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Masken gehören nicht an das Kinn oder Handgelenk - Wie Sie die Masken richtig verwenden (Mo, 14 Jun 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ AA ¦   Die korrekte Verwendung von Hygienemasken - Das Wichtigste in Kürze: Hygienemasken (chirurgische Masken oder Nasen-Mund-Schutz nach der Norm EN 14683) schützen vor Durchdringen von Flüssigkeitsspritzer und Tröpfchen in der Ausatemluft der tragenden Person.  In gewissen Situationen kann das Tragen der Masken gerechtfertigt sein. Die Masken tragen dazu bei, das Übertragungsrisiko von Viren (z. B. Coronavirus) zu vermindern. Wichtig ist, dass die Masken korrekt getragen und die zusätzlichen Hygienemassnahmen angewendet werden.   So verwenden Sie die Masken korrekt: Waschen Sie sich vor dem Anziehen der Maske die Hände mit Wasser und Seife oder benutzen Sie ein Händedesinfektionsmittel. Bedecken Sie mit der Hygienemaske sorgfältig Mund, Nase und Kinn und befestigen Sie sie gut, damit zwischen dem Gesicht und der Hygienemaske möglichst keine Lücken bestehen. Berühren Sie die Maske nicht mehr, sobald Sie sie aufgesetzt haben. Waschen Sie sich nach jeder Berührung einer getragenen Hygienemaske die Hände mit Wasser und Seife oder benutzen Sie ein Händedesinfektionsmittel. Nach dem Abziehen und Entsorgen der Hygienemaske Hände mit Wasser und Seife waschen oder ein Händedesinfektionsmittel benutzen. Hygienemasken bei Durchfeuchtung durch eine neue, saubere und trockene Maske ersetzen. Hygienemasken dürfen nicht wiederverwendet werden. Werfen Sie diese nach jeder Verwendung sofort nach dem Ausziehen weg. Entsorgen Sie die gebrauchte Maske am besten in einem kleinen Plastiksack. Dieser kann dann mit dem normalen Abfall entsorgt werden. Längst nicht alle tragen ihre Maske korrekt. Oft sitzt sie zu locker oder schief. Vielfach ist der Nasenbügel nicht richtig angepasst. Oder die Maske ist nicht vollständig entfaltet und bedeckt nicht einmal die Nase oder das ganze Kinn. Andere haben sie lässig über das Kinn geschoben, wenn sie mal eine Pause brauchen. Oder tragen sie nur um den Hals. Man sieht Frauen, die ihre Haare nicht zusammengebunden haben, oder Männer mit einem ungestutzten Bart.   Viele Träger fassen sich immer wieder ins Gesicht, um zu prüfen, ob die Maske richtig sitzt. Andere schieben ihre Maske zwischenzeitlich unters Kinn und ziehen sie in einer vermeintlichen Gefahrensituation wieder vors Gesicht. Dabei fassen sie sich genau dorthin, wo es gefährlich wird, nämlich an die Schleimhäute, und erhöhen so das Risiko, sich das Coronavirus über eine Kontaktinfektion einzufangen. Wer die Maske so trägt oder immer wieder an- und auszieht, sollte lieber keine tragen.   Vom Nasenrücken bis unter das Kinn Eine Gesichtsmaske muss vom Nasenrücken bis unter das Kinn reichen und sowohl die Nase als auch den Mund komplett bedecken. Sie muss straff am Gesicht anliegen. An den Seiten dürfen keine Lücken entstehen. Hat die Maske am Nasenrücken einen Draht, muss dieser durch leichtes Biegen an die Nase angepasst werden. Je enger der Bügel anliegt, desto weniger Luft kondensiert bei Ausatmen auf den Brillengläsern.   An den Bändern über die Ohren ziehen Beim An- oder Abziehen und während des Tragens sowieso sollte man unbedingt vermeiden, die Maske an der Vorderseite anzufassen. Beim Abnehmen kurz den Atem anhalten, da sich auf der Maskenoberfläche Viren befinden können. Besser nur an den Bändern über die Ohren ziehen. Sobald die Maske durchfeuchtet ist, muss sie gewechselt werden. Sonst schützt man sich nicht, sondern verschlimmert das Problem nur noch. Vor und nach dem Anziehen und Tragen der Maske muss man die Hände gründlich mit Seife waschen.   Kein Ersatz für Abstand und Hygiene Das grösste Risiko beim Tragen von Masken ist ein falsches Sicherheitsgefühl. Masken ersetzen niemals die Abstandsregeln und die Händehygiene. Nur konsequentes Abstandhalten und gute Hygiene verhindern, dass man sich mit dem Coronavirus ansteckt. Masken tragen nicht. Kommt dazu, dass sie eine Ansteckung über die Augen nicht verhindern können. Sie sind ein unterschätztes Einfallstor. Die Tränenkanäle spülen das Virus direkt in den Nasen-Rachenraum.   Immer in die Armbeuge husten Im Alltag sollte man sich stets so verhalten, als ob man keine Maske tragen würde. Und die Maske ist so zu behandeln, als ob sie mit Viren verunreinigt wäre. Berührungen im Gesicht und an der Maske vermeiden. Trotz Maske immer in die Armbeuge husten und niesen. Die Wahrheit ist: auch wenn man eine Maske korrekt trägt, bringt das dem Einzelnen recht wenig. Vor den Viren anderer vermögen sie kaum zu schützen. Wenn ich eine einfache Maske trage, schützt das vor allem andere vor mir. Das ist das eindeutige Fazit der bisherigen Studien. Nur wenn alle Masken tragen würden, könnte es helfen, die Epidemie einzudämmen. Aber davon sind wir in der Schweiz weit entfernt. Und noch etwas: obwohl Textilmasken immer mehr im Trend sind, bringen sie herzlich wenig, wenn nur normales Textil verarbeitet wird. Mittlerweile hat es in der Schweiz genügend Hygienemasken. Sie sind in den Läden praktisch überall erhältlich. Die Versorgungssicherheit beträgt mehr als vierzig Tage.   Die fünf Arten eine Maske zu tragen Typ 1, der/die Fahrlässige: Hier hängt die Maske in der Regel auf Halbmast, die Nase atmet frei, nur der Mund ist bedeckt. (Heisst schliesslich auch Mundschutz, oder?)   Typ 2, der/die Übervorsichtige: Neben dauerhaftem Tragen einer FFP 3-Maske kommen oft noch Plastikhandschuhe zum Einsatz. Auch wenn die Apotheke für die letzte Packung in Grösse XXL 20,70 CHF verlangt - „koste es, was es wolle“.     Typ 3, der/die Vergessliche: Beim Betreten von Supermarkt oder Geschäft muss das Personal sofort erinnern, dass wir in der neuen Normalität leben. Denn die Maske ist entweder noch am Autoinnenspiegel zum Auslüften oder zerknittert in der Hosentasche.   Typ 4, der/die Informierte: Der Mund-Nasen-Schutz wird vor dem Betreten eines Geschäfts ordnungsgemäss aufgesetzt und nach dem Verlassen an den Riemen wieder abgenommen, ohne den Mundbereich übermässig zu berühren.   Typ 5, der/die Dauerträger/in: Wenn gerade nicht gebraucht, wird die Maske praktischerweise nach oben auf die Stirn oder nach unten aufs Kinn gespannt. Zur Zwischenaufbewahrung. Dass sie den restlichen Tag nicht mehr über Mund und Nase gebraucht wird, ist nebensächlich. Auch beim Autofahren sind Typ 5 und Typ 2 zu beobachten.      Quellen: BAG ¦ WHO Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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„T wie treu und Tagebuch..“ (Mon, 14 Jun 2021)
DMZ – GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Patricia Jungo ¦   Die trockene Definition von Freund Duden betreffend das Tagebuch klingt irgendwie nicht ganz überzeugend und wird dem stillen, treuen Freund nur teilweise gerecht. So beschreibt er das Tagebuch als Buch, Heft für tägliche Eintragungen persönlicher Erlebnisse und Gedanken. Es gibt wohl kaum ein Tagebuch, das so unpersönlich und allgemeingültig ist, wie es die Definition vermuten lässt.   Die vielen bunten Bezeichnungen für Tagebücher verraten auch gleich, was sie für den Schreiber bedeuten: Da gibt es den Seelenfreund, den Geheimnishüter, das Lebens-oder Zeitjournal, die Selbsttherapie, den Vergangenheitsbewahrer, die Gedankenstütze, das Erinnerungsalbum und viele mehr. Wie die Menschen, die sie schreiben, sind auch Tagebücher einzigartig. Dabei spielt es keine so grosse Rolle, ob sie Abläufe festhalten, die nicht vergessen werden sollen oder den geheimen Garten des Schreibers hüten. Es ist stets ein Teil Leben, das in Worte gewandelt, den Weg aufs Papier findet. Das Tagebuch in Papierform hat in unserer Zeit nun auch noch andere Formen gefunden. Moderne Medien und Internet öffnen neuen Türen. Da gibt es auch öffentlich lesbare Varianten wie das Video-Tagebuch oder Blog. Jeder Mensch kann also die Form wählen, die zu ihm spricht.   Seit wann gibt es Tagebücher? Die ersten Tagebücher findet man bei den Assyriern in Form von Tontafelkalendern, auf denen man Angaben über Wetter, Marktpreise und andere Alltagsangelegenheiten fand. Sogar Götter wurden erwähnt. Weiter sind auch Berichte über die Taten der babylonischen Herrscher oder der römischen Kaiser und auch Notizen über Träume und ihre Deutung erste Formen von Tagebüchern. Dazu gesellten sich im Mittelalter die Logbücher, Chroniken und Aufzeichnungen von Mystikerinnen. Was diese Tagebücher von denen, die wir kennen, unterscheidet, ist, dass es sich noch nicht um Einträge oder Aufzeichnungen von Einzelpersonen über persönliche Erlebnisse und Gedanken handelte. In der Renaissance wurde das Tagebuch im heutigen Sinne geboren. Der Mensch erlebte sehr viele neue Erfahrungen und Entwicklungen. Auch Technik und die vermehrte Verbreitung von Papier bereiteten die Zeit des Tagebuchs vor. Der Mensch verspürte das Bedürfnis, all diese Eindrücke festzuhalten und zu verarbeiten. Da gab es auch Reisejournale und Memorialbücher. Typisch war zu dieser Zeit auch, dass die Beobachtung im Vordergrund stand bei den entsprechenden Einträgen und weniger die Gefühle. Der Rückzug ins Private kam erst ab dem 18. Jahrhundert und die Blütezeit erlebte das Tagebuch vor allem im 20. Jahrhundert. Insbesondere während der beiden Weltkriege hatten die Menschen das Bedürfnis, ihre Gefühle und Erlebnisse zu Papier zu bringen. Spontan fällt einem das wohl berühmteste Tagebuch der Anne Frank ein.   