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Was macht eigentlich ein schönes Gesicht aus?

Die Antwort darauf ist von Mensch zu Mensch zu unterschiedlich.


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Saugt auch von der Seite: Philips SpeedPro Akkusauger mit 180-Grad-Düse reinigt kabellos und kraftvoll mit LED-Licht


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Vermisstmeldung – Mutter (54) und Sohn (7) gesucht

Vermisst werden seit Sonntag 24.2.2019. Die Kantonspolizei Zürich sucht Zeugen.



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27.04.2019 - DMZ - Politik

Steuerfüsse 2019 und Gebühren leicht rückläufig

Der durchschnittliche Steuerbezug der Solothurner Einwohnergemeinden ist dieses Jahr in Folge gesunken. Er liegt im Mittel bei 117,9 % und damit um 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des vergangenen Jahres.

 

Im laufenden Jahr haben 18 von 109 Solothurner Einwohnergemeinden den Steuerfuss gesenkt, drei Gemeinden beschlossen eine Erhöhung. Die Mehrheit der Gemeinden (88) hat keine Änderung bei der Höhe des Steuerbezugs vorgenommen. Der durchschnittliche Steuerfuss für natürliche Personen beläuft sich jetzt auf 117,9 % (-0,5 %). Bei 44 der 109 Gemeinden liegt der Steuerbezug unter diesem Durchschnittswert, in 65 Gemeinden darüber. Der mit der Einwohnerschaft gewichtete Steuerfuss liegt jetzt bei 116,0 % (Vorjahr 116,4 %).

 

Die Spanne zwischen dem tiefsten und dem höchsten Steuerfuss beläuft sich unverändert auf 75 Prozentpunkte. Der häufigste Wert liegt bei 125 % (15 Gemeinden). Den tiefsten Steuerfuss - je 65 % - bezieht die Gemeinde Kammersrohr, den höchsten - 140 % die Gemeinde Holderbank. 70 von 109 Einwohnergemeinden erheben eine Personalsteuer auf natürlichen Personen. Die Spannbreite liegt zwischen 10 und 50 Franken pro Person. Die Steuerfüsse der 99 Kirchengemeinden bleiben praktisch unverändert. Sie belaufen sich zwischen 8 % bis 28 % und unterscheiden sich je nach Religionsgemeinschaft deutlich.

 

Verbrauchsgebühren ebenfalls leicht rückläufig Die Gebühren der Einwohnergemeinden haben sich auch im 2019 leicht verändert. Im Durchschnitt aller Gemeinden liegt der Verbrauchspreis für Frischwasser bei 2,02 Fr./m3 (Vorjahr: 2,03 Fr./m3). Die Verbrauchsgebühr zur Entsorgung des Abwasserbereichs beläuft sich im Durchschnitt neu auf 1,74 Fr./m3 (Vorjahr 1,79 Fr./m3). Das heisst die mengenabhängigen Gebühren im Wasser- und Abwasserbereich sind um einen Rappen respektive 5 Rappen pro Kubikmeter gegenüber dem Vorjahr je und insgesamt gesunken. Zu beachten ist, dass die grossen Spannweiten bei den Verbrauchsgebühren unverändert bestehen. Sie sind u.a. beeinflusst durch die Siedlungsdichte sowie den Anteil von privaten Quellfassungen in der Gemeinde. Auch die Kehrichtsackgebühren sind rückläufig, und zwar bei den Gemeinden im Einzugsgebiet der KEBAG Zuchwil im laufenden Jahr und jenen im Einzugsgebiet der KELSAG, Liesberg, im letzten Jahr.


27.04.2019 - DMZ - Soziales

Umsetzung des neustrukturierten Asyl- und Flüchtlingsbereichs Sozialamt hat die Zuschläge für die regionalen Partner erteilt

Das kantonale Sozialamt hat die Partner für die fünf Regionen bestimmt, die ab Mitte 2020 im Auftrag des Kantons die operative Gesamtverantwortung für die Aufgaben im Asyl- und Flüchtlingsbereich wahrnehmen. Alle ausgewählten Partner verfügen über umfangreiche Erfahrungen in den geforderten Aufgaben und sind mit dem Asyl- und Flüchtlingsbereich des Kantons Bern vertraut. Der Kanton verfolgt das Ziel, möglichst viele vorläufig Aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, damit sie unabhängig von der Sozialhilfe ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

 

Der Kanton Bern erfüllt die umfangreichen Aufgaben im Asyl- und Flüchtlingsbereich nicht in eigener Regie. Er beauftragt regionale Partner, die operative Gesamtverantwortung für die Förderung der Integration, die Unterbringung, die Fallführung und Betreuung sowie Sozialhilfe für vorläufig Aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge zu übernehmen. Um diese Partner zu bestimmen, hat das Sozialamt am 6. November 2018 eine öffentliche Ausschreibung publiziert. Es hat nun die Zuschläge für die fünf Regionen an folgende Anbieter erteilt:

 

Region Bern Stadt und Umgebung: Stadt Bern, Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) / Subakkordant: Stiftung Heilsarmee Schweiz

Region Bern – Mittelland: Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Bern (SRK Kanton Bern)

Region Berner Jura – Seeland: Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Bern (SRK Kanton Bern)

Region Emmental - Oberaargau: ORS Service AG

Region Berner Oberland: Asyl Berner Oberland

 

Sieben Anbieter mit 21 Angeboten

Das Sozialamt hat den Zuschlag für jede Region an jenen Anbieter erteilt, der hinsichtlich Preis und Qualität das beste Angebot eingereicht hatte. Die Angebote wurden gemäss der in der Ausschreibung festgehaltenen Kriterien bewertet. Neben dem Preis wurden auch das Konzept zur Arbeitsintegration und zur Sprachförderung, die regionale Vernetzung und die Erfahrungen mit vergleichbaren Aufgaben in die Bewertung einbezogen. Sieben Anbieter haben 21 Angebote eingereicht, die insgesamt von guter Qualität waren. Für jede Region standen mindestens vier Angebote zur Auswahl. Alle nun ausgewählten Anbieter sind oder waren bereits für den Kanton Bern tätig.

Start am 1. Juli 2020

 

Die regionalen Partner nehmen den Betrieb am 1. Juli 2020 auf. Sie haben somit genügend Zeit, um sich auf die neuen Anforderungen vorzubereiten, die neuen Strukturen aufzubauen und die erforderlichen Vorbereitungen für die Aufnahme ihrer operativen Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zu treffen.

Aufgaben neu aufgeteilt

 

Auf Mitte des nächsten Jahres passt der Kanton die Strukturen im Asyl- und Flüchtlingsbereich den neuen Bundesstrukturen an. Er will damit die Chancen des beschleunigten Asylverfahrens auf Bundesebene nutzen. Die Zuständigkeit für den Asylsozialbereich wechselt von der Polizei- und Militärdirektion (POM) zur Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF). Die POM wird weiterhin für den Vollzug von Wegweisungen verantwortlich sein. Der Grosse Rat wird die gesetzlichen Bestimmungen für diese Neustrukturierung in der Sommersession 2019 in erster Lesung beraten.


27.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Wil SG: Unbekannter greift Frauen an – Zeugenaufruf

Am Donnerstag (25.04.2019), um 13:15 Uhr, hat ein unbekannter Mann an der Bushaltestelle Weidle zwei Frauen angegriffen.

 

Eine 25-jährige Frau wurde dabei verletzt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

 

Nach Angaben der beiden betroffenen Frauen trat der Unbekannte zu den beiden wartenden Frauen und trat mit seinem Fuss unvermittelt gegen die 25-Jährige. Diese stürzte und wurde vom Mann mit weiteren Fusstritten traktiert. Eine 78-jährige Frau stellte sich zwischen den Mann und die 25-Jährige und wurde vom Unbekannten ebenfalls getreten. Als auch sie stürzte, flüchtete der Mann in Richtung Gammakreisel und dann in unbekannte Richtung. Die 25-Jährige wurde durch die Tritte verletzt. Sie begab sich selbständig zu einem Arzt. Die 78-Jährige blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt.

 

Der Unbekannte wird auf 40 bis 50 Jahre alt geschätzt und ist ca. 170 cm gross. Er trug eine rote Jacke und eine Schiebermütze (Flatcap).

 

Personen, die Angaben zum unbekannten Mann und/oder seiner weiteren Fluchtrichtung machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Wil, 058 229 79 79, zu melden.

 

Quelle: Kapo SG


27.04.2019 - Patricia Jungo

Shoppen in Deutschland soll für die Schweizer teurer werden

Der deutsche Finanzminister, Olaf Scholz hält die Einführung einer Mindestgrenze für sinnvoll, ab der Schweizer die deutsche Mehrwertsteuer zurückerstattet bekommen. Viele an der Grenze wohnhafte Schweizer tätigen regelmässig den Wochenendeinkauf in Deutschland und lassen sich dann beim Zollbeamten an der Grenze die deutsche Mehrwertsteuer zurückgeben. Nun prüft der deutsche Finanzminister, Olaf Scholz die Einführung einer Bagatellgrenze für die Mehrwertsteuer. Um einen Stempel auf dem sogenannten grünen Zettel zu erhalten, müssten die Schweizer ein Minimum von 175 Euro ausgeben; dies pro Geschäft. Die Schweiz hat eine Mehrwertsteuer von maximal 7,7 Prozent. In Deutschland beträgt sie 19 Prozent. Dies gilt für Kleidung, Medikamente, Getränke oder Drogerieartikel. Für Lebensmittel und Bücher liegt der Steuersatz bei 7 Prozent. Laut „Badischer Zeitung“ wurden allein im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamtes Lörrach 2017 6,3 Millionen „grüne Zettel“ von 130 Zollbeamten gestempelt. Andernorts sind die Zahlen noch bedeutend höher. Der FDP-Abgeordnete Dr. Christoph Hoffmann stört sich nicht nur am Bürokratiewahnsinn, sondern auch an der Beeinträchtigung der ganzen Verkehrsströme, weil sich jeder Schweizer, der in Deutschland 5 Euros ausgibt, die Mehrwertsteuer zurückerstatten lässt. Die Politik ist sich derweil uneins. Hoffmann macht sich für die Einführung einer (niedrigen…) Bagatellgrenze stark, sein CDU-Kollege Armin Schuster ist dagegen. Er ist überzeugt, dass eine Bagatellgrenze, wie es sie in Frankreich (175 Euro), Italien (155 Euro), Österreich (75 Euro) schon gibt, der deutschen Wirtschaft schade. Professor Tilman Slembeck von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften sieht dies ähnlich und sagt gegenüber 20 Minuten, dieser Bagatellbetrag mache den Einkaufstourismus unattraktiver. Es ist bereits das dritte Mal, dass der Rechnungsprüfungsausschuss der deutschen Regierung, die dem Finanzministerium den Auftrag erteilte, die Einführung einer Bagatellgrenze verlangt. Scholz' Amtsvorgänger Wolfgang Schäuble (CDU) hatte in den vorherigen Fällen seine Absage gegeben. Stattdessen sollte ein automatisiertes Verfahren die Zollbeamten entlasten, was sich jedoch von der Entwicklung der notwendigen Technik her als teurer und aufwändiger als erwartet herausstellte.


27.04.2019 - Patricia Jungo

Forscher stellen smarte Leggings vor

Forschende der ZHAW haben den Prototyp der smarten Leggins vorgestellt, den sie mit europäischen Partnern entwickelt haben. Es handelt sich dabei um ein weiches Exoskelett, das Menschen mit Beeinträchtigung beim Gehen unterstützen soll. Die Mobilität ist oft nach einem Schlaganfall oder durch andere Gründe stark eingeschränkt. Nun könnten Betroffene ein neues Hilfsmittel nutzen, um sich im Alltag besser in Bewegung halten zu können. Die «smarte» Leggins namens «XoSoft» unterstützt das Laufen und wurde von Forschenden um Eveline Graf und Konrad Stadler von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zusammen mit europäischen Partnern entwickelt. Laut Mitteilung der ZHAW vom Donnerstag sind die wichtigsten Bestandteile der Leggins Gummibänder und Kupplungen. Beim Gehen spannen Körperkraft und Bewegung des Trägers die Gummibänder. Diese speichern dann „Energie“, welche mittels Kupplungen im richtigen Moment wieder an den Träger abgegeben wird, was wiederum seine Bewegung unterstützt. Der richtige Moment wird durch einen Controller bestimmt, welchen der Träger beim Prototyp in einem Rucksack auf dem Rücken trägt. Er bekommt von Sensoren in der Leggins die notwendigen Informationen über die Bewegung. Daraus interpretieren dann Algorithmen die Gangart und steuern auch entsprechend die Kupplungen. Die ZHAW schreibt, dass diese individuell je nach Patient platziert und gesteuert würden. XoSoft können zum Beispiel erkennen, wenn bei einer Muskellähmung der Fuss schleift und diesen im richtigen Moment hochziehen. Markttauglich ist der Prototyp noch nicht und es braucht noch einige Weiterentwicklungen. Ein Grund sei, dass die Kupplungen zurzeit über ein durch Druckluft erzeugtes Vakuum funktionieren. Die Verbindung aus Kupplungen und Gummibändern werde zweifelsohne in anderen Systemen wieder eingesetzt und weiterentwickelt. Bewegungswissenschaftlerin Eveline Graf betonte, solche Innovationen seien oft von der Technik getrieben und man beziehe so die Betroffenen zu wenig mit ein. So würde dann die Akzeptanz für derartige Neuerungen herabgesetzt. Darum waren die Testläufe mit Patienten, welche auch an der ZHAW stattfanden, äusserst wichtig. Die Ergebnisse gingen wieder an die Entwickler zurück. An dem Projekt waren neben der ZHAW vier weitere europäische Forschungsgruppen aus Italien, Spanien, Irland und den Niederlanden sowie vier Firmen und klinische Partner beteiligt.


27.04.2019 - Marco Perroulaz

Slowup Region Murten

Slowup – zum zwanzigsten Mal 34 km rund um den Murtensee Sie wird zwischen 10 und 17 Uhr gesperrt sein für jeglichen Verkehr, die seit zwanzig Jahren bewährte Strecke rund um den Murtensee. Nur Velos, Tretroller, Inlineskates, fantasievolle rollfähige Fahrzeuge und natürlich Wanderer dürfen an diesem Sonntag, den 28. April, die signalisierte Strecke begehen und befahren. Und zwar nur im Uhrzeigersinn. In diesem Jahr zum zwanzigsten Mal. Die Rundstrecke mit Ausgangspunkt Murten ist gut organisiert und bietet nebst ÖV-Zubringern und Verpflegungsmöglichkeiten auch Werkstätten und Samariterposten, so dass die Strecke gut zu bewältigen sein sollte. Die Organisatoren suchen, vermutlich zwecks Ehrung, noch nach Personen welche an allen bisherigen Slowup am Murtensee mit dabei waren. Der Slowup, welcher landesweit bisher an 239 Erlebnistagen rund 6.38 Millionen Menschen zur Teilnahme mobilisieren konnte, geht zurück auf die Landesausstellung im Dreiseengebiet, Expo 01/02. Der „autofreie Sonntag“ wird auf unterschiedlich langen Rundstrecken gefeiert in Murten, Solothurn, Schaffhausen, am Bodensee und sogar im Tessin zwischen Locarno und Bellinzona.


26.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Glattpark (Opfikon) ZH: Vermisstmeldung – Mutter (54) und Sohn (7) gesucht

Vermisst werden seit Sonntag (24.2.2019) ab Wohnort im Glattpark (Opfikon) Wüthrich Roswitha, 54-jährig und ihr Sohn Wüthrich Leo, 7-jährig.

 

Die Kantonspolizei Zürich sucht Zeugen.

 

Die vermisste Frau ist zirka 167 Zentimeter gross und hat eine kräftige Statur. Sie hat dunkelbraune, schulterlange Haare und braune Augen. Bezüglich der Bekleidung können keine Angaben gemacht werden.

 

Der vermisste Knabe ist rund 110 Zentimeter gross und hat eine schlanke Statur. Er hat dunkelblonde, leicht gewellte Haare und braune Augen. Bezüglich der Bekleidung können keine Angaben gemacht werden.

 

Personen, die Angaben über den Aufenthalt der Vermissten machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

 

Quelle: Kapo ZH

Bilderquelle: Kapo ZH


26.04.2019 - Patricia Jungo

Bayer-Ergebnisse durch Monsanto aufgebläht

Obwohl die Klagewelle wegen des Unkrautvernichters Glyphosat nicht endet, scheint die Monsanto-Übernahme Ergebnistreiber bei Bayer zu sein. Laut Mitteilung des Pharma- und Agrarchemiekonzerns am Donnerstag in Leverkusen wuchs der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) im ersten Quartal um mehr als 44 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Zu verdanken hatte Bayer dies im Besonderen starken Zuwächsen im Agrargeschäft, welches durch den Monsanto-Zukauf (63 Milliarden Euro schwer..) im letzten Sommer deutlich ausgebaut worden war. Gleichzeitig muss sich Bayer nun in den USA wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des von Monsanto entwickelten Herbizids mit etwa 13400 Klägern auseinandersetzen. Zum Jahresauftakt setzte Bayer 13,02 Milliarden Euro um, dies entspricht einem Plus von gut 42 Prozent. Wegen der hohen Sonderaufwendungen für die Monsanto-Übernahme und das Restrukturierungsprogramm verdiente das Unternehmen unter dem Strich jedoch bedeutend weniger als vor einem Jahr. Das Konzernergebnis fiel aus diesem Grund um mehr als 36 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Die Bayer-Aktie notierte im Frankfurter Frühhandel 2,5 Prozent im Plus. Vorstandschef Werner Baumann hatte dem Konzern Ende letzten Jahres ein massives Sparprogramm verordnet. Demnach sollen bis Ende 2021 weltweit etwa 12000 der gut 118000 Stellen verschwinden. Ebenso hat Bayer vor, das Geschäft mit Tiermedizin sowie Marken im Bereich Sonnenschutz und Fusspflege zu beenden. Der Anteil am Chemiepark-Betreiber Currenta soll auch verkauft werden. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr erneut mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa vier Prozent auf rund 46 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns auf rund 12,2 Milliarden. Die Monsanto-Übernahme ist sehr wichtig, um das Ziel für 2019; eine Verbesserung der operativen Rendite des Konzerns auf rund 27 von gut 24 Prozent im Vorjahr, zu erreichen. Die Übernahme spielte im ersten Quartal eine wichtige Rolle beim Ergebnissprung im Agrargeschäft. Bayer schaffte es aber auch das Geschäft dank Zuwächsen in Latein- und Nordamerika auszubauen. Auch im Pharmageschäft war das Ergebnis besser. Im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten fiel es aber deutlich und stagnierte bei den Tierarzneien. Bayer konzentriert sich aber unverändert auf die Glyphosat-Prozesse. Bereits in zwei Fällen musste das Unternehmen millionenschwere Schadenersatzzahlungen leisten. Obwohl Bayer Berufung eingelegt oder angekündigt hat, gingen rund 30 Millionen Euro Börsenwert verloren seit dem ersten Urteil. Die Hauptversammlung vom Freitag wird wohl eher turbulent werden. Einige wichtige Anteilseigner wollen anscheinend der Konzernführung die Entlastung verweigern.


26.04.2019 - Marco Perroulaz

Soll jede Person automatisch Organspender sein?

Ohne expliziten Widerruf soll jede Person zum Ersatzteilträger, pardon, Organspender werden. So will es die Volksinitiative »Organspende fördern - Leben retten«, die vergangenen Monat mit 113’000 beglaubigten Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht wurde.

Nach Meinung der JCI Jeune Chambre Internationale soll damit eine Verfassungsänderung erzwungen werden, die auf dem Grundsatz einer »vermuteten Zustimmung« beruht. Ob dieser Grundsatz auch im Hinblick auf das Bankkonto, das Auto oder das Haus angepeilt wird, ist nicht bekannt. Aber im Ernst: Wer sich jemals wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt hat, wird einer Organentnahme nicht zustimmen, resp. notfalls einen solchen rechtsgültigen Widerruf errichten. Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt denn auch, dass eine Widerspruchsregelung die Spenderzahl nicht beeinflussen kann. Zwar ist der Gedanke nachvollziehbar, es geht immer um menschliche Tragödien. Und es gibt in der Schweiz nach wie vor mehr Anfragen als gespendete Organe. Zwanzig Mal mehr. Das ist ebenso Fakt. Auch wird die Gerüchteküche seit Jahren nicht leiser. Dort hört man, dass es beim »Organhandel« auch hierzulande immer um viel Geld geht, das sich nur in eine Richtung bewege. Sicher ist zudem, dass Organe von Verstorbenen nicht mehr verwendet werden können. Diese werden daher stets noch lebenden Menschen entnommen. Und damit könnte ich als Empfänger nicht leben.


26.04.2019 - DMZ - International / Gesellschaft

Was macht eigentlich ein schönes Gesicht aus?

Die Antwort darauf ist von Mensch zu Mensch zu unterschiedlich – schließlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Die Wissenschaft dagegen kann sich eindeutig festlegen und weiß, welche charakteristischen Merkmale einen Menschen attraktiver wirken lassen.

Ähnlichkeiten

 

Es mag verblüffend klingen, doch je mehr Ähnlichkeiten ein Gesicht zu anderen Gesichtern aufweist, desto attraktiver wird es wahrgenommen. Das geht aus einer neuseeländischen Studie von der Universität Otago hervor, die besagt, dass „bekannte Gesichter einfach zu verarbeiten und kategorisieren“ sind. Schon unsere Vorfahren verbanden mit vertrauten Gesichtern Sicherheit – gut möglich also, dass Attraktivität das moderne Äquivalent zu dem ist, was früher als vertrauenswürdig empfunden wurde.“

Parallelen zu den Eltern

 

Häufig fühlen sich Menschen zu anderen hingezogen, wenn deren Gesichter denen der eigenen Eltern oder naher Verwandter ähneln. Dies konnten zwei amerikanische Psychologen in einer Studie für das „Personality and Social Psychology Bulletin“ belegen. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die sexuelle Anziehung eher auf einer unterbewussten Ebene liegt.

 

Babyface

Ein jugendliches Gesicht, auch als „Babyface“ bekannt, wirkt sehr ansprechend auf andere. So konnte eine US-Studie des Psychologen Michael Cunningham belegen, dass Männer kindliche Merkmale wie große Augen, eine kleine Nase und ein schmales Kinn als besonders attraktiv einstufen. Außerdem erweckt ein Babyface den Eindruck von Wärme, Vertrauen und Unschuld.

Symmetrie

 

Wissenschaftler wissen seit Langem, dass Symmetrie eine wichtige Rolle für die Attraktivität von Gesichtern spielt. An der Frage nach dem Warum scheiden sich allerdings noch immer die Geister. Einige sehen den Grund dafür in der Evolutionsbiologie, weil wir bei der Partnerwahl unterbewusst Hinweise suchen, die darauf schließen lassen, dass er oder sie ein potenziell guter Kandidat für die Weitergabe unserer eigenen Gene ist. Wer ein symmetrisches Gesicht und ebenmäßige Haut hat, sieht gesund aus und wäre somit der optimale Partner. Jedoch gibt es auch andere Stimmen, die davon ausgehen, dass unser Gehirn symmetrische Gesichter schlichtweg leichter verarbeiten kann und sie deshalb von der breiten Masse bevorzugt werden.


26.04.2019 - David Aebischer

Kosten steigen, Pflegeheimbewohner müssen in die Tasche greifen - was kommt als Nächstes?

Die Befürchtungen der Freiburger Partnerinnen und Partner des Modells der pharmazeutischen Betreuung in den Pflegeheimen bewahrheiten sich. Erneut ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen, der Randständigen, den Armen in der Schweiz. Eine Beurteilung der Auswirkungen der Abschaffung des Freiburger Modells beweist, dass die Kosten massiv angestiegen sind, wodurch auch die Ausgaben für die Bewohnerinnen und Bewohner zugenommen haben. Wieso die Kosten laufend steigen ist die logische Konsequenz der lasch agierenden Politik, die diese Bewegung seit Jahrzehnten unterstützt. Keine Folgen für die Bewohnerinnen und Bewohner und ein Kostenanstieg von höchstens 1,5 Millionen Franken lautete im vergangenen Jahr die Aussage der Versicherer über die Konsequenzen der Abschaffung des rund 15-jährigen Freiburger Modells der pharmazeutischen Betreuung. Udn schon heute ist alles vergessen. Dies ist leider bereits Realität. Soziales Denken und Handeln sind zur reinen Fiktion und Romantik verkommen. Nicht nur in Freiburg, vielmehr schweizweit.

Die Studie, die Prof. Olivier Bugnon und Dr. Anne Niquille der Universitäten Lausanne und Genf im Auftrag von pharmaSuisse in 20 Pflegeheimen (1264 Betten) durchgeführt haben, beweist, dass die Arzneimittelkosten massiv angestiegen sind, seit das von den Vertreterinnen und Vertretern der Pflegeheime, vom Apothekerverband des Kantons Freiburg wie auch von der Direktion für Gesundheit und Soziales umkämpfte Freiburger Modell Ende Juni 2018 abgeschafft wurde.

 

Pflegeheimbewohner sind die Verlierer, wer sonst. Niemals werden die Entscheidungsträger Veranstwortung für Arme übernehmen. Aus der Studie geht weiter hervor, dass die Kosten zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr 2018 um 59 %, im Vergleich zu 2017 sogar um 70 % angestiegen sind! Das ist doch Wahnsinn, dass so etwas unter den Augen aller passieren kann und zugelassen wird?

Die Pflegheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner haben doppelt unter dem Wegfall des Freiburger Modells zu leiden, denn für manche Mittel müssen sie jetzt vollständig aufkommen, wenn sie keine Zusatzversicherung haben. Auch dies eine Utopie, da die meisten Bewohnerinnen und Bewohner bereits das gesamte Vermögen aufgebraucht haben. Also fallen die Kosten erneut dem Steuerzahler zu. Das Ende der Freiburger Praxis, die sich durch ihre Effizienz, ihre Zweckdienlichkeit und ihre Wirtschaftlichkeit auszeichnete, führt sehr wohl zu einer Verschwendung der Versichertengelder. Die Folge davon sind steigende Gesundheitskosten. Mit dem Wegfall des Freiburger Modells werden die Bemühungen, die in Bezug auf die Kosteneindämmung seit mehreren Jahren an den Tag gelegt wurden, zunichte gemacht. Schlicht unbegreiflich udn nicht tollerierbar.

Dem ist hinzuzufügen, dass sich ein Anstieg der Gesundheitskosten auf die Krankenkassenprämien auswirkt, die ohnehin längst kaum jemand der Betroffenen selber bezahlen kann.


26.04.2019 - DMZ - Sport

Der eine geht, der andere kommt

Mit den Transfers von Kevin Mbabu und Marvin Spielmann gibt YB gleich zwei Transfer-Bomben aufs Mal bekannt.

 

Vom FC Thun kommt Offensivspieler Marvin Spielmann. Der 23-Jährige hat bei YB einen Vertrag über vier Jahre bis Sommer 2023 unterschrieben.

 

Spielmann kam bei Thun in der aktuellen Super-League-Saison in 29 Partien zum Einsatz und erzielte 11 Tore und 7 Assists. Insgesamt verfügt er über die Erfahrung aus 74 Spielen (24 Tore, 10 Assists) in der höchsten nationalen Spielklasse. In der Schweizer U21-Nationalmannschaft brachte es der gebürtige Oltner, der vor seinem Wechsel im Februar 2017 zum FC Thun für Wil, Aarau, Baden und das Team Aargau gespielt hatte, auf 11 Länderspiele und 3 Treffer.

 

Sportchef Christoph Spycher sagt, Marvin Spielmann sei vielseitig einsetzbar. "Er wird dafür sorgen, dass wir in der Offensive noch schwieriger auszurechnen sein werden. Marvin ist ein Spieler mit grossem Potenzial; wir freuen uns sehr, dass er sich für YB entschieden hat und die nächsten Schritte seiner Entwicklung bei uns machen will."


26.04.2019 - Marco Perroulaz

Stadler Rail kann 127 Züge nach Atlanta liefern

127 Metro-Züge darf der Ostschweizer Zugbauer Stadler Rail für eine Metro in Atlanta liefern. Zusätzlich bestehen zwei Optionen für je 25 weitere zweiteilige Züge. Der Wert des Auftrags beträgt über 600 Millionen US Dollar, exklusive Optionen. Die Metro-Züge sollen ab 2023 in Betrieb sein. Für Stadler ist dies die bisher grösste Bestellung von Fahrzeugeinheiten in der Geschichte des Unternehmens überhaupt. Allerdings wird Stadler die Züge für Atlanta im neuen Werk in Salt Lake City montieren. Damit wird die Vorgabe im Vertrag erfüllt, mindestens 60 Prozent der Wertschöpfung in den USA zu erbringen. Gruppenweit befinden sich bei Stadler zurzeit mehrere Metro-Projekte in der Produktion. Die Metro-Züge kommen unter anderem in Minsk, Barcelona, Berlin, Glasgow und Liverpool in den Einsatz.

Bestimmt hätte auch die SBB ihren letzten Einkauf vorteilhaft bei Stadler statt bei Bombardier getätigt. Insgesamt 59 Doppelstöcker Züge im Wert von 1,9 Milliarden Franken hatte die Bahn mit Ziel 2013 gekauft. Diese Züge konnten allerdings im vergangenen Jahr erst mit fünf Jahren Verspätung überhaupt in Betrieb genommen werden und sorgen seither für eine Pannenmeldung nach der anderen. Was eigentlich als Prestigeobjekt in die Annalen eingehen sollte, wird als Pannenzug in Erinnerung bleiben. Und Bombardier war nicht einmal verpflichtet worden, die Wertschöpfung in der Schweiz zu tätigen.


26.04.2019 - DMZ - Technik

Saugt auch von der Seite: Philips SpeedPro Akkusauger mit 180-Grad-Düse reinigt kabellos und kraftvoll mit LED-Licht

Auch wenn kleinere Wohnräume oder Singlehaushalte einfacher sauber zu halten sind – mehr Spass macht das Putzen den meisten trotzdem nicht. Zudem fehlt häufig die Zeit. Daher hat Philips die neue SpeedPro Serie entwickelt, die im Mai auf den Markt kommt. Der leistungsstarke Staubsauger in fünf Farbvarianten ist schnell griffbereit, hat einen abnehmbaren Handsauger on Board und überzeugt.


