krise (noch mehr) in finanzielle Not. Ester Güdel, Mediensprecher der Winterhilfe, berichtet, viele Menschen, bei denen schon vor der Krise das Geld immer sehr knapp gewesen sei, würden nun in Not geraten.   Als Beispiel erzählt sie von einer Tessiner Familie, in der beide Elternteile arbeiten und der Mann nun auf Kurzarbeit gesetzt wurde. Dadurch sank das Einkommen von 4500 Franken auf etwa 2600 Franken. Dieser Betrag reiche absolut nicht, um über die Runden zu kommen mit einer Familie und die Winterhilfe habe die Familie mit Lebensmittelgutscheinen unterstützt. Bei der Caritas tönt es ähnlich. Mediensprecher Stefan Gribi sagt, Caritas würde zurzeit häufig an Menschen in Not Lebensmittelgutscheine als Überbrückungshilfe abgeben. Auch hätten Bedürftige die Möglichkeit, in den Caritas-Läden günstige Lebensmittel zu kaufen. Die Glückskette unterstützte die Winterhilfe und Caritas ebenfalls dabei, diese Nothilfe leisten zu können. Sie sammelte bisher 37 Millionen Franken für Corona-Betroffene.   Tischlein-deck-dich zum Schliessen gezwungen Die Organisation Tischlein-deck-dich war mitten in der Corona-Kurse sogar gezwungen, zu schliessen. Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, werden von der Organisation bei den Grossverteilern abgeholt und dann an über 140 Standorten in der Schweiz verteilt. Leider fielen während der Corona-Pandemie auf einmal die Freiwilligen aus, um die Lebensmittel zu verteilen. Dies berichtet Geschäftsführer Alex Stähli. Er erklärt, dass alle 3000 Freiwilligen als Pensionierte zur Risikogruppe gehörten und daher auch keinen Einsatz mehr leisten konnten. Diese Sachlage zwang Tischlein-deck-dich zur vorübergehenden Einstellung der Lebensmittelverteilung. In der Zwischenzeit sind zusätzliche Freiwillige gefunden worden und bis Ende Mai ist vorgesehen, an 40 Standorten wieder Lebensmittel zu verteilen.   Schuldenfalle Corona-Krise Auch die Schuldenfalle bedroht in dieser Krise einige Selbstständige. Sébastien Mercier, Geschäftsführer von Schulden Schweiz denkt dabei beispielsweise auch an Restaurants, die zurzeit nur halb so viele Tische wie normal besetzen können. Bei so tiefen Einnahmen sei sehr schwierig, einen zusätzlichen Corona-Kredit auch zurückzuzahlen. Er rät dringend dazu, frühzeitig Hilfe und Beratung zu suchen. Die Erfahrung zeige leider, dass die meisten Leute damit viel zu lange warten, was natürlich die Situation noch schwieriger mache.     Quelle: ±srf news± Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Vitamin-D-Nachfrage lässt Online-Apotheken jubeln (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Oliver Stock ¦   Immer mehr Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Vitamin D möglicherweise den Verlauf einer Corona-Erkrankung lindert oder sogar das Risiko eine Infektion mindert. Davon profitieren die Händler und Hersteller des Präparats. Insbesondere bei den Online-Apotheken explodieren die Aktienkurse. Mitten in der zweiten Welle der Corona-Krise schüren neue Forschungsergebnisse die Hoffnung, dass die Krise beherrschbar bleibt.   Gleichzeitig machen diese Ergebnisse einer Branche weiter Mut, die schon jetzt zu den Profiteuren der Krise zählt. Es geht um Vitaminpräparate, die in Drogerien und Apotheken zu haben sind, und möglicherweise dabei helfen, den Verlauf einer Corona-Erkrankung zu lindern. Onlineapotheken wie die börsennotierte „Shop-Apotheke“ und die „Doc-Morris“-Mutter „Zur Rose“ profitieren bereits. Vitamin D wird von verschiedenen Experten zunehmend mit einem glimpflicheren Verlauf einer Corona-Erkrankung in Verbindung gebracht und könnte sogar das Infektionsrisiko senken. So kommen die Autoren einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Journal of Medical Virology“ online veröffentlicht worden ist, zu dem Schluss, dass diejenigen Personen, bei denen eine Corona-Erkrankung einen schweren Verlauf genommen hatte, einen deutlich niedrigeren Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, als diejenigen, die nur leichte Symptome zeigten. Die Forscher, die 1400 Probanden untersucht haben, glauben daher, dass die Menge an Vitamin-D, die im Körper nachgewiesen werden kann, geeignet ist, um Prognosen über den Verlauf der Krankheit zu treffen.   Der Zusammenhang ist noch nicht ausreichend belegt Kritiker warnen allerdings davor, nicht Ursache und Wirkung zu verwechseln. Ein niedriger Vitamin-D-Gehalt im Körper könne auch die Folge eines anderen Problems sein, sagt Manuel Battegay vom Universitätskrankenhaus Basel der Neuen Zürcher Zeitung, die über die Studie in der Schweiz berichtet, wo die Ergebnisse ebenfalls aufhorchen lassen. Dort ist mit dem „Doc-Morris“-Mutterkonzern „Zur Rose“ eine der größten börsennotierten Online-Apotheken in Europa beheimatet. Der Kurs der „Zur Rose“-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten knapp verdreifacht. Die Nachfrage nach Vitaminpräparten könnte dem Umsatz des Arzneimittelhändler jetzt nochmal Schub verleihen. An sich muss Vitamin D nicht gekauft und eingenommen werden, weil der Körper selbst den Stoff produziert, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft. Im Winter passiert das allerdings weniger als im Sommer, was eine Erklärung dafür sein könnte, dass Corona-Viren im Winter offenbar ein leichteres Spiel haben, um sich im menschlichen Körper auszubreiten. Forscher aus den USA fanden bei Versuchspersonen die höchsten Vitamin-D-Werte im September und die tiefsten im März. Man wisse, dass Vitamin D eine immunmodulierende Wirkung habe und Entzündungen senken könne, erklärt die Klinikdirektorin Geriatrie des Universitätskrankenhause Zürich in den Schweizer Medien.   Auch eine neue Studie spanischer Wissenschaftler der Universität Córdoba, über die in der Schweiz berichtet wird, stützt die These, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und Covid-19: Aus einer Gruppe von 76 ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Patienten erhielten 50 zufällig ausgewählte Personen zusätzlich zur Standardtherapie in der ersten Woche zwei und dann wöchentlich eine Dosis des Vitamin-D-Stoffwechselprodukts Calcifediol, das im Körper zum aktiven Vitamin umgebaut wird.   Bei der Auswertung habe sich gezeigt, dass von den mit Calcifediol behandelten Patienten einer auf die Intensivstation musste; er wurde später wieder entlassen. In der anderen Gruppe waren es dreizehn Patienten, von denen zwei starben. Nach diesen ermutigenden Ergebnissen bereiten Pharmakologen nun eine repräsentative Studie vor, berichtet das „Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology“ in seiner jüngsten Ausgabe. Es gebe bereits bei verschiedenen Atemwegsinfektionen wie etwa auch Tuberkulose Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel einen Risikofaktor darstellen könnte – einerseits für die Infektanfälligkeit an sich, andererseits auch für den Verlauf der Erkrankung. Das Vitamin fördere die Produktion antiviraler Stoffe im Körper und hemme die Freisetzung von entzündungsfördernden Stoffen. Vitamin D verwenden Mediziner bisher wegen seines positiven Einflusses auf Knochen und Muskeln. Bei Kindern fördert es die Festigkeit der Knochen, bei älteren Menschen führt es dazu, dass das Risiko von Knochenbrüchen sinkt. Den Stoff, der eigentlich ein Hormon und kein Vitamin ist, gibt es in Apotheken und Drogerien in Tablettenform zu kaufen.   Online-Apotheken sind die Profiteure In der Krise, wo mancherorts schon dass Einkaufen als risikoreich angesehen wird, profitiert der Online-Handel von entsprechenden Angeboten Vitamin-D haltiger Nahrungsmittel. Online-Apotheken zählen damit einmal mehr zu den Krisengewinnern. Neben „Zur Rose“ ist „Shop-Apotheke“ in Deutschland einer der großen Online-Anbieter. Genauso wie die Konkurrenz feiert auch sie seit Monaten Kursrekorde und gewinnt Marktanteile. Um mindestens zwei Prozentpunkte sei der Anteil der Versandapotheken am gesamten Apothekenmarkt in den vergangenen Monaten gestiegen, hatte jüngst Thomas Heil vom klinischen Auftragsforschungsinstitut IQVia auf dem digitalen Kongress des Bundesverbands deutscher Versandapotheken in Berlin gesagt. Damit liege ihr Anteil aktuell bei rund 18 Prozent. Vor allem im März, kurz nachdem das erste Mal in Deutschland massive Einschränkungen für die Bürger verkündet wurden, hatten sowohl bei den stationären Apotheken als auch im Onlineversand Hamsterkäufe verunsicherter Verbraucher zu hohen Umsatzsteigerungen geführt. Danach sei die Nachfrage bei den Vor-Ort-Apothekern allerdings deutlich eingebrochen, während sie im Versandhandel weitgehend stabil geblieben sei.      