Was bringt das Tagebuchschreiben den Menschen? Das Tagebuchschreiben ist beliebt und wird rege genutzt. Demnach muss es ja den vielen Menschen, die schreiben, auch etwas bringen. Auch hier sind die Gründe bestimmt wieder sehr vielfältig. Vielleicht will man bestimmte Erinnerungen unverfälscht verewigen, Spuren hinterlassen oder auch einfach nur Gefühle ausdrücken. In jedem Fall ist es für den Schreiber wunderbar, sich frei, unbeobachtet und nicht beurteilt zu fühlen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, weder Rechtschreibung noch Grammatik, sondern nur diesen ganz intimen und unverfälschten Moment des Schreibens. Das Tagebuch empfängt all unsere Emotionen, die leichten und die schweren mit offenen Armen und nimmt ohne jede Erwartung viel Last ab. Es ist ganz einfach ein wunderbares Mittel zur „Psychohygiene“.   Auch Studien bestätigen, dass Tagebuchschreiben oder auch Schreiben allgemein eine sehr heilende Wirkung bei der Verarbeitung von schwierigen Erlebnissen haben kann. In den 80er Jahren kam das sogenannte expressive Schreiben auf. Diese neue vom Psychologen James Pannebaker ins Leben gerufene Therapieform erfreut sich heute grosser Beliebtheit. Dabei geht es zusammengefasst darum, sich alle Gefühle, vor allem aber belastende, von der Seele zu schreiben und so Entspannung und Entlastung zu schaffen. In mehreren Studien wurde aufgezeigt, dass das expressive Schreiben sogar widerstandsfähiger machen kann. Dabei ist der Grundsatz, während einer bestimmten Zeit einfach draufloszuschreiben und alles aufs Papier fliessen zu lassen, was sich zeigen will. Auch in der jetzigen belastenden Zeit mag diese Methode für einige Menschen hilfreich sein. Ängste, Druck und Stress verlieren auf dem Papier vielleicht etwas von ihrer (vermeintlichen) „Macht“. Ausprobieren ist bestimmt der gute Weg. Egal, ob Tagebuchschreiben, expressives Schreiben, Geschichten, Bücher oder Gedichte schreiben: Schreiben verleiht Vergangenem ein etwas sanfteres Gesicht, schenkt den Träumen Flügel und den Erinnerungen den schönsten Garten.     Quellen: patricia jungo/www.sorgentagebuch.de Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Eine Perle des Welterbes Sardona (Mon, 14 Jun 2021)
Der Talalpsee (Bildquelle: Monika Romer) Der Talalpsee (Bildquelle: Monika Romer) DMZ – KULTUR/AUSFLUGSTIPPS ¦ Monika Romer ¦   Der Talalpsee befindet sich oberhalb vom Dorf Filzbach auf dem Kerenzerberg. Der Bergsee ist eingebettet in einer wilden, wunderschönen Berglandschaft, umgeben von den mächtigen Glarner Bergen auf 1087 m.ü.M, fernab von jeglichem Rummel. Direkt neben dem See, an dem immer eine beeindruckende Ruhe herrscht, ist das kleine Bergrestaurant Talalpsee, mit herrlicher Aussicht auf den See und die Felskolosse der Glarner Berge.   Links und rechts vom Talalpsee türmen sich erhaben der Mürtschenstock und Nüenchamm, die der Szenerie eine dramatische Note verleihen. Der Talalpsee ob Filzbach ist ein Kraftort  und zu jeder Jahreszeit immer wunderschön. Die Magie und aussergewöhnliche Kraft, die von diesem Ort ausgehen, sind hautnah spürbar. Rund um den See stehen Feuerstellen zur Verfügung. Oberhalb des Sees locken Karsthöhlen zu Abenteuer und Erkundungstouren und wer genau hinschaut, entdeckt ein Gesicht im Felsen.   Wie jedes Jahr laichen im Frühling die Erdkröten am Talalpsee. Es ist ein immer wiederkehrendes, spannendes Naturschauspiel und sehr eindrücklich zu beobachten. Ab dem Talalpsee gibt es noch viele weitere spannende Wanderungen, wie z.b. die einmalige Wanderung im UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona. Die Tour führt von Habergschwänd via Talalpsee, dann steil zum Spanneggsee hinauf, Mürtschenfurggel, Murgseefurggel, Ober Mürtschen zum Berggasthaus Murgsee (Murgseehütte) mit den in einen wildromantischen Bergkessel eingebetteten drei Murgseen. Mehr dazu dann aber in einem anderen Bericht. Zum Talalpsee gibt es ab Filzbach mehrere Varianten: Erreichbar ist der Talalpsee mit dem Zweier-Sessellift der Kerenzer-Bergbahnen, die auf die Alp Habergschwänd führen. In luftiger Höhe überwindet man gemütlich die 600 Höhenmeter und erspart so ca. 2 Stunden Bergauf laufen. In einem 30-minütigen Fussmarsch oder mit den Trottinetts, die man mieten kann, fährt man gemütlich zum Talalpsee und wieder nach Filzbach zurück. An der Talstation kann man die Trottis während den Betriebszeiten wieder zurückgeben. Ein mega Spass für Junge und Junggebliebene. Die andere Variante ist, man startet zu Fuss oder mit dem Velo auf aussichtsreichem Weg mit Blick auf den Walensee und die Churfirsten, ab Filzbach hinauf zum malerischen Talalpsee in ca. 2 Stunden Wanderzeit.   Mit dem Auto erreicht man den Talalpsee ab Filzbach innert ca. 15 Minuten. Es ist zu beachten, dass kurz nach dem Dorf Filzbach in Richtung Talalp, die einzige zentrale Parkuhr steht. Mit einer einmaligen Gebühr von Fr.7.- kann man das Auto nahe am See auf dem Parkplatz den ganzen Tag stehen lassen.   Es ist definitiv ein wunderschöner Ort, den ich nur empfehlen kann!  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Corona Dossier (Mon, 14 Jun 2021)
DMZ – WISSEN ¦ GESUNDHEIT ¦ MEDIZIN ¦ INTERNATIONAL ¦   Weltweit haben sich mehr als 172 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Über 3.7 Millionen Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.   Bei SRFnews finden Sie die Fallzahlen weltweit, die Liste der Risikoländer und eine Übersichtskarte der Regionen Europas mit den Fallzahlen und den Hospitalisationen. Fallzahlen Liechtenstein, Schweiz, Deutschland & Österreich Schweiz / Liechtenstein Schweiz /Liechtenstein Deutschland Deutschland Österreich Österreich
Linkliste Corona-Artikel   Covid-19: Faktencheck - Impftote Covid 19 - Therapie so früh wie möglich, Prof. Paul R. Vogt erklärt im Film seinen Standpunkt Schweizer Marken in der Pandemie – Pranger oder Podest?  "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Faktencheck Covid-Impfung DE: Die fünf häufigsten neurologischen Folgen von COVID-19 DE: Gutenberg COVID-19 Studie veröffentlicht erste Ergebnisse AT: COVID-19-Impfung für Lungenkrebspatienten* dringend empfohlen Gesundheit / Wissen Update - Chaotische Covid-Situation an der OS Tafers / FR Verdachtsmeldungen von unerwünschten Wirkungen der Covid-19-Impfstoffe in der Schweiz Covid-19 - Die "Experten", die bisher irrten, auf einen Blick Keine Chance für Coronaleugner - DAS UPDATE - Sämtliche "Thesen" von Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Jebsen widerlegt Covid-19 - Der Mensch ist ein mit Vernunft begabtes Tier, das immer die Geduld verliert, wenn es der Vernunft gemäss handeln soll „Das zweite Mal hatte ich Angst um mein Leben“ Covid-19 - Tatsachenbericht - Back to the roots Covid-19 - Wie der Staat, versagt auch ein Teil des Schweizer Volkes Studie - Rauchen steigert offenbar COVID-19-Risiken Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt Covid-19 schädigt Gefässe, auch im Gehirn Covid-19 - Das Totalversagen der Schweizer Politik Schweiz - Covid-19: Zwei Proben mit Variante aus Südafrika entdeckt Schweiz - Armee-Logistik steht für Covid-19-Impfstoffe bereit Covid-19-"Laien" Streeck, Gassen und Schmidt-Chanasit melden sich zu Wort und gaukeln Einigkeit vor - Ärzte stellen sich klar gegen das Trio Schweiz - Covid-19-Impfstrategie: Besonders gefährdete Personen sollen zuerst geimpft werden   COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Riesige Reichweite Der Gastkommentar und die Veröffentlichung des Manuskriptes "COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt vom 7.4.2020 in unserer Zeitung findet international riesige Beachtung und Zustimmung.   In den ersten beiden Tagen wurde der Artikel bereits über 350'000 mal gelesen und tausendfach geteilt. Bis Ende 2020 wurde der Artikel über 12 Mio mal angeklickt. Wir haben deshalb bei Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt nachgefragt und 10 Fragen gestellt, die aktuell im Raum stehen. Ein Summary ist in Arbeit....  .............................................................................................................. Original (07.04.2020) - COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Interview in german (09.04.2020) English (18.04.2020) - COVID-19 – an interim review or an analysis on the ethics, the medical facts as well as the current and future political decisions  Espanol (18.04.2020) - OVID-19 - una revisión a medio plazo o análisis de la moral, los hechos médicos y las decisiones políticas actuales y futuras   COVID-19 – Update von Prof. Paul R. Vogt (20.04.2020) Impfung und Covid19   Frau Dr. Sylvia Nanz (Country Medical Director Pfizer Corporation Austria)   Im Interview       Sind Gesichtsmasken für Kinder unbedenklich?   Im Netz zirkulieren weit reichende Warnungen vor dem Gebrauch von Mund-Nasen-Masken durch Kinder.   Die Gesichtsmasken könnten gesundheitsschädlich sein...     Corona-Impfungen im Faktencheck Masken gehören nicht an das Kinn oder Handgelenk - Wie Sie die Masken richtig verwenden DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ AA ¦  Die korrekte Verwendung von Hygienemasken - Das Wichtigste in Kürze.     