26.04.2019 - DMZ - Gesellschaft

Einblick in die Wasserbauarbeiten an der Emme

Die Arbeiten am Hochwasserschutz- und

Revitalisierungsprojekt Emme schreiten zügig voran. Das Gesicht der

Emme ändert sich laufend. Am Tag der offenen Baustelle am Samstag, 4. Mai 2019 erhält die Bevölkerung Einblick in die Umsetzung der Arbeiten.

 

Mit dem Ziel «mehr Sicherheit – mehr Natur – mehr Erholung» realisiert der Kanton Solothurn seit 2016 in mehreren Etappen das Projekt «Hochwasserschutz- und Revitalisierung Emme, Wehr Biberist bis Aare». Das Projekt stellt den Hochwasserschutz entlang der Emme auf den letzten 4.8 km vor der Einmündung in die Aare sicher. Dazu wird die Abflusskapazität der Emme mit Aufweitungen des Flussbettes vergrössert. Wo dies nicht genügt, werden im Uferbereich Schutzbauten wie Dämme oder Mauern erstellt. Bei einigen Brücken sind Massnahmen vorgesehen, die das Risiko reduzieren, dass sich Schwemmholz an den Brücken verfängt.

 

Aufwertung des Naturraums Mit den Hochwasserschutzarbeiten wird zugleich die Flusslandschaft aufgewertet. Natürliche Überflutungs- und Erosionsprozesse werden gefördert. Ufer- und Flusssohle werden mit Steinen und Holz vielfältig strukturiert. Künftig bildet der Gewässerraum der Emme ein abwechslungsreiches Mosaik an Lebensräumen, das vielen – und zum Teil selten gewordenen – Pflanzen- und Tierarten Heimat bietet.

 

Tag der offenen Baustelle - 4. Mai 2019

Wie entsteht ein Hochwasserschutz-Damm? Warum werden Baumstrünke ins

neue Ufer eingebaut? Was bedeutet «fischgängig»? Weshalb sind verschiedene

Strömungsmuster wertvoll? Antworten auf solche Fragen bieten die

Informationsposten am kommenden Tag der offenen Baustelle. Nach dem

Rundgang lädt der Kanton die Besuchenden zu einem Imbiss ein.


26.04.2019 - DMZ - Kultur

Yan Duyvendak erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019

Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019 geht an den in Genf lebenden Performancekünstler Yan Duyvendak für sein engagiertes Schaffen jenseits von Spartengrenzen. Die weiteren fünf Theaterpreise erhalten der Regisseur Thom Luz, der Schauspieler und Regisseur François Gremaud mit seiner 2b company, der Bühnenbildner und Theatermacher Dominic Huber, die Schauspielerin Bettina Stucky und die Theatervermittlerin Vania Luraschi. Die Preisverleihung findet am 24. Mai im Théâtre du Crochetan in Monthey statt in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset, im Rahmen des 6. Schweizer Theatertreffens.

 

Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019 an Yan Duyvendak

Yan Duyvendak, geboren in den Niederlanden, studierte an der École cantonale d’art du Valais und der École supérieure d’art visuel in Genf und lebt heute nach verschiedenen Auslandsaufenthalten (Barcelona, Berlin, Marseille) wieder in Genf. Er nutzt bildende und darstellende Ausdrucksweisen, um soziale und kulturelle Phänomene zu erforschen. Angezogen ist er auch von populären Kulturformen wie Computerspielen, Video, Varieté oder Musical. Mit seinen experimentellen Formen, die er in den letzten Jahren vermehrt auch mit anderen Performerinnen und Peformern entwickelt, erreicht er ein erstaunlich breites Publikum in den verschiedenen Regionen der Schweiz und tourt weltweit. Yan Duyvendak ist ein Künstlernomade, der in der Performancekunst, im Tanz wie auch im Theater geschätzt wird.

 

Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring setzt die Tradition des von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) verliehenen wichtigsten Schweizer Theaterpreises fort und ehrt eine Persönlichkeit oder Institution des Schweizer Theaterschaffens. Die Preissumme beträgt 100‘000 Franken.

 

Fünf Schweizer Theaterpreise 2019

Fünf Schweizer Theaterpreise werden an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um das vielfältige Theaterschaffen der Schweiz verdient gemacht haben. In diesem Jahr wählte die eidgenössische Jury für Theater Preisträgerinnen und Preisträger aus, die über Spartengrenzen und einschlägige Theaterberufe hinaus in verschiedenen künstlerischen Feldern der darstellenden Künste wirken. Die Preissumme beträgt 40‘000 Franken.

 

Thom Luz (BS): Der ausgebildete Schauspieler entwickelt seit 2007 Projekte in Eigenregie, die er sowohl an festen Häusern wie seit 2015 als Hausregisseur am Theater Basel als auch in freien Produktionen an verschiedenen Häusern der Deutsch- und Westschweiz sowie in Deutschland und Frankreich inszeniert. Wie kaum ein anderer junger Theaterschaffender hat Thom Luz eine eigene Theatersprache entwickelt: er ist Regisseur, Bühnenbildner und Musiker in einer Person. Bereits drei seiner Produktionen, in diesem Jahr «Girl From The Fog Machine Factory» (2018), wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

 

François Gremaud/2b company (VD): 2005 gründete François Gremaud zusammen mit Michaël Monney die 2b company. Unter diesem Dach entstehen Eigenkreationen in kleineren und grösseren Formaten. Die unterschiedlichen, auch musikalischen oder improvisierten Erzählformen widerspiegeln feinsinnig und witzig das Zeitgeschehen. Das inzwischen recht grosse Repertoire entstand auch im Duo Gremo & Mirou oder im Kollektiv Gremaud/Gurtner/Bovay. «Phèdre !» (2017), ein Solo mit Romain Daroles nach Jean Racines Tragödie, wurde zum Schweizer Theatertreffen 2019 eingeladen.

 

Dominic Huber (ZH): Der an der ETH Zürich ausgebildete Architekt entwickelt immersive Bühnenbilder und wirkt als Theatermacher in freien Formationen und an etablierten Theatern. Die Komplexität und Schönheit der Szenografien beeindrucken bis ins Detail. Neben Arbeiten für Rimini Protokoll wie «Situation Rooms» (2013) oder «Nachlass» (2016), eine Installation mit acht Räumen, in denen Menschen ab Band über ihr Ableben und ihre Hinterlassenschaft erzählen, entwickelt Dominic Huber auch eigene Regiearbeiten wie «Hotel Savoy» (2010), die von seiner Szenografie geleitet werden.

 

Bettina Stucky (BE/Hamburg): Ausgebildet als Schauspielerin an der Hochschule der Künste Bern, spielte Bettina Stucky u.a. an der Volksbühne Berlin, am Theater Basel und am Schauspielhaus Zürich und war schon früh eine Protagonistin in Christoph Marthalers Inszenierungen wie z.B. «Hotel Angst» (2000). Auch mit Stefan Pucher, Stefan Bachmann, Barbara Frey, Jossi Wieler, David Marton oder Luk Perceval arbeitet sie regelmässig zusammen. Seit der Spielzeit 2013/14 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Ihr markanter Spielstil ist ebenso in freien Produktionen sowie in einigen Spielfilmen, darunter «Die göttliche Ordnung» (2017), zu sehen.

 

Vania Luraschi (TI): gründete nach einem sozialpädagogischen Studium in Lausanne und Theaterstudien in Paris in den 1970er Jahren das Teatro Panzinis Zirkus, ab 1986 als Teatro Pan für ein junges Publikum fortgeführt. Mit dem Aufbau des heute noch existierenden FIT Theaterfestivals in Lugano ab 1977 öffnete sie das Tessin zum internationalen zeitgenössischen Theaterschaffen. Auch die Tessiner Organisation der Theaterschaffenden, Rete TASI, wurde von ihr 1987 mit initiiert. Vania Luraschi engagierte sich ihr ganzes Leben für ein junges Publikum und die unabhängige Theaterszene im Tessin. Zuletzt gründete sie 2008 mit «Il Maggiolino» erneut ein Theaterfestival, dieses für Kinder im Vorschulalter.

 

6. Schweizer Theatertreffen vom 22. bis 26. Mai im Wallis

Die sechste Ausgabe des Theatertreffens, in dessen Rahmen die Theaterpreise verliehen werden, findet nach Ausgaben in Winterthur, Genf, Lugano und Zürich im Kanton Wallis statt. Im Théâtre du Crochetan in Monthey, Théâtre de Valère in Sion, TLH in Sierre und La Poste in Visp sind sieben herausragende Schauspielproduktionen aus allen Landesteilen zu sehen. Ein Rahmenprogramm ergänzt das Festival, das als Treffpunkt der nationalen Theaterszene dient. Informationen unter: www.schweizertheatertreffen.ch

 

Schweizer Kleinkunstpreis 2019

Der Schweizer Kleinkunstpreis ist seit 2015 Bestandtteil der Schweizer Theaterpreise. Die Preisverleihung fand am 11. April zur Eröffnung der 60. Schweizer Künstlerbörse im KKThun statt. Gewinnerinnen des diesjährigen Kleinkunstpreises sind Knuth und Tucek, das temperamentvolle Kabarett-Duo, das Gesangsnummern mit Volksmusikklängen, groteske Alltagsgeschichten mit politischer Satire mischt. Sie werden an der Preisverleihung in Monthey den Abend szenisch-musikalisch mit gestalten. Nominiert waren ausserdem die Komödiantin Marjolaine Minot und der mobile Märchenzirkus von Nicole & Martin.


25.04.2019 - DMZ - Umwelt

Statt Tierversuche: Fischzellentest international zertifiziert

Erstmals wurde ein Toxizitätstest mit gezüchteten Kiemenzellen von Fischen ISO-zertifiziert. Der Test dient dazu, die akute Giftigkeit von Wasserproben und Chemikalien auf Fische zu bestimmen. Das ist ein Meilenstein, denn bisher mangelt es an anerkannten Alternativen zu Versuchen mit lebenden Fischen.

 

Für ökotoxikologische Tests wurden im Jahr 2017 allein in der Schweiz über 7'500 Versuche an Fischen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt durchgeführt. Die Eawag erforscht seit Jahren Alternativen, um Fischversuche zu reduzieren oder sogar zu ersetzen. Eine davon beinhaltet Versuche mit einer Kiemenzelllinie der Regenbogenforelle (RTgill-W1-Zelllinie). Mit den im Labor nachgezogenen Zellen lässt sich die akute Toxizität von Wasserproben und vielen Chemikalien für Fische zuverlässig bestimmen.

 

Die Abteilung Umwelttoxikologie um Prof. Kristin Schirmer hat die Methode über die letzten Jahre laufend verfeinert. In einer internationalen Ringstudie haben nun sechs Labore aus Industrie und Hochschulen teilgenommen und ermittelten anhand von sechs ausgewählten Testchemikalien die Robustheit, Übertragbarkeit und Vergleichbarkeit des Verfahrens mit der RTgill-W1 Zelllinie. Die Ergebnisse zeigen: Alle Labore haben mit der Methode wiederholbar vergleichbare Ergebnisse liefern können. Seit kurzem entspricht diese Methodik nun auch den ISO-Normen, die für Forschende und Hersteller in Tests als Standardreferenzen dienen.


25.04.2019 - Patricia Jungo

Nati-Debüt im Heimkanton für Hischier?

Ausgerechnet im Testspiel in Sierre könnte der Walliser am Freitag gegen Frankreich sein Debüt im A-Nationalteam feiern. Für den Nummer-1-Pick der New Jersey Devils brachte das erstmalige Aufgebot für die A-Nationalmannschaft ein paar gewöhnungsbedürftige Änderungen mit sich. Da hiess es, sich erst einmal an die grösseren Eisfelder und Schweizerdeutsch als Umgangssprache in der Garderobe gewöhnen. Hischier meint aber, dass er sich sehr schnell zurechtgefunden habe und es auch positiv sei, in der Garderobe wieder einmal in seiner Muttersprache reden zu können. Vom Team sei er wunderbar aufgenommen worden; er würde ja die meisten Mitspieler schon kennen und viele Neue gäbe es nicht.


25.04.2019 - Mark Fox

Schämt euch!

Da hier zur Zeit wieder vermehrt dümmliche, unreife und diffamierende Beiträge gepostet werden, möchte ich noch einmal sagen: Schämt euch!

 

Eine ganze Weile ist es her als ich mich zum letzten Mal zu Wort gemeldet habe. Nicht dass es nichts mehr zu sagen gegeben hätte. Im Gegenteil. Das haben andere übernommen. Solche, die wahrscheinlich besser nichts sagen sollten. Aber es ist ja jedem heut zu Tage die Möglichkeit gegeben, seine Meinung über den ganzen Planeten zu streuen, egal ob diese nun verlangt wurde. Meist sind es dann auch die, die man nie fragen würde, die am lautesten brüllen, ungefragt, selbstverständlich. Weil sie das Recht dazu haben. Also habe ich mich zurückgelehnt und mal alles über mich herein prasseln lassen. Es ging nicht lange, machte sich eine Art Hoffnungslosigkeit breit und ein Gefühl der Scham kam auf. Fremdscham. Wie kann es sein, dass vermeintlich erwachsene Menschen kollektiv auf einem 16-jährigen Mädchen rumhacken, das eigentlich ja nur sagt, wir, und sie schliesst sich mit ein, sollen nicht alles kaputt machen. Da gibt es plötzlich Bilder von ihr im Netz mit idiotischen Sprüchen drunter, wie sie nicht mal ein Pubertierender von sich lassen würde. Überall lachen vermeintlich erwachsene Menschen ein junges Mädchen aus, verhöhnen es und sprühen Hass ihm gegenüber aus, nur weil es seinen Prinzipien treu wird. Spinnt ihr eigentlich alle? Oder fühlt ihr euch so unter Druck gesetzt, dass ihr euch nicht mehr um den Inhalt der Aussage kümmert? Ist das eine erwachsene Reaktion auf berechtigte Fragen? Euch sollte man zurück auf die Schulbank drücken! Wo ist eure Erziehung, wo euer Stolz? Oder ist man wirklich einfach zu bequem geworden, sich mit unangenehmen Dingen auseinander zu setzen?

 

Es ist ja alles gut und alles, was diesen Zustand gefährden könnte, wird vehement in seine Schranken gewiesen. Gab‘s das nicht schon mal? Da ging es doch um ein Schiff, das in einen Eisberg steuerte und dann sank. Ach ja, in der Geschichte ging‘s ja gar nicht darum, sondern um einen Di Caprio.

 

Und jetzt? Weiter zur Tagesordnung. Der Hass wurde deponiert, jetzt kann man getrost weiter werkeln, ohne sich über irgendwas Gedanken machen zu müssen. Es sind so oder so alle andern, die alles falsch machen, da fällt man selbst nicht mehr auf und ändern kann man es so oder so nicht.

 

Schon nur sich die Frage zu stellen, ob der Klimawandel nun das Verschulden des Menschen sei, zeigt, dass man wirklich nichts ändern will. Sonst würde man die Frage nicht stellen. Es spielt doch überhaupt keine Rolle, wer das Problem verursacht hat, wenn man es lösen will. Nur dann wenn man es nicht lösen will, sucht man nach einem Schuldigen.

 

Wenn man sich nicht für eine Thematik interessiert, dann ist es vielleicht angebrachter, sich nicht noch dümmlich darüber zu äussern. Oder vielleicht ist gerade das Ausdruck dafür, dass irgendwo ein Nerv getroffen wurde und man sich selbst ertappt fühlt, vielleicht ist es ja das gut verschlossene Gewissen, das sich hier zum Vorschein zu kämpfen versucht, jedoch zu schwach ist, der Faulheit Paroli zu bieten.


25.04.2019 - DMZ - National

Münchenstein BL: Heftige Kollision zwischen Sattelschlepper und PW

Am Mittwoch, 24. April 2019, um 16.00 Uhr, ereignete sich auf der Bruderholzstrasse in Münchenstein BL ein Verkehrsunfall zwischen einem Sattelschlepper und einem Personenwagen.

 

Verletzt wurde niemand.

 

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 35-jähriger Lenker eines Sattelschleppers von Münchenstein kommend auf der Bruderholzstrasse durch den Lange Heid-Tunnel in Richtung Muttenz. Nach dem Tunnel beabsichtigte er im zweispurigen Bereich auf die rechte Fahrbahn zu wechseln. Dabei übersah er einen auf der rechten Fahrbahn fahrenden Personenwagen und es kam zur Kollision.

 

Der Sattelschlepper schob anfänglich den Personenwagen noch einige Meter vor sich hin, bevor die beiden Fahrzeuge auf der linken Fahrbahn an der Leitplanke zum Stillstand kamen.

 

Personen wurden keine verletzt. Die 55-jährige Lenkerin des Personenwagens wird selbständig zur Kontrolle einen Arzt konsultieren.

 

Beide Fahrzeuge mussten durch ein Abschleppunternehmen aufgeladen werden.

 

Durch die Kollision floss beim Sattelschlepper eine grössere Menge Dieselöl aus dem Tank, welches von der Feuerwehr und ABC-Wehr gebunden werden musste. Für die Dauer der Bergungs-, Aufräum- und Reinigungsarbeiten musste die Bruderholzstrasse ab dem Kreisel Reinacherstrasse für mehrere Stunden gesperrt werden. Dies führte zu entsprechenden Rückstaus und Wartezeiten.

 

Quelle: Polizei BL

Bilderquelle: Polizei BL


25.04.2019 - DMZ - Gesellschaft

Auf der Spur

Das letzte Jahr hat uns einmal mehr bewiesen, dass Kriminalität und Internet untrennbar miteinander verwickelt sind. Da wäre der IS-Sympathisant, dessen Social Media-Kontakte uns vor die Herausforderung Big Data stellen, oder der unglücklich Verliebte, welcher einer Online-Betrügerin auf den Leim kriecht; um nur zwei Geschichten zu nennen.

 

Deshalb setzt auch fedpol mit ihren Partnerinnen und Partnern auf digitale Lösungen. Wie zum Beispiel bei einem Vater, der seine Kinder gegen den Willen der Mutter dank dem Schengener Informationssystem nicht ausser Landes bringen kann, oder einem Drogenhändler, der seine Identität verschleiern will und in Zukunft mit einem Mausklick in ganz Europa auffliegt.

 

Entdecken Sie unsere verworrenen Fälle, bei denen eine anfängliche Spurensuche nicht selten zu einer Schnitzeljagd wird. Was schnell klar ist: In unserer digitalen Welt halten sich Kriminelle nicht an territoriale Grenzen. Um Ihnen auf die Spur zu kommen, ist Kooperation unerlässlich – zwischen Menschen und IT-Systemen.

 

Wir wünschen eine spannende Lektüre.

Im Jahresbericht blättern


25.04.2019 - Patricia Jungo

Bröckelnde Mauern unter dem Belvédère in Freiburger Altstadt

Auf der Terrasse des Cafés Belvédère in der Freiburger Altstadt wartet eine atemberaubende Aussicht auf die Gäste. Wie eine Königin thront die Terrasse über der mittelalterlichen Altstadt, durch welche sich die Saane schlängelt. Freiburg wurde entlang der Saaneschlucht erbaut und etliche der mittelalterlichen Gebäude stehen am Rand der Felsschlucht; so auch das Café Belvédère. Das Gebäude wird durch eine Stützmauer vor dem Abrutschen geschützt. Mittlerweile ist diese Mauer jedoch voller Risse und vor drei Jahren ist bereits ein Teil der Stützmauer in die Unterstadt gestürzt. Dies erklären die Drahtgitter, die seitdem die Mauer zusammenhalten. Um niemanden in Gefahr zu bringen, ist denn auch das Gelände unter dem Restaurant abgesperrt. Es ist an der Zeit, die Stützmauer zu sanieren. Da diese unter Denkmalschutz steht, muss sie Stein für Stein abgetragen werden. Alle noch nutzbaren Steine werden beim Bau der neuen Mauer wieder zum Einsatz kommen. Man will die Mauer zumindest optisch gleich erhalten wie die alte. Dazu erklärt Raja Benzaitar, Freiburgs stellvertretende Stadtingenieurin, dass bei zu geringer Anzahl dieser Steine der Felsen mit einer Betonschicht gesichert und nur eine Steinschicht auf dem Beton angebracht werde. So würde die Mauer zumindest historisch aussehen. Diese Art von Sanierung lässt sich an der Schmiedmauer am Eingang des Galterntals beobachten. Für die Sanierung der gesamten Mauer unterhalb des Belvédères sind zwei Etappen geplant: Zuerst wird der Teil saniert, der laut Aussagen von Fachleuten jederzeit vom Zusammenbrechen bedroht ist. Anschliessend werden der Rest der Mauer sowie der Felsen saniert. Den Besitzern der Gebäude gehören auch die Felswände und Mauern der Altstadt. Demnach sind sie verantwortlich für die Sicherheit, was natürlich sehr teuer werden kann. Momentan sind auch Höhe und Herkunft von Subventionen für die Sanierung denkmalgeschützter Mauern noch unklar. Im Falle vom Belvédère sei es zwischen dem Besitzer, die Stadt und der Kanton zumindest für die erste Etappe zu einer Einigung betreffend Kostenverteilung gekommen. Doch auch so fällt die Hauptlast auf den Besitzer. Besitzer Patrice Gumy sagt, man sei seit Jahren daran, eine gute Lösung zu finden. Er habe das Gebäude 1996 gekauft. Damals sei es eine Ruine gewesen und er habe vor allem in das Haus investieren müssen. Nun müssten auch die rund tausend Jahre alten Mauern saniert werden. Die Arbeiten sollten grösstenteils im Winter gemacht werden, wenn die Terrasse geschlossen ist, damit der Restaurationsbetrieb nicht gestört wird. Für Gumy ist es klar, dass man ein solches Gebäude nicht aus Gewinnstreben kauft und die Sanierung einen grossen finanziellen Aufwand bedeutet. Lachend fügt er hinzu, man müsse halt etwas verrückt sein, um ein solches Gebäude zu kaufen.


 25.04.2019 - DMZ - Kultur

Gedenkkonzert für Ralf Oude Hendrikman

Am Samstag, 11.05.19 veranstaltet die Band ALLISON zusammen mit vielen Freunden ein Gedenkkonzert für Ralf Oude Hendrikman in der Kulturfabrik KUFA Lyss.

 

Um 21.00 Uhr wird der Konzertabend von der Schweizer Band Silver Dust eröffnet.
Anschliessend wird die organisierende Band Allison ihren Auftritt zu Ehren von Ralf absolvieren. Aktuell arbeitet die Band intensiv an ihrem neuen Album und tourt quer durch die Schweiz. Die aktuelle Nummer „Rock High“ präsentiert Allison in Höchstform, macht Appetit auf mehr und setzt nahtlos dort an, wo die Band vor 20 Jahren ihre Karriere unterbrochen hatte.
Ab 23.00 Uhr wird die Band Virgin Ram & Friends mit den musikalischen Gästen abrocken was das Zeug hält. Namhafte Gäste werden für einen krönenden Abschluss dieses Gedenkkonzertes bilden.

  • Daniel Pfister - Gods Of Silence
  • Philipp Eichenberger - Gods Of Silence
  • Cris Stone - Crystal Ball
  • Marcel Hablützel - Emerald
  • Pirmin Gabriel - DIVINE
  • Andrea Böll - INFINITAS
  • Uschi Gamper-Sigrist - Jawbreaker
  • Alex Ortega - Inishmore
  • Philipp Meier - Fire Rose
  • Janick Schaffner - Fire Rose
  • Seraina Schöpfer - Dreams in Fragments
  • Nikki Singer

25.04.2019 - DMZ - Soziales

Bettagsfranken 2019: Ab sofort können Projekte eingereicht werden

Der Bettagsfranken 2019 soll

schwerpunktmässig für Projekte gegen Einsamkeit und soziale Isolation im Alter eingesetzt werden. Insgesamt werden 250'000

Franken bereitgestellt.

 

Anstelle der früheren Bettagskollekte wird seit 2010 jährlich ein „Bettagsfranken“ pro Einwohner aus dem Lotteriefonds entnommen. Dieser wird für gemeinnützige, kommunale und regionale Sozialprojekte bereitgestellt. Ein Teil des Gesamtbetrags im Umfang von 250'000 Franken wird – jeweils in Absprache mit dem Verband Solothurner Einwohnergemeinden – für ein Schwerpunktthema verwendet. Dieses Jahr steht die Vereinsamung und soziale Isolation im Alter im Fokus.

 

Die andere Hälfte des Bettagsfrankens ist für soziale Einzelprojekte reserviert, die keine Mittel der  öffentlichen Hand erhalten und deshalb auf die Unterstützung aus Fonds angewiesen sind. Der  maximal mögliche Projektbeitrag in dieser Kategorie beträgt 10‘000 Franken.

 

Soziale Institutionen und Organisationen können sich ab sofort mit Projekten bewerben.  Entsprechende Gesuche können bis zum 16. September 2019 beim Departement des Innern eingereicht werden.

 

Hier bewirbt man sich:

Departement des Innern

„Bettagsfranken“

Ambassadorenhof / Riedholzplatz 3

4509 Solothurn

http://www.so.ch/ddi/bettagsfranken


25.04.2019 - DMZ - Wirtschaft / Medizin

Künstliche Hüft- und Kniegelenke: Kanton und Fachverband setzen gemeinsam auf Qualität

Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk in den Zürcher Listenspitälern gilt seit diesem Jahr ein ausgebautes Qualitätscontrolling. Gemeinsames Ziel der Gesundheitsdirektion und des Fachverbands swiss orthopaedics ist es, die Indikations- und Ergebnisqualität weiter zu verbessern.

 

Um die Qualität der Spitalbehandlungen für die Patientinnen und Patienten zu sichern und zu stärken, gelten für die Spitäler mit kantonalen Leistungsaufträgen gezielte Anforderungen. Dazu gehört in spezifischen Bereichen auch die Verankerung eines klar definierten Qualitätscontrollings mit Qualitätssicherung durch Fachgesellschaften oder durch Zertifizierungen. Für Operationen, bei denen künstliche Hüft- oder Kniegelenke eingesetzt werden, hat swiss orthopaedics zusammen mit der Gesundheitsdirektion die Umsetzung dazu erarbeitet. Swiss orthopaedics ist der nationale Fachverband der nach schweizerischen Qualitätsstandards ausgebildeten Orthopäden und Traumatologen.

 

Das Qualitätscontrolling für die Zürcher Listenspitäler mit dem entsprechenden Leistungsauftrag baut auf dem nationalen Implantat-Register für Hüft- und Knieimplantate auf. Ab Mitte 2019 wird die Lebensqualität bei allen Patienten, die mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk behandelt werden, anhand eines Fragebogens vor der Operation und ein Jahr nach der Operation ermittelt und dokumentiert. Die Ergebnisse werden mit den Revisionsraten des Registers abgeglichen und zuhanden der Spitäler und eines Qualitätsboards ausgewertet. Ziel ist es, dass die Spitäler durch den Vergleich untereinander, der unter Aufsicht des Qualitätsboards erfolgt, ihre Indikations- und Ergebnisqualität gezielt verbessern können.

 

Für swiss orthopaedics gilt diese Qualitätsmassnahme als Pilotprojekt für ein neu geschaffenes Qualitätslabel («swiss orthopaedics excellence»), das denjenigen Orthopäden und Traumatologen verliehen werden soll, welche die damit verbundenen Anforderungen erfüllen. Dazu müssen sie unter anderem ihre Indikations- und Ergebnisqualität für Schlüsseleingriffe dokumentieren und von einer externen Stelle auditieren lassen.

 

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zürich können auf eine bedarfsgerechte und effiziente Spitalversorgung zählen. Die Grundlage dazu bilden die Zürcher Spitallisten, die seit 2012 in Kraft sind. Mit gezielten Anpassungen haben der Regierungsrat und die Gesundheitsdirektion in den vergangenen Jahren der Sicherstellung der Qualität der Spitalbehandlungen kontinuierlich Rechnung getragen. Dazu zählen insbesondere auch die Vorgaben zu Mindestfallzahlen, die sich seit 2012 bewährt haben.


25.04.2019 - DMZ - Technik

Stanley Robotics zeigt Parkroboter

Und zwar hat das französische Unternehmen einen Parkroboter entwickelt, der auf den Namen Stan hört und bereits seit einiger Zeit im Test ist. Genauer gesagt hat Stanley Robotics den Stan bereits auf Flughäfen in Paris und Lyon testen können.

Zunächst einmal zur Funktionalität des Roboters: dieser ist in der Lage, Fahrzeuge autonom zu ziehen und an den gewünschten Ort zu bringen. Dies funktioniert idealerweise auf einem Flughafen, denn dort werden viele Autos geparkt und die Reisenden müssen gegebenenfalls lange Strecken zu Fuß mit ihrem Gepäck zurücklegen.

 

Parkdienst in Form eines Roboters

Hier kommt Stan ins Spiel, dessen System simpel funktioniert und dennoch clever ist: der Nutzer stellt sein Fahrzeug in einer speziellen Garage ab und lässt sein Fahrzeug einscannen. Daraufhin registriert Stan das Abstellen des Fahrzeugs und holt dieses ab, um es auf dem jeweils gewünschten Parkplatz abzustellen.

 

Nachdem der Stan auf den Flughäfen in Paris und Lyon bereits erfolgreich getestet worden ist, steht nun ein Test am Gatwick Airport an. Dieser ist nach dem Heathrow der zweitgrößte Flughafen Londons und Englands – ab August 2019 wird der Test durchgeführt.

 

Autonome Technologie mit vielen Optionen

Sollte sich der Stan auch in diesem Test beweisen, dann sind weitere Tests weltweit denkbar, in letzter Konsequenz sollte der Marktstart stehen. Auf jeden Fall klingt der Stan nach einer sehr nützlichen und alltagstauglichen Option.

 

Generell dürften autonome Technologien immer mehr in den Vordergrund rücken. Denn nicht nur am Beispiel des Stan lässt sich erkennen, dass Roboter vielfältig einsetzbar sind und den Alltag in diverser Hinsicht erleichtern können.


