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Corona Dossier (Fr, 15 Jan 2021)
DMZ – WISSEN ¦ GESUNDHEIT ¦ MEDIZIN ¦ INTERNATIONAL ¦   Weltweit haben sich mehr als 91 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Über 2 Millionen Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.   Bei SRFnews finden Sie die Fallzahlen weltweit, die Liste der Risikoländer und eine Übersichtskarte der Regionen Europas mit den Fallzahlen und den Hospitalisationen. Fallzahlen Lichtenstein, Schweiz, Deutschland & Österreich Schweiz / Lichtenstein Schweiz /Lichtenstein Deutschland Deutschland Österreich Österreich
COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Riesige Reichweite Der Gastkommentar und die Veröffentlichung des Manuskriptes "COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt vom 7.4.2020 in unserer Zeitung findet international riesige Beachtung und Zustimmung.   In den ersten beiden Tagen wurde der Artikel bereits über 350'000 mal gelesen und tausendfach geteilt. Bis Ende 2020 wurde der Artikel über 12 Mio mal angeklickt. Wir haben deshalb bei Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt nachgefragt und 10 Fragen gestellt, die aktuell im Raum stehen. Ein Summary ist in Arbeit....  .............................................................................................................. Original (07.04.2020) - COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Interview in german (09.04.2020) English (18.04.2020) - COVID-19 – an interim review or an analysis on the ethics, the medical facts as well as the current and future political decisions  Espanol (18.04.2020) - OVID-19 - una revisión a medio plazo o análisis de la moral, los hechos médicos y las decisiones políticas actuales y futuras   COVID-19 – Update von Prof. Paul R. Vogt (20.04.2020)
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Behauptungen zu den Corona-Impfungen im Faktencheck (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – WISSENSCHAFT / MEDIZIN ¦ Walter Fürst ¦   Das Internet und die Sozialen Medien sorgen für riesige Probleme. Nie war es schlimmer als aktuell während der Pandemie. Aktuell werden rege Fake-News zu den Corona-Impfungen verbreitet. Experten haben bereits alle widerlegt - leider dringen diese Richtigstellungen dann aber nicht immer bei allen Verunsicherten ein. Deshalb sind viele Menschen unsicher, ob sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Experten fordern daher mehr gezielte und verständliche Informationen rund um die neuen Präparate etwa von Biontech oder Moderna.   Am besten hält man sich generell immer an die Empfehlungen, die von Gesundheitsbehörden und auf den Websites zuständiger europäischer und internationaler Organisationen wie ECDC und WHO veröffentlicht werden. Einen wichtigen Beitrag kann man auch persönlich gegen Fake-News leisten, indem man Informationen aus zweifelhaften Quellen nicht ungeprüft weiterleitet.   Neue Technologie Manche Unsicherheiten kommen auch daher, dass einige der bisher entwickelten Impfstoffe mit einer neuen Technologie arbeiten, mit Messenger-RNA (Boten-Genmaterial), also mit Teilen von Virus-Erbgut. Der Körper wird dazu gebracht, selbst Virusproteine herzustellen. Mit ihrer Hilfe erlernt das Immunsystem eine Immunantwort, ohne den Verheerungen einer Viruserkrankung ausgesetzt zu sein. Viele klassische Impfstoffe funktionieren dagegen über eine Injektion abgeschwächter Erreger(-teile).    Virus-Erbgut im Körper – manche Menschen verunsichert diese Vorstellung. Auch wenn es keine Hinweise darauf gibt, dass das menschliche Erbgut dadurch verändert wird. Wir geben den Überblick zum Stand der Wissenschaft.   1. Corona-Impfstoffe machen unfruchtbar Bewertung: falsch.   Menschen, die das behaupten, verweisen auf die vermeintliche Ähnlichkeit zwischen dem Spike-Protein des Coronavirus, mit dem der Erreger an menschliche Zellen andockt, und dem körpereigenen Protein namens Syncytin-1. Bei gebärfähigen Frauen ist Syncytin-1 etwa für die Bildung der Plazenta verantwortlich, über die der Nachwuchs in der Gebärmutter mit Nährstoffen versorgt wird. Die These: Eine Immunabwehr gegen das Corona-Spike-Protein weite sich auch auf Syncytin-1 aus und verhindere so die Bildung der Plazenta. Es gebe jedoch überhaupt keine besondere Ähnlichkeit zwischen den beiden Proteinen, so «dass eine Kreuzreaktion des Impfstoffs im Grunde unmöglich ist», sagt die Leiterin der Forschungsgruppe Biochemie und Bioorganische Chemie an der Universität Leipzig, Annette Beck-Sickinger.     2. Eine MRNA-Impfung führt zu Genveränderungen Bewertung: Das ist ausgeschlossen   Bisherige Impfstoffe beinhalten meist abgetötete oder geschwächte Viren oder Teile davon. Die Corona-Mittel von Biontech und Moderna funktionieren anders, nämlich erstmals über die sogenannte mRNA. Dabei werden keine abgetöteten Sars-CoV-2-Erreger injiziert, sondern nur die Bauanleitung für einen Bestandteil des Virus – das Botenmolekül mRNA. Auf dieser Grundlage stellen die Körperzellen Teile des Viren-Hüllproteins (Spike-Protein) selbst her. Gegen dieses wiederum entwickelt das Immunsystem nun bestimmte Faktoren, sodass es bei einem späteren Kontakt mit dem Coronavirus die Struktur des Proteins wiedererkennen und den Erreger gezielt abwehren kann.     Die Informationen der RNA können dabei nicht in die menschliche DNA eingebaut werden. Das verhindert schon die unterschiedliche chemische Struktur beider. Zudem erreicht die mit der Impfung aufgenommene mRNA gar nicht die Zellkerne, in denen das Erbgut in Form von DNA lagert.   3. Sechs Menschen starben am Biontech-Impfstoff Bewertung: falsch.   An der Phase-3-Studie von Biontech nahmen 43'448 Menschen teil. Im Studienzeitraum zwischen Ende April und Mitte November 2020 starben sechs der Teilnehmer – allerdings nicht an der Impfung. «Alle Todesfälle stellen Ereignisse dar, die in der allgemeinen Bevölkerung der Altersgruppen, in denen sie auftraten, mit einer ähnlichen Rate vorkommen», schreibt die für die US-Zulassung des Präparats zuständige Behörde FDA. «Keinen Zusammenhang» der Fälle mit der Impfstudie sieht auch die europäische Zulassungsbehörde EMA: «Andere Vorerkrankungen waren eher die Todesursache.»     4. Schnelle Zulassung macht den Impfstoff unsicher Bewertung: falsch.   Anders als etwa in den USA gab es in der EU und in der Schweiz keine Notfallzulassung. Hier setzt man stattdessen auf eine bedingte Marktzulassung. Der Unterschied: Bei einer bedingten Marktzulassung wird umfassender geprüft und die Hersteller tragen mehr Verantwortung für die Sicherheit des Medikaments.   Angesicht der Pandemie-Lage wurde der Zulassungsprozess für die Corona-Impfstoffe allerdings beschleunigt – es gilt ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren. Dabei können Arzneimittelhersteller schon vor dem vollständigen Zulassungsantrag einzelne Berichte über die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit ihres Präparats einreichen statt erst am Schluss. Das macht das Verfahren schneller, aber nicht unsicherer.      Quellen: SRF ¦ MM ¦ Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Covid19 - Schweiz - Das BAG meldet 2396 Neuinfektionen und 66 Verstorbene (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ Walter Fürst ¦    Das Bundesamt für Gesundheit hat heute Mittag 2396 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.   Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 13.1 Prozent. Das heisst, von 100 Tests waren im Schnitt rund 13 Tests positiv. Das Testvolumen im 7-Tage-Schnitt liegt bei 22'869 Tests pro Tag und ist damit im Vergleich zur Vorwoche um 5 Prozent gestiegen.   Das BAG meldet 66 neue Verstorbene. Der 7-Tage-Schnitt liegt bei 47 Verstorbenen.    