Märchen ist widerlegt - Menschen sterben "an" Corona - nicht "mit" Deutsche Pathologenverbände veröffentlichen Ergebnisse ihrer Obduktionen von Covid-19-Patienten. Die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit die Todesursache.     Kinder gelten nicht als Pandemietreiber – obwohl die Fakten auf Anderes schliessen lassen Die Corona-Lage an den Schulen spitzt sich zu: Hunderttausende Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne.      Schulen sind Treiber der Pandemie! Konsequenzen müssen folgen! DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Walter Fürst ¦ Schulen gehören durchaus zu den relevanten „Infektionsumfeldern“. Studien und Fakten, sowie Zahlen wurden bisher leider von den Verantwortlichen unter den Tisch gekehrt.      Restaurants gehören auch dazu Wie kann sich vor einer Erkrankung schützen, eine der häufigsten Fragen in den letzten Monaten? An welchen Orten muss man besonders vorsichtig sein.     Studie - Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen  Antisoziale Merkmale, insbesondere ein niedrigeres Maß an Empathie und ein höheres Maß bei den Werten für Gefühllosigkeit, Täuschung und Risikobereitschaft, standen in direktem Zusammenhang mit einer geringeren Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen.     Der Sinn und der Unsinn von “Mutationsdebatten” DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Dirk Specht ¦ KOMMENTAR Über Mutationen wird seit Beginn der Covid-19 Pandemie debattiert. Natürlich. Auch das. Wie über alle Themen aus der Epidemiologie.     Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt  Die Covid-19 - Variante B.1.1.7 wurde bereits in etlichen Ländern inzwischen nachgewiesen, jetzt auch mehrfach in Schweiz.         Es wird Zeit, Gastrosuisse und Gewerbeverband auf die Plätze zu verweisen Das Dauergejammere diverser Wirtschafts- und Sportverbände ist kaum auszuhalten. Besonders Gastrosuisse und der SVG (Schweizerischer Gewerbeverband) tun sich besonders negativ hervor.     DMZ – BILDUNG / WISSENSCHAFT ¦  Autoren: Markus Golla ¦ Walter Fürst ¦ Daniel Birkhofer ¦ Eine Analyse   Die Thesen vermeintlicher Experten, dass alles nicht so schlimm sei, dass es gar keine Pandemie gebe, verunsichern viele Menschen und lassen sie an wichtigen Maßnahmen zweifeln, um das Coronavirus SARS-CoV-2 noch einzudämmen. Doch Besserwisser und Leugner gibt es in jeder Krise. Wir sollten sie einfach links liegen lassen, anstatt sie zu sharen und zu liken. So verlockend das auch ist, sie können uns nicht weiterhelfen, auch wenn sie vielen von uns so kompetent und überzeugend erscheinen. Das sind nur Äusserlichkeiten, auf die wir hereinfallen.   "In den sozialen Medien und mittlerweile auch auf der Strasse formiert sich in Sachen Corona gerade eine Allianz des Schwachsinns. In Teilen gewaltbereit. C-Prominente mit Sehnsucht nach Aufmerksamkeit machen mit." Christian Stöcker, Journalist   Fake-News Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie und zu SARS-CoV-2, in Teilen als „Corona-Mythen“ oder „Corona-Lügen“ bezeichnet, werden seit dem Ausbruch der Krankheit COVID-19 vor allem in sozialen Medien verbreitet. Sie umfassen Falschmeldungen, Fake News, pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps, Desinformation und Verschwörungstheorien zu allen Aspekten der Krankheit. Zu ihren Verbreitern gehören verschiedene verschwörungstheoretisch orientierte Gruppen und Personen, Antisemiten, Rechtsextremisten, Esoteriker, Impfgegner, Religionsvertreter, Geschäftemacher, einige Staatsregierungen und Staatsmedien, aber auch verunsicherte Einzelpersonen. Sie berufen sich zum Teil auch auf legitime wissenschaftliche Minderheitenmeinungen; Vorschub wurde aber auch durch eine relative wissenschaftliche Unkenntnis angesichts eines neuen, bisher unbekannten Virus geleistet. Endlich werden international auch Strafverfolgungsbehörden aktiv, die die Verbreitung dieser Straftaten verfolgen.   Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten Die Verantwortung, die den Ärztinnen und Ärzten in solchen Situationen zuwächst, ist eine, die wir aus dem ärztlichen Beruf sehr gut kennen: Es geht darum, im Arzt-Patienten-Verhältnis in Entscheidungssituationen für den Patienten Mitverantwortung zu übernehmen. Dementsprechend ist der Arzt auch für die Folgen dessen, was er rät, mitverantwortlich. Das sollte auch dann die Richtschnur sein, wenn man sich in einer solchen übergeordneten öffentlichen Debatte äussert.   "Aus ärztlicher Perspektive kann ich mich auf keinen Fall gegen gesetzlich verbindliche Richtlinien stellen und Menschen davor warnen, ein Infektionsschutzgesetz zu befolgen, das in strukturierter Art und Weise versucht, den aktuellen Erkenntnistand zusammenzutragen. Als Person kann ich sagen, ich befolge keine Hygieneregeln, da bin ich frei – davon abgesehen, dass das dann vielleicht sanktioniert wird. Aber als Berufszugehöriger kann ich das sicherlich nicht tun."Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel   Verschwörungsgerüchte sind leider nicht nur komisch Verschwörungsmythen haben fast immer einen politischen Aspekt. Sie verunsichern und destabilisieren das Vertrauen in die Verantwortlichen. Die Sozialwissenschaftlerin Nora Pösl, Ruhr-Universität Bochum, stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Glauben an sogenannte alternative Heilmethoden und dem Einstieg in unwissenschaftliche, simplifizierende Weltanschauungen. Nebenwirkungen von Behandlungen würden als absichtsvolles Handeln der Pharmaindustrie konstruiert.   Eine prinzipielle Wissenschaftsfeindlichkeit könne den Glauben an Fake-News und populistische Welterklärungsmodelle befördern, was wiederum anknüpfungsfähig an rechte Ideologien sei. Die Gemeinsamkeiten: einfache Erklärungen für komplexe Probleme, die auf einem Gut-Böse-Dualismus, einem Sündenbock und der Abgrenzung von wissenschaftlichen Methoden beruhen. Spätestens an dieser Stelle muss sich eine Ärzteschaft fragen, inwieweit sie dem Treiben, das ihren Berufsstand belastet, zuschauen möchte.   Erste Freistellungen und Kündigungen von Ärzten mit Falschaussagen In der Schweiz hat man aktuell (14.8.2020 -  wir berichteten) der Amtsarzt per sofort freigestellt, ebenso sein Arbeitgeber Medbase entliess Schregel. Nach einem Artikel über seine streitbaren Äusserungen in Sachen Corona teilte der Wattwiler Amtsarzt Rainer Schregel aus und griff eine Tagblatt-Journalistin persönlich an. Dies nach ihrem Artikel über den Auftritt von Rainer Schregel bei Stricker.TV, teilt AfD- und Verschwörungstheorien. Es wird also bereits richtig reagiert bei Ärzteschaften. Die Ärztekammer Hamburg findet es wenig hilfreich, wenn sich einzelne Ärztinnen oder Ärzte mit persönlichen Meinungsäusserungen hervortun, denen jegliche Evidenz fehlt.   Die Ärztekammer Schleswig-Holstein wird deutlicher: Selbstverständlich bestünde in Deutschland Meinungsfreiheit, auch für Ärztinnen und Ärzte. Da ihren Worten jedoch besonders viel Vertrauen entgegengebracht wird, müsse die persönliche Meinung erkennbar von der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit abgegrenzt sein. Der Patient dürfe durch das Ausleben persönlicher Weltanschauungen des Arztes keinesfalls Schaden erleiden, sei es durch Ablehnung anerkannter Hygiene- und Schutzmassnahmen seitens des Arztes oder Attestausstellungen ohne vorherige Untersuchung. Das wäre nicht hinnehmbar und verstosse gegen ärztliche Kodizes. Die Kammern stünden bundesweit dazu im diskursiven Austausch.   Verschwörerärzte an Podiumsdiskussion «Pro und Contra Corona-Pandemie» ist der Titel der Podiumsdiskussion vom 14.8.2020 auf dem Schlossplatz in Aarau, ein Anlass der "Lösungs-Orientierten Volksbewegung" (LOVB). Dabei sollten gemäss Einladung grundsätzliche Fragen diskutiert und alle Meinungen zu Wort kommen. Darunter waren vor allem Leute, die gar in Abrede stellen, dass das Corona-Virus überhaupt existiert und eine Manipulation der Regierenden und der Wissenschaftler dahinter sehen wollen. Einer davon ist der deutsche Unternehmer Samuel Eckert, der seine Anhänger via Youtube und an Demonstrationen einschwört, sich zu erheben gegen das Corona-Regime. Björn Riggenbach, Arzt aus Neuenburg und der mittlerweile entlassene Amtsarzt Rainer Schregel waren ebenfalls zugegen und warteten einmal mehr mit unbelegbaren, bzw. längst widerlegten Beispielen auf. Ein Anlass übrigens, der an Unprofessionalität kaum zu überbieten war. Nebst der Einseitigkeit und Pro Verschwörer - Haltung der Veranstalter und der beiden schlechten ModeratorInnen, versuchte sich der Verschwörungstheoretiker und Esotheriker Roger Bittel, mit seinem Youtube-Kanal (als Produzent der Aufnahmen des Podiums) als Märtyrer hervorzutun, in dem er eine vor Eigenlob triefenden Ansprache an das Publikum richtete.   Die Aggressionen aus dem Publikum (es waren fast ausschliesslich Corona-Leugnerinnen und -leugner anwesend) waren unüberhörbar. Die Argumente hohle Phrasen. Es ist offensichtlich geworden, dass diese Leute vermeintlichen Experten bloss nach dem Mund reden und sich leider keine eigene Meinung bilden oder vielleicht bilden können.   