25.04.2019 - DMZ - Sport

Lars Weibel verlässt SRF-Expertenteam

Der 44-jährige Lars Weibel verlässt das SRF-Expertenteam im Eishockey. Grund ist seine neue Funktion als Direktor der Schweizer Eishockey-Nationalteams. Über die Nachfolge des ehemaligen Schweizer Nationaltorhüters entscheidet SRF Sport zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Spätestens Anfang August wird Lars Weibel neuer Direktor der Schweizer Eishockey-Nationalteams. Diese Funktion ist nicht vereinbar mit der Aufgabe als unabhängiger SRF-Experte. Deshalb verlässt der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter das SRF-Expertenteam im Eishockey per sofort. Diesen Entschluss haben SRF Sport und Lars Weibel gemeinsam gefasst.

 

Experte im nationalen und internationalen Eishockey

Lars Weibel arbeitete seit 2010 als Eishockeyexperte für SRF Sport. Der 44-Jährige kam regelmässig bei den WM-, Spengler-Cup- und Playoff-Übertragungen zum Einsatz, seit 2017 war er zudem als Experte in der neu eingeführten Magazinsendung «eishockey aktuell» zu sehen. Seinen letzten Auftritt als SRF-Experte hatte er am 9. April 2019 beim siebten Spiel der Playoff-Halbfinalserie zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel. Über seine Nachfolge als Eishockeyexperte entscheidet SRF Sport zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Dani Bolliger, Bereichsleiter Live bei SRF Sport: «Wir danken Lars Weibel für seine langjährige Arbeit als SRF-Experte. Neben seinem Fachwissen als ehemaliger Goalie schätzten wir insbesondere auch sein Teamplay vor und hinter den Kameras. Für seine neuen Aufgaben beim Schweizer Eishockeyverband wünschen wir ihm viel Glück und Erfolg.»


25.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Eggerberg VS: Wanderunfall fordert ein Todesopfer

Am Mittwoch, 24. April 2019 kurz vor Mittag ereignete sich oberhalb von Eggerberg ein Wanderunfall.

 

Eine Frau kam dabei ums Leben.

 

Der Unfall ereignete sich gegen 11:45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine Gruppe von vier Personen am Orte genannt «Finnu» auf einer Wanderung. Dabei rutsche eine Frau auf dem nassen Wanderweg, welcher über ein Felsband führte, aus und stürzte ca. 50 Meter im unwegsamen Gelände ab.

 

Die aufgebotenen Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Beim Opfer handelt es sich um eine 76-jährige Walliserin aus der Region Mittelwallis.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

 

Eingesetzte Mittel: Kantonspolizei – Kantonale Walliser Rettungsstation 144 – Air-Zermatt.

 

Quelle: Kapo VS

Bildquelle: Kapo VS


25.04.2019 - DMZ - Umwelt

Armee beseitigt 352 Blindgänger

Die Blindgängermeldezentrale der Schweizer Armee hat im letzten Jahr aufgrund von 631 Meldungen 352 Blindgänger beseitigt. Damit ist die Zahl der Blindgänger-Beseitigungen angestiegen.

 

Im Jahr 2018 sind bei der Blindgängermeldezentrale der Armee 631 Meldungen eingegangen. Diese führten zur Beseitigung von 2128 Objekten, wovon knapp 17 Prozent effektiv Blindgänger waren (352 Objekte). In 18 Prozent der Fälle ging es um Fundmunition (384 Objekte) und in 65 Prozent um Munitionsschrott (1392 Objekte). Die Zahl der Blindgängermeldungen ist in den vergangenen Jahren plus/minus stabil geblieben, die Zahl der beseitigten Blindgänger hingegen hat in den letzten zwei Jahren zugenommen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Mögliche Ursachen sind die milden Wetterbedingungen, welche mehr Outdoor-Tätigkeiten und mehr Munitionsfunde zur Folge haben. Ebenfalls kommen Munitionsrückstände im Rahmen der Gletscherschmelze zum Vorschein. Dies kann auch eine mögliche Ursache für die tendenziell wachsenden Zahlen an Munitionsschrott sein.

 

78 Prozent der Meldungen gingen von Zivilen ein, 12 Prozent von der Truppe und zehn Prozent von der Polizei. Aus den Kantonen Bern, Graubünden, St. Gallen und Wallis wurde die Blindgängermeldezentrale am häufigsten kontaktiert mit 69, 41, 41 resp. 38 Meldungen.

 

Die Blindgängermeldezentrale ist Teil des Kommandos für Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung, welches verschiedene Aufgaben in der Schweiz wahrnimmt, aber auch in militärischen und humanitären Einsätzen im Ausland engagiert ist. Die Aufgaben in der Schweiz umfassen nebst der Bearbeitung der Blindgängermeldungen auch regelmässig stattfindende Aufräumaktionen auf Schiessplätzen und in Zielgebieten der Schweizer Armee in Zusammenarbeit mit den Territorialdivisionen und weiteren Partnern. Dort wurden vergangenes Jahr bei vier Räumungsaktionen 33 Tonnen Munitionsschrott abgeführt und 66 Blindgänger beseitigt. Die Menge des dabei beseitigten Munitionsschrotts ist angestiegen, was neben den bereits erwähnten Gründen auch mit einer Zunahme von Baustellen und Sanierungen auf ehemaligen Schiessplätzen zu tun haben kann.

 

Wer auf ein verdächtiges Objekt stösst, soll es keinesfalls berühren, sondern das Objekt im Gelände gut sichtbar markieren und die Polizei über Telefon 117 verständigen oder den Fund via Formular unter www.armee.ch/blindgaenger der Blindgängermeldezentrale melden. Noch einfacher geht es mit der Blindgänger-App, welche Sie für iPhone und Android-Geräte kostenlos in den gängigen App-Stores unter «Blindgänger» herunterladen können. Gemäss der VBS-Weisung über die Verhütung von Unfällen durch Blindgänger kann Privatpersonen eine Prämie von bis zu 100 Franken ausgerichtet werden, wenn durch die Meldung ein Unfall verhütet werden kann. Im Jahr 2018 wurden dafür 9'650 Franken ausbezahlt.


25.04.2019 - DMZ - Gesundheit / Wissen

Glaubensstreit bei Masern - Impf-Skeptikern auf der Spur - Skeptiker ernst nehmen

Als die halbe Welt sich davor fürchtete, bei den Olympischen Spielen in Rio mit Zika infiziert zu werden, schickte die WHO noch eine ganz andere Gesundheitswarnung herum. Brasilien-Reisende sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern und Röteln geimpft sind. Dabei ging es nicht schon wieder um Bedrohungen für Europa, sondern um das Gegenteil: Die Südamerikaner sollten vor den Europäern geschützt werden. Denn ganz Amerika hat die beiden Krankheiten längst ausgerottet und fürchtet, dass Reisende sie wieder einschleppen könnten. Europa dagegen hat ein peinliches Problem: Der Kontinent wird die alten Seuchen nicht los, denn in Teilen der Bevölkerung regiert die Impfskepsis.

 

Das Ziel, in der Schweiz ebenfalls endlich die Masern auszurotten, ist ins Stocken geraten. Denn im angebrochenen 2019 wurden schweizweit bereits 138 Masernfälle gemeldet. Für die WHO ist Impfskepsis eines der zehn grössten Probleme für die Weltgesundheit. Unter den zehn Ländern mit den meisten Skeptikern sind sieben europäische. Am grössten ist der Zweifel in Frankreich: 41 Prozent der Einwohner finden, Impfstoffe seien nicht sicher. Es folgen Bosnien-Herzegowina (36 Prozent) und Russland (28 Prozent). In Deutschland haben 10,5 Prozent Bedenken über die Sicherheit von Spritzen und Tropfen - ein Anteil, der knapp unter dem internationalen Durchschnitt liegt. Die Schweiz ist nicht darunter, trotzdem – das Problem besteht auch immer mehr in der Schweiz.

 

Impfskeptiker fürchten sich vor allem vor Nebenwirkungen. Impfen ist die effizienteste und gleichzeitig kostengünstigste Massnahme, sich vor gewissen Krankheiten zu schützen. Die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Impfens für den Erhalt der Gesundheit ist unter Medizinern unumstritten und durch wissenschaftliche Studien hinlänglich nachgewiesen.

 

Viele impfskeptische Eltern informieren sich über das Internet. Doch sie suchen auch Rat bei Fachpersonen, etwa bei Naturheilpraktikern und Homöopathen. Hier werden sie oft in ihrer Skepsis bestätigt.

Masern seien eine Kinderkrankheit, die bei einem gesunden Kind das Immunsystem stärke, sagt etwa eine Naturheilpraktikerin. In ihren Kursen zum Thema «Kinderheilkunde» sagt sie, jeder müsse für sich entscheiden, ob er impfe oder nicht.

 

Verharmlosung schwerer Erkrankungen

Viele Erkrankungen werden von Impfgegnern als harmlos dargestellt, nicht zuletzt deswegen, weil sie aufgrund der guten Durchimpfungsrate nahezu nicht mehr auftreten. Aus gutem Grund: Dank derer, die sich und ihre Kinder impfen lassen, sind Erkrankungen wie Pocken oder Kinderlähmung ausgerottet. Nachholbedarf gibt es jedoch noch bei Masern: So gibt es beispielsweise bei Masern pro Million Impfungen etwa drei Todesfälle, pro Million Erkrankungen aber 10.000 Todesfälle.

 

Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat jeder zehnte Masernpatient Komplikationen, etwa eine Entzündung im Mittelohr, in der Lunge oder selten auch im Gehirn. In sehr seltenen Fällen könne Jahre nach einer Masernerkrankung eine fortschreitende Hirnschädigung auftreten, die unweigerlich zum Tod führe.

 

Ungleichgewicht bei Impfberatung

Trotz wissenschaftlicher Argumente ist die Impf-Skepsis in der Schweiz verbreitet. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist falsch informiert. Der Bund hat sich zum Ziel gesetzt, 95 Prozent aller zweijährigen Schweizer Kinder mit Impfungen vor Masern zu schützen. Denn laut WHO gelten Masern in einem Land dann als ausgerottet, wenn 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Die Schweiz verfehlt dieses Ziel: Die Masern-Impfquote liegt hierzulande bei 87 Prozent für die notwendigen zwei Dosen. Die erste Dosis haben 93 Prozent der Zweijährigen erhalten.

 

«Gefahr für die Weltgesundheit»

2019 wurden schweizweit bislang 138 Masernfälle gemeldet – vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 17. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer weltweiten Zunahme der Masernfälle um 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 2019 waren es bislang 112‘163 Fälle, 2018 waren es im gleichen Zeitraum 28‘124. Die WHO sieht in der Impfskepsis eine «Gefahr für die Weltgesundheit».

 

Für Christoph Berger von der Eidgenössischen Impfkommission ist Impfen etwas Solidarisches. «Damit schützen wir Babys, die man noch nicht impfen kann, und Immunschwache, die keine Impfung vertragen.» Der Arzt ist überzeugt: «Wir haben eine sehr wirksame Impfung. Wir könnten die Masern ausrotten, dann müssten wir nicht mehr impfen.»

 

Diskussion über Impfpflicht

Manche Länder in Europa setzen daher auf eine Impfpflicht. In Frankreich und Italien ist die Masernimpfung obligatorisch. Auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich für eine Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen ausgesprochen.

Die Schweiz geht einen anderen Weg. Auch wenn laut Christoph Berger Impfgegner viele falsche Behauptungen verbreiten: Er ist gegen eine Impfpflicht. Er setzt auch weiterhin auf Freiwilligkeit – und auf mehr Aufklärung.

Man kann der modernen Medizin skeptisch gegenüberstehen und ihre Möglichkeiten zurückweisen. Das sollte man aber nicht für Menschen tun, die einem anvertraut sind. Oder lassen Sie Ihr Kind etwa ohne Helm Radfahren?

 

Wir räumen hier mal mit den häufigsten Skeptikerargumenten auf:

 

Weil Impfungen gefährlich sind?

Es stimmt: Es gab Komplikationen mit Hirnhautentzündungen und Lähmungen – in sieben Fällen bei 16 Millionen Impfungen. Und bei diesen Fällen sind Experten nicht einmal sicher, ob die Impfung der Auslöser war oder nur zufällig in zeitlichem Zusammenhang stand.

 

Weil Impfungen Autismus fördern?

Das ist eine Mär, die sich hartnäckig hält, aber nichts mit wissenschaftlich seriöser Forschung zu tun hat. Im Gegenteil: Die entsprechende Studie wurde zurückgezogen.

 

Weil Impfungen das Immunsystem schwächen?

Genau das tun sie gerade nicht. Sie lassen den kleinen Körper beispielsweise eine leichte Masern-Infektion „durchspielen“ und fördern damit Antikörper zutage, die den Menschen sein Leben lang schützen können.

 

Weil Kinderkrankheiten für die Entwicklung wichtig sind?

Auch ohne Mumps, Masern, Röteln, Windpocken und was es sonst alles gibt können schlaue, erfolgreiche und sozial verträgliche Menschen heranwachsen. Gesunde Kinder haben auf jeden Fall eine grössere Chance, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen gut tut, als kranke, die mit Erregern kämpfen, die dauerhafte Schäden verursachen können.

 

Weil von Impfungen die Pharmabranche profitiert?

Soll sie doch. Wenn eine Industrie Medikamente entwickelt, die der Menschheit eine bessere Lebensqualität bieten, darf sie gern daran verdienen. Entscheidend ist doch, dass der Zugang zu solcher Medizin allen gegeben ist und nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Das ist bei uns zum Glück der Fall. Statt Energie auf die Debatte zu verschwenden, ob wir eine Impfpflicht einführen müssen, sollten wir daran arbeiten, dass möglichst alle Menschen überall auf der Welt solchen Schutz erhalten.


24.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Rad kracht durch die Scheibe – ein Toter im Gotthard-Tunnel

Am Mittwoch, 24. April 2019, kurz nach 09.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Sattelmotorfahrzeugs mit Fahrzeugaufleger gefolgt von einem Personenwagen im Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Nord.

 

Im Bereich der Nische 13 löste sich beim Sattelmotorfahrzeug aus derzeit ungeklärten Gründen ein Rad des Fahrzeugauflegers, rollte auf die Gegenfahrbahn und touchierte einen entgegenkommenden Reisecar.

Dadurch sprang das Rad zurück und prallte in der Folge durch die Frontscheibe des Personenwagens. Dabei zog sich der PW-Lenker tödliche Verletzungen zu. Die weiteren Unfallbeteiligten blieben unverletzt und werden durch das CareTeam Tre Valli Soccorso betreut.

 

Der Gotthard-Strassentunnel bleibt für Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie für die Instandstellung von beschädigten Tunneleinrichtungen bis voraussichtlich 14.00 Uhr gesperrt.

 

Im Einsatz stehen die Schadenwehr Gotthard, der Rettungsdienst Tre Valli Soccorso, das Amt für Betrieb Nationalstrassen, ein privater Abschleppdienst, die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizeien Tessin und Uri.

 

Quelle: Kapo UR


24.04.2019 - DMZ - Kultur

Rock meets Classic - Das Original

Rock meets Classic ist in den letzten 10 Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner Antenne Bayern zu DER Rockshow des Jahres gereift. Rock meets Classic bedeutet eine auf musikalisch höchstem Niveau inszenierte Live-Show, die niemals stehen bleibt und sich stets weiterentwickelt. Mit der Produktion werden dabei zwei Genres die unterschiedlicher nicht sein könnten verbunden – dies allerdings seit vielen Jahr sehr erfolgreich.

 

Das Original hat sich etabliert und konnte sich gegen jede Konkurrenz ohne Probleme durchsetzen. Das eigene Rock meets Classic Symphony Orchester bildet dabei zusammen mit der Mat Sinner Band das musikalische Fundament der aufwendigen Produktion, die aus knapp 100 Personen auf und hinter der Bühne besteht.

 

In den letzten Jahren konnten internationale Superstars wie Ian Gillan, Alice Cooper, Michael Sadler, Francis Rossi, Rick Springfield oder auch Gianna Nannini für das Projekt gewonnen werden.

 

Auch in diesem Jahr werden neben dem Headliner Alice Cooper wieder weitere internationale Stars auf der Rock meets Classic Bühne ihre Songs neu arrangiert zusammen mit dem Orchester und der Mat Sinner Band präsentieren.

 

https://www.rockmeetsclassic.de


24.04.2019 - DMZ - Sport

Nach drei Monaten - Gisin zurück auf Schnee

Drei Monate nach ihrer Knieverletzung hat Michelle Gisin schon wieder ihre ersten Skitrainings hinter sich. Die 25-jährige will es ruhig angehen und ihr Knie fühlt sich nach dem Eingriff fast besser an als die Jahre zuvor. Nach einer Stunde schaltet sie die für ihr Knie nötige Pause ein. Steile Hänge müssen noch warten und auch für den harten Schnee ist es noch zu früh.

 

Anfang Januar hatte sich Gisin in Garmisch verletzt. Bei der Zielkurve kam sie in Rücklage und dabei verdrehte sich ihr rechtes Knie. Dies führte zu Knorpelschäden und einer Kreuzbandzerrung und hatte für die Engelbergerin die erste Operation ihrer Karriere zur Folge und das Verpassen der WM.


24.04.2019 - Patricia Jungo

Zu viel Fernsehen mit zunehmendem Alter negativ !

Eine britische Langzeitstudie bringt an den Tag, dass ein zu hoher Fernsehkonsum bei über 50-jährigen negative Folgen für das verbale Gedächtnis hat; sie haben mehr Mühe bei der Verarbeitung sprachlicher Informationen. Demnach ist stundenlanges Glotzen nicht nur für Kinder abzuraten. Auch Erwachsene, insbesondere ältere Menschen scheinen damit ihrer Gedächtnisleistung zu schaden. Die Auswirkungen des Fernsehkonsums auf das Gehirn von über 50-jährigen wurden während sechs Jahren von Forschern des University College London untersucht. Daraus schliessen sie nun, dass es bei einem Fernsehkonsum von über 3,5 Stunden täglich zu einem Abbau beim Sprachgedächtnis kommen kann. Von den fast 3600 Probanden, die bei Beginn der Studie mindestens 50 Jahre alt waren, war etwa ein Drittel noch arbeitstätig (voll oder Teilzeit). Die Auswertung zeigte klar einen Unterschied zwischen den Teilnehmern, die täglich mehr als 3,5 Stunden vor dem Fernseher sassen und den anderen, die weniger Zeit davor verbrachten. Wer weniger lange vor dem Fernseher verweilte, hatte ein besseres verbales Gedächtnis. So war auch der Gedächtnisabbau umso grösser, je mehr Zeit die Menschen vor dem Fernseher verbrachten. Teilnehmer mit hohem Konsum konnten sich beispielsweise Wörter deutlich schlechter einprägen. Die Forscher erläuterten weiter, andere Einflussfaktoren wie etwa Gesundheitszustand, Geschlecht, Alter oder Bewegungsmangel seien aus den Ergebnissen herausgerechnet worden. Berücksichtige man diese Faktoren, liessen sich nur 44 bis 55 Prozent der Störung der Gedächtnisleistung erklären. Es müsse aber den Gründen für den beobachteten Abbau des Sprachgedächtnisses durch hohen Fernsehkonsum klar weiter nachgegangen werden. Auch die Frage, ob die Stärke der Auswirkung der konsumierten Inhalte von ihrer Art abhängig sei, ist noch offen. Zusammenhänge zwischen Vielfernsehen und Demenzrisiko sind ebenfalls noch nicht ausreichend erforscht, um Aussagen darüber machen zu können.


24.04.2019 - DMZ - Gesellschaft

Grösstes Riesenrad der Schweiz: Die BEA erreicht neue Höhen

Der Bereichsleiter der BEA, Adrian Affolter, freut sich bereits auf den Neuzugang im Lunapark: «Das Riesenrad prägt seit jeher das Erscheinungsbild der BEA und strahlt eine grosse Anziehungskraft aus. Umso mehr freut es uns, unseren Besucherinnen und Besuchern in diesem Jahr ein Wahrzeichen in nie dagewesenem Ausmass präsentieren zu können.» Ein weiterer Clou ist die Aufnahme von Ninja Warrior ins Programm. Die Teilnehmenden haben im Bereich BEActive die Möglichkeit, sich bei einem Casting für den Final der künftigen TV-Sendung zu qualifizieren. Auch sonst präsentiert sich der Bereich BEActive gewohnt sportlich: Neben der Outdoor-Arena mit zahlreichen Aktivitäten verspricht insbesondere die neue Mountainbike-Teststrecke des Kantons Wallis spannende Abwechslung und Action.

 

Energieform der Zukunft: «Windenergie, natürlich!»

Mit «Windenergie, natürlich!» lanciert die BEA eine brandneue Sonderschau, die den Blick nach vorne richtet. Neben informativen Filmen im Cinema Windpark laden Windräder dazu ein, selbst in die Pedale zu treten und eigenen Strom zu erzeugen. Passend zur verabschiedeten Energiestrategie 2050 des Bundes erfährt das Publikum hier, welches Potenzial Wind als Ressource bietet und vermittelt zusätzliches Wissen zum Thema.

 

Streichelzoo unter freiem Himmel und PFERD-Jubiläum

Vom Streichelzoo, der in diesem Jahr unter freien Himmel zieht, über die Eliteschau mit der Wahl zur schönsten Kuh bis hin zu zahlreichen Veranstaltungen und Vorträgen an der PFERD ermöglicht die BEA wieder einen umfassenden Einblick in die Tierwelt. Von Hühnern über Geissen und Hunde bis hin zu Pferden kommen kleine und grosse Tiere auf die Bühne. Den Höhepunkt bildet hier die erstmals seit 2014 von der BEA organisierte Jubiläumsshow zu 30 Jahren PFERD, die verschiedene Auftritte zu einem packenden Live-Erlebnis vereint. Auch die traditionelle Volkmusik nimmt weiterhin einen Stammplatz an der BEA ein. Fans kommen jeden Tag in den Genuss neuer Auftritte, die gemeinsam mit dem Partner Rugenbräu organisiert werden. Handorgeln, Akkordeon und viele weitere Instrumente schaffen dabei das richtige Ambiente, um den Frühling und den eigenen Messebesuch zu feiern.

 

Region im Fokus und kulinarische Bestleistungen

Wie nah das Gute liegt, beweist die BEA auch in ihrer 68. Ausgabe und rückt erneut das Qualitätslabel «Bärner Firma» mit Produkten und Dienstleistungen aus der Region ins Zentrum. KMUs bietet sich so einmal mehr die Gelegenheit, ihr Angebot einem breiten Publikum zu präsentieren, sich zu vernetzen und auszutauschen. Für Feinschmecker ist der Bereich «Genuss & Tradition» seit jeher die Anlaufstelle, um Köstlichkeiten zu entdecken. Eine Bäckerei, Spezialitäten aus Schweizer Pärken und unzählige regionale Delikatessen lassen keine Wünsche offen. Für das Ambiente haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: In der Halle entsteht ein authentisches Outdoor-Café, in dem Besucherinnen und Besucher ihre kulinarischen Entdeckungen in Ruhe geniessen können.


24.04.2019 - DMZ - Digital

Was ist Roblox?

"Roblox ist der ideale Ort, um gemeinsam mit Freunden die Vorstellungskraft spielen zu lassen. Mit der grössten von Benutzern erschaffenen Online-Spieleplattform und über 15 Millionen von Spielern entwickelten Spielen ist Roblox die Spieleseite Nummer 1 für Kinder und Teenager (comScore). Roblox wird jeden Tag von virtuellen Erkundern besucht, die Abenteuer erstellen, Spiele spielen, im Rollenspiel aufgehen oder gemeinsam mit Freunden lernen, und das alles in einer familienfreundlichen, fesselnden 3D-Umgebung." Soweit der Promotext auf der Website von Roblox.

Der Gründer und CEO David Baszucki begann die ersten Versuche im Jahr 2004 unter dem Namen „DynaBlocks“ zu testen. 2005 wurde es umbenannt in ROBLOX und wurde für den PC veröffentlicht. Die Plattform wurde 2006 offiziell von der Roblox Corporation veröffentlicht. Laut eigenen Angaben nimmt das Spiel mehrere hundert Millionen US-Dollar im Jahr ein und alle Creators erhalten dabei zusammen im Jahr ca. 30 Millionen Dollar. ROBLOX kommt bei den Jugendlichen gut an. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten und der ständigen Erweiterung von Minispielen motiviert ROBLOX immer mal wieder in die virtuelle Welt einzutauchen. Die Darstellung ist kindgerecht und die Optik meist bunt und fröhlich. Die Steuerung funktioniert über die Maus und Tastatur und ist einfach zu lernen. Dennoch sind sich Testerinnen und Tester einig, dass Roblox aufgrund der ungefilterten Spielauswahl nur bedingt für junge Kinder geeignet, auch da die Spielauswahl für Eltern nur schwer zu kontrollieren ist.


24.04.2019 - David Aebischer

Paradox, ungerecht, Betrug, Korruption?

So unglaublich wie es sich liest oder anhört, entspricht es dennoch der Realität. Wenn man sich so etwas zu Gemüte führen muss, ist das nur schwer zu ertragen und verdauen. Da fragt man sich in der Tat, in wie weit diese "Vertreterinnen und Vertreter des Volkes" tatsächlich ein Volk vertreten - oder wenn ja, welches Volk?

99 Luftballons war ein super Hit, 99 Nationalräte, die für die Kürzung von IV-Kinderrenten SOWIE GLEICHZEITIG für den Steuerabzug von Bussen für Unternehmen stimmen, eher weniger.

 

99 Nationalräte und Nationalrätinnen stimmten sowohl für eine Kürzung der Kinderrenten um -25% für Kinder von IV-Rentnern (über 90'000 Kinder sind betroffen) und gleichzeitig für den Steuerabzug von ausländischen Geldstrafen für Unternehmen wie die UBS. Hier spielt sich vor den Augen der Bürgerinnen und Bürger erneut Unglaubliches ab. Wie ist das überhaupt möglich, dass scheinbar wirklich jemand solche abstrusen Meinungen vertreten kann und bei Abstimmungen für solche einsteht? Entscheidungen, die klar gegen das eigene Volk gerichtet sind?

 

Hier ein Überblick:

  • SVP und FDP kürzen 90'000 Kindern die IV-Kinderrenten - trotz Milliardenüberschuss.
  • SVP und FDP erhalten riesige Spenden der Grossbanken.
  • SVP und FDP beschliessen, dass diese Grossbanken Bussen in Milliardenhöhe bei den Steuern abziehen dürfen.

 

Nennen ansonsten nicht genau diese 99 Volksvertreter sowas "Korruption und Betrug am Volk"?

 

Wer jeweils wie absgtimmt, kann hier nachgesehen werden: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/abstimmungen/wer-hat-wie-abgestimmt-im-nationalrat

 

Deshalb - Augen auf bei den Wahlen ;-)

 

Bei all diesen Geschichten, die sich wöchentlich häufen, fällt einem unweigerlich immer wieder folgendes Zitat ein: "Politiker sollten Sponsoren-Jacken tragen, wie Fussballer, Rennfahrer usw. Dann wüsste man endlich wer sie besitzt und für wen sie sich einsetzen."


24.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Liestal BL / A2: Lastwagen kollidiert mit Tunnelwand und verliert Ladung

Am Dienstag, 23. April 2019, kurz vor 14.45 Uhr, verursachte ein Lastwagenlenker im Arisdorftunnel auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel einen Selbstunfall.

 

Verletzt wurde niemand. Der Tunnel musste für Bergungs- und Reparaturarbeiten für zwei Stunden gesperrt werden.

 

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein 68-jähriger Lastwagenlenker auf der A2 in Richtung Basel. Auf dem Anhänger war ein circa 800 kg schwerer Metallrahmen geladen. Im Arisdorftunnel kollidierte der Stahlrahmen mit der Tunnelwand, worauf der Rahmen auf die Fahrbahn fiel und die rechte Tunnelwand massiv beschädigte.

 

Der nachfolgende Verkehr konnte rechtzeitig bremsen. Es kam zu keinen Folgeunfällen.

Während den Bergungs- und Aufräumarbeiten mussten der Arisdorftunnel in Richtung Basel für zwei Stunden gesperrt werden. Es kam zu einem Rückstau auf der A2 bis Diegten BL.

 

Quelle: Polizei BL

Bilderquelle: Polizei BL


24.04.2019 - Patricia Jungo

Keine absolute Obergrenze für Spitalkosten in der obligatorischen Krankenversicherung

Das Bundesgericht hält fest, dass es keine absolute Obergrenze für Spitalkosten in der obligatorischen Krankenversicherung gibt und die Krankenkasse bezahlen muss; auch wenn ein einzelner Patient Millionen kostet.

 

Ein aussergewöhnlich schwerer Fall verursachte Kosten von 2.4 Millionen: Der damals 71-jährige Mann begab sich 2014 für eine Knieoperation in ein Basler Spital. Der Patient erlitt dann zwei Tage nach der Operation einen Herzinfarkt und ein Nierenversagen; weitere lebensbedrohliche Komplikationen folgten. Der Mann blieb über ein Jahr im Spital, 421 Tage in Behandlung und lag auch lange auf der Intensivstation. Dies zog enorme Spitalkosten nach sich. Gemäss Gesetz über die Krankenversicherung (KVG) ist der Kostenschlüssel für Spitalbehandlungen klar: 55 Prozent übernimmt der Kanton und 45 Prozent die Krankenkasse. Im besagten Fall wurde der Anteil von 1.3 Millionen Franken von Wohnsitzkanton bezahlt. Von der zugestellten Rechnung in Höhe von über einer Million überwies die Krankenkasse nur 300‘000 Franken. Sie wandte eine Berechnung an, welche bei Behandlungen mit teuren Medikamenten zum Tagen kommt und wog zwischen Lebenserwartung und Lebensqualität ab. Die Kasse stützte sich dabei auf Urteile des Bundesgerichts betreffend teure Medikamente- oder Pflegekosten. Das Bundesgericht sieht dies anders und im Urteil der Lausanner Richter steht, die zitierte Berechnungsmethode sei nie für massgeblich erklärt worden. Ausserdem sei auch nie eine Obergrenze für Spitalkosten in der obligatorischen Krankenversicherung fixiert worden. Solange eine Behandlung auch wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sei, habe die Versicherung gemäss KVG zu bezahlen; so auch im Fall des Rentners nach der Knieoperation. Da das Bundesgericht die Beschwerde der Krankenkasse abweist, muss diese den vollständigen Betrag von gut einer Million Franken übernehmen. Leider erlebt dies der im Jahr 2016 verstorbene betroffene Rentner nicht mehr. Patienten und Prämienzahler fühlen sich dank dieses Bundesgerichtsentscheid erleichtert. Krankenkassen müssen zahlen, sofern keine unnötigen Behandlungen vorgenommen werden; und dies ohne jegliche Obergrenze.