Quelle: https://www.wirtschaftskurier.de/titelthema/artikel/vitamin-d-nachfrage-laesst-online-apotheken-jubeln.html       Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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3 Millionen neue Bäume für Schimpansen (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – NATUR ¦ Patricia Jungo ¦   Im Rahmen eines im letzten Juli gestarteten Projektes des Jane Goodall Institutes und der Organisation One Tree Planted  sollen in Uganda 3 Millionen Bäume gepflanzt werden, um so den Lebensraum für gefährdete Schimpansen und andere Wildtiere wieder herzustellen.   Am 14. Juli 2020, also am Weltschimpansentag, gaben das Jane Goodall Institute und die Organisation One Tree Planted ihre Partnerschaft in dem Projekt „Wildlife Habitat & Corridor Restoration Project" in West-Uganda bekannt. Mehr als 3 Millionen Bäume sollen mit dem Projekt im Gebiet Albertine Rift Forests gepflanzt werden. Dies wird der langfristigen Wiederherstellung des Lebensraumes für gefährdete Schimpansen sowie für mehr als 50 Prozent der Vögel, 39 Prozent der Säugetiere, 19 Prozent der Amphibien und 14 Prozent der Reptilien und Pflanzen des afrikanischen Festlandes dienen. Der Gründer von One Tree Planted, Matt Hill sagte, es sei eine Ehre zusammen mit dem renommierten Jane Goodall Insitut eine Wiederaufforstungsinitiative dieser Grössenordnung durchzuführen. Das Projekt werde es möglich machen, die Ökosysteme und auch die Gemeinden der Albertine Rift Forests zu unterstützen, was wiederum einem bedeutenden ökologischen, sozioökonomischen und kulturellen Nutzen für das Gebiet gleichkomme.   Weiter erläuterte One Tree Planted Ziel des Programms sei der langfristige Schutz der wildlebenden Schimpansen- und anderen Menschenaffenpopulationen und ihres Lebensraumes. Erreicht werden könne dieses durch die Förderung der lokalen Verwaltung und des Managements der natürlichen Ressourcen und der Förderung alternativer nachhaltiger Lebensgrundlagen. Beim Tacare-Programm des Jane Goodall Institutes handelt es sich um einen innovativen, gemeinschaftsorientierten Erhaltungs- und Entwicklungsansatz in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Das Bewusstsein für den Naturschutz soll geschaffen werden. Das Programm ist bereits erfolgreich und wird von den beteiligten Gemeinden vorangetrieben. Als Hauptziele des Projekts gelten der Wiederaufbau zerstörter Zonen im Zentralen Waldreservat von Kagombe, die Förderung agrarforstwirtschaftlicher Praktiken auf Gemeindeland sowie die Überwachung und der Schutz durch lokale Wildhüter. 3 Millionen Setzlingen werden gepflanzt und dazu erhalten noch 700 Haushalte Schulung und Unterstützung in nachhaltigen agrarforstlichen Praktiken für ihr Land.     Quellen:  ±treehugger/nur-positive-nachrichten.de± Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Deutschland - Das Robert-Koch-Institut meldet zudem mehr als 100 Tote binnen 24 Stunden und 19'059 Neuinfektionen (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦   Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland weiter an. Das Robert-Koch-Institut meldet 19.059 Neuinfektionen binnen eines Tages und mehr als 100 Tote. Bund und Länder planen nun, Intensivpatienten deutschlandweit zu verteilen.     Die Coronavirus-Infektionszahlen nehmen weiter zu. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag einen neuen Höchststand von 19.059 registrierten Neuinfektionen während des Vortags. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten erstmals über die Marke von einer halben Million auf 518.753. Zudem meldete des RKI 103 weitere Tote im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Covid-19-Todesopfer liegt nun bei 10.452.   Bei einer starken Zunahme von Intensivpatienten mit Covid-19-Erkrankung wollen Bund und Länder Patienten in Zukunft nicht nur regional, sondern deutschlandweit auf freie Kliniken verteilen. „Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung“.   Übernahme von Patienten per Rettungswagen oder Hubschrauber Demnach wird Deutschland dazu in fünf Großregionen aufgeteilt, die sich gegenseitig bei der Übernahme von Patienten per Rettungswagen oder Hubschrauber unterstützen sollen. Im Norden haben sich laut Konzept Hamburg, Bremen, Niedersachen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Im Osten sind es Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Südwesten sollen sich Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland gegenseitig unterstützen. Die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern bilden demnach eigene Großregionen.   Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Diese Zahl wird nun bereits viel früher erreicht. Die Werte sind nur begrenzt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da nun weitaus mehr Tests gemacht und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.   Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,06 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.     Quelle:  https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4 Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Boris Johnson soll Teil-Lockdown erwägen - Neuer Negativ-Rekord an Positiv-Getesteten in den USA (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – INTERNATIONAL ¦ MM ¦   Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Die «Times» meldete, dass Johnson die neuen Corona-Massnahmen am Montag in einer Pressekonferenz ankündigen werde. Demnach solle alles geschlossen werden – abgesehen von lebenswichtigen Geschäften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Universitäten. Die neuen Beschränkungen könnten ab Mittwoch bis 1. Dezember gelten.   Die «Times» zitierte eine hochrangige Regierungsquelle, nach der die Massnahmen diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen sei. Jeder Landesteil in Grossbritannien mit seinen insgesamt fast 67 Millionen Einwohnern entscheidet über seine eigenen Massnahmen in der Corona-Krise. Bislang hatte Johnson sich Forderungen nach Wiedereinführung landesweit geltender Corona-Massnahmen widersetzt. Nun allerdings wachsen angesichts sprunghaft steigender Fallzahlen die Sorgen, dass die Krankenhäuser überlastet sein könnten. Johnson hatte Mitte Oktober für England ein dreistufiges System eingeführt, in dem je nach Stufe unterschiedlich scharfe Massnahmen gelten. In mehreren Regionen im Norden mussten Pubs und Bars teilweise schliessen, ausserdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten untersagt. Kritiker bezeichneten sein Vorgehen als unzureichend. Das wissenschaftliche Beratergremium Sage hatte der Regierung schon vor Wochen einen landesweiten Lockdown empfohlen.   Neuer Negativ-Rekord an Positiv-Getesteten in den USA In den USA liegt die Zahl der neuen Positiv-Tests erstmals über der Marke von 100'000, wie Reuters-Berechnungen ergeben. Demnach fielen Corona-Tests in 100'233 Fällen positiv aus. Tags zuvor lag die Zahl noch bei 91'000. Der bisherige weltweite Höchstwert wurde im September in Indien erfasst mit 97'894 neuen Fällen binnen 24 Stunden. In den USA beläuft sich die Gesamtzahl der Positiv-Tests mittlerweile auf mehr als neun Millionen, wie Berechnungen auf Basis offizieller Daten zeigen. Dies entspricht fast drei Prozent der Gesamtbevölkerung. Fast 230'000 Menschen starben, die positiv auf das Virus getestet wurden.     Quellen: https://www.thetimes.co.uk/edition/news/national-lockdown-looms-8mphnk5h9  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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DMZ - Satire in der Mittelländischen (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ - Satire ¦    Grafiken, Bilder, Markennamen, Logos und Designs sind das geistige Eigentum von den jeweils genannten Künstlerinnen und Künstlern. Die jeweiligen Copyright-Inhaber behalten die Urheberrechte an diesen Materialien.   Wer eigene Beiträge im satirischen Bereich in unserer Zeitung veröffentlichen möchte, kann sich bei uns melden. > Kontakt Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Halloween ist ein Brauch aus Europa (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ - KULTUR ¦ Britta Pawlak   In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sieht man jährlich "grauenvolle Gestalten" durch die Strassen ziehen. Außerdem werden an Halloween Häuser und Gärten schaurig-schön geschmückt. Das Gruselfest stammt übrigens nicht aus den USA, wie die meisten Menschen glauben. Es hat seinen Ursprung in Europa. Wie ist es entstanden und woher hat es seinen Namen? Warum schnitzt man zur Halloween-Zeit aus Kürbisköpfen gruselige Fratzen?      