Arzt ist nicht gleich Experte Während der Corona-Krise meldeten sich immer wieder Ärzte zu Wort - in Medien, gerne auch auf Youtube (weil es sonst niemand hören oder lesen will). Doch kaum einer von ihnen ist ein Experte für Pandemien. Nun meldete sich ein bayerischer Arzt zu Wort. Dr. Daniel Schölz forderte in seinem Aufruf von seinen Ärztekolleginnen und -kollegen: Allgemeinmediziner sollten sich nicht als Virologen aufspielen. Er sagt seinen Kollegen, dass er auch Arzt sei. Dass er sich jetzt auch hinstellen könnte, blasiert irgend einen Mist über SARS-COV-2 von sich geben und sein Ego polieren, bis es transparent ist. Es gebe ein paar Kollegoiden , die so was machen würden. Und die Leute würden denen wie die Lemminge folgen, weil sie "doch Ärzte sind.   "Allgemeinärzte haben recht viel Ahnung von sehr vielen Gebieten, aber auch eben kein Expertenwissen. Und auch die tun gut daran, wenn sie verantwortungsvoll handeln, die Patienten zu Spezialisten zu schicken." Dr. Daniel Schölz   Die Ärztekammern sollten auf die Instrumentalisierung des Berufsstandes im Rahmen der Coronaproteste reagieren. Denn die Rolle von Ärztinnen und Ärzten, die eine Ablehnung der Coronamassnahmen politisieren, ist kritisch zu sehen. Dazu hat Medical Tribune mit Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel ein Interview veröffentlicht.   Auch Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter sieht es so: "Je nach zugrundeliegenden Hauptinteressen geht dabei vergessen, dass Labor-Diagnostik stets ein Bestandteil der gesamten ärztlichen Diagnosekunst ist. Deswegen: man frage stets die Ärzte an der Front! Dann wird es für diese Herren schnell einmal peinlich. Aber eben, es reicht für das Volk, angeblich plausibel und glaubwürdig argumentieren zu können. Aber eben, an der Spitze der medizinischen Forschung stehen ganz andere Kaliber."   Letzten Endes haben wir es meistens mit Medizinern zu tun, die über eine medizinische Ausbildung verfügen und Ahnung haben, aber auf einem gefährlichen Niveau stehen geblieben sind, sich nicht auf dem Niveau der aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Evaluationen befinden.  Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter   "Wenn nun eine Pandemie wie SARS-CoV-2 ausbricht, wo drastische Schutzmassnahmen getroffen werden müssen, in unglaublich wissenschaftlicher Schnelligkeit Evaluationen und Lösungen eingefordert werden, dann treffen diese 2 Welten knallhart aufeinander, wo diese ignoranten und arroganten Leistungserbringer ansonsten im sonst normalen Tempo von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen langsam vorbereitet werden können. So treffen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse brutal hart auf eingerostetes medizinisches altes Gedankengut. Alles geht viel zu schnell, ohne eben die normale medizinisch-Wissenschaftliche ansonsten gewohnte Evaluation im gewohnten Rahmen abzuwarten, bis die medizinischen Standesgesellschaften auf internationaler und nationaler Ebene die Status Quo Empfehlungen für die Praxis aussprechen."   Verschwörergruppe von Ärzten und Homöopathen Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ hat Anfang August eine Videokonferenz auf Youtube veröffentlicht. Ein Ausschnitt des Videos kursiert nun in den Sozialen Netzwerken. Er enthält teils irreführende Behauptungen zu Gesichtsmasken, PCR-Tests und einem möglichen Covid-19-Impfstoff. Wider Ärzte und keine Experten, die krude Behauptungen verbreiten.   Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ verbreitet in einem Video irreführende Behauptungen zum Tragen von Masken, PCR-Tests und einem möglichen Impfstoff gegen Covid-19. Das originale Video haben die „Ärzte für Aufklärung“ am 5. August auf ihrem Youtube-Kanal hochgeladen. Es ist insgesamt mehr als 17 Minuten lang.   Das Video zeigt Gründer der Initiative „Ärzte für Aufklärung“, die in den vergangenen Wochen durch Kritik an den Corona-Massnahmen aufgefallen ist: Olav Müller-Liebenau, Heiko Schöning und Walter Weber (von links nach rechts, Minute 01:13 im Originalvideo). In der Kurzfassung auf Facebook äussert sich vor allem Walter Weber.   "Walter Weber ist nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der Psychosomatik und Krebstherapie tätig und vertritt eine Theorie, nach der Gesundheit vor allem von der „Harmonie von Körper und Seele“ abhängt. Marc Fiddike ist nach eigenen Angaben Hausarzt und Homöopath, und auch Olav Müller-Liebenau ist laut Einträgen in Ärzte-Datenbanken praktischer Arzt, spezialisiert auf Naturheilverfahren." Also keine Wissenschaftler oder Virenexperten.   Homöopathie Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Von der wissenschaftlichen Medizin wird die Homöopathie daher als pharmakologisch wirkungslose, in einigen Fällen sogar riskante Behandlung abgelehnt. Der Homöopathie wird diesbezüglich vorgeworfen, nicht in angemessener Weise auf diese Befunde zu reagieren. Es fehle an Systematizität. Homöopathie wird deshalb als Pseudowissenschaft angesehen.   Verschwörungstheoretiker von Nebenan Es irritiert auch, wenn man mit einem Mal Verschwörungstheorien von Personen hört, denen man das nie zugetraut hätte: von Verwandten, Bekannten, Nachbarn, Kollegen. Menschen, die man bisher für vernünftige, aufgeklärte Demokraten hielt. Und plötzlich schicken sie über Whatsapp angebliche „Beweise“, wonach ein Coronavirus gar nicht existiere. Dass alle Abstandsregeln bloss Panikmache seien und dahinter ein teuflischer Plan geheimer Mächte stecke. Wieso auf einmal? Bislang gibt es kaum wissenschaftliche Studien darüber, welche Menschen empfänglich für Verschwörungstheorien sind. Klar ist: Männer sind gefährdeter als Frauen. Und es trifft sie vor allem in Lebensphasen, in denen sie sich vor Isolation, der Einengung persönlicher Freiheiten und Kontrollverlust fürchten.   "Nichts ist wie es scheint. Zufälle gibt es nicht. Und: Alles hängt mit allem zusammen. Das sind die drei wichtigsten Merkmale von Verschwörungstheorien. In Zeiten der Corona-Pandemie haben ausgeklügelte Theorien über den angeblichen Ursprung des Virus und die angeblichen Drahtzieher hinter der Pandemie Hochkonjunktur." Prof. Dr. Michael Butter   Wir haben Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP, gefragt, in wiefern das gefährlich sein kann oder welcher Schaden sensible Menschen dabei nehmen, die auf solche Theorien hereinfallen. Ausserdem wollten wir wissen wie es dem Umfeld dabei gehen kann, das ohnmächtig zusehen muss wie ihnen ein Mensch entgleitet. Letztlich die Frage, ob Verschwörungstheorien, Bewegung gar mit Sekten vergleichbar ist.   Gefährlichkeit Der Frage nach dem Potential einer – wie auch immer sich äussernden – Gefahr bzw. Gefährlichkeit hat man sich mit einer gewissen Vorsicht anzunähern. Gefährlich wird es insbesondere dann, wenn AnhängerInnen von Verschwörungstheorien aus dem «Schatten der Verbalisierungen» heraustreten und mittels militanten und somit handfesten Massnahmen konkrete Handlungs-Taten folgen lassen; umgekehrt sind die auf dem verbalen Niveau platzierten und verbleibenden Äusserungen zwar fragwürdig bis dumm, sie verfolgen aber dann eher den Charakter einer Art «Psychohygiene». Ebenfalls beachtenswert ist aber auch der Aspekt der «Stellvertretungshandlungen» und der sozialen Übertragung. Diejenigen Kräfte also, welche z.B. Konformismus unkritisch fördern und damit Individuen in einer anonymisierten Gruppe aufgehen lassen; das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl.   Sensibilität Sensibilität unter der Annahme einer Kontinuumsbetrachtung (kaum sensibel bis hochsensibel) kann bedeuten, dass vor allem kaum sensible Menschen eher bereit sind, irgendwelchen Verschwörungstheorien unkritisch nachzueifern; bei hochsensiblen Menschen ist bekannt, dass sie psychisch sehr darunter leiden können, wenn sie selber keine oder zu geringe eigene Bewältigungs- und Umgangsstrategien haben, um Verschwörungstheorien widerstehen und damit in eine «gesunde Distanz» zu diesen zu treten vermögen. Die Frage eines Schädigungsgrades ist zufolge dessen eher schwierig zu beantworten, weil verschiedene personale (z.B. Naivität oder unreflektierte Gutgläubigkeit) und situative Faktoren (z.B. Gruppendruck, Grad der Konformitätsbereitschaft) jeweils eine Rolle spielen im konkreten Umgang mit der Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien und damit – je nach Ausprägung – sowohl eine Rolle als Stressor oder aber auch als Ressource bilden können.   "Das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl." Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP   Umfeld Jedes Umfeld spielt immer eine zentrale Rolle als eine Art Referenzpunkt für jeden Menschen. Wenn also das Umfeld sogenannt «unsicher» wirkt oder sich als ohnmächtig repräsentiert, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese «Unsicherheitsüberzeugungen» auf AnhängerInnen von Verschwörungstheorien übertragen werden können. Die Vorbildfunktion und vor allem aber auch -wirkung ist eine entscheidende Komponente im Aufbau und auch der Zementierung von Überzeugungen und Menschenbildern. Wer gelernt hat, dass es ein «So ist es und nicht anders» gibt, wird diese Haltung der Rigidität und der Ausgeschlossenheit von weiteren Möglichkeiten tendenziell übernehmen, wenn nicht andere Rollenmodelle Alternativen dazu überzeugend aufzuzeigen vermögen. Menschen trachten immer so gut wie möglich danach, Kohärenz/Stimmigkeit bei sich selber und ihrer Umwelt zu erreichen und dies kann sich auch in der Möglichkeit äussern, sich Erklärungen, Argumenten oder vermeintlichen Wahrheiten hinzugeben, die aber schlichtweg keine sind; die Hauptsache ist, dass die Stimmigkeit so hergestellt werden kann.   