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Transportforum Leipzig: Ministerinnen und Minister versichern der Ukraine ihre Unterstützung (Do, 19 Mai 2022)
DMZ –  SOZIALES / MM ¦ AA ¦                                      Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Internationalen Transportforum in Leipzig zusammen mit zahlreichen Amtskolleginnen- und kollegen anderer Staaten eine Erklärung verabschiedet. Darin verurteilen sie die russische Aggression gegen die Ukraine und drücken der Ukraine ihre Solidarität aus. Viele Länder unterstützen die Ukraine im Transportbereich mit Zügen, die geflüchtete Menschen in Sicherheit bringen, sowie mit Bahnwagen für Hilfsgüter und für landwirtschaftliche Produkte. Sie wollen der Ukraine zudem beim Wiederaufbau behilflich sein. Beim Treffen dabei war auch der ukrainische Verkehrsminister Oleksandr Kubrakov.   Das Internationale Transportforum in Leipzig (ITF) steht in diesem Jahr unter dem Eindruck des Ukraine-Krieges. Zum Auftakt haben Ministerinnen und Minister aus über 35 Ländern eine Erklärung verabschiedet. Darin bekunden sie ihre Solidarität mit der Ukraine und verurteilen die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine. Sie rufen Russland auf, alle Kampfhandlungen einzustellen. Diese fügen der Bevölkerung unermessliches Leid zu. Die Streitkräfte zerstören Städte und Dörfer sowie Strassen, Gleise, Bahnhöfe und Brücken, Häfen sind blockiert. Der Krieg trifft damit auch wichtige Verkehrsverbindungen.   Russland verstösst mit dem Angriff gegen das Völkerrecht und gegen das Grundprinzip des Transportforums: das Verkehrsnetz zu stärken. Die Schweiz unterstützt darum die Erklärung, wie Bundesrätin Sommaruga in Leipzig klargemacht hat. «Russland hat den Krieg nach Europa zurückgebracht. Dazu kann man nicht schweigen. Wir stehen für das Völkerecht, Demokratie und Menschenrechte ein und unterstützen deshalb die Ukraine.» Im Transportbereich stellt die SBB seit längerem Züge zur Verfügung, um zusammen mit der ÖBB und DB Menschen auf der Flucht in Sicherheit zu bringen und Hilfsgüter zu transportieren. Bis jetzt hat die Schweiz über 500 Tonnen geliefert, ein Teil davon per Bahn. Die SBB hat der ukrainischen Staatsbahn zudem Kabel, Wagenbatterien, Ventile und weiteres Material zukommen lassen, das dazu dient, den Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten.   Unterstützung beim Wiederaufbau Die Vertreterinnen und Vertreter der Länder, welche die Erklärung unterstützen, haben heute  zudem an einem Roundtable zur Ukraine teilgenommen, bei dem es unter anderem um den Wiederaufbau ging. Das Treffen fand unter Ausschluss von Russland und Weissrussland statt. Aufgrund der Erklärung hat das ITF die Zusammenarbeit mit diesen beiden Ländern eingestellt. Um den Ukraine-Krieg ging es gestern Abend schwergewichtig auch bei einem bilateralen Gespräch von Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit dem deutschen Amtskollegen Volker Wissing. Die Schweiz hat Deutschland für die gute Zusammenarbeit der Deutschen Bahn mit der SBB bei der Lieferung von Material gedankt. Bundesrätin Sommaruga hat sich gestern zudem mit dem marokkanischen Transportminister Mohammed Abdeljalil getroffen. Dabei ging es um die Zusammenarbeit im Strassen- und Schienenverkehr. Die Schweiz hat viel Erfahrung bei der Planung, Finanzierung und dem Bau von grossen Verkehrsinfrastrukturen.         Herausgeber Generalsekretariat UVEK https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home.html  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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«Teufel-Therapie» in Kliniken (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  GESELLSCHAFT / WISSEN ¦                                     Anton Aeberhard / Walter Fürst / Daniel Birkhofer ¦   Das Phänomen von Organisierter und/ oder Ritualisierter Gewalt (ORG) ist seit einiger Zeit bekannt, aber auch umstritten. Es gibt soweit kaum Forschung zu diesem Thema, obwohl diesbezüglich dringender Handlungsbedarf herrscht. Laut einer Verschwörungserzählung werden Menschen von Tätern mittels ritueller Gewalt programmiert und gesteuert. Eine investigative rec.-Reportage von SRF mit dem Titel „Der Teufel mitten unter uns“ vom Dezember 2021 brachte Vieles zum Rollen.   Zentrum der damaligen Reportage: Der Verein Cara, eine „Interessenvereinigung zur Aufklärung und Vernetzung gegen rituellen Missbrauch und organisierte Gewalt“. Dass es so etwas, wie es in dieser Sendung gezeigt wurde, auch in der Schweiz gibt, war für die meisten Menschen undenkbar. Da machten u.a. Pädagogen, Psychiater, ein Polizist und Oberarzt krude Aussagen. Der Inhalt war fast überall derselbe. Kinder werden verschleppt, geschlachtet, gegessen, deren Blut getrunken u.v.m. Auch bei expliziter Nachfrage der Reporter, ob es das denn wirklich gebe und stimme, wurde von allen versichert, dass dem so sei. Im Untergrund operierende Zirkel von Satanisten würden in grausamen Ritualen Kinder quälen, sexuell missbrauchen und sogar schlachten. (Care About Ritual Abuse) ihr dabei helfe, das Geschehene zu verarbeiten.“ Im Anschluss an die Sendung sahen sich die beiden Journalisten einem regelrechten Shitstorm, Anfeindungen und Angriffen gegenüber. Sie haben also ins Schwarze getroffen und die massive Gegenwehr schreit regelrecht danach, dass hier weiter recherchiert wird, auch gegen alle, die sich nun plötzlich so vehement und kritisch zu Wort melden. Nebst der vielen Kritik erntete die verantwortliche Redaktion aber auch Lob. Die rec.-Reportage von SRF zu dieser Verschwörungstheorie über rituellen satanistischen Missbrauch schlug also nicht von ungefähr hohe Wellen. Protagonisten und Protagonistinnen, aber auch der Verein Fairmedia kritisieren das Vorgehen der Journalisten. Es gingen eine grosse Anzahl Beanstandungen bei der Ombudsstelle ein. Es wurde gar die Entlassung der beiden Reporter gefordert. Soviel vorneweg: Die Ombudsstelle schmetterte die Beanstandungen ab. Mehr dazu aber später.   Das Team Robin Rehmann und Ilona Stämpfli sind weiter drangeblieben und haben in ihrem neusten Beitrag (17.5.2022) weitere Enthüllungen gemacht. Die SRF-Recherchen zeigen: In der Schweiz wird vor dem Hintergrund dieser Erzählung therapiert. Die Verschwörungserzählung «Rituelle Gewalt/Mind Control» besagt, dass Täter Menschen durch schreckliche Gewalt in verschiedene Persönlichkeitsanteile spalten, um dann «Anteile» gezielt für Missbrauch zu «programmieren». „Aus dieser These wurde laut Sekten-Experten eine Therapieform für psychisch instabile Menschen entwickelt, die auf vielen Spekulationen basiere. Im Zusammenspiel mit ihren Therapeutinnen und Therapeuten führen Patientinnen und Patienten ihre psychische Erkrankung dann auf vermeintlichen satanistischen Missbrauch zurück.“   In der Schweiz wird nicht nur von frei praktizierenden Psychiaterinnen und Psychiatern vor dem Hintergrund dieser Erzählung gearbeitet. Die Recherchen des «Regionaljournals Bern» und «rec.» decken auf: Die Theorie hat auch an mehreren renommierten Kliniken Einzug gehalten und wird in der Therapie angewandt. Betroffen sind zwei Berner Kliniken: Zum einen das Psychiatriezentrum Münsingen PZM. Das Münsinger Psychiatriezentrum stellte offenbar mehrere Mitglieder der umstrittenen Solothurner Kirschblütengemeinschaft ein. Fachverbände haben dies das scharf kritisiert. Beim Kanton Bern ist nun eine Beschwerde eingegangen. Es ist sicher mehr als angemessen, durch eine Beschwerde etwas mehr "Licht ins Dunkel zu bringen"...   Welche Massnahmen fordern Fachpersonen? Thomas Ihde, Präsident der Stiftung Pro Mente Sana, kritisiert gegenüber SRF, dass Geschichten um rituellen Missbrauch zwischen Therapeut und Patientin konstruiert werde. Es fehle die Distanz. «Es gibt Patientinnen, die sagen, dass in der Behandlung etwas passiert sei, das sie im Genesungsprozess enorm zurückgeworfen habe.» Patientinnen bräuchten viele Jahre, um aus diesen Geschichten um rituellen Missbrauch und Gedankenprogrammierung herauszukommen. Der Chefarzt Psychiatrie der Spitäler fmi Berner Oberland fordert deshalb, dass nun eine unabhängige Ombudsstelle eingerichtet werden soll. «Es braucht eine Anlaufstelle, wo sich Betroffene niederschwellig melden können und Unterstützung erhalten.»   Zweifel an Therapiemethoden gibt es viele Angefangen bei der Psychopharmaka. Die Psychopharmaka dienen vor allem der Institution mehr als dem Kranken und werden aus dieser Logik heraus verschrieben. Sie ermöglichen eine geringere Überwachung, weniger direkte Gewaltanwendungen, weniger „Fixierungen"; aber oft sind sie eine echte pharmakologische Zwangsjacke, die die Psyche des Kranken ebenso wie seinen Körper zerstört. Das heisst aber nicht, dass ihnen die in den Irrenanstalten herkömmlichere Gewalt vorzuziehen wäre (Jervis 1988, S. 129). Die therapeutische Beziehung und damit die explizite "Beziehungsgestaltung" (sogenannte "Therapeutische Allianz") ist ein matchentscheidender Faktor bezüglich der Wirksamkeit von eingesetzten Therapiemethoden und damit verknüpften Menschenbildern und Haltungen (siehe u.a. die hervorragenden Arbeiten dazu von Prof. Klaus Grawe selig (Uni Bern) dazu...).   Die Versorgungssituation psychisch erkrankter Personen in der Schweiz ist in einer Studie, im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit, Abteilung Gesundheitsstrategien, Sektion Nationale Gesundheitspolitik, Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS, Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW erfasst. Um die Versorgungssituation steht es in der Tat nicht gut. Und da ja in die Psychotherapie auch sehr viel Geld fliesst und künftig noch fliessen wird (die "Pathologisierung der Gesellschaft" lässt grüssen...), will man sicher doch gerne wissen, womit und WIE diese Gelder zweckgebunden und zielorientiert eingesetzt werden (es sind ja schliesslich sowohl Krankenkassen-, Steuer- und weitere Gelder, die dieses System zu finanzieren haben...). Dazu braucht es seriöse wissenschaftliche und damit fundierte Aussagen (also kein "Kaffeesatzlesen"), aber auch die Einhaltung von berufsethischen Kodizes...   Expertenmeinungen zur Versorgungssituation „Die Irrenanstalt genügt heute verschiedenen Funktionsebenen. Ihre erste Funktion bezieht sich auf die öffentliche Ordnung“ (Kritisches Handbuch der Psychiatrie, Frankfurt a. Main, Athenäum, 1988, S. 113). Szasz: „Jedes Gesetz über psychische Gesundheit bezweckt nur eines: die Ärzte zu ermächtigen, unschuldige Staatsbürger unter dem Titel der »zivilrechtlichen Einweisung einzusperren und sie mit den verschiedensten gewaltsamsten Eingriffen zu foltern, die sie dann als psychiatrische Behandlung bezeichnen“ (Theologie der Medizin, Europaverl., Wien 1980, S. 141). Ich glaube, dass die Psychiatrie in unserer Gesellschaft mehr Unterdrückung und Mystifikation ist als ein therapeutisches Mittel (ebd., S. 20).   „Im Irrenhaus hat der Fachmann tatsächlich die Macht des absoluten Herrschers“ (...) Franco Basaglia: Die Entscheidung des Psychiaters, Psychiatrie     Transparente Abklärungen sind gefragt Dies gilt es nun seriös und transparent abzuklären und klipp und klar zu stellen. Dass in unsichereren Zeiten Menschen zusätzlich "anfällig" und damit verführbarer sind, allfälligen Scharlatanerien jeglicher Art auf den Leim zu gehen, ist ebenso bekannt wie leider eine immer wiederkehrende Tatsache - die Blüte der selbsternannten Gurus hat eben etwas "erotisch" Anziehendes, etwas Pseudomystisches, Unbekanntes und damit auch Reizvolles; nur kann dies auch sehr rasch bedenkliche und gefährliche Züge annehmen, die in psychischen und auch physischen Abhängigkeiten münden können... Wegen der Macht des Arztes über den Kranken kann es im Irrenhaus keine Therapie geben: „Die Irrenanstalt, das muss betont werden, ist auch heute noch in erster Linie eine Einrichtung, die der Sozialfürsorge und Repression dient. (...) sagt George Amede Jervis, US-Amerikanischer Mediziner   Klinik Clienia Littenheid Auch auf der Traumatherapie-Station der renommierten Klinik Clienia Littenheid (TG) hat die Verschwörungserzählung Einzug gehalten. Die Klinik Littenheid schreibt damals, nach Ausstrahlung der ersten rec.-Reportage von SRF, in einer Stellungnahme, man habe «aufgrund des Vorwurfs gegen einen Oberarzt umgehend eine Visitation eingeleitet.» (Mehr dazu später). Dort sind manche Therapeuten überzeugt, dass die Frauen als Kind sexuell schwer missbraucht wurden, was ihre Persönlichkeit gespalten habe. Die Täter könnten die verschiedenen Persönlichkeiten der Opfer durch Programmierung fernsteuern. Dank dieser Kontrolle könnten sie die Frauen etwa als Sexarbeiterinnen oder Drogenkuriere einsetzen. Die Therapeutinnen glauben auch, dass die Frauen von den Tätern dazu gebracht worden seien, satanistische Rituale durchzuführen und etwa Blut zu trinken. Die Schilderungen bestätigen mehrere Mitarbeitende sowie Patientinnen, aber auch diverse Akten, die SRF vorliegen. Unsere erneute Kontaktaufnahme mit konkreten Fragen blieb bisher unbeantwortet. Offenbar sind aktuell mehrere Personen in Kaderpositionen im Urlaub. Allerdings erhalten wir die standardisierte Medienmitteilung als Antwort: "Rituelle Gewalt oder satanistische Verschwörungstheorie ist eine Thematik, die in unserer Gesellschaft immer wieder in verschiedenen Kontexten auftaucht, so auch im Kontext der Psychotraumatherapie. Alle Institutionen mit einem Angebot in Traumatherapie können mit dieser Thematik konfrontiert werden, so auch wir. Wir nehmen dies bei uns sehr ernst und haben aufgrund des Vorwurfs gegen einen Oberarzt von uns umgehend Massnahmen eingeleitet. Einerseits haben wir uns von besagtem Oberarzt getrennt, andererseits haben wir eine Visitation eingeleitet. Für die Visitation haben wir zwei unabhängige und renommierte Experten beauftragt. Der Bericht liegt uns vor und wurde ebenfalls bereits an die Gesundheitsdirektion des Kanton Thurgau geschickt. Die beiden Experten kommen zum Schluss, dass die Clienia Littenheid gut abschneidet. Im Bericht wird unter anderem festgehalten, dass wir unsere Behandlungskonzepte fachkundig umsetzen und über ein erfahrenes Team für komplex traumatisierte Patientinnen und Patienten verfügen. Es wird ausserdem betont, dass unsere Mitarbeitenden sehr engagiert und fachlich kompetent arbeiten. Diese arbeiten unter kontinuierlicher externer und interner Supervision. Als lernende Organisation nehmen wir Empfehlungen auf, überprüfen die internen Prozesse noch engmaschiger und passen Abläufe bei Bedarf umgehend an."   Kritik von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es denn auch Kritik im Bezug auf Transparenz und Offenheit. Diese bestehe nur aus dem Vorlesen des Quartalsberichts. „Es ist an der Zeit dass einige langjährige Mitarbeiter im höheren und mittleren Kader sich eine neue Stelle suchen, damit die Klinik überhaupt eine Chance auf Veränderung hat.“, eine weitere Aussage eines Mitarbeiters. Das Vertrauen in den GL sei unterdessen so geschädigt (siehe den anhaltende Welle der Kündigungen), dass es äussert schwer sei dieses zurück zu gewinnen. „Die Klinik braucht eine klare Struktur, klare Kommunikation, klare Regeln auch für die Einzel-Königreiche, eine sichtbare Geschäftsleitung mit offenem Ohr für die Neu-gegründete Personalkommission und Ihre Anliegen, das Einhalten der Mitteilungspflicht und Einholen von Vorschlägen der Personalkommission, einen Partner auf Augenhöhe werden.“ Seit dem 1. Februar 2022 ist Daniel Mark als Pflegedirektor tätig. Auf diese Vorwürfe haben wir von ihm noch kein Feedback erhalten. Die Probleme der Klinik scheinen vielschichtig und breitgefächert zu sein. Wir bleiben dran.    Ombudsstelle schmettert Beanstandungen zur ersten rec.-Reportage von SRF ab Bei der Ombudsstelle von SRF gingen nach der Sendung dann auch 70 Beanstandungen ein, unter anderem von Interviewpartnern der Reportage, von Therapeuten, Organisationen, Betroffenen und interessierten Betrachtern. Die Reportage sei einseitig, unsachlich, voreingenommen, verharmlose die echte Problematik und werfe alle Therapeuten in einen Topf, lauten die in den Beanstandungen geäusserten Hauptvorwürfe. Zudem habe sich das Reporterteam gegenüber seinen Interviewpartnern intransparent und unfair verhalten. Bemängelt wird ausserdem, dass in der Reportage keine Opfer zu Wort gekommen sind. Die Ombudsstelle stellt fest, dass die beanstandete Punkte in der Reportage nicht zutreffen und schmettern damit die Beanstandungen ab. Also alles richtig gemacht?! Fast - In einem Punkt heisst die Ombudsstelle die Beanstandungen gut.   Wichtiges Thema aufgegriffen Die Ombudsleute können die Argumente der Redaktion zum Auslassen der Opferperspektive nachvollziehen. Im Hinblick auf das Sachgerechtigkeitsgebot wäre es für die Ombudsleute jedoch nötig gewesen, in der Reportage zu erwähnen, warum man auf Stimmen von Betroffenen verzichtet habe. Insbesondere, weil damit die Gefahr des «second hit» (zweite Verletzung) besteht - wenn nämlich Opfern nicht geglaubt wird. In diesem Punkt heisst die Ombudsstelle also die Beanstandungen gut.   Alle restlichen Kritikpunkte der Beanstandungen unterstützt die Ombudsstelle nicht. Die Macher von «rec.» seien mit Sorgfalt ans Werk gegangen. Der Reporter reagiere zwar emotional, verhalte sich aber korrekt und fair. Die Dynamik von Verschwörungserzählungen werde treffend analysiert. Es sei sinnvoll, vor «false memory» zu warnen.     Harten Forderungen wird nicht entsprochen Gleich von mehreren Beanstandern und Protagonisten wurde die Löschung der Reportage und Teillöschung von einzelnen Passagen gefordert. Auf diese Forderungen geht die Ombudsstelle glücklicherweise nicht ein. Die Sendung kam zum richtigen Zeitpunkt und ist extrem wichtig, gerade in der heutigen Zeit.   Auch die Forderung, dass den beiden Reportern umgehend zu kündigen sei wurde nicht entsprochen. Die Ombudsstelle vertritt nach eigenen Aussagen den Standpunk, dass die Thematik sachgerecht aufgearbeitet wurde. Deshalb gehe sie auch auf diese Forderungen nicht ein.   Fazit der Ombudsstelle "Es ist nicht verboten, an Satan, einen irdischen Kampf zwischen Gut und Böse oder an eine Verschwörungserzählung zu glauben. Aber die Feedbacks von Fachpersonen und -stellen auf die Reportage, die Freistellung eines Oberarztes und zweier Lehrer:innen, die selbstkritische öffentliche Stellungnahme des Clienia-Klinikleiters Dr. Wild, sowie die angekündigte interne Untersuchung bei der Opferhilfe Castagna und letztlich auch die vielen Feedbacks von betroffenen Opfern und Angehörigen zeigen, dass die Thematik weiter kritisch diskutiert werden muss. Es wird in der Reportage nie behauptet, es gäbe keinen Missbrauch, keine unvorstellbaren Gewalttaten, schwer traumatisierte Opfer oder Tätergruppen und schlimme Missbrauchsformen an Kindern. Aber der Mythos, es gäbe eine satanistische Elite, die im Untergrund in Ritualen systematisch Kinder quält, ist und bleibt eine umstrittene Erzählung, die der Reporter und eine Vielzahl von Experten/Fachpersonen als Verschwörungserzählung bezeichnen.   Wir sind mit vielen Beanstander:innen einig, dass das gewählte Thema viel mehr Facetten hat, als in dieser Reportage abgebildet werden konnte. Wir begrüssen, dass das Thema öffentlich breit aufgenommen wurde und in Form von Beanstandungen kritisch diskutiert wird. Die Kritik nehmen wir ernst und zwingt uns unsere Arbeit zu reflektieren und daraus zu lernen. Es trifft zu, dass der Zugang zur Thematik dank dem Reporter ein persönlicher und subjektiver ist. Eine Löschung müsste mit dem Schutz des Persönlichkeitsrechts oder dessen Verletzung begründet werden und das wäre zivilrechtlich durchzusetzen und kann nicht im Beschwerdeverfahren nach RTVG beantragt werden. Trotzdem vertreten wir die Meinung, dass die Reportage ein relevantes Thema sachgerecht aufgearbeitet hat. Die Tatsache, dass es Personen in Bildung, Politik, Polizei und Therapie gibt, die an eine höchst umstrittene These glauben, ist öffentlich relevant. Dank der Vielfältigkeit und Diversität der Protagonist:innen, ihrer ausführlichen Schilderungen und ihrer Argumente auf kritisches Nachfragen ist es dem Publikum möglich, sich eine eigene Meinung zu bilden."   Stimmen der betroffenen Reporterinn und Reporter Nun liegt der Bericht der Ombudstelle vor und bis auf einen kleinen Punkt wurden sämtliche Beschwerden, Beanstandungen abgewiesen. Wir haben Ilona Stämpfli und Robin Rehmann kontaktiert und wollten zuerst wissen, wie sie sich nun fühlen, nachdem die Ombudsstelle keine Verfehlungen feststellen konnten. "Die Reportage hat hohe Wellen geschlagen, das ging auch an uns nicht spurlos vorbei.  