Das BAG meldet aktuell 2'148 Personen, die wegen Covid-19 in einem Spital behandelt werden. Das sind 13 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die zertifizierten Intensivbetten in den Schweizer Spitälern sind aktuell zu 89.0 Prozent ausgelastet, inklusive Ad-Hoc-Betten beläuft sich die Auslastung auf 79.0 Prozent.     BAG meldet neue Corona-Fälle erst am Nachmittag Auf Twitter meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG), dass die Corona-Zahlen ab jetzt jeweils am Nachmittag veröffentlicht werden, statt bis anhin vor dem Mittag. Grund dafür seien «neu angebotenen Indikatoren und deren Synchronisation».   Die wichtigsten Zahlen für die SchweizStand seit Beginn der Pandemie Fälle 492'832 Hospitalisierte 20'436 Verstorbene 7'904 Täglich gemeldete Neuinfektionen Neu gemeldet 2'474 7-Tage-Schnitt 2'659,3 Δ Vorwoche -21% Täglich gemeldete Verstorbene Neu gemeldet 53 7-Tage-Schnitt 45,9 Δ Vorwoche -26% Lage in den Spitälern Covid-19-Hospitalisierungen 2'233 (-14%) Auslastung zertifizierte IPS-Betten  90% Auslastung inkl. Ad-hoc  78% Quellen: Neuinfektionen, Verstorbene, Hospitalisierte: BAG, Stand: 14.01. IPS-Auslastung: icumonitoring.ch, Stand: 14.01.   Hinweis: Das BAG publiziert an Wochenenden und Feiertagen keine neuen Zahlen.     Quellen: https://www.sgi-ssmi.ch/files/Dateiverwaltung/COVID_19/Stellungnahmen%20SGI/IMSGCVCM_Stellungnahme_COVID-19_201117_DE_10.pdf https://www.sgi-ssmi.ch/de/news-detail/items/593.html https://www.samw.ch/dam/jcr:d4c0cb0d-7dc7-4337-b5c0-493fd2ac0d5d/directives_v3_assm_triage_soins_intensifs_penurie_ressources_20201104.pdf BAG - Neumeldungen beinhalten Nachmeldungen der Vortage. Die Zahlen werden an Werktagen aktualisiert, kurz nach Mittag. Quelle: BAG,  SRF - https://www.srf.ch/news/schweiz/coronavirus-so-entwickeln-sich-die-corona-zahlen-in-der-schweiz     Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Österreich - Aktuelle Situation: 1528 Corona-Neuinfektionen (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦   1.528 neue Corona-Infektionen in Österreich Zudem gibt es 66 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.     Von Donnerstag auf Freitag gibt es in Österreich 1.528 neue Corona-Infektionen. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zu Donnerstag wieder gesunken, aber auch deswegen, weil bei der Meldung vom Donnerstag Nachmeldungen aus Kärnten und Oberösterreich dabei waren.    Außerdem gibt es 2.283 neue Genesene. Damit sinkt auch die Zahl der aktiven Fälle. Zudem gibt es 66 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.    Die Zahlen aus den Bundesländern Wien: 294 Niederösterreich: 281 Oberösterreich: 263 Steiermark: 197 Salzburg: 129 Kärnten: 107 Tirol: 97 Vorarlberg: 88 Burgenland: 72         Quellen: https://covid19-dashboard.ages.at/ Gesundheitsministerium  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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RRRrrrr Renners Rasende Randnotiz - Fluchwörter (Fri, 15 Jan 2021)
Alon Renner (Potrait von Olivia Aloisi) Alon Renner (Potrait von Olivia Aloisi) DMZ – KOLUMNE ¦ Alon Renner ¦   Fuck you! Herzlich willkommen zum zweiten Teil meiner Kolumne über Fluchwörter. Mehrere Studien belegen: wer oft flucht ist intelligent! Und: «sich Luft zu verschaffen» macht stark! Zudem stellen wir heute fest, dass Schimpf-wörter nicht nur eine Karriere durch-laufen, sondern auch einem Kasten-system entspringen. Ausserdem schauen wir uns Malediktionen in der Französischen Sprache und im Jiddischen an.   Laut wissenschaftlichen Studien macht uns Fluchen sowohl stärker als auch leistungsfähiger. Denn das Schimpfen erzeugt im Körper eine psychische Stressreaktion. Der Organismus richtet sich auf eine Gefahr ein und verströmt Hormone wie Adrenalin, Cortisol und Endorphine, die unser Schmerzempfinden herunterstufen. Genau wie bei der Einnahme von Schmerzmitteln. Stossen wir uns nun also irgendwo an, löst das Gehirn bei den meisten sofort eine Salve an heilbringenden Fluchwörtern aus. Nach dem gleichen Prinzip helfen Verwünschungen beim Sport, der Verrichtung schwerer Tätigkeiten oder als Dirty Talk beim Sex. Die Ausschüttung der entsprechenden Hormone macht uns leistungsfähiger. Ähnliches tun Roger Federer und Co, wenn sie auf dem Tennis Court laut rumschreien oder vor sich hinstöhnen. Denn diese für Tennismuffel doch eher abartigen Klänge haben einen ähnlichen Effekt.  Fluchen entlastet aber auch bei Traurigkeit und emotionalen Schwankungen. Dadurch, dass negative Gefühle nicht länger eingesteckt, geschluckt und abgewürgt werden, wird Druck abgebaut. Ein Zusätzliches bewirken auch hier die oben erwähnten Hormone. «Sich Luft zu verschaffen» hilft ganz generell mit ungemütlichen Situationen umzugehen. Und macht dadurch vieles leichter.   Fluchen wird oft mit schlechten Manieren und mangelnder Selbstbeherrschung gleichgesetzt. Doch dieser Eindruck ist falsch. Wer viele Schimpfwörter beherrscht, braucht sich hierfür nicht zu schämen. Ganz im Gegenteil. Denn dies ist nichts anderes als ein Zeichen von Eloquenz und bedeutet, dass man auch sonst sehr viele Wörter kennt. Folglich ist «vom Leder ziehen» ein Zeichen von Intelligenz. Auch dies wird durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gestützt: Menschen die häufig schimpfen, sind intelligenter, kreativer, grösser, schöner, weniger stressanfällig, emotional ausgeglichener und fahren Porsche. Glaubt Ihr nicht?  Wer viele Verwünschungen äussern kann, hat auch einen großen Wortschatz und dadurch ein gutes Sprachgefühl. Ergo verbessert sich durch die Verwendung von Schmähwörtern die sprachliche Kompetenz. Das gleiche gilt für die Kreativität. Wer viele Flüche kennt und leidenschaftlich schimpft, ist auch in anderen Lebenslagen einfallsreicher. Und kann in Stresssituationen besser reagieren. Menschen, die oft, gerne und abwechslungsreich fluchen, schulen damit ihre kreative Ader. Und können deshalb mehr Ideen entwickeln als der Bevölkerungsdurchschnitt.  Ganz erstaunlich ist es, dass man in neunzig Prozent aller Fälle die Fluchwörter folgenden Bereichen zuordnen kann: den Fäkalien, dem Sexuellen, dem Göttlichen, dem Tierischen und den Behinderungen. Die ganz wunderbare Scheisse und die herrliche Pisse, Ficken, Bumsen, Blasen, etc. - in ihrer ganzen Fülle und Verkehrsregeln, Jesus!, Maria!, Himmel Herrgott!, usw. – immer mit Ausrufezeichen und so gar nicht im Dienste religiösen Tuns, Kuh, Esel, Huhn, Affe, etc. – im Tiergarten der internationalen Verleumdungen besonders beliebt und Idiot, behindert, Mongo, usw – also Bezeichnungen, die eine ganze Personengruppe diffamieren. Doch, warum ist dies so? Warum bedienen wir uns hauptsächlich dieser fünf Gruppen? Wenn wir fluchen, verfluchen oder beleidigen, dann wollen wir das Objekt unserer Unlust erniedrigen, wir wollen es klein machen, es in die Schranken weisen, seiner oder ihrer Habhaft werden und ihm oder ihr alles Mögliche und Unmögliche antun. Und was haben Gott und das himmlische Personal der katholischen Kirche damit zu tun? Da findet beim Fluchen die Umkehrung statt. Bitten wir sie normalerweise um die Erfüllung von Wünschen und in unserer Verzweiflung um Wundertaten, reissen wir sie in der Wut, im Affekt oder in der Enttäuschung vom Sockel, sozusagen vom Himmel herab, packen sie am Schlawittchen und machen sie ganz persönlich für unser Unglück verantwortlich. Fuck you, you fuckin fuck!   