Sekte? Der Vergleich zu Sekten oder anderen rigide auftretenden Bewegungen ist insofern gegeben, als dass so etwas beobachtbar und vorherrschend zu sein scheint, wie «Abschottungsmechanismen» gegenüber nicht-verschwörungstheoriekonformen Äusserungen oder der Selbstüberhöhung der eigenen Theorien oder den Nicht-Zugehörigen mit Untergang zu drohen oder diese zu Entpersonalisieren bzw. «schlecht zu reden» und Bagatellisierungsäusserungen. Sind die entsprechenden Communities verbindlicher organisiert, so bestehen durchaus «Bestrafungssysteme» und «-rituale» für abtrünnige Mitglieder; der Zugehörigkeits-Code unterliegt einer hohen sozialen Kontrolle und erhöht damit den psychischen Druck eines Individuums einer solchen Gruppierung stark; das Gefühl «den Rest der Welt gegen sich zu haben» ist eine grosse Beeinflussungs- und damit Konformismus förderliche Grösse, die in solchen Organisationen bewusst initiiert werden (man hat sich unterzuordnen um jeden Preis). Das Kollektiv wird dannzumal als höherwertig eingestuft als das Individuum; das Gefügigmachen wird als «normal» und systemerhaltend erachtet. Solche organisationalen Haltungen und Menschenbilder sind also eine Gefahr für Individuen, die sich kaum getrauen eine eigenen Meinung aufzubauen und diese auch argumentativ zu vertreten.    Covid19 – Widerlegte Youtube Videos  zusammengestellt von Markus Golla (Stand 13.8.2020)   NEU: Faktencheckliste auf Mimikama NEU: Faktencheckliste auf Correctiv NEU: Faktencheckliste auf APA NEU: Faktencheckliste auf ZDF NEU: Faktenchekliste auf Meduni Wien NEU: Artikelliste aller Presseaussendungen Da die Fülle der Videos im Netz mittlerweile unüberschaubar sind, haben wir einige Videos mit den entsprechenden Gegenüberstellungen zusammengefasst. Wir erweitern gerne diese Liste, sollte hierfür der Bedarf entstehen. Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck SPIEGEL zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck BR24 zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Welt.de zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Correctiv zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck NZZ zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Focus zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ARD zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ZDF zu Dr. Wolfgang Wodarg Artikel Die Zeit zu Dr. Wolfgang Wodarg Auszug: „Die Behauptung, dass die jetzigen Quarantäne Maßnahmen unsinnig und übertrieben sind, lässt sich nicht bestätigen. Sämtliche bisherigen Statistiken, Auswertungen und Aussagen von anderen Fachleuten zeigen recht deutlich, dass es im Gegenteil gefährlich ist, SARS-CoV-2 zu unterschätzen.“ (MIMIKAMA) Faktencheck MIMIKAMA zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF 2 zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck SWR3 zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Pharmazeutische Zeitung zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Deutsche Presseagentur  zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Scienceblog  zu Prof. Sucharit Bhakdi Auszug: „Mediziner Bhakdi unterschätzt Gefährlichkeit des Coronavirus“ (Deutsche Presseagentur) Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck Norddeutscher Rundfunk zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck ZDF zu Dr. Claus Köhnlein Bericht Frankfurter Allgemeine zu Dr. Claus Köhnlein Auszug: „Der Arzt ist in gewissen Kreisen keine unbekannte Person: Bereits in der Vergangenheit bestritt er vehement die Entstehung von AIDS, eine HIV-Infektion habe damit gar nichts zu tun. Seiner Meinung nach führt der Konsum von Drogen, Medikamenteneinnahme, Anwesenheit von Pestiziden und Schwermetallen, Mangelernährung, Luftverschmutzung oder nur Stress zu der Erkrankung.“   Kritik an Studie  Zeit.de zu Dr. Hendrik Streeck Kritik an Studie  Focus zu Dr. Hendrik Streeck Nachfragen an Studie  Welt.de  zu Dr. Hendrik Streeck Auszug: „Unplausible Zahlen und nicht aufs ganze Land übertragbar: Fachleute zweifeln an der Aussagekraft der Heinsberg-Studie. Sie gebe keinen Anlass, Kontaktsperren zu lockern.“ Faktencheck MIMIKAMA zu Heiko Schrang Artikel von Zeit online über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Meditieren, heilen, Juden hassen“ Artikel von Deutschlandfunk über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Rechte Esoterik“ Artikel von Fokus über Heiko Schrang zum Thema „Rechte Esoteriker verbreiten Antisemitismus im Internet“ Auszug:“ Die Schlussfolgerung, dass es sich bei dem hypothetischen Szenario in Wirklichkeit um einen großen Plan für wasauchimmer handelt, ist in sehr vielen Punkten einfach nur unhaltbar und exakt das, wie es anfangs bereits genannt wurde: eine Verschwörungstheorie eines Mannes, der hauptsächlich auf Youtube, esoterischen Seiten und teils auch rechtsgerichteten Seiten sein Publikum findet.“ (MIMIKAMA) Artikel von Salzburger Nachrichten über Ernst Wolff Artikel von Tiroler Tageszeitung über Ernst Wolff Kritik von Bell Tower über Ernst Wolff  Auszug:“Laut Brodnig handelt es sich dabei um vielfach „unbelegte Meinungen und Spekulationen, die aber enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen“. (Salzburger Nachrichten) Artikel vom Standard über Dr. Michael Spitzbart Artikel von Correktiv über Dr. Michael Spitzbart Artikel von T-Online über Dr. Michael Spitzbart Auszug:“ Der Salzburger Arzt Michael Spitzbart verkündet in einem Facebook-Posting recht vollmundig: „Vitamin C tötet Viren höchst effektiv ab.“ In China seien die Neuinfektionen zurückgegangen, weil die Chinesen 50 Tonnen hochdosiertes Vitamin C verteilt hätten.“Wir distanzieren uns entschieden von den geposteten Aussagen des Mitarbeiters und halten ausdrücklich fest, dass die genannten Behandlungsformen nie innerhalb der Caritas zur Anwendung gekommen sind.“ (Standard) Artikel von Huffpost über Dr. Rashid Buttar (Video wurde vom Netz genommen – 6.5.) Artikel von Science the wire zur Aussage von Prof. Luc Montagnier Kritik von Health Feedback zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Kritik von European Scientist zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Psiram.com über Prof. Luc Montagnier Faktencheck von Correktiv zu Stefan Homburg Faktencheck von Osnabrücker Zeitung Faktencheck von ZDF Faktencheck von ZDF zu Ken Jebsen Faktencheck von T-Online zu Ken Jebsen Gegenüberstellung zu den Videos von Ken Jebsen ARTIKEL ZU BILL GATES & der Coronavirus Bill Gates finanzierte Das PIRBRIGHT Institute, Das ein Patent auf das Coronavirus besitzt Faktenchecks zu diesen Artikel: MIMIKAMA MIMIKAMA 2 Correctiv Weitere „Angebliche Faktenseiten“:  Fakten zu Covid-19 Gegendarstellung zu SWPRS von der Tagesschau Weitere Faktenchecks   Correctiv    Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Homburg, Jebsen verdienen extrem viel Geld mit den gezielten Lügen Wer Schwurbler pathologisiert, übersieht, dass gerade die Meinungsführer ihren Unsinn sehr gezielt und bewusst verbreiten – und damit Interessen verfolgen. Manche verdienen so ihren Lebensunterhalt, etwa durch Werbeeinnahmen auf Youtube oder das Verkaufen von Büchern. Bhakdi hat aktuell ein Buch auf dem Markt, nachdem er den Verkauf im Vorfeld mit aufsehenerregenden Falschmeldungen angekurbelt hat. Die Leute der Corona-Leugner sind darauf hereingefallen und haben brav, das in allen Punkten widerlegte "Werk" gekauft. Andere lechzen nach Aufmerksamkeit (abgewählte oder entlassene Ärzte - Wodarg, Schregel...). Wieder andere wollen einfach ihre rechtsradikalen, antisemitischen Positionen durchsetzen. Unter dem Vorzeichen der Coronakrise verbreiten sie Inhalte, die sie schon seit Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Öffentlichkeit tragen. Dass die Gläubigen nicht realisieren, dass sie ausgenutzt werden, liegt im Plan der Sache. Schlau eingefädelt und zugeschnitten auf die potentielle Kundschaft.   Wolfgang Wodarg Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück. Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“.   Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen, 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmassnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig. Der Biophysiker Richard Neher sagte, die Aussage Wodargs, dass es dieses Virus schon lange gebe, sei falsch und klar durch die Tatsache widerlegbar, dass der gemeinsame Vorfahre des Virus erst wenige Monate alt sei, so . Verschiedene Medien prüften Wodargs Behauptungen auf Richtigkeit und kamen zu dem Schluss, seine Aussagen zum neuartigen Coronavirus widersprächen grösstenteils den belegbaren Fakten. Manche seiner Aussagen seien weder widerlegbar noch belegbar, erwiesen sich aber bei genauer Betrachtung als irreführend. Es würden Tatsachen vermischt, die nichts miteinander zu tun hätten.   