24.04.2019 - DMZ - Politik

Bundesrätin Simonetta Sommaruga trifft Umweltministerinnen der deutschsprachigen Länder

Bundesrätin Simonetta Sommaruga nimmt am 29. und 30. April am Umweltministerinnentreffen der deutschsprachigen Länder in Münster (Deutschland) teil. Ein wichtiges Gesprächsthema wird der internationale Klimaschutz sein.

 

Auf Einladung der deutschen Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, treffen sich die Umweltministerinnen Luxemburgs, Österreichs, Liechtensteins und der Schweiz in Münster zu ihrer jährlichen informellen Zusammenkunft. Für die Schweiz wird Bundesrätin und UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga vor Ort sein. Luxemburg wird durch die Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung, Carole Dieschbourg, vertreten; Österreich durch die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger. Für Liechtenstein nimmt Dominique Hasler, Ministerin für Inneres, Bildung und Umwelt, an dem Treffen teil.

 

Wichtige Themen werden die Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens, der grenzüberschreitende Umgang mit Chemikalien sowie der weltweite Schutz der Tier- und Pflanzenvielfalt sein.


24.04.2019 - DMZ - Politik

Kim Jong-un vor Gipfeltreffen mit Putin in Russland eingetroffen

Kim Jong-un ist zu seinem ersten Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Russland eingetroffen. Kims Zug überquerte am Morgen die nordkoreanisch-russische Grenze und hielt am Grenzbahnhof von Hassan, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Dort wurde der Machthaber gemäss der Tradition mit Brot und Salz begrüsst. Am Donnerstag wird er Putin in Wladiwostok im äussersten Osten Russlands treffen.

Kim sei in seinem gepanzerten Sonderzug unterwegs – begleitet von ranghohen Beamten und mehreren Parteikadern.

Im Mittelpunkt der Unterredung soll nach Angaben der russischen Präsidentschaft "eine politische und diplomatische Lösung für das Atomproblem auf der koreanischen Halbinsel" stehen. Putin hatte Kim wiederholt eingeladen, nachdem dieser mehrfach Chinas Staatschef Xi Jinping, Südkoreas Präsident Moon Jae In und US-Präsident Donald Trump getroffen hatte.

Russland ist einer der wenigen Verbündeten des international isolierten Nordkoreas. Das letzte Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern fand im Jahr 2011 statt. Damals reiste Kims Vater Kim Jong Il zu Gesprächen mit dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew nach Sibirien.


24.04.2019 - Silvia Kölbener-Fasel

Ei zu Ostern

Es gibt wohl kaum eine Jahreszeit, die sich lebensfroher präsentiert als Ostern. Bunte Blumensträusse und Dekorationen, das Spriessen in der freien Natur wie im Garten ist nicht mehr zu bändigen. Frühjahrserwachen in vollen Zügen. Nicht zu vergessen natürlich das Osterei. Ein kleines, kompaktes Wunderwerk der Natur. Seit Jahrhunderten dekoriert es in unterschiedlichsten Religionen den Ostertisch. In Russland zum Beispiel gibt es unzählige Feiertage, traditionelle und modernere, religiöse wie weltliche. Und von allen ist das Osterfest am tiefsten in der slawischen Vergangenheit verwurzelt. An diesem Tag vereint die Russen weltweit die Tradition, die älter als ihre schriftlich niedergelegte Geschichte ist. In Paris, San Francisco, New York oder Hongkong strömen Emigranten in die orthodoxen Kirchen, selbst Menschen, die die Rituale der orthodoxen Ostkirche nicht mehr praktizieren, feiern den Tag – aus Gewohnheit oder als Geste der Liebe und Ehrfurcht vor ihren Eltern und Grosseltern.

 

Verwendung findet das Ei selbstverständlich weltweit auch in unterschiedlichstem Ostergebäck wie Osterfladen, - tauben, Osterkuchen und vieles mehr. Zu Ostern gehört seit alten Zeiten und in verschiedensten Kulturen auch das Bemalen von Eiern. Im Verlaufe der Zeit, mit zunehmendem Wohlstand änderte sich dieses Gestalten auch betreffend verschiedenster Techniken . Heute wird bemalt, bestickt, graviert, marmoriert etc.

 

Ob bunt oder weiss, das Ei bleibt ein kleines Wunderwerk. Die Schale umhüllt eine Menge essenzieller Stoffe, die gesünder nicht sein könnten: 13 Prozent hochwertiges Eiweiss und 11 Prozent reichhaltiges Eigelb, 74 Prozent Wasser und 1 Prozent Kohlenhydrate. Viele Aminosäuren und Vitamine (ausser Vitamin C) sind darin enthalten. Vor allem versorgen sie uns mit Vitamin A, B2, B12 und D, sowie Eisen, Folsäure und gesundem Cholesterin.

 

Möglicherweise wurden während den geselligen Ostertagen in Ihrem Familien- und Freundeskreis noch nicht alle bunten Ostereier bei der legendären «Eiertütschete» gegessen. Wenn dem so ist, hier ein kleiner Rezeptvorschlag für ein schmackhaftes Frühlingsgericht ganz im Sinn von kreativer «Restenverwertung»:

 

Bunter Ostereiersalat:

4 Esslöffel milder Weissweinessig, 4 Ostereier, 200 Gramm dicke grüne Bohnen vorgekocht oder tiefgekühlt, 400 Gramm Broccoli, 50 Gramm Walnusskerne, ein Bund frische Ruccola, 20 Gramm Hartkäse, 2 Esslöffel natives Speiseöl, Salz und wenig Korianderpulver.

 

Waschen Sie den Broccoli, zerteilen sie ihn in Röschen und schneiden Sie die Stiele in kleine Stücke. Dämpfen Sie das Gemüse in wenig Salzwasser gar, es sollte noch bissfest sein. Schütten Sie das Kochwasser ab. Schälen Sie die Eier und schneiden Sie sie in Viertel, waschen Sie die Ruccola gut und zupfen Sie sie in kleine Stücke. Verrühren Sie den Essig, das Öl, wenig Salz und das Korianderpulver, mischen Sie dieses Dressing vorsichtig mit dem Gemüse, der Ruccola, den Bohnen. Richten Sie auf vier Teller an, dekorieren Sie mit den Eivierteln, den Baumnüssen und hobeln Sie den Käse darüber. Dieser Salat schmeckt sehr gut als Vorspeise oder als Beilage zu einem leichten Fleisch-, Fisch oder Kohlenhydratgericht.


24.04.2019 - DMZ - Kultur

Winnetou Soundtrack-Komponist ist tot

Martin Hermann Böttcher (* 17. Juni 1927 in Berlin; † 19. April 2019; Pseudonyme: Michael Thomas, Renardo) war ein deutscher Filmkomponist, Dirigent und Arrangeur. In einem Zeitraum von über 60 Jahren verfasste er die Musik zu mehr als 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen. Die grösste Bekanntheit und Charterfolge erlangte Böttcher in den 1960er-Jahren durch seine Musik zu den Karl-May-Verfilmungen, die fast allen noch heute im Ohr mitschwingen.

 

Martin Böttcher starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 91 Jahren, wie seine Tochter Betsy Schlüter am Montag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Martin Böttcher ist Urenkel eines Weimarer Hofkapellmeisters und erwarb schon früh durch Klavierunterricht musikalische Kenntnisse. Während der Kriegsgefangenschaft gelang es Böttcher, eine Gitarre zu organisieren und autodidaktisch das Gitarrenspiel zu erlernen. Wegen eines Unfalls mit Schädelbasisbruch und Gehörnerv-Quetschung war Martin Böttcher seit seinem vierten Lebensjahr auf dem linken Ohr taub.

 

Anfang der 1960er Jahre beauftragte der Rialto-Film-Chef Horst Wendlandt den Komponisten mit Filmmusiken für seine Edgar-Wallace-Reihe. Mit seiner Musik für die ebenfalls zu jener Zeit von Rialto Film produzierten Karl-May-Verfilmungen avancierte Martin Böttcher in den 1960er Jahren zum erfolgreichsten deutschen Filmkomponisten.


23.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Balm bei Günsberg SO: Kletterunfall im Bereich vom Balmfluhköpfli endet tödlich

Beim Abstieg vom Balmfluhköpfli in Richtung Balm bei Günsberg hat sich am späten Montagabend ein Kletterunfall ereignet.

 

Eine junge Frau stürzte im Bereich vom Ostgrat in die Tiefe und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Zur Klärung des Hergangs und der Umstände wurde eine Untersuchung eingeleitet.

 

Am Ostermontag, 22. April 2019, meldete ein Kletterer kurz nach 21.50 Uhr der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn, dass seine Kletterpartnerin beim Abstieg vom Balmfluhköpfli im Bereich vom Ostgrat abgestürzt sei. Beim Eintreffen der Polizei konnte die 29jährige Frau unterhalb der Felsen tot aufgefunden werden. Ihr Kletterpartner musste in der Folge durch die REGA aus den Felsen geborgen werden, war soweit aber unverletzt. Zur Klärung des Hergangs und der Umstände wurde umgehend eine Untersuchung eingeleitet.

 

Quelle: Kapo Solothurn


23.04.2019 – Daniel Birkhofer

Fussball-Stars sollen Frauen systematisch erniedrigen und missbrauchen, um in einer Whatsapp-Gruppe zu punkten.

Englands Spitzenfussball wird wieder von einem Sex-Skandal erschüttert. Spieler der Premier League und der League Championship (2. Liga) sollen Frauen systematisch erniedrigen und sexuell missbrauchen – um in einer Whatsapp-Gruppe zu punkten.

 

... Macht, Sexismus und menschenverachtendes Verhalten sind überall vorhanden - hier in einer sehr "tragischen" Form und Ausprägung aus- und vorgelebt...

 

Gelebt? Nein, eher würde ich von unkontrolliertem "Trieb- und Machtstau auf der Ebene eines reinen Instinktwesens sprechen wollen...

 

Das hat eben mit bewusstem "leben" und menschwürdigem Leben wenig bis nichts zu tun... In einer Gesellschaft - notabene immer wieder selbstdeklarierten hochentwickelten(?) - ist das Phänomen der "inneren Leere", der Sinnlosigkeit, der existenziellen "Frustration" ein weit verbreitetes und teilweise schon ziemlich stark sozialisiertes Phänomen...

 

Es muss immer mehr sein, grösser sein, stärker sein, rascher gehen; und dabei fällt immer wieder auf, dass der "Wettbewerbsfaktor" im Zentrum dieser "sinnlosen", "sinnfernen" Aktivitäten steht... Also überall dort, wo das Adrenalin und das Testosteron in hohen Massen fliessen...

 

Es ist mir klar, wenn der Sinn (und damit das dazugehörige Wertesystem) einzig und allein im wettbewerbs- und leistungsorientierten Balzverhalten gesehen und "gepredigt" wird - also andere "Wertigkeiten" (wie Respekt oder Demut etc.) mangelhaft oder nicht vorhanden sind, solche absolut menschen- und frauenverachtenden Verhaltensweisen sich in unserer hochentwickelten Gesellschaft weiter einnisten werden...

 

So eine Art "Krebsgeschwür" einer (zumindest teilweise) zunehmend pathologischen Gesellschaft.

 

Wir sind alle gut darin "beraten", solchen Verhaltensweisen gegenüber keine Toleranz und auch keine "stillen" Sympathien zu gewähren... Oder: wir "wissen" eigentlich sehr genau, wo die "Banalität des Bösen" alles hinführen kann...


23.04.2019 - DMZ - Politik / Gesellschaft

Asylstatistik 1. Quartal 2019 - Gesuche weiter rückläufig

Im ersten Quartal 2019 wurden in der Schweiz 3682 Asylgesuche eingereicht, rund 9 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Die Anzahl der Gesuche im März 2019 ist im Vergleich mit dem Vorjahr praktisch unverändert, es wurden 1289 Gesuche registriert.

 

Das Staatssekretariat für Migration erledigte im März 1452 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 324 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 271 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 366 Personen erhielten Asyl und 316 wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 15 auf 11 362 zurück.

Seit Anfang März 2019 werden neue Asylgesuche schweizweit in beschleunigten Verfahren behandelt. Früher eingegangene Gesuche behandelt das SEM parallel dazu nach altem Recht.

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Schweiz waren im März Eritrea mit 309 Gesuchen (58 mehr als im Februar 2019), Afghanistan (98 Gesuche; –1), Türkei (95 Gesuche; +29), Syrien (93 Gesuche; –3) und Sri Lanka (72; +8).

 

Resettlement-Programm

Im März wurden insgesamt 126 anerkannte Flüchtlinge im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) in der Schweiz aufgenommen. Dieses Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem der Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben. Diese 126 Personen wurden im Rahmen des Kontingents über 2000 Personen aufgenommen, dass der Bundesrat im Dezember 2016 beschlossen hat – 1975 Personen sind seither in die Schweiz eingereist. Im November 2018 hat der Bundesrat vorgeschlagen, für die kommenden Jahre am Grundsatz der Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen von Neuansiedlungen festzuhalten.


23.04.2019 - David Aebischer

Landwirtschaftliche Subventionen haben hohe Folgekosten - Alleine 8 Milliarden werden von Bauern an Umweltschäden verursacht

Die volkswirtschaftlichen Kosten der auf Abschottung ausgerichteten Landwirtschaftspolitik übertreffen die milliardenschweren jährlichen Direktsubventionen um ein Vielfaches. Die Öffnung des Agrarsektors ist ein längst fälliger Schritt, der allerdings nie konsequent lanciert wurde. Avenir Suisse geht von Gesamtkosten von 20 Milliarden (Subventionen) für die Schweiz aus. Das geht auf keine Kuhhaut und ist mit keinen Argumenten zu rechtfertigen. Indirekt finanziert der Steuerzahler gar die Umweltschäden von 8 Milliarden, die von Bauern verursacht werden.

 

Geld, das im Sozialen Bereich dringend benötigt würde bei über 250'000 von Armut betroffenen Menschen in der Schweiz. Doch da macht man laufend neue Kürzungen. Aber die Landwirtschaft, die nichts bringt, und das ist keine Theorie, wird gemästet. Im Bruttoinlandprodukt (BIP) macht die Landwirtschaft in der Schweiz 0,6 Prozent aus. Wirtschaftlich gesehen spielt sie also keine Rolle. Allerdings auf der Schadenseite eine bedeutende.

 

Landwirtschaft, ein alter Zopf, der eher kulturelle Argumente als Daseinsberechtigung anführen kann, als eine echte Legitimation, die Bevölkerung zu einem solch horrend hohen Anteil Jahr für Jahr massiv zu schädigen. Denn keiner anderen Branche greift der Bund derart stark unter die Arme. Gut 4 Milliarden Franken macht das Landwirtschaftsbudget jährlich mindestens aus, je nach dem wie man rechnet. Allein die Direktzahlungen spülen jährlich 3 Milliarden Franken in die bäuerlichen Kassen. Zudem gibt es allerlei weitere Zuschüsse, Beihilfen oder Vergünstigungen im Agrarbereich. Von den Privilegien profitieren freilich nicht nur die rund 52'000 Landwirtschaftsbetriebe, sondern auch unzählige Agrarfunktionäre, Zulieferer, Verarbeiter und der Handel. Nicht alleine der Bauer trägt die Schuld – denn diese ist eher beim Bund zu suchen, der jährlich neue Instrumente erfindet, um den Bauernstand weiterhin in den Adel zu erheben. Die Schweizer Landwirtschaft in ihrer heutigen Form bringt dem Land nichts und verursacht nur Kosten. Dies ein Fakt geäussert verschiedener Experten u.a. auch von Avenir Suisse.

 

«Erstmalig» habe man nun ausgerechnet, wie hoch die Kosten für das Land wirklich seien, sagt Avenir Suisse, und kommt dabei auf die enorm hohe Zahl von 20 Milliarden Franken im Jahr. Die Bauern würden Umweltschäden von fast 8 Milliarden verursachen. Durch den Grenzschutz müssten die Konsumenten viel zu hohe Lebensmittelpreise bezahlen – diese «Abschottung» würde das Land 7 Milliarden im Jahr kosten, schreibt Avenir Suisse.

 

Die offiziellen Ausgaben für die Agrarpolitik betragen rund vier Milliarden Franken, rechnet Avenir Suisse vor: Rund 3,8 Milliarden Subventionen zahlt der Bund jährlich. Die Kantone steuern weitere rund 300 Millionen bei: Der grösste Teil fliesst dabei ins bäuerliche Einkommen – so würde die heutige Struktur der Landwirtschaft erhalten.

 

Viele Gelder versickern zudem für unglaubliche Gegebenheiten; für den Erhalt von Tümpeln, Gärten und Findlingen. Landwirte können etwa Bundesgelder beantragen, wenn sie keinen benzinbetriebenen Laubbläser benutzen. Das ist doch eine Lachnummer und kommt einer Mästung von Bauern gleich.

Die neuen Millionensubventionen fliessen in Projekte von zweifelhaftem Nutzen. Es gibt Geld, wenn 80 Prozent der Maschinen und Geräte in Gebäuden unterstellt oder die Siloballen geordnet an landschaftsverträglicher Stelle platziert werden.

 

Auf Druck der WTO darf die Schweiz Nahrungsmittel für den Export nicht mehr subventionieren, was vernünftig ist und grundsätzlich wirtschaftlich normal sein sollte. Aber da macht der Bund nicht mit und beschloss als Ersatz, neue Subventionen für Milch und Getreide einzuführen, eine Gesetzesänderungen die per 2019 in Kraft gesetzt wurde

Heute werden mit den Beiträgen nach Schoggigesetz Schweizer Zutaten für exportierte Nahrungsmittel so weit verbilligt, dass sie international wettbewerbsfähig sind. Diese Ausfuhrbeiträge müssen abgeschafft werden, da sie gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO verstossen. Die neuen Subventionen gehen direkt an die Bauern. Unglaublich !?

 

Jetzt weht plötzlich doch noch ein anderes Lüftchen. Wenn es nach dem Willen des Bundesrats geht, sollen Bauern in Zukunft nur noch Geld vom Staat erhalten, wenn sie einen Fachausweis der höheren Berufsbildung vorweisen können. Diese Anforderung sei Teil der Agrarpolitik 22+. Konkret sollen angehende Bauern künftig zwei bis drei Semester Betriebswirtschaft studieren, um Anspruch auf Direktzahlungen zu haben. Heute reicht dafür der Abschluss einer zwei- oder dreijährigen Lehre. Ob sich am sinnlosen Geldverschleudern aber künftig etwas ändert wird sich zeigen müssen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Die Daseinsberechtigung des Primärsektors ist also durchaus bestritten. Es ist an der Zeit, bestehende Strukturen aufzubrechen. Bauern müssen sich auf Nischenprodukte konzentrieren, welche am Markt wettbewerbsfähig sind. Es kann nicht sein, dass man etwas finanziert, das keine Chance im Markt hat, nicht einmal mehr einen ideellen Wert bekleidet. Nicht alles verteufeln! Trotzdem - es sollte mal gesagt werden.


23.04.2019 - Patricia Jungo

Militante Republikaner-Gruppe „Neue IRA“ bekennt sich zur Tat

Die „Neue IRA“, eine militante Republikaner-Gruppe hat sich zum Mord an einer Journalistin in Nordirland bekannt. Dazu publizierte die Zeitung „The Irish News“ ein Bekennerschreiben, in dem die Tötung als Versehen dargestellt wird. Am Donnerstagabend war die 29-jährige Journalistin in Londonderry bei gewaltsamen Ausschreitungen erschossen worden. Als sie in einer Gruppe von Menschen unweit von Polizeifahrzeugen stand, wurde sie von einer Kugel am Kopf betroffen. Ermittler schliessen auf einen Terrorakt. Bereits vor der Tötung der jungen Frau waren über 50 Brandsätze auf Polizisten geschleudert und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Die Polizisten waren im Wohnviertel auf der Suche nach Waffen. Auslöser für die Krawalle scheint der jährliche Protest im Zusammenhang mit dem Nordirland-Konflikt gewesen zu sein. Diese neuen Unruhen kamen zu einem Zeitpunkt auf, an dem irisch-katholische Nationalisten an den Aufstand gegen die Briten im Jahr 1916 erinnern. Die zwei Männer, die nach dem Vorfall am verhaftet wurden, sind wieder auf freiem Fuss. Laut zuständiger Polizei seien gegen sie keine Anschuldigungen erhoben worden.


23.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Rega-Einsätze über die Ostertage

Die Rega stand über Ostern rund 150 Mal im Einsatz. Die Hilfe der Helikopter-Crews wurde meist aufgrund von verunfallten Wintersportlern, akuten Erkrankungen oder in Not geratenen Bergsteigern benötigt.

 

Das frühlingshafte Wetter über die Ostertage hatte zahlreiche Menschen in die Natur gelockt.

 

Rund 150 Einsätze koordinierte die Einsatzzentrale der Rega zwischen Karfreitag und heute Ostermontag. Knapp die Hälfte aller Einsätze flogen die Rega-Crews für Patientinnen und Patienten, die in höheren Lagen unterwegs waren. Das Einsatzaufkommen mit durchschnittlich 38 Einsätzen pro Tag ist für die Rega zu dieser Jahreszeit und bei diesen Wetterverhältnissen nicht unüblich. Die Einsätze der Rega-Helikopter widerspiegeln erfahrungsgemäss das Wetter und das Freizeitverhalten der Menschen in der Schweiz.

 

Breites Einsatzspektrum

Das schöne Osterwetter zog vor allem in den Bergen zahlreiche Menschen in die Natur. Generell wurden deshalb verhältnismässig viele Einsätze für in Not geratene Skitourengänger oder Gleitschirmpiloten sowie für verunfallte Motorradfahrer registriert. Zum Einsatzspektrum der Rega gehören auch Einsätze in schwer zugänglichem Gebiet oder auf Wanderwegen. So zum Beispiel im Kanton Appenzell Innerrhoden auf dem Hohen Kasten. Dort konnten am Ostersamstag dank der Unterstützung von vier Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC gleich fünf unterhalb der Bergstation blockierte Personen erfolgreich gerettet werden.

 

Rega-Jets weltweit im Einsatz

Auch die Crews der drei Ambulanzjets der Rega waren über die Ostertage beinahe rund um die Uhr unterwegs und begleiteten zehn Patientinnen und Patienten zurück in ihre Heimat. Neben Langstrecken-Einsätzen, wie zum Beispiel nach Kuba oder in die USA, standen die Rega-Jets vorwiegend in Europa im Einsatz. Das medizinische Fachpersonal der Rega begleitete zudem gesundheitlich erkrankte Patienten an Bord eines Linienflugzeugs, beispielsweise aus Namibia, zurück in die Schweiz.

 

Quelle: Rega-Mediendienst

Bildquelle: Rega-Mediendienst


23.04.2019 - DMZ - Wirtschaft

Erwerbsbeteiligung in der Schweiz weiterhin gestiegen

In der Schweiz nehmen 84,2% der Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren am Arbeitsmarkt teil. Gegenüber 2010 entspricht dies einem Anstieg um 2,9 Prozentpunkte. Teilzeitarbeit ist in der Schweiz viel stärker verbreitet als in der Europäischen Union. Immer mehr Mütter mit kleinen Kindern zählen weiterhin zur Erwerbsbevölkerung. Mütter wechselten fast doppelt so häufig die Stelle wie Väter, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Dies sind einige Ergebnisse der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2018 des Bundesamtes für Statistik (BFS).


23.04.2019 - David Aebischer

Referendum zur neuen EU-Waffenrichtlinie  - Schutz von Menschenleben wichtiger als die Freiheit

Am 19. Mai wird das Schweizer Stimmvolk über das Referendum zur neuen EU-Waffenrichtlinie entscheiden. Zu Beginn der Hauptkampagne sind die Stimmberechtigten deutlich für ein Ja.

 

Mit der neuen Richtlinie soll das Schweizer Waffenrecht an das EU-Recht angepasst werden, welche die EU nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015 revidiert hat. Der Grund: die Schweiz ist ein assoziiertes Schengen-Mitglied. Diese Anpassung läuft vielen Schützenverbänden zuwider, deshalb haben sie erfolgreich das Referendum ergriffen. Aber bereits wenn man „Argumente“ oder Parolen liest wie: „Nein zur Abschaffung des Rechtes auf Waffenbesitz. Nein zum Entwaffnungsdiktat der EU“, rollt es einem friedvollen Menschen unweigerlich die Zehennägel. Man fragt sich, worum es diesen Leuten genau geht. Und dass ausschliesslich die SVP Jüngerinnen und Jünger in dieses Horn blasen, sollte den Stimmberechtigten bereits mehr als klar aufzeigen, dass die andere Seite die richtige ist. Die SVP dient wie immer, als ein verlässliche Abstimmungshilfe.

 

Worum geht es eigentlich wirklich geht und was sich ändert steht fest!

Das Schweizer Waffenrecht hat – wie auch dasjenige der EU – zum Ziel, Missbrauch von Waffen zu bekämpfen. Damit es den aktuellen Erfordernissen entspricht, muss das Waffenrecht bei Bedarf angepasst werden. Die EU hat ihre Waffenrichtlinie ab 2013 revidiert und 2017 verabschiedet. Die Schweiz als Mitglied im Verbund der Schengen- und der Dublin-Staaten will diese Änderung der EU-Waffenrichtlinie umsetzen. Neu sieht das Gesetz eine Pflicht zur Markierung aller wesentlichen Bestandteile einer Waffe vor. Zudem wird der Informationsaustausch mit den anderen Schengen-Staaten verbessert. Vorgesehen sind auch punktuelle Anpassungen bei der Zulassung von halbautomatischen Waffen mit einem grossen Magazin. Mit solchen Waffen kann man ohne Nachladen mehrere Schüsse in rascher Folge abgeben. Die Schweiz konnte als Mitglied des Schengen-Verbundes bei der Änderung der EU-Waffenrichtlinie mitarbeiten und so weitergehende Regelungen verhindern. Deshalb wird unsere Schiesstradition in keiner Weise gefährdet.

 

Mit der Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands sollen die Terrorbekämpfung und der Schutz vor Schusswaffenangriffen verstärkt werden. Obwohl damit kaum Einschränkungen für das Schiesswesen und die Abgabe der Ordonnanzwaffe einhergehen, haben Befürworterinnen und Befürworter eines liberalen Waffenrechts das Referendum ergriffen. Dieses bringt die weitere Teilnahme der Schweiz am Schengen-Strafverfolgungsraum in Gefahr.

 

Sehr deutlich ist, wie bereits oben erfasst, die Spaltung in Bezug auf die Parteiorientierung. Hier zeigt sich das bekannte Muster bei Abstimmung zu einer solchen Thematik: Einzig die SVP-Wähler wollen die Vorlage mehrheitlich ablehnen. Die Anhänger der anderen Parteien sind alle mehrheitlich für das Referendum. Nur bei den Parteiungebundenen ist ein erwähnenswerter Teil (35 Prozent) gegen die neue Waffenrichtlinie.

 

Schutz von Menschenleben wichtiger als die Freiheit

Wenig überraschend erhalten denn auch die Pro-Argumente am meisten Unterstützung. Eine klare Mehrheit ist der Meinung, dass der Schutz von Menschenleben wichtiger sei, als die Freiheit Waffen zu tragen. Noch mehr Stimmbürger finden ausserdem, dass die neue Richtlinie keine negativen Konsequenzen für die Schützen hätten, womit ein wichtiges Nein-Argument wegfällt. Auch das Argument, dass ein Nein das Schengen-Dublin-Abkommen gefährde, findet bei 57 Prozent der Teilnehmenden Anklang.

 

Von den Kontra-Argumenten verfängt keines richtig. Am meisten Unterstützung erhält noch die Meinung, dass der Bundesrat mit der Übernahme der neuen Richtlinie der EU unnötig nachgegeben habe.

 

Letztlich bleibt deren Widerstand gegen die Umsetzung unverständlich. Denn statt sich darüber zu freuen, dass die Schweiz eine aus Sicht der Schützinnen und Schützen völlig harmlose Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie erreicht hat, stellen sie mit dem Referendum die Teilnahme der Schweiz am Schengen-Strafverfolgungsraum grundsätzlich infrage.

Eine reine Zwängerei.


23.04.2019 - DMZ - Politik

Gegen Rüstungsfirmen - 800 Demonstranten am Friedensweg in Kreuzlingen

Traditionell findet seit 1988 am Bodensee ein Ostermarsch statt. Obwohl die Organisatoren den Marsch lieber als Friedensweg bezeichnen, denn Marsch klinge zu militärisch.

„Angesichts der neu entfachten weltweiten Aufrüstung und Kriegsgeschäften ist diese Demonstration für eine andere Welt nötig. Letztes Jahr nahmen über 1000 Leute aus den drei Ländern an diesem Friedensweg teil“, schreibt der Rorschacher Arne Engeli, Mitinitiant dieser Bewegung, in seinem Aufruf.

Dieses Jahr ging der Friedensweg von Konstanz nach Kreuzlingen. Laut der Polizei war es ein friedlicher Anlass mit gut 800 Teilnehmenden.

 

Forderungen an Rüstungsfirmen

Die Organisatoren des Friedensweges forderten, dass die Rüstungsfirmen rund um den Bodensee bis 2040 in zivile Firmen umgewandelt werden sollen. Dafür wurde ein Netzwerk gegründet. Laut Arne Engeli, der seit 35 Jahren am Friedensweg am Bodensee teilnimmt, gibt es in Europa keine andere Region, wo so viele Rüstungsfirmen auf dichtem Raum produzieren würden. Um den Bodensee herum seien es 18, so Engeli. Er fordert, dass diese Rüstungsfirmen ihre Produktion bis 2040 auf zivile Güter umstellen sollen.


23.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Zürich ZH: Brandanschlag auf das Türkische Generalkonsulat – Zeugenaufruf

Am frühen Montagmorgen, 22. April 2019, sind zwei Brandsätze gegen das Gebäude des Türkischen Generalkonsulats geworfen worden.