Wir sehen den Bericht der Ombudsstelle als Bestätigung unserer Arbeit und sind ermutigt weiterhin genau hinzusehen und Missstände aufzudecken."   DMZ: Von mehreren Protagonisten wurde die Löschung der Reportage und/oder Teillöschung von einzelnen Passagen gefordert. Die Ombudstelle geht auf diese Forderungen nicht ein. Eine wichtige und richtige Entscheidung. Wie wichtig ist Ihnen dieser Entscheid? Stämpfli / Rehmann: "Wir sehen diesen Entscheid als positives Zeichen für den investigativen Journalismus. Wir sind von dieser Beurteilung ausgegangen, da wir jederzeit transparent, fair und sachgerecht gearbeitet haben."    DMZ: Es wurde ja gar teilweise verlangt, dass die Sie umgehend freigestellt werden sollten. Was hat bei Ihnen diese unglaubliche Forderung ausgelöst? Stämpfli / Rehmann: "Da wir jederzeit transparent, fair und sachgerecht gearbeitet haben, haben wir uns nie mit diesen Forderungen beschäftigt."   DMZ: Weil die Ombudsstelle den Standpunkt vertritt, dass die Thematik sachgerecht aufgearbeitet wurde, ging sie auch auf diese Forderungen nicht ein. Wie wichtig war dieser Entscheid für Ihre weiteren Arbeiten? Stämpfli / Rehmann: "Wir begrüssen diesen Entscheid, der kritischen Journalismus weiterhin zulässt."   DMZ: Niemand, auch nicht Regula Schwager, forderte unmittelbar nach den Dreharbeiten einen Rückzug des Interviews. Auch wenn dies öffentlich behauptet wurde. Nicht die einzige Falschaussage, mit der Sie konfrontiert wurden. War das zu erwarten, dass sich die Protagonisten so aus ihrer Situation retten wollen? Stämpfli / Rehmann: "Es wurden diverse Sachen behauptet. Wir sind froh, konnten wir auf das Rohmaterial der Aufnahmen zurückgreifen und diese Behauptungen entkräften."   Fairmedia hat einen vernichteten Kommentar nach der Sendung veröffentlicht und wird in keinem Punkt von der Ombudsstelle unterstützt. Wie sehen Sie die Rolle von Fairmedia in diesem konkreten Fall? Braucht es eine solche Stelle, wenn es augenscheinlich nicht nur um die Sache geht (unsere Behauptung)? Gab es einen Austausch mit Fairmedia direkt? Stämpfli / Rehmann: "Fairmedia hat öffentlich transparent gemacht, das der Verein drei Personen, die im Beitrag vorkommen, berät – also eine Partei vertritt. Es gab einen Austausch mit Fairmedia und wir haben auch dort wie gegenüber der Ombudsstelle unsere Arbeitsweise offengelegt. Dass uns nun die Ombudsstelle stützt, bestätigt unsere Arbeitsweise."   Die Ombudsstelle  Die Radio- und Fernsehprogramme der SRG SSR haben für jede der vier Sprachregionen eine eigene Ombudsstelle. Die Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz (SRG.D) behandelt Beanstandungen des Programms und des übrigen publizistischen Angebots von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Die Möglichkeit der Beanstandung besteht ebenfalls für Personen, welchen der Zugang zu einem der Programmangebote verweigert wurde. Die Ombudsstelle ist eine Schlichtungsstelle. Sie prüft die Beanstandung, fragt unter Umständen nach und vermittelt zwischen den Beteiligten. Sie berichtet allen Beteiligten spätestens 40 Tage nach Einreichen der Beanstandung, wie sie diese behandelt hat, über die Ergebnisse und wie sie abgeschlossen worden ist.   >> Detaillierter Bericht der Ombudsstelle       SRF rec.-Reportage „Der Teufel mitten unter uns“ Unsere Berichterstattung vom 7. Januar 2022   Verein Cara – Zentrum der Reportage Im Dokumentarfilm wird unter anderem der Präsident dieses Vereins („Interessenvereinigung zur Aufklärung und Vernetzung gegen rituellen Missbrauch und organisierte Gewalt“), Fritz Bamert, interviewt. Er sagt: „Es ist eben nicht selten. Es ist eine richtiggehende Parallelwelt, welche organisiert und geschützt ist, darum wollen wir darüber informieren und aufklären.“ Man kenne sehr viele Betroffene und Überlebende. „Also muss es auch umso mehr Täter geben. Und es sind tatsächlich viele. Die sind aus der Mittelschicht bis hin zu elitär. Satanisten, oder wie man ihnen auch sagen mag, Freimaurer. Diese sitzen teils an Schlüsselstellen und haben natürlich kein Interesse daran, dass das bekannt wird.“ Schweigen sei ein Schutz für sie. Der Reporter Robin Rehmann fragt nach, was bei solchen Ritualen denn passiere, worauf Bamert sagt: „Es wird gequält und gemacht bis zum Tod.“ Wie beiläufig fügt er an: „Und dann wird natürlich das Blut getrunken. Und das Fleisch gegessen.“ Dies sei eine Realität. Klare Fragen, klare Aussagen.   Offenbar sieht sich der Verein Cara nun genötigt, Stellung zu beziehen, bzw. sich sprichwörtlich aus der Affäre zu ziehen. Zwischenzeitlich hat der Verein ein öffentliches Statement zum Dokfilm veröffentlicht. Denn es seien falsche Aussagen im Film gemacht worden. „Die Einschätzungen des Soziologen (Marko Kovic Anm. DMZ) über die im Bericht interviewten Personen beziehen sich ausschliesslich auf – zusammengeschnittene – Filmaufnahmen der Interviewten“. „Das anscheinend ausschlaggebende Argument all dieser Berichte rund um die Thematik sind mangelnde Beweise. Für uns, wie bestimmt auch für die Fachpersonen, die sich mit der Thematik auskennen und mit Betroffenen konfrontiert sind sowie für Angehörige und Begleitpersonen Betroffener, sind die Betroffenen in erster Linie die Beweise.“, wird im Statement des Vereins weiter ausgeführt. „Wenn die Polizei bis jetzt keine – verwertbaren – Beweise gefunden hat, bedeutet dies, dass die Polizei bis jetzt keine verwertbaren Beweise gefunden hat. Es bedeutet nicht, dass es ORG nicht gibt.“ Der Verein Cara versucht sich herauszuschummeln. Die Aussagen im Interview waren unmissverständlich und glasklar. Aber auch die Haltung des Vereins ist klar. Eine Haltung, die der Verein im eigens produzierten Propagandafilm „Parallelwelten“, in dem es um rituellen Missbrauch geht, klar aufzeigt. In diesem kommt übrigens auch der Zuger Thomas Werner zu Wort. Werner ist nicht nur seit elf Jahren SVP-Kantonsrat und Kandidat für den Gemeinderat in Unterägeri, sondern auch der Leiter Ermittlungen Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich. Zu ihm kommen wir später noch. Wir haben den Verein Cara kontaktiert und leider bis heute noch keine Antworten zu unseren Fragen erhalten.   Erste Konsequenzen Einige Protagonisten aus der rec.-Reportage provozierten vor allem von ihren Arbeitgebern diverse Reaktionen. Auch ihr Umfeld reagierte teils empört über deren Aussagen in der Sendung. Dr. med. Matthias Kollmann, Oberarzt der Traumastation der Klinik Littenheid im Kanton Thurgau ist der festen Überzeugung, dass in der Schweiz rituelle Morde im Namen des Teufels praktiziert werden. Deshalb wurde er von der Klinik vorübergehend freigestellt.   Er spricht im Interview mit dem SRF von einer „Parallelwelt, die sich extrem gut zu schützen weiss“. Das habe ihm die Erfahrung mit Patienten gelehrt. Er habe einen Blick dafür entwickelt, Zeichen zu erkennen. Zudem stehe er im Austausch mit vielen anderen Therapeuten weltweit. Auch die beiden Lehrpersonen, die glauben, dass unter anderem unter der Burgruine Dorneck satanistische Rituale stattfinden, wurden entlassen.   Statement der Klinik Auf Anfrage teilt uns die Klinik mit, dass sie sich von den Aussagen ihres Oberarztes klar distanziere und erklärt, dass interne Abklärungen eingeleitet wurden. Sowohl Prozesse als auch Behandlungsabläufe und die persönliche Haltung des Betroffenen würden überprüft. Dr. med Matthias Kollmann sei ausserdem bis auf Weiteres freigestellt worden. „Wir sind in unserer Klinik immer wieder mit schweren Traumatisierungen konfrontiert, deren Ursprung oft nur schwer feststellbar ist. Ob, und falls ja, in welcher Form es rituelle Gewalt gibt, massen wir uns nicht an zu beurteilen. Dies ist insbesondere Sache der Strafverfolgungsbehörde“, führt der Klinikdirektor, Daniel Wild, aus. „In unseren Kliniken werden interne Prozesse laufend überprüft. Unsere Mitarbeitenden arbeiten unter kontinuierlicher externer und interner Supervision. Wir setzen bei all unseren Behandlungen auf evidenzbasierte leitlinienorientierte Methoden.“ Es muss sich nun zeigen, dass es sich bei dem Oberarzt um einen Einzelfall handelt, der mit solchen Ansichten und Theorien praktiziert und nicht der generellen Wahrnehmung der Klinik entspricht. Zumindest muss die Klinik genau gewusst haben, was Matthias Kollmann für Ansichten hat, da er seit Jahren verschiedene Vorträge zu den Themen hält. Auch der Beobachter berichtete bereits im August 2021. Das Konzept nennt sich „Rituelle Gewalt – Mind-Control“, das bei einzelnen Exponenten von Schweizer Traumatologen, wie Matthias Kollmann, Unterstützung findet. Sie gehen davon aus, dass in der Schweiz satanistische oder okkulte Netzwerke existieren, die Babys und Kinder rituell foltern, ihre Persönlichkeiten gezielt spalten und die Gesellschaft unterwandern, inklusive Polizei und Gerichte.   Fairmedia zerreisst die rec.-Reportage Das SRF Team hat wie gesagt ins Schwarze getroffen und sehr Vieles ausgelöst. Zum Glück! Kein Wunder also, setzen sich die Betroffenen nun zur Wehr, wenn auch meist mit Falschaussagen und absurden Ausreden. Nach Aussagen von Fairmedia haben sich nach der Ausstrahlung mehrere Personen, die in dem Beitrag vorkommen, bei Fairmedia gemeldet. Der Verein Fairmedia bezweckt, eine Anlaufstelle für die Be­troffenen von medialen Überschreitungen durch praktische, allenfalls auch juristische Beratung, zu betreiben oder zu unterstützen. Alle Personen hätten gegenüber dem Verein von unsauberen journalistischen Methoden gesprochen und fühlten sich, eigenen Aussagen gemäss, von den Journalistinnen und Journalisten hinters Licht geführt. Die vielen Meldungen zu dieser Sendung hätten den Verein dann bewogen, den Fall genauer zu untersuchen und die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Dass dies in einem reisserischen und tendenziösen Artikel gemacht wurde, lässt einige Zweifel über die echten Absichten des Vereins aufkommen. Denn genau das, was Fairmedia von den Medien verlangt, scheint hier vergessen gegangen zu sein. So werden u.a. Aussagen, Meinungen der betroffenen Protagonisten als bare Münze genommen, sogar dann, wenn es gegenteilige Beweise gibt. Letztlich aber ist die rec.-Reportage als solche selbsterklärend und dürfte für diejenigen, die sich nun herauswinden und von ihren persönlich gemachten Aussagen distanzieren wollen, kaum gelingen. Gesagt ist gesagt und kann nur mit einer Entschuldigung und mit einem Eingeständnis, Falsches gesagt zu haben (wenn überhaupt) reingewaschen werden. Allerdings muss man betonen, dass die nun reklamierenden Protagonisten bereits in der Vergangenheit an anderen Stellen genau diese oder zumindest solche Aussagen gemacht haben (Ruth Mauz, Samuel Kullmann: „Gewählt, um hinzuschauen“ – Tabuthema ritueller Missbrauch - Stiftung Zukunft CH (zukunft-ch.ch)Satanistische Rituale auf Schloss Lenzburg? – Relinfo.chhttps://lifechannel.ch/radio/wenn-kinder-rituell-gewalt-angetan-wird (wurde inzwischen gelöscht), Samuel Kullmann "Man kann es mit 'Für das Leben' zusammenfassen" - tize.ch , Matthias Kollmann Inhalt Gruppe Rituelle Gewalt INPS Einlegeblatt 9 2015, 1 Einführung Impulstagung 2018 (inps.ch), «Rituelle Gewalt – Mind-Control»: Umstrittene Traumatherapie | Beobachter, http://www.inps.ch/repository/docs/1_Einführung_Impulstagung_2018.pdf, Daniel Vuilliomenet, Der Fall Nathalie: Das Kind hat die Hölle überlebt - Mutmaßlicher Kinderschänder nach wie vor frei (pressetext.com)Fall Nathalie - Kritik an der Kindsmutter geäussert: Nun kommt der Konter an die Anklage (solothurnerzeitung.ch), Thomas Werner im Film fricktal.info - «ParallelWELTEN – Abgründe Ritueller Gewalt»,...)   Wir kontaktieren Fairmedia Wir haben den Verein Fairmedia kontaktiert und unsere Einschätzung dargelegt, sowohl zur rec.-Reportage, wie auch zu der Kritik von Fairmedia gegenüber den Journalisten von SRF. Fairmedia findet, dass „die Art und Weise, wie der Reporter im Film mit den Protagonist:innen umgeht, als herablassend gewertet werden kann und keinen professionellen Umgang mit Betroffenen darstellt. Unabhängig davon, wie abstrus die Schilderungen von Interviewpartner:innen scheinen, verdienen auch diese Menschen Respekt und sollten nicht vorgeführt werden.“ Wie der Verein Fairmedia zu dieser Ansicht gekommen ist, wollten wir unbedingt in Erfahrung bringen.   Jeremias Schulthess, Geschäftsführer des Vereins Fairmedia, beantwortete unsere Fragen. Wir wollten als Erstes wissen, wie die Begleitung der betroffenen „Geschädigten“ aus der rec.-Reportage konkret aussehe: „Wir beraten in medienethischen und medienjuristischen Fragen!“, was eine allgemeine Antwort zu sein scheint. Auch auf unsere Frage, wer denn die Personen seien, die Fairmedia in ihrem Bericht erwähnen, die Fairmedia aufgrund der Schilderungen zur Sendung befragt hätten, wurde uns nicht befriedigend beantwortet: „Die Identität der Personen, die bei uns Beratung suchen, behandeln wir in jedem Fall vertraulich. Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass wir Ihnen diese Namen deshalb nicht nennen können“, sagt Jeremias Schulthess von Fairmedia. Schulthess sagt, dass aus Sicht von Fairmedia „das Gebot zur Transparenz nicht eingehalten wurde, da einige Protagonist:innen im Film (mehr als die 3 Personen, die sich bei uns gemeldet haben) nicht über den Kontext des Beitrags informiert wurden. Dies entspricht nicht den Leitlinien des SRF.“ Dies können wir nicht nachvollziehen, da aus unserer Sicht immer transparent informiert wurde und sogar noch im jeweiligen Interview (siehe Aufzeichnungen) mehrfach präzisiert wurde, worum es genau geht. In allen Interviewanfragen haben die beiden Journalisten von SRF transparent angekündigt, dass sie sich als SRF-Journalist:innen für das Thema der rituellen Gewalt interessieren. Im Q&A gehen sie auf Fragen und Kritik zur Reportage ein: https://www.youtube.com/watch?v=Y0WUiuvWV6E&t=2s“.   „Wir berichten in keiner Weise tendenziös, sondern ausgewogen und differenziert.“ Jeremias Schulthess, Geschäftsführer Fairmedia   Fairmedia lässt unseren Vorwurf nicht gelten, dass man bereits in der Einleitung ihres Berichtes feststellen könne, dass Fairmedia tendenziös berichtet, da insbesondere der Livestream von Robin Rehmann dazu zur Hilfe genommen wird, anstatt die rec.-Reportage von SRF als solche zu beurteilen. So gesehen ist ihre Vorgehensweise unfair und hat nichts mit der rec.-Reportage als solches zu tun. Jeremias Schulthess sagt dazu: „Wir berichten in keiner Weise tendenziös, sondern ausgewogen und differenziert. Dass wir auf den Livestream verweisen, liegt daran, dass der Journalist in diesem über 2-stündigen Video sehr ausführlich auf die SRF-Sendung zu sprechen kommt. Der Livestream wird in unserem Beitrag sehr klar eingeordnet, indem wir schreiben, dass es sich dabei um einen privaten Kanal handelt, bei dem nicht klar ist, ob Robin Rehmann als Journalist oder Privatperson auftritt.“ Das bestreiten wir nicht, trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass hier versucht wird, den Journalisten unsauberes Vorgehen zu unterstellen, ohne dafür einen Beweis erbringen zu können. Bei unserer Recherche und dem Abgleich der Sendung und den gemachten Angaben im Beitrag von Fairmedia stellen wir fest, dass SRF, entgegen den Behauptungen des Journalisten von Fairmedia, in allen Punkten klar und unmissverständlich kommuniziert hat.   Rituelle oder satanisch-rituelle Gewalt Jeremias Schulthess sagt dazu, dass "der Journalist in den Interviewanfragen jeweils von „ritueller Gewalt“ geschrieben“ hat. Im Film ging es jedoch ausschliesslich um satanistisch-rituelle Gewalt/Missbrauch – was laut Definition nicht dasselbe ist wie "rituelle Gewalt".“ Allerdings kann man im Film klar hören, dass die beiden SRF-Journalisten wiederholt differenziert haben und gesagt haben, dass das Interesse speziell auf den satanistischen rituellen Missbrauch zielt.    In den Interviews wurde das Thema satanistisch-ritueller Missbrauch erwähnt, was man auch in den Interviewsequenzen sieht, respektive hört. Schulthess sagt dazu: „Manche Interviewpartner:innen sprechen deutlich erkennbar auch von satanistisch-rituellem Missbrauch. Andere differenzierten in den Interviews hingegen zwischen „ritueller Gewalt“ und „satanistisch-ritueller Gewalt“. Diese Differenzierung kommt im Beitrag jedoch nicht hervor, da die Journalist:innen die Begriffe „rituelle Gewalt“ und „satanistisch-rituelle Gewalt“ im Beitrag synonym verwendeten.“ Dies scheint allerdings doch eine sehr spitzfindige Deutung zu sein. Im Artikel behauptet der Schreiber ebenfalls, dass man den Journalisten klar gemacht habe, während des Seminars (Verein Cara) nicht zu filmen, SRF aber trotzdem weitergefilmt habe. Diese Aussage ist ebenso falsch.   Wir haben Fairmedia weiter mitgeteilt, dass die beiden SRF-Journalisten nun sicherlich auch schwere Tage hinter sich hätten und weitere noch vor sich, vor allem wegen der Berichterstattung von Fairmedia. „Könnten sich die Beiden nun auch bei Ihnen melden und um Hilfe bitten?“ Sie könnten, so Jeremias Schulthess: „Es können sich bei uns alle Personen melden, die entsprechend unserem Angebot beraten werden möchten.“ Unserer Behauptung, dass offenbar der kritische Bericht von Fairmedia über die rec.-Reportage von SRF Vieles enthält, was vom Hörensagen herrührt, bzw. was die Protagonisten nun erzählen würden, wurde widersprochen. „An dieser Stelle möchten wir klar betonen, dass wir nicht Aussagen „vom Hörensagen“ übernommen haben, sondern diese soweit wie möglich mit schriftlichen Dokumenten und Befragung von voneinander unabhängigen Quellen verifiziert haben. Wo sich unser Beitrag auf mündliche Aussagen von betroffenen Personen stützt, ist dies klar gekennzeichnet, so dass sich die Leser:innen ein eigenes Bild machen können. Ausserdem haben wir das SRF zum Beitrag ausführlich Stellung nehmen lassen und diese Stellungnahme bei den entsprechenden Vorwürfen publiziert.“ Zu unserer Aussage, dass wir sehr überrascht seien, dass ausgerechnet der Verein Fairmedia einen solchen Meinungsartikel, bzw. Kommentar, der nicht einmal als solcher gekennzeichnet ist, veröffentlicht, nahm Fairmedia keine Stellung.   Fairmedia betont im Artikel, dass es ihnen nicht darum gehe, die Äusserungen der interviewten Personen zu bewerten, sondern lediglich darum, ob die Personen im Zusammenhang mit dem Beitrag gemäss journalistischer Sorgfaltspflichten fair behandelt wurden oder nicht. Genau an dieser Stelle müsste der Artikel von Fairmedia enden, denn diese Fairness ist aus Sicht von Betrachterinnen und Betrachtern, Medienleuten, Experten und auch vom SRF durchaus gegeben.   Die rec.-Reportage ist zum richtigen Zeitpunkt gekommen Die Sendung ist zum richtigen Zeitpunkt gekommen und zeigt in beispielloser Manier, dass sie Berechtigung und grosse Wichtigkeit hat, sieht man sich nur die Reaktionen in Kommentarspalten, Zeitungen, auf Social-Media usw. nach der Ausstrahlung der Sendung an. Ein regelrechter Aufschrei ging durch die Medienwelt. Auch der Religions- und Sektenexperte Georg Otto Schmid bestätigt, dass das Verschwörungsnarrativ der satanistischen rituellen Gewalt seit der Coronazeit mit der QAnon-Bewegung noch übersteigert worden sei.   In der rec.-Reportage kommt auch der Soziologe Marko Kovic zu Wort und sieht in der Erzählung eine Verschwörungserzählung und warnt vor einer Multiplizierung derselben, wenn diese von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bei Opfern von Missbrauch “hervorgerufen” würden. „Dass sich Betroffene an satanistische Rituale und Ereignisse zu erinnern glauben, ist mit dem “false memory syndrome” zu erklären. Falsche Erinnerungen aus der frühesten Kindheit können beispielsweise in Therapiesettings suggeriert werden. Opfer, die tatsächlich Missbrauch erfahren haben und bei Fachleuten oder Vertrauenspersonen Hilfe suchen, könnten somit ein zweites Mal traumatisiert werden, indem sie mit furchtbaren falschen Erinnerungen leben müssen, der Teufel oder satanistische Zirkel hätten sie gequält und missbraucht.