Weitere falsche Thesen Luc Montagnier ist der Meinung, die Coronavirus-Pandemie sei in einem Labor von Menschen verursacht worden, worauf das unnatürliche Vorhandensein von HIV-Elementen und Malariakeimen im Genom des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 hindeute. In dem seit den 2000er Jahren auf Coronaviren spezialisierten Wuhan National Biosafety Laboratory habe sich ein „industrieller“ Unfall ereignet. Claus Köhnlein sagt, dass die Zahl der Covid-19-Infektionen nicht höher ist als bei grippalen Infektionskrankheiten in der Vergangenheit. „Der Bevölkerung wird immer eingebläut, dass die Fallzahlen scheinbar exponentiell steigen“, sagt Köhnlein. Das sei aber tatsächlich nicht der Fall. Es werde kumulativ berichtet: Verdreifache sich die Zahl der Testung, verdreifache sich die Zahl der positiv Getesteten. Der Anteil der positiv Getesteten bleibe aber immer gleich. Es werde nur suggeriert, dass sich hier etwas ausbreite; in Wirklichkeit breite sich aber nur der Test aus.   Bei der Corona-Pandemie handelt es sich um eine deutlich dramatischere Situation mit einer erheblich höheren Sterblichkeit als bei den Grippeepidemien, wenngleich wir uns auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität verlassen müssen. Mitten in der Coronakrise hat das RKI Zahlen zum Verlauf der aktuellen Grippewelle vorgelegt: In Deutschland starben laut der Behörde 411 Menschen an der Influenza, 4,3 Millionen waren mit Symptomen beim Arzt. An oder im Zusammenhang mit Corona starben dagegen bereits 7533 Menschen! (Stand 12. Mai). Das sind Zahlen, die ich in meinem klinischen Alltag nicht erlebt habe. Natürlich argumentiert Köhnlein plausibel, wenn er einen Zusammenhang der Fallzahlen zur Anzahl der Tests herstellt. Mir kommt dabei aber die hohe Ansteckungsfähigkeit des Virus viel zu kurz. Denn sogar Patienten mit nur leichten Symptomen oder gar beschwerdefreie Virusträger geben das Virus weiter. Das ist der grosse Unterschied zur Influenza: Damit ist man zwar ähnlich ansteckend, aber die meisten Infektionen gehen von symptomatischen Virusträgern aus. Bedacht werden muss aber, dass Grippe-Patienten schon mindestens einen Tag vor Beginn der ersten Krankheitsanzeichen und danach noch bis zu einer Woche hochansteckend sind.     Die hohen Fall- und Erkrankungszahlen nach dem Besuch von Faschingsveranstaltungen, Fussballspielen und Südtirol-Heimkehrern ohne wesentliche Beschwerden belegen die enorme Ansteckungsfähigkeit bei Covid-19, die Anlass für die vielen restriktiven Massnahmen ist. Rund vier von fünf Covid-19-Infektionen verlaufen mild, mitunter sogar symptomfrei.   Bhakdi - Das Buch „Corona Fehlalarm?“ verspricht Fakten und steckt voller Polemik und Zynismus Das Buch „Corona Fehlalarm?“ ist eine Rundumkritik am Umgang mit Covid-19: Die Beschränkungen seien falsch und überzogen. Corona sei viel harmloser als alle behaupten, zumindest Politik und Medien. Wer Kritik äussere, werde gezielt diffamiert. Und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als politische Entscheidungsgrundlage dienten, seien höchst ungesichert. Das die schlaue Vorbereitung, dass jegliche Kritik zum Vornherein von den Corona-Leugnern eben als solche gesehen wird - Diffamierung. Es funktioniert auch hier. Diese Leute werden nach Belieben gesteuert und merken es nicht.    Die beiden Autoren, die Wissenschaftler Sucharit Bhakdi und Karina Reiss, scheinen der Meinung zu sein, erst einmal müssten Unsicherheiten ausgeräumt sein, bevor man Schlüsse zieht. Als wäre Vorsorge für Feiglinge. Wenn aber wie im März in Italien die Menschen sterben, soll Politik dann wirklich sagen, „geben wir besser erstmal eine Langzeituntersuchung in Auftrag“? Das Online-Portal Telepolis hat zu solchen Argumenten geschrieben: Dann müsste man sich auch fragen, warum die Feuerwehr noch ausrückt in Deutschland, so ganz ohne Datenbasis. Wisse man denn genau, ob das Gebäude überhaupt brennbar ist? Ob der Rauch wirklich so giftig ist? Ob da Menschen drin sind, vielleicht sogar unter 80 Jahren? Und in der Logik dieses Buchs müsste man ergänzen: Und ob die Menschen in dem Haus nicht schon Vorerkrankungen haben?   Unterstellungen und rhetorische Fragen Das ist zynisch. Und beim Lesen bleibt unklar, ob Reiss und Bhakdi das wirklich so meinen. Das Problem an diesem Buch ist,  dass an vielen Stellen offenbleibt, wie genau denn ihre Position lautet – ausser, dass sie dagegen sind. Die prägenden Stilmittel dieses Buchs sind das Geraune, die rhetorische Frage, die Unterstellung und die Andeutung. Die wichtigsten Mittel, beim Erfinden und Verbreiten von Mythen.   Alex Benesch schreibt zu dem Buch: "In seinem vorherigen Buch verbreitete er Panik, vor Diphterie (der “Würge-Engel” der wegen Impf-Müdigkeit bei uns einen “Flächenbrand” auslösen kann), Tetanus (wo er die Horror-Auswirkungen auf den Erkrankten betont), Pertussis usw. Sein Mantra: “Unbedingt weiter impfen!” Beim Thema der gewöhnlichen Grippe warnte er, dass die Viren die Lunge schädigen und daraufhin Bakterien sich einnisten und eine bakterielle Lungenentzündung auslösen. Bhakdi empfiehlt, sich jedes Jahr die Grippeimpfung zu “gönnen”.   Man muss nur wollen Wie unglaubwürdig die aktuellen Aussagen von Bhakdi im Buch sind, beweist er also mit seinen persönlichen Überzeugungen. Bhakdi ist aus gutem Grund ein Hardliner bei den Befürwortern von Impfungen. Das dürfte seine Gefolgschaft nicht freuen, denn die sind zumeist Impfgegner. Ein weiterer Beweis wie schlecht, bzw. gar nicht, Verschwörungstheoretiker recherchieren. Es ist so schnell und einfach der Beweis erbracht, zu fast jedem sich stellenden Frage. Man muss nur wollen. Und das will die Gefolgschaft anscheinend nicht.  
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Die DMZ-App kostenlos downloaden (Mon, 14 Jun 2021)
DMZ – TECHNIK / DIGITAL ¦   Jetzt herunterladen: die DMZ-AppDie neue DMZ-App ist verfügbar.   Liebe Leserinnen und Leser Jetzt können Sie die neue DMZ-App nutzen. Die App bietet Ihnen einen komfortablen Lesemodus. Die Schriftgrösse lässt sich einfach verändern, und die Artikel lassen sich leicht mit jemandem teilen. Alle Artikel können bewertet und kommentiert werden.   Wir wünschen Ihnen viel Spass mit unserer App!   Laden Sie die App hier kostenlos direkt herunter:  für iOS  für Android Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: Aktuelle Situation! 549 Neuinfektionen (Mon, 14 Jun 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦         Das Robert-Koch-Institut meldet 549 neue Positiv-Tests auf das Coronavirus binnen 24 Stunden, 10 Menschen starben.   Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 549 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 1.117 Neuinfektionen und 22 neue Todesfälle verzeichnet.   Diese Zahlen bilden allerdings nur das Infektionsgeschehen eines einzelnen Tages ab. Durch Nachmeldungen und Verzögerungen in der Meldekette bis zum RKI - zum Beispiel wird am Wochenende weniger getestet - unterliegt die Zahl der neu dazugekommenen Corona-Infektionen großen Schwankungen.    Aussagekräftiger ist deshalb der 7-Tage-Schnitt mit Daten von Risklayer und Mitarbeitern des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die mehrmals täglich Zahlen direkt aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Städte und Kreise bezieht.      Quelle: RKI COVID-19 Germany (arcgis.com) Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Nach 2007 mal wieder eine Immobilienpreisblase in Kalifornien? (Mon, 14 Jun 2021)
DMZ – WIRTSCHAFT ¦ Dirk Specht ¦ KOMMENTAR   Die Finanzkrise von 2007/2008 ist längst nicht überwunden, sondern mit viel Notenbankgeld nur zugedeckt. Diese Geldpolitik funktioniert sehr gut und viel länger, als es Crashpropheten sehen wollen. Sie wurde zur Milderung der Pandemie-Krise sogar beschleunigt und auch das hat funktioniert.   Zugleich wachsen die Fragen nach einem Exit aus dieser Politik. Auch hier gilt aber, dass der mehr Zeit hat, als viele ihm geben wollen und es mangelt auch nicht an Instrumenten. Das muss deshalb nicht gut gehen, denn die Instrumente sind teilweise schmerzhaft und unpopulär. Es wird letztlich darauf ankommen, wie Unabhängig die Notenbanken tatsächlich agieren und welchen Spielraum sie durch die Politik bekommen. Es ist daher falsch, mit alten Mustern von Geldpolitik und Inflationsspirale zu argumentieren. Die Welt des FIAT-Geldes und der Globalisierung/Digitalisierung ist komplexer geworden.   Was aber tatsächlich als Kollateralschaden anzusehen ist, sind die massiv steigenden Sachwertpreise. Hier gibt es längst eine Inflation. Was die Aktienmärkte betrifft, so macht das tiefe Taschen noch tiefer, schafft aber wenigstens bessere Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen und erzeugt – abgesehen an der zunehmenden Assymetrie bei den Vermögen – nicht direkt Schäden.   Ganz anders ist das bei den Immobilienpreisen, denn die schlagen voll durch auf Eigenheimkäufer und Mieter sowie auf die Margen der Vermieter. Das ist ein sozial sehr relevantes Thema. Es betrifft zudem die Stabilität des Finanzsektors, wie wir 2007 erleben mussten.   Insofern zurück auf los, denn wieder ist es Kalifornien, wo die größten Exzesse feststellbar sind. Eine komplette Wiederholung der Geschichte sehen wir nicht, aber die Ähnlichkeiten sind leider kaum zu übersehen. Waren es 2007 noch die sogenannten Subprimes, also Kredite an finanzschwache Haushalte, so sind es nun diejenigen mit mittlerem Einkommen, die aus den Ballungszentren in die nähere Umgebung flüchten und dort Preissteigerungen von mehr als 20 Prozent alleine im letzten Krisenjahr erzeugten.Diese Entwicklung ist ausgesprochen krank, unsozial und gefährlich. Der neue Subprime-Kredit in 2021 ist der US-Haushalt mit Einkommen um 50.000 Dollar pro Jahr, der bis an den Kragen verschuldet ist mit einer Immobilie, deren Wert implodiert, sobald auch nur die Zinsen angehoben werden. Da die Finanzierungsformen in den USA unverändert sind, platzen diese Kredite gleich bündelweise, sobald die Zinsen steigen, denn der überzogene Preis als Sicherheit fliegt dann auf.   