Vermutlich geht Halloween auf eine Tradition der alten Kelten zurück. Sie lebten vor vielen Jahrhunderten in Irland, Schottland und weiteren Gebieten Europas und feierten damals eine Art Totenfest mit dem Namen "Samhain" - das bedeutet etwa "Ende des Sommers". Ursprünglich wurde es in der Nacht des elften Vollmonds eines Jahres gefeiert. Nach dem keltischen Kalender war dies der Winteranfang. In dieser Nacht verabschiedeten sich die Kelten vom Sommer. Da der Volksstamm nur zwischen zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und Winter unterschied, war damit auch das Ende des Jahres gekommen. Damals glaubte man, dass der Sommer die Zeit des Lebens sei und der Winter die Zeit des Todes. In der Nacht des Samhain begegneten sich nach Auffassung der Kelten diese beiden Welten. Die Familien boten ihren verstorbenen Vorfahren dann üppige Speisen an, die symbolisch gemeinsam verzehrt wurden. In Mexiko feiert man bis heute noch auf eine ganz ähnliche Weise den "Tag der Toten" am 1. November: Familien ziehen mit Schnaps und leckeren Speisen auf den Friedhof, setzen sich um die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten und feiern gemeinsam ein "rauschendes Fest". Die alten Kelten hatten noch eine völlig andere Zeitrechnung. Viel später erst wurde der Gregorianische Kalender eingeführt und das Totenfest auf ein festes Datum gelegt. Die Nachfahren der Kelten feierten es von da an jedes Jahr in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Im so genannten "Neuheidentum", also religiösen Bewegungen, die geprägt sind von den alten, vorchristlichen Kulturen wie der keltischen, wird Samhain auch heute noch gefeiert. Den Tod überlisten     Bei den Kelten veränderte sich der Brauch im Laufe der Jahrhunderte. Die Menschen bekamen nach und nach immer mehr Angst vor dem Tod. Es entstand das Ritual, sich möglichst gruselig zu verkleiden. Man dachte, den Tod, der ja in jener Nacht besonders nahe war, auf diese Art überlisten zu könnten. Der Tod sollte denken, dass die kostümierten Menschen bereits gestorben waren und er sie deshalb nicht mehr zu holen brauchte. Um die Geister zu besänftigen, sollen die Menschen auch kleine Gaben vor ihre Häuser gelegt haben. Man hört immer wieder von angeblichen grausamen Ritualen der Druiden, diese gehörten zur Priesterklasse der Kelten. Sie sollen in der Nacht des Samhain von Familien Kinderopfer gefordert haben, um die Geister zu beschwichtigen - sonst würde ein schlimmes Unglück über die ganze Familie kommen. Es ist geschichtlich aber nicht belegt, ob sich dies wirklich zugetragen hat. So wird von anderen wiederum vermutet, solche "Schauergeschichten" wären von der Kirche dazu genutzt worden, um die nicht-christlichen Heiden in Verruf zu bringen. Im 19. Jahrhundert sind viele Iren, also die Nachfahren der alten Kelten, in die USA ausgewandert. Ihre Traditionen haben sie mitgenommen. In den Vereinigten Staaten und Kanada hat sich der "Halloween"-Brauch erneut verändert und mit der Zeit weit verbreitet. Mittlerweile ist das Gruselfest in Nordamerika mit einer großen Geschäftemacherei verbunden.   Der heutige Halloween-Brauch   Aber wie entstand nun eigentlich der Name "Halloween"? Am 1. November feiern die Katholiken seit etwa 1.100 Jahren das Fest Allerheiligen. Im Englischen heißt dieser Tag "All Hallows". Der Abend des 31. Oktober heißt deshalb auf Englisch "All Hallows Evening" - also "Allerheiligenabend". Die Abkürzung dafür lautet "Halloween". Jedes Jahr höhlen Kinder und Erwachsene massenhaft Kürbisse aus und feiern Halloween-Partys. Kinder verkleiden sich und gehen von Haus zu Haus, um von ihren Nachbarn Süßigkeiten zu ergattern. Auch bei uns hört man in der Halloween-Nacht mittlerweile häufig den Spruch "Gib Süßes oder es gibt Saures"! Vor allem in den Städten hat sich Halloween durchgesetzt. Wenn jemand keine Süßigkeiten spendiert, können die Kinder ihm laut Halloween-Brauch dann einen Schrecken einjagen - allerdings soll dies nur ein harmloser Streich sein.     Das heutige Halloween-Fest wird von einigen Seiten kritisch gesehen - zum einen wegen des Riesengeschäftes, das damit gemacht wird. Vor allem die christliche Kirche kritisiert außerdem, dass das "Geisterfest" verherrlicht und dieser Anlass von einigen für "makabere" Taten und Rituale genutzt würde. Die Protestanten bemängeln, dass Halloween auf den gleichen Tag fällt wie der Reformationstag. An diesem für die evangelischen Christen wichtigen Datum wird die Reformation durch Martin Luther gefeiert, die schließlich zur Spaltung des Christentums in verschiedene Konfessionen führte.   Die Schauerlegende von "Jack-O-Lantern" Der Legende nach muss der Schurke Jack O. als Untoter durch die Welt wandeln. Aus Mitleid erhielt er vom Teufel ein Stück glühende Kohle aus dem Höllenfeuer, das Jack in eine ausgehöhlte Rübe legte.   Jetzt bleibt nur noch die Frage, was es mit den ausgehöhlten, leuchtenden Kürbissen auf sich hat, aus denen gruselige Grimassen geschnitzt werden. Diese Leucht-Kürbisse heißen Jack-O-Laternen (auf Englisch "Jack-O'-Lanterns"). Noch heute erzählen sich die Menschen in Irland gerne die schaurige Legende von Jack O., der zu Lebzeiten ein gerissener Schuft gewesen sein soll. In der Nacht vor Allerheiligen soll Jack O. den Teufel überlistet haben, der ihm auf den Fersen war. Er hatte ihn gefangen - und der Teufel versprach Jack, dass er ihn in den nächsten zehn Jahren in Ruhe ließ, wenn dieser ihn wieder befreite. Nach zehn Jahren kam der Teufel erneut in der Nacht vor Allerheiligen, um Jack O. zu holen. Jack O. bat als "letzte Mahlzeit" um einen Apfel, den der Teufel ihm pflücken sollte. Als er den Teufel auf den Baum gelockt hatte, ritzte er in den Baumstamm ein Kreuz. Der Teufel kam nicht mehr herunter und war auf dem Baum gefangen. In seiner ausweglosen Situation musste er Jack O. das Versprechen geben, dass dessen Seele nach seinem Tod nicht in die Hölle kommen würde. Als Jack O. dann einige Jahre später starb, freute er sich schon auf das Paradies. Doch im Himmel bekam er wegen seines sündigen Lebens keinen Zutritt. Auch in die Hölle konnte er nicht mehr. Deshalb musste Jack O. als einsamer Untoter durch diese Welt wandeln. Aus Mitleid gab ihm der Teufel ein Stück Kohle aus dem Höllenfeuer mit auf den einsamen Weg. Jack legte sie in eine ausgehöhlte Rübe, damit sie nicht verglüht.   Kürbisfratzen, die böse Geister abschrecken   Es entstand die Tradition, zum "Totenfest" Laternen aus Rüben zu schnitzen. Daraus hat sich nach und nach der Brauch entwickelt, Kürbisköpfe auszuhöhlen und sie in unheimliche Fratzen zu verwandeln. Die Halloween-Tradition verbreitete sich in Nordamerika, und dort gab es viele Kürbisse. Die Pflanze eignet sich besonders gut - vor allem der hartschalige Winterkürbis, der von Mitte September bis Ende Oktober geerntet wird, also genau zur "Halloween-Zeit". Ausgehöhlte Kürbisköpfe, die "Jack-O-Laternen", gehören seitdem zu Halloween dazu. Es gibt mittlerweile sogar eine eigene Sorte, die "Jack-O'-Lantern" genannt wird. Die Kürbisfratze hat die Aufgabe, böse Geister vom Haus fernzuhalten. Deshalb soll sie möglichst Furcht erregend aussehen. (Im Beitrag "Gruselige Kürbis-Schnitzereien", der unten verlinkt ist, zeigen wir dir, wie es funktioniert.) Aus den USA "schwappte" Halloween erst in den achtziger Jahren zurück in die europäischen Länder, wo es ursprünglich entstanden war. Seitdem finden sich hier jedes Jahr mehr Menschen, die im Herbst Kürbisse aushöhlen, sich schaurig verkleiden, gruselige Speisen zubereiten und am 31. Oktober Gruselpartys feiern.     Quelle: Text von Britta Pawlak Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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EKR - Um Rassismus effizienter zu bekämpfen, braucht die Schweiz strengere gesetzliche Bestimmungen (Sat, 31 Oct 2020)