“   Weiteres Statement auf der Website des Vereins Cara Der Verein Cara scheint massiv getroffen, dass er gleich noch ein weiteres Statement, in Form eines Kommentars von Dr. med. Jan Gysi-Kaddour, Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie FMH, veröffentlicht hat. Der Verein versucht dies so dazustellen, als handle es sich um eine Fachperson aus den eigenen Reihen (Der Verein musste den Beitrag zwischenzeitlich wieder entfernen). Wir haben Jan Gysi natürlich auch kontaktiert, und es stellt sich heraus, dass er diesen Kommentar nur für seine eigene Webseite verfasst hat und nicht für den Verein Cara. „Mit dem Verein Cara habe ich keine Zusammenarbeit. In Fachkreisen werden die Aktivitäten des Vereins kritisch beobachtet. Im Text habe ich diese Kritik eingebaut, die Probleme mit dem Verein aber in einen grösseren Gesamtkontext gestellt“, sagt Gysi dazu und betont, dass er nicht im Auftrag von jemandem gehandelt hat. „Als Fachperson habe ich das Recht, zu einem aus meiner Sicht problematischen Beitrag auf SRF Stellung zu beziehen und auf meiner Webseite zu publizieren. Zu ritueller Gewalt gibt es viele offene Fragen, die kritisch diskutiert werden müssen, aber nicht in der Art und Weise, wie SRF dies getan hat. Fachpersonen, die ritualisierte Gewalt zu verstehen versuchen, sind nicht automatisch Anhänger von Verschwörungstheorien.“   „Die Behauptung, dass es satanistische Netzwerke gibt, die Kinder quälen, töten, verstümmeln und im Namen des Teufels ihr Blut trinken, ist eine - oft antisemitisch eingefärbte – Verschwörungstheorie.“ Dr. med. Jan Gysi-Kaddour Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie FMH   Er schreibt einen sehr ausführlichen Bericht, ein Statement zur rec.-Reportage, also aus eigenem Antrieb. In der rec.-Reportage kommen verschiedene Personen aus der Opferhilfe, Psychiatrie, Lehrerschaft und Polizei zu Wort. Sie alle sind der Überzeugung, dass es in der Schweiz viele Opfer von satanistischen rituellen Gewalttaten gebe. Beweise gibt es dafür keine, trotzdem duldet man keine Kritik: „Täter“ erkenne man daran, dass sie den Verein diffamierten, so Cara-Präsident Fritz Bamert. Jan Gysi schreibt in seinem Kommentar, dass „der Film den schwerwiegenden Fehler begeht, weder zu differenzieren noch fachlich ein zuordnen.“ Aber genau dieser Eindruck wurde aus unserer Sicht nicht vermittelt.   Er folgert weiter, dass sogar „eine einseitige, unkritische und nur auf Verschwörungstheorien basierende Perspektive eingenommen“ werde. Wir wollten wissen, worin sich dies seiner Ansicht nach zeigt. Der Kern seiner Kritik bestehe darin, dass die Begriffe „Rituelle Gewalt“ und „Satanistische Gewalt“ aus seiner Sicht als Synonyme verwendet wurden. „Im Sinne von: Wer versucht, die Berichte von ritueller Gewalt besser zu verstehen, der glaubt an satanistische Verschwörungstheorien.“ Dabei seien dies Begriffe, die klar voneinander getrennt werden müssten. Im Film werde nicht versucht, das Phänomen rituelle Gewalt losgelöst von satanistischen Verschwörungstheorien aufzuarbeiten. Dadurch werde unter anderem von den realen gesellschaftlichen Problemen im Umgang mit sexualisierter Gewalt abgelenkt, wie etwa ambulante und stationäre Versorgungslücken für Menschen mit Traumafolgestörungen, mangelnde Ressourcen für Ermittlungsbehörden im Kampf gegen neue Formen sexualisierter Gewalt an Kindern im Internet, und Mängel in der Ausbildung vieler Berufsfelder zu Trauma und Gewalt. Sicherlich Probleme, die zwingend anzugehen sind, die aber aus unserer Sicht nichts mit dem Beitrag und der Aufklärung dahinter zu tun hat. Es ist ebenso wenig festzustellen, dass versucht wird von etwas abzulenken. Und die rec.-Reportage handelte explizit von ritueller Gewalt und von satanistischen Zirkeln, die die Protagonisten in der Reportage detailliert beschreiben.   Opferhilfeorganisation Castagna auf Abwegen Auch Traumatherapeutin Regula Schwager von der Opferhilfeorganisation Castagna glaubt daran und spricht von Tier- und Menschenopfern und von einer reichen Oberschicht, die für die Teilnahme bei den Kindesmisshandlungen viel Geld zahlen würde. Castagna ist vom Kanton Zürich offiziell anerkannt und erhält jährlich über eine halbe Million Franken an Steuergeldern. Die Opferhilfeorganisation veröffentlichte nach der Ausstrahlung der Sendung ein Statement: „CASTAGNA ist eine Beratungs- und Informationsstelle für sexuell ausgebeutete Kinder, Jugendliche und in der Kindheit ausgebeutete Erwachsene. Im Rahmen eines geplanten Beitrags zu ‘ritueller Gewalt’ wurde CASTAGNA seitens SRF Mitte November 2021 für ein Interview angefragt. Leider entsprach das Interview weder in Form noch Inhalt den zuvor mit SRF getroffenen Vereinbarungen noch jeglichen medienethischen Gepflogenheiten. Mit Erkennen der Situation wurde das Interview noch auf Platz zurückgezogen. Zweitens wurden Aussagen aus dem eigentlichen Kontext gerissen und in einen weitergehenden Zusammenhang gebracht bzw. filmisch geschnitten. Drittens wurde die Co-Leiterin von CASTAGNA, Frau Regula Schwager, gegen ihren Willen Teil eines Beitrags, der in inhaltlicher Ausrichtung so nie kommuniziert worden ist.“ Diese Darstellung ist allerdings falsch. Leider haben wir Frau Schwager, wie auch die Opferhilfeorganisation für eine weitere Stellungnahme nicht erreichen können.   Polizei ermittelt auch bei Meldungen zu satanischen Kindsmisshandlung Ein hochrangiger Polizist sagt ebenfalls, dass es möglich sei, dass rituelle, satanistische Kindsmisshandlung in der Schweiz stattfindet. Darauf angesprochen, sagt Thomas Werner, Leiter Ermittlungen Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich und Zuger SVP-Kantonsrat: „Ich persönlich gehe davon aus, dass es das tatsächlich gibt.“ Die Einschätzung des Soziologen Marko Kovic in der rec.-Reportage: „Ich glaube, der Thomas Werner hat das Herz definitiv am richtigen Fleck und setzt sich für die Schwächsten, also für diese Kinder ein, die von diesen Netzwerken missbraucht werden.“ Jedoch habe er „offensichtlich einen totalen kognitiven Tunnelblick. Ich denke, jemand wie er, in einer solch verantwortungsvollen Position, dürfte sich erstens nicht für Propaganda einspannen lassen, denn das ist es. Propaganda“. „Zweitens“, so Kovic: „Müsste er die Fähigkeit zum kritischen, selbstreflektierten Denken haben.“ Seine damaligen Vorgesetzten hatten nach eigenen Angaben vor mehreren Jahren Thomas Werner erlaubt, im Propagandafilm „Parallelwelten“ aufzutreten. Ebenfalls in der rec.-Reportage von SRF, wo seine Aussagen unmissverständlich sind und mehrfach durch ihn bestätigt werden. Der Arbeitgeber teilte nach der Sendung mit, dass sich „Thomas Werner bei seiner Antwort generell auf organisierte Misshandlung von Kindern bezog und nicht auf die, in der Reportage erwähnten abstrusen satanistischen Verschwörungstheorien. In diesem Zusammenhang war die Aussage im Kontext unglücklich.“ Unsere Frage, ob künftig von der Polizei solche Beiträge vor der Ausstrahlung noch geprüft würden, blieb unbeantwortet: „Ich hoffe Sie verstehen, dass wir uns derzeit nicht weiter äussern, weil wir die Umstände des Interviews und den Inhalt des Films derzeit mit den Verantwortlichen von SRF analysieren.“, teilt uns die Stadtpolizei Zürich mit.   Auch Samuel Kullmann, Grossrat im Kanton Bern (EDU) wandte sich an Fairmedia. „Ich finde den Artikel von Fairmedia zur Doku hervorragend. Ich habe dem Autor nach Erscheinen des Artikels meine persönliche Stellungnahme zur Doku geschickt, welche ich auch öffentlich auf meinem Facebook-Profil geteilt habe, und mich bei ihm für den Artikel bedankt.“   „Mein Eindruck ist, dass die beiden Experten in der Doku völlig fehl am Platz sind und es ihnen am nötigen Fachwissen und der Erfahrung fehlt.“ Samuel Kullmann, Grossrat im Kanton Bern (EDU)   Wir wollten von Samuel Kullmann wissen, was er nun konkret von SRF als Reaktion auf seine Kritik erwarte: „Ich wünsche mir von SRF eine seriöse und faire Doku über das Thema rituelle Gewalt, welches ich als äusserst komplex erachte.“ Er habe bisher auch noch keine rechtlichen Schritte gegen das SRF und/oder die Journalisten eingeleitet. „Da die Vorbesprechung des Themas telefonisch stattfand, kann ich auch nichts beweisen, weshalb mir entsprechende Schritte wenig sinnvoll erscheinen.“ Für ihn habe die Sendung bisher auch keine Konsequenzen zur Folge gehabt: „Da meine Partei hinter mir steht und um mein Engagement in dieser Thematik weiss und dies unterstützt, gab es keine negativen Konsequenzen für mich. Vereinzelt wurde ich in den sozialen Medien für meine Statements in der Doku kritisiert. Viel schwieriger für mich war von zahlreichen Betroffenen von ritueller Gewalt zu erfahren, wie schlimm diese Doku für sie war.“   Unvergleichliches Familiendrama Schockierend auch die Geschichte von Familie Hagger. Robin Rehmann besuchte Gabriela Hagger, deren Tochter wegen einer psychischen Erkrankung unter anderem auch auf der Traumastation der Klinik Littenheid in Therapie war. Plötzlich habe die Tochter ihren Vater beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Auch habe sie von schlimmen satanistischen Ritualen erzählt, die ihre Eltern auf dem Friedhof von Appenzell mit ihr gemacht haben sollen. Diese Erzählungen konnten nie nachgewiesen werden. Trotzdem wurde den Eltern der Kontakt zur Tochter verwehrt, erzählt Hagger, da der behandelnde Psychotherapeut die Schilderungen der Tochter als glaubwürdig einschätzte und sich die Kesb und die Behörden auf dieses Gutachten stützten.   “Satanic Panic” Unter “Satanic Panic” war der Glaube an satanistische Gewaltrituale bereits in den 80er und 90er Jahren in den USA verbreitet. Dort wird das Thema ritueller Gewalt vor allem in Beziehung auf angeblich massenhaften Kindesmissbrauch durch satanistische Sekten kontrovers diskutiert. Während ein Teil fest davon überzeugt war, dass satanistischer Missbrauch weit verbreitet sei und jährlich bis zu 60.000 Menschen das Leben koste, meinen die Skeptiker, dass es sich nur um eine „moral panic“ handle, eine Massenhysterie, ähnlich dem Hexenglauben im Mittelalter.   In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurden immer mehr Fälle ritueller Gewalt in den USA bekannt. Skeptiker führen dies auf die mediale Verbreitung von Michelle Smiths Buch und des McMartin-Prozesses zurück. Lehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten und Polizisten wurden in Fortbildungsseminaren über die rituelle Gewalt geschult und entdeckten daraufhin immer neue Fälle. Die Annahme, es gäbe ein grosses Netzwerk satanistischer Gruppen, die rituelle Gewalt an Kindern ausübten, wurde von einer breiten Koalition von fundamentalistischen Christen, Feministinnen, Ärzten, Polizisten und Sozialarbeitern getragen. Als Motiv für die angeblichen Verbrechen wurde anfangs die religiöse Verehrung Satans angenommen, später glaubte man, es gehe um Bewusstseinskontrolle und den sexuellen Missbrauch an sich. Vereinzelte Anhänger der Annahme, es gebe massenhaften satanistischen Missbrauch, verknüpften sie mit weiteren Verschwörungstheorien gegen Freimaurer oder Jesuiten und behaupteten, diese würden satanistische rituelle Gewalt anwenden, um eine „Neue Weltordnung“ herbeizuführen.   Diese Verschwörungstheorie verbreitete sich, weil plötzlich viele Betroffene erzählten, sich daran erinnern zu können, von satanistischen Täterkreisen missbraucht worden zu sein. Solche Erinnerungen kamen zumeist im Zuge von Trauma-Erinnerungstherapien zum Vorschein. Die Täter seien angeblich in geheimen satanistischen Zirkeln verbunden, würden ihre Opfer schwängern, die Neugeborenen auf einem Altar töten und essen. Beweise für solche Zirkel und Rituale konnten keine erbracht werden.   Rituelle Gewalt - Satanisch rituelle Gewalt Rituelle Gewalt ist eine Form planmässiger und systematisch ausgeführter körperlicher und psychischer Gewalt. Sie wird in Gruppierungen ausgeübt, die ihre Handlungen in ein Glaubenssystem einbetten oder ein Glaubenssystem vortäuschen. Die Traumatisierung der Opfer kann dissoziative Identitätsstörungen zur Folge haben. Charakteristisch für rituelle Handlungen sind wiederkehrende Symboliken und gleichförmige Handlungen, wie sie etwa während kultisch-ritueller, satanistisch-magischer Rituale vollzogen werden. Eine genuin religiöse Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer Sekte ist aber keine Voraussetzung. Derartige rituelle Elemente finden sich auch als stereotype Handlungsmuster vor allem im Umfeld der Kinderpornografie. Mit ritueller Gewalt ist also satanisch rituelle Gewalt gemeint.   Auch in der Schweiz konnten bis heute keine gemeldeten Fälle der satanistischen, rituellen Gewalt nachgewiesen werden. Trotzdem findet der Glaube an satanistische rituelle Gewalt immer mehr Verbreitung.   Bündelung der Kräfte Es ist offensichtlich, dass sich die Kräfte und Protagonisten gebündelt und versammelt haben, um sich „rauszureden“. Es wird nichts unversucht gelassen, hier einen Sündenbock zu finden, um einerseits den Inhalt ihrer Aussagen zu rechtfertigen, da sie allesamt immer noch voll dazu stehen, aber auf der anderen Seite behaupten, falsch dargestellt worden zu sein. Das Problem ist eben gerade dies, dass man die Leute genau so authentisch und echt wiedergegeben hat.   Wir haben auch Marko Kovic kontaktiert und gefragt, was er von der ausgelösten Welle hält und wie er sich das erklärt, wie er den Fairmedia Bericht einordnet und was noch zu erwarten ist. „Ich denke, dass die im Dok-Film kritisierten Anhänger*innen der Satanic Panic-Verschwörungstheorie versuchen, sich gegen die Kritik und die Empörung zu wehren, indem sie SRF beschuldigen, sie irgendwie unfair behandelt zu haben.“   „Zum Beispiel geht Fairmedia dem schlaumeierischen Einwand auf den Leim, dass es doch gar nicht um satanische rituelle Gewalt, sondern nur um rituelle Gewalt gehe. Hätte Fairmedia zum sehr gut dokumentierten Thema Satanic Panic recherchiert, wäre sofort aufgefallen, dass rituelle Gewalt eben satanische rituelle Gewalt meint.“ Marko Kovic, Soziologe   Diese Umdeutung des Ganzen sei in sachlicher Hinsicht Humbug, aber habe eine gewisse emotionale Überzeugungskraft, wenn man sich mit den konkreten Inhalten nicht befasse: „Das grosse SRF stellt unbescholtene Bürger*innen in ein schlechtes Licht; nur, weil diese sich für das Kindeswohl einsetzen. Kombiniert mit der momentan allgemein aufgeheizten Stimmung gegen "Mainstream-Medien" entsteht so ein Narrativ, das nicht ganz ohne Impact ist.“   Hauptvorwurf von Fairmedia ist falsch Marko Kovic sagt, dass die Kritik von Fairmedia seines Erachtens ausgesprochen oberflächlich und grundsätzlich schlecht recherchiert sei. „Zum Beispiel geht Fairmedia dem schlaumeierischen Einwand auf den Leim, dass es doch gar nicht um satanische rituelle Gewalt, sondern nur um rituelle Gewalt gehe. Hätte Fairmedia zum sehr gut dokumentierten Thema Satanic Panic recherchiert, wäre sofort aufgefallen, dass rituelle Gewalt eben satanische rituelle Gewalt meint.“   Was sagen die Macherin und der Macher? Wir wollten natürlich auch von Ilona Stämpfli und Robin Rehmann wissen, was für Reaktionen sie auf die rec.-Reportage von ihnen erhalten haben, bevor von den Protagonisten alles abgestritten wurde? „Es gab Reaktionen in alle Richtungen. Neben viel Zuspruch für unsere Arbeit gab es auch Empörung. Das hat gezeigt, dass wir mit unserer Reportage einen Nerv getroffen haben.“ Nach Ausstrahlung der DOK Sendung berichteten die Medien. Unter den jeweiligen Artikeln gab es eine Flut von Kommentaren, die fast alle die Protagonisten in ihren Aussagen unterstützten (zu finden im Anschluss an diesen Artikel). Wie die beiden das einschätzen, hat uns interessiert: „Unser Beitrag wurde in Telegramm-Gruppen geteilt und es wurde zur Gegenrede aufgerufen. Obwohl wir das wussten, sind wir über die vielen Kommentare überrascht.“ Der Shitstorm und die Angriffe nahmen ein Ausmass an, das für das Team bedrohlich wurde. Zum Glück erfahren die Beiden Unterstützung von ihren Vorgesetzten und auch von den Zuschauern. „Der Austausch mit anderen Journalist:innen, die auch schon in einer ähnlichen Situation waren, hilft ebenfalls. Gleichzeitig machen uns viele positive Rückmeldungen Mut.“ Sich einer Flut von Kommentaren zu stellen, sei belastend. Trotzdem sei es wichtig als Journalisten auch da hinzusehen, wo es unbequem werden könne.   Stellungnahme SRF zur Recherche Alle Personen, die für den Beitrag von «Rec» interviewt wurden, wurden mit den Recherchen sowie den Standpunkten der beiden Experten Georg Otto Schmid und Marko Kovic konfrontiert. Die interviewten Personen bezweifelten in ihren Antworten die Standpunkte der Experten. Es fehle den Experten an Nähe zu den Opfern, um die Situation richtig einzuschätzen. Zudem betonten die Interviewpartner, dass es sich bei satanistisch ritueller Gewalt nicht um eine Verschwörungserzählung handelt.   Kantonspolizist Thomas Werner ergänzt zu seinen Aussagen, dass es sich bei solchen Anzeigen um Offizialdelikte handle, die von Amtes wegen verfolgt werden müssen.   Die Clienia Littenheid AG teilt in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber «10vor10» mit: «Wir sind in unserer Klinik immer wieder mit schweren Traumatisierungen konfrontiert, deren Ursprung oft nur schwer feststellbar ist. Ob, und falls ja, in welcher Form es rituelle Gewalt gibt, massen wir uns nicht an zu beurteilen. Dies ist insbesondere Sache der Strafverfolgungsbehörde. Die Clienia Littenheid distanziert sich in aller Form von den persönlichen Aussagen des Oberarztes. Wir nehmen dies sehr ernst und haben umgehend interne Abklärungen eingeleitet.»    ...................................................   Unglaubliche Kommentare  Am 17. Dezember 2021 schreibt u.a. 20Min: „Psychiatrische Klinik stellt Oberarzt nach Satanisten-Aussage frei Satanisten foltern und schlachten in der Schweiz rituell Kinder: Das glaubt laut einer SRF-Doku eine Gruppe von Psychiatern, Therapeuten, Polizisten, Lehrpersonen – ohne jeden Beweis. Nun haben ihre Aussagen Konsequenzen.“ Die Reaktionen darauf könnten nicht schockierender sein. Die Kommentare zielen fast alle in die selbe Richtung: Mainstreammedien, die Aussagen in den Interviews sind wahr, diese Satanischen Zirkel gibt es, SRF ist gekauft und die journalistische Arbeit sei schlecht. Beweis, dass es diese Zirkel gibt, ist dieser Film. Unfassbar wie die Welt bei der lauten Minderheit bereits verkommen ist in Wahnvorstellungen. Wir veröffentlichen hier ungekürzt und ohne Korrekturen (die Kommentarfunktion unter dem 20Min Artikel wurde anschliessend eingestellt):   „Das wirft auch ein Licht auf die Qualität der bei Corona Demonstrationen auftretenden Wissenschaftler. Niemand ist offensichtlich vor Verschwörungen mehr sicher. Trump, dem msn den Kampf gegen die Kinderfresser andichtet, ist selber im Focus der Ermittler in der Epstein Affäre, wo Kinder sozusagen vernascht wurden. Man nehme eine bekannte Geschichte, verändere sie nach seinem Gusto und schon ist eine Verschwörung mit wahrem Kern im Umlauf.“   „wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd“   "Atome gibt es doch nicht. - Habt ihr schon je welche gesehen?"; Aussage Prof. Ernst Mach (Definition Mach = Überschallgeschwindigkeit). - Ich sah bisher auch nur die langen Schatten von Atomen oder deren Teilchen - Photomultipliertechnik in der Kernforschung am damaligen SIN (heute PSI). Annexanstalten der ETH.“   „leider sind diese Rituale Tatsache, finden auch in der Schweiz statt, und sind jenseits aller Vorstellungen. und noch schlimmer, wenn die Öffentlichkeit erfährt, wer diese Verbrechen macht, fallen sie aus allen Wolken, mehr sage ich nicht“   „Alles Systemmedien und gekauft! Ich glaube nur noch was ich sehe und Geb. Grimm!!“   „Es gibt auch schwarze Schwäne, obwohl ich bisher nur weisse gesehen habe. (Nach Karl R. Popper - kritischer Rationalismus). Umgekehrt gibt es diverse Albinos.“   „Q-Anon hatte also doch Recht, wusste ich's doch!!“   „Eine Gruppe von Menschen m, riskiert alles…einfach so, ohne das etwas wirklich dahinter stecken könnte? Komisch…“   „Gebt diesem Herrn ein Zimmer in der Klinik. Aber in der geschlossenen Abteilung!“   „Verschwörungstheorie ist heute für die klassischen Medien was die Wissenschaft einst aus Sicht der Religion war: Ketzerei.“   „Die Systempresse ist vor allem auch obrigkeitshörig. Also total unkritisch - gegen das Establishment. Sie sind ja auch ein Teil davon.“   „Die zig tausend Clinton Mails von. Julian Assange wurden online gestellt und können eingesehen werden. Man findet sie wenn man nach files und Wikileaks und org sucht.“   „Die sogenannten Experten, welche behaupten dies seien nur Verschwörungstheorien, sind die genau gleichen Experten, wie Diejenigen, welche uns täglich einreden wollen, dass wir eine Pandemie haben in unserem Land?¬ワフ?