Da Donald Trump zudem jegliche Versuche seines Vorgängers, das Investmentbanking an die Leine zu nehmen, wieder rückgängig machte, dürfen wir heute wie 2007 davon ausgehen, dass der Finanzsektor mit derivativen Bündel- und Hebelprodukten vollgesogen ist, die mit einer Masseninsolvenz von Hausbesitzern dann global gestreut eine Schadenswelle durch die Banken und nun vermutlich auch die Schattenbanken erzeugen.   Tatsächlich sollten Finanzpolitiker und Notenbanken die Entwicklung des Immobiliensektors als gesonderte Herausforderung annehmen. Es ist weder volkswirtschaftlich, noch sozialpolitisch sinnvoll, wenn unproduktiver Beton immer teurer wird. Preisblasen an der Stelle sind zudem systemrelevant. Diese Entwicklung der Immobilienmärkte ist ein ungewollter Kollateralschaden der allgemeinen Krisenpolitik seitens der Notenbanken. Die Finanzpolitik sollte unabhängig von der allgemeinen Frage, wann und wie der Ausstieg aus der aggressiven Geldpolitik gelingt, sehr gezielt Instrumente schaffen, die eine weitere Wohnkostenspirale verhindern. Dazu muss der Neubau billiger werden und die Finanzierungskosten müssen steigen, weil sonst weiterhin viel mehr Geld in den Sektor fließt, als gebaut werden kann. Es ist ein nicht leicht zu durchblickender Mechanismus, weil hier die enorme Nachfrage seitens der Geldanlage Teil der Problems ist. Die Balance ist schwierig zu finden, aber umso dringender muss das Thema auf die Agenda. Es ist also die paradoxe Aufgabe, die Schaffung von Wohnraum zu verbilligen und zugleich den Zufluss von zu viel Geld in den Sektor zu bremsen. Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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CH: Covid-19-Gesetz weiter gültig (Sun, 13 Jun 2021)
https://www.edi.admin.ch/edi/de/home/dokumentation/abstimmungen/covid-19-gesetz.html https://www.edi.admin.ch/edi/de/home/dokumentation/abstimmungen/covid-19-gesetz.html DMZ –  POLITIK / WIRTSCHAFT ¦ MM ¦ AA ¦   Nach Auszählung aller Kantone stimmten 60.2 Prozent der Stimmberechtigten Ja – knapp 39.8 Prozenten waren gegen das Covid-19-Gesetz. Das Ja bedeutet nun, dass das Covid-Gesetz weiter gültig ist, mit den darin festgeschriebenen Fristen. Eine klare Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ist für die Politik von Bundesrat und Parlament. Das ist extrem entscheidend, damit  finanzielle Hilfen fliessen können.   Heute wurde an der Urne über das Referendum entschieden, welches die "Freunde der Verfassung" ergriffen hatten. Die Verlierer wollten nach eigenen Angaben jedoch zur "Wiederherstellung der Volkssouveränität" weiter gegen das Covid-19-Gesetz kämpfen. Auch die Junge SVP kündigte an, dass sie nun Unterschriften sammeln würden gegen die Neuerungen im Covid-19-Gesetz vom 19. März.    Das Gesetz regelt besondere Befugnisse des Bundesrates zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie und zur Bewältigung der Auswirkungen der Bekämpfungsmassnahmen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Behörden. Ein Gesetz, ohne das eine vernünftige Strategie hätte entwickelt werden können. Entgegen den Andeutungen gewisser Gegner liefert das Covid-19-Gesetz keine Grundlage für einen Impfzwang. Auch eine vereinfachte Zulassung von Impfstoffen ermöglicht das Gesetz nicht. Auch die Kritik hinsichtlich einer angeblichen «Diskriminierung» von Ungeimpften zielte ins Leere. Zum Glück!   Das Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie im Detail(Covid-19-Gesetz) vom 25. September 2020 (Stand am 1. April 2021) Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf die Artikel 68 Absatz 1, 69 Absatz 2, 92, 93, 100, 101 Absatz 2, 102, 103, 113, 114 Absatz 1, 117 Absatz 1, 118 Absatz 2 Buchstabe b, 121 Absatz 1, 122, 123 und 133 der Bundesverfassung (BV)1,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 12. August 20202,3 beschliesst: 1 SR 101 2 BBl 2020 6563 3 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819).   Art. 1 Gegenstand und Grundsätze 1 Dieses Gesetz regelt besondere Befugnisse des Bundesrates zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie und zur Bewältigung der Auswirkungen der Bekämpfungsmassnahmen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Behörden. 2 Der Bundesrat macht von diesen Befugnissen nur so weit Gebrauch, als dies zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie notwendig ist. Insbesondere macht er davon keinen Gebrauch, wenn das Ziel auch im ordentlichen oder dringlichen Gesetzgebungsverfahren rechtzeitig erreicht werden kann. 2bis Der Bundesrat orientiert sich an den Grundsätzen der Subsidiarität, Wirksamkeit und der Verhältnismässigkeit. Er richtet seine Strategie auf die mildest- und kürzestmögliche Einschränkung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens aus, indem Bund und Kantone zuvor sämtliche Möglichkeiten von Schutzkonzepten, von Test- und Impfstrategien sowie des Contact-Tracing ausschöpfen.4 3 Er bezieht die Kantonsregierungen und die Dachverbände der Sozialpartner bei der Erarbeitung von Massnahmen ein, die ihre Zuständigkeit betreffen.5 4 Er informiert das Parlament regelmässig, frühzeitig und umfassend über die Umsetzung dieses Gesetzes. Er konsultiert die zuständigen Kommissionen vorgängig über die geplanten Verordnungen und Verordnungsänderungen. 5 In dringlichen Fällen informiert der Bundesrat die Präsidentinnen oder Präsidenten der zuständigen Kommissionen. Diese informieren umgehend ihre Kommissionen. 6 Der Bundesrat und die Kantone orientieren sich bei der Anordnung von Massnahmen an den verfügbaren, zeitlich und regional vergleichbaren Daten, die auf die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems, erhöhter Sterblichkeit sowie schwerer Krankheitsverläufe hindeuten. 4 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen) (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 5 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 1a6 Kriterien und Richtwerte Der Bundesrat legt die Kriterien und Richtwerte für Einschränkungen und Erleichterungen des wirtschaftlichen und gesellschaftli­chen Lebens fest. Er berücksichtigt nebst der epi­demiologischen Lage auch die wirtschaftlichen und ge­sellschaftlichen Konsequenzen. 6 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 2 Massnahmen im Bereich der politischen Rechte 1 Der Bundesrat kann zur Unterstützung der Ausübung der politischen Rechte vorse­hen, dass Referendums- und Initiativbegehren mit der nöti­gen Anzahl Unterschriften, jedoch auch ohne Stimm­rechtsbescheinigung innerhalb der Referendums- und Initiati­vfrist bei der Bundeskanzlei einzureichen sind.7 2 Die Bundeskanzlei stellt nötigenfalls die Unterschriftenlisten der Amtsstelle zu, die nach kantonalem Recht für die Stimmrechtsbescheinigung zuständig ist. 7 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 3 Massnahmen im Bereich der Gesundheitsversorgung 1 Der Bundesrat kann Hersteller, Vertreiber, Laboratorien sowie Gesundheitseinrichtungen und weitere Einrichtungen der Kantone verpflichten, ihren Bestand an Heilmitteln, Schutzausrüstungen und weiteren für die Gesundheitsversorgung wichtigen medizinischen Gütern (wichtige medizinische Güter) zu melden. 2 Er kann zur Gewährleistung einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen medizinischen Gütern: a. Ausnahmen von den Bestimmungen über die Einfuhr von wichtigen medizinischen Gütern vorsehen; b. Ausnahmen von der Bewilligungspflicht für Tätigkeiten im Zusammenhang mit wichtigen medizinischen Gütern vorsehen oder die Bewilligungsvoraussetzungen anpassen; c. Ausnahmen von der Zulassungspflicht für Arzneimittel vorsehen oder die Zulassungsvoraussetzungen oder das Zulassungsverfahren anpassen; d. Ausnahmen von den Bestimmungen über die Konformitätsbewertung von Medizinprodukten sowie von den Bestimmungen über das Konformitätsbewertungsverfahren und das Inverkehrbringen von Schutzausrüstungen vorsehen; e.8 wichtige medizini­sche Güter selber beschaffen oder her­stellen lassen; er regelt in diesem Fall die Finanzierung der Beschaffung oder der Herstellung sowie die Rückvergütung der Kosten durch die Kantone und Einrich­tungen, denen die Güter abgegeben werden; f. die Zuteilung, Lieferung und Verteilung von wichtigen medizinischen Gütern vorsehen; g. die Direktvermarktung von wichtigen medizinischen Gütern vorsehen; h. die Einziehung von wichtigen medizinischen Gütern gegen Entschädigung anordnen; i. die Hersteller verpflichten, wichtige medizinische Güter herzustellen, die Produktion solcher Güter zu priorisieren oder die Produktionsmengen zu erhöhen; der Bund entschädigt die Hersteller, sofern sie infolge der Produktionsumstellung finanzielle Nachteile erleiden. 