Weltweit lassen sich drei Fluchtypen ausmachen: Erstens die Familienbeschimpfer, besonders in Asien und Afrika. Zweitens die Gotteslästerer: Katholiken von Italien bis Brasilien. Und drittens die Prüden: vor allem in den angelsächsischen Ländern. Bei den Familienbeschimpfungen wird hauptsächlich die Mutter des Gegners beleidigt, dann seine Schwester, dann der Vater und zuletzt, d.h. wenn keiner mehr übrigbleibt: verstorbene Familienmitglieder. Im Deutschen sind Mutter-Beleidigungen eher selten. Es gibt sie indirekt als «Hurensohn» oder «Mutterficker». Das mit den Gotteslästerern habe ich Euch weiter oben erklärt. Himmel! Passt Ihr den gar nicht auf? Und die Prüden? Nun, die Armen müssen ihrer sexuellen Zurückhaltung und Verschlossenheit psychologisch auf anderer Art und Weise begegnen. Somit stossen sie nicht nur Flüche aus, sondern machen auch ihrem diesbezüglichen Frust gerne Luft. Ganz frei nach dem Motto: Wer viel über Sex redet, hat in der Regel keinen.   Warum nun aber ausgerechnet im Deutschen Raum die Fäkalsprache Einzug gehalten hat, konnte mir bis anhin keiner so genau erklären. Kostbarkeiten wie: Scheisse, Scheiss, Kake, Mist, Bockmist, Dreck, beschissen, verkackt, Pisse, verpiss Dich, Scheiss drauf, etc etc sind in unserem Sprachraum besonders ausgeprägt und verbreitet wie Sand am Meer. (Schöne Analogie, ich weiss) Der genaue Grund mag in der Reformation liegen, in den preussischen Tugenden, im Spiessbürgertum, wer weiss... Auffällig ist es allemal.   Und nun... muss ich Euch vertrösten. Es hat geschneit. 3 Meter hoch. Oder zumindest gefühlte 3 Meter hoch. Und ich muss noch dutzende Dinge erledigen, bevor wir hier richtig eingeschneit werden. Zudem ist die Liste derjenigen Sachen die es noch über das Fluchen zu sagen gibt, dermassen lang... Freut Euch auf einen dritten Teil, in dem ich Euch wirklich etwas über die Karriere von Fluchwörtern zu berichten habe. Auf Melediktionen in Französischer Sprache, im Jiddischen und jede Menge mehr. Vielen Dank fürs Lesen und fuck you very much.   P.S. Als Balsam, als Hoffnungsschimmer und als Silberstreifen am Horizont kommt hier noch eine Playlist mit den schönsten Fuck You Songs aller Zeiten.   Für grinsende und sanfte Fuck You Zustände: - Lily Allen – Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=yFE6qQ3ySXE - CeeLo Green – Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=pc0mxOXbWIU - Pomplamoose – Hot Girl Bummer https://www.youtube.com/watch?v=N-5ika5YwWo - The Beastie Boys – Hey Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=TUEYvE3gnZQ - Frankee – F.U.R.B (F U Right Back) https://www.youtube.com/watch?v=B1K0pUSSFUo - Dua Lipa – IDGAF https://www.youtube.com/watch?v=Mgfe5tIwOj0 - Anna David – Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=--zg5SogLLI     Für harte Fuck You Zustände, d.h. wenn Ihr es so richtig nötig habt: - Cristal Distortion – Fuck The Fucking Fuckers https://www.youtube.com/watch?v=ZlbGFUCNXWg - Methods Of Mayhem – Proposion Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=vwoAxuZYclo - Smashing Pumpkins - An Ode to No One – Smashing Pumpkins https://www.youtube.com/watch?v=97sYm0Bkd3Y - The Headstones – Fuck You https://www.youtube.com/watch?v=cMC895zx3S8 - Real Big Fish - Another F.U. Song https://www.youtube.com/watch?v=LQ9YVF-wyho - Bad Religion – Fuck You https://www.youtube.com/results?search_query=bad+religion+fuck+you Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Whatsapp vertreibt User mit neuen Datenschutzrichtlinien - was sind die Alternativen (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – DIGITAL / TECHNIK ¦ AA ¦   Eine Änderung der Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Whatsapp sorgt dafür, dass Threema, Telegram und Signal zurzeit boomen. Der Grund sind die Bestimmungen im Zusammenhang mit der Datenweiterverwendung. So will der Whatsapp Messenger-Dienst künftig viele persönliche Daten mit anderen Facebook-Unternehmen teilen. Aber Vorsicht bei der Wahl der Alternative ist geboten!   Threema und Signal Der Schweizer Messenger-Dienst Threema erfreut sich seit letztem Freitag grosser Beliebtheit. Bei den Bezahl-Apps hat der Dienst übers Wochenende die Spitze der Charts gestürmt, wie Threema mitteilt. Das gelang in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Noch grössere Erfolge feiert gemäss verschiedenen Medienberichten die Gratis-Alternative Signal.   Gemäss Threema hängt sein kürzlicher Erfolg mit den Änderungen der Nutzungsbedingungen von Whatsapp zusammen. Wie verschiedene Medien berichten, müssen Whatsapp-User bis am 8. Februar neuen Nutzungsbestimmungen zustimmen, wenn sie den Dienst weiter nutzen wollen. In der Folge könne die App künftig eine Vielzahl von persönlichen Daten mit anderen Facebook-Unternehmen teilen. Auf die Ankündigung folgten zahlreiche Empfehlungen von prominenter Seite wie etwa von Elon Musk, auf Alternativen wie Signal umzusteigen.   Dass die Messenger-Alternativen Threema und Signal von diesen Umständen profitieren können, ist wenig erstaunlich. So kamen etwa Forschenden der Fachhochschule Münster in einem Security Audit Report zum Schluss, dass Threema den Datenschutz seiner Userinnen und User sehr ernst nimmt.   Die App Signal ist eine spannende Empfehlung, weil auch der Whatsapp-Gründer Brian Acton den Dienst mitgegründet hat, nachdem er Facebook den Rücken kehrte. Acton machte nie einen Hehl daraus, dass er Datenkraken verabscheut, und Edward Snowden empfiehlt Signal schon länger, wie Sie hier nachlesen können.   EU-DSGVO schützt die Daten der Userinnen und User einigermassen Ausserhalb von Europa müssen Nutzerinnen und Nutzer der Datenweitergabe an sämtliche Facebook-Unternehmen zustimmen, um den Messenger weiter nutzen zu können. Durch die Aktualisierung dürfen sämtliche erhobene Daten auch für Werbezwecke verwendet werden, wie "Der Standard" schreibt. Innerhalb der europäischen Region hingegen dürfen Nutzerdaten weiterhin nicht für Werbezwecke an Facebook-Unternehmen weitergegeben werden. Mit der Aktualisierung der Nutzungsbedingungen habe man nur zusätzliche Informationen zur Datenverarbeitung ergänzt, wie es im Artikel unter Berufung auf einen Tweet von Niamh Sweeney heisst.   Widersprüchliche Datenschutzrichtlinien In der aktuellen Fassung heisst es, dass zwischen Whatsapp und anderen Facebook-Unternehmen Daten getauscht würden, um die Sicherheit und Integrität von Produkten zu fördern. Beispiele seien etwa Massnahmen gegen Spam, Drohungen, Missbrauch und Rechtsverletzung. Weiter finde ein Datenaustausch statt, "um unsere Dienste zu betreiben, anzubieten, zu verbessern, zu verstehen, zu individualisieren, zu unterstützen und zu vermarkten." Ausserdem heisst es in einem anderen Abschnitt: "Keine der Informationen, die Whatsapp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden." "Der Standard" schreibt dazu, dass aber offen gelassen werde, welche Zwecke darunter fallen und inwiefern sich diese Zwecke von denen unterscheiden, für die Facebook die Daten nutzen will.   Darum sollte man die Finger von Telegram lassen   Eine Alternative ist auch das verpönte Telegram - die App verzeichnet einen starken Zuwachs. Allerdings macht man bei dem Wechsel Abstriche bei der Sicherheit. Telegram gilt bei vielen als sicher, doch ist in diesem Fall nicht alles Gold, was glänzt, denn es gibt viele Unsicherheiten, die mit dem alternativen Messenger einhergehen. So nutzt Telegram in den normalen Chats keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, diese müssen Nutzer erst über die "Geheime Chats"-Funktion manuell aktivieren. Zudem ist die Verschlüsselung in Telegram nicht quelloffen. Experten haben keinen Einblick in die Funktionsweise der Verschlüsselung des russischen Messengers, was zu weiteren Unsicherheiten führen dürfte.     