“   „Ich wundere mich, dass dieses Thema nicht schon früher aufgegriffen wurde. Im Zürcher Oberland ist dies an der Tagesordnung. Jeder weiss es, aber niemand spricht darüber.“   „Ich habe die Dok gesehen, ich frage mich was diese Freistellung soll. Ich denke einfach, dass er sein Aufgabengebiet ernst genommen hat. Ob es das gibt? Ich denke nicht, falls ja wäre es aber fakt und traurig.“   „Allein die Tatsache, dass es aktuell keine belastbaren Evidenzen dafür gibt, bedeutet nicht, dass solche Dinge nicht evtl. tatsächlich im verborgenen geschehen. Man weiss es einfach nicht. Was, wenn dereinst tatsächlich so etwas ans Tageslicht kommt?“   „Es ist mutig von all diesen menschen an der fassade der sauberen elite zu kratzen, sie sagen die wahrheit die niemand anschauen will. Die opfer haben endlich eine stimme bekommen. Danke herzlich!“   „Ich wünschte es gäbe das Böse nicht, muss mir aber eingestehen, dass es das leider tut. Es ein Tabuthema. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten“   „es geht doch viel mehr darum, dass man die Möglichkeit ablehnt, dass es wahr sein könnte, jegliche Beweismöglichkeiten im Voraus abtut und alles vehement bestreitet. Solche Verschleierungstaktiken sind höchst verdächtig. Aufarbeiten sollte man es. Nicht totschweigen. Aber bei Corona wird ja dasselbe gemacht. Man zeigt nur diejenigen Studien, die für die eigene Meinung sprechen auch wenn es ganz viele andere Fakten gibt. Und genau deshalb stimmt auch da etwas nicht. Wer nichts zu befürchten hat lässt einen offener Diskurs zu!“   „Inquisition 3.0“   „Verfolgt mal den laufenden Gerichtsfall Ghislain Maxwell in den USA und ihr Terramar Projekt. Das zeigt ein sehr reales, weltweites Netzwerk auf.“   „Ich bin der Meinung, dass diese Geschichte stimmt. Die dunklen Mächte sind unter uns und warten nur auf den kleinsten Fehler der Eltern, um ihre Kinder zu rauben.“   „Journalistisch keine gute Arbeit. Eigentlich sollte man objektiv und neutral berichten. Die Leute im Film sind bereit ein Interview zu geben und werden danach so in die Pfanne gehauen.“   „Der Epstein/Maxwell Fall zeigt ein wenig dass es schon in solch einer Richtung gehen kann. Ich bin alles andere als ein Verschwörer.“   „Wie kann jemand daran noch zweifeln... Natürlich passiert das. Ein paar Leute leben auf dem teletubbie planeten. Mal schauen was beim maxwell/epstein Fall rauskommt“   „Mittlerweile ist sehr gut dokumentiert, dass dieses unlautere Vorgehen des SRF bei „Reportagen“ und Interviews System hat. Und für sowas zahlt man auch noch Zwangsgebühren. Mir wird schlecht ?“   „Deutschland und Frankreich z.B. kennen solche Szenen. Marc Dutroux ist nur die Spitze des Eisbergs.“   „immer schön zu erfahren, wie die schweiz mit andersdenkenden umgeht, meinungsäusserung wird zur gefahr. ich traue dem menschen fast alles zu, was schlecht, böse und verantwortungslos gemacht werden kann. wir werden ja sehen, was im fall ghislaine maxwell rauskommt und wer alles in den kindsmissbrauch und vergewaltigungen involviert ist. bin überzeugt, das passierte in den elitären menschen-kreisen und seien wir ehrlich, was soll eine gesprächsrunde im SRF1, wenn alle der gleichen meinung sind..“   „Das es fake ist behaupten Person die dachten Geimpfte seien nicht ansteckend. So trauig diese Welt von heute.“   „Selbstverständlich gibt es das! Es gibt sogar Erfahrungsberichte. Die Menschheit ist leider durchzogen grausam und widerlich. Ob es dazu Satanismus braucht, sei dahingestellt. Trotzdem vergreifen sich erwachsene Personen immer wieder an Kindern und die Ermittlungen laufen teilweise nur schleppend. Man kann sich fragen, wieso das so ist!“   „Ob es das nun gerade in der Form wie beschrieben gibt weiss ich nicht und hoffe ich nicht. Dass es aber satanistische Rituale an Mensch und Tier gibt, da hab ich absolut keine Zweifel. Es gibt überall schräge Leute, auch in der Schweiz. Allerdings würde es hier doch ziemlich auffallen wenn Menschen einfach verschwinden. Aber wenn man jetzt etwas weiter überlegt, könnte man dieses Problem mit Menschenhandel umgehen und da wiederum läuft es mir kalt den Rücken herab.“   „Allerdings verschwinden jedes Jahr auch in der Schweiz Menschen spurlos.“   „Schon mal überlegt ob Sie ev. auf dem Holzweg sind? ich denke auch Sie sind nicht unfehlbar?“   „Alles was nicht sein darf wird als Verschwörung abgetan, so muss man sich nicht intensiver damit beschäftigen. Kommt dann doch etwas in der Richtung zum Vorschein .Schiebt man die Schuld auf andere oder hat nichts davon gewusst.“   „Ich finde es nur komisch das alle sooo überzeugt sind, dass es sowas nicht gibt. Und dann weden die Leute auch gleich entlassen, obwohl gar keine Beweise vorliegen. Man kann also keine eigene Meinung mehr haben heutzutage. Ich habe die Doku übrigens gesehen und der Reporter war von Anfang an sehr eingenommen und hatte bereits eine Meinung zum Thema. Sehr schlechter Journalismus.“   „es ist immer so, wenn uns etwas vorgemacht wird, dass etwas nicht ist oder genauso ist, dass genau das gegenteil der fall ist. und ja, journalismus hat heute einen schlechten stil, das kommt daher, dass hinter den kulissen immer die gleichen medienmächtigen sitzen.. da werden meinungen gemacht und nur das wird uns gezeugt, was wir wissen sollen. alles ist höchst manipulativ. wer die medien beherrscht, beherrscht das volk.“   „Nur weil endlich Jemand die Wahrheit verfolgt, wird er gleich freigestellt. ich empfehle es allen, sich ein wenig mit dem Thema Illuminati zu befassen.“   „Jährlich gehen in der Schweiz rund 5000 Vermisstmeldungen ein. Die meisten Verschwundenen kehren selber zurück oder werden gefunden. Ungeklärt bleiben etwa 200 Fälle im Jahr. Aus diesen 200 kann man jetzt beliebige Verschwörungstheorien stricken. Quelle: Watson“   „Wieso genau werden nun diese Personen rechtlich belangt? Es ist doch nichts verbotenes eine Meinung oder eine Theorie zu haben und diese zu erzählen. Dass man es als Lehrer nicht den Schülern eräzhlt, versteht sich von selbst. Aber seine Meinung zu äussern ist nichts schlimmes. Oder werde ich such gekündigt wenn ich sage ich glaube an das Spaghetti Monster und in einem Restaurant arbeite?“   „Wenn Menschen rasch zum schweigen gebracht und so schnell ziemlich übertriebene Konsequenzen spüren, steckt vielleicht doch sehr viel Wahrheit im Bericht.“   „Es weckt nicht gerade vertrauen, wie schnell die Leute in der Doku jetzt Probleme bekommen.“   „wo Rauch ist auch Feuer“   „Aber die Boulevard-Medien nehmen jeden Seich gerne auf, um Klicks zu generieren....“   „So schnell wie hier Köpfe rollen, ist es schon sehr verdächtig.“   „Der Spezies "Mensch" traue ich ALLES zu, siehe "Corona"...Paradebeispiel.“   „Die spontanen, fast schon panischen Freistellungen sind irritierend.“   „Angst hat man nur voder Wahrheit die jemand belasten könnte.“   „das zeigt, dass es wahr ist. das nennt man panikverhalten.“   „Ich denke es ist die falsche Art und Weise wie reagiert wird, es macht mich stutzig wenn man einfach alles als Verschwörungstheorie abtut und unter den Teppich kehrt und die Leute kurzerhand eliminiert. So nach dem Motto was ich nicht sehe existiert nicht. Auch in der "heilen" Schweiz finden Dinge statt die sich so mancher nicht vorstellen vermag, aber nur weil ein gesunder Geist dies nicht nachvollziehen kann heisst es nicht, dass es nicht existiert.“   „Der Mann ist mein Therapeut resp war es mal und er ist der Einzige Mensch, der mir wirklich geholfen hat abartigstes aufzuarbeiten. Ich weiss nicht mit welchen Objekt Menschen da Aussen handeln um so viel Schaden und Böses anzustiften. Weshalb es gerade so akut ist, dass man eine bewährte Therapie und Hilfestellen derart in Verruf bringen muss, ohne sich zu überlegen wie Menschen zum Leiden gebracht werden. Wenn mir das jemand als normal nennt und zielführend, dann wohl Ahoi in der heutigen Gesellschaft, wo man alles Gute und Einvernehmlich versucht zu boykottieren und Masstsäbe aufbaut die nur dem eigenen Ego dienen und der Ignoranz und Boshaftigkeit. Und dann sollte man zweifeln und gar vehement verleugnen, dass es dementsprechend Taten tatsächlich gibt?! Ist doch einfach alles klar - Angst vor Konfrontation und Angst vor der Wahrheit.“   „Pizzagate war eben doch echt“   „guckt einfach mal das bild von berset auf instsgramm vom 26.4.2019 an. Wer da nichts merkt tut mir leid“   „Kinder und Menschenhandel, sind in manchen Länder nichts neues.... Erst wenn eine Struktur in die Geselllschaft sich Etabliert, wird der rest der Geschichte zum Selbstläufer.....“   „Bei „ Totgeburten“ oder in Kinderheimen? Wer hat da wirklich ein Überblick?“   „Googelt einfach mal nach dem NWO-Banker Ronald Bernard. Da läuft es einem kalt den Rücken runter. In der heutigen Welt verwundert mich absolut nichts mehr.“   „sehe ich das richtig? Eine einzelne Person behauptet etwas ohne irgendwelche Beweise und es wird geglaubt? Erinnert mich an die UFO Entführungen.“   „wieso sollten sie das erfinden und ihre Arbeitsstelle aufs Spiel setzen? es ist eher unglaubwürdig das es sowas in der Schweiz nicht geben soll“   „Ich denke diese Leute sind in dem Zirkel, woher sonst wissen sie so gut bescheid? Jetzt wollen sie Aufmerksamkeit erregen, weil noch niemand sonst gemerkt hat was da geschieht.“   „Also so, wie gegen diese Leute vorgegangen wird, stützt das eher die Theorie, dass hier tatsächlich Jemand mundtot gemacht werden soll. Es gibt viel zu viele Erfahrungsberichte von Betroffennen zu diesem Thema. Wenn diese Szene tatsächlich bis in die oberste Elite vernetzt ist, dann wird es auch sehr schwer sein, hier Beweise vorzulegen. Nur: nur weil man es nicht beweisen kann heisst es nicht, dass es nicht trotzdem passiert.“   „Das Buch 7 Jahre Höhle und zurück, beschreibt genau diese taten und ist in Deutschland passiert..kann mir git vorstellen, dass es in dee Schweiz auch so ist..“   „Ist das nicht dieselbe Gruppierung, welche Corona freigesetzt hat, und nun über die Impfung die Unterwerfung aller organisiert, und die Weltherrschaft anstrebt?“   „kenne persönlich jemanden, der dies über Jahre in ihrer Kindheit mitmachen musste. Ihre Schilderungen stimmen mit dem Film überein. So unvorstellbar wie das alles tönt, gibt es leider viele Themen die einfach unter den Teppich gekehrt werden.“   „Weshalb wir hier gegen die Personen vorgegangen welche diese Aussage machen? Und nicht, ob es tatsächlich so sein könnte?“   „Da fühlt sich wer bedroht. Ganz einfach.“   „Dieser Beitrag erstaunt mich doch gerade sehr, zumal das ganze in die Verschwörungsecke gelegt wird. Ich bin da normalerweise auch skeptisch. Dieses mal nicht, denn ich kenne in meinem Umfeld Opfer solcher totgeschwiegenen Zirkel. Anfang der 2000er Jahre war das ganze um einiges präsenter. Es gab auch in Deutschland zahlreiche Berichte darüber.“   „Der Vorwurf, dass es vertuscht wird, beweist ihr mit diesem Artikel gleich selbst. Habt ihr die betrefffenden Personen denn gefragt, wie sie zu ihrer Ansicht gelangt sind – und habt ihr dies hier auch wiedergegeben? Falls die Vorwürfe stimmen, seid nicht ihr die Helden, die an der Aufdeckung beteiligt waren, sondern ihr wart diejenigen, die der Aufklärung im Weg standen. Wollt ihr das?“   „aber wer an Religionen glaubt wird nicht entlassen?“   „Geschieht definitiv. Ob im organisierten und grossen Style ist eine andere Frage. Aber ja, wenn man in hohen Ämtern sitzt, sollte man nicht zu grosse Behauptungen ohne irgendwelche Evidenz machen.“   „Die Art dieser Berichterstattung ist leider einseitig. Es fördert das Gefühl, dass Dinge nicht sein dürfen. Lasst doch bitte die nun angeschuldigten auch zu Wort kommen. Das wäre guter, ehrlicher und transparenter Journalismus. Danke“   „Die Warheit wird auch in der CH ans Tagesmicht kommen.“   „Docu Deutschland/Usa konnte man sehr wohl beweisen das es solches gibt in Europa und Übersee.“   „Achso, eine Sprecherin des Hauses weis mehr als der Chef?“   „spannend: weshalb werden Fachpersonen suspendiert wenn nichts dahinter steckt? Ebenso spannend: Schwurbler-Theorien sind ähnlich wirr....“   „Hmmm, eigentlich kann es nicht ausgeschlossen werden, das manche an bestimmten Kult glaubt, und diese auch umsetzen würde. Anderseits, wären das schwere Vorwürfe, die eine Beweislast vonnöten sind. Es gibt aber keine Grund, was dagegen spricht. In unsere Heutige Fake News, Verschwörungstheorie etc, ist alles möglich, damit die Leute zum Sekten rennen....?￰゚ᄂᄋ‍♂️”   „Keine Verschwörungstheorie“   „Ich denke diese Leute sind in dem Zirkel, woher sonst wissen sie so gut bescheid? Jetzt wollen sie Aufmerksamkeit erregen, weil noch niemand sonst gemerkt hat was da geschieht.“   „Der Mann hat die Wahrheit gesagt und ihr belohnt mit einer Suspendierung ? Das gab es schon immer leider und forscht mal selber bitte ! Jedes Jahr verschwinden 100.000 Kinder! denkt ihr die werden im Disney Land versteckt ?“   „die Kinder werden extra dahinein geboren. sicher ist es möglich“   „Da hat jemand nicht die geringste Ahnung, wie viele Kinder vermisst werden. Und das jährlich! Die meisten tauchen zwar wieder auf, aber die Zahl derer, die vermisst bleibt, ist ziemlich gross. Sogar wenn man davon ausgeht, dass nur 10% Opfer von Verbrechen geworden sind, ist die Zahl beachtlich. Aber da sogar die Stadt Zürich eine Spezialabteilung der Polizei betreibt, die sich nur um Falschparker kümmert, gibt es sowas sicher auch für vermisste Kinder. :-)“   „Diese Kinder werden möglicherweise gar nicht in der Schweiz entführt?!“   „Weshalb soll es in der Schweiz keine rituelle Gewalt geben? Wäre toll wenn wir eine Insel der Seligen wären… erinnert mich etwas an die Coviddiskussionen der letzten Wochen wo wir doch auch glaubten, dass wir verschont bleiben. Leute wir sind leider auch Teil der Welt, im Guten und im Bösen.“   „Wieso? Korruption existiert hier doch auch nicht. :-)“   „Also, man darf keine eigene Meinung dazu haben, es sei denn sie entspricht den Mainstream, sonst wird man gefeuert, oder?“   „Es gibt so viel Krankes auf unserer Welt - da kann ich mir gut vorstellen, dass es auch sowas gibt.“   „Wer weiss es genau? Wenn dies tatsächlich so geschieht, hätte man aks Opfer niemals irgendeine Chance auch nur itgendwie ernst genommen zu werden“   „Besser man weiss nicht alles, es schläft sich besser.“   „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“   „Ich bezweifle kleine Sekunde, dass es so was gibt. Herr beschütze unsere Kinder?“   „Naja, gerade wegen den heftigen reaktionen wird wohl doch was dran sein.“   „Eine Erkenntnis in meines Lebens ist es, dass Menschen viele Dinge tun, die man sich absolut nicht vorstellen kann und seien sie noch so abscheulich.“   „Was nicht bewiesen werden kann gibt es nicht. Finde ich eine bedenkliche Aussage. Mein Mitgefühl gehört allen Überlebenden Menschen die auf irgendeine Weise sexuelle oder andere Gewalt erlebt haben und den Mut aufbrachten darüber zu berichten.“   „Das gibt es ganz sicher…. es gibt nichts was es nicht gibt!“   „Die Wahrheit kommt immer ans Tageslicht!“       Weitere Artikel zum Thema:   SRF rec.-Reportage „Der Teufel mitten unter uns“: Traumatherapie-Stationen der Clienia Littenheid AG wurden überprüft SRF rec.-Reportage „Der Teufel mitten unter uns“: Ombudsstelle schmettert Beanstandungen ab Extreme und überraschende Reaktionen auf SRF-Beitrag „Der Teufel mitten unter uns“ Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. 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AT: Aktuelle Situation: 3.293 Neuinfektionen (Thu, 19 May 2022)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM                                 Am Donnerstag wurden im 24-Stunden-Vergleich (Stand: 19.5.2022, 9.30 Uhr) 3.293 Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich gemeldet. Die Lage in der Corona-Pandemie entspannt sich in Österreich weiter. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 3.293 Neuinfektionen gemeldet, was unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 3.550 liegt.     Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel laut Ministerien von 297,2 auf 276,7 Fälle pro 100.000 Einwohner. Auch im Krankenhaus mussten weniger Patientinnen und Patienten wegen SARS-CoV-2 behandelt werden. Lediglich auf den Intensivstationen gab es einen leichten Anstieg.   Im Krankenhaus liegen derzeit 663 Menschen mit einer Coronainfektion, das sind um 38 weniger als gestern. 58 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl stieg seit gestern um vier, ist aber innerhalb einer Woche um zwölf Patienten zurückgegangen. Allerdings gab es acht Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 37 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 18.328 Tote in Österreich gefordert, laut AGES wurden 19.848 Todesopfer gezählt.   Die Zahl der aktiv Infizierten ging um 1.468 Fälle auf 51.037 zurück. Die Positiv-Rate der PCR-Tests beträgt nun 2,9 Prozent, was einen leichten Anstieg zu gestern von 2,2 Prozent bedeutet. In den vergangenen 24 Stunden wurden insgesamt 135.910 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren die meisten - nämlich 113.448 - aussagekräftige PCR-Tests.   Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit weiterhin Wien mit 367,5, gefolgt von Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg (314, 281,6 bzw. 245). Danach kommen Kärnten (239,8), Salzburg (235,5), Oberösterreich (232,4), Tirol (219,7) und die Steiermark (218,4).   Corona-Neuinfektionen in den Bundesländern Burgenland: 105 Kärnten: 197 Niederösterreich: 645 Oberösterreich: 452 Salzburg: 223 Steiermark: 292 Tirol: 196 Vorarlberg: 164 Wien: 1.019             Quellen: https://covid19-dashboard.ages.at/ Gesundheitsministerium - https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: Bund kann Kantone mit Ausreisezentren an der Grenze künftig finanziell unterstützen (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  SOZIALES / MM ¦ AA ¦                                      Ausreisepflichtige Personen ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz sollen von Bund und Kantonen kurzfristig festgehalten werden können, um sie gestützt auf ein Rückübernahmeabkommen an die Behörden eines Nachbarstaates übergeben zu können. Ausserdem soll sich der Bund bei einer ausserordentlich hohen Zahl von illegalen Grenzübertritten finanziell an den Kosten beteiligen können, die vor allem den Grenzkantonen mit Ausreisezentren entstehen. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 18. Mai 2022 beschlossen. Die Botschaft zur Änderung des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG) geht nun ans Parlament.   Die Botschaft zur Änderung des AIG sieht vor, dass diejenigen Kantone, die für formlos weggewiesene Ausländerinnen und Ausländer in ausserordentlichen Situationen temporäre Unterkünfte betreiben, finanziell unterstützt werden können. Der Bundesrat setzt damit die Motion 17.3857 «Kantone mit Ausreisezentren an der Grenze finanziell unterstützen» um.   Finanzielle Unterstützung und kurzfristige Festhaltung Da die Grenzkantone mit solchen Rückübergaben an die Nachbarstaaten stärker belastet sind als andere Kantone, soll sich der Bund bei einer ausserordentlich hohen Zahl von illegalen Grenzübertritten mit einer Tagespauschale an den Betriebskosten für die kurzfristige Festhaltung in kantonalen Ausreisezentren im Grenzraum beteiligen können. Diese temporären kantonalen Ausreisezentren müssen der kurzzeitigen Unterbringung von ausländischen Personen dienen, die beim illegalen Übertritt im Grenzraum aufgegriffen und formlos weggewiesen wurden.   Für die Umsetzung der Motion soll auch die Bestimmung über die kurzfristige Festhaltung ergänzt werden: Die zuständigen Behörden des Bundes oder der Kantone sollen ausreisepflichtige Personen ohne Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung während maximal drei Tagen in einem entsprechenden Ausreisezentrum festhalten können, um deren Übergabe an die Behörden eines Nachbarstaates gestützt auf ein Rückübernahmeabkommen sicherzustellen.         Herausgeber Der Bundesrat https://www.admin.ch/gov/de/start.html  Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement http://www.ejpd.admin.ch  Staatssekretariat für Migration https://www.sem.admin.ch/sem/de/home.html  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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AT: Bundesrats-Präsidium bei offiziellen Treffen in Washington (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦                               Christine Schwarz-Fuchs (Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich)      Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs (ÖVP) hält sich derzeit zusammen mit der Präsidiale der Länderkammer zu Besuch in den Vereinigten Staaten (USA) auf. Gemeinsam mit Bundesrats-Vizepräsident Günther Novak (SPÖ) und den Bundesrätinnen Korinna Schumann (SPÖ), Andrea Eder-Gitschthaler (ÖVP) und Claudia Hauschildt-Buschberger (Grüne) stehen bzw. standen zahlreiche offizielle Treffen in Washington und New York auf dem Programm.   