 

Drei tatverdächtige Personen wurden festgenommen.

 

Kurz vor 3 Uhr am Montagmorgen stellte eine Polizeipatrouille der Stadtpolizei Zürich fest, dass zwei Gegenstände gegen das Türkische Generalkonsulat an der Weinbergstrasse 65 im Kreis 6 geworfen worden waren. Eine Hecke geriet dabei in Brand. Das Feuer wurde durch die Polizisten vor Ort sofort gelöscht. Während einer unmittelbar eingeleiteten Fahndung wurden drei junge Männer im Alter von 17, 18 und 19 Jahren, die beim Erblicken der Polizei die Flucht ergriffen, angehalten und festgenommen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kantonspolizei Zürich getätigt.

 

Zeugenaufruf:

Personen, die Angaben zum geschilderten Vorfall an der Weinbergstrasse 65 machen können oder in der Umgebung verdächtige Feststellungen gmacht haben, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Zürich via Telefonnummer 044 247 22 11 zu melden.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich


23.04.2019 - DMZ - Technik

BlueQuench Qooler kühlt in einer Minute

Denn der Qooler soll in gerade einmal einer Minute in der Lage sein, den Inhalt der Kühltruhe auf eine ideale Temperatur herunterzukühlen. Beworben wird der Qooler mit der Phrase „the world’s largest way to chill beverages on the go“ – sprich: schneller lassen sich Getränke nicht kühlen, zumindest nicht auswärts.

 

Um eine solch schnelle Kühlung zu erreichen, baut der Qooler auf eine Rotation. Statt also die Getränke einfach in der Truhe liegen zu lassen, werden diese mit 500 Umdrehungen pro Minute auf Rollen innerhalb der Truhe gedreht, um so eine gleichmässige Kühlung zu erreichen und Wärme schneller abtransportieren zu können.

 

Ideal geeignet für den Sommer

Damit das Ganze auch einwandfrei funktioniert, muss der Qooler mit Eis bzw. einer Mischung aus Wasser und Eis versorgt werden. Ist aber für genügend Nachschub diesbezüglich gesorgt, dann steht dem erfrischenden Kühlen der Getränke nichts mehr im Wege.


23.04.2019 - Patricia Jungo

Was Literatur alles kann...

Schon die alten Griechen waren überzeugt, dass Bibliotheken Orte waren, an denen die Seele Heilung erfahren durfte. Auch heute wird oft von Literatur als ergänzendes therapeutisches Instrument gesprochen, mit dessen Hilfe viel geheilt werden kann. Es lohnt sich durchaus, diesen Gedanken noch etwas weiterzuverfolgen. Ein Buch ist viel mehr als eine in sich geschlossene Welt. Worte zusammen mit Welten, die uns zum Nachdenken anregen, wecken unser Bewusstsein und helfen uns zu erforschen, zu vergleichen und auch stärker zu werden. Natürlich ist es vereinfacht, Bücher als Heilmittel zu bezeichnen. Dennoch waren die Griechen auf der richtigen Spur. So entdeckte man beispielsweise während des Ersten Weltkrieges in britischen Krankenhäusern, dass Literatur viele Vorteile hatte. Man stellte den Soldaten, die Traumata erlitten hatten, einige Bücher zur Verfügung, was ihnen sehr half, innerlich zur Ruhe zu kommen. Ja, Literatur kann sehr wertvoll sein, wenn es darum geht, unseren Geist wieder in Form zu bringen. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen können Bücher uns helfen, wenn unser deprimierter Geist dem Weg des Chaos folgt. Jeder muss natürlich seine eigene Strategie finden; Literatur kann eine wertvolle sein. Fühlen wir uns beispielsweise deprimiert, sind wir beim Lesen von Büchern gezwungen, unsere Perspektive zu wechseln, Empathie zu haben für bestimmte Charaktere. Unser „Kopf“ kann sich entspannen, wenn er sich mit der Geschichte und konkreten Gefühlen verbindet. So ein Perspektivenwechsel ist überaus wertvoll und ein Roman oder ein Lyrikband sind eine wunderbare Möglichkeit, aus einem anderen Blickwinkel zu reflektieren. Vielleicht helfen sie auch gerade mit, positiver in die Zukunft zu schauen, Träume und Wünsche wieder vermehrt aufleben zu lassen und diese nicht aus den Augen zu verlieren?

 

Mehr als 4300 Jahre alt soll das erste Gedicht sein. Es wurde von Enheduanna verfasst, einer akkadischen Dichterin und ist eine Ode an Inanna, eine alte Göttin. Was waren wohl die Beweggründe der Menschen, mit Worten, Reimen, Versen zu spielen? Einer Publikation des Max-Planck-Instituts für Empirische Ästhetik (Deutschland) zufolge sind wir dank Lyrik in der Lage unsere Emotionen mit anderen zu teilen. Mit Gedichten weicht eine Last von unseren Herzen. In schwierigen Momenten hilft uns die Sprache, Konflikte in etwas Einfaches zu verzaubern, gar mit ihnen zu spielen. Für viele Menschen ist Literatur wie ein Ort, von dem aus sie die Welt betrachten dürfen. Beim Lesen entdecken wir andere Möglichkeiten, zerstören manchmal alte Vorstellungen und ersetzen sie durch neue. Wie oft fordert ein Buch uns auf, die Welt anders zu sehen; vielleicht weiser? In dem Sinne sind wir gut beraten, die „Macht“ der Literatur und ihre Heilkraft zu nutzen. Sie kann ein wertvoller Verbündeter für uns sein.


23.04.2019 - DMZ - Technik

Ein Kompass, der nach Westen zeigt

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich haben ein besonderes Phänomen des Magnetismus im Nanobereich entdeckt. Es ermöglicht, Magnete in ungewöhnlichen Konfigurationen zusammenzustellen. Damit könnte man Computerspeicher und -schalter bauen, um die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren zu steigern. Die Ergebnisse der Arbeit wurden jetzt in der Zeitschrift Science veröffentlicht.

Zhaochu Luo, Hauptautor der Studie, vor einer sogenannten Sputter-Depositions-Apparatur. In der Vorrichtung werden die Schichten aus Platin, Kobalt und Aluminiumoxid erzeugt. Jede Schicht ist nur wenige Nanometer dünn.

 

Magnete zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen Nordpol und einen Südpol haben. Werden zwei Magnete nahe aneinandergehalten, ziehen sich deren entgegengesetzte Pole an und die gleichen stossen sich ab. Deshalb richten sich magnetische Nadeln, wie sie beispielsweise in einem Kompass vorkommen, im Erdmagnetfeld so aus, dass damit die Kardinalrichtungen Nord und Süd und daraus abgeleitet Ost und West bestimmt werden können. In der Welt, die wir jeden Tag mit unseren Sinnen erleben, ist diese Regel richtig. Wenn man jedoch die makroskopische Welt verlässt und in die Tiefen viel kleinerer Dimensionen eintaucht, ändert sich das. Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich haben nun eine ganz besondere magnetische Wechselwirkung auf der Ebene nanoskopischer Strukturen aus wenigen Atomschichten entdeckt.

 

Die Atome wirken dort wie winzige Kompassnadeln und entfalten ihre Wirkung über äusserst kurze Entfernungen im Nanometerbereich, also einige millionstel Millimeter. Deshalb sprechen die Forschenden auch von Nanomagneten.

 

Das Phänomen, das die Forschenden des PSI nun beobachten konnten, basiert auf einer Wechselwirkung, die die beiden Physiker Igor Dzyaloshinskii und Toru Mariya vor mehr als 60 Jahren vorhergesagt haben. "Das war unser Ausgangspunkt", sagt Zhaochu Luo, Physiker am PSI und an der ETH Zürich.

 

Nord-West- und Süd-Ost-Kopplung von Atomen

Bei dieser Wechselwirkung richten sich die Atomkompassnadeln nicht nur in Nord-Süd-Richtung, sondern auch in Ost-West-Richtung aus. "Wohin sie zeigen, hängt davon ab, wie sich die Atome in ihrer Nachbarschaft orientieren", sagt Zhaochu Luo, Erstautor der Studie. Wenn beispielsweise eine Gruppe von Atomen nach Norden zeigt, weist die benachbarte Gruppe immer nach Westen. Wenn eine Gruppe von Atomen nach Süden zeigt, dann orientieren sich die benachbarten Atome nach Osten.

 

Diese Orientierungen können durch Magnetfelder oder elektrische Ströme umgekehrt werden, das heisst von Nord nach Süd und umgekehrt. Die benachbarten Atomgruppen orientieren sich dann entsprechend neu, entweder von West nach Ost oder umgekehrt.

 

Die Kopplung von Nord-West- und Süd-Ost-Orientierung entdeckten die Forschenden mithilfe einer nur 1,6 Nanometer dünnen Lage aus Kobaltatomen, die zwischen einer Platinschicht auf der einen und einer Aluminiumoxid-Schicht auf der anderen Seite eingeschlossen war. "Alleine die Herstellung dieser speziellen Schichtung für unsere Experimente dauerte etwa ein halbes Jahr", so Zhaochu Luo, der am PSI in der Forschungsgruppe Mesoskopische Systeme von Laura Heyderman arbeitet, die auch Professorin an der ETH Zürich ist.

 

Aussergewöhnlich dabei ist, dass sich diese Wechselwirkung lateral, also seitlich in einer Ebene abspielt. Bislang konnten vergleichbare Kopplungen zwischen Nanomagneten nur vertikal, also bei übereinander angeordneten Atomgruppen festgestellt werden.

 

Das gemeinsam von PSI- und ETH-Forschenden beobachtete Phänomen ermöglicht die Entwicklung magnetischer Netzwerke in einer Ebene. Damit lassen sich unter anderem sogenannte synthetische Antiferromagnete herstellen. In diesen Antiferromagneten zeigen Atomgruppen in regelmässigen Abständen entweder nach Norden oder nach Süden. Die Anzahl der gegenläufig orientierten Nanomagnete ist etwa gleich, sodass sie sich in der Summe gegenseitig neutralisieren. Deshalb wirken Antiferromagnete auf den ersten Blick nicht wie Magnete – zum Beispiel haften sie nicht an einer Kühlschranktür.

 

Die benachbarten Atome, die entweder nach Westen oder nach Osten ausgerichtet sind, wirken als Abstandhalter zwischen den Magneten, die nach Norden oder Süden zeigen und jeweils nur wenige Nanometer gross sind. Dadurch ist es beispielsweise möglich, neue, effizientere Computerspeicher und -schalter zu bauen, was wiederum die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren erhöht.

 

Logische Gatter für Computer

Die einzelnen Nanomagnete, die entweder nach Norden oder nach Süden gerichtet sind, eignen sich zum Bau von sogenannten Logikgattern. Ein solches Gatter ist ein Baustein in einem Computer und funktioniert als eine Art Schalter. Signale gehen in diese Gatter hinein und werden dann zu einem Ausgangssignal verarbeitet. In einem Computer sind viele dieser Gatter vernetzt, um Operationen durchzuführen. Ein solcher Computerbaustein kann auch mithilfe von Nanomagneten konstruiert werden, die nach Norden oder Süden zeigen. Diese sind vergleichbar mit den heute üblichen Prozessoren, deren Transistoren die Signale in binärer Form verarbeiten, also alle Signale als Null oder Eins interpretieren. Nanomagnete, die entweder nach Norden oder nach Süden ausgerichtet sind, können dies ebenfalls leisten. Das könnte Mikroprozessoren kompakter und effizienter machen.

 

Laut Pietro Gambardella, der diese Studie zusammen mit Laura Heyderman geleitet hat, "bietet die Arbeit eine Plattform, um Anordnungen von vernetzten Nanomagneten zu entwerfen und eine vollelektrische Steuerung von planaren logischen Gattern und Speichervorrichtungen zu erzielen", wie die Forschenden heute im Wissenschaftsmagazin Science schreiben.

 

Neben dem Einsatz laborbasierter Methoden erzielten die Forschenden ihre Ergebnisse mittels Röntgen- Photoemissionselektronenmikroskopie an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des PSI.


23.04.2019 - Patricia Jungo

Forensiker sprechen von Selbstmordanschlägen

Laut Mitteilung eines Forensikers des Verteidigungsministeriums Sri Lankas vom Montag sind die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels mit fast 300 Toten am Ostersonntag in Sri Lanka vorwiegend von Selbstmordattentätern verübt worden. Dieser ergab sich aus den Untersuchungen der Explosionen, die sich fast gleichzeitig in drei Kirchen und drei Luxushotels am Ostersonntag ereignet haben. Zu den anderen Explosionen liegen dagegen keine näheren Angaben vor. Auch am Montagmorgen herrschte noch Unklarheit über die Motive der Attentäter. 24 Verdächtigte wurden festgenommen, doch auch einen Tag nach den Anschlägen hatte sich niemand dazu bekannt. Am Sonntag kam es zu mindestens acht Detonationen; dies fast gleichzeitig in den Luxushotels und den Kirchen, wo gerade die Ostergottesdienste gefeiert wurden. Dort waren auch die Opfer am zahlreichsten. Ein weiterer Sprengsatz wurde am Sonntagabend rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Colombo gefunden und entschärft. Dies berichtete ein Sprecher der Luftwaffe. Premierminister Ranil Wickremesinghe teilte in einer Fernsehansprache mit, dass die Festgenommenen alle aus Sri Lanka stammten und er das Ausland um Unterstützung anfragen wolle, um zu klären, ob die Angreifer in Verbindung zum internationalen Terrorismus stehen würden. Weiter sagte er, man werde alles unternehmen, um den Terrorismus auszulöschen. Bei Sri Lankas Geheimdienst hätten Hinweise auf mögliche Anschläge vorgelegen und nun müsse geklärt werden, warum keine Massnahmen ergriffen worden seien. Der Zugang zu sozialen Medien wurde vorübergehend von der Regierung gesperrt und die Schulen und Universitäten blieben am Montagmorgen noch geschlossen. Im bei Touristen sehr beliebten südasiatischen Inselstaat war es seit vielen Jahren zu keinen grösseren Anschlägen gekommen. Ein 26 Jahre lang dauernder Bürgerkrieg wurde 2009 beendet. Von den 20 Millionen Einwohner sind lediglich etwa sieben Prozent Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten. Die Anschläge lösten weltweites Entsetzen aus und Intoleranz und religiöser Hass wurden von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt verurteilt.


Mein Mittelland

In dieser Rubrik zeigen Menschen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun

https://www.mittellaendische.ch/mein-mittelland-1/

 

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.

Vielen Dank!


23.04.2019 - Patricia Jungo

Kein direkter Wiederaufstieg in die Weltgruppe I für Schweizer Fed-Cup-Team

Die Schweiz unterliegt der USA im Barrage-Duell mit 2:3. Viktorija Golubic (WTA 80) und auch Timea Bacsinszky (WTA 111) verloren ihre Einzel am Sonntag. Dies bedeutet, dass das Fed-Cup-Team den direkten Wiederaufstieg in die Weltgruppe I nicht schafft. Der 2. Satz zwischen Timea Bacsinszky und Sofia Kenin (WTA 36) musste im Tiebreak entschieden werden. In diesem übernahm die 20-jährige US-Amerikanerin schnell mit 5:0 die Führung. Bacsinszky schaffte es zwar noch einmal auf 4:6 heranzukomnen, musste sich aber schlussendlich mit 3:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Mühe hatte Bacsinszky vor allem auf der Vorhand-Seite gegen die meist souverän agierende Kenin.


23.04.2019 - Marco Perroulaz

Der jährliche Mord zu Pfingsten

Es stinkt gewaltig zum Himmel in der sonst so friedvollen, ruhigen, wundervollen oberländer Bergregion rund um die Jungfrau. Zu Pfingsten wird zum sechsten Mal die Täterschaft eines Mordfalles drei spannende, verworrene und witzige Tage lang im Gebiet von Eiger, Mönch und Jungfrau von Heerscharen von Detektiven unnachgiebig gejagt bis der Täter am Pfingstmontag gestellt und verhaftet wird.

 

Der Fall: Lisa Locher und sieben Freunde mieten in Wengen ein Haus, um eine Woche mit Skifahren, Spass und gutem Essen zu verbringen. Doch Intrigen zwischen Freunden, Eifersüchteleien und Affären nehmen ihren Lauf. Die Skiferien werden zum Albtraum und enden für alle jäh als Lisa Locher erstochen in der Küche aufgefunden wird. Wer hat mit dem Küchenmesser gemordet? Geht es um Geld, Liebe oder doch um eine alte offene Rechnung? Was hat die Vermieterin damit zu tun? Wo ist Lisas Geld hingekommen? Und hat es wirklich keine Zeugen gegeben?

 

Wer mithilft den diesjährigen Fall aufzuklären bekommt am Pfingstsamstag beim Check-In den Krimi-Guide ausgehändigt. Darin finden sich alle Informationen, wie man vorgehen muss. Zudem enthält der Krimi-Guide detaillierte Karten, um die ‚Tatorte’ zu finden. Und natürlich den Tatort-Jungfrau-Badge, die 3-Tageskarte für die Jungfraubahnen, um bequem von ‚Tatort’ zu ‚Tatort’ zu kommen. Wer möchte, kann natürlich auch wandern – geeignete Wandervorschläge werden ebenso angeboten.

 

Weitere Infos:

www.tatortjungfrau.ch


22.04.2019 - David Aebischer

Kinderarmut
262'000 Kinder leben in Haushalten mit geringem finanziellen Spielraum und sind unmittelbar von der Armut bedroht. 108'000 Kinder unter 18 Jahren leben derweil konkret in Armut.

Immer mehr Kinder in der vermeintlich reichen Schweiz leben in Armut. Und die Kinderarmut steigt täglich weiter. Einige der verursachenden Schuldigen sind gefunden, aber längst nicht alle. Eine Erhebung des Bundesamt für Statistik (BfS) im Jahr 2014 zeigte noch, dass jedes 20. Kind in der Schweiz von Einkommensarmut betroffen ist und jedes sechste Kind von der Armut bedroht. Diese Zahlen haben sich rapide verändert und lassen nur das Schlimmste erahnen, wenn es im selben Tempo weitergeht. Caritas nennt aktuell erschreckende Zahlen zur Kinderarmut hierzulande.

In Artikel 12 der Bundesverfassung garantiert die Schweiz denjenigen, die in Not geraten und nicht in der Lage sind, für sich zu sorgen, Hilfe, Betreuung und Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Wer bereits selber einmal in diese Situation gekommen ist, weiss, dass dieser Artikel leider kaum einmal gänzlich zum Tragen kommt. Zusätzlich ver­pflichtet sich die Schweiz in Artikel 11, allen Kindern und Jugendlichen einen besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit zu gewähren und sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Auch hier überwiegt die Theorie und lässt eine Umsetzung missen. Die unvorstellbaren Zahlen lassen uns fragen, was genau am System schief läuft und warum niemand etwas gegen diese Missstände tut. 262'000 Kinder leben in Haushalten mit geringem finanziellen Spielraum und sind unmittelbar von der Armut bedroht. 108'000 Kinder unter 18 Jahren leben derweil konkret in Armut. Wie kann das sein? Wie kann das geduldet werden?

 

„Wenn weder Arbeit noch Bildung vor Armut schützen, dann hat der Staat versagt!“

Kinder aus Haushalten, welche trotz Erwerbsarbeit kein Einkommen oberhalb der Armutsgrenze generieren können. Weitere in Armut lebende Kinder sind in einem Haushalt ohne Erwerbstätige zu Hause.

In Schweizer Haushalten ohne Erwerbstätige ist sogar fast jedes 2. Kind armutsgefährdet und jedes 5. Kind von Armut betroffen. Gemäss den neueren Zahlen von Caritas ist die Zahl der von Kinderarmut Betroffenen seither deutlich gestiegen.

 

Das Wissen ist vorhanden – es fehlt am politischen Willen

Bereits Ende der 1990er Jahre waren die von Armut betroffenen Menschen in der Schweiz mehrheitlich Mütter, Väter und Kinder. Daran hat sich in den letzten 30 Jahren wenig geändert. Zu diesem Schluss kommen auch die jüngsten Studien und Berichte des Bundesrates sowie des Nationalen Programms gegen Armut. Das Problem ist allseits bekannt. Was also läuft schief? Der Blick auf Entwicklungen in der Existenzsicherung, der Vereinbarkeit von Familie, Ausbildung und Beruf sowie der Frühen Förderung sind in diesem Kontext zentral.

 

Familienergänzungsleistungen reduzieren erwiesenermassen Kinderarmut, werden aber sehr selten auch bezahlt. Materielle Existenzsicherung ist Voraussetzung für gesundes Heranwachsen. Die Politik ist (auch regional und kantonal) gefordert, diesem Recht umgehend Folge zu leisten. Einige Kantone machen es erfolgreich vor. Es gilt, Familienergänzungsleistungen nach dem Modell des Tessins oder der Waadt schweizweit einzuführen, dann ist bereits vieles getan. Wenn die Politik weiterhin schweigt bei konkreten Anfragen und Aufmerksammachen auf diese Missstände, wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern.


Bild: KEYSTONE/APA/APA/GISELA LINSCHINGER
Bild: KEYSTONE/APA/APA/GISELA LINSCHINGER

22.04.2019 - DMZ - SDA

Selenskyj wird neuer Präsident der Ukraine

Der haushohe Sieg von Herausforderer Wolodymyr Selenskyj bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine wird auch durch die vorläufigen Ergebnisse gestützt. Damit wurde die Prognose vom Sonntagabend unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale bestätigt.

 

Nach der am Montagmorgen von der Wahlkommission veröffentlichten Auszählung von gut der Hälfte der abgegebenen Stimmen kam der designierte neue Präsident am frühen Montagmorgen auf rund 73 Prozent, Amtsinhaber Petro Poroschenko dagegen nur auf knapp 25 Prozent. Dies entspricht exakt den Hochrechnungen.

 

Poroschenko hatte seine Niederlage bereits eingeräumt. Der 41-jährige Polit-Neuling Selenskyj, der als Schauspieler und Komiker Prominenz erlangt hatte, versprach den Bürgern, die korrupten Machtstrukturen in der Ukraine zerstören zu wollen. Nach seinem Wahlsieg lobte der künftige ukrainische Präsident personelle Erneuerungen im Land aus. «Wir werden neue Leute ernennen», sagte der Schauspieler in der Nacht zum Montag in Kiew. Konkrete Namen nannter er aber keine.

 

Volksabstimmung geplant

Mit Selenskyj kommt in dem Land zwischen der EU und Russland erstmals ein Staatsoberhaupt ohne jedwede Regierungserfahrung ins Amt. Zudem hat noch nie ein Präsident der unabhängigen Ukraine ein solch starkes Ergebnis erzielt. Selenskyj, der jüngste Präsident der ukrainischen Geschichte, strebt einen EU-Beitritt an. Über einen umstrittenen Nato-Beitritt der Ukraine soll eine Volksabstimmung entscheiden.

 

Selenskyj kündigte zudem an, den Friedensplan für den umkämpften Osten wiederzubeleben. Seit 2014 kämpfen in den Gebieten Donezk und Luhansk Regierungssoldaten gegen prorussische Separatisten. Rund 13'000 Menschen sind dabei nach Uno-Angaben getötet worden.

 

Nach dem Sieg des Komikers Selenskyj bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine bekräftigten die EU und die Nato umgehend ihren Willen zu einer guten Zusammenarbeit. EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter, die EU sei entschlossen, ihre Unterstützung für das Land fortzusetzen. Er sprach von einem «entscheidenden Tag für die Ukraine». Freie Wahlen und ein friedlicher Machtwechsel seien Zeichen für eine «starke ukrainische Demokratie».

 

Moskau jubelt

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gratulierte dem Politikneuling Selenskyj zu seinem Wahlsieg. Die Ukraine sei ein «geschätzter» Partner der Nato. «Wir freuen uns darauf, unsere Kooperation fortzusetzen.» Glückwünsche für Selenskyj kamen auch von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda. Auch Vertreter der USA gratulierten.

 

In Moskau begrüssten mehrere Politiker Poroschenkos Niederlage. Russland sah den Oligarchen als einen gesteuerten Politiker der USA, der Nato und von Teilen der EU an. In dem Nachbarland der Ukraine gibt es nun Hoffnungen, dass Selenskyj eine, wie er selbst sagt, eigenständige Politik führen wird.

 

Russland dürfte die Abstimmung in der Ukraine nach ersten Reaktionen aus Moskau trotz anfänglicher Vorbehalte wohl anerkennen. Zuvor hatte die Führung in Moskau scharf kritisiert, dass russische Wahlbeobachter – anders als vorgesehen – nicht zugelassen waren. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will ihr Urteil über die Wahl an diesem Montag verkünden.


22.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Bern BE: Polizeieinsatz wegen Party bei unbewohntem Haus

In der Nacht auf Sonntag ist es in Bern zu einem Polizeieinsatz wegen einer Party bei einer unbewohnten Liegenschaft gekommen. Da sich unter anderem vermummte Personen vor Ort befanden, Sachbeschädigungen festgestellt wurden und Lärmklagen aus der Bevölkerung eingingen, mussten verschiedene Einsatzkräfte zusammengezogen werden.

 

Schliesslich zogen die Personen nach wiederholter Vorsprache ab. Ermittlungen wurden aufgenommen.

 

In der Nacht auf Sonntag, 21. April 2019, kurz vor Mitternacht stellten Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern eine grössere Personenansammlung fest, die sich sowohl im Innern als auch ausserhalb einer unbewohnten Liegenschaft an der Bümplizstrasse in Bern aufhielt. Es war laute Musik hörbar und teilweise blockierten Personen die Strasse. Bei einer ersten Vorsprache einer Patrouille zeigte sich niemand verantwortlich, weshalb mit Blick auf die festgestellte Situation entschieden wurde, die weitere Entwicklung des Geschehens zu beobachten.

 

Es musste alsbald festgestellt werden, dass mehrfach Personen, darunter auch Vermummte, Sprayereien, insbesondere an der entsprechenden Liegenschaft, verübten, Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände gegen einen nahestehenden Zug geworfen wurden. Zugleich gingen mehrere Lärmklagen aus der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Party ein.

 

Gestützt auf diese Ausgangslage und um eine grössere Eskalation zu verhindern, wurden zusätzliche Einsatzkräfte zusammengezogen. In der Folge wurde in diesem Rahmen erneut vorgesprochen, worauf die Party schliesslich ohne weitere Vorfälle beendet wurde. Als eine grössere Personengruppe die Örtlichkeit geschlossen zur Schützenmatte verliess, kam es gemäss aktuellen Erkenntnissen zu keinen Sachbeschädigungen mehr. Es blieben weiterhin Einsatzkräfte in unmittelbarer Nähe, ohne jedoch intervenieren zu müssen. Noch in der Nacht wurden durch die Kantonspolizei Bern Ermittlungen zu den Ereignissen aufgenommen.

 

Quelle: Kapo BE


22.04.2019 - Patricia Jungo

Die Bretagne und ihr Zauberwald

In der keltisch geprägten Bretagne breitet sich der Zauberwald „Brocéliande“ aus. Dieser Zauberwald gilt seit Menschengedenken als magischer Ort. Unglaubliche Dinge sollen sich dort bis heute zutragen. Im Tal ohne Wiederkehr, das sich hier erstreckt, soll die Fee Morgana ihre untreuen Liebhaber für alle Zeiten gefangen halten. Im See Comper wuchs Ritter Lanzelot in einem Unterwasserschloss auf und König Artus empfing daraus das Schwert Excalibur. Auch das Grab des Zauberers Merlin liegt hier; seine Mutter soll eine Heilige gewesen sein; sein Vater der Teufel. Die keltische Artus-Sage ist auch in der Bretagne daheim. Der geheimnisvolle Wald befindet sich in der Hochbretagne, westlich von Rennes. Der Wald umfasst heute noch etwa 700 Hektar; früher waren weite Teile der bretonischen Halbinsel davon bedeckt. Den Zauberwald, von dem man sagt, man komme aus ihm heraus wie aus einem Traum, kann man sogar mit dem Namen „Paimpont“ ins Navi eingeben. Lange Zeit ist nichts ausgeschildert, so dass die Besucher sich fragen, ob man sie nicht einem Mythos gefolgt sind. Die Landschaft ist hügelig und hat viele Felder, kleine Wäldchen und eingestreute Landschaften. Auf einmal erreicht man eine Anhöhe, von der man auf einen ausgedehnten Wald blickt. Im Themenzentrum „La Porte des Secrets“, das sich in den Nebengebäuden einer alten Abtei im verträumten Dorf Paimpont befindet, werden vor allem die jungen Besucherinnen und Besucher in den Sagenkreis von Brocéliande eingeführt. Ein Abstecher ins kleine Dorf Tréhorenteuc am Waldrand lohnt sich vor allem an Markttagen. Auf dem Markt werden Gemälde von Elfen und Einhörnern Hexenfiguren, Hippie-Kleidung und Tassen mit König-Artus- oder Feenmotiv angeboten. Bei den Besuchern des Marktes handelt es sich meist um Kenner: Neo-Druiden, Gralssucher, Esoteriker, zum Teil von weither angereist. Einige tragen keltische Sonnenzeichen um den Hals, sie sind Mitglieder der Église Celtique Restaurée, der Wiedererrichteten Keltischen Kirche. Die Dorfkirche, von allen nur Gralskirche genannt, ist ein Schmuckstück, in dessen bunten Glasfenstern und Gemälden der christliche Glaube mit der Artus-Sage vermischt ist. Zu erwähnen ist dabei etwa eine Kreuzwegstation, die Jesus zusammen mit der nur leicht bekleideten und sehr aufreizenden Fee Morgana zeigt. Das Tal ohne Wiederkehr mit seinem Feenspiegel, einem grünäugigen Gewässer kann man nur zu Fuss in etwa zwei Stunden erreichen. Die nächste Station ist das Schloss von Comper, das über jenem See wacht, von dem man sagt, er sei der Zugang zu Anderswelt. Legenden behaupten, es sei kein richtiger See, sondern blosse Illusion. Merlin habe ihn heraufbeschworen, um das auf dem Grund stehende Kristallschloss für seine Geliebte Morgana vor neugierigen Blicken zu schützen. Im Wald trifft man häufig auf grössere Besuchergruppen, die gespannt einem Guide und seinen Legenden lauschen. Will man die Quelle des Sees entdecken, braucht man dazu einen halbstündigen Fussmarsch. Die Quelle ist nur ein ganz kleiner Bach und doch sieht man hier unzählige Besucher, die ihre Hände ins klare, kalte Wasser halten. Um die Quelle gibt es zahlreiche Legenden; die älteste stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Hüterin der Quelle, die Fee Morgana und der Zauberer Merlin sollen sich hier verliebt haben. Später liess ihn die Fee in ewigen Schlaf fallen. Merlins Grab besteht aus den eher armseligen Resten einiger zerschlagener Megalithen. Dies sind jene Dolmen oder auch Hinkelsteine, die man überall in der Bretagne finden kann. Unweit der Quelle gibt es den Jungbrunnen, die Fontaine de Jouvence zu entdecken. Mehrere Besucher stehen zögernd ums Steinbecken. Es ist zwar heiss, aber das Wasser sieht etwas abgestanden aus. Ein weisser Hund wagt es, springt in den Brunnen und planscht übermütig. Auch nach dem Bad ist kein Welpe aus ihm geworden. Die Besitzerin meint, er sei halt auch noch sehr jung. Es darf also durchaus weiter geglaubt werden. Ja, der Zauberwald „Brocéliande“ lebt von der Vorstellungskraft seiner Besucher und zieht so Unzählige in seinen Bann.