DMZ – POLITIK ¦ MM ¦   Die neuste Ausgabe der Zeitschrift Tangram der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) befasst sich mit der Definition und der Wahrnehmung von Rassismus heute. In welcher Form zeigt er sich in der Schweiz? Gibt es in unserem Land einen institutionellen Rassismus? Was hat sich mit dem Tod von George Floyd verändert? Inwiefern ist Antirassismus neu zu überdenken? Diese Nummer des Tangram macht deutlich, dass nach wie vor viele Menschen von Rassismus im Alltag betroffen sind. Die Stärkung des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes wäre eine angebrachte Antwort darauf.   Der Kampf gegen Rassismus ist 2020 weltweit auf Resonanz gestossen. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der in Minneapolis unter dem Knie eines weissen Polizisten erstickte, hat in der Schweiz wie in vielen anderen Ländern eine Welle der Empörung ausgelöst. Seither wird in der Gesellschaft und in den Medien eine Debatte über den Umgang unseres Landes mit Rassismus geführt. Die neue Nummer des Tangram setzt sich mit der Rassismusproblematik in der Schweiz 2020 auseinander.   «Es öffnete sich ein günstiges Zeitfenster, um über Rassismus zu sprechen», sagen die Pädagogin Myriam Diarra und die Soziologin Franziska Schutzbach. Die beiden Expertinnen stellen eine grössere Beachtung des Phänomens in der Bevölkerung fest, gleichzeitig jedoch auch eine heftigere Abwehrreaktion gegen seine Thematisierung: «Je selbstbewusster die Forderungen nach Veränderung vorgetragen werden, desto aggressiver wird versucht, diese abzuwehren und den Status quo zu wahren.» In einem Interview über die Entwicklung der Rassismus- und Antirassismus-Debatte der vergangenen 30 Jahre weist die Soziologin Monique Eckmann darauf hin, dass Rassismus ein schwieriges Thema bleibt, auch weil er sich oft latent, unbewusst äussert. «Auch deshalb werden die Rassismuserfahrungen der Betroffenen immer wieder geleugnet. Das gilt für alle Formen von Rassismus, ob Antisemitismus, Antiziganismus oder Anti-Schwarze-Rassismus. Es besteht noch immer nicht genügend Bewusstsein dafür, dass Rassismus ein reales gesellschaftliches Problem ist.» Für die Expertin für antirassistische Pädagogik liegt die grosse Herausforderung gegenwärtig darin, einen dringend notwendigen inklusiven gesellschaftlichen Dialog der Erinnerung zu führen, der unterschiedliche Perspektiven zulässt.   Gegen die in diesem Tangram thematisierten Probleme werden von der EKR seit langem verschiedene Massnahmen gefordert, insbesondere ein besseres Verständnis der Rolle der Schweiz in der Geschichte des Kolonialismus oder eine grössere Aufmerksamkeit für den spezifischen Rassismus gegen Schwarze. Rassendiskriminierung bleibt in der Schweiz sehr präsent und zeigt sich meist im Alltag: bei der Arbeit, der Wohnungssuche und im öffentlichen Raum. «Viele weisse Schweizerinnen und Schweizer realisieren nicht, dass rassistische Vorannahmen noch immer viele Entscheidungen beeinflussen – zum Beispiel, wer eine Wohnung oder eine Stelle bekommt oder als potentiell kriminell eingeschätzt wird. Dadurch entsteht eine Kluft in der Bevölkerung: die einen behaupten, es gebe kaum oder gar keinen Rassismus, die anderen erfahren ihn Tag für Tag», sagt die Philosophin Patricia Purtschert.   Seit langem weisen die EKR und andere gesellschaftliche Akteure darauf hin, dass es neue gesetzliche Bestimmungen braucht, um den Kampf gegen Rassismus im Alltag zu verstärken. Die Lücken in diesem Bereich haben eine doppelte Konsequenz: Sie schwächen alle Massnahmen gegen Rassismus ab und berauben die rechtlichen Mittel ihrer abschreckenden und präventiven Wirkung. Angesichts der in der Zivilgesellschaft und in diesem Tangram angestossenen Debatten und Reflexionen plädiert die EKR für eine Verschärfung der zivilrechtlichen Bestimmungen gegen     Quelle:  Eidgenössisches Departement des Innern http://www.edi.admin.ch  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Coronapandemie - Was wir uns leisten können (Fri, 30 Oct 2020)
DMZ – GESUNDHEIT / POLITIK ¦ Dr. Reinhard Straumann ¦ KOMMENTAR   Am vergangenen Mittwoch hat der Bundesrat die längst erwarteten weiteren Corona-Massnahmen öffentlich gemacht. Ergebnis: Mit Ausnahme der Gastronomie- und der Unterhaltungs-Branche konnte er dafür von Seiten der Wirtschaft ungeteiltes Lob ernten. Leider ist das keine gute Nachricht; es ist ein Alarmzeichen. Es bedeutet, dass sich der Bundesrat in einem Moment, wo die Notwendigkeit einschneidender Massnahmen mit Händen zu greifen ist, im Dilemma zwischen Gesundheitspolitik und Wirtschaft für letztere entscheidet. Können wir uns dieses zögerliche Verhalten jetzt noch leisten?   Gleichentags gab die deutsche Bundesregierung nach einer Sitzung der Kanzlerin mit den Minister-präsidenten und -präsidentinnen der Länder ein Beispiel von Krisenmanagement, ein Lehrstück in Sachen Klarheit und Entschlossenheit. Obwohl die Fallzahlen – auf die Bevölkerungszahl umgerechnet – etwa einen Sechstel derjenigen der Schweiz betragen, obwohl man noch eine Karenz von 30 Tagen hat, bis mit einer vollständigen Auslastung der Intensivpflegemöglichkeiten gerechnet werden muss (in der Schweiz verbleiben gerade noch 10 Tage…), machte Frau Merkel mit ihren Ländervorsitzenden Nägel mit Köpfen. Die Vorgaben lauteten: Bei Schonung von Wirtschaft und Bildung müssen 75 Prozent aller sozialen Kontakte heruntergefahren werden. Das geht nicht schmerzfrei, nicht ohne den Mut zu unpopulären Entscheidungen. Alles, was im weitesten Sinn die Freizeit betrifft, muss leiden. Dafür ist aber der zeitliche Horizont klar: vier Wochen. Deutschland will Weihnachten im Familienkreis feiern, mit Opa und Oma. Alle Epidemiologen sind sich einig, dass die Chancen dafür sehr gut stehen. Die Kanzlerin – durch ihr Studium der physikalischen Chemie mit der Unerbittlichkeit naturwissenschaftlicher Gesetze vertraut – geht den Weg des kleinen Lockdowns, um einen späteren ökonomischen und sozialen Super-GAU zu verhindern.   Welche Form des Weihnachtsfestes uns in der Schweiz erwartet, unterliegt dem Prinzip Hoffnung. Ungewiss, ob Opa und Oma dann noch leben. Solange in den Kantonen die Gewerbeverbände massgeblich die Agenda der Gesundheitspolitik bestimmen und solange der Gesundheitsminister mit den kantonalen Gesundheitsdirektoren alle möglichen Kompromisse eingeht, ist die Hoffnung gering. Wir können uns die radikalen Massnahmen – sprich: einen temporären Lockdown – nicht leisten, sagt unser Finanzminister, der sich gerne über die Maskenpflicht lustig macht und nicht weiss, wie man die Covid-App herunterlädt. Wie kommt er drauf? Die Nationalbank hat gestern ihre Quartalszahlen veröffentlicht: Von Januar bis September des laufenden Jahres hat sie 15,1 Milliarden Franken Gewinn erzielt; sie verfügt aktuell über eine Ausschüttungsreserve von 100 Milliarden. Gemäss den Zahlen der Crédit Suisse belegt die Schweiz auf der Liste der Volksvermögen mit einem Mittelwert von 565‘000 Dollar pro erwachsener Person den globalen Spitzenwert, deutlich vor Hongkong mit 489‘000 Dollar. Deutschland folgt auf Rang 21 mit 217‘000 Dollar.   Nun ist grundsätzlich gegen eine vorsichtige Finanzpolitik nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Es ist löblich, Verantwortung für nachrückende Generationen zu übernehmen und ihnen keine Schuldenberge anzulasten, die alle gestalterischen Spielräume zerstören. Dennoch: Ausgerechnet die reichste Nation der Welt soll sich keinen zweiten, prophylaktisch verordneten, terminlich begrenzten Lockdown leisten können – einen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Kollaps des Gesundheitssystems und eine gesellschaftliche Katastrophe vermeiden hülfe?   Die Vermutung liegt nahe, dass sich die schweizerische Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht an dem orientiert, was wir uns tatsächlich leisten können, sondern daran, was das offensichtlich einzig denkbare Finanzierungsmodell hergibt: die Besteuerung von Arbeit. In der Tat wollen wir nicht, dass sich unsere Kinder zu Tode schuften, damit die Alten die Corona-Krise um ein paar kurze Jahre überleben. Aber vielleicht wäre es an der Zeit, der Uninspiriertheit unseres Finanzministers auf die Sprünge zu helfen. Sobald es um alternative Besteuerungsmodelle geht, ist ihm noch nie etwas anderes eingefallen, als sich schützend vor den status quo zu stellen. Digitalsteuer? Bloss nicht! Finanztransaktionssteuer? Behüte! Sofort würden die grossen Konzerne abwandern, und wo würden dann die Steuereinnahmen bleiben! Und die Arbeitsplätze! Erbschaftssteuer auf Supervermögen, die sich ohne Zutun der Realwirtschaft selbst vermehren? Um Gottes Willen! Die Plutokraten wären doch sofort weg, auf den Channel Islands, den Kayman Islands, den Bahamas, dort, wo eh ihre Jachten dümpeln.   Wie wenn wir den Grosskonzernen und den Superreichen nichts anderes zu bieten hätten als Steuerbegünstigungen. Aber statt darüber nachzudenken, beugen wir uns lieber ihren Abwanderungsdrohungen und besteuern weiterhin knochenhart unsere Arbeitseinkommen. Und die unserer Kinder. Und notfalls lassen wir Corona wüten. Das können wir uns offenbar leisten. Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. 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Das BAG meldet 9207 neue Fälle – Zahl der Toten steigt um 52 (Fri, 30 Oct 2020)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦   Das Bundesamt für Gesundheit hat heute Mittag 9207 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.   Damit liegt der 7-Tage-Schnitt bei 6970. Das sind 69 Prozent mehr als in der Vorwoche. Der Trend ist damit auf sehr hohem Niveau sehr stark steigend.   Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 25,4 Prozent. Das heisst, von 100 Tests waren im Schnitt rund 25 Tests positiv. Damit ist der kritische Schwellenwert von 5 Prozent überschritten. Gemäss WHO steigt nun das Risiko, dass die gemeldeten Fallzahlen kein verlässliches Bild abgeben, wie sich das Virus ausbreitet. Wenn die gemeldeten Fälle weiter zunehmen, aber gleichzeitig nicht mehr getestet wird, ist eine höhere Dunkelziffer wahrscheinlich. Das Testvolumen im 7-Tage-Schnitt liegt bei 28'201 Tests pro Tag und ist damit im Vergleich zur Vorwoche um 32 Prozent gestiegen.   Das BAG meldet 52 neue Verstorbene. Nach offizieller Zählweise 2238 total. Die Kantone melden aktuell 2230 Personen, die wegen Covid-19 in einem Spital behandelt werden. Das sind sind 64 Prozent mehr als als in der Vorwoche.   Die wichtigsten Zahlen für die Schweiz Stand seit Beginn der Pandemie Fälle Davon verstorben Davon genesen 154'251 2'238 ~ 72'600 Täglich gemeldete Neuinfektionen Neu gemeldet 7-Tage-Schnitt Δ Vorwoche 9'207 6'970,1 +69% Lage in den Spitälern Covid-19-Hospital­isierungen Δ Vorwoche Auslastung Intensiv­stationen 2'285 +68% 69% Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Covid-19 - Klartext in der Krise: "Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß" (Fri, 30 Oct 2020)
Winston Churchill "Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß" Winston Churchill "Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß" DMZ – GESELLSCHAFT / POLITIK ¦ Dirk Specht ¦ KOMMENTAR   Klartext. Bereits im November 2020 beschließt Deutschland wieder so etwas wie einen Lockdown "light". Der Winter hat noch gar nicht angefangen und unsere sogenannte „Strategie“ ist bereits gescheitert. Das Land braucht endlich eine nachhaltige Strategie, die nicht nur über ein paar Wochen, sondern über die gesamte Dauer der Epidemie reicht. Die findet sich nur, wenn endlich mal Klartext gesprochen wird. Man kann keinen Feind besiegen, den man nicht richtig zur Kenntnis nimmt und man kann kein daraus resultierendes Problem lösen, wenn man dessen Größe nicht akzeptiert. Klartext!   Sars-Cov-2, in Teilen unserer Gesellschaft auch „nicht exponentielles, wir sollten nicht nur auf die Infizierten schauen solange noch genug Sterbebetten da sind“-Virus genannt, breitet sich natürlich weiter aus. Auch in Deutschland und auch hier tötet, schädigt und erkrankt es in seinem Tageswerk weiter Menschen – für viele aber immer noch nicht genug. Die Zahl derer unter uns, denen auch siebenstellige Opferzahlen weltweit und bei unseren Nachbarn bereits überfüllte Intensivstationen nicht genügen, wird hoffentlich bald geringer – denn natürlich ist der Verdacht erlaubt, dass es gerade diejenigen sind, die das Problem ganz wesentlich verursachen. Klartext!   Ein neues Virus grassiert, es ist unter denen, die sich derart in die Breite entwickeln können, tödlicher und schädlicher, und es ist um Größenordnungen schneller in seiner Ausbreitung. So einen geschickten Feind, der viele vollständig verschont, die es daher nicht ernst nehmen, zugleich aber so schnell und still (ohne eigene Symptome, über die Luft) weiter gegeben werden kann, um dann aus der großen Zahl eben doch so viele Fälle zu erzeugen, dass schlimmstenfalls sogar die Beerdigungskapazitäten zusammenbrechen, kennt die Medizin bisher nicht. Wer das immer noch nicht versteht, leugnet oder selbst als „Experte“ relativiert, hat entweder eine andere Agenda, nämlich die des Sterbens, die er nicht verrät oder er ist schlicht zu dumm, um mitzureden. Klartext!   Wir hören heute von 18.600 neuen Fällen mit den üblichen Meldungen über „wieder mehr Fälle“ und so weiter und so nichtssagend. Die Zahl besagt bei unserem föderal-analog eklatanten Meldewesen lediglich, dass gestern die lokalen Gesundheitsämter 18.600 Fälle im RKI „abgekippt“ haben, teils per Fax, teils ohne Angabe des Testzeitpunkts – von weiteren Umständen wollen wir nicht reden. Es ist Herbst 2020, wir haben vier schwere Monate vor uns und wir sind blind! Im Frühjahr waren wir es, obwohl bereits aus Asien einiges bekannt war. Haken dran. Jetzt sind wir es, u.A. weil auf dem Höhepunkt der ersten Welle eine Kombination aus Machtwahrung und eklatanter Arroganz des föderalen Apparates bis in die Ämter hinein glaubte, man könne mit den vorhandenen „Strukturen“ in den Herbst gehen. Das ist typisch für unser politisches System, es ist natürlich typisch für jedes starre, auf besonders breite Machtverteilung ausgerichtete System: Da muss erst ein gewisser Grad an Zerstörung von außen kommen, bevor es sich ändert. Klartext!   Zugleich laufen Talkshows mit „Experten“, die nun über die Angemessenheit von Gegenmaßnahmen streiten und es werden gewiss Klagen vorbereitet, so dass diese Fragen demnächst auch von Richtern zu beantworten sind. Diese Diskussionen und vermutlich folgenden Rechtsstreitigkeiten sind alle vollauf nachvollziehbar, jede der Fragen ist berechtigt, jeder im Land ist irgendwie betroffen, uns eint und entzweit derselbe Zustand: Alle haben Sorgen! Um die eigene Gesundheit, um die Angehörigen, wegen des eigenen Jobs oder vielleicht auch wegen des Restaurants, das nun trotz Investitionen in Hygienekonzepte schließen muss und – vermutlich – kaum eine Gefahr darstellt. Alle fragen nach der „Wissenschaft“, die klare Erkenntnisse über die Ansteckungsgefahren liefern solle, damit man die Angemessenheit der Gegenmaßnahmen besser bewerten könne. Bald werden Richter solche Nachweise fordern. Das ist alles berechtigt, aber wie soll das möglich sein, wenn wir bei unserem „Meldewesen“ und der absurden Idee, die Nachverfolgung dieses rasanten Virus den Recherchen der örtlichen Gesundheitsämter zu überlassen, schlicht bei 75% der überhaupt erfassten, geschweige denn der tatsächlichen Fälle die Ursache gar nicht kennen. Nach unseren sogenannten „Informationen“ müssten wir Schlachthöfe schließen und Hochzeiten aussetzen, dann wäre Covid-19 besiegt. Leider sollten wir aber anerkennen, dass wir keine Informationen haben, die diesen Namen verdienen. Klartext!   Schulen bleiben nun also offen, obwohl weltweit bei Pandemieplänen deren Schließung kompromisslos erfolgt – eine glasklare politische Entscheidung zugunsten der Wirtschaft, mit unhaltbaren Gefälligkeitsstudien begründet, die von manchen im Bildungsbetrieb tatsächlich immer noch herumgereicht werden – schämen sollten die sich, einfach nur schämen! Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sollen vor allem die für Deutschland so wichtige Produktion und Exportwirtschaft erhalten. Dafür sind die Schulen wichtig. Die Fabriken müssen laufen, die Industrie muss laufen – China muss beliefert werden, denn die haben es besser gemacht. Der Inlandskonsum spielt eine kleinere Rolle, durch die Öffnung von Läden und durch eCommerce läuft der überwiegend. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen betreffen vermutlich weniger als 2% bis 3% des jährlichen BIP für vier Wochen. Unabhängig davon, wie man das findet, gilt es, das endlich zu sagen. Während die Ignoranten unter uns immer noch davon schwafeln, man müsse halt notfalls Krematorien anschmeißen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, weil sonst die Kollateralschäden von wirtschaftlich gescheiterten Existenzen bis zu zerrütteten Familien, die es nicht ertragen, mal eine Zeit lang aufeinander zu hocken, zu groß würden, macht die Regierung ein maximal wirtschaftsorientiertes Programm und sagt das nicht mal. So wird die Diskussion der „Wirtschaftsexperten“, die zwischen Massensterben und Konjunkturprogrammen nicht zu unterschieden wissen, kaum enden. Klartext!   