Diese Punkte werden an Telegram kritisiert: Die Entwickler haben zwar die Client-App als Open Source veröffentlicht, doch kann der Programm-Code auf den Servern nicht eingesehen werden. Telegram sollte also in der Lage sein, durch die eigene Verschlüsselung, eure Nachrichten zu lesen, sofern diese es wollten. Auch ist nicht bekannt, wo die Server für die Übertragung stehen und welche Richtlinien dort gelten. Nur ein kleiner Teil der Anwendung ist Open Source. Chats sind standardmässig nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Wie gut die Verschlüsselung wirklich ist, kann niemand kontrollieren. Chatnachrichten werden auf unbekannten Servern zwischengespeichert. WhatsApp nutzt Sicherheitsprotokoll von Signal WhatsApp nutzt hingegen eine Open-Source-Verschlüsselung, die IT-Experten und Fachleute offen einsehen können und die als sehr sicher eingestuft wird. Mitlesen kann WhatsApp also nicht. Dieses Protokoll wird übrigens seit langer Zeit auch vom Messenger Signal genutzt, der auch vom US-Whistleblower Edward Snowden und Elon Musk empfohlen wird.   Telegram gilt zwar augenscheinlich als sicher, doch es bleiben viele Fragen über den Messenger-Dienst aus Russland offen. Wer viel Wert auf seine Sicherheit und privaten Daten legt, begibt sich auf unbekanntes Terrain. Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. 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Spannende Gedankenanregungen eines Menschen, der das "Hier-und-Jetzt" nicht ohne das Gestern und Morgen betrachtet... (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ - GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Daniel Birkhofer ¦   "Kontakt­verbot, Grenz­schlie­ßung, Ausgangs­sperre, Einsatz des Mili­tärs im Inland, Bewe­gungs­da­ten­über­wa­chung, Zwangs­iso­lie­rung, Notstands­ge­setze – die Eindäm­mung eines Virus, gegen das es bislang weder Medi­ka­mente noch Impf­stoffe gibt, kann solche Maßnahmen recht­fer­tigen. Die Einschrän­kung von Grund­rechten zum Schutze aller ist ein auch in modernen Demo­kra­tien vorge­se­henes Mittel der Krisen- und Kata­stro­phen­be­wäl­ti­gung. Die meisten Ärzte und Viro­logen raten derzeit zum Einsatz dieser Mittel, um Leben zu retten und die Verbrei­tung des Virus soweit zu verlang­samen, dass die Gesund­heits­sys­teme nicht über­for­dert werden. Bei aller Unschärfe der Proba­bi­listik ist das logisch und vernünftig. Dras­ti­sche Maßnahmen sind notwendig – jetzt, in der Krise.   Warum also ein Unbe­hagen verspüren? Warum diese Ausnah­me­maß­nahmen dennoch als unheim­lich empfinden? Weil sie bei uns bisher nicht zum Einsatz kamen? Oder weil ihr Einsatz zeigt, wie groß die abzu­weh­rende Gefahr wirk­lich ist? Beides spielt wohl eine Rolle. Beides ist aber auch Teil der inneren Logik von Krisen: Die Exzep­tio­na­lität der Gegen­maß­nahmen bezeugt, dass die Heraus­for­de­rung ‚histo­risch‘ ist – die größte „seit dem 2. Welt­krieg,“ wie viel­fach betont wird. Doch es gibt noch ein anderes Unbe­hagen, das nicht unmit­telbar in der Krisen-Logik aufgeht. Es stellt sich ein, wenn man sich an die Zeit vor der Krise erin­nert, wenn man ihre Gegen­wär­tig­keit beob­achtet und wenn man an die Folgen nach ihrem Ende denkt."   … "Sind wir schon oder noch fähig, über die Krise hinauszudenken? Oder wird das alles „the new normal?" "Entsprechend wird die Krise jetzt schon und wieder als Zäsur gedacht, die die Welt verändern wird – weniger durch das Virus als durch die Formen seiner Bekämpfung." Vereinfachte Verwaltung, vereinfachte Geldflüsse, bessere Versorgung und vor allem bessere Vorsorge – so die positiven Aussichten. Doch aus der Krise zu lernen lässt sich sehr schnell damit verwechseln, den Krisenmodus auf Dauer zu stellen. Und das wirft dann doch unzeitgemäße, aber berechtigte Fragen auf: Wollen wir diese Krisenzukunft? Wollen wir kontaktlose Bildung, reinen Versandhandel und die Möglichkeit, das öffentliche Leben in noch kürzerer Zeit als jetzt einzustellen, wenn es nötig ist? Und vor allem entscheidend: Werden wir die Notmaßnahmen wirklich zurückfahren, wenn die Krise vorbei ist?" Gedanken sind da, um gedacht zu werden... "Denken ist erlaubt, vielen bleibt es erspart." (Sartre)       Quelle: geschichtendergegenwart Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Von wegen Henry Guisan (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ - HISTORISCHES ¦ Peter Beutler ¦   Auszug aus dem historischen Lexikon der Schweiz. "Die jüngsten hist. Arbeiten zeigen einen charismat. General, der weniger einem Mythos entsprach und keinesfalls unfehlbar war. Wie viele seiner Zeitgenossen empfand G. Sympathien für Mussolini und sein Regime, in denen er ein Bollwerk gegen den Kommunismus sah.   Nachdem die Deutschen in La Charité-sur-Loire die Akten über die franz.-schweiz. Generalstabsbesprechungen entdeckt hatten, schlug G. dem Bundesrat erfolglos Beschwichtigungsmassnahmen gegenüber Deutschland vor und willigte im März 1943 zu einem Treffen mit SS-General Walter Schellenberg ein. Diese kleinen Retuschen am Bild des Generals riefen entrüstete Reaktionen in der Aktivdienst-Generation hervor."   Allerdings: Guisan hatte während seiner Zeit als Oberkommandierender der Armee ein gutes Einvernehmen mit den Parlamentariern der SP, die einzige zugelassene Linkspartei. Die PDA war während des 2. Weltkriegs verboten. Guisans Freundschaft zur SP war wohl pragmatisch. Eine Form von Dankbarkeit für seine Wahl gegen den Nazisympathisanten Ulrich Wille jun. Klar, die SP wählte das kleinere Übel und entschied die Wahl... Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Glaubensstreit bei Masern - Impf-Skeptikern auf der Spur - Skeptiker ernst nehmen (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ - Gesundheit / Wissen ¦ AA ¦   Als die halbe Welt sich davor fürchtete, bei den Olympischen Spielen in Rio mit Zika infiziert zu werden, schickte die WHO noch eine ganz andere Gesundheitswarnung herum. Brasilien-Reisende sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern und Röteln geimpft sind. Dabei ging es nicht schon wieder um Bedrohungen für Europa, sondern um das Gegenteil: Die Südamerikaner sollten vor den Europäern geschützt werden. Denn ganz Amerika hat die beiden Krankheiten längst ausgerottet und fürchtet, dass Reisende sie wieder einschleppen könnten. Europa dagegen hat ein peinliches Problem: Der Kontinent wird die alten Seuchen nicht los, denn in Teilen der Bevölkerung regiert die Impfskepsis.   Das Ziel, in der Schweiz ebenfalls endlich die Masern auszurotten, ist ins Stocken geraten. Denn im angebrochenen 2019 wurden schweizweit bereits 138 Masernfälle gemeldet. Für die WHO ist Impfskepsis eines der zehn grössten Probleme für die Weltgesundheit. Unter den zehn Ländern mit den meisten Skeptikern sind sieben europäische. Am grössten ist der Zweifel in Frankreich: 41 Prozent der Einwohner finden, Impfstoffe seien nicht sicher. Es folgen Bosnien-Herzegowina (36 Prozent) und Russland (28 Prozent). In Deutschland haben 10,5 Prozent Bedenken über die Sicherheit von Spritzen und Tropfen - ein Anteil, der knapp unter dem internationalen Durchschnitt liegt. Die Schweiz ist nicht darunter, trotzdem – das Problem besteht auch immer mehr in der Schweiz.   Impfskeptiker fürchten sich vor allem vor Nebenwirkungen. Impfen ist die effizienteste und gleichzeitig kostengünstigste Massnahme, sich vor gewissen Krankheiten zu schützen. Die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Impfens für den Erhalt der Gesundheit ist unter Medizinern unumstritten und durch wissenschaftliche Studien hinlänglich nachgewiesen.   Viele impfskeptische Eltern informieren sich über das Internet. Doch sie suchen auch Rat bei Fachpersonen, etwa bei Naturheilpraktikern und Homöopathen. Hier werden sie oft in ihrer Skepsis bestätigt. Masern seien eine Kinderkrankheit, die bei einem gesunden Kind das Immunsystem stärke, sagt etwa eine Naturheilpraktikerin. In ihren Kursen zum Thema «Kinderheilkunde» sagt sie, jeder müsse für sich entscheiden, ob er impfe oder nicht.   