In Washington traf die Delegation zunächst im Executive Office Building des Weißen Hauses mit Berater:innen und Expert:innen der US-Regierung zusammen. Themen waren dabei die Entwicklungen des Lebens- und Arbeitsumfelds im ländlichen Raum, die wirtschaftlichen Entwicklungen beider Länder, der Fachkräftemangel und die Potentiale der dualen Ausbildung, aber auch Altenfürsorge, Kinderbetreuung und die durch den Krieg in der Ukraine bedrohte weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln. In weiteren jeweils einzelnen Gesprächen mit Senator John Boozman (Republikanische Partei), Senator John Hickenlooper (Demokratische Partei) und Congressman Brian Mast (Republikanische Partei) standen die Entwicklung der ländlichen Regionen in den USA und in Österreich, der Fachkräftemangel und die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt sowie die Herausforderungen für Familien und die Kinderbetreuung im Fokus. Das österreichische Modell der dualen Ausbildung traf das besondere Interesse der US-Parlamentarier. Auch der Krieg in der Ukraine war ein wesentlicher Gegenstand der Gespräche. Darüber hinaus tauschten sich die Mandatar:innen der beiden Länder über aktuelle Herausforderungen für Parlamente und demokratische Systeme, Ansätze für den Arbeitsmarkt und Risiken der Digitalisierung aus.   In der österreichischen Botschaft traf die österreichische Delegation mit Botschafter Martin Weiss und Vertreter:innen des "National Institute of Health" zusammen, um sich über die Folgen von COVID-19 und das US-Gesundheitssystem zu informieren, aber auch um über die Altenpflege und die Situation mit der Corona-Pandemie zu sprechen.   Mit Vertreter:innen des Atlantic Council, einer überparteilichen Organisation zur Entwicklung von Lösungen für globale Herausforderungen, sprach die Präsidiale der Länderkammer über Regulierungsfragen zu Social Media sowie die Gefahr von Desinformation für demokratische Systeme.   Schwerpunktthema von Bundesratspräsidentin Schwarz-Fuchs ist die Zukunft dezentraler Lebensräume. Thematisiert wurden dazu in den Gesprächen in Washington Maßnahmen zur Verbesserung der Chancen in ländlichen Gebieten, etwa im Zusammenhang mit Breitbandinternetverbindungen und der Vereinbarkeit der Berufstätigkeit mit der Kindererziehung. Hervorgehoben wurden insgesamt auch die guten und wichtigen bilateralen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Österreich und den USA. essenheit der Höhe des Benützungsentgeltes in gemeinnützigen Studentenheimen nach dem Außerstreitverfahren des Mietrechtsgesetzes zu ermöglichen. Auch für Rückforderungen der Kaution sollte laut der Ombudsstelle das Außerstreitverfahren zur Anwendung kommen.     Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Unterstützung unserer Zeitung (Thu, 19 May 2022)
DMZ - DIGITAL / TECHNIK ¦ #mittellaendische ¦     Die Mittelländische ist unabhängig und ergreift Partei für die Vergessenen, nennt beim Namen, was andere nicht auszusprechen wagen, und streitet bedingungslos für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Die Mittelländische lebt dank und für die Leserinnen und Leser. Da wir unabhängig sind und bleiben wollen, benötigen wir Unterstützung von der Basis her. Ihr Engagement hilft dabei, dass wir weiterhin wichtige Informationen publizieren können.   Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMZ ist es ein ehrenamtlich soziales Engagement. Alle arbeiten frei und unentgeltlich.   Hinter jedem Klick auf unserer Zeitung steckt journalistischer, zeitlicher und technischer Aufwand. Wir wollen aber unseren Einsatz nicht mit Bezahlschranken finanzieren, sondern fragen Sie, unsere Leserinnen und Leser, nach einer freiwilligen Unterstützung. Denn wir brauchen Ihre finanzielle Unterstützung! Gerade weil wir von grossen Medienkonzernen unabhängig bleiben wollen.   Einfach spenden. Das bedeutet auch Sicherheit für Spenderinnen und Spender, jederzeit schnell das Richtige tun zu können: Helfen.         Ihre Unterstützung hilft! Je nach Zeit, Lust und Laune gibt es viele Möglichkeiten uns darüber hinaus zu unterstützen und selbst aktiv zu werden: Mit Links, Ideen, Videobeiträgen, Texten, Fotos u.v.m. kann man uns tatkräftig unterstützen.   Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!     Spenden via PayPal Die ausgefüllten Daten werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.   Nach dem Klicken auf den „Spenden“ - Button werden Sie auf die PayPal-Website weitergeleitet, wo sie unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards die Zahlung vornehmen können.   ----------------------------------------     Spenden via FairGive Der gemeinnützige Schweizer Verein FairGive setzt sich für transparentes und nachhaltiges Spenden über digitale Kanäle (mobile und online) ein: fair für alle Beteiligten. Gegründet im November 2010 durch Vertreter der NPO-Branche ist es die Aufgabe von FairGive, Spendengelder, welche über digitale Kanäle generiert werden, schnell, transparent und sicher an die begünstigten gemeinnützigen Organisationen und Projektinitiatoren weiterzuleiten. FairGive fungiert dabei als unabhängiger Finanzintermediär und ist bei PolyReg als Mitglied registriert.   Einfach spenden. Das bedeutet auch Sicherheit für Spenderinnen und Spender, jederzeit schnell das Richtige tun zu können: Helfen.         Ihre Unterstützung hilft! Je nach Zeit, Lust und Laune gibt es viele Möglichkeiten uns darüber hinaus zu unterstützen und selbst aktiv zu werden: Mit Links, Ideen, Videobeiträgen, Texten, Fotos u.v.m. kann man uns tatkräftig unterstützen.   Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!   Spenden unter: https://www.mittellaendische.ch/zeitung/unterstützung/ Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: Die Sage vom verschwundenen Wald im Bichelsee (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  SAGE ¦ Patricia Jungo ¦                           Der Bichelsee liegt an der Grenze der Kantone Thurgau und Zürich. Er soll so einige Geheimnisse hüten und man munkelt, es sei dort schon einiges verschwunden. Unter anderem zwei Burgen und auch ein Wald – so überliefert es jedenfalls eine Sage.   Im Thurgau, dicht an der Grenze zum Kanton Zürich, liegt der Bichelsee beim gleichnamigen Dorf. Hier stand früher eine Burg. Über den See soll einst bis zum Haselberg, wo eine weitere Burg stand, eine Kette gezogen gewesen sein, die einem Eichhörnchen als Brücke diente, um in gefahrvollen Zeiten Briefe von einem Burgherrn zum anderen zu tragen.   An der Stelle des Bichelsees, in dessen dunkelgrünem Wasser sich die nahen waldigen Hügel spiegeln, war zudem einst ein Eichenwald, der einer frommen Witwe gehörte. Doch dieser wurde ihr von einem zwieträchtigen Nachbar genommen und wie viel sie auch klagte, ihr Jammer fand kein Gehör. Da verwünschte sie den geraubten Wald. Die Erde erbebte, ein schrecklicher Sturm brach los, feurige Zeichen drohten am Himmel und als der Tag wieder anbrach, breitete sich ein See über den verschwundenen Wald aus. Lange Zeit zerrissen die Fischernetze an den aus der Tiefe hervorragenden Eichen.   Noch lange Zeit glaubten die Einheimischen, der See sei unergründlich und stehe durch verborgene unterirdische Gänge mit weit entlegenen Gewässern in Verbindung.   (Quellen: Theodor Vernaleken, Alpensagen - Volksüberlieferungen aus der Schweiz, aus Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien 1858, www.sagen.at)   Die Sage heute:  Im Jahre 1209 sind die Burgherren von Bichelsee erstmals in einer Urkunde erwähnt. Von den einstigen Burgen Alt-Bichelsee und Burg Landsberg ist heute kaum noch etwas ersichtlich. Burg Alt-Bichelsee: Auf einem Berggrat im Westen des Dorfes Bichelsee sind ein Wall und Gräben zu sehen. Burg Landsberg: Die Burg wurde um 1250 erbaut – sie stand etwa 100 m nördlich der Gemeindegrenze, auf dem Gemeindegebiet von Wängi. Nach ihrem Zerfall zur Ruine diente sie als Steinbruch.       Quelle: ±www.bergwelten.com± Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: “Wachsendes Ende” von Entzündungen entdeckt (Thu, 19 May 2022)
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Übergangs zwischen dem Gefahrensensor NLRP3 und seinem Signalprotein, dargestellt in der Vergrößerung mit der berechneten Proteinstruktur. Abbildung: Inga V. Hochheiser Elektronenmikroskopische Aufnahme des Übergangs zwischen dem Gefahrensensor NLRP3 und seinem Signalprotein, dargestellt in der Vergrößerung mit der berechneten Proteinstruktur. Abbildung: Inga V. Hochheiser DMZ – MEDIZIN ¦ Markus Golla ¦                                         Elektronenmikroskopische Aufnahme des Übergangs zwischen dem Gefahrensensor NLRP3 und seinem Signalprotein, dargestellt in der Vergrößerung mit der berechneten Proteinstruktur. Abbildung: Inga V. Hochheiser      Rötung, Schwellung, Schmerz – das sind Anzeichen einer Entzündung. Sie dient dem Schutz des Körpers vor Krankheitserregern oder Fremdstoffen. Forschende der Universitäten Bonn und Köln konnten zeigen, dass Entzündungsreaktionen eines wichtigen Sensorproteins in einer bestimmten räumlichen Richtung ablaufen. Diese Erkenntnis hat das Potenzial, Entzündungen möglicherweise am „wachsenden Ende“ zu stoppen, und somit chronischen Entzündungskrankheiten Einhalt zu gebieten. Die Studie ist nun im Journal “Science Advances” erschienen.    Wenn Bakterien oder Viren lebende Zellen befallen oder darin sonstige Fremdstoffe auftreten, wird der Gefahrensensor mit dem Kürzel NLRP3 aktiviert. “Auch die für die Alzheimer-Erkrankung charakteristischen Eiweißablagerungen im Gehirn, die so genannten Amyloid-ß-Plaques, können NLRP3 in Gang setzen”, verweist Prof. Dr. Matthias Geyer vom Institut für Strukturbiologie des Universitätsklinikums Bonn auf frühere Studien. Wie diese vorangehenden Untersuchungen der Forscher zeigen, befeuert diese Reaktion sich zunehmend selbst: Die durch NLRP3 ausgelöste Entzündungsrektion fördert die weitere Ablagerung von Amyloid-ß-Plaques und trägt maßgeblich zum Krankheitsgeschehen bei.   Einmal aktiviert, lagern sich mehrere NLRP3-Proteine aneinander an und bilden so den Keim für eine fadenförmige Struktur, an der sich immer weitere Proteine sammeln. “Die Reaktion kommt in Gang, sobald etwa ein Dutzend der NLRP3-Moleküle vorliegt”, berichtet Geyer. Theoretisch können sich unendlich viele NLRP3-Moleküle aneinander lagern und die fadenförmige Struktur – wissenschaftlich “Filament” genannt – immer weiter verlängern. Inga Hochheiser aus Prof. Geyers Team konnte nun zeigen, in welche Richtung dieses Filament wächst und sich weiter ausdehnt. “Diese Einblicke konnten wir mit Hilfe der Cryo-Elektronenmikroskopie gewinnen. Diese Methode erlaubt es, Eiweiß-Moleküle mit bis zu 80.000-facher Vergrößerung zu beobachten und so direkt sichtbar zu machen”, sagt Hochheiser.   “Standbild” von der fadenförmigen Struktur unter dem Mikroskop In winzigen Schritten träufelte die Wissenschaftlerin aus Zellen isoliertes NLRP3 auf einen Probenträger und fror diese Mischung schlagartig ein. Dadurch bekamen die Forscher unter dem Cryo-Elektronenmikroskop eine Art “Standbild” von der entstehenden fadenförmigen Struktur aneinandergelagerter NLRP3-Moleküle. “Aus diesen Einzelbildern ließ sich wie in einem Film nachvollziehen, wie sich die Filamente verlängern”, sagt Hochheiser. Da beim Träufeln die Moleküle unterschiedlich auf den Probenträger fallen, sind sie unter dem Mikroskop aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Diese unterschiedlichen Ansichten lassen sich am Computer zu einem dreidimensionalen Bild kombinieren. Dabei zeigte sich, dass sich die Filamente nur in eine Richtung ausbilden. „So konnten wir einen Teil des Entzündungsapparates sichtbar machen und die Wachstumsrichtung buchstäblich ablesen“, sagt Prof. Geyer, der die Studie geleitet hat und Mitglied im Exzellenzcluster ImmunoSensation2 und dem Transdisziplinären Forschungsbereich „Life and Health“ der Universität Bonn ist.   Chronische Entzündungskrankheiten stoppen “Die technische Herausforderung bestand darin, die Übergänge in den fadenförmigen Strukturen zu finden und im Bild sichtbar zu machen”, sagt Prof. Dr. Elmar Behrmann vom Institut für Biochemie der Universität zu Köln. “Die neuen Erkenntnisse erlauben nun, das wachsende Ende der Entzündungsreaktion mit Hilfe von Antikörpern oder Wirkstoffen gezielt zu adressieren”, sagt Hochheiser. Damit kommen die Forschenden dem Ziel näher, den weiteren Aufbau des Entzündungsapparates zu stoppen und auf diese Weise chronischen Entzündungen entgegenzuwirken.   Beteiligte Institutionen und Förderung: Neben dem Institut für Strukturbiologie und dem Institut für Angeborene Immunität des Universitätsklinikums Bonn sind an der Studie das Institut für Biochemie der Universität zu Köln sowie The Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne (Australien) beteiligt. Am Forschungszentrum caesar in Bonn und dem Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg wurden Messungen durchgeführt. Die Studie wurde durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.       Originalpublikation: Inga V. Hochheiser, Heide Behrmann, Gregor Hagelueken, Juan F. Rodríguez-Alcázar, Anja Kopp, Eicke Latz, Elmar Behrmann & Matthias Geyer: Directionality of PYD filament growth determined by the transition of NLRP3 nucleation seeds to ASC elongation, Science Advances, DOI: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abn7583 Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Ralff fragt... (Welche Diktatur) (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  LEBEN ¦ Ralff Waber ¦                                    KOLUMNE       Wo landen Menschen die einer herbei gedachten Diktatur entfliegen möchten ? In einer realen ?   Seit 2021 finden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, in der «Mittelländischen» Woche für Woche einen Beitrag von Ralff Waber, Kult-Blogger aus Bern. Ralff denkt - Ralff fragt - Ralff schreibt.   Ralff ist freier Denker + Philosoph + lebensfroher bejahender Mensch Bass mit Spass Ralff denkt - kreuz und quer stellt Fragen gwundrig - offen - unvoreingenommen mal so und mal so Klischee- + Tabu-frei     Wir freuen uns, jeweils am Donnerstag an dieser Stelle unter dem Titel «Ralff fragt...» in der DMZ Mittelländischen Zeitung Ralff Waber einen festen Platz einzuräumen.     Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: 20 Jahre Kulturstiftung des Bundes (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ AA ¦                                                      Mit einem Empfang in Anwesenheit von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und rund 700 geladenen Gästen aus Kultur, Politik und Gesellschaft feiert die Kulturstiftung des Bundes (KSB) heute ihr 20-jähriges Jubiläum. Die KSB ist eine der größten aus öffentlicher Hand geförderten Kulturstiftungen Europas. Sie wird vollständig aus dem Bundeskulturhaushalt finanziert.   Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Die Kulturstiftung des Bundes hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer unverzichtbaren Innovationsschmiede des kooperativen Kulturföderalismus entwickelt. Mit ihrer Programmarbeit spürt sie den drängenden Themen unserer Zeit nach, eröffnet Gestaltungsräume und entwickelt spartenübergreifend tragfähige Förderansätze für Kunst- und Kulturprojekte. Damit hat sie sich großes Vertrauen in der Kulturszene, in der Politik in Kommunen, Land und Bund sowie in der Zivilgesellschaft erarbeitet. Einen maßgeblichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte haben Hortensia Völckers und ihr Team. Gemeinsam haben sie mit kluger Weitsicht das Selbstverständnis der KSB als künstlerisch autonome Kultureinrichtung mit Pioniercharakter geprägt.“   Die KSB mit Sitz in Halle an der Saale wurde im März 2002 auf Initiative des damaligen Kulturstaatsministers Julian Nida-Rümelin gegründet. Ausgestattet mit einem Jahresetat von rund 35 Millionen Euro hat sie seit 2002 rund 4.000 Projekte der Gegenwartskultur gefördert. Dazu zählt unter anderem das bundesweite Pilotprojekt „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“. Darin werden 19 Kultureinrichtungen verschiedener Sparten bei der Ermittlung ihres eigenen CO2-Fußabdrucks unterstützt, um grundlegende Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb zu entwickeln. Ein weiteres Programm ist „TURN – Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern“. Es widmet sich in verschiedenen Projekten der Aufarbeitung des Kolonialismus und seiner Folgen im 21. Jahrhundert.        Quelle / Herausgeber: PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: Aktuelle Situation! 58.719 Neuinfektionen (Thu, 19 May 2022)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦              Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland in den letzten 24 Stunden 58.719 Neuinfektionen gezählt. Das sind 30.242 Fälle weniger als am vergangenen Donnerstag gemeldet wurden, damals erfasste das RKI 88.961 Neuinfektionen. Gleichzeitig wurden auch 165 neue Todesfälle gemeldet, 126.241 weitere Covid-Patienten wurden vom RKI als wieder genesen erfasst.   In den vergangenen sieben Tagen wurden dem RKI in Deutschland insgesamt 318.629 neue Fälle gemeldet. Pro 100.000 Einwohner wurden somit in der vergangenen Woche 383,2 Neuinfektionen bekannt. In der Vorwoche wurden noch höhere Zahlen erfasst, damals meldete das RKI 443.537 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen, was einer Inzidenz von 533,4 entspricht. Der mittelfristige Trend in Deutschland ist somit positiv, die Zahl der Neuinfizierten geht zurück.   Die aktuellen Daten wurden am Donnerstagmorgen - mit Stand 19.05.2022 um 03:01 - vom RKI veröffentlicht. Spätere Anpassungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die erfassten tagesaktuellen Zahlen unterliegen starken Schwankungen. Beispielsweise, weil am Wochenende weniger Testungen durchgeführt werden oder es zu Verzögerungen in der Meldekette kommen kann.   Seit dem Ausbruch der Epidemie haben sich in Deutschland insgesamt rund 25,95 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, bislang haben die Behörden 138.053 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erfasst. Allerdings schätzt das Robert-Koch-Institut auch, dass rund 24,42 Millionen Corona-Patienten wieder genesen sind.   Nach aktuellem Stand gelten geschätzt noch 1.386.569 Personen als aktiv mit Covid-19 infiziert, ein Rückgang um 67.687 aktive Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Zahl setzt sich aus der geschätzten Zahl der Genesungen und den bestätigten Todes- und Fallzahlen zusammen.     Quellen:  RKI COVID-19 Germany (arcgis.com) Risklayer (Deutschland) Johns-Hopkins-Universität  RKI View larger map Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Corona Dossier (Thu, 19 May 2022)
DMZ – WISSEN ¦ GESUNDHEIT ¦ MEDIZIN ¦ INTERNATIONAL ¦   Weltweit haben sich mehr als 450 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Über 6 Millionen Menschen sind bisher laut WHO im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nach neusten Untersuchungen ist die reelle Zahl der Todesfälle bei 18 Millionen.     Fallzahlen Liechtenstein, Schweiz, Deutschland & Österreich Schweiz / Liechtenstein Schweiz /Liechtenstein Deutschland Deutschland Österreich Österreich