Nun wird das jetzt beschlossene Programm aber nicht genügen. Ich schreibe ungern über längerfristige Entwicklungen, eigentlich unseriös, aber wir müssen endlich über den Gesamtplan sprechen. Gerne lasse ich mich in einigen Wochen des Irrtums überführen, aber wir werden im 7-Tage Wert von jetzt 12.000 noch um Faktor zwei weiter laufen, bevor wir überhaupt den ersten Effekt der Gegenmaßnahmen sehen. Ich hatte für Mitte November mit dem für sich genommen unwichtigen MWSU-Wert (Merkel-Warnung-Streeck-Unbedenklichkeit) von 20.000 gerechnet. Das werden eher 25.000 und die sind bereits nicht stornierbar „in Auftrag“ gegeben. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen dürften dann eine Verlangsamung des Trends zeigen, also gerade zur Halbzeit des geplanten Endes. Ich glaube nicht daran, dass wir Ende November einen Rückgang sehen werden. Ich erwarte eine Diskussion darüber, was wir mit der Erkenntnis machen, dass wir selbst unter Fortsetzung dieser Maßnahmen weitere Verdopplungen mit vielleicht 20 statt derzeit 10 Tagen sehen werden. Das bedeutet dann wieder die Erkenntnis: So kommen wir nicht durch den Winter. Es wird uns ferner wieder die Diskussion bescheren, ob wir nun öffnen können oder eher noch mehr schließen müssen. Zu mehr reicht das nicht, was da jetzt passiert. Wir erleben dieselbe Debatte, wir wiederholen sie dann aber mit einem bereits kritischen Wasserstand in vielen Kliniken einerseits und den auf Öffnung pochenden Teilen der Gesellschaft andererseits. Das wird ein heißer Herbst/Winter mit einer eiskalten Stimmung in der Gesellschaft. Klartext!   Wir haben es im Frühjahr und über den Sommer versäumt, die komplette Detektion des Virus, von Tests über deren Weiterverarbeitung zu digitalisieren. Wir haben es versäumt, das Virus so weit einzudämmen, dass wir wie in Asien mit mehr Luft zum Atmen in den Herbst gehen. Wir haben den europäischen Massentourismus erlaubt und wir haben mit diesen lächerlichen, verheerend falschen und nur aus der „Vermutung“ von Nachverfolgbarkeiten durch die Gesundheitsämter abgeleiteten Grenzwerten zugelassen, dass die Epidemie in Deutschland fast vollständig verbreitet werden konnte. Dadurch sind wir heute auch nicht in der Lage, mit regional begrenzten wirklich konsequenten Maßnahmen zu reagieren. Wir wissen auch viel zu wenig, welche Schließungen nun effektiv sind und welche nicht. Wir ahnen, dass es nun im Privatleben munter weiter geht, haben aber weder die datentechnische Grundlage, das nachzuweisen und daher auch kaum die rechtlichen Mittel, dort härter zu werden, wo es (vermutlich) notwendig ist: Im Privatsektor! Jetzt bleibt eigentlich nur die Wahl, mit einer Verlangsamung und einem on/off-Kurs zwischen den gesundheitlichen und den gesellschaftlich/ökonomischen Kollateralschäden irgendwie zu lavieren, zwischen den Teilen der Gesellschaft, die eine konsequente Eindämmung und denen die ein Durchlaufen verlangen, mit Kompromissen zu taktieren. Deutschland dealt mit der gespaltenen Gesellschaft und zwischendurch mit einem Virus, das keine Deals macht. Klartext!   Ich fürchte in der Tat inzwischen gesellschaftliche Schäden, da dieser on/off-Kurs, diese Kompromissversuche, die unehrliche Kommunikation sowie die mit eigener Agenda agierende Spitzenpolitik letztlich keine Interessen bedienen kann und daher scheitern wird. Da die Verantwortlichen natürlich nicht dumm sind, vermute ich tatsächlich unverändert die Strategie, die Epidemie mit jeweils re-aktiven Maßnahmen nach jeweiligen Datenlage immer mal wieder etwas zu bremsen und dann wieder zuzulassen. Wellenreiten hatte ich das im Frühjahr genannt und das ist ganz sicher eine extrem heikle Sache, die vielleicht so gerade die Kapazitätsgrenze der Krankenhäuser unterschreitet, was alleine aufgrund der Dauer des Winters bis zu 20.000 weitere Opfer bedeuten dürfte. Wenn es nur für wenige Wochen schief geht, wird es auch in Deutschland ohne Triage nicht gehen und die Opferzahl entsprechend erhöhen. Die Wirtschaft leidet darunter unnötig, denn über die Zeit gesehen, wird die Gesamtdauer der Schließungen sehr hoch sein und das dauernde on/off für die betroffenen Unternehmen ein zusätzlicher Nachteil. Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft zwar deutlich und lange zurück gehen, aber wie bereits im Frühjahr erläutert, hängt das ganz wesentlich von den Weltmärkten ab. Da die Regierung bereits in der ersten Welle dafür gesorgt hat, dass die Industrie weiter produzieren kann, dass unsere Exportmaschine weiter arbeitet, wird mit der Regeneration in Asien genug Substanz auch in unsere Ökonomie kommen. Das hängt von nationalen Lockdowns gar nicht ab. Daher hätte man die aus meiner Sicht – auch jetzt noch – viel konsequenter machen oder alternativ eine offene Diskussion über das Sterben führen können. Selbstverständlich ist der Weg Schwedens, der gerade übrigens geändert wird, einer, den man diskutieren kann. Jede klare Strategie, die bis ins Frühjahr führt, kann man diskutieren. Das ist die Voraussetzung für etwas, das eine Gesellschaft in der Krise benötigt: Linie, Klarheit, Verlässlichkeit. Wir brauchen keine Führung, die uns vorgestern erzählt, man könne das Virus per Gesundheitsamt kontrollieren, gestern sagt, es werde ohne Lockdown gehen und heute damit kommt, es sei ja nur ein kurzer und leichter Lockdown. Inzwischen fühlen die Menschen, dass das wieder nur die Wahrheit für ein paar Wochen ist und ich verstehe den Unmut in beider Lager.   Wir brauchen Klartext und eine Strategie. Letztere will ich hier nicht schuldig bleiben: Ich gehe fest von der Lösung über Impfstoffe aus und ich rechne ab Q1 mit einer Verfügbarkeit, die dann bis zum Sommer für die reicheren Industrienationen genügt. Das kann scheitern, niemand kann sicher sagen, dass die vielen Substanzen, die jetzt vor einer Zulassung stehen, das Problem lösen. Wer aber eine Strategie fordert, die ein Scheitern dieser Substanzen bereits jetzt voraussetzt, sollte sich überlegen, wie er seinen Vorschlag den Angehörigen der vielen Opfer und den Langzeitgeschädigten erläutert, wenn es halt doch funktionierende Impfstoffe gibt. Daher heißt meine Strategie seit Frühjahr: Austreten des Virus mit allen erforderlichen Maßnahmen bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffs. Erst, wenn der scheitert, können wir über das Sterben reden. Vorher heißt unsere Strategie: Leben. Für uns und für unsere Wirtschaft. Klartext. Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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RRRrrrr Renners Rasende Randnotiz - Neuer Name (Fri, 30 Oct 2020)
Alon Renner (Potrait von Olivia Aloisi) Alon Renner (Potrait von Olivia Aloisi) DMZ – KOLUMNE ¦ Alon Renner ¦   Steigen wir also ein, in die neue Kolumne. Die nun gar nicht mehr so neu ist, aber denoch einen neuen Namen benötigt. Denn Renner Kolumne klingt mir dann doch zu sehr nach Sport. Und da bin ich etwas vorbelastet. Mit einer 2,5 im letzten Zeugnis vor der Matura.   Im Lehramt. Da wo Sport zählt. Als Maturafach. Ich war nicht nur nicht der Schnellste, nein, um ganz ehrlich zu sein, war ich ganz eigentlich gar nie da. Ich hatte mich verabschiedet. D.h. ich war noch viel schneller als sich dies der Sportlehrer vorstellen konnte. Überzeugt hat ihn dies dennoch nicht. Streit, so hiess er, und ich, wir hielten es mit seinem Nachnamen.   Eine letzthin auf Facebook getätigte Umfrage verhiess nun gutes. Zahlreiche Vorschläge gingen ein und der mir genehmste kam von ganz unerwarteter Seite. Sven Vogt aus Indonesien, der wohnt wirklich da, auch wenn er ursprünglich aus Hamburg kommt, meinte, ich solle die Kolumne RRR nennen. Renners Rasende Randnotiz.   Und ich finde: er hat recht. Und da ich das mit dem R nicht so ganz kann, es rollt nicht so wie bei den anderen Menschen, es rattert und knarzt, d.h. es rattert und knarzt beim Rollen, was eine dämpfende Wirkung erzeugt und mein R wie ein schüchtern vorgetragenes Gedicht erscheinen lässt, hängen wir zur Verstärkung noch einige hinzu. Somit heisst diese Kolumne nun RRRrrrrrr. Herzlich willkommen.   Backenhörnchen. Oder Streifenhörnchen (Tamias Striatus), auch Chipmunk genannt, sind waldbewohnende Nagetiere, die hauptsächlich im Osten Nordamerikas beheimatet sind. Wie ich jetzt darauf komme? Nun, nächste Woche sind die Amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Und dies nagt an mir. Sehr sogar. Werden wir Trump nicht los, droht ganz furchtbare Ungemach... Siegt Joe Biden, ist noch nichts gewonnen. Denn gewinnen tut er besser die Auszählungen am Abend selbst, denn sonst wird Trump behaupten, die Wahlen seien manipuliert. Gewinnt Joe Biden die Auszählungen am Abend selbst, kann es gut sein, dass Trump den Ausgang der Wahlen dennoch nicht anerkennt. Tritt er dann zurück? Wird er zurückgetreten? Wer würde ihn zurücktreten und wie reagieren seine fanatisierten Anhänger? Alles Fragen, die mich gerade umtreiben.   