Verharmlosung schwerer Erkrankungen Viele Erkrankungen werden von Impfgegnern als harmlos dargestellt, nicht zuletzt deswegen, weil sie aufgrund der guten Durchimpfungsrate nahezu nicht mehr auftreten. Aus gutem Grund: Dank derer, die sich und ihre Kinder impfen lassen, sind Erkrankungen wie Pocken oder Kinderlähmung ausgerottet. Nachholbedarf gibt es jedoch noch bei Masern: So gibt es beispielsweise bei Masern pro Million Impfungen etwa drei Todesfälle, pro Million Erkrankungen aber 10.000 Todesfälle.   Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat jeder zehnte Masernpatient Komplikationen, etwa eine Entzündung im Mittelohr, in der Lunge oder selten auch im Gehirn. In sehr seltenen Fällen könne Jahre nach einer Masernerkrankung eine fortschreitende Hirnschädigung auftreten, die unweigerlich zum Tod führe.   Ungleichgewicht bei Impfberatung Trotz wissenschaftlicher Argumente ist die Impf-Skepsis in der Schweiz verbreitet. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist falsch informiert. Der Bund hat sich zum Ziel gesetzt, 95 Prozent aller zweijährigen Schweizer Kinder mit Impfungen vor Masern zu schützen. Denn laut WHO gelten Masern in einem Land dann als ausgerottet, wenn 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Die Schweiz verfehlt dieses Ziel: Die Masern-Impfquote liegt hierzulande bei 87 Prozent für die notwendigen zwei Dosen. Die erste Dosis haben 93 Prozent der Zweijährigen erhalten.   «Gefahr für die Weltgesundheit» 2019 wurden schweizweit bislang 138 Masernfälle gemeldet – vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 17. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer weltweiten Zunahme der Masernfälle um 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 2019 waren es bislang 112‘163 Fälle, 2018 waren es im gleichen Zeitraum 28‘124. Die WHO sieht in der Impfskepsis eine «Gefahr für die Weltgesundheit».   Für Christoph Berger von der Eidgenössischen Impfkommission ist Impfen etwas Solidarisches. «Damit schützen wir Babys, die man noch nicht impfen kann, und Immunschwache, die keine Impfung vertragen.» Der Arzt ist überzeugt: «Wir haben eine sehr wirksame Impfung. Wir könnten die Masern ausrotten, dann müssten wir nicht mehr impfen.»   Diskussion über Impfpflicht Manche Länder in Europa setzen daher auf eine Impfpflicht. In Frankreich und Italien ist die Masernimpfung obligatorisch. Auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich für eine Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen ausgesprochen. Die Schweiz geht einen anderen Weg. Auch wenn laut Christoph Berger Impfgegner viele falsche Behauptungen verbreiten: Er ist gegen eine Impfpflicht. Er setzt auch weiterhin auf Freiwilligkeit – und auf mehr Aufklärung. Man kann der modernen Medizin skeptisch gegenüberstehen und ihre Möglichkeiten zurückweisen. Das sollte man aber nicht für Menschen tun, die einem anvertraut sind. Oder lassen Sie Ihr Kind etwa ohne Helm Radfahren?   Wir räumen hier mal mit den häufigsten Skeptikerargumenten auf:   Weil Impfungen gefährlich sind? Es stimmt: Es gab Komplikationen mit Hirnhautentzündungen und Lähmungen – in sieben Fällen bei 16 Millionen Impfungen. Und bei diesen Fällen sind Experten nicht einmal sicher, ob die Impfung der Auslöser war oder nur zufällig in zeitlichem Zusammenhang stand.   Weil Impfungen Autismus fördern? Das ist eine Mär, die sich hartnäckig hält, aber nichts mit wissenschaftlich seriöser Forschung zu tun hat. Im Gegenteil: Die entsprechende Studie wurde zurückgezogen.   Weil Impfungen das Immunsystem schwächen? Genau das tun sie gerade nicht. Sie lassen den kleinen Körper beispielsweise eine leichte Masern-Infektion „durchspielen“ und fördern damit Antikörper zutage, die den Menschen sein Leben lang schützen können.   Weil Kinderkrankheiten für die Entwicklung wichtig sind? Auch ohne Mumps, Masern, Röteln, Windpocken und was es sonst alles gibt können schlaue, erfolgreiche und sozial verträgliche Menschen heranwachsen. Gesunde Kinder haben auf jeden Fall eine grössere Chance, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen gut tut, als kranke, die mit Erregern kämpfen, die dauerhafte Schäden verursachen können.   Weil von Impfungen die Pharmabranche profitiert?   Soll sie doch. Wenn eine Industrie Medikamente entwickelt, die der Menschheit eine bessere Lebensqualität bieten, darf sie gern daran verdienen. Entscheidend ist doch, dass der Zugang zu solcher Medizin allen gegeben ist und nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Das ist bei uns zum Glück der Fall. Statt Energie auf die Debatte zu verschwenden, ob wir eine Impfpflicht einführen müssen, sollten wir daran arbeiten, dass möglichst alle Menschen überall auf der Welt solchen Schutz erhalten. 
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DMZ - Satire in der Mittelländischen (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ - Satire ¦    Grafiken, Bilder, Markennamen, Logos und Designs sind das geistige Eigentum von den jeweils genannten Künstlerinnen und Künstlern. Die jeweiligen Copyright-Inhaber behalten die Urheberrechte an diesen Materialien.   Wer eigene Beiträge im satirischen Bereich in unserer Zeitung veröffentlichen möchte, kann sich bei uns melden. > Kontakt Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Graubünden erleben -  Streifzüge durch das wunderschöne Schanfigg (Fri, 15 Jan 2021)
Foto: Monika Romer Foto: Monika Romer DMZ – KULTUR/NATUR ¦ Monika Romer ¦   Das Schanfigg ist ein Juwel im Kanton Graubünden. Das wunderschöne und wilde Bergtal zwischen Chur und Arosa hat seinen ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. Unberührte Natur, eine wunderschöne Tier- und Pflanzenwelt, umgeben von einer magischen Berglandschaft, prägen das Tal bis heute.    Heimelige Berggasthäuser laden ein, die Seele baumeln zu lassen und den hektischen Alltag hinter sich zu lassen. Das innere Schanfigg wurde im 13. Jahrhundert von den Walsern besiedelt. Noch heute sind einzelne Siedlungen ganzjährig bewohnt. Ein ganz spezieller Ort und traumhaft schön ist das Berggasthaus Heimeli in Sapün, ein typisches Walserhaus mit Baujahr 1707 - abgeschieden in einer grandiosen Bergkulisse, fernab von jeglichem Massentourismus und sprühend vor urchigem Bergcharme. Das 300-jährige Gasthaus auf 1830 m.ü.M. , zuhinterst im Sapüner Tal, war ursprünglich ein einfaches Bauernhaus. Verwöhnt wird man mit einem einmaligen Ambiente, feinen hausgemachten Bünder Spezialitäten und kreativ zubereiteten Gourmetüberraschungen, leckeren Desserts wie z.B. die hausgemachte Arven Glacé, einer schönen Sonnenterrasse und kreativen, auserlesenen Weinkarte.    Das Heimeli ist wirklich etwas ganz Besonderes und macht jeden Ausflug das ganze Jahr über, auch im Winter, in einer mystischen Lautlosigkeit und einer verzauberten Wintermärchenwelt  zu einem einmaligen Erlebnis für Jung und Alt . Bestimmt bleibt es dem Besucher in unvergesslicher Erinnerung. Wer einmal im Heimeli angekommen ist, kommt immer wieder gerne ins unvergessliche 5- Bergstern-Luxushotel zurück. Es bietet viel Ruhe in einer einmaligen Abgeschiedenheit, Urtümlichkeit, Charme und der Liebe zum Detail.    Im Sommer besteht auf den Alp-, Güter- und Waldstrassen grundsätzlich ein Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder. Fahrbewilligungen können neu nicht mehr nur auf der Gemeinde gelöst werden, sondern ab diesem Jahr auch via SMS oder App. Die Anleitung dazu ist auch bei den jeweiligen Fahrverbotstafeln angebracht, sowie in den Anschlagkästen und bei den Verkaufsstellen ersichtlich.   Weiterführender Link zum Heimeli: http://www.heimeli.swiss/heimeli   So etwas zu erleben auf 1830 m.ü.M., ist ein absolutes Highlight. Die Küche mit feinsten Bündner Spezialitäten, viel Liebe zum Detail und unglaublich viel Herzblut übertrifft einfach jede Erwartung und verzaubert vom schönsten.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Ausflugstipps der Macherinnen und Macher der Mittelländischen (Fri, 15 Jan 2021)