22.04.2019 - Patricia Jungo

PSG vorzeitig französischer Meister

Lille schaffte es in Toulouse nicht über ein 0:0 hinauszukommen; nun kann Paris Saint-Germain schon vor dem Heimspiel gegen Monaco feiern. So steht Paris Saint-Germain bereits vor dem eigenen Einsatz im Heimspiel der 33. Runde gegen Monaco als Meister von Frankreich fest. Für Lille ist es nach dem 0:0 in Toulouse nicht mehr möglich, den Leader einzuholen. PSG kann den achten Titel insgesamt feiern und den sechsten in den letzten sieben Saisons. Der Deutsche Thomas Tuchel feiert den ersten Meistertitel als Trainer. Vor ihm gewannen Gérard Houllier (1986), Artur Jorge (1994), Carlo Ancelotti (2013), Laurent Blanc (2014, 2015, 2016) und Unai Emery (20189 ebenfalls mit Paris Saint-Germain den Meistertitel.


22.04.2019 - Patricia Jungo

Gewitterblitze und ihre Geheimnis

Erstmals haben Forscher bis zu einen Meter genau in das Innere von Gewitterwolken geschaut und sind dabei auf bis anhin unbekannte und überraschende Strukturen gestossen. Das internationale Team mit deutscher Begleitung hat als Messinstrument ein grosses Radioteleskop aus vielen zusammengeschalteten Antennen benutzt und berichtet nun, die entdeckten Strukturen seien ein Grund dafür, warum Gewitterwolken mehrfach hintereinander blitzten. Bei den Blitzen handelt es sich nach Angaben der Forscher um sogenannte Nadeln, welche Ladung speichern und dann daraus die Wolken erneut aufladen würden. Auf diese Weise könnten sich Gewitterwolken innert kurzer Zeit ein zweites Mal entladen. Erstautor Brian Hare von der niederländischen Universität Groningen erklärt, dass es so aus einer Wolke zu wiederholten Blitzeinschlägen auf dem Boden komme und Gewitter demnach nicht nur einen Blitz, sondern zahlreiche spektakuläre, jedoch auch gefährliche Entladungen lieferten. Laut Angaben der Forscher sind die Nadeln zirka 100 Meter lang und haben einen Durchmesser von weniger als fünf Metern. Ko-Autorin Anna Nelles vom Hamburger Forschungszentrum Desy und der Universität Nürnberg-Erlangen präzisiert, dass es noch nie so genaue Messungen eines einzelnen Blitzes gegeben habe. Das vom Team eingesetzte europäische Radioteleskop Lofar (Low Frequency Array) besteht aus mehreren Tausend Antennen, welche verteilt auf verschiedenen Stationen in mehreren Ländern stehen. Für Wellen im Radiofrequenzbereich bilden sie somit ein riesiges virtuelles Teleskop. Im Fachmagazin «Nature» stellen die Forscher ihre Ergebnisse vor. Entgegen der bisherigen Meinung von Experten, nach der man überzeugt war, dass Ladung von Blitzen entlang von Plasmakanälen von einer Wolke zu anderen fliesst, ist nach Angaben der Forscher nun aber erwiesen, dass Restladung in den entdeckten nadelförmigen Strukturen der Blitze gespeichert und quasi in die Wolke zurückgepumpt wird. Laut Ko-Autorin Nelles könnte diese Erkenntnis auf lange Sicht sogar Menschenleben retten. Blitze seien bis heute nicht vollständig verstanden. Einschläge voraussagen zu können, würde die beste Art sein, Menschen zu schützen. Dafür brauche es zunächst ein gutes Verständnis, zu dem ihre Messung beitragen würde. Laden innere Turbulenzen verschiedene Teile grosser Cumulonimbus-Wolken gegeneinander elektrisch auf, entstehen Blitze. Wird der Spannungsunterschied zwischen negativen und positiven Wolkenteilen zu gross, entlädt sich die Wolke plötzlich. Auf der Erde wird diese Entladung als Blitz wahrgenommen. Das Radioteleskop Lofar wird in erster Linie für astronomische Beobachtungen eingesetzt. Nun hatten die Forscher dieses erstmals für die Messung von Blitzen verwendet. Dies gewährte ihnen die Sicht ins Innere der Gewitterwolken, die Messung der Blitze und deren dreidimensionale Darstellung mittels bildgebenden Verfahren.


22.04.2019 - DMZ - Technik

Dyson Neuheit - Dyson V11

Technologische Innovationen kommen umso besser an, wenn Sie helfen, alltägliche Probleme zu lösen. 2019 präsentiert der britische Staubsauberspezialist Dyson eine neue Technologie, die für noch mehr Wohlbefinden Zuhause sorgen sollen: Den neuen kabellosen Staubsauger Dyson V11, der seine Saugkraft den Bodenverhältnissen anpasst.

 

Kabelloser Staubsauger Dyson V11

Dieser passt seine Saugkraft automatisch an den Bodenbelag an. Wie ist das möglich? Eine dynamische Sensorik, der sogenannte Dynamic Load Sensor (DLS), in der Torque-Drive-Bodendüse prüft bis zu 360 Mal pro Sekunde den Widerstand der Elektrodüse zum Boden und kommuniziert automatisch mit dem Mikroprozessor des Motors und des Akkus, um die Saugleistung an Teppiche und Hartböden entsprechend anzupassen. So wird eine Balance zwischen benötigter Saugkraft, um sowohl Teppiche gründlich reinigen zu können, und der Laufzeit hergestellt. Um diese auf Hartböden möglichst zu verlängern, wird der Akku geschont.

 

Der Bildschirm zeigt die aktuelle Leistung, den Modus und die verbleibende Laufzeit an, wodurch der Benutzer stets Übersicht über seinen Reinigungsvorgang hat. Der Bildschirm erinnert außerdem an das Reinigen der Filter, damit eine optimale Leistung aufrecht erhalten werden kann. Durch Sensormagneten im Filter wird angezeigt, sollte der Filter nicht korrekt eingesetzt worden sein.

 

Dank des leistungsfähigsten Akkus von Dyson bietet der Dyson V11 bis zu 60 Minuten Leistung ohne Saugkraftverlust. Akku und dynamischer Sensor des Dyson V11 kommunizieren miteinander, um die verbleibende Laufzeit zu berechnen. Das System verwendet einen einzigartigen Algorithmus, der im Laufe der Zeit lernt, wie das Gerät arbeitet, um die Restlaufzeit anzugeben. Bei der angezeigten Zeit werden der Reinigungsmodus, die verwendete Düse und die Bodenart berücksichtigt. Durch einen neuen Dreifachdiffusor ist das Geräusch weiter reduziert und die Akustik verbessert.


21.04.2019 - DMZ - Gesundheit

Kinder sind ihre Leidenschaft

Am Paul Scherrer Institut PSI baute Beate Timmermann ein Programm zur Protonentherapie von krebskranken Kindern auf und zog zugleich ihren Sohn gross. Heute leitet sie die Klinik für Partikeltherapie am Westdeutschen Protonentherapiezentrum (WPE) in Essen und gilt als eine der versiertesten Experten auf dem Gebiet.

 

Die grosse Karriere hatte Beate Timmermann nie geplant. In ihrer Jugend sah sich Timmermann noch als Kinderärztin mit eigener Praxis. Heute ist die 51-Jährige Professorin, Klinikleiterin und führende Spezialistin auf dem Gebiet der Protonentherapie bei pädiatrischen Tumoren. Ihr Vorbild war der Hausarzt ihrer Familie in Hamburg, wo Timmermann aufwuchs. "Das war ein Arzt alter Schule", erzählt Timmermann, "der noch auf Hausbesuch kam und dem man das Herz ausschütten konnte." Noch als Medizinstudentin beriet sich Beate Timmermann mit ihrem Hausarzt, wenn schwierige Uniprüfungen anstanden.

 

Die Prüfungen bestand sie. Doch dann machte ihr die "Ärzteschwemme" einen Strich durch ihren Lebensplan. In den 90er-Jahren schlossen in Deutschland so viele Mediziner ihr Studium ab, dass die Jobs knapp wurden. "Man schrieb Dutzende Bewerbungen", sagt Timmermann, "da durfte man nicht wählerisch sein." Schliesslich erhielt die junge Ärztin eine Stelle an der Universitätsklinik in Tübingen – als Radiotherapeutin. "Ich hatte keine Ahnung davon." Timmermann lacht, als sie dies erzählt. Der Trost: In Tübingen konzentrierte man sich auf die Behandlung von Tumoren bei Kindern. Statt in einer Landarztpraxis fand sich Timmermann im hektischen Alltag einer Universitätsklinik wieder. "Wissenschaft konnte ich eigentlich nur nachts betreiben", erinnert sie sich. "Tagsüber konnte ich dafür aber tiefe Einblicke in ein sehr breites und herausforderndes Spektrum der modernen Strahlentherapie gewinnen." Nach beendeter Facharztprüfung und Dissertation über Radiotherapie von Kindern las Timmermann in einem Artikel über eine neuartige Behandlungsmethode: Radiotherapie mit Protonen. In der konventionellen Behandlung mit Photonen entfacht der Radiostrahl beim Auftreffen auf den Körper die grösste Wirkung – obwohl der Tumor oft tiefer liegt. Der Protonenstrahl entfaltet seine grösste Wirkung erst bei einer definierten Eindringtiefe – dem Tumor. Die Kollateralschäden am gesunden Gewebe sind so viel geringer.

 

Protonentherapie auch für Kinder

Im Frühling 2002 suchte die damalige Abteilung für Strahlenmedizin ASM des Paul Scherrer Instituts (heute: Zentrum für Protonentherapie ZPT) per Inserat im Deutschen Ärzteblatt nach einer ärztlichen Unterstützung. Die ASM gehörte zu den Pionierinstituten der Protonentherapie: Seit 1984 behandelte sie Augentumore, seit 1996 stand mit der Gantry 1 das erste mit Spot-Scanning-Technik (auch Pencil- Beam-Scanning genannt) ausgerüstete Therapiegerät zur Bekämpfung von tief liegenden Tumoren im Einsatz. Diese Technik ermöglicht eine punktgenaue Bestrahlung und eignet sich daher besonders für die Behandlung von Tumoren an kritischen Stellen wie beispielsweise im Gehirn. Timmermann bewarb sich – und hatte auch schon einen Plan, als sie sich bei der damaligen Abteilungsleiterin Gudrun Goitein vorstellte: Sie wollte die Protonentherapie für Kinder etablieren. "Gerade bei kleinen Kindern sind viele Ärzte vorsichtig, weil eine Radiotherapie bleibende Schäden hinterlassen kann", sagt Timmermann. "Deshalb sah ich gerade hier viel Potenzial für die Protonentherapie." Mit ihrer Idee rannte sie am PSI offene Türen ein. Sie bekam die Stelle. Der Wechsel in die Grundlagenforschung war ein Kulturschock – ein positiver. Die Gantry 1 stand zu jener Zeit regelmässig mehrere Monate wegen Wartungs- und Entwicklungsarbeiten am grossen Protonenbeschleuniger des PSI still. Der grosse Protonenbeschleuniger erzeugt den für die Behandlung benötigten Protonenstrahl. Die stressgewohnte Ärztin konnte also plötzlich wertvolle Zeit für die Wissenschaft nutzen. Sie begann eine Habilitation an der Uni Münster und nahm Kontakt zur Onkologie des Zürcher Unispitals sowie zur Anästhesie des Kinderspitals Zürich auf, welche in die Behandlung der Kinder einbezogen werden sollten. Einzelne Kolleginnen und Kollegen seien anfangs skeptisch gewesen, ob dieses schwierige Vorhaben gelingen kann, erzählt Timmermann. Es gelang ihr jedoch, die Kritiker zu überzeugen.


Bild: DPA/PA Wire/Simon Dawson
Bild: DPA/PA Wire/Simon Dawson

21.04.2019 - David Aebischer

Queen Elisabeth II. wird 93 Jahre alt - Eine beeindruckende Lady

Sie war bereits gut ein Jahr Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs und des Commonwealth, als Elisabeth II. in Westminster Abbey am 2. Juni 1953 feierlich gekrönt wurde. Während der Zeremonie musste ihr der Bischof von Canterbury ein kleinen Stoss geben - damit sie in der schweren Robe überhaupt loslaufen konnte. Solche Anektoden und die Tatsache, dass die Queen eine richtige Hundenärrin ist, macht diese mächtige Frau mehr als nur sympatisch. Die Queen liebt seit Kindertagen walisische Hütehunde, die sogenannten Corgis von welchen mehr als 30 der kurzbeinigen Hunde in den vergangenen Jahrzehnten bei ihr lebten. Sogar eine neue Rasse führte die Monarchin ein. Der Grund hierfür war allerdings ein Malheur: Einer ihrer Corgis liess sich mit Prinzessin Margarets Dackel "Pipkin" ein. Heraus kam der "Dorgi". Derzeit hält die Queen drei Hunde: Monty, Willow und Holly.

Ausser im Vereinigten Königreich ist Königin Elisabeth II. das Staatsoberhaupt vieler Commonwealth Realms wie Antigua und Barbuda, Australien, die Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, die Salomonen und Tuvalu. Von 1956 bis 1992 variierte die Zahl der Commonwealth Realms, da verschiedene britische Kolonien die Unabhängigkeit erlangten und mehrere Staaten sich zu Republiken erklärten. Was nicht allen Realms gut getan hat. Nur im Vereinigten Königreich übt die Königin ihre fast ausschliesslich repräsentativen Rechte und Pflichten persönlich aus. In den übrigen Commonwealth Realms wird sie durch Generalgouverneure vertreten. Aufgrund jahrhundertealten Gewohnheitsrechts agiert sie de facto als konstitutionelle, parlamentarische Monarchin.

Ihr Mann, Prinz Philip treibt gern Schabernack, zur ungebrochenen Freude seiner Frau. Ob er ihr zum Frühstück ein künstliches Gebiss auf den Teller legt oder quietschende Plastiksemmeln, Elisabeth II. amüsiert sich angeblich noch immer so königlich wie am ersten Tag. Bisweilen wird der 90-Jährige dabei sogar romantisch: Als er seine Gattin wegen offizieller Verpflichtungen einmal vier Monate nicht sah, trug er zum Wiedersehen eine Bauchbinde mit Herzen.

 

Queen Elizabeth II. ist eine der diszipliniertesten Frauen der Welt: Sie erfreut ihre Untertanen seit mehr als 60 Jahren mit harter royaler Arbeit und einem skandalfreien Leben - was man vom Rest ihrer Familie nicht behaupten kann. Klein ist sie zwar etwas geworden und etwas vorsichtiger beim Gehen. Aber immer noch nimmt die Queen offizielle Termine wahr, kleidet sich in auffälligen Farben und wird sogar beim Reiten beobachtet, nicht mit einer schützenden Reitkappe, sondern mit einem Kopftuch sitzt sie hoch zu Ross. Auch Neuerungen gegenüber ist die Monarchin aufgeschlossen. Dabei wird die britische Königin Elizabeth II. am heutigen Ostersonntag schon 93 Jahre alt. Eine wundervolle Dame, der das vereinigte Köigreich sehr viel zu verdanken hat.


21.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Selzach SO: Brand auf dem Aareinseli – Zeugenaufruf

Unbekannte haben am Samstagabend auf dem Aareinseli ein Feuer entfacht. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.

 

Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

 

Am Samstag, 20. April 2019, kurz vor 21.30 Uhr, ging bei der Alarmzentrale die Meldung ein, dass es auf dem Aareinseli in Selzach brennt. Umgehend rückten die Polizei und die Feuerwehr Selzach vor Ort aus. Das Feuer hatte sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf ca. 30 m2 ausgebreitet. Nach ersten Erkenntnissen dürften Unbekannte am südlichen Ufer eine Feuerstelle erstellt haben, von welcher aus sich das Feuer im trockenen Schilf ausbreiten konnte. Zur Klärung der Brandursache haben Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn die Untersuchungen aufgenommen.

 

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu den unbekannten Verursachern machen können, oder verdächtige Feststellungen im Bereich des Naturschutzgebietes gemacht haben. Hin-weise nimmt die Kantonspolizei Solothurn in Grenchen entgegen, Telefon 032 654 39 69.

 

Quelle: Kapo SO

Bilderquelle: Kapo SO


21.04.2019 - DMZ - Politik

Bei mehreren Explosionen in Sri Lanka sind mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 200 Menschen verletzt worden

Die Explosionen ereigneten sich unter anderem in drei Kirchen in der Umgebung Colombos und zwei Luxushotels in der srilankischen Hauptstadt, wie die Polizei mitteilte.

 

Bei Explosionen in Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka sterben 100 Menschen – mindestens 200 weitere werden verletzt, darunter auch Ausländer.  Betroffen sind ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes sowie zwei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Rettungsmassnahmen laufen.

 

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreformen, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern. Er rief dazu auf, Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Medienberichten zufolge trafen die Explosionen unter anderem Ostergottesdienste.


21.04.2019 - Daniel Peter

Bericht zu den Auswirkungen der Sozialhilfegesetzänderung im Kanton Zürich

Bereits zum zweiten mal veröffentlicht map-F einen Bericht zu den Auswirkungen der Sozialhilfegesetzänderung im Kanton Zürich per März 2018. Map-F ist ein unabhängiger Verein, der vollumfänglich durch Mitgliederbeiträge sowie Spenden finanziert wird. Nebst der Geschäftsleitung engagiert sich der Vereinsvorstand auf freiwilliger Basis. Als Kooperationspartner mit je einer Vertretung im Vereinsvorstand sind die drei Organisationen Freiplatzaktion Zürich, das Solidaritätsnetz (Solinetz) Zürich und die SP Stadt Zürich.

 

Der Fokus des Berichts von map-F liegt auf den Auswirkungen des Sozialhilfestopps vom 1. März 2018 auf vorläufig aufgenommene Kinder und Jugendliche. "Kinder und Jugendliche stellen einen besonders verletzlichen Teil der Bevölkerung dar, deren spezifischer Schutz und Entwicklungsförderung in der Bundesverfassung verankert ist (Art. 11 BV). Die 1997 von der Schweiz ratifizierte UN-Kinderrechtskonvention unterstreicht, dass alle Kinder zudem von Diskriminierung zu schützen sind und für alle unabhängig vom Aufenthaltsstatus die Kinderrechte Anwendung finden." steht in der Einleitung. Es wird darauf hingewiesen, dass der ausbezahlte Grundbedarf in zahlreichen Gemeinden so tief ist, dass es für die Befriedigung der Grundbedürfnisse kaum mehr reicht, in einigen Gemeinden mussten Betroffene von Wohnungen in Kollektivunterkünfte umziehen, gestrichene Beiträge für Integrationsprogramme in etlichen Gemeinden erschweren den Zugang zu Deutschkursen oder beruflichen Integrationsprogrammen. Die soziale und berufliche Integration der Betroffenen sei erschwert.

 

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat am 24. September 2017 an der Urne entschieden, dass vorläufig Aufgenommene von der Sozialhilfe ausgeschlossen werden und die massiv tiefere Asylfürsorge erhalten. Der Entscheid wurde per 1. März 2018 umgesetzt. Im Bericht wird festgehalten, dass mit dem Ausschluss aus der Sozialhilfe von vorläufig aufgenommenen Personen es sich nicht nur um eine Kürzung von Unterstützungsleistungen, sondern um einen Systemwechsel handle. Eine Personengruppe, die mehrheitlich für immer in der Schweiz bleibe, werde neu nach einem System unterstützt, das bisher nur als Übergangslösung zum Einsatz kam: sie war für die Unterstützung von Asylsuchenden für die Dauer ihres Asylprozesses gedacht.

 

Laut SEM sind über 60% der anerkannten Flüchtlinge und der vorläufig aufgenommenen Personen unter 26 Jahre alt. Mit Verweis auf Dr. jur. Pascal Coullery wird auch die Frage aufgeworfen, ob die Kürzung der Unterstützung für eine Personengruppe nicht gegen das Diskriminierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV) verstösst.

 

Der Bericht hält fest, dass die Asylfürsorge ungenügend definiert ist - auf Kosten des Wohls aller Betroffenen und inbesondere jenem von Kindern.

 

Im Verlauf der Abstimmung wurde darauf hingewiesen, dass die massiven Kürzungen mit dem Wechsel von der Sozialhilfe zu der Asylfürsorge, einen Anreiz schaffe den Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Das Gegenteil scheint nun der Fall zu sein. Der Wechsel von Wohnungen in Kollektivunterkünfte führt zu einer schlechteren sozialen Integration und zu einem erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt.

 

"Jugendliche berichten gegenüber map-F, dass Lehrbetriebe, bei denen sie sich bewerben, sie aufgrund ihres Status ablehnen". Eine Erfahrung welche ich leider auch in meiner Tätigkeit oft feststelle. Der Ausweis F und die vorläufige Aufnahme verunsichert potentielle Arbeitgebende.

 

Der Bericht zieht folgende Schlussfolgerungen: (Auszug)

Dieser Bericht zeigt auf, dass die Asylfürsorge für Kinder und Jugendliche Rahmenbedingungen schafft, welche das Kindeswohl und die Kinderrechte gefährden sowie ihre persönliche Entwicklung beeinträchtigen.

 

Wir konnten in diesem Bericht aufzeigen, dass bereits die SoKo-Empfehlungen für die Höhe der Asylfürsorge eine gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige wirtschaftliche Unabhängigkeit vorläufig Aufgenommener verunmöglicht. Dass auf Grund der Gemeindekompetenzen bei Asylfürsorge diese Empfehlungen in zahlreichen Gemeinden weiter unterschritten werden, sichert Betroffenen grad noch ihr Überleben, von Integrationsmöglichkeiten kann jedoch nicht die Rede sein.

 

Dies wiederspricht dem gesetzlichen Integrationsauftrag sowie den Zielen der Integrationsagenda des Bundes, welche die Kantone beauftragt in die berufliche und soziale Integration auch von vorläufig Aufgenommenen, insbesondere vor und nach der obligatorischen Schulzeit zu investieren.

 

Die geschilderten Fälle aus der Beratungspraxis von map-F zeigen die unmittelbaren Folgen der Asylfürsorge auf Kinder und Jugendliche auf:

  • psychische Belastung durch den unsicheren Status, einengende Wohnverhältnisse und finanzielle Sorgen
  • Belastung des Familiensystems
  • Beeinträchtigung der physischen Gesundheit durch mangelnde Ernährung und fehlende Bewegungsmöglichkeiten
  • Sozialer Ausschluss durch die finanziellen Hürden beim Zugang zu Freizeitangeboten und unerschwinglichen Transportkosten
  • Erschwerte Umstände, um sich auf die Schule zu konzentrieren
  • Hürden beim Berufseinstieg durch erschwerten Zugang zu post-obligatorischer Bildung und Berufsintegrationsprogrammen sowie erschwerende Voraussetzungen beim Wohnen und der finanziellen Situation.
  • Ungleichbehandlung von MNA aufgrund ihres Status innerhalb derselben Institution und allgemeiner Leistungsabbau in der Betreuung und Versorgung dieser Jugendlichen

 

Ich habe mir erlaubt hier einige mir wichtig erscheinenden Aussagen des Berichts wiederzugeben.
Der gesamte Bericht.

 

Am 19. Mai 2019 stimmt die Berner Stimmbevölkerung über das revidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern ab. Bei einem JA würde der Grundbedarf insgesamt um 8 Prozent gekürzt, für einzelne Personengruppen bis zu 30 Prozent. Sanktion statt Motivation!

 

Am 20 Oktober 2019 wählt die Schweizer Bevölkerung ein neues Parlament. Auch da hat es die Bevölkerung in der Hand, in welche Richtung es in Sachen Sozialabbau gehen soll.


21.04.2019 - Patricia Jungo

Sonderausstellungen im Marionettentheater in Freiburg

Im Marionettentheater in Freiburg sind zurzeit Figuren des Lyoner Puppentheaters und der Puppenbühne Roca aus Zürich zu sehen. Dabei wird ersichtlich, dass Marionetten nicht immer bloss einfaches Puppentheater für Kinder waren. Bewundern kann man Figuren aus dem traditionellen Puppenspiel aus Lyon rund um die Figur des Guignol, der französischen Variante des Kasperli. Dieses Puppenspiel hat seine Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert und geht auf den Seidenweber Laurent Mourget (1796-1844) zurück. Er verlor in der Revolutionszeit seine Arbeit und versuchte sich und seine junge Familie mit diversen Gelegenheitsjobs durchzubringen. So zog er auch als Zähneausreisser durch die Strassen und versuchte mit Hilfe von Marionetten Patienten anzulocken. Dafür erfand er eine eigene Figur, den Guignol und wurde damit so erfolgreich, dass er bald mit dem Zähneziehen aufhören konnte und stattdessen regelmässig vor Publikum auftrat. Dieses Marionettentheater war im ganzen 19. Jahrhundert für Erwachsene bestimmt. So wurde der Guignol zur Stimme der Arbeiterschaft und klagte soziale und politische Missstände an. Oft waren bei den Vorführungen Polizisten anwesend, da die Obrigkeit die Stücke kontrollieren und zensurieren wollte. Dies weiss Nicole Lehner-Gigon; die die Ausstellung realisiert hat; zu berichten. Weiter führt sie aus, dass erst im 20. Jahrhundert aus dem Guignol die Figur für Kinder geworden sei, wie man sie heute kenne. Die Ausstellung im Museum zeigt diese Entwicklung anhand von Figuren des Theaters Daniel Streble, das bis heute aktiv ist. Darunter findet man Szenen aus klassischen Kinderstücken wie „Rotkäppchen“, „Dornröschen“ und auch solche aus satirischen oder parodischen Stücken für Erwachsene. Die 80 bis 120 Jahre alten Figuren wurden fast alle von Daniels Strebles Grossvater hergestellt und sind Leihgaben. Die Figuren aus Lindenholz tragen die ehemals von Laurent Mourget geschaffenen typischen Züge der Lyoner Marionetten. Seine Nachkommen führten die Tradition bis zum Jahre 2012 fort. Dann starb der letzte Puppenspieler der Familie; Jean Brunel, genannt Jean-Guy Mourget.

 

Das Marionettenmuseum zeigt parallel zu den Lyoner Figuren bis Ende September eine von der Roca-Puppenbühne Zürich erhaltene Schenkung. Dabei handelt es sich um ein Ensemble von Figuren und Bühnenbildern zum Stück „Peter und der Wolf“ nach dem gleichnamigen Musikmärchen von Sergei Prokofjew. Diese Marionetten waren noch vor wenigen Jahren auf der Bühne zu sehen. Da sich die 1998 gegründete Roca-Puppenbühne nun dem Schattentheater zugewandt hat, wurden Abnehmer für die Puppen gesucht. Dass das Marionettenmuesum in Freiburg die Schenkung erhalten hat, ist für Nicole Lehner-Gigon ein Zeichen dafür, dass das Museum bei den Schweizer Puppenspielern anerkannt ist.


21.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Bellmund BE: Mann mit E-Skateboard schwer verunfallt

In Bellmund ist in der Nacht auf Samstag ein Mann, der auf einem E-Skateboard unterwegs war, schwer verunfallt. Er wurde in kritischem Zustand ins Spital transportiert.

 

Die Strasse war längere Zeit gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

 

Die Meldung zu einem Unfall in Bellmund erreichte die Kantonspolizei Bern am Karfreitag, 19. April 2019, um 2145 Uhr. Gemäss aktuellen Erkenntnissen fuhr ein Mann auf einem E-Skateboard von Port herkommend in Richtung Dorfzentrum Bellmund, als er im Bereich der Verzweigung Hauptstrasse und Lohngasse in Bellmund zu Fall kam.

 

Der Mann wurde beim Unfall schwer verletzt. Er wurde vor Ort bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durch Passanten betreut und schliesslich mit einem Rettungshelikopter in kritischem Zustand ins Spital geflogen. Der betreffende Strassenabschnitt musste für rund zwei Stunden gesperrt werden. Eine Verkehrsumleitung wurde erstellt.

 

Im Einsatz standen neben mehreren Patrouillen der Kantonspolizei Bern eine Crew der Rega, ein Ambulanzteam sowie die Feuerwehr Bellmund-Port. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfall aufgenommen.