Backenhörnchen. Oder Streifenhörnchen (Tamias Striatus), auch Chipmunk genannt, kann man sich auf diesem Youtube Kanal anschauen. Choo Choo’ Story. https://www.youtube.com/watch?v=IniIpYfhW8s. Dies entspannt ganz ungemein. Und ist besser als jedes Dessert. Süssigkeiten to die for. A discretion sozusagen.   An dieser Stelle habe ich letzte Woche die Kultur Awareness Kampagne «Next Job» für Social Media angekündet. Mittlerweile haben wir schon 6 Sujets in Umlauf gebracht. Hodlers Holzfäller, unser erster Post, wurde nun über 700 mal auf Facebook geteilt. Und das Schönste dabei ist: wir holen uns Hodler aus den Händen von Christoph Blocher zurück und setzen ihn für unsere Zwecke ein! Mitmachen tun bis anhin: Ihr, Divertimento, Bligg, Michael von Der Heide, Dabu Fantastic, Milena Moser, Charles Nguela, Dodo, Greis, Gimma, Romana Ganzoni, Sunil Mann, Klischee, Guy Landolt, Minus 8, Vitamin S, Anisch & PowerDanceGroup, DJ Tatana – lest Ihr das überhaupt noch? – Rita Roof, Andrea Keller, Fatima Dunn – wer hat ihren Youtube Kanal abonniert, ehrlich? – Tanja Kummer, Nelly Gyimesi, Jessy Howe, Jan Graber, Arnold Meyer, Stefan Matthey (CEO der Firma Good News) , Werner Christen der P.A. Firma Livesound, David Aebischer (Power Agency, Die Mittellaendische, mein Chef) etc. etc. etc.   Morgen um 16:00 Uhr poste ich das nächste Sujet auf Facebook. Ihr werdet Freude daran haben. Glaubt mir. Folgen kann man mir übrigens auch auf Instagram. Dies unter alon_renner. Mehr News demnächst. Hier in einer Woche. Passt gut auf Euch auf. Euer Alon Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Resistenzproblematik Antibiotika: Labore unterwandern Therapie der Leistungserbringer mit eigenbereichernder Diagnostik! (Fri, 30 Oct 2020)
DMZ – MEDIZIN / POLITIK ¦ Dr. Andreas Keusch ¦ KOMMENTAR   Wenn Labore wie z.B. «Unilabs» aus lauter Gewinn- und Profitoptimierung oder im Hintergrund geheimvertraglich geregelten Kickbacks, Rabatten beginnen, medizinische Therapierichtlinien als Diagnostikdienstleister therapeutisch zu unterwandern, resp. einzuschränken, dann wird die medizinische Grundversorgung mit Antibiotika unterwandert, nur unnötigerweise die Ausgangslage zur zunehmenden Antibiotikaresistenz verschärft.   Entspricht eine solche skrupellose eigennützige Gewinn- und Profitoptimierung wirklich dem Willen des Gesetzgebers?!   Falls nicht, ist «Unilabs» unter CEO Alessandre M. Keller die Lizenz als Laborunternehmen in der Schweiz tätig sein zu dürfen, als unmissverständliche Warnung für alle Labore sogleich beispielhaft zu entziehen!   Antibiotika stellen in der Medizin aktuell die wichtigste Waffe der Menschheit gegen bakterielle Infektionen dar. Durch deren in der Vergangenheit routinemässigen oftmals aber leider nur rein gewinn- und profitoptimierenden wahllosen Einsatzes bei Mensch und Viehzucht wird in den kommenden Jahren die zunehmende «multiple» Antibiotikaresistenz zu einer grossen Herausforderung für den Menschen, resp. der Volksgesundheit anwachsen. Dies wohl neben den zur Zeit immer häufiger zu erwartenden Pandemieverläufen als negative Konsequenz der zunehmend überbordenden und verdichtenden «Massenmenschhaltung» auf diesem Planeten, welche diese so entstandene «Monokultur» Mensch die Biodiversität von Flora und Fauna so zunehmend zerstören, sich selber deswegen gleichzeitig immer verletzlicher, anfälliger gegenüber bakteriellen und viralen Infekten werden lässt. Letztere z.B. gerade aktuell als eine zur Pandemie ausgeuferte Zoonose (COVID-19), kann natürlich nicht mit Antibiotika abgewehrt werden, versucht die Infizierten jedoch vor zusätzlichen bakteriellen Superinfektionen wie z.B. Lungeninfektionen zu schützen.   In der Natur gibt es ein schönes Beispiel, wie eine Überpopulation einer Spezies in einem wiederkehrenden 4-Jahres-Zyklus immer wieder durch Infektanfälligkeit auf ein gesundes Mass zurückgeschrumpft wird, welches wir alle kennen: die Wühlmausplage. Von Jahr zu Jahr wird die Population grösser. Dies lässt die Jungtiere immer frühreifer werden, so dass diese bereits im «Kindesalter» gedeckt werden können, was diese «Mono-Population» noch schneller anwachsen lässt. Das Platzangebot wird immer beschränkter, was die Tiere immer gestresster und somit anfälliger gegenüber Infektionskrankheiten werden lässt. Folge davon: regelmässig wiederkehrende natürliche infektiöse Down Regulierungen der Wühlmauspopulationen durch «Mutter Natur», so dass danach wieder alles von vorne zu beginnen vermag (in der Regel als 4 Jahreszyklen). Beim Mensch muss dank zunehmender Antibiotikaresistenz von Jahr zu Jahr mit einem prämienbefeuernden Anstieg der Behandlungskosten infolge längerer Krankenhausaufenthalte, höherer Ausgaben für «Reserveantibiotika» sowie Behandlungen infolge lebensbedrohlicher Blut- und Wundinfektionen, Lungenentzündungen etc. gerechnet werden. Ganz zu schweigen von den dabei unnötig zunehmenden Todesfällen infolge sich ausbreitender multiresistenter Keime sowie den damit einhergehenden gefürchteten nosokomialen Infektionen (Krankenhausinfektionen). Unsere Leistungserbringer sollten somit stets darauf achten, Antibiotika nur noch medizinisch streng indiziert und unter Beachtung der jeweiligen vorliegenden Therapieempfehlungen möglichst effektiv zu verordnen, um die Resistenzproblematik nicht in diesem Tempo voranschreiten zu lassen. Vom medizinischen Standpunkt her wäre es diagnostisch und therapeutisch deswegen eigentlich sehr wichtig, die jeweils individuell vorliegenden Antibiotikaresistenzen genau erfassen und die Behandlung entsprechend einleiten zu können, um individuelle Infektionen medizinisch und nicht nach rein politwirtschaftlich ökonomischen eigenbereichernden Interessen gleichzeitig möglichst kosteneffizient sowie antibiotikaresistenzverringernd so erfolgreich wie nur möglich behandeln zu können. Antibiogramme spielen dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle, auch im stark zunehmenden Kampf um nosokomiale Infektionen. Krankenhauskeime: Kassen und Praxen im Fokus: Pharmazeutische Zeitung, 12. März 2014 - https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=51297&fbclid=IwAR1o4C0yu9IFyE6Knml1tNffndXTMl0ydazsBHSidX85KsW1nNL3Y3lcY78 Antibiogramme sind für den behandelnden Leistungserbringer zunehmend ‘matchentscheidend’, welche Antibiotika individuell tatsächlich noch möglichst erfolgreich eingesetzt werden können. Dabei sollten Reserveantibiotika, falls möglich und vertretbar, möglichst zurückhaltend verordnet werden, um diese nicht ebenfalls schon vorschnell zu verlieren. Doch sowohl die politische Kostenoptimierung als auch der Gewinn- und Profitdruck der Leistungserbringer und Dienstleister inkl. den Krankenversicherungen gefährden die «Volksgesundheit» leider zusehends in unnötiger Art und Weise! So z.B. beim medizinischen Kampf gegen die leider zunehmenden nosokomialen, multiresistenten Infektionen z.B. bei den unteren und oberen Harnwegsinfektionen (HWIs). Den behandelnden Ärztinnen und Ärzten stehen dabei diverse nationale und internationale Leitlinien zur Behandlungsempfehlung von Harnwegsinfektionen wie z.B. Zystitis, Prostatitis etc. zur Verfügung: Guidelines Urological Infections. European Association of Urology. - https://uroweb.org/guideline/urological-infections/ Expertenbrief No. 58: Akute und rezidivierende Harnwegsinfektionen. SGGG, Kommission Qualitätssicherung, 6. Juni 2018 - https://www.sggg.ch/fileadmin/user_upload/58_Harnwegsinfekt_Juni_2018.pdf Erni Simone, Huber F. Guideline: Harnwegsinfekte Erwachsene. - https://www.medix.ch/media/gl_hwi_erwachsene_6-2019_15.8.19_mh.pdf Guideline: Harnwegsinfekt (HWI). KSSG - https://kssg.guidelines.ch/guideline/579 Bei den generellen Therapieempfehlungen zu Mann und Frau je nach HWI (Zystitis, Pyelonephritis, Prostatitis) – unkompliziert / kompliziert, beim Mann jedoch mehrheitlich kompliziert – werden dabei Antibiotika als 1. sowie 2. Wahl empfohlen, welche sich je nach Guideline unterscheiden können. Stets bei der Auswahl des Antibiotikums zu beachten: das lokale Resistenzspektrum gemäss «Antibiotika Resistenz Überwachung Schweiz» ANRESIS. Folgende 14 Antibiotika werden je nach vorliegender Diagnose (Untere / Obere HWI, Unkompliziert / kompliziert, Beteiligung Prostata, Nebenhoden etc.) dabei therapeutisch «unspezifisch» empfohlen, welche die beauftragten Labore deswegen auch standardmässig in deren «Antibiogrammen» auf allfällig vorliegende