In unregelmässigen Abständen präsentieren an dieser Stelle die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps. Von Georg Mösch - ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Dia_287-08046, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000233958, CC BY-SA 4.0 Von Georg Mösch - ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Dia_287-08046, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000233958, CC BY-SA 4.0 DMZ – KULTUR/NATUR ¦ Patricia Jungo ¦ #mittelländische ¦   Heute von Patricia Jungo: Unterwegs zur Ruine Grasburg   Eine Wanderung zur Grasburg bei Schwarzenburg ist zugleich eine wunderbare Zeitreise ins Mittelalter. Viel freiburgische und bernische Geschichte vereinen die Mauern der Burg, die majestätisch über der Sense thront. Die grösste Schlossruine des Kantons Bern soll von einem Burgherrn und Tyrannen namens Amadeus bewohnt gewesen sein. Dieser unterdrückte seine Untertanen und liess sie oft auch ins Burgverliess einkerkern. Während einer stürmischen Gewitternacht gelang es einer Magd schliesslich, dieser Schreckensherrschaft ein Ende zu setzen: Sie stiess den Tyrannen in die Sense. So kann man es in den „Sagen und Märchen aus dem Senseland“ lesen. Man vermutet, dass unter den Herzögen der Zähringer schon eine erste und kleinere Burg erbaut wurde. Die Ruinen von heute stammen jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer Reichsburg der Staufer, welche im Jahre 1230 erbaut wurde; dies zur Sicherung der Kronrechte in Burgund. Später waren Kyburger, Habsburger und Savoyer Besitzer. Die Burg kam dann 1423 an Bern und Freiburg. Seit dem 16. Jahrhundert war sie dann dem Zerfall überlassen. Dass heute die Natur die Herrschaft übernommen hat, zeigen die überwucherten Treppen und Mauern. Von der Trutzburg ist nur noch eine verwilderte Ruine übrig geblieben, welche auch nur zu Fuss erreicht werden kann. Am besten lässt man das Auto in Schwarzenburg stehen und wandert von dort aus in rund 45 Minuten zur Grasburg. Auch von der Sodbackbrücke aus kann man über eine Römerstrasse durch den Wald zur Grasburg wandern. Der Weg führt tief in die Schlucht des Sensegrabens und das Bachbett der Sense hält so manches Abenteuer bereit. Auf einmal lüftet die Natur das Geheimnis und gibt freie Sicht auf die Grasburg. Dass alle Türme, Mauern und Räume fast vollständig zerfallen sind, hindert die Grasburg nicht daran, stolz auf dem eindrücklichen Sandsteinfelsen in einer Flussschlaufe der Sense zu thronen. Was von ihr übrig geblieben war, wurde renoviert und die Besucher können ihre „Reise“ auch ins Innere fortführen. Die Ruine lädt zum Forschen und Klettern ein und wirkt ganz einfach faszinierend.
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Coronavirus: Innosuisse lanciert zwei neue Förderinitiativen (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – WIRTSCHAFT ¦ MM ¦   Mit dem Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz» und der Flagship Initiative startet Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, im Januar zwei neue Förderinitiativen. Das Impulsprogramm soll in Zeiten der Covid-19-Pandemie gezielt wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen stimulieren. Mit der Flagship Initiative will Innosuisse systemischen Innovationen, die für aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen in der Schweiz zentral sind, Anschub geben.   Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz» Der Bundesrat hat im November 2020 die Lancierung des Impulsprogramms «Innovationskraft Schweiz» durch Innosuisse ab 2021 beschlossen. Ziel ist es, Innovationsaktivitäten anzuregen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen sowie weiteren kommerziellen Organisationen mit maximal 500 Vollzeitstellen im Hinblick auf die aktuelle Pandemie zu sichern. Im Rahmen dieses Programms können die Beiträge der Umsetzungspartner im Vergleich zu den üblichen wissenschaftsbasierten Innovationsprojekten reduziert werden. Für Projekte, die 2021 und 2022 eingereicht werden, können die Gesuchstellenden dabei zwischen zwei Sondermassnahmen wählen. Ansonsten gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der regulären Förderung von Innovationsprojekten. Die Eingabe ist seit dem 7. Januar 2021 online auf dem Eingabeportal von Innosuisse möglich.   Flagship Initiative Mit der Flagship Initiative will Innosuisse Projekte fördern, die dank ihrem systemischen und transdisziplinären Ansatz Innovationen in Themengebieten ermöglichen, die für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft von grosser Relevanz sind. Innosuisse lanciert am 14. Januar 2021 die erste Ausschreibung mit folgenden thematischen Schwerpunktthemen: Bewältigung der durch Covid-19 induzierten und beschleunigten digitalen Transformation mit Fokus auf vier Bereiche: Bildung, Lernen und Lehren, Tourismus und Reisebranche, Immobilien und Stadtplanung, Gesundheitswesen und Medizintechnik; Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und der Nachhaltigkeit sowie Verringerung der Anfälligkeit von Gesellschaft, Infrastruktur und Prozessen mit Fokus auf vier Bereiche: demographischer Wandel, Lieferketten, Widerstandsfähigkeit von IKT-Infrastrukturen, Dekarbonisierung. Konsortien bestehend aus mindestens drei Forschungspartnern sowie mindestens zwei Umsetzungspartnern, wie zum Beispiel KMU oder Grossunternehmen, können bis am 31. März 2021 Fördergesuche einreichen.   André Kudelski, Präsident von Innosuisse, ist überzeugt, dass beide Initiativen die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft langfristig stärken werden, indem sie besonders die Innovationsfähigkeit der KMU fördern. Seiner Ansicht nach hat die Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie den Bedarf an strukturellen Veränderungen und insbesondere an der Digitalisierung der Wirtschaft weiter beschleunigt. Kudelski erklärt: «Die Notwendigkeit, in neuen Geschäftsmodellen zu denken und diese zu entwickeln, bietet auch Chancen für Schweizer Unternehmen. Mit dem Impulsprogramm will Innosuisse die innovative und erfinderische Kraft von KMU stärken, damit sie vorhandene Opportunitäten ergreifen und nutzen können. Mit der Flagship Initiative und ihrem offenen und transdisziplinären Ansatz wollen wir Unternehmen die Möglichkeit bieten, Projekte durchzuführen, die für das Land von besonderem Interesse sind und innovative Lösungen oder sogar neue Geschäftsmodelle erfordern.»         Quelle: Innosuisse – Schweizerische Agentur für Innovationsförderung https://www.innosuisse.ch   Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Deutschland - Aktuelle Situation! Mehr als 2.000.000 Corona-Fälle (Fri, 15 Jan 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦        Über zwei Millionen Menschen haben sich in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das RKI meldet, gab es 22.368 Neuinfektionen in 24 Stunden.   In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000.958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.   Außerdem wurden 1.113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.   Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 146,1 bundesweit Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 146,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 287,6 und Sachsen mit 274,1. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,7.   Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen In den vergangenen Tagen sei die Zahl der registrierten Neuinfektionen wieder angestiegen, hieß es im RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetze, werde sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 44.994.   Sieben-Tage-R-Wert bei 1,02 Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 1,02 (Vortag: ebenfalls 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.    