  Linkliste Corona-Artikel CH: Keine aktuellen Coronazahlen: Die Schweiz glänzt erneut als Negativbeispiel DE: SARS-CoV-2 geht ins Auge DE: SARS-CoV-2 beeinträchtigt Lungenentwicklung von Feten FFP2-Masken sind in vielen Bereichen unverzichtbar Bevölkerung lässt sich auf politische Anleitung ausdünnen DE: COVID-19-Infektionen greifen die Leber an CH: Schweizer Bundesrat ignoriert Spitäler - Spitäler ignorieren Bundesrat und halten an Maskenpflicht fest DE: Hohes Sterberisiko von Pflegeheimbewohnern nach Krankenhaus-Einweisung aufgrund von Covid-19 DE: Pandemiegefahren sicher simulieren CH: Rückkehr in die normale Lage - Bundesrat sieht keine Probleme mehr DE: Rascher Anstieg der Hospitalisierungen Lüftungssysteme reduzieren die Übertragung von Covid-19 in Schulen um mehr als 80 Prozent AT: Spitäler am absoluten Limit Covid-19 forderte mehr als 18 Millionen Menschenleben weltweit – dreimal mehr als gemeldet CH: Bundesrat übergeht die Gesellschaft Zivilgesellschaftliche Organisationen nehmen Stellung zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen Aufhebung der Massnahmen CH: Zertifikatspflicht nach wie vor top! 75% der KMU sehr zufrieden Gesellschaft für Virologie: Genesene sind mindestens ein Jahr vor Corona geschützt Schwangere erkranken häufiger an Covid-19 - Experten fordern Impfung Verschwörungsgläubige Lehrer gründen Verein und verbreiten Fake-News Covid-19-Impfung - ja natürlich CH: Ein JA zum Covid-19-Gesetz empfohlen AT: Corona-Impfung: Freie Wahl des Impfstoffs und Gutscheine könnten Ungeimpfte motivieren, sich impfen zu lassen  CH: Bundesrat startet vorsorglich eine Konsultation zur Ausdehnung der Zertifikatspflicht Impfdiskussionen offenbaren Teile unserer Gesellschaft In den Schulen nehmen die Corona-Infektionen europaweit weiter rasch zu Hypothetische Skandal-Schlagzeile: "Die Hälfte aller Infizierten ist geimpft!!" 60 Prozent hatten schon Streit wegen Corona - Verursacher sind selbsternannte "Querdenker", Impfskeptiker, Massnahmenkritiker Gewonnener Nutzen dank Forschung an Viren überwiegt stets die damit einhergehenden Risiken Wissenschafter mahnen zu einer höheren Impfquote - auch bei Kindern und Jugendlichen Impfgegner - Dummheit ist unbewusste Unwissenheit Kontroverse mit einem Pandemieleugner "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Covid-19: Wissenschaftliches Update, 20. Juli 2021 Zusammenfassung Covid-19: Faktencheck - Impftote Covid 19 - Therapie so früh wie möglich, Prof. Paul R. Vogt erklärt im Film seinen Standpunkt Schweizer Marken in der Pandemie – Pranger oder Podest?  "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Faktencheck Covid-Impfung DE: Die fünf häufigsten neurologischen Folgen von COVID-19 DE: Gutenberg COVID-19 Studie veröffentlicht erste Ergebnisse AT: COVID-19-Impfung für Lungenkrebspatienten* dringend empfohlen Gesundheit / Wissen Update - Chaotische Covid-Situation an der OS Tafers / FR Verdachtsmeldungen von unerwünschten Wirkungen der Covid-19-Impfstoffe in der Schweiz Covid-19 - Die "Experten", die bisher irrten, auf einen Blick Keine Chance für Coronaleugner - DAS UPDATE - Sämtliche "Thesen" von Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Jebsen widerlegt Covid-19 - Der Mensch ist ein mit Vernunft begabtes Tier, das immer die Geduld verliert, wenn es der Vernunft gemäss handeln soll „Das zweite Mal hatte ich Angst um mein Leben“ Covid-19 - Tatsachenbericht - Back to the roots Covid-19 - Wie der Staat, versagt auch ein Teil des Schweizer Volkes Studie - Rauchen steigert offenbar COVID-19-Risiken Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt Covid-19 schädigt Gefässe, auch im Gehirn Covid-19 - Das Totalversagen der Schweizer Politik Schweiz - Covid-19: Zwei Proben mit Variante aus Südafrika entdeckt Schweiz - Armee-Logistik steht für Covid-19-Impfstoffe bereit Covid-19-"Laien" Streeck, Gassen und Schmidt-Chanasit melden sich zu Wort und gaukeln Einigkeit vor - Ärzte stellen sich klar gegen das Trio Schweiz - Covid-19-Impfstrategie: Besonders gefährdete Personen sollen zuerst geimpft werden   COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Riesige Reichweite Der Gastkommentar und die Veröffentlichung des Manuskriptes "COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt vom 7.4.2020 in unserer Zeitung findet international riesige Beachtung und Zustimmung.   In den ersten beiden Tagen wurde der Artikel bereits über 350'000 mal gelesen und tausendfach geteilt. Bis Ende 2020 wurde der Artikel über 12 Mio mal angeklickt. Wir haben deshalb bei Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt nachgefragt und 10 Fragen gestellt, die aktuell im Raum stehen. Ein Summary ist in Arbeit....  .............................................................................................................. Original (07.04.2020) - COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Interview in german (09.04.2020) English (18.04.2020) - COVID-19 – an interim review or an analysis on the ethics, the medical facts as well as the current and future political decisions  Espanol (18.04.2020) - OVID-19 - una revisión a medio plazo o análisis de la moral, los hechos médicos y las decisiones políticas actuales y futuras COVID-19 – Update von Prof. Paul R. Vogt (20.04.2020) "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt  Covid 19 Film - Therapie so früh wie möglich, Prof. Paul R. Vogt erklärt im Film seinen Standpunkt "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Impfung und Covid19   Frau Dr. Sylvia Nanz (Country Medical Director Pfizer Corporation Austria)   Im Interview       Sind Gesichtsmasken für Kinder unbedenklich?   Im Netz zirkulieren weit reichende Warnungen vor dem Gebrauch von Mund-Nasen-Masken durch Kinder.   Die Gesichtsmasken könnten gesundheitsschädlich sein...     Corona-Impfungen im Faktencheck Masken gehören nicht an das Kinn oder Handgelenk - Wie Sie die Masken richtig verwenden DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ AA ¦  Die korrekte Verwendung von Hygienemasken - Das Wichtigste in Kürze.     Märchen ist widerlegt - Menschen sterben "an" Corona - nicht "mit" Deutsche Pathologenverbände veröffentlichen Ergebnisse ihrer Obduktionen von Covid-19-Patienten. Die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit die Todesursache.     Kinder gelten nicht als Pandemietreiber – obwohl die Fakten auf Anderes schliessen lassen Die Corona-Lage an den Schulen spitzt sich zu: Hunderttausende Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne.      Schulen sind Treiber der Pandemie! Konsequenzen müssen folgen! DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Walter Fürst ¦ Schulen gehören durchaus zu den relevanten „Infektionsumfeldern“. Studien und Fakten, sowie Zahlen wurden bisher leider von den Verantwortlichen unter den Tisch gekehrt.      Restaurants gehören auch dazu Wie kann sich vor einer Erkrankung schützen, eine der häufigsten Fragen in den letzten Monaten? An welchen Orten muss man besonders vorsichtig sein.     Studie - Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen  Antisoziale Merkmale, insbesondere ein niedrigeres Maß an Empathie und ein höheres Maß bei den Werten für Gefühllosigkeit, Täuschung und Risikobereitschaft, standen in direktem Zusammenhang mit einer geringeren Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen.     Der Sinn und der Unsinn von “Mutationsdebatten” DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Dirk Specht ¦ KOMMENTAR Über Mutationen wird seit Beginn der Covid-19 Pandemie debattiert. Natürlich. Auch das. Wie über alle Themen aus der Epidemiologie.     Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt  Die Covid-19 - Variante B.1.1.7 wurde bereits in etlichen Ländern inzwischen nachgewiesen, jetzt auch mehrfach in Schweiz.         Es wird Zeit, Gastrosuisse und Gewerbeverband auf die Plätze zu verweisen Das Dauergejammere diverser Wirtschafts- und Sportverbände ist kaum auszuhalten. Besonders Gastrosuisse und der SVG (Schweizerischer Gewerbeverband) tun sich besonders negativ hervor.     DMZ – BILDUNG / WISSENSCHAFT ¦  Autoren: Markus Golla ¦ Walter Fürst ¦ Daniel Birkhofer ¦ Eine Analyse   Die Thesen vermeintlicher Experten, dass alles nicht so schlimm sei, dass es gar keine Pandemie gebe, verunsichern viele Menschen und lassen sie an wichtigen Maßnahmen zweifeln, um das Coronavirus SARS-CoV-2 noch einzudämmen. Doch Besserwisser und Leugner gibt es in jeder Krise. Wir sollten sie einfach links liegen lassen, anstatt sie zu sharen und zu liken. So verlockend das auch ist, sie können uns nicht weiterhelfen, auch wenn sie vielen von uns so kompetent und überzeugend erscheinen. Das sind nur Äusserlichkeiten, auf die wir hereinfallen.   "In den sozialen Medien und mittlerweile auch auf der Strasse formiert sich in Sachen Corona gerade eine Allianz des Schwachsinns. In Teilen gewaltbereit. C-Prominente mit Sehnsucht nach Aufmerksamkeit machen mit." Christian Stöcker, Journalist   Fake-News Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie und zu SARS-CoV-2, in Teilen als „Corona-Mythen“ oder „Corona-Lügen“ bezeichnet, werden seit dem Ausbruch der Krankheit COVID-19 vor allem in sozialen Medien verbreitet. Sie umfassen Falschmeldungen, Fake News, pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps, Desinformation und Verschwörungstheorien zu allen Aspekten der Krankheit. Zu ihren Verbreitern gehören verschiedene verschwörungstheoretisch orientierte Gruppen und Personen, Antisemiten, Rechtsextremisten, Esoteriker, Impfgegner, Religionsvertreter, Geschäftemacher, einige Staatsregierungen und Staatsmedien, aber auch verunsicherte Einzelpersonen. Sie berufen sich zum Teil auch auf legitime wissenschaftliche Minderheitenmeinungen; Vorschub wurde aber auch durch eine relative wissenschaftliche Unkenntnis angesichts eines neuen, bisher unbekannten Virus geleistet. Endlich werden international auch Strafverfolgungsbehörden aktiv, die die Verbreitung dieser Straftaten verfolgen.   Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten Die Verantwortung, die den Ärztinnen und Ärzten in solchen Situationen zuwächst, ist eine, die wir aus dem ärztlichen Beruf sehr gut kennen: Es geht darum, im Arzt-Patienten-Verhältnis in Entscheidungssituationen für den Patienten Mitverantwortung zu übernehmen. Dementsprechend ist der Arzt auch für die Folgen dessen, was er rät, mitverantwortlich. Das sollte auch dann die Richtschnur sein, wenn man sich in einer solchen übergeordneten öffentlichen Debatte äussert.   "Aus ärztlicher Perspektive kann ich mich auf keinen Fall gegen gesetzlich verbindliche Richtlinien stellen und Menschen davor warnen, ein Infektionsschutzgesetz zu befolgen, das in strukturierter Art und Weise versucht, den aktuellen Erkenntnistand zusammenzutragen. Als Person kann ich sagen, ich befolge keine Hygieneregeln, da bin ich frei – davon abgesehen, dass das dann vielleicht sanktioniert wird. Aber als Berufszugehöriger kann ich das sicherlich nicht tun."Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel   Verschwörungsgerüchte sind leider nicht nur komisch Verschwörungsmythen haben fast immer einen politischen Aspekt. Sie verunsichern und destabilisieren das Vertrauen in die Verantwortlichen. Die Sozialwissenschaftlerin Nora Pösl, Ruhr-Universität Bochum, stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Glauben an sogenannte alternative Heilmethoden und dem Einstieg in unwissenschaftliche, simplifizierende Weltanschauungen. Nebenwirkungen von Behandlungen würden als absichtsvolles Handeln der Pharmaindustrie konstruiert.   Eine prinzipielle Wissenschaftsfeindlichkeit könne den Glauben an Fake-News und populistische Welterklärungsmodelle befördern, was wiederum anknüpfungsfähig an rechte Ideologien sei. Die Gemeinsamkeiten: einfache Erklärungen für komplexe Probleme, die auf einem Gut-Böse-Dualismus, einem Sündenbock und der Abgrenzung von wissenschaftlichen Methoden beruhen. Spätestens an dieser Stelle muss sich eine Ärzteschaft fragen, inwieweit sie dem Treiben, das ihren Berufsstand belastet, zuschauen möchte.   Erste Freistellungen und Kündigungen von Ärzten mit Falschaussagen In der Schweiz hat man aktuell (14.8.2020 -  wir berichteten) der Amtsarzt per sofort freigestellt, ebenso sein Arbeitgeber Medbase entliess Schregel. Nach einem Artikel über seine streitbaren Äusserungen in Sachen Corona teilte der Wattwiler Amtsarzt Rainer Schregel aus und griff eine Tagblatt-Journalistin persönlich an. Dies nach ihrem Artikel über den Auftritt von Rainer Schregel bei Stricker.TV, teilt AfD- und Verschwörungstheorien. Es wird also bereits richtig reagiert bei Ärzteschaften. Die Ärztekammer Hamburg findet es wenig hilfreich, wenn sich einzelne Ärztinnen oder Ärzte mit persönlichen Meinungsäusserungen hervortun, denen jegliche Evidenz fehlt.   Die Ärztekammer Schleswig-Holstein wird deutlicher: Selbstverständlich bestünde in Deutschland Meinungsfreiheit, auch für Ärztinnen und Ärzte. Da ihren Worten jedoch besonders viel Vertrauen entgegengebracht wird, müsse die persönliche Meinung erkennbar von der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit abgegrenzt sein. Der Patient dürfe durch das Ausleben persönlicher Weltanschauungen des Arztes keinesfalls Schaden erleiden, sei es durch Ablehnung anerkannter Hygiene- und Schutzmassnahmen seitens des Arztes oder Attestausstellungen ohne vorherige Untersuchung. Das wäre nicht hinnehmbar und verstosse gegen ärztliche Kodizes. Die Kammern stünden bundesweit dazu im diskursiven Austausch.   Verschwörerärzte an Podiumsdiskussion «Pro und Contra Corona-Pandemie» ist der Titel der Podiumsdiskussion vom 14.8.2020 auf dem Schlossplatz in Aarau, ein Anlass der "Lösungs-Orientierten Volksbewegung" (LOVB). Dabei sollten gemäss Einladung grundsätzliche Fragen diskutiert und alle Meinungen zu Wort kommen. Darunter waren vor allem Leute, die gar in Abrede stellen, dass das Corona-Virus überhaupt existiert und eine Manipulation der Regierenden und der Wissenschaftler dahinter sehen wollen. Einer davon ist der deutsche Unternehmer Samuel Eckert, der seine Anhänger via Youtube und an Demonstrationen einschwört, sich zu erheben gegen das Corona-Regime. Björn Riggenbach, Arzt aus Neuenburg und der mittlerweile entlassene Amtsarzt Rainer Schregel waren ebenfalls zugegen und warteten einmal mehr mit unbelegbaren, bzw. längst widerlegten Beispielen auf. Ein Anlass übrigens, der an Unprofessionalität kaum zu überbieten war. Nebst der Einseitigkeit und Pro Verschwörer - Haltung der Veranstalter und der beiden schlechten ModeratorInnen, versuchte sich der Verschwörungstheoretiker und Esotheriker Roger Bittel, mit seinem Youtube-Kanal (als Produzent der Aufnahmen des Podiums) als Märtyrer hervorzutun, in dem er eine vor Eigenlob triefenden Ansprache an das Publikum richtete.   Die Aggressionen aus dem Publikum (es waren fast ausschliesslich Corona-Leugnerinnen und -leugner anwesend) waren unüberhörbar. Die Argumente hohle Phrasen. Es ist offensichtlich geworden, dass diese Leute vermeintlichen Experten bloss nach dem Mund reden und sich leider keine eigene Meinung bilden oder vielleicht bilden können.   Arzt ist nicht gleich Experte Während der Corona-Krise meldeten sich immer wieder Ärzte zu Wort - in Medien, gerne auch auf Youtube (weil es sonst niemand hören oder lesen will). Doch kaum einer von ihnen ist ein Experte für Pandemien. Nun meldete sich ein bayerischer Arzt zu Wort. Dr. Daniel Schölz forderte in seinem Aufruf von seinen Ärztekolleginnen und -kollegen: Allgemeinmediziner sollten sich nicht als Virologen aufspielen. Er sagt seinen Kollegen, dass er auch Arzt sei. Dass er sich jetzt auch hinstellen könnte, blasiert irgend einen Mist über SARS-COV-2 von sich geben und sein Ego polieren, bis es transparent ist. Es gebe ein paar Kollegoiden , die so was machen würden. Und die Leute würden denen wie die Lemminge folgen, weil sie "doch Ärzte sind.   "Allgemeinärzte haben recht viel Ahnung von sehr vielen Gebieten, aber auch eben kein Expertenwissen. Und auch die tun gut daran, wenn sie verantwortungsvoll handeln, die Patienten zu Spezialisten zu schicken." Dr. Daniel Schölz   Die Ärztekammern sollten auf die Instrumentalisierung des Berufsstandes im Rahmen der Coronaproteste reagieren. Denn die Rolle von Ärztinnen und Ärzten, die eine Ablehnung der Coronamassnahmen politisieren, ist kritisch zu sehen. Dazu hat Medical Tribune mit Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel ein Interview veröffentlicht.   Auch Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter sieht es so: "Je nach zugrundeliegenden Hauptinteressen geht dabei vergessen, dass Labor-Diagnostik stets ein Bestandteil der gesamten ärztlichen Diagnosekunst ist. Deswegen: man frage stets die Ärzte an der Front! Dann wird es für diese Herren schnell einmal peinlich. Aber eben, es reicht für das Volk, angeblich plausibel und glaubwürdig argumentieren zu können. Aber eben, an der Spitze der medizinischen Forschung stehen ganz andere Kaliber."   Letzten Endes haben wir es meistens mit Medizinern zu tun, die über eine medizinische Ausbildung verfügen und Ahnung haben, aber auf einem gefährlichen Niveau stehen geblieben sind, sich nicht auf dem Niveau der aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Evaluationen befinden.  Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter   "Wenn nun eine Pandemie wie SARS-CoV-2 ausbricht, wo drastische Schutzmassnahmen getroffen werden müssen, in unglaublich wissenschaftlicher Schnelligkeit Evaluationen und Lösungen eingefordert werden, dann treffen diese 2 Welten knallhart aufeinander, wo diese ignoranten und arroganten Leistungserbringer ansonsten im sonst normalen Tempo von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen langsam vorbereitet werden können. So treffen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse brutal hart auf eingerostetes medizinisches altes Gedankengut. Alles geht viel zu schnell, ohne eben die normale medizinisch-Wissenschaftliche ansonsten gewohnte Evaluation im gewohnten Rahmen abzuwarten, bis die medizinischen Standesgesellschaften auf internationaler und nationaler Ebene die Status Quo Empfehlungen für die Praxis aussprechen."   Verschwörergruppe von Ärzten und Homöopathen Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ hat Anfang August eine Videokonferenz auf Youtube veröffentlicht. Ein Ausschnitt des Videos kursiert nun in den Sozialen Netzwerken. Er enthält teils irreführende Behauptungen zu Gesichtsmasken, PCR-Tests und einem möglichen Covid-19-Impfstoff. Wider Ärzte und keine Experten, die krude Behauptungen verbreiten.   Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ verbreitet in einem Video irreführende Behauptungen zum Tragen von Masken, PCR-Tests und einem möglichen Impfstoff gegen Covid-19. Das originale Video haben die „Ärzte für Aufklärung“ am 5. August auf ihrem Youtube-Kanal hochgeladen. Es ist insgesamt mehr als 17 Minuten lang.   Das Video zeigt Gründer der Initiative „Ärzte für Aufklärung“, die in den vergangenen Wochen durch Kritik an den Corona-Massnahmen aufgefallen ist: Olav Müller-Liebenau, Heiko Schöning und Walter Weber (von links nach rechts, Minute 01:13 im Originalvideo). In der Kurzfassung auf Facebook äussert sich vor allem Walter Weber.   "Walter Weber ist nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der Psychosomatik und Krebstherapie tätig und vertritt eine Theorie, nach der Gesundheit vor allem von der „Harmonie von Körper und Seele“ abhängt. Marc Fiddike ist nach eigenen Angaben Hausarzt und Homöopath, und auch Olav Müller-Liebenau ist laut Einträgen in Ärzte-Datenbanken praktischer Arzt, spezialisiert auf Naturheilverfahren." Also keine Wissenschaftler oder Virenexperten.   Homöopathie Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Von der wissenschaftlichen Medizin wird die Homöopathie daher als pharmakologisch wirkungslose, in einigen Fällen sogar riskante Behandlung abgelehnt. Der Homöopathie wird diesbezüglich vorgeworfen, nicht in angemessener Weise auf diese Befunde zu reagieren. Es fehle an Systematizität. Homöopathie wird deshalb als Pseudowissenschaft angesehen.   Verschwörungstheoretiker von Nebenan Es irritiert auch, wenn man mit einem Mal Verschwörungstheorien von Personen hört, denen man das nie zugetraut hätte: von Verwandten, Bekannten, Nachbarn, Kollegen. Menschen, die man bisher für vernünftige, aufgeklärte Demokraten hielt. Und plötzlich schicken sie über Whatsapp angebliche „Beweise“, wonach ein Coronavirus gar nicht existiere. Dass alle Abstandsregeln bloss Panikmache seien und dahinter ein teuflischer Plan geheimer Mächte stecke. Wieso auf einmal? Bislang gibt es kaum wissenschaftliche Studien darüber, welche Menschen empfänglich für Verschwörungstheorien sind. Klar ist: Männer sind gefährdeter als Frauen. Und es trifft sie vor allem in Lebensphasen, in denen sie sich vor Isolation, der Einengung persönlicher Freiheiten und Kontrollverlust fürchten.   "Nichts ist wie es scheint. Zufälle gibt es nicht. Und: Alles hängt mit allem zusammen. Das sind die drei wichtigsten Merkmale von Verschwörungstheorien. In Zeiten der Corona-Pandemie haben ausgeklügelte Theorien über den angeblichen Ursprung des Virus und die angeblichen Drahtzieher hinter der Pandemie Hochkonjunktur." Prof. Dr. Michael Butter   Wir haben Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP, gefragt, in wiefern das gefährlich sein kann oder welcher Schaden sensible Menschen dabei nehmen, die auf solche Theorien hereinfallen. Ausserdem wollten wir wissen wie es dem Umfeld dabei gehen kann, das ohnmächtig zusehen muss wie ihnen ein Mensch entgleitet. Letztlich die Frage, ob Verschwörungstheorien, Bewegung gar mit Sekten vergleichbar ist.   Gefährlichkeit Der Frage nach dem Potential einer – wie auch immer sich äussernden – Gefahr bzw. Gefährlichkeit hat man sich mit einer gewissen Vorsicht anzunähern. Gefährlich wird es insbesondere dann, wenn AnhängerInnen von Verschwörungstheorien aus dem «Schatten der Verbalisierungen» heraustreten und mittels militanten und somit handfesten Massnahmen konkrete Handlungs-Taten folgen lassen; umgekehrt sind die auf dem verbalen Niveau platzierten und verbleibenden Äusserungen zwar fragwürdig bis dumm, sie verfolgen aber dann eher den Charakter einer Art «Psychohygiene». Ebenfalls beachtenswert ist aber auch der Aspekt der «Stellvertretungshandlungen» und der sozialen Übertragung. Diejenigen Kräfte also, welche z.B. Konformismus unkritisch fördern und damit Individuen in einer anonymisierten Gruppe aufgehen lassen; das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl.   Sensibilität Sensibilität unter der Annahme einer Kontinuumsbetrachtung (kaum sensibel bis hochsensibel) kann bedeuten, dass vor allem kaum sensible Menschen eher bereit sind, irgendwelchen Verschwörungstheorien unkritisch nachzueifern; bei hochsensiblen Menschen ist bekannt, dass sie psychisch sehr darunter leiden können, wenn sie selber keine oder zu geringe eigene Bewältigungs- und Umgangsstrategien haben, um Verschwörungstheorien widerstehen und damit in eine «gesunde Distanz» zu diesen zu treten vermögen. Die Frage eines Schädigungsgrades ist zufolge dessen eher schwierig zu beantworten, weil verschiedene personale (z.B. Naivität oder unreflektierte Gutgläubigkeit) und situative Faktoren (z.B. Gruppendruck, Grad der Konformitätsbereitschaft) jeweils eine Rolle spielen im konkreten Umgang mit der Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien und damit – je nach Ausprägung – sowohl eine Rolle als Stressor oder aber auch als Ressource bilden können.   "Das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl." Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP   Umfeld Jedes Umfeld spielt immer eine zentrale Rolle als eine Art Referenzpunkt für jeden Menschen. Wenn also das Umfeld sogenannt «unsicher» wirkt oder sich als ohnmächtig repräsentiert, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese «Unsicherheitsüberzeugungen» auf AnhängerInnen von Verschwörungstheorien übertragen werden können. Die Vorbildfunktion und vor allem aber auch -wirkung ist eine entscheidende Komponente im Aufbau und auch der Zementierung von Überzeugungen und Menschenbildern. Wer gelernt hat, dass es ein «So ist es und nicht anders» gibt, wird diese Haltung der Rigidität und der Ausgeschlossenheit von weiteren Möglichkeiten tendenziell übernehmen, wenn nicht andere Rollenmodelle Alternativen dazu überzeugend aufzuzeigen vermögen. Menschen trachten immer so gut wie möglich danach, Kohärenz/Stimmigkeit bei sich selber und ihrer Umwelt zu erreichen und dies kann sich auch in der Möglichkeit äussern, sich Erklärungen, Argumenten oder vermeintlichen Wahrheiten hinzugeben, die aber schlichtweg keine sind; die Hauptsache ist, dass die Stimmigkeit so hergestellt werden kann.   Sekte? Der Vergleich zu Sekten oder anderen rigide auftretenden Bewegungen ist insofern gegeben, als dass so etwas beobachtbar und vorherrschend zu sein scheint, wie «Abschottungsmechanismen» gegenüber nicht-verschwörungstheoriekonformen Äusserungen oder der Selbstüberhöhung der eigenen Theorien oder den Nicht-Zugehörigen mit Untergang zu drohen oder diese zu Entpersonalisieren bzw. «schlecht zu reden» und Bagatellisierungsäusserungen. Sind die entsprechenden Communities verbindlicher organisiert, so bestehen durchaus «Bestrafungssysteme» und «-rituale» für abtrünnige Mitglieder; der Zugehörigkeits-Code unterliegt einer hohen sozialen Kontrolle und erhöht damit den psychischen Druck eines Individuums einer solchen Gruppierung stark; das Gefühl «den Rest der Welt gegen sich zu haben» ist eine grosse Beeinflussungs- und damit Konformismus förderliche Grösse, die in solchen Organisationen bewusst initiiert werden (man hat sich unterzuordnen um jeden Preis). Das Kollektiv wird dannzumal als höherwertig eingestuft als das Individuum; das Gefügigmachen wird als «normal» und systemerhaltend erachtet. Solche organisationalen Haltungen und Menschenbilder sind also eine Gefahr für Individuen, die sich kaum getrauen eine eigenen Meinung aufzubauen und diese auch argumentativ zu vertreten.    Covid19 – Widerlegte Youtube Videos  zusammengestellt von Markus Golla (Stand 13.8.2020)   NEU: Faktencheckliste auf Mimikama NEU: Faktencheckliste auf Correctiv NEU: Faktencheckliste auf APA NEU: Faktencheckliste auf ZDF NEU: Faktenchekliste auf Meduni Wien NEU: Artikelliste aller Presseaussendungen Da die Fülle der Videos im Netz mittlerweile unüberschaubar sind, haben wir einige Videos mit den entsprechenden Gegenüberstellungen zusammengefasst. Wir erweitern gerne diese Liste, sollte hierfür der Bedarf entstehen. Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck SPIEGEL zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck BR24 zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Welt.de zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Correctiv zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck NZZ zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Focus zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ARD zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ZDF zu Dr. Wolfgang Wodarg Artikel Die Zeit zu Dr. Wolfgang Wodarg Auszug: „Die Behauptung, dass die jetzigen Quarantäne Maßnahmen unsinnig und übertrieben sind, lässt sich nicht bestätigen. Sämtliche bisherigen Statistiken, Auswertungen und Aussagen von anderen Fachleuten zeigen recht deutlich, dass es im Gegenteil gefährlich ist, SARS-CoV-2 zu unterschätzen.“ (MIMIKAMA) Faktencheck MIMIKAMA zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF 2 zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck SWR3 zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Pharmazeutische Zeitung zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Deutsche Presseagentur  zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Scienceblog  zu Prof. Sucharit Bhakdi Auszug: „Mediziner Bhakdi unterschätzt Gefährlichkeit des Coronavirus“ (Deutsche Presseagentur) Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck Norddeutscher Rundfunk zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck ZDF zu Dr. Claus Köhnlein Bericht Frankfurter Allgemeine zu Dr. Claus Köhnlein Auszug: „Der Arzt ist in gewissen Kreisen keine unbekannte Person: Bereits in der Vergangenheit bestritt er vehement die Entstehung von AIDS, eine HIV-Infektion habe damit gar nichts zu tun. Seiner Meinung nach führt der Konsum von Drogen, Medikamenteneinnahme, Anwesenheit von Pestiziden und Schwermetallen, Mangelernährung, Luftverschmutzung oder nur Stress zu der Erkrankung.“   Kritik an Studie  Zeit.de zu Dr. Hendrik Streeck Kritik an Studie  Focus zu Dr. Hendrik Streeck Nachfragen an Studie  Welt.de  zu Dr. Hendrik Streeck Auszug: „Unplausible Zahlen und nicht aufs ganze Land übertragbar: Fachleute zweifeln an der Aussagekraft der Heinsberg-Studie. Sie gebe keinen Anlass, Kontaktsperren zu lockern.“ Faktencheck MIMIKAMA zu Heiko Schrang Artikel von Zeit online über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Meditieren, heilen, Juden hassen“ Artikel von Deutschlandfunk über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Rechte Esoterik“ Artikel von Fokus über Heiko Schrang zum Thema „Rechte Esoteriker verbreiten Antisemitismus im Internet“ Auszug:“ Die Schlussfolgerung, dass es sich bei dem hypothetischen Szenario in Wirklichkeit um einen großen Plan für wasauchimmer handelt, ist in sehr vielen Punkten einfach nur unhaltbar und exakt das, wie es anfangs bereits genannt wurde: eine Verschwörungstheorie eines Mannes, der hauptsächlich auf Youtube, esoterischen Seiten und teils auch rechtsgerichteten Seiten sein Publikum findet.“ (MIMIKAMA) Artikel von Salzburger Nachrichten über Ernst Wolff Artikel von Tiroler Tageszeitung über Ernst Wolff Kritik von Bell Tower über Ernst Wolff  Auszug:“Laut Brodnig handelt es sich dabei um vielfach „unbelegte Meinungen und Spekulationen, die aber enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen“. (Salzburger Nachrichten) Artikel vom Standard über Dr. Michael Spitzbart Artikel von Correktiv über Dr. Michael Spitzbart Artikel von T-Online über Dr. Michael Spitzbart Auszug:“ Der Salzburger Arzt Michael Spitzbart verkündet in einem Facebook-Posting recht vollmundig: „Vitamin C tötet Viren höchst effektiv ab.“ In China seien die Neuinfektionen zurückgegangen, weil die Chinesen 50 Tonnen hochdosiertes Vitamin C verteilt hätten.“Wir distanzieren uns entschieden von den geposteten Aussagen des Mitarbeiters und halten ausdrücklich fest, dass die genannten Behandlungsformen nie innerhalb der Caritas zur Anwendung gekommen sind.“ (Standard) Artikel von Huffpost über Dr. Rashid Buttar (Video wurde vom Netz genommen – 6.5.) Artikel von Science the wire zur Aussage von Prof. Luc Montagnier Kritik von Health Feedback zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Kritik von European Scientist zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Psiram.com über Prof. Luc Montagnier Faktencheck von Correktiv zu Stefan Homburg Faktencheck von Osnabrücker Zeitung Faktencheck von ZDF Faktencheck von ZDF zu Ken Jebsen Faktencheck von T-Online zu Ken Jebsen Gegenüberstellung zu den Videos von Ken Jebsen ARTIKEL ZU BILL GATES & der Coronavirus Bill Gates finanzierte Das PIRBRIGHT Institute, Das ein Patent auf das Coronavirus besitzt Faktenchecks zu diesen Artikel: MIMIKAMA MIMIKAMA 2 Correctiv Weitere „Angebliche Faktenseiten“:  Fakten zu Covid-19 Gegendarstellung zu SWPRS von der Tagesschau Weitere Faktenchecks   Correctiv    Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Homburg, Jebsen verdienen extrem viel Geld mit den gezielten Lügen Wer Schwurbler pathologisiert, übersieht, dass gerade die Meinungsführer ihren Unsinn sehr gezielt und bewusst verbreiten – und damit Interessen verfolgen. Manche verdienen so ihren Lebensunterhalt, etwa durch Werbeeinnahmen auf Youtube oder das Verkaufen von Büchern. Bhakdi hat aktuell ein Buch auf dem Markt, nachdem er den Verkauf im Vorfeld mit aufsehenerregenden Falschmeldungen angekurbelt hat. Die Leute der Corona-Leugner sind darauf hereingefallen und haben brav, das in allen Punkten widerlegte "Werk" gekauft. Andere lechzen nach Aufmerksamkeit (abgewählte oder entlassene Ärzte - Wodarg, Schregel...). Wieder andere wollen einfach ihre rechtsradikalen, antisemitischen Positionen durchsetzen. Unter dem Vorzeichen der Coronakrise verbreiten sie Inhalte, die sie schon seit Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Öffentlichkeit tragen. Dass die Gläubigen nicht realisieren, dass sie ausgenutzt werden, liegt im Plan der Sache. Schlau eingefädelt und zugeschnitten auf die potentielle Kundschaft.   Wolfgang Wodarg Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück. Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“.   Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen, 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmassnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig. Der Biophysiker Richard Neher sagte, die Aussage Wodargs, dass es dieses Virus schon lange gebe, sei falsch und klar durch die Tatsache widerlegbar, dass der gemeinsame Vorfahre des Virus erst wenige Monate alt sei, so . Verschiedene Medien prüften Wodargs Behauptungen auf Richtigkeit und kamen zu dem Schluss, seine Aussagen zum neuartigen Coronavirus widersprächen grösstenteils den belegbaren Fakten. Manche seiner Aussagen seien weder widerlegbar noch belegbar, erwiesen sich aber bei genauer Betrachtung als irreführend. Es würden Tatsachen vermischt, die nichts miteinander zu tun hätten.   Weitere falsche Thesen Luc Montagnier ist der Meinung, die Coronavirus-Pandemie sei in einem Labor von Menschen verursacht worden, worauf das unnatürliche Vorhandensein von HIV-Elementen und Malariakeimen im Genom des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 hindeute. In dem seit den 2000er Jahren auf Coronaviren spezialisierten Wuhan National Biosafety Laboratory habe sich ein „industrieller“ Unfall ereignet. Claus Köhnlein sagt, dass die Zahl der Covid-19-Infektionen nicht höher ist als bei grippalen Infektionskrankheiten in der Vergangenheit. „Der Bevölkerung wird immer eingebläut, dass die Fallzahlen scheinbar exponentiell steigen“, sagt Köhnlein. Das sei aber tatsächlich nicht der Fall. Es werde kumulativ berichtet: Verdreifache sich die Zahl der Testung, verdreifache sich die Zahl der positiv Getesteten. Der Anteil der positiv Getesteten bleibe aber immer gleich. Es werde nur suggeriert, dass sich hier etwas ausbreite; in Wirklichkeit breite sich aber nur der Test aus.   Bei der Corona-Pandemie handelt es sich um eine deutlich dramatischere Situation mit einer erheblich höheren Sterblichkeit als bei den Grippeepidemien, wenngleich wir uns auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität verlassen müssen. Mitten in der Coronakrise hat das RKI Zahlen zum Verlauf der aktuellen Grippewelle vorgelegt: In Deutschland starben laut der Behörde 411 Menschen an der Influenza, 4,3 Millionen waren mit Symptomen beim Arzt. An oder im Zusammenhang mit Corona starben dagegen bereits 7533 Menschen! (Stand 12. Mai). Das sind Zahlen, die ich in meinem klinischen Alltag nicht erlebt habe. Natürlich argumentiert Köhnlein plausibel, wenn er einen Zusammenhang der Fallzahlen zur Anzahl der Tests herstellt. Mir kommt dabei aber die hohe Ansteckungsfähigkeit des Virus viel zu kurz. Denn sogar Patienten mit nur leichten Symptomen oder gar beschwerdefreie Virusträger geben das Virus weiter. Das ist der grosse Unterschied zur Influenza: Damit ist man zwar ähnlich ansteckend, aber die meisten Infektionen gehen von symptomatischen Virusträgern aus. Bedacht werden muss aber, dass Grippe-Patienten schon mindestens einen Tag vor Beginn der ersten Krankheitsanzeichen und danach noch bis zu einer Woche hochansteckend sind.     Die hohen Fall- und Erkrankungszahlen nach dem Besuch von Faschingsveranstaltungen, Fussballspielen und Südtirol-Heimkehrern ohne wesentliche Beschwerden belegen die enorme Ansteckungsfähigkeit bei Covid-19, die Anlass für die vielen restriktiven Massnahmen ist. Rund vier von fünf Covid-19-Infektionen verlaufen mild, mitunter sogar symptomfrei.   Bhakdi - Das Buch „Corona Fehlalarm?“ verspricht Fakten und steckt voller Polemik und Zynismus Das Buch „Corona Fehlalarm?“ ist eine Rundumkritik am Umgang mit Covid-19: Die Beschränkungen seien falsch und überzogen. Corona sei viel harmloser als alle behaupten, zumindest Politik und Medien. Wer Kritik äussere, werde gezielt diffamiert. Und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als politische Entscheidungsgrundlage dienten, seien höchst ungesichert. Das die schlaue Vorbereitung, dass jegliche Kritik zum Vornherein von den Corona-Leugnern eben als solche gesehen wird - Diffamierung. Es funktioniert auch hier. Diese Leute werden nach Belieben gesteuert und merken es nicht.    Die beiden Autoren, die Wissenschaftler Sucharit Bhakdi und Karina Reiss, scheinen der Meinung zu sein, erst einmal müssten Unsicherheiten ausgeräumt sein, bevor man Schlüsse zieht. Als wäre Vorsorge für Feiglinge. Wenn aber wie im März in Italien die Menschen sterben, soll Politik dann wirklich sagen, „geben wir besser erstmal eine Langzeituntersuchung in Auftrag“? Das Online-Portal Telepolis hat zu solchen Argumenten geschrieben: Dann müsste man sich auch fragen, warum die Feuerwehr noch ausrückt in Deutschland, so ganz ohne Datenbasis. Wisse man denn genau, ob das Gebäude überhaupt brennbar ist? Ob der Rauch wirklich so giftig ist? Ob da Menschen drin sind, vielleicht sogar unter 80 Jahren? Und in der Logik dieses Buchs müsste man ergänzen: Und ob die Menschen in dem Haus nicht schon Vorerkrankungen haben?   Unterstellungen und rhetorische Fragen Das ist zynisch. Und beim Lesen bleibt unklar, ob Reiss und Bhakdi das wirklich so meinen. Das Problem an diesem Buch ist,  dass an vielen Stellen offenbleibt, wie genau denn ihre Position lautet – ausser, dass sie dagegen sind. Die prägenden Stilmittel dieses Buchs sind das Geraune, die rhetorische Frage, die Unterstellung und die Andeutung. Die wichtigsten Mittel, beim Erfinden und Verbreiten von Mythen.   Alex Benesch schreibt zu dem Buch: "In seinem vorherigen Buch verbreitete er Panik, vor Diphterie (der “Würge-Engel” der wegen Impf-Müdigkeit bei uns einen “Flächenbrand” auslösen kann), Tetanus (wo er die Horror-Auswirkungen auf den Erkrankten betont), Pertussis usw. Sein Mantra: “Unbedingt weiter impfen!” Beim Thema der gewöhnlichen Grippe warnte er, dass die Viren die Lunge schädigen und daraufhin Bakterien sich einnisten und eine bakterielle Lungenentzündung auslösen. Bhakdi empfiehlt, sich jedes Jahr die Grippeimpfung zu “gönnen”.   Man muss nur wollen Wie unglaubwürdig die aktuellen Aussagen von Bhakdi im Buch sind, beweist er also mit seinen persönlichen Überzeugungen. Bhakdi ist aus gutem Grund ein Hardliner bei den Befürwortern von Impfungen. Das dürfte seine Gefolgschaft nicht freuen, denn die sind zumeist Impfgegner. Ein weiterer Beweis wie schlecht, bzw. gar nicht, Verschwörungstheoretiker recherchieren. Es ist so schnell und einfach der Beweis erbracht, zu fast jedem sich stellenden Frage. Man muss nur wollen. Und das will die Gefolgschaft anscheinend nicht.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: Nutzung des ehemaligen Spitals Flawil als temporäre Unterkunft für Schutzsuchende (Thu, 19 May 2022)
DMZ –  SOZIALES / MM ¦ AA ¦                                      Das Staatssekretariat für Migration (SEM) stellt – in Absprache mit der Gemeinde Flawil und dem Kanton St. Gallen – weitere Unterkunftsplätze für geflüchtete Personen aus der Ukraine bereit. Im ehemaligen Spital in Flawil bringt das SEM ab Ende Mai bis Ende Jahr bis zu 250 Schutzsuchende unter.   Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine sind mehr als fünf Millionen Menschen aus dem Land geflüchtet, davon mehrere Zehntausend auch in die Schweiz. Diese grösste europäische Flüchtlingsbewegung seit dem 2. Weltkrieg stellt die Staaten in Europa vor grosse Herausforderungen. In der Schweiz haben sich bisher über 50’000 aus der Ukraine geflüchtete Menschen in einem der sechs Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion registrieren lassen.   Das SEM hat seine Unterbringungskapazitäten in diesem Zusammenhang auf Basis der Notfallplanung des Bundes auf rund 9000 Plätze erhöht. Alle Schutzsuchenden sollen rasch ein Dach über dem Kopf erhalten, zur Ruhe kommen, verpflegt und falls nötig medizinisch versorgt werden. Das SEM benötigt zudem auch ausreichend Unterbringungsplätze für Geflüchtete aus anderen Staaten, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellen. Allein im April 2022 waren dies zusätzlich fast 1300 Personen.   Das Spital Flawil steht seit Ende 2021 leer und soll per Anfang 2023 abgerissen werden. Die Eigentümerin plant an diesem Standort ein modernes Zentrum für Gesundheit, Therapie und spezialisierte Langzeitpflege. Das SEM wird das ehemalige Spital als Unterkunft für bis zu 250 Schutzsuchende ab dem 30. Mai bis Ende 2022 betreiben. Zurzeit laufen Einrichtungs- und Wiederinstandstellungsarbeiten, um das Spital für die Nutzung als temporäre Unterkunft für Schutzsuchende aus der Ukraine vorzubereiten. Die Zwischennutzung tangiert das geplante Bauprojekt nicht.   Mit dem ehemaligen Spital Flawil steht eine oberirdische Unterkunft zur Verfügung, die sich auch für vulnerable Personen und längere Aufenthalte eignet. Das SEM hat für die Betreuung der Schutzsuchenden im ehemaligen Spital Flawil die Asylorganisation Zürich (AOZ) mandatiert, für die Sicherheitsdienstleistungen die Securitas AG.         Herausgeber Staatssekretariat für Migration https://www.sem.admin.ch/sem/de/home.html  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung: Datenmanipulation & Fehlinterpretation der Ergebnisse (Wed, 18 May 2022)