Resistenzen überprüfen sollten: Trimethoprim – Sulfamethoxacol Fosfomycin Nitrofurantoin Ciprofloxacin Norfloxaxin Amoxicillin- Clavulansäure Cefuroxim Cefitraxon Piperacillin / Tazobactam Imipenem Meropenem Doxycyclin Azithromycin Metronidazol … um bei «spezifischer Therapie» mit mikrobiologischem Keimnachweis gemäss Antibiogramm therapeutisch möglichst effektiv und effizient – medizinisch und ökonomisch – intervenieren zu können! Aufgrund der vorliegenden Symptomatik muss jedoch schon vor Kenntnis des genauen Erregers und dessen Resistenzmusters mit einem Antibiotikum «blind» vorbehandelt werden, welches dann je nach vorliegendem Antibiogramm angepasst werden muss. Da ist es angesichts des höchst eigennützig vorliegenden Gewinn- und Profitoptimierungsdruckes von Politik und Krankenversicherungen, aber auch gemäss den höchst eigennützigen mengenausweitenden Eigeninteressen der Hersteller, natürlich einfacher, von Anfang an ein finanziell lukrativeres Antibiotikum zu verordnen, zu welchem noch wenige allgemeine Resistenzen bekannt sind. Im Prinzip also eine rein nach ökonomischen Eigeninteressen gerechtfertigte Antibiose, die Problematik die Resistenzen dabei theoretisch unnötig zu fördern, völlig missachtend. Labore wie «Unilabs» unter CEO Allessandre M. Keller haben in der Zwischenzeit leider begonnen, im leicht zu korrumpierenden, gewinn- und profitoptimierenden Eigeninteresse die Resistenzabklärung diverser Antibiotika nicht mehr durchzuführen, da angeblich bereits zu hohe Resistenzraten vorliegend! Dies eröffnet «Unilabs» entsprechende Spielwiesen für gewinnoptimierende Therapieempfehlungen im Interesse einzelner Hersteller dank Retrozessionen aber auch gleichzeitig die internen Kosten für Antibiogramme gewinn- und profitoptimierend zu straffen. «Unilabs» missachtet dabei die internationalen sowie national / lokal vorliegenden Guidelines / Empfehlungen. «Unilabs» schränkt so zudem die in der Bundesverfassung verankerte Therapiefreiheit unserer Leistungserbringer eigenbereichernd ein.     Diese Unterwanderung der Abklärung der individuellen Ausgangslage der vorliegenden Antibiotikaresistenzproblematik gefährdet zudem zusätzlich die medizinisch-wissenschaftliche Überwachung der Antibiotikaresistenzproblematik von ANRESIS («Antibiotika Resistenz Überwachung Schweiz»). Günstige, individuelle jedoch noch wirksame Antibiotika können durch unsere Leistungserbringer und Dienstleister so durch lukrativere Präparate gewinn- und profitoptimierend substituiert werden. Gleichzeitig so aber wohl auch die Resistenzproblematik unnötig verschärfend. Anbei ein aktuelles Beispiel rezidivierender HWIs mit einer in der KG vorliegender Penicillin-Allergie infolge zugrundeliegender inkompletter Paraplegie mit Blasenlähmung und damit einhergehendem erhöhtem Infektrisiko, wo die Resistenzproblematik langfristig betrachtet zu einer medizinischen Herausforderung anzuwachsen vermag, wenn immer weniger Antibiotika zur Verfügung stehen. Aufgrund der anamnestisch aufgeführten Penicillin-Allergie fallen für den behandelnden Hausarzt so schon im Vorfeld bereits einmal 2 Optionen weg. Zudem sollte Nitrofurantoin bei Männern mit komplizierten HWIs nicht eingesetzt werden! Somit blieb dem Hausarzt nur noch Levofloxacin übrig. In den Guidelines nicht explizit aufgeführt, da Levofloxacin aufgrund der Antibiotikaresistenzproblematik ein Reserveantibiotikum darstellt, man diese Waffe nicht vorschnell verlieren möchte, eben nur ganz gezielt oder bei eindeutigem Verdacht auf Prostatitis einsetzten sollte. Auf Rückfrage des Hausarztes bei «Unilabs», weswegen man z.B. Trimethoprim/Sulfamethoxazol oder Ciprofloxacin nicht getestet habe, erfolgte nur die äusserst lapidare höchst eigennützig verteidigende Antwort seitens «Unilabs» gegenüber dem entsprechend nachfragenden Hausarzt: «Generell als resistent einzustufen, weswegen es keinen Sinn mehr mache, diese antibiotischen Wirksubstanzen bei der Resistenzüberprüfung weiterhin miteinzubeziehen.» Die Resistenz gegenüber Chinolonen wie z.B. Ciprofloxacin haben gemäss aktuellem «Expertenbrief Nr. 58» der SGGG in den letzten 10 Jahren in der Schweiz, Stand Dez. 2017 / Resistenzlage 2016 - von 1% auf 21% zugenommen. 79.5% der HWIs bei Frauen sind auf Ciprofloxacin theoretisch sensibel, 77.6% auf Trimethoprim/Sulfamethoxal! Die Resistenzproblematik bei Männern dürfte sich dabei wohl nicht gross davon unterscheiden. Somit prinzipiell alles andere als «Generell Resistent», wie von «Unilabs» verteidigend vorgeschoben! Wenn ein Labor wie «Unilabs» nun so skrupellos gewinn- und profitoptimierend agiert, sich so rechtfertigt, widerspricht dies generell den vorliegenden medizinisch-wissenschaftlichen Antibiose-Empfehlungen. Zudem würde eine solche Resistenzzunahme ein grosses Problem darstellen, über welches die Bevölkerung längstens hätte transparent aufgeklärt werden müssen, um die immer wieder von der Politik eingeforderte Eigenverantwortung nachhaltig bei der Forderung nach Antibiosen durch den Patienten nachhaltig sensibilisieren, resp. stärken zu können. Das aktuelle Vorgehen «Unilabs» weist deswegen mit grosser Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass unter dessen aktuellem CEO Alessandre M. Keller, einem medizinisch nachweislich nicht ausgebildeten und daher eindeutig überforderten, rein ökonomisch höchst eigennützig leicht korrumpierbarem entsprechend agierenden Protagonisten im «Schweizer Gesundheitssystem», wohl leider nur gezielt pekuniäre Partikulärinteressen verfolgt werden. «Unilabs» masst sich als höchst eigennütziger Dienstleister im Selbstbedienungsladen OKP an, so den Therapieentscheid unserer Leistungserbringer offensichtlich nach rein ökonomischen Gesichtspunkten zu unterwandern. Eine Problematik im «Schweizer Gesundheitssystem», welche zunehmend die medizinische Sorgfaltspflicht unterwandert, eben typisch für pseudomedizinische Manager wie Alessandre M. Keller zu sein scheint, die eben keine nachweisliche praktische Ausbildung und Erfahrungswerte in medizinischer, resp. klinischer Anamnestik, Diagnostik und Therapie aufzuweisen vermögen. Auf welcher medizinisch-wissenschaftlichen Grundlage resp. Rechtfertigung basiert ein solches minimalistisch ungenügend durchgeführtes gewinn- und profitoptimierendes Antibiogramm tatsächlich?! Entspricht dies nun einer niederen pekuniären Gewinnoptimierung durch den «Unilabs» CEO und Nichtmediziner Alessandre M. Keller oder entspricht es sogar letzten Endes der konsequenten Umsetzung des aktuell vorliegenden politischen Willens nach kurzfristiger Kostensenkung, Prämienenanstiegsentschleunigung im «Schweizer Gesundheitssystem», ohne dabei die damit induzierten langfristig negativen Konsequenzen einer qualitativ hochwertigen kosteneffizienten medizinischen Grundversorgung, wie mit dem KVG ursprünglich politisch einmal angestrebt, gebührend mitzuberücksichtigen? Die Endverantwortung einer Therapie trägt gemäss ärztlicher Sorgfaltspflicht aber stets der behandelnde Leistungserbringer. Wenn nun Dienstleister wie Labore und Hersteller gewinn- und profitoptimierend und/oder infolge über im Hintergrund geleisteter, ausgehandelter Retrozessionen, Kickbacks … Ärzte, Praxis, Labor: Kantone durchleuchten Kickback-Praktiken bei Labors. Medinside, 7. Januar 2020 - https://www.medinside.ch/de/post/kantone-wollen-kickback-praktiken-bei-labors-durchleuchten Waltersperger Laurina. Vorfälle in Genf enthüllen fragwürdige Praktiken von klinischen Labors. NZZamSonntag, 9. Februar 2019 - https://nzzas.nzz.ch/schweiz/krankenkassenpraemien-erhoehung-wegen-dubioser-labor-praktiken-ld.1458642?reduced=true … die Antibiogramme und die davon abhängigen Antibiotika-Verordnungen nach deren ökonomischen Eigeninteressen nun zu unterwandern beginnen, dann besteht langfristig die zusätzlich grosse Gefahr, dass man diese Waffe im Kampf gegenüber bakteriellen Infektionen, resp. Reserveantibiotika, so noch schneller verlieren könnte, als einem letzten Endes lieb ist. Wenn sich dann noch zusätzliche politische Fehlsteuerungen dank finanzieller Fehlanreize wie Retrozessionen und Kickbacks etc. zur angeblich kosteneindämmenden Patientenstrom und Therapiesteuerung dazugesellen, dann entfernen wir uns immer weiter von medizinisch adäquater und ökonomisch kosteneffizienter Krankenversorgung weg, hin zu einem rein gewinn- und profitierten überteuerten höchst ineffizienten und qualitativ leider äusserst mangelhaftem Gesundheitssystem, das die medizinische Grundversorgung zusätzlich zusehends zerstört.