Datenlage weiterhin problematisch Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken.   Zahlen erst nächste Woche wieder belastbar Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. "Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt.   Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß.     .....................................   Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung veröffentlicht. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollten diese nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren. Die Impfung sollte daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese sind besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen Zugang zu einer COVID-19-Impfung anbieten zu können.     Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle, Todesfälle und 7-Tages-Inzidenzen nach Bundesland und Landkreis (Tabelle wird arbeitstäglich aktualisiert)  Die Tabelle gibt eine Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle und Todesfälle (seit Februar 2020) und 7-Tages-Inzidenzen nach Bundesland (seit Mai 2020) und Landkreis (seit 19.10.2020). Die innerhalb eines Tages ans RKI übermittelten Fallzahlen sind nicht zu verwechseln mit den Fallzahlen nach Meldedatum beim Gesundheitsamt, siehe hierzu FAQ www.rki.de/covid-19-faq > Fallzahlen und Meldungen > Wie funktioniert der Meldeweg und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?     Quelle: RKI COVID-19 Germany (arcgis.com) Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. 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Covid-19 - Spätfolgen viel schlimmer als erwartet (Thu, 14 Jan 2021)
DMZ – MEDIZIN / WISSENSCHAFT ¦ AA ¦   Viele Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, kämpfen monatelang noch mit den Spätfolgen. Die Berichte häufen sich auch in unseren Breiten So gibt es Erfahrungsberichte aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, die beunruhigen. Sechs Monate nach Beginn der ersten Symptome litten mehr als drei Viertel der Patienten, die in einer Klinik behandelt werden mussten, noch an mindestens einer Nachwirkung. Das geht aus einer Studie unter mehr als 1700 Patientinnen und Patienten in der Provinz Wuhan in China hervor, wo das Virus zuerst ausbrach (Lancet: Huang et al., 2021).    Drei Viertel der klinischen Corona-Patienten leiden an Spätfolgen Die langfristigen gesundheitlichen Folgen von COVID-19 sind weitgehend unklar. Ziel dieser Studie war es, die langfristigen gesundheitlichen Folgen von Patienten mit COVID-19, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden, zu beschreiben und die damit verbundenen Risikofaktoren, insbesondere die Schwere der Erkrankung, zu untersuchen. Viele der Untersuchten litten noch Monate nach der Infektion an Abgeschlagenheit, Angst oder Depressionen. 63 Prozent über Abgeschlagenheit oder Muskelschwäche 26 Prozent litten an Schlafstörungen 23 Prozent unter Angstzuständen oder Depressionen Das Virus Sars-CoV-2 greift zudem weitere Organe an 56 Prozent der Patientinnen und Patienten, die einen schweren Verlauf erlitten (in der Studie definiert als intensive Sauerstoffgabe über die Nase oder künstliche Beatmung), hatten noch nach Monaten eine gestörte Lungenfunktion. Bei weniger schweren Verläufen waren es 29 beziehungsweise 22 Prozent. Die Autoren der Studie fanden ausserdem heraus, dass einige Patienten nach der Entlassung Nierenprobleme und/oder Gefässerkrankungen entwickelten. Labortests ergaben, dass 13 Prozent der Patienten, deren Nierenfunktion im Krankenhaus noch normal gewesen war, bei der Nachuntersuchung eine verminderte Nierenfunktion hatten. Eine ambidirektionale Kohortenstudie wurde mit Patienten mit bestätigtem COVID-19 durchgeführt, die zwischen dem 7. Januar 2020 und dem 29. Mai 2020 aus dem Jin Yin-tan-Krankenhaus (Wuhan, China) entlassen worden waren.  Die Patienten hatten ein Durchschnittsalter von 57,0 Jahren (IQR 47,0–65,0) und 897 Personen (52%) waren Männer. Die Follow-up-Studie wurde vom 16. Juni bis 3. September 2020 durchgeführt, und die mediane Follow-up-Zeit nach Auftreten der Symptome betrug 186,0 (175,0–199,0) Tage.      Interpretation 6 Monate nach der akuten Infektion waren die Überlebenden von COVID-19 hauptsächlich von Müdigkeit oder Muskelschwäche, Schlafstörungen sowie Angstzuständen oder Depressionen betroffen. Patienten, die während ihres Krankenhausaufenthaltes schwerer erkrankt waren, hatten eine stärkere Beeinträchtigung der Lungendiffusionskapazität.       Studie:  https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32656-8/fulltext Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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DMZ - Satire in der Mittelländischen (Thu, 14 Jan 2021)
DMZ - Satire ¦    Grafiken, Bilder, Markennamen, Logos und Designs sind das geistige Eigentum von den jeweils genannten Künstlerinnen und Künstlern. Die jeweiligen Copyright-Inhaber behalten die Urheberrechte an diesen Materialien.   Wer eigene Beiträge im satirischen Bereich in unserer Zeitung veröffentlichen möchte, kann sich bei uns melden. > Kontakt Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Magier Siegfried Fischbacher ist tot (Thu, 14 Jan 2021)
DMZ – INTERNATIONAL ¦ MM ¦   Siegfried Fischbacher stammte aus Rosenheim, wo er im Stadtteil Kastenau aufwuchs und seine Familie bis heute ansässig ist. Fischbacher begann im Alter von acht Jahren mit magischen Kunststücken. Er konnte so die Aufmerksamkeit seines Vaters erreichen, der, aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, zum Alkoholiker geworden war. Nach seiner Schulzeit erlernte Fischbacher den Beruf des Webers, bevor er 1956 an den Gardasee zog. Dort arbeitete er als Kellner und trat als Zauberkünstler auf. 1959 heuerte er als Steward auf dem Passagierschiff Bremen an und unterhielt dort auch bald als Unterhaltungskünstler die Passagiere mit Zaubertricks.  Dort hatten sich Roy und Siegfried Anfang der 1960er-Jahre kennengelernt. Der ihm assistierende Roy hatte heimlich den Geparden Chico mit an Bord gebracht.   Im Januar 2021 wurde bekannt, dass sich Fischbacher wegen einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs in fortgeschrittenem Stadium operieren liess. Erst vor wenigen Monaten war sein Lebens- und Bühnenpartner Roy gestorben. Nun ist ihm Magier Siegfried Fischbacher gefolgt. Er ist im Alter von 81 Jahren gestorben.    Erst vor acht Monaten war Roy Horn im Alter von 75 Jahren mit einer Covid-19-Infektion gestorben.  Waren Zauberer in Las Vegas zuvor nur Beiwerk, so schafften es Siegfried und Roy in der Stadt des Entertainments, abendfüllende Zaubershows zu veranstalten. Ab 1990 hatten sie im Hotel Mirage ein nach ihren Wünschen konzipiertes Theater, in dem pro Vorstellung über 1500 Leute Platz fanden. Mit den Magiern traten ihre tierischen Kollegen auf: die berühmten weissen Tiger, aber auch weisse Löwen, eine weiße Riesenschlange und ein Elefant. Die Musik dazu schrieb Michael Jackson. Mehr als 30 Jahre, sechs Tage die Woche, zweimal am Abend, war Showtime. Bis Roy 2003, an seinem 59. Geburtstag, von einem Tiger angegriffen und so schwer verletzt wurde, dass das Aus der Show besiegelt war.   Biografie: Es war eines nachmittags in Rosenheim als der achtjährige Siegfried an einem Buchladen vorbei ging. „Mir fiel ein Buch im Schaufenster auf, ein Buch über Zauberei. Ich wusste sofort, dass ich es unbedingt haben wollte. Bis heute kann ich nicht genau sagen was mich so sehr daran fasziniert hatte. Alles was mich davon trennte waren fünf Mark—damals eine Menge Geld für einen kleinen Jungen in Deutschland im Jahre 1947.”   