DMZ – GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Peter Metzinger ¦        Eine der häufigen Praktiken von Propagandisten ist es, Daten zu manipulieren und die Ergebnisse falsch zu interpretieren, um wahrhaftig und authentisch zu erscheinen.   Das Beispiel: Ende März 2018 berichteten russische Medien, dass der Antisemitismus in der Ukraine zugenommen habe, dass die ukrainischen Behörden dies aber „sorgfältig verbergen“.   Die russische Website Ukraine.ru zitierte einen 72-seitigen Bericht des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten, aus dem hervorging, dass ukrainische Juden mehr Angriffe (sowohl verbale als auch physische) erlebt hatten als Juden in allen Republiken der ehemaligen UdSSR.   Der Bericht basiert jedoch weder auf einer systematischen Studie, noch haben die Autoren die verfügbaren Daten von Organisationen ausgewertet, die Fremdenfeindlichkeit in der Ukraine beobachten. Nach den zitierten Quellen zu urteilen, haben die Autoren eine mechanische Berechnung der Vorfälle vorgenommen, ohne Rücksicht auf den Schweregrad oder die Zuverlässigkeit der Informationen. So wurden beispielsweise sowohl reale Fälle von Vandalismus als auch verbale Beleidigungen während der Kundgebung gezählt.   Ein sorgfältiger Blick auf den Bericht zeigt, dass es sich nicht um eine eingehende Bewertung der Situation handelt. Das Antisemitismus-Narrativ war jedoch eine der wichtigsten Komponenten der anti-ukrainischen Propagandakampagne des Kremls, um die Aggression gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Daher wurden die Auszüge des Berichts über die Ukraine von den russischen Propagandamedien bereitwillig aufgegriffen. Weitere gegenteilige Beweise lieferte eine Umfrage des in den USA ansässigen Pew Research Center von 18 Ländern Mittel- und Osteuropas, aus der hervorging, dass die Ukraine den niedrigsten Prozentsatz an antisemitischen Einstellungen in Europa aufweist. In Russland, so heißt es in dem Dokument, ist dieser Anteil fast dreimal so hoch.   Ergebnisse Fehlinterpretationstechnik Die russische pro-Kreml-Seite Ukraina.ru veröffentlichte eine Geschichte über Fitch Ratingsseinen jüngsten Ausblick für die Ukraine, wobei er sich nur auf die negativen Elemente konzentrierte und die insgesamt stabile Prognose ignorierte. Unter Verwendung nur des ersten Satzes des Fitch-Berichts behauptete Ukraina.ru, die Ukraine habe die drittgrösste Schattenwirtschaft der Welt nach Aserbaidschan und Nigeria. Der erste Satz des Fitch-Berichts lautet: „Die Ratings der Ukraine spiegeln eine schwache externe Liquidität, eine hohe Staatsverschuldung und strukturelle Schwächen in Bezug auf einen schwachen Bankensektor, institutionelle Einschränkungen sowie geopolitische und politische Risiken wider.“   Das ist die einzige Information, die Ukraina.ru dem Ausblick von Fitch entnommen hat. Der folgende Satz wird dabei völlig ignoriert: „Diesen Faktoren stehen eine verbesserte Glaubwürdigkeit und Kohärenz der Politik, das kurzfristig überschaubare Schuldenrückzahlungsprofil des Staates und eine Erfolgsbilanz bilateraler und multilateraler Unterstützung gegenüber.“ Die beste Methode, eine solche Falschdarstellung zu widerlegen, ist, den vollständigen Bericht zu finden und zu lesen. Wie Sie vermeiden können, in die Falle der Datenmanipulation zu tappen Hier ist, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Meinungsumfragen und andere Untersuchungen lesen: Ist die Methodik beschrieben? Wie sind die Fragen formuliert? Manchmal sind sie so formuliert, dass sie manipuliert werden und bestimmte Antworten suggerieren. Wie ist die Stichprobe der Befragten: nach Alter, Wohnort und anderen Merkmalen? Ist die Stichprobe statistisch fundiert? Welchen Ruf hat der Forscher?  Ist er oder sie in der Fachwelt bekannt? Wer hat für die Forschung bezahlt? Seriöse Forschungszentren verheimlichen niemals ihre Auftraggeber, wenn sie die Daten veröffentlichen. Vergleichen Sie das Ergebnis der Forschung mit anderen Daten und Erkenntnissen. Wenn sie auffallend unterschiedlich sind, müssen die Ergebnisse in Frage gestellt werden.         Dieser Text erschien ursprünglich auf http://ReclaimTheFacts.com beziehungsweise https://reclaimthefacts.com/2022/05/14/techniken-zur-manipulation-der-oeffentlichen-meinung-datenmanipulation-fehlinterpretation-der-ergebnisse/- Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: Nationale Erklärung Deutschlands zum NATO-Beitrittsbegehren Finnlands und Schwedens (Wed, 18 May 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ AA ¦                                                      Bundeskanzler Olaf Scholz hat heute im Rahmen der Pressekonferenz mit dem Regierungschef Liechtensteins, Dr. Daniel Risch, eine Nationale Erklärung zum NATO-Beitrittsbegehren Finnlands und Schwedens abgegeben. Es folgt der gesprochene Text der Erklärung von Bundeskanzler Scholz.   Die Regierungen Finnlands und Schwedens werden nun die Aufnahme in die NATO beantragen. Das ist ein historischer Schritt für das Verteidigungsbündnis und für Europa. Die beiden Länder reagieren damit auf die russische Aggression gegen die Ukraine und die daraus resultierende dramatische Veränderung der Sicherheitslage in Europa.   Die Bundesregierung begrüßt diese souveräne Entscheidung unserer skandinavischen Freunde. Schon heute sind wir mit Finnland und Schweden in der Europäischen Union sowie durch unsere bilateralen und sicherheitspolitischen Beziehungen auf das Engste verbunden. Die NATO beruht auf dem Gedanken, dass wir in der Allianz durch gemeinsame Werte verbunden sind und jederzeit gemeinsam füreinander einstehen. Das Bündnis ist ein Verteidigungsbündnis. Es wendet sich gegen niemanden, sondern gewährleistet Schutz und die Sicherheit für alle Alliierten. Dieses Prinzip der kollektiven Verteidigung ist seit Jahrzehnten der Garant für Frieden und Stabilität im euroatlantischen Raum.   Mit ihrem Antrag auf Aufnahme üben Finnland und Schweden also ihr souveränes Recht auf freie Bündniswahl aus. Sie drücken damit aus, dass sie die Werte der Allianz teilen und mit uns gemeinsam füreinander einstehen wollen. Wir gewinnen mit Finnland und Schweden zwei geschätzte Verbündete, die die Verteidigungsfähigkeit der NATO stärken werden.   Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass das Beitrittsverfahren sehr zügig vonstattengeht. Die Ratifikation durch die Bundesrepublik Deutschland werden wir in Abstimmung mit den Verfassungsorganen unverzüglich durchführen. Wir laden andere Staaten ein, das Gleiche zu tun. Für Deutschland ist schon jetzt klar: Unsere Länder sind schon jetzt durch die Verpflichtung miteinander verbunden, einander im Einklang mit Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen alle in unserer Macht stehende Hilfe und Unterstützung zum gegenseitigen Schutz zu leisten. Das steht auch im Vertrag über die Europäische Union. Das werden wir durch hochrangige politische Besuche in Finnland und Schweden regelmäßig unterstreichen. Wir werden unsere militärische Zusammenarbeit intensivieren, und zwar insbesondere im Ostseeraum und durch gemeinsame Übungen. Wir freuen uns darauf, Finnland und Schweden bald als Verbündete in der NATO an unsere Seite zu wissen.        Quelle / Herausgeber: PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: Anklage eingereicht wegen dschihadistisch motiviertem Messerangriff in Lugano (Wed, 18 May 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ Sarah Koller ¦                         Im Zusammenhang mit dem Messerangriff vom 24. November 2020 auf zwei Frauen in einem Warenhaus in Lugano hat die Bundesanwaltschaft (BA) gegen eine 29-jährige Schweizer Staatsbürgerin mit Wohnsitz im Kanton Tessin Anklage beim Bundesstrafgericht eingereicht. Der Beschuldigten wird hauptsächlich versuchter Mord und der Verstoss gegen das Al-Qaïda/IS-Gesetz zur Last gelegt.   Die BA wirft ihr vor, mit dem Ziel gehandelt zu haben, ihre Opfer zu töten und einen terroristischen Akt im Namen des IS zu begehen. Die Beschuldigte handelte gemäss Anklage vorsätzlich und mit besonderer Skrupellosigkeit. So attackierte sie ihre zufällig ausgesuchten Opfer brutal mit einem Messer mit dem Ziel, diese zu töten und damit im Namen des "Islamischen Staates" (IS) Terror in der Bevölkerung zu verbreiten, eine breite Medienberichterstattung auszulösen und dadurch die Ideologie des IS zu propagieren. Eines der beiden Opfer wurde durch den Angriff am Hals schwer verletzt. Dem zweiten Opfer gelang es schliesslich, die Beschuldigte zusammen mit anderen am Tatort anwesenden Personen zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.   Der Schweizer Staatsbürgerin wird versuchter Mord (Art. 112 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) und der Verstoss gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen (SR 122, „Al-Qaïda/IS-Gesetz“) vorgeworfen.  Zudem wird sie sich wegen unzulässiger Ausübung der Prostitution (Art. 199 StGB) vor Gericht zu verantworten haben. Sie befand sich ab dem Zeitpunkt ihrer Festnahme am 24. November 2020 in Untersuchungshaft und ist seit August 2021 im vorzeitigen Strafvollzug.    Die ersten dringlichen Massnahmen in diesem Fall wurden durch die Tessiner Behörden durchgeführt. Die BA hat den Fall zeitnah übernommen und die Ermittlungen zusammen mit fedpol fortgesetzt. Dies, weil sie bei dschihadistisch und insofern terroristisch motivierten Straftaten für die Untersuchung zuständig ist. Die BA dankt den Tessiner Behörden für die rasche Durchführung der ersten dringlichen Massnahmen und die gute Zusammenarbeit.   Die Strafanträge gibt die BA wie üblich anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht bekannt. Mit Einreichung der Anklageschrift ist das Bundesstrafgericht in Bellinzona für die weitere Information der Medien zuständig. Bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils gilt die Unschuldsvermutung.              Herausgeber Bundesanwaltschaft http://www.ba.admin.ch/ba/de/home.html  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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AT: Pflege: Nationalrat diskutiert Erfolgschancen des Reformplans (Wed, 18 May 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦                                     Die von der Bundesregierung anvisierte Pflegereform war heute erstmals Thema im Nationalrat. Bei einer Aktuellen Stunde mit Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch streuten die Koalitionsparteien ÖVP und Grüne dem Plan der Regierung Rosen: Das Reformpaket biete mit insgesamt 20 Maßnahmen und einem Volumen von 1 Mrd. € nachhaltige Verbesserungen für Pflegeberuf und -ausbildung sowie für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Dementsprechend lautete der Debattentitel: "Die Zukunft der Pflege jetzt sichern!". Von den Oppositionsparteien SPÖ, FPÖ und NEOS hagelte es dagegen Kritik. Vor allem angesichts noch nicht ausverhandelter Details, etwa bei der Finanzierung, vermisst die Opposition eine echte Reform des Pflegebereichs im Regierungsplan. Vielfach wurde zudem eine zeitliche Befristung der angepeilten Verbesserungen befürchtet. Ungeachtet der inhaltlichen Differenzen drückten die Abgeordneten aller Fraktionen ihre Wertschätzung für die Arbeit von Pflegenden aus.   Rauch: Pflegemilliarde muss jetzt eingesetzt werden Als "Gebot der Stunde" bezeichnete es Bundesminister Rauch, die Reform der Pflege jetzt anzugehen. Pflegekräfte müssten in ihrer Arbeit gehalten werden, verwies er auf den wachsenden Bedarf in diesem Bereich. "Wir brauchen jede einzelne Person". Mit 1 Mrd. € würden in den nächsten zwei Jahren daher deutliche Verbesserungen bei Gehältern und Arbeitsbedingungen umgesetzt.   Gemäß Regierungsplan soll jede Pflegekraft in den kommenden zwei Jahren einen monatlichen Gehaltsbonus erhalten. Für Auszubildende werden zumindest 600 € pro Monat bzw. pro Praktikumsmonat angepeilt. Umsteiger:innen und Wiedereinsteiger:innen sollten unter gewissen Bedingungen 1.400 € monatlich erhalten, pflegende Angehörige 1.500 € ab dem Jahr 2023, wenn sie eine:n schwer Pflegebedürftige:n unterstützen und selbst- oder weiterversichert sind. Auch der Rechtsanspruch auf Pflegekarenz würde nach dem Fahrplan der Regierung bei Betriebsvereinbarung oder im Kollektivvertrag auf drei Monate erweitert. Erleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte für ausländische Pflegekräfte sollten dabei helfen, den zusätzlichen Fachkräftebedarf von 100.000 Personen bis 2030 zu decken.   Hinsichtlich Ausbildung schaffe man mit dem Pflegestipendium und Umschulungserleichterungen die Grundlage zur Attraktivierung des Berufs, betonte Bundesminister Rauch. Auch vom Pilotprojekt der Pflegelehre erhofft er, mehr junge Menschen für den nach seinen Worten erfüllenden Beruf der Pflege zu begeistern. Angesichts des wachsenden Anteils von Demenzerkrankungen und psychischen Erkrankungen unter den pflegebedürftigen Personen sehe der Regierungsplan zudem einen 20%-igen "Demenzzuschlag" für Pflegende vor, ging er näher auf die erhöhten Herausforderungen des Pflegeberufs ein.   Vieles in der Pflege liege allerdings in der Zuständigkeit von Ländern, Städten und Gemeinden, umriss Minister Rauch noch auszuverhandelnde Details wie Personalschlüssel. Dennoch sei der mit einer Milliarde Euro ausgestattende Reformplan für die nächsten zwei Jahre ein "schlagender Beweis" für das Funktionieren der Regierung. "Enorm viel positive Rückmeldungen aus der Pflege" habe er zudem erhalten, berichtete Rauch über die Vorstellung des Reformplans in Fachkreisen. Pflegende hätten das Vorhaben als "überaus wichtiges Signal der Wertschätzung unseres Berufsstandes" bezeichnet, da es die Voraussetzungen schaffe, die Bedeutung des Berufs zu verdeutlichen.   Grüne: Wir setzen die Pflegereform um Grünen-Klubobfrau Siegrid Maurer unterstrich, schon seit Jahren gebe es in Österreich einen Pflegenotstand. Gesundheits- und Sozialminister Rauch wolle nun nachhaltige Maßnahmen gegen die vielfach unzumutbaren Zustände in der Pflege setzen, die über zwei Jahre hinaus auch für kommende Generationen wirken würden. "Die Bezeichnung Meilenstein ist hier angebracht". Ribo Bedrana (Grüne) ergänzte, "wir setzen um", anders als alle Vorgängerregierungen. Die 520 Mio. € zusätzlich für Gehaltserhöhungen der Pflegekräfte müsse die Regierung aufgrund der Zuständigkeitsverteilung in Österreich gemeinsam mit Sozialpartnern und Ländern sicherstellen, räumte Maurer ein. Sie appellierte deswegen an die Bundesländer beziehungsweise an involvierte Vertreter:innen der Oppositionsparteien, konstruktiv am Erfolg der Pflegereform mitzuarbeiten. Einen großen Durchbruch in der Reform sieht Maurer nicht zuletzt in der Gleichstellungspolitik, da zu 80% Frauen in diesem Bereich arbeiteten und auch in den meisten Fällen zu Hause die Pflege von Angehörigen übernehmen.   ÖVP: Pflege zentral für Gesellschaft Die gesamtgesellschaftliche Komponente bei der Pflege hob ÖVP-Klubobmann August Wöginger hervor: "Pflege geht uns alle an". Pflegekräfte und pflegende Angehörige leisteten einen unglaublich wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Gerade in der Pandemie sei die Pflege extrem gefordert gewesen, eine halbe Milliarde Euro zur Aufstockung der Gehälter sei daher mehr als notwendig. Außerdem bringe der Reformplan der Regierung eine zusätzliche Urlaubswoche für Pflegekräfte ab dem 43. Lebensjahr und zwei Stunden Nachtschwerarbeit wolle man künftig anrechnen.   "Diese Reform liefert!", fasste Ernst Gödl (ÖVP) zusammen, nachdem Wöginger auf offene Punkte wie die Neugestaltung der EU-konformen Arbeitszeitregelungen bei der 24-Stunden-Pflege eingegangen war, die mit den Sozialpartnern ausgearbeitet werde. Zur Implementierung der Pflegelehre sagte Wöginger, diese werde mit einem "altersspezifischem Curriculum" ausgestattet.   SPÖ: Pflege ist Schwerstarbeit SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch beschied dem Reformprojekt bereits jetzt ein Versagen. Die Regierung habe bislang in der Pflege nur Ankündigungen getätigt, aber nichts umgesetzt, skizzierte er anhand einer Chronologie an Plänen zur Pflegereform der letzten fünf Jahre. Finanzierungsfragen würden an die Länder übertragen, die 24-Stunden-Pflegereform sei unausgegoren. Die Vorstellungen der SPÖ zu einer zielführenden Reform seien dagegen klar: "Pflege und Betreuung ist Schwerstarbeit", eine entsprechende Verordnung des Gesundheitsministers sei auf den Weg zu bringen, so Muchitsch. Die SPÖ habe entsprechende Forderungen an die Regierung gerichtet. Ansonsten würden noch mehr Pflegekräfte kündigen, da sie angesichts der Teuerung bei der derzeitigen Entlohnung sich das Leben nicht mehr leisten könnten.   Die von der Regierung geplante Gehaltserhöhung für pflegende Angehörige bezeichnete Muchitsch als "Almosen" und rechnete vor, tatsächlich ergäben sich daraus lediglich 150 € pro Monat oder 4,11€ pro Tag mehr. Sein Fraktionskollege Christian Drobits kritisierte in diesem Zusammenhang, ein Ausbildungsbonus von 600 € für Einsteiger:innen in die Pflege reiche niemals zum Überleben aus.   FPÖ: Regierung macht nur Schlagzeilen Dagmar Belakowitsch, Sozialsprecherin der Freiheitlichen, meinte, die Pflege sei ein wichtiges Zukunftsthema, das von der Regierung nur in Überschriften behandelt werde, ohne Details geklärt zu haben. Die Finanzierung sei völlig ungewiss, erinnerte sie an den letzten Budgetausschuss des Nationalrats, in dem die Einpreisung im kommenden Bundesvoranschlag nicht behandelt worden sei. "Was passiert 2024?", befürchtete Belakowitsch, das Reformprojekt werde in zwei Jahren enden. Die Anerkennung für pflegende Angehörige hielt sie für viel zu gering bemessen und FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak stellte die drastische Unterbesetzung der stationären Pflege deutlich dar, ohne konkrete Verbesserungen von Regierungsseite auszumachen. "Von dieser Pflegemilliarde ist nichts da", so Kaniak. Er erwartet von der Regierung ebenso wie Belakowitsch eine nachhaltige Finanzierung der Pflege über die nächsten zwei Jahre hinaus, als Basis für essentielle Maßnahmen wie eine echte Ausbildungsoffensive und eine tatsächlich bessere Entlohnung. Lob von freiheitlicher Seite erhielt immerhin der Punkt im Regierungsplan, dass Menschen mit Behinderung durch die Streichung der Familienbeihilfe bei der Anrechnung des Pflegegelds finanziell besser gestellt werden sollen.   NEOS: Reform wird weiter verschoben Als Gesundheitssprecherin der NEOS sagte Fiona Fiedler, ihre Fraktion freue sich zwar, dass die Reform nun am Papier präsentiert werde. Die Umsetzung liege jedoch weiterhin im Dunkeln. Offenbar erwarte die Regierung, so Fiedlers Vermutung, dass erst nach ihrer Legislaturperiode die Schritte für langfristige Verbesserungen gesetzt werden. NEOS-Abgeordnete Julia Seidl listete die aus ihrer Sicht noch "offenen Punkte" im Reformplan auf, angefangen bei den jugendlichen Pflegelehrlingen, für deren Ausbildung an Krankenhäusern schlicht das Personal fehle. Der Beruf der niedergelassenen und mobilen Pflege bleibe unattraktiv, hielt Fiedler dem Gesundheitsminister darüber hinaus vor. Attraktivere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter seien auch in der Unterstützung von Menschen mit Behinderung unabdingbar, erinnerte sie an den NEOS-Vorschlag einer bundeseinheitlichen Lösung zur persönlichen Assistenz, die im vorliegenden Reformpapier fehle.     Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. 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AT: Aktuelle Situation: 4.322 Neuinfektionen (Wed, 18 May 2022)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM                                 Von Dienstag auf Mittwoch wurden 4.322 Neuinfektionen in Österreich registriert. Das liegt über dem 7-Tage-Schnitt von 3.813 Infektionen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 299,85.   In den vergangenen 24 Stunden wurden 198.897 PCR-Tests durchgeführt. Die Positivrate liegt bei 2,17 Prozent.   Aktuell gibt es 52.505 aktive Corona-Fälle in Österreich. Zudem gibt es acht neue Todesfälle. Damit sind bisher österreichweit 18.320 Personen mit SARS-CoV-2 Infektion verstorben.           Quellen: https://covid19-dashboard.ages.at/ Gesundheitsministerium - https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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