 

Quelle: Kapo BE


21.04.2019 - Patricia Jungo

Erlass von Strafzahlungen gegen kostenlosen Sex

Erlass von Strafzahlungen gegen kostenlosen Sex: Mit dieser widerlichen Masche sollen mehr als 20 Genfer Polizisten den Arbeiterinnen im Rotlichtviertel Bussen erlassen haben. Der schmutzige Deal bestand darin kostenfrei sexuelle Dienste zu verrichten und dafür Bussen nicht bezahlen zu müssen. Die Beamten waren anscheinend im Genfer Pâquis-Quartier wohl bekannt. Laut Aussage einer Bordellbetreibern gegenüber der SRF-Sendung „Schweiz aktuell“ war der Preis klar, wenn Polizisten mit einer Strafe gedroht hätten: Eine Stunde mit einem Beamten im Bett sein. Entsprechende Überwachungsvideos und anderes belastendes Material auf Smartphones bestätigen die Vorwürfe. Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen mutmasslicher Korruption. Trotz des Fehlverhaltens sollen einige der Polizisten immer noch im Rotlichtviertel im Einsatz sein, was doch mehr als verwunderlich scheint. Nun fordert der Genfer SP-Grosssrat Diego Esteban eine gründliche Aufklärung. Wie er gegenüber der SRF-Sendung sagte, ist es unvorstellbar, dass jemand einen Gesetzesverstoss begeht und dann dem Polizisten damit droht, dass er diese Fotos an die Öffentlichkeit bringt, wenn er ihn nicht springen lässt. Für ihn ist dies klar eine Gefahr für die Sicherheit des Kantons.


21.04.2019 - Patricia Jungo

Olympiasieger Kiprop für 4 Jahre gesperrt

Wegen nachgewiesenem Gebrauch von EPA wurde der kenianische Mittelstreckenläufer und Olympiasieger von 2008 über 1500 m, Asbel Kiprop, für 4 Jahre gesperrt. Dies wurde Ende 2017 in einer Kontrolle nachgewiesen. Der 28jährige ist der 138. Kenianer, der seit 2004 des Dopings überführt wurde. Die Laufzeit seiner Sperre begann rückwirkend am 3. Februar 2018. Ihm bleibt zur weiteren Verteidigung nun noch der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof TAS mit Sitz in Lausanne.


21.04.2019 - Patricia Jungo

Fall der Tamil Tigers kommt vor Bundesgericht

Die Frage, ob es sich bei den Tamil Tigers um eine kriminelle Organisation handelt oder nicht, muss jetzt das Bundesgericht beantworten. Gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts vom vergangenen Juni hat die Bundesanwaltschaft eine Beschwerde eingereicht. Eine entsprechende Meldung der Zeitungen von CH Media wurde von einem Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigt, ohne aber Angaben zur Begründung des Weiterzuges zu machen. Der Fall wurde im Juni 2018 in erster Instanz vom Bundesstrafgericht beurteilt. Das Gericht in Bellinzona kam zum Schluss, dass die Tamil Tigers nicht als kriminelle Organisation einzustufen seien und sprach die Angeklagten in diesem Punkt auch frei. Nachdem die Bundesanwaltschaft während neun Jahren dauernde Untersuchungen gemacht hatte, war sie zum Schluss gekommen, dass die Beschuldigten an einer kriminellen Organisation teilgenommen und diese auch unterstützt hätten. Das Bundesstrafgericht verurteilte dennoch fünf der Beschuldigten zu bedingten Freiheitsstrafen; dies wegen gewerbsmässigen Betruges und Urkundenfälschung. Auch der Zürcher Anwalt, Marcel Bosonnet und Verteidiger des verurteilten Leiters des World Tamil Coordinating Commitee (WTCC) will laut Zeitungsbericht den Fall bis nach Lausanne weiterziehen und in den Nebenpunkten des Urteils einen Freispruch erreichen.


21.04.2019 - Patricia Jungo

Die SBB-Taskforce für mehr Pünktlichkeit

Die Schweiz ist ein Pendel-Land und dementsprechend gibt es für verspätete Züge eher wenig Verständnis. Nun versucht die SBB mit Experten gegen Verspätungen vorzugehen. Mit einem Pünktlichkeitswert von 90.1 Prozent wird die SBB wohl von einigen anderen europäischen Eisenbahngesellschaften beneidet. Da dieser Wert jedoch auch schon höher war und nun sogar zu sinken droht, reagiert die SBB. So soll eine neue SBB-Expertengruppe bis in sechs Wochen Gegenmassnahmen ausarbeiten. Die SBB bestätigt gegenüber den Medien die Einführung dieser Taskforce und sagt weiter, dass sich ein Team aus erfahrenen SBB-Kadern eingehend dem Thema Pünktlichkeit widme. Mediensprecher Raphael Hirt erklärt, dass es dabei aber nicht nur um eine Verbesserung der Pünktlichkeit allgemein gehe, sondern dass die Expertengruppe herausfinden solle, wie über die Pünktlichkeit besser informiert werden könne. Bereits heute kann man sich auf der SBB-App als Bahnfahrer über die Verspätung der Züge informieren. Ziel ist es nun, noch schneller anzugeben, wie lange die Wartezeit der Reisenden auf dem Bahnsteig betragen wird. Die Taskforce fasst dabei Verspätungs-Pushmeldungen ins Auge, die bis heute von der SBB noch nicht versendet werden. Weitaus komplizierter ist es aber, Patentrezepte gegen die eigentlichen Verspätungen zu finden. Dieser Aufgabe widmen sich Experten aus allen Bereichen der Bahn. SBB-Sprecher Raphael Hirt führt aus, dass nun umfassendes Bahn-Knowhow gefragt sei und die Gruppe demnach aus Mitarbeitern bestehe, die schon länger dabei seien. Dementsprechend gehe man davon aus, dass bald konkrete Handlungsempfehlungen zur weiteren Verbesserung der Pünktlichkeit vorliegen würden. Die Gründe für die Verspätungen sind nicht vorhersehbar und es ergibt sich auch kein Muster. Probleme können bei den Weichen, den Türen oder den Fahrleitungen auftreten. Die SBB will sich mit der neuen Expertengruppe und den entsprechenden Abklärungen auch für die Zukunft rüsten. Es ist auch vorauszusehen, dass die Belastung des Bahnnetzes, welches ohnehin schon überaus dicht ist, sowie die Bau-und Unterhaltsarbeiten weiter zunehmen werden. Den aktuellen, hohen Wert zu halten, gestaltet sich als anspruchsvoll. Um den Wert zu bessern, braucht es laut SBB-Sprecher Hirt, klar einen Effort.


20.04.2019 - Raymond Bloch

Der Kanton Bern stimmt im Mai über eine Kürzung der Sozialhilfe ab!

Welchen Weg wir der Kanton Bern einschlagen? Wird die Sozialhilfe, also der Grundbetrag, tatsächlich gekürzt werden, droht ein unaushaltbares Dilemma ohne Menschenwürde für die betroffenen Menschen!

Die Folgen daraus wären Ausgrenzung, Scham, Verzweiflung, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Krankheit und Depressionen!

Wird das für die Behörden und Steuerzahler wirklich billiger werden, wenn man die Folgekosten einrechnet?

Wie lässt sich erklären, dass sowas in der "reichen" Schweiz überhaupt möglich ist?

Warum halten sich die Politiker, welche sowas fördern oder fordern, sich nicht an die Bundesverfassung?

In dieser wird betont, dass jeder Mensch in der Schweiz das Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben hat!

Ist das mit solchen Forderungen überhaupt noch real?

Wenn sich die Geschichte wiederholt sind wir, wie es vor ca. 200 Jahren schon einmal gewesen ist, am Punkt die Armen mit einem lächerlichen "Sackgeld" zu überreden, auszuwandern!

Man redet immer vom Fortschritt und macht nichts anderes als traurige Rückschritte! Langsam scheint sich die hochgepriesene Demokratie in eine Oligarchie oder noch Schlimmeres zu verwandeln!

Bitte denkt darüber gut nach, bevor ihr solchen Forderungen zustimmt und denkt daran, dass es jeden treffen könnte, auch Euch selbst.


20.04.2019 - David Aebischer

Die Sozialhilfe – die volksfinanzierte „Schuldengenerierungsinstitution“

Die meisten von Armut betroffene Menschen sind zugleich hoch verschuldet, so dass der Weg zurück in ein Leben ohne Schulden nur noch in den wenigsten Fällen zu bewältigen ist. Eine vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Studie soll nun dieser Problematik auf den Grund gehen. Leider auch wieder mit dem falschen Ansatz gezielte Angebote zu schaffen.

 

Mit der Miete im Verzug, die Krankenkassenprämie oder die Steuern noch nicht bezahlt und dazu kommen Schulden bei der Bank. Ein übliches Bild bei allen Sozialhilfebezügerinnen und – bezügern. Eine Realität, die für nicht bedürftige Menschen nicht nachzuvollziehen, noch zu verstehen ist, da sie selber (noch) nicht in einer solchen Situation stecken. Eine Situation, die sich so schnell nicht ändern lässt, kennt doch die Schweiz immer noch kein Restschuldbefreiungsverfahren. Erschwerend kommt hinzu, dass Schulden nicht nur finanziell einschränken, sondern vor allem auch psychisch belasten. Dieser zusätzliche Stress führt dazu, dass es Ihnen noch schwerer fällt, sich von der Sozialhilfe zu lösen. Die bereits spärliche Hilfe der Sozialen Dienste im finanziellen Bereich reichen nie aus und werden meist noch gekürzt. Ein Auskommen ist schlicht nicht möglich, ohne dass man sich zusätzlich verschulden muss.

 

Die Hochschule für Soziale Arbeit beschäftige sich schon seit über zehn Jahren mit dem Thema „Armut und Verschuldung“, sagt Studienleiter Christoph Mattes auf Anfrage. Kleinere Studien hätten sich bereits mit der Situation von verschuldeten Personen und Haushalten befasst. Dabei habe sich unter anderem gezeigt, dass Schulden Betroffene regelrecht lähmten, sodass es kaum mehr möglich sei, die vielgepriesene Eigenverantwortung wahrzunehmen. Gleichzeitig sei es für die Sozialdienste oftmals schwierig, die passende Hilfe anzubieten oder Perspektiven aufzuzeigen. Die Studie soll nicht zuletzt dazu beitragen, die Hilfe für verschuldete Personen zu verbessern, um deren Ablösung von der Sozialhilfe gezielter gestalten zu können.

 

Die aktuelle Politik ist weder richtig noch förderlich. Die Studie greift somit ein Thema auf, das in der aktuellen Politik oftmals ausgeblendet wird. So pochen Politikerinnen und Politiker aus bürgerlichen Parteien heute vor allem darauf, die Sozialhilfekosten zu kürzen. Ein absoluter Blödsinn sollte man meinen, da die Fakten längst offen liegen. Dies als Anreiz für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfeleistungen, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ein Aberwitz. Christoph Mattes glaubt, dass die Verschuldung bei Sozialhilfebezügerinnen und –bezüger durch eine Reduktion der Sozialhilfegelder zunehmen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Studie nicht zur reinen Studie verkommt, sondern der Politik und den Sozialämtern das Gesicht wäscht und somit Klarheit verschafft.

 

Verschuldung nimmt zu

Im Sommer 2019 wird das BFS die neusten Zahlen zur Verschuldung von Privatpersonen präsentieren. Und es ist davon auszugehen, dass die Verschuldung seit der letzten Erhebung weiter zugenommen hat. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist gemäss Fachleuten auch das Internet. Dies wegen Online-Shops und Online-Spielen, aber auch, weil es für Verschuldete im Netz einfacher ist, an einen Kredit zu kommen. Gerade Menschen, die von Armut betroffen sind, geraten so schnell in einen Teufelskreis, aus dem es kaum einen Ausweg gibt.


20.04.2019 - DMZ - Politik / International

Generalinspekteur der Bundeswehr - Zorn sieht Russland als grosse Bedrohung

Die Friedensbewegung setzt an diesem Samstag ihre traditionellen Ostermärsche in vielen Städten Deutschlands fort. Zu den zentralen Forderungen gehört der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland. Die Nato-Partner und die USA, die den INF-Vertrag Anfang Februar kündigten, werfen Russland vor, das Abkommen seit Jahren mit neuen Mittelstreckenraketen zu verletzen.

 

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, sieht in Russland eine grosse Bedrohung für den Frieden in Europa. «Was Europa angeht, sprechen die Fakten für sich», sagte Zorn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Er verwies unter anderem auf die russische Besetzung der Krim, die Lage in der Ostukraine, den Giftanschlag auf den früheren russischen Doppel-Agenten Sergej Skripal und den Bruch des INF-Abrüstungsabkommens für nukleare Mittelstreckenraketen. «Das hat insgesamt seine ganz eigene Qualität.» Da muss man sich in der Tat echte Sorgen machen, bei solch unqualifizierten Äusserungen.


20.04.2019 - DMZ - Sport (wem)

Nach der Lawinen-Tragödie rund um den österreichischen Extremsportler David Lama meldet sich nun seine Familie zu Wort.

Die österreichischen Kletterer David Lama und Hansjörg Auer sowie der US-Amerikaner Jess Roskelley wurden bei einem Lawinenabgang im Banff-Nationalpark in Kanada bei der Besteigung der Ostwand des Howse Peak von einer Lawine verschüttet.

 

Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung des Tods der drei Alpinisten gibt, so ist die Hoffnung, die Kletterer noch lebend zu finden, verschwindend gering.

 

Am Freitag gingen nun die Eltern des 28-jährigen Ausnahme-Bergsteigers an die Öffentlichkeit. Auf der Facebook-Seite ihres Sohnes veröffentlichten Claudia und Rinzi Lama einen rührenden Brief.

 

"David lebte für die Berge und seine Leidenschaft für das Klettern und Bergsteigen hat uns als Familie geprägt und begleitet. Er folgte stets seinem Weg und lebte seinen Traum. Das nun Geschehene werden wir als Teil davon akzeptieren", schrieben die Eltern in tiefer Trauer.

 

"Wir bedanken uns für die zahlreichen positiven Worte und Gedanken von nah und fern, und bitten um Verständnis, dass es keine weitere Stellungnahme von uns geben wird. Vielmehr bitten wir David mit seiner Lebensfreude, seiner Tatkräftigkeit und mit Blick Richtung seiner geliebten Berge in Erinnerung zu behalten. Die Familien von Hansjörg und Jess schließen wir in unsere Gedanken ein."

 

Die kanadischen Behörden bestätigten am Donnerstag den Lawinenabgang. In den Schneemassen konnten aus der Luft Kletterausrüstungen erkannt werden. Aufgrund der weiterhin hohen Lawinengefahr war noch keine Rettungsaktion möglich.


Symbolbild
Symbolbild

20.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Biel BE: Gegenstand gegen Bus geschleudert – Zeugenaufruf

Am frühen Freitagmorgen ist in Biel ein Linienbus beschädigt worden. Gemäss ersten Erkenntnissen schleuderte eine unbekannte Täterschaft einen Gegenstand gegen den fahrenden Bus.

 

Verletzt wurde niemand. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.

 

Am Karfreitag, 19. April 2019, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in Biel ein Linienbus durch einen Gegenstand getroffen und beschädigt worden sei. Gemäss aktuellen Erkenntnissen war der Bus der Linie 5 um etwa 0545 Uhr beim Bahnhof Biel in Richtung Zentralplatz losgefahren, als kurz darauf im Guisankreisel ein Gegenstand eine Scheibe und eine Türe durchschlug. Verletzt wurde dabei niemand. Der Chauffeur fuhr schliesslich bis zur Haltestelle Mühlebrücke weiter, ehe der beschädigte Bus ins Depot gebracht wurde.

 

Wie erste Abklärungen ergaben, dürfte der Gegenstand durch eine unbekannte Täterschaft mit hoher Wucht entweder vom Hotel Elite oder vom Restaurant Provisorium her gegen den Bus geschleudert worden sein. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich lediglich ein junger Mann im Bus, der im hintersten Bereich sass und später beim Zentralplatz ausstieg.

 

Die Kantonspolizei Bern ermittelt und sucht Zeugen. Insbesondere werden der genannte Buspassagier sowie Personen, die sich zwischen 0530 und 0600 Uhr im Bereich Guisanplatz aufgehalten und verdächtige Beobachtungen gemacht haben, gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer +41 32 324 85 31 entgegen.

 

Quelle: Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland


20.04.2019 - Patricia Jung

Fokussieren zunehmend schwieriger

Es scheint, als könnten sich die Menschen heutzutage immer schlechter auf eine Sache konzentrieren. Eine Studie der Technischen Universität Dänemarks Studie hat herausgefunden, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen immer weiter sinkt.

 

Laut den Autoren werden die negativen Auswirkungen von Sozialen Medien und einer schnelllebigen Nachrichtenwelt auf unsere Aufmerksamkeitsspanne schon seit langem diskutiert. Bis heute existierten dazu jedoch keine empirischen Studien. Die Arbeit, welche im Magazin «Nature Communications» veröffentlicht wurde, zeigt nun, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen tatsächlich stetig sinkt; und dies nicht nur in den Sozialen Medien. Professor Sune Lehmann von der Technischen Universität Dänemarks erklärt hierzu, dass es so aussieht, als wäre unsere Konzentration nur auf eine bestimmte Menge von Dingen möglich und als würden immer mehr Dinge um diese Aufmerksamkeit konkurrieren. Die Schwierigkeit, der schnelllebigen Nachrichtenwelt folgen zu können, ist ein gutes Beispiel dafür. So brachte die Studie beispielsweise die zunehmende Kurzlebigkeit von Trends an den Tag. Im Jahr 2013 blieb z.B. ein Twitter-Hashtag noch 17,5 Stunden in den Top 50, drei Jahre später sank die Dauer auf 11,9 Stunden. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass neue Trends den Nutzern wichtiger erschienen. Diese Erkenntnis kann man durchaus auch auf Nutzung von anderen Medien, etwa Büchern oder Filmen übertragen. Weiter erläutern die Autoren der Studie, dass ständig mehr Inhalte in einer kürzeren Zeit produziert würden und die Aufmerksamkeit der Menschen dementsprechend rasch abnehme. Oft interessiere man sich kürzer für ein Thema interessiere, welches dann direkt von einem neuen abgelöst werde. Es existiere in der Tat ein harter Wettbewerb um Neuigkeiten. Zudem müsse der Mensch auch mehr Informationen verarbeiten, da die Welt heutzutage besser verbunden sei. Dies sei ein Grund, dass wir schneller von einem Thema zu anderen wechselten. Laut Philipp Lorenz-Spreen, Ko-Autor der Studie, gehe es nun, darum herauszufinden, welche Auswirkungen dies auf das Individuum habe.


20.04.2019 - Tony Lax

Wiederlesen:

"Nach uns die Zukunft" - Vor vierzig Jahren erschien Hans A. Pestalozzis leidenschaftlicher Aufruf zur positiven Subversion

Nicht die Sintflut, nein, die Zukunft soll nach uns kommen – und eigentlich nicht erst nach, sondern vielmehr mit und durch uns. So oder ähnlich dachte es sich Hans A. Pestalozzi und versuchte in seinem 1979 publizierten Buch zu einem "positiven NEIN" anzuregen. Wer heute diese vor vier Dekaden erschienene Publikation (wieder) zur Hand nimmt, wird nicht nur ob deren Aktualität erschrecken, sondern auch darüber staunen, in welch klarer Sprache und eindringlichen Worten die Probleme hier formuliert werden.

 

Das Buch war damals ein regelrechter ein Paukenschlag und wurde mit fast einer Viertelmillion verkaufter Exemplare ein Beststeller, der nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland einiges an Aufsehen erregte.

 

Pestalozzi zeigt darin schonungslos und präzise die Widersprüche unserer Wohlstandsgesellschaft auf, welche die vermeintliche Qualität ihres Wohlergehens vornehmlich quantitativ und lediglich am materiellen Besitz statt am immateriellen Wohlbefinden misst. Und er moniert die wachsende Macht der Wirtschaft, die nicht nur die Demokratie unterhöhle, sondern mit ihrem Imperativ zum masslosen Konsum und ihrem zum gesellschaftlichen Leitprinzip hochstilisierten Konkurrenzgedanken sowohl den Menschen als auch die Natur mehr und mehr zerstöre.

 

Das klingt rabiat und riecht verdächtig nach jenem verwesten Marxismus, den neurechte Populisten gegenwärtig in der Klimaschutzbewegung wittern.

 

Doch Pestalozzi war kein Marxist und lehnte jegliches totalitäre System, nicht nur die politischen, vehement ab. Wenn Pestalozzi über die Wirtschaft redete, dann wusste er sehr genau, wovon er sprach. Denn vor seiner zweiten Karriere als freie Buchautor und Vortragsreisender war der studierte Wirtschaftswissenschaftler als Manager selber in den obersten Etagen des Wirtschaftsbetriebs tätig. Ab 1955 war er persönlicher Sekretär von Gottlieb Duttweiler und wurde nach dessen Tod im Jahre 1962 gar Vizedirektor des MIGROS-Konzerns. Darüber hinaus leitete er von 1966 bis 1979 das renommierte Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon, ein international bekannter Think Tank für Führungskräfte, an dem Wirtschaftsbosse, Wissenschaftler und Politiker aus aller Welt zusammenkommen und versuchen, Schwachstellen der Wachstums- und Konsumgesellschaft aufzuspüren. Das GDI, das heute als die älteste unabhängige Denkfabrik der Schweiz gilt, wurden unter Pestalozzi zusehends zum Ort, an dem auch kritische Thesen und Ideen entwickelt werden, wie man die Welt zu einem lebenswerteren Ort machen könnte.

 

Ab 1977 begann Pestalozzi dann aber, seine zunehmend kritische Haltung in Vorträgen und Artikeln auch öffentlich zu verbreiten. Pointiert legte er dabei die Absurditäten einer aus seiner Sicht immer lebensfeindlicher gewordenen Wirtschaft offen und kritisierte auch die Politik scharf, da diese die Probleme, welche sie zu lösen vorgebe, in Tat und Wahrheit vielmehr verstärke. Das kam bei seinem Arbeitgeber nicht gut an und so wurde Pestalozzi 1979 samt einigen seiner Mitarbeiter*innen fristlos entlassen. Er musste also am eigenen Leib erfahren, dass mit dem Wort "Freiheit" nicht die wirkliche Freiheit des Individuums (zu der ja auch die Freiheit der Meinungsäusserung gehört) gemeint sein kann, sondern lediglich die Konsumfreiheit und insbesondere die Freiheit des Kapitals "sich dahin zu verschieben, wo es am meisten rentiert", wie er es in einem späteren Vortrag einmal formulierte.

 

In "Nach uns die Zukunft" ergeht sich Pestalozzi aber nicht nur mit spitzer Feder in kritischer Analyse, sondern versucht konstruktiv zum Nachdenken über neue Lebensformen anzuregen: Zu Formen gemeinschaftlichen Lebens, in denen echter Bedarf und nicht künstliche Bedürfnisse befriedigt werden und eine freie Entfaltung des Individuums möglich ist. Das Dasein solle nicht grösstenteils durch Sach- und Systemzwänge bestimmt werden. Hierzu aber müsse die gewaltige und gewalttätige Eigendynamik und Eigengesetzlichkeit der Technik, die nicht mehr Mittel, sondern Zweck geworden sei, zurückgebunden werden. Das menschlichen Leben und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen müssten zum Primat unseres Handelns erhoben werden. Zudem sei es unabdingbar, dass an die Stelle eines rücksichtslosen Expansionsdrangs eine die möglichen Folgen vorausschauende Verantwortung trete. [1]

 

Eine grosse Bedeutung für den erforderlichen Mentalitätswandel sprach Pestalozzi den Lehrerinnen und Lehrern zu. Sie waren denn zu Beginn auch das bevorzugte Zielpublikum seiner subversiven Vorträge. In der berühmt gewordenen ersten solchen Rede vom 23. November 1977, die Pestalozzi anlässlich der Interkantonalen Mittelstufenkonferenz in Solothurn hielt, trug er in nuce seine Gesellschaftskritik vor. Unter dem Titel "Der Lehrer zwischen Lüge und Wahrheit" sprach Pestalozzi über die Normalität des Lügens in der Wirtschaft sowie den Umstand, dass die Demokratie längst unterhöhlt sei und in den einzelnen Lebensbereichen wie Arbeit, Familie oder Schule gar nicht gelebt werden könne. Er fragte nach dem Verbleib der Freiheitsrechte, z. B. der Rede- und Versammlungsfreiheit und danach, wie es eigentlich um den Rechtsstaat bestellt sei, wenn beispielsweise Menschen, die gegen Atomkraftwerke demonstrierten (Gösgen und Kaiseraugst), kriminalisiert wurden, obwohl die Bewilligungen für die Kraftwerke rechtswidrig vergeben worden waren. Und bereits hier hinterfragte Pestalozzi, der es selbst im Militär zum Major gebracht hatte, auch den Sinn der Armee, für deren Abschaffung er sich wenige Jahre später stark machte [2]. Und natürlich hinterfragte er auch den Sinn einer Schule, die weiterhin autoritär und lediglich dazu ausgerichtet bleiben will, die Kinder zu disziplinierten, braven und emsigen Agenten der Wirtschaft und unkritischen Konsumenten zu formen, anstatt zu kritischen, selbstbewussten, solidarischen und zufriedenen Persönlichkeiten. Für Pestalozzi bedurfte es also dringend einer Neuorientierung der Schule zu einem Ort, an dem die Kinder auch lernten, sich gegen fremde Normen zu wehren, selbstständig handeln zu können und an dem sie darin gefördert würden, Kreativität und eine intelligente Fantasie dafür zu entwickeln, wie die Wirklichkeit verändert werden könne, ohne dass das eigene Leben oder das der andern in dieser Wirklichkeit und in Zukunft zerstört werde.

 

"Es gibt keine Erziehung zur Wahrheit, weil es die Wahrheit nur in Diktaturen gibt. [...] Wir brauchen Freiräume, wir brauchen Luft für das Experiment; und wir brauchen Mut, um aus Strukturen ausbrechen zu können. [...] Eine Freiheit ohne die Möglichkeit, zwischen echten Alternativen zu wählen, ist keine Freiheit." (165)

 

Bei all der harschen Wirtschaftskritik muss betont werden, dass Pestalozzi nicht für eine Abschaffung der Marktwirtschaft plädierte, sondern darum, die auch für ihn unbestreitbar "positiven Seiten dieses Systems zu erhalten". (71) Dies ginge aber nur dann, wenn wir uns sehr genau über die Fiktionen, Lügen und Widersprüche dieses Systems klar würden und auch darüber, "welche Probleme die Marktwirtschaft nicht zu lösen vermag." (ebd.) Nicht zuletzt sollten wir auch genau auf jene Begriffe schauen, mit denen in der Wirtschaft, aber auch in der Politik hantiert werde: Was bedeutet den "Wohlstand" oder "Fortschritt" eigentlich? Was heisst "Effizienz", was meint "Rationalisierung" und was versteckt sich hinter dem Ausdruck "soziale Kosten"?

 

Gegen den immer wieder gegen ihn erhobenen Vorwurf, er sei Pessimist, wehte sich Pestalozzi vehement. Im Gegenteil, konterte er, es gehe ihm vielmehr um eine positive Subversion – und die bedeute ein klares "Ja zu einem positiven Nein. Ja sagen, wenn es ums Erhalten geht, und Erhalten ist eben oft ein Nein." (111) Zum Beispiel ein Nein zu ökologisch bedenklichen Produkten oder ein Nein zur Wegwerfmentalität, ein Nein zum Mobilitätszwang, oder ein Nein zu den antidemokratischen und antisolidarischen Tendenzen in unserer Gesellschaft.

 

"Ich will ja gar keine andere Gesellschaft", insistierte Pestalozzi, "[i]ch will nur endlich die Gesellschaft verwirklichen, zu der wir uns in unseren Deklamationen ideell bekennen und die wir unseren Schülern vorgaukeln." (127) Hier formuliert Pestalozzi bereits das, was der Sozialpsychologe Harald Welzer jüngst auch wieder eindringlich zur Sprache bringt und in seinem neuesten Buch, das demnächst hier in der DMZ vorgestellt wird, einen so originellen wie einleuchtenden Weg vorschlägt, auf dem diese Transformation bewerkstelligt werden könnte.

 

Hans A. Pestalozzi, der im Februar dieses Jahres 90 Jahre alt geworden wäre, schliesst sein Zukunftsbuch mit dem schönen Gedicht von Kurt Marti "Wo chiemte mer hi" und fordert seine Lesechaft auf, mitzukommen, um eben zu schauen, wohin man tatsächlich kommt, wenn man auch wirklich geht. Er war überzeugt, dass wir – und damit meinte er seine Generation und bestimmt eben auch sich selbst - es "mit Sicherheit noch erleben [werden], welche positive Kraft in dieser freudigen Verweigerung, in diesem JA zum NEIN liegen wird." (85)

 

Diesen euphorischen Optimismus teilte der "aufbauen Rebell" (F. Vester) zehn Jahre später in seinem bewegenden Buch "Auf die Bäume ihr Affen" nicht mehr. Auch dieses Buch soll hier in Kürze wiedergelesen werden, und zwar anlässlich des 15. Todestages von Pestalozzi, der die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens als Einsiedler und autarker Selbstversorger auf einem Bauerngut im Stental bei Wattwill (TG) verbrachte und dort am 14. Juli 2004 Suizid beging.

 

 

[1] Hans A. Pestalozzi (1979). Nach uns die Zukunft. Von der positiven Subversion. Zytglogge Verlag, Bern. Hier zit. nach der Taschenbuchausgabe 1. Aufl. 1983; Goldmann Verlag, München

[2] Hans A. Pestalozzi (Hg.) (1982), rettet die Schweiz – schafft die Armee ab! Zytglogge Verlag, Bern

[3] Hans Jonas veröffentlichte 1979 seine grosse Monografie "Das Prinzip Verantwortung" (Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main), in dem er genau dies fordert und es auch umfangreich begründet. Ich glaube allerdings nicht, dass Pestalozzi bereits Kenntnis von diesem Buch hatte.