Aber Siegfried was fest entschlossen das Buch zu kaufen, also ging er nach Hause und half seiner Mutter bei der Hausarbeit, in der Hoffnung sie würde ihm das Geld geben. Als er gerade beim Abwasch war, fragte sie ihn schließlich was mit ihm los sei.   “Nun, da gibt es so ein Buch über Zauberei…”, antwortete er, aber weiter kam er nicht, denn seine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen und sagte er sei wohl vollkommen verrückt geworden: fünf Mark für ein Buch waren einfach nicht möglich.   Aber Siegfried blieb fest entschlossen, er verließ das Haus und machte sich auf den Weg. Was am nächsten Tag passierte, geschieht sonst eigentlich nur in Märchen: Direkt vor Siegfried auf dem Bürgersteig lag ein Fünfmarkschein! Siegfried hob ihn auf und ging direkt zum Buchladen.“Ich übtetagein tagaus, immer wieder dieselben Tricks, einen davon beherrschte ich ziemlich gut. Man nimmt eine Münze, ein Taschentuch und ein Glas voll Wasser. Man lässt die Münze ins Glas fallen und sie verschwindet.” Er zeigte den Trick seinem Vater, der ganz verblüfft war. „Es war,” erklärt Siegfried, der eine strenge bayrische Erziehung genossen hatte, „das erste Mal dass mein Vater meine Leistung anerkannte“. Diese Bestätigung war der Beginn von Siegfrieds Karriere als Magier. Er fing an damit vor Publikum aufzutreten — Schulfreunde, Fremde, einfach vor jedermann. Er übte alle Zaubertricks aus dem Buch – und brachte sich sogar selbst bei Glühbirnen und Rasierklingen zu essen.   Zeit seines Lebens hat Siegfried die Zauberei von innen nach außen betrachtet. „Selbst nachdem ich Roy getroffen hatte”, sagt er, „habe ich meine Kunststücke immer für mich selbst ausgedacht und erschaffen.”Als Teenager spielte er gerne Theater und hatte sogar eine kleine Comedy Bühnenshow entwickelt. „An Wochenenden trat ich auf Hochzeiten, Parties und Stadtfesten auf. Es war Teil meines Programms den trockenen Humor meiner bayrischen Landsleute auf die Schippe zu nehmen und mich auch über die eine oder andere lokale Größe lustig zu machen, dadurch wurde ich dann sogar so etwas wie eine kleine Berühmtheit in Rosenheim.” Ein Auftritt des bekannten Meisterillusionisten Kalanag war die erste echte Zaubershow die Siegfried sah und die seine Wahrnehmung für die Kunst der Zauberei nachhaltig beeinflussen sollte. „Seine Show war der Höhepunklt meiner Kindheit, und bis heute eine der aufregendsten Dinge die ich jemals gesehen habe. Kalanag inspirierte mich dazu ein professioneller Magier zu werden, dabei waren es gar nicht mal so sehr seine Täuschungen die mich faszinierten, sondern eher seine Persönlichkeit und der Glanz der von seiner aufwendigen Bühnenshow ausging. Magie, fiel mir auf, ist nur zur Hälfte Geschicklichleit. Man übt und übt und übt, solange bis einem der Trick ins Blut übergegangen ist. Wenn man diesen Punkt erreicht hat fängt man wieder ganz von vorne an und bringt seine eigene Persönlichkeit in die Aufführung ein”.   Mit siebzehn beschloss er zu Hause auszuziehen. Seine Mutter war ganz und gar nicht begeistert davon und sagte, dass wenn er ausziehe, er gar nicht zurückkommen sollte. „Ich wußte aber dass sie nicht aus tiefstem Herzen zu mir sprach”, erklärt Siegfried. „Es war nur ein letzter verzweifelter Versuch mich zu halten”. Aber er ging, und begann 1956 als Tellerwäscher in einem kleinen Hotel am Gardasee zu arbeiten. Nach ein paar Monaten arbeitete er an der Bar. Es war eine ganz andere Welt für ihn und er beschloss in der Hotelbranche zu bleiben.  Aber er lernte auch einige Lektionen über das Leben, vor allen Dingen über Liebe und Beziehungen und er lernte auch das nicht alle Familien so stoisch sind wie seine es war. „Ich sah wie andere Menschen lebten — wie Familien miteinander umgehen. Mit ein wenig Neid sah ich auch, dass man sich in einer Familie küsst und in den Arm nimmt, ich sah wie liebevoll Eltern mit ihren Kindern umgehen. Ich wußte überhaupt nicht dass es so etwas gibt.”   “Ich heuerte als Steward auf der TS Bremen an, einem wunderschönen Ozeandampfer, der zwischen Bremerhaven und New York verkehrte”, erzählt er. Es dauerte nicht lange und er führte seine magischen Tricks vor der Mannschaft auf. Als der Kapitän davon erfuhr, bat er ihm einige Tricks zu zeigen. Danach sagte er zu Siegfried:„Heute Abend trittst Du vor den Passagieren auf.” “An diesem Abend führte ich Taschenspielertricks mit Karten, Münzen und Zigaretten auf. Und der guten alten Zeiten wegen schluckte ich zwanzig Rasierklingen, um sie dann magischerweise an einem langen Faden wieder herzuzaubern”. Das kam so gut an, dass der Kapitän ihn auf der nächsten Überfahrt darum bat eine halbe Stunde lang vor Publikum zu zaubern. „Es war einfach himmlisch. Ich musste mir nicht länger mein Publikum vorstellen. Ich war plötzlich ein Künster”. Siegfried gab sich sogar einen Künstlernamen: „Delmare” der Zauberer. Im Spanischen bedeutet „delmare“ so viel wie „aus dem Meer.” Wenn Siegfried danach gefragt wird wann er es im Leben zu etwas gebracht hatte, dann antwortet er stets: „An dem Tag an dem ich von zu Hause weggegangen bin.” Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Covid19 - Schweiz - Das BAG meldet 2474 Neuinfektionen und 53 Verstorbene (Thu, 14 Jan 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ Walter Fürst ¦    Das Bundesamt für Gesundheit hat heute Mittag 2474 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.   Damit liegt der 7-Tage-Schnitt bei 2659. Das sind 21 Prozent weniger als in der Vorwoche.  Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 13.4 Prozent. Das heisst, von 100 Tests waren im Schnitt rund 13 Tests positiv. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Positivrate damit um 3 Prozentpunkte gesunken. Das Testvolumen im 7-Tage-Schnitt liegt bei 23'673 Tests pro Tag und ist damit im Vergleich zur Vorwoche um 11 Prozent gestiegen.   Das BAG meldet 53 neue Verstorbene. Der 7-Tage-Schnitt liegt bei 46 Verstorbenen.    Das BAG meldet aktuell 2233 Personen, die wegen Covid-19 in einem Spital behandelt werden. Das sind 14 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die zertifizierten Intensivbetten in den Schweizer Spitälern sind aktuell zu 89 Prozent ausgelastet, inklusive Ad-Hoc-Betten beläuft sich die Auslastung auf 77 Prozent.   BAG meldet neue Corona-Fälle erst am Nachmittag Auf Twitter meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG), dass die Corona-Zahlen ab jetzt jeweils am Nachmittag veröffentlicht werden, statt bis anhin vor dem Mittag. Grund dafür seien «neu angebotenen Indikatoren und deren Synchronisation».   Die wichtigsten Zahlen für die SchweizStand seit Beginn der Pandemie Fälle 492'832 Hospitalisierte 20'436 Verstorbene 7'904 Täglich gemeldete Neuinfektionen Neu gemeldet 2'474 7-Tage-Schnitt 2'659,3 Δ Vorwoche -21% Täglich gemeldete Verstorbene Neu gemeldet 53 7-Tage-Schnitt 45,9 Δ Vorwoche -26% Lage in den Spitälern Covid-19-Hospitalisierungen 2'233 (-14%) Auslastung zertifizierte IPS-Betten  90% Auslastung inkl. Ad-hoc  78% Quellen: Neuinfektionen, Verstorbene, Hospitalisierte: BAG, Stand: 14.01. IPS-Auslastung: icumonitoring.ch, Stand: 14.01.   Hinweis: Das BAG publiziert an Wochenenden und Feiertagen keine neuen Zahlen.     Quellen: https://www.sgi-ssmi.ch/files/Dateiverwaltung/COVID_19/Stellungnahmen%20SGI/IMSGCVCM_Stellungnahme_COVID-19_201117_DE_10.pdf https://www.sgi-ssmi.ch/de/news-detail/items/593.html https://www.samw.ch/dam/jcr:d4c0cb0d-7dc7-4337-b5c0-493fd2ac0d5d/directives_v3_assm_triage_soins_intensifs_penurie_ressources_20201104.pdf BAG - Neumeldungen beinhalten Nachmeldungen der Vortage. Die Zahlen werden an Werktagen aktualisiert, kurz nach Mittag. Quelle: BAG,  SRF - https://www.srf.ch/news/schweiz/coronavirus-so-entwickeln-sich-die-corona-zahlen-in-der-schweiz     Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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