20.04.2019 - Patricia Jungo

Grosszügiger Nebenverdienst für Ärzte

Ärzte werden von Pharmafirmen für Beraterdienste entlöhnt, als Referenten bezahlt oder erhalten Kongressgebühren. In der Schweiz haben 60 Pharmaunternehmen den Pharma-Kooperations-Kodex unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, die Gelder offenzulegen, die sie an Ärzte und Experten der Gesundheitsbranche zahlen. Zahlungen, welche an Spitäler, Universitäten, Ärztenetzwerke und andere Institutionen geleistet werden, müssen von den Firmen veröffentlicht werden. Diese Summe ist laut einer Auswertung des Beobachters in Kooperation mit der „Handelszeitung“, dem „Blick“ und „Le Temps“ innert drei Jahren von 141 Millionen Franken (2015) auf fast 163 Millionen (2017) angestiegen. Rund 4270 Ärzte erhielten 2017 12,5 Millionen. Bezahlt wurden ihnen von der Pharmaindustrie Kongressgebühren, Honorare als Referenten, für Beraterdienste und ihre Spesen. Etwa 91 Millionen flossen an Spitäler, Arztpraxen sowie Institutionen und Firmen der Gesundheitsbranche; dies in den meisten Fällen in Form von Sponsoring. Für die Finanzierung klinischer Studien erhielten Spitäler rund 59 Millionen. Ziel der Pharmaindustrie war, mit ihrer Transparenzoffensive zu zeigen, dass Ärzte nicht mehr mit Luxusreisen an internationale Kongresse gelockt werden und ihnen auch keine ungebührlichen Geschenke mehr gemacht werden. Die Transparenzregelung erweist sich leider drei Jahre nach Einführung der Offenlegungspflicht als Alibiübung. Die Geldflüsse werden zwar offengelegt und die meisten Empfänger namentlich erwähnt. Da die Firmen aber unter dem Dach des Branchenverbands Scieneindustries ein kompliziertes System geschaffen haben, das ausser den Insidern niemand versteht, sind diese Angaben kaum zu finden oder auch von keinem Nutzen. Die 60 in der Schweiz ansässigen Firmen veröffentlichen im Internet Listen mit Geldbezügern; dies jedoch nicht auf einer zentralen Website, sondern ausschliesslich auf firmeneigenen Homepages.


Bild: Niall Carson / PA via AP
Bild: Niall Carson / PA via AP

19.04.2019 - International

Ausschreitungen in Nordirland

Eine Frau wurde bei einem «terroristischem Vorfall» in Nordirland erschossen. Brennende Autos und eine junge Frau, die in einer Wohnsiedlung ermordet wurde – das ist die Bilanz einer Nacht in Londonderry kurz vor dem Osterwochenende. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, und ob sie im Zusammenhang mit paramilitärischen Gruppierungen steht, die dort schon länger ihr Unwesen treiben.

 

Londonderry hat rund 85 000 Einwohner und liegt im äussersten Nordwesten der nordirischen Provinz an der Grenze zur Republik Irland. Dort wohnen vor allem Katholiken, die ihre Stadt schlicht Derry nennen. In dem britischen Landesteil treiben paramilitärische Gruppierungen ihr Unwesen.

Der Nordirlandkonflikt (englisch The Troubles, irisch Na Trioblóidí) beherrschtevor allem  die nordirische Politik der Jahre 1969 bis 1998. Es handelt sich bei dem Konflikt um einen bürgerkriegsartigen Identitäts- und Machtkampf zwischen zwei Bevölkerungsgruppen in der nach der Unabhängigkeit der Republik Irland (als Irischer Freistaat) 1920/22 britisch gebliebenen Provinz Nordirland, also den englisch- und schottischstämmigen, unionistischen Protestanten und den überwiegend irisch-nationalistischen Katholiken. Diese neuen Vorfälle heizen die Gemüter der alten Tage zusehends an.


19.04.2019 - DMZ - Umwelt

Stadt Bern: Neue Berufsfeuerwehrmänner

Die Absolventen des Berufsfeuerwehrlehrgangs 2017 – 2019 haben ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden und sind heute Donnerstag in einer kleinen Feier offiziell in die Familie der Berufsfeuerwehr Bern aufgenommen worden.

 

Die sechs Absolventen des Berufsfeuerwehrlehrgangs 2017 – 2019 haben im September 2017 mit der strukturierten Vorbereitung ihre Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann begonnen und in den letzten 18 Monaten mehrere Schulblöcke und Praktika durchlaufen. Die vielseitige Ausbildung beinhaltete etwa die Brandausbildung inklusive Atemschutzausbildung, Personenrettungen, Grosstier- und Kleintierrettungen, Technische Hilfeleistung wie z.B. bei im Lift eingeschlossenen Personen, Holzfällen, Trümmerlagen, heben und verschieben von Lasten, die Oel-, Chemie-, Gas- und Strahlenwehr, Kommunikationsgeräte, Feuerwehrfahrzeuge lenken und bedienen, die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen sowie sämtliche innerbetrieblichen Themen.

 

Die Berufsprüfung mit dem eidgenössischen Fachausweis haben die sechs Absolventen der Berufsfeuerwehr Bern erfolgreich abgeschlossen. Die offizielle Abschlussfeier des Lehrgangs wird am 23. Mai 2019 in Wallisellen stattfinden und durch die höhere Fachschule für Rettungsberufe von Schutz und Rettung Zürich (HFRB) sowie der Organisation der Arbeitswelt Feuerwehr (OdAFW) organisiert und durchgeführt.

 

Anlässlich einer kleinen internen Feier überreichte Markus Sulzer, als diensthabender Zugführer, den sechs jungen Berufsfeuerwehrmännern Lukas Allemann, Philipp Früh, Mirco Hagmann, Markus Hegglin, Raphael Pfister und Dominik Sulliger die wohlverdienten Achselpatten – verdient, weil die Kameraden schon während der Ausbildung Hartnäckigkeit und Ausdauer bewiesen hätten, zentrale Eigenschaften, um auch im Einsatz zu bestehen.


19.04.2019 - Patricia Jungo

Bundesverwaltungsgericht hebt die Bewilligung für Pestizide auf

Für über ein Dutzend Pestizide, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ohne Einbezug der Umweltschutzorganisation WWF erliess, hat das Bundesverwaltungsgericht die Bewilligung aufgehoben; dies als Folge eines Leiturteils des Bundesgerichts. Da der Ausschluss der Umweltorganisation beim Bewilligungsverfahren einer schweren Gehörsverletzung gleichkommt, hat das Bundesverwaltungsgericht vier Beschwerden des WWF gutgeheissen. Leider ist ein derartiger Fehler im Nachhinein nur in schweren Fällen wieder gutzumachen. Die vier aktuellen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts basieren auf einem Leitentscheid des Bundesgerichts vom vergangenen Februar. Die Lausanner Richter gelangten damals zum Schluss, dass der WWF aufgrund seines Verbandsbeschwerderechts auch das Mitspracherecht bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln habe. 2015 hatte der WWF über die Website des BLW von der Durchführung eines Prüfungsverfahrens zu verschiedenen Pflanzenschutzmitteln durch das Bundesamt erfahren und forderte dann, auch an dem Verfahren teilzunehmen. Mit der Begründung, dass ein „konkreter Bezug“ fehle und so das Verbandsbeschwerderecht nicht zum Tragen komme, wies das BLW das Gesuch ab. Das Bundesverwaltungsgericht hob diesen Entscheid auf und eine dementsprechende Beschwerde des BLW blieb erfolglos. Einer der Fälle wurde bis ans Bundesgericht gezogen und die nun aktuell entschiedenen Dossiers betreffend der Wirkstoffe Dimethoate und Epoxyconazol blieben beim Bundesverwaltungsgericht sistiert. In den Urteilen wurden die Bewilligungen aufgehoben und auch ein erneutes Sistierungsgesuch des Bundesamtes für die vorliegenden Fälle abgewiesen; dies zur Freude des WWF. Laut WWF zielte das BLW mit dem Sistierungsgesuch zweifelsohne darauf hin, die Pestizidbewilligungen so lange wie möglich aufrecht zu halten. Gemäss Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erliess das BLW erneut ohne Einbezug des WWF weitere Bewilligungen, obwohl das Beschwerdeverfahren am Laufen war. Dabei soll es um 80 Pflanzenschutzmittel gehen, für welche der WWF ebenfalls eine Aufhebung verlangt. Es liegt für diese der gleiche Rechtsmangel vor wie für die nun aufgehobenen Bewilligungen. Ob diese Aufhebung auch in Tat umgesetzt wird, wird zurzeit analysiert.


19.04.2019 - DMZ - Wissen

Eigenartiges geschieht - Hungerstreik eines Arztes

In einem Artikel des Zürcher «Tages Anzeigers» wirft ein entlassener Assistenzarzt mehreren Personen des Kinderspitals Verleumdung, üble Nachrede und Körperverletzung vor und habe deshalb drei Strafanzeigen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht.

 

Im ersten Moment könnte man dies als haltlose Anschuldigungen eines entlassenen Mitarbeiters deuten, aber ist es so?

Was der ehemalige Chirurg dem Spital genau vorwirft ist noch nicht im Detail bekannt.

Unter anderem beschuldigt der Assistenzarzt aber im Artikel seinen damaligen Vorgesetzten, ihn im Operationssaal mehrmals und absichtlich mit Operationsbesteck gestochen zu haben. Unglaublich, wenn es denn so gewesen ist, unglaublich auch, wenn es sich hier um Lügen handeln sollte. Für die Leitung des Spitals sind das haltlose Anschuldigungen: «Bei jeder Herz-OP sind mindestens sechs Personen anwesend. Sollte so etwas täglich passieren, wüssten wir zwingend davon. Dafür sorgen diverse Qualitätssicherungssysteme.»

 

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Zürcher Kinderspitals, wo er dieser als Kardiotechniker bei unzähligen Operationen an Kinderherzen dabei gewesen ist, kennt den ehemaligen Assistenzarzt, der gemäss Recherchen des «Tagesanzeigers» in den Hungerstreik getreten ist. Und er bestätigt, dass die Zusammenarbeit zwischen diesem und dem leitenden Herzchirurgen schwierig war.

Der Präsident des Stiftungsrates des Zürcher Kinderspitals bedauert, dass der Arbeitskonflikt eskaliert ist – weist aber die happigen Vorwürfe gegen das Kispi zurück: «Da ist nicht viel dran. Jemand wurde in seinem Selbstvertrauen getroffen, weil er das Spital verlassen musste und hat nun die Flucht nach vorne angetreten.»

 

Tatsache ist aber: Am Zürcher Kinderspital rumort es seit längerem. Michael Hübler, Leiter der Herzchirurgie am «Kispi» seit 2012, wurde im vergangenen November freigestellt. Und das, obwohl seine Kompetenz in Fachkreisen unbestritten ist. Eine Begründung, warum es zu diesem Schritt kam, fehlt bis heute. Es wurde Stillschweigen vereinbart.


19.04.2019 – David Aebischer

Populismus – der neue Boulevard

Das Internet und somit die Sozialen Medien, haben die Medien stark verändert, zum Schlechteren. Statt sich auf das Wesentliche, das Relevante zu konzentrieren und gut recherchiert zu berichten, richten sich Redaktionen immer stärker auf Inhalte aus, die möglichst viel Aufmerksamkeit erzeugen. Dies findet auch schon bei kleinsten Blättern statt. Unabhängige Zeitungen gibt es kaum noch, die sich auf Qualität konzentrieren. Diese Aufmerksamkeit wird bereits mit jedem einzelnen Beitrag versucht zu erreichen. Denn im Internet zählt nicht wie früher bei der Zeitung das Gesamtprodukt, sondern nur noch der einzelne Bericht. Das ist fatal, da in diesem Fall die Qualität und der Wahrheitsgehalt kaum mehr eine Rolle spielen. Diese generelle Boulevardisierung der Medien führt letztlich zu einer Boulevardisierung der Politik – mit anderen Worten: zu Populismus. Brandgefährliche Entwicklung.

 

Von Anstand und Respekt In der Medienwelt scheinen beide Begriffe nur noch im Bezug auf eigene Belange von Bedeutung. Seit Jahrzehnten werden Personen, Familien und Gruppierungen von, wohl auch narzisstisch veranlagten, Schreibern beleidigt, verleumdet und teilweise sogar zerstört. Meist basierend auf schlechter Recherche, mangelndem zeitlichen Einsatz und vorgefertigten Ansichten des jeweiligen Schreibtischtäters. Eindrücklich ist auch die Zahl an Gegendarstellungen in den diversen Blättern. Empathie sollte in der Ausbildung dieser Schreibkräfte bereits eine übergeordnete Rolle spielen, damit diese „Verbrechen“ an Lebewesen nicht erst gemacht werden. Eigentlich würde es schon reichen, wenn der Schreiber beim Schreiben schon überlegt, wie er sich fühlen würde, über sich solche Aussagen lesen zu müssen. Aber im Austeilen sind auch diese Leute häufig besser als im Einstecken. Diverse Blätter dehnen das Presserecht bis kurz vor die Bruchstelle, um Fotos von Straftätern zu drucken, Politik zu betreiben, Meinung zu machen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Menschen werden an den Pranger gestellt und diese Boulevardblätter sind immer mal grosskotzig, apodiktisch, infantil, populistisch und platt. Diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend und hat auch schon Menschen in den Tod getrieben. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, bedarf es einer geschlossenen Reaktion von intelligenten Menschen, die konsequent solche Medien meiden und boykottieren. Letztlich sollte immer die Wahrheit das Mass aller Dinge in der Berichterstattung sein.


19.04.2019 - DMZ - Gesellschaft / Leben

Reisen mit dem öffentlichen Verkehr ist in der Schweiz sehr sicher

Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in der Schweiz sehr sicher. Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bewegte sich 2018 auf dem tiefen Niveau der vier vorhergehenden Jahre. Insgesamt ereigneten sich 181 schwere Unfälle mit 27 Todesopfern. Diese sind grösstenteils auf falsches Verhalten von Autofahrern und Fussgängern im Strassenverkehr zurückzuführen, die in der Folge mit Zügen, Trams oder Bussen kollidierten, sowie auf unbefugten Aufenthalt auf dem Bahntrassee. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2018 hervor, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute veröffentlicht hat.

2018 wurden dem BAV 181 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bewegte sich damit auf dem tiefen Niveau der vier Jahre zuvor. Tödlich verliefen 27 Zwischenfälle. Bei den Todesopfern handelt es sich grösstenteils um Personen, die im Strassenverkehr Vorschriften missachteten und daher mit Zügen, Trams oder Bussen kollidierten, sowie um Menschen, die sich unbefugt auf dem Bahntrassee aufhielten. Ein Passagier verstarb an den Folgen eines Bremsmanövers, das ein Bus wegen Fehlverhaltens eines Autofahrers durchführen musste.

 

Der öffentliche Verkehr war damit erneut sehr sicher. Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt, dass das Risiko, im Eisenbahnverkehr tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 36-mal tiefer ist als im Autoverkehr und 381-mal geringer als im Veloverkehr. Der Seilbahn-, Schiffs-, Tram- und Busverkehr ist ebenfalls sehr sicher, wie die tiefen Unfallzahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen.

 

Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz hinter Grossbritannien und Norwegen den dritten Gesamtrang. Bei der Arbeitssicherheit schneiden die Schweizer Bahnen aber vergleichsweise schlecht ab. Daher richtet das BAV sein Augenmerk darauf und hat schon 2018 die Betriebskontrollen im Gleisbereich intensiviert. Dank dieser Massnahmen schenken auch die Unternehmen dem Thema mehr Aufmerksamkeit. Das BAV wird die Betriebskontrollen auch 2019 weiterführen.

 

Auch die Sicherheit im Güterverkehr bleibt ein wichtiges Thema. Hier ist der erreichte Stand noch nicht befriedigend. Das BAV wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und prüft weitere Massnahmen.


18.04.2019 - DMZ - Gesundheit

Die Masern sind weiter auf dem Vormarsch

Seit Anfang Jahr wurden schweizweit bereits mehr als 110 Fälle von Masern gemeldet (Stand am Ende der 14. Woche). Im gleichen Zeitraum waren es 17 Fälle in 2018 und 60 Fälle in 2017. Masern sind eine virale Infektionskrankheit, die in jedem Alter auftreten kann und manchmal schwerste Komplikationen verursacht. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Es besteht keine spezifische Behandlung, es gibt aber eine wirksame Impfung.

Masern sind eine virale Infektionskrankheit, die in jedem Alter auftreten kann und manchmal schwerste Komplikationen verursacht. Die Übertragung erfolgt durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Sprechen, Niesen und Husten oder seltener durch direkten Kontakt mit Nasen-Rachen-Sekret. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Das Masernvirus führt bereits bei kurzer Exposition zu einer Infektion. Das Übertragungszeitfenster beginnt bereits 4 Tage vor Ausbreitung des Exanthems (roter Hautausschlag) bis 4 Tage danach, wobei die maximale Ansteckungsfähigkeit kurz vor dem Auftreten des Hautausschlages besteht. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind besonders gefährlich für Schwangere, Kinder <12 Monaten und Personen mit einem geschwächten Immunsystem (beispielsweise Patienten unter einer Krebsbehandlung). Gegen Masern besteht keine spezifische Behandlung, es gibt aber eine wirksame Impfung.

Masern sind eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die innerhalb von 24 Stunden an den kantonsärztlichen Dienst und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldet werden müssen (auch Masernverdachtsfälle).

 

Krankheitsbild

Das klinische Erscheinungsbild von Masern wird charakterisiert durch die Trias von Fieber, Exanthem und Husten/Rhinitis/Konjunktivitis. Die Krankheit verläuft zweiphasig. 1. Phase: 7-18 Tage nach der Infektion (Inkubation) treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Schnupfen (Rhinitis) und Husten auf. 2. Phase: Es tritt der für Masern typische rote und fleckenartige Hautausschlag (makulopapulöses Exanthem) auf, begleitet von hohem Fieber, Appetitverlust und starkem Unwohlsein. Bei Erwachsenen und Kindern <5 Jahr kann die Krankheit oft schwerer und häufiger mit Komplikationen verlaufen.

 

Komplikationen

In 5-15 % der Masernerkrankungen kommt es zu Komplikationen. Bei 2-20 Personen pro 10‘000 Masernerkrankungen tritt eine Masernenzephalitis (Hirnentzündung) auf, bei 100 bis 600 eine Lungenentzündung und bei 700-900 eine Mittelohrenentzündung. Bei 100 bis 250 pro 10'000 Masernerkrankungen kommt es zu einer Hospitalisation, und es ist mit 3 bis 20 Todesfällen pro 10'000 Erkrankungen zu rechnen.

 

Diagnostik

Bei allen Patienten mit einem makulopapulösen Exanthem (roter Hautausschlag) und Fieber sollte Masern differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden. Gemäss BAG-Richtlinien gilt dabei grundsätzlich, dass jeder klinische Verdacht labordiagnostisch abgeklärt werden muss. Bei Verdacht auf Masern empfiehlt sich umgehend eine Konsultation bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bzw. auf der Notfallstation, welche dann über die weiteren Schritte entscheiden. Wichtig: Bitte melden Sie sich unbedingt vor einer Konsultation telefonisch an.

 

Prävention

Die beste Vorbeugung gegen Masern ist die Impfung. In der Schweiz wird eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) empfohlen. Die erste Impfung erfolgt neu mit 9 Monaten, die zweite mit 12 Monaten (Schweizerischer Impfplan 2019). Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen nötig. Die Impfung kann auch im Erwachsenenalter jederzeit nachgeholt werden.

 

Postexpositionsprophylaxe

Kinder ab 6 Monaten und Erwachsene mit ungenügendem Impfschutz können innerhalb von 72 Stunden nach dem ersten Kontakt mit einem Masernerkrankten nachgeimpft werden. Für Schwangere, Kleinkinder und Immunsupprimierte steht innerhalb von 6 Tagen nach Erstexposition eine passive Immunisierung (Immunglobuline) zur Verfügung.

 

Verhalten bei einem Masernverdachtsfall oder Masernfall

Masern, auch Masernverdachtsfälle sind eine meldepflichtige Krankheit und müssen innerhalb von 24 Stunden dem kantonsärztlichen Dienst gemeldet werden. Unser Vorgehen und die Massnahmen bei Masernverdachtsfällen oder Masernfällen sowie bei Kontaktabklärungen richten sich nach den BAG-Richtlinien: Jeder Masernverdachtsfall oder Masernfall soll während mindestens vier Tagen nach Beginn des Exanthems von Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen und zu Hause bleiben. Kontaktpersonen (potentielle Überträger), welche nicht immun sind, bleiben für 3 Wochen zuhause. Wer Kontakt mit einem Masernerkrankten hatte und keinen dokumentierten Impfschutz aufweist (dokumentiert gemäss Impfausweis oder Antikörperbestimmung), kann sich innerhalb von 72 Stunden nach dem ersten Kontakt impfen lassen.

 

Vermeidung einer Übertragung in Gesundheitseinrichtungen

Bei einem Verdacht auf Masern sollte die Arztpraxis oder die Notfallstation unbedingt telefonisch vorinformiert werden, damit geeignete Vorsichtsmassnahmen zum Schutz anderer Patienten, Begleitpersonen und Gesundheitsfachpersonen getroffen werden können. An Spitälern richten sich die Vorsichtsmassnahmen nach den institutionellen Spitalhygiene-Vorschriften des entsprechenden Spitales, in der Arztpraxis nach den Anweisungen der Ärztin / des Arztes.


18.04.2019 - DMZ - Leben

Rätselhafte Fischansammlung im überdachten Hafen in Sugiez

Im überdachten Hafen von Sugiez wurde eine sehr hohe Konzentration an Fischen entdeckt. Dies führte zu einem Fischsterben aufgrund von Sauerstoffmangel. Die Gründe für die massive Präsenz der Fische im Hafen sind derzeit nicht bekannt. Es sind Notfallmassnahmen zur Sauerstoffzufuhr im Gang.

 

Seit mehreren Tagen sind auf der Oberfläche des Broyekanals rund um den überdachten Hafen von Sugiez tote Fische aufgetaucht. Am Montag, 15. April 2019, hat der Wildhüter-Fischereiaufseher der Region 427 tote Fische festgestellt und entnommen (rund 50 kg), konnte jedoch den Ursprung des Problems nicht ausfindig machen. Die Fische wurden umgehend ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) in Bern geschickt, um den Grund für das Fischsterben aufzuklären. Erst am Dienstagabend, 16. April 2019, konnte die Ursache für das Problem gefunden werden. Hunderttausende von Fischen (Brachsmen, Rotfedern, Rotaugen, Lauben, Hechte usw.) sammelten sich im gedeckten Hafen von Sugiez. Der Grund für diese Ansammlung ist derzeit unklar.

 

Es scheint, dass die Fische durch die Ansammlung so vieler Tiere an ein und demselben Ort den gesamten verfügbaren Sauerstoff verbrauchen. So hat sich die Situation stetig verschlechtert und schliesslich einen kritischen Grenzwert erreicht (weniger als 1 mg/l Sauerstoff). Trotzdem sind die Fische nicht durch die zur Verfügung stehenden Ausgänge hinausgeschwommen.

 

Am Dienstagabend wurde nach einer weiteren Entnahme von 628 toten Fischen (rund 75 kg) in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkorps der Region Murten und Mont-Vully eine Notfallmassnahme ergriffen. In der Nacht auf Mittwoch und während des Tages wurden verschiedene Pumpen eingesetzt, um das Wasser rasch mit Sauerstoff anzureichern. Diese Massnahme wird in den nächsten Tagen fortgeführt, bis die Fische wieder ein normales Verhalten zeigen und aus dem Hafen schwimmen.


Foto: AFP/RUI SILVA
Foto: AFP/RUI SILVA

18.04.2019 - DMZ - Blaulicht International

29 Tote bei Busunglück auf Madeira

Funchal Auf Madeira ist ein Touristenbus schwer verunglückt. 29 Menschen sind ums Leben gekommen, laut Portugals Präsident kommen alle Toten aus Deutschland. Der Fahrer hatte offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der danach einen Abhang hinunterstürzte.

 

Der Osterurlaub ist für mindestens 29 Menschen auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira tödlich geendet. Ein Bus, mit dem die Urlauber auf der portugiesischen Ferieninsel unterwegs waren, stürzte am frühen Mittwochabend eine Böschung hinunter auf ein Haus. Mindestens 29 Menschen überlebten dies nicht. Bei den Opfern soll es sich um Urlauber aus Deutschland handeln. „Mir wurde gesagt, dass es alles Deutsche sind“, sagt der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa.


18.04.2019 - Patricia Jungo

Mehrwertsteuer auf Billag – Betrag zurück für Haushalte

50 Franken soll jeder Haushalt pauschal zurückerhalten. Der Bundesrat hat eine dementsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt. Grund für die Rückzahlung ist, dass der Bund zwischen 2010 und 2015 ungerechtfertigter Weise auf die Empfangsgebühren von Radio und Fernsehen eine Mehrwertsteuer erhoben hatte. Zwei Urteile des Bundesgerichts gelangten zu diesem Schluss. Der Pauschalbetrag von Fr. 50.- wird aus der Gesamtsumme der in dieser Zeitspanne einkassierten Mehrwertsteuer berechnet. Es geht dabei um den Betrag von 165 Millionen Franken. Dieser wird durch die rund 3.4 Millionen berechtigten Haushalte geteilt. Die Rückerstattung soll aus der Bundeskasse finanziert werden. Auch Haushalte, die kein Gesuch eingereicht haben, sollen die Pauschale bekommen. Für den Bundesrat ist dies eine einfache und effiziente Lösung, die den Aufwand minimiert. Er schreibt, die Haushalte müssten nicht aktiv werden und es komme zu keinen aufwändigen und kostspieligen Einzelfallabklärungen. Unternehmen hingegen haben kein Anrecht auf die Rückerstattung. Die meisten konnten die Vorsteuer in Abzug bringen und auch keine wirtschaftlichen Einbussen einstecken müssen; so der Bundesrat. Firmen können aber auch weiterhin individuelle Ansprüche beim Bundesamt für Kommunikation geltend machen. Die Vernehmlassung geht bis zum 5. August 2019. Im Falle einer Zustimmung dieser pauschalen Vergütung durch das Parlament, wird diese wahrscheinlich 2021 in Form einer Gutschrift auf einer Rechnung der heutigen Erhebungsstelle Serafe ausgerichtet.


18.04.2019 - DMZ - Blaulicht National

Zunzgen BL: Fahrzeuglenker verursacht

Selbstunfall auf der Autobahn A2

Am Mittwochabend, 17. April 2019, kurz vor 23.30 Uhr, verursachte ein Fahrzeuglenker auf der Autobahn A2 bei Zunzgen BL einen Selbstunfall.

 

Der Lenker wurde dabei leicht verletzt. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden.

 

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 46-jährige Fahrzeuglenker auf der Autobahn A2 in Richtung Basel. Bei Zunzgen BL verlor er aufgrund eines Sekundenschlafes die Herrschaft über seinen Personenwagen. In der Folge kollidierte dieser mit den Leiteinrichtungen und kam auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.

 

Der Lenker wurde beim Unfall leicht verletzt und musste durch die Sanität zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden und wurde durch ein Abschleppunternehmen aufgeladen und abtransportiert.

 

Quelle: Polizei BL

Bilderquelle: Polizei BL


18.04.2019 - Daniel Birkhofer

Perus Ex-Präsident erschiesst sich vor Verhaftung und entzieht sich so seiner Verantwortung

... in der öffentlichen Wahrnehmung werden Suizide immer als sehr tragische Momente dargestellt und lassen die Selbstgetöteten sehr oft als Opfer von unterschiedlichsten, nicht mehr abwendbaren Umständen darstellen...

 

In diesem konkreten Fall kann es ja auch sein, dass der Ex-Präsident keinen Ausweg mehr gesehen hat; also keinen SINN darin gesehen hat, sich den Anschuldigungen ihm gegenüber zu stellen... Das Leben machte für ihn so keinen Sinn mehr; die damit verknüpfte Verantwortungsübernahme also auch nicht...

 

Er sah aber offenbar durchaus einen Sinn im Suizid - nämlich, sich aus der Verantwortung zu ziehen...

 

Die Freiheit, vieles tun und lassen zu können (sich also möglicherweise auch bestechen zu lassen gehört dazu...) ist NUR mit der Übernahme von Verantwortlichkeit eine "echte" Freiheit; ansonsten ist es Freiheit auf "Kosten" von Anderen und Anderem... Das scheint mir gesinnungsmässig sehr fragwürdig zu sein.

 

Möglicherweise "gibt" es also auch Suizide, die Verantwortungslosigkeit und ein gewisses Mass an Feigheit ausdrücken können. Das grösste "Gut" eines menschlichen Wesens besteht aber gerade darin, den "Sinn des Leidens" auch ertragen und damit verantworten zu können. "Milch und Honig" bilden "nur" die eine Seite der "Lebensmedaille"; die "Grösse" liegt aber gerade und vor allem darin, die Kehrseite mit erhobenem Haupt bewältigen zu können... Oder wie Frankl so schön sinngemäss dazu sagen würde: "Aus dem Leiden eine Leistung machen "


18.04.2019 - Patricia Jungo

Keine Gebühren im Spitalnotfall

Die Initiative von Nationalrat Thomas Burgherr (SVP/AG) betreffend Einführung einer Gebühr im Spitalnotfall fiel nach Angaben der Parlamentsdienste vom Dienstag mit 11 zu 1 Stimme durch. Mit dieser sollte eine Gebühr für alle ambulanten Praxis- oder Spitalbesuche eingeführt werden, um so die Zahl der Bagatellfälle zu vermindern und Kosten zu sparen. Auch die zweite Initiative von Thomas Weibel (GLP/ZH) wurde von der Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) abgelehnt. Diese Initiative verlangt, dass an der Spitalnotfallpforte eine Gebühr erhoben wird (z.B. Fr. 50.-). Weibel argumentierte mit der stark in die Höhe gestiegenen Zahlen der Konsultationen im Spitalnotfall während der letzten Jahre und ergänzte, im Notfall seien die durchschnittlichen Kosten doppelt so hoch wie in der Arztpraxis. Weiter führte er aus, dass die vielen Konsultationen, die oft blosse Bagatellfälle seien, zu mehr Stress beim Personal führten und durch die verlängerten Wartezeiten auch ein Problem für die echten Notfälle seien. Diese Initiative lehnte die SGK mit 7 zu 5 Stimmen ab. Laut Mitteilung habe sich in Deutschland gezeigt, dass Aufwand und Wirkung solcher Gebühren in keinem günstigen Verhältnis stehen würden. Zudem sei eine grosse Schwierigkeit, die Ausnahmen zu definieren, wo keine Gebühr verlangt werde. Die SGK erwähnte zudem, dass die Erhöhung der Franchisen um 50 Franken in der Frühjahrsession vom Nationalrat abgelehnt wurde. Für die SGK wäre dies eindeutig die einfachere Methode gewesen, Kostendämpfung und erhöhte Selbstverantwortung günstig zu beeinflussen. Nun gelangen beide Initiativen zurück an die Nationalratskommission.