3 Er trifft die Massnahmen nach Absatz 2 Buchstaben e, f, h und i nur, soweit die Versorgung nicht allein durch die Kantone und Private sichergestellt werden kann. 4 Er kann die Kantone ermächtigen, zur Sicherstellung der Kapazitäten, die für die Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und für weitere medizinisch dringend angezeigte Untersuchungen und Behandlungen erforderlich sind: a. medizinisch nicht dringend angezeigte Untersuchungen und Behandlungen zu verbieten oder einzuschränken; b. weitere zur Sicherstellung der Kapazitäten erforderliche Massnahmen zu treffen. 5 Er kann die Übernahme der Kosten von Covid-19-Analysen regeln. 6 Der Bund fördert die Durchführung von Covid-19-Tests und trägt die ungedeckten Kosten. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten in Zusammenarbeit mit den Kantonen.9 7 Der Bund trifft die folgenden Massnahmen in enger Abstimmung mit den Kantonen: a. umfassendes, wirksames und digitales Contact-Tracing; b. tägliches Monitoring als Grundlage für Entschei­dungen in einem Stufen­plan für Lockerungen oder Verschärfungen; c. Massnahmen, Kriterien und Schwellenwerte orien­tieren sich an nationalen und internationalen Erfah­rungen der Wissenschaft, insbesondere auch bezüg­lich Verminderung der Virenübertragung durch Aerosole; d. einen Impfplan, der eine möglichst breite Durchimp­fung der Impfwilligen bis spätestens Ende Mai 2021 si­cherstellt; e. Möglichkeiten, die Quaran­täne schrittweise zu lockern, zu verkürzen oder aufzuheben, wenn durch Alternativen wie Impfung, regelmässige Tests oder andere Mass­nahmen eine vergleichbare Reduktion der Verbreitung gesichert werden kann.10 8 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2022 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 9 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 10 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 3a11 Geimpfte Personen 1 Personen, die mit einem Covid-19-Impfstoff geimpft sind, der zugelassen ist und erwiesenermassen gegen die Übertragung schützt, wird keine Quarantäne auferlegt. 2 Der Bundesrat kann Ausnahmen vorsehen. 11 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 3b12 Test- und Contact-Tracing-System Der Bund stellt in Zusammen­arbeit mit den Kantonen ein schweizweit funktionierendes Test- und Contact-Tracing-System (TTIQ-System13) sicher. Er kann zu diesem Zweck insbesondere: a. die Kantone verpflichten, im Contact-Tracing die Datenlage bezüglich ver­muteter Cluster und Infekti­onsquellen zu verbessern (Rückverfolgung) und die Kantone für die entsprechenden Aufwände entschädigen; b. subsidiäre Mittel des Bun­des zur Verfügung stellen, die jederzeit abgerufen werden können, falls in einem Kanton das TTIQ-System nicht mehr funktionsfähig ist. 12 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 13 TTIQ = Testen, Tracing, Isolation, Quarantäne Art. 4 Massnahmen im Bereich des Arbeitnehmerschutzes 1 Der Bundesrat kann Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern anordnen und insbesondere Arbeitgebern diesbezügliche Pflichten auferlegen. Wo die Arbeit aufgrund einer behördlichen Massnahme durch die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer ausgesetzt werden muss und eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber zu leisten ist, hat dieser einen gleichwertigen Anspruch auf Rückerstattung gemäss Artikel 15. 2 Ergreift er Massnahmen nach Absatz 1, so sieht er vor, dass der Vollzug den Durchführungsorganen des Arbeitsgesetzes vom 13. März 196414 sowie der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obliegt und dass die dafür anfallenden Vollzugskosten aus dem Prämienzuschlag für die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten nach Artikel 87 des Bundesgesetzes vom 20. März 198115 über die Unfallversicherung finanziert werden. 3 Der Bundesrat stellt sicher, dass trotz der behördlichen Schliessung von Gastrobetrie­ben Berufsleute aus dem Landwirtschaftssektor und dem Bausektor sowie Hand­werkerinnen und Handwerker und Berufstätige auf Montage die Möglichkeit haben, sich in Gastrobetrieben zu verpfle­gen. Es gelten dieselben Be­dingungen bezüglich Schutz­massnahmen und Öffnungszeiten wie bei Be­triebskantinen privater Unter­nehmen und öffentlicher Insti­tutionen.16 4 Der Bundesrat stellt sicher, dass den LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrern trotz der behördlichen Schliessung von Gastrobetrieben genü­gend sanitarische Einrichtun­gen zur Verfügung stehen und dass die LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrer sich in Gastrobetrie­ben verpflegen können.17 14 SR 822.11 15 SR 832.20 16 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 17 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 4a18 Berufseinstieg Der Bundesrat kann Mass­nahmen der Kantone fördern, die darauf abzielen, Schulabgängerinnen und Schulabgängern den Berufseinstieg, der durch die Covid-19-Epidemie erschwert ist, zu erleichtern. 18 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 5 Massnahmen im Ausländer- und Asylbereich Der Bundesrat kann vom Ausländer- und Integrationsgesetz vom 16. Dezember 200519 (AIG) und vom Asylgesetz vom 26. Juni 199820 (AsylG) abweichende Bestimmungen erlassen über: a. die Einschränkung der Einreise von Ausländerinnen und Ausländern und über deren Zulassung zu einem Aufenthalt in der Schweiz, mit Ausnahme des Familiennachzugs nach den Artikeln 42–45 AIG sowie der Einreise von Konkubinatspartnerinnen und Konkubinatspartnern und ihrer Kinder in der Schweiz; b. die Erstreckung gesetzlicher Fristen für: 1. den Familiennachzug (Art. 47 AIG), 2. das Erlöschen der Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligung (Art. 61 AIG), 3. die Erneuerung der biometrischen Daten bei Ausweisen (Art. 59b und 102a AIG), 4. die Ausreise (Art. 45 Abs. 2 AsylG und Art. 64d AIG), 5. das Erlöschen von Asyl (Art. 64 AsylG), 6. das Erlöschen von vorläufigen Aufnahmen (Art. 84 Abs. 4 AIG); c. die Unterbringung von Asylsuchenden in Zentren des Bundes und zur Durchführung von Asyl- und Wegweisungsverfahren; er trägt dabei dem Schutz der Gesundheit angemessen Rechnung. 19 SR 142.20 20 SR 142.31 Art. 6 Massnahmen bei Grenzschliessung Bei Grenzschliessung ergreift der Bundesrat die notwendigen Massnahmen, um die Reisefreiheit der Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie der Einwohnerinnen und Einwohner, die eine besondere Bindung zum Grenzgebiet haben, bestmöglich zu gewährleisten. Art. 6a21 Impf-, Test- und Genesungsnachweise 1 Der Bundesrat legt die Anforderungen an den Nachweis einer Covid-19-Impfung, einer Covid-19-Genesung oder eines Covid-19-Testergebnisses fest. 2 Der Nachweis ist auf Gesuch hin zu erteilen. 3 Der Nachweis muss persönlich, fälschungssicher, unter Einhaltung des Datenschutzes überprüfbar und so ausgestaltet sein, dass nur eine dezentrale oder lokale Überprüfung der Authentizität und Gültigkeit von Nachweisen möglich ist sowie möglichst für die Ein- und Ausreise in andere Länder verwendet werden kann. 4 Der Bundesrat kann die Übernahme der Kosten des Nachweises regeln. 5 Der Bund kann den Kantonen sowie Dritten ein System für die Erteilung von Nach­weisen zur Verfügung stellen. 21 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2022 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 7 Justizielle und verfahrensrechtliche Massnahmen Der Bundesrat kann zur Gewährleistung des Justizbetriebs und der verfassungsrechtlichen Verfahrensgarantien von den Bestimmungen der Verfahrensgesetze des Bundes in Zivil- und Verwaltungssachen abweichende Bestimmungen in den folgenden Bereichen erlassen: a. Stillstand, Erstreckung oder Wiederherstellung gesetzlicher oder behördlichen Fristen und Termine; b. Einsatz technischer Instrumente oder Hilfsmittel wie Video- und Telefonkonferenzen bei Verfahrenshandlungen mit Teilnahme von Parteien, Zeuginnen und Zeugen oder Dritten, namentlich Verhandlungen und Einvernahmen; c. Form und Zustellung von Eingaben, Mitteilungen und Entscheiden sowie Einsatz von Online-Versteigerungsplattformen im Betreibungs- und Konkursverfahren. Art. 8 Massnahmen im Bereich von Versammlungen von Gesellschaften Der Bundesrat kann, soweit dies zur Ausübung der Rechte bei Versammlungen von Gesellschaften erforderlich ist, vom Zivilgesetzbuch22 und vom Obligationenrecht23 abweichende Bestimmungen erlassen über die Ausübung der Rechte: a. auf schriftlichem Weg oder in elektronischer Form; b. durch eine unabhängige Stimmrechtsvertreterin oder einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter. 22 SR 210 23 SR 220 Art. 8a24 Kantonale Erleichterungen Der Bundesrat gewährt Kantonen, die eine stabile oder rückläufige epidemiologische Lage aufweisen und eine Covid-19-Teststrategie oder andere geeignete Massnahmen zur Bewältigung der Epidemie anwenden, Erleichterungen. 24 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 9 Insolvenzrechtliche Massnahmen Der Bundesrat kann, soweit dies zur Verhinderung von Massenkonkursen und zur Stabilisierung der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft erforderlich ist, vom Bundesgesetz vom 11. April 188925 über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) und vom Obligationenrecht26 abweichende Bestimmungen erlassen über: a. den Nachlassvertrag (Art. 293 ff. SchKG); b. die Voraussetzungen, die Wirkungen und das Verfahren einer besonderen Stundung; c. die Anzeigepflichten bei Kapitalverlust und Überschuldung. 25 SR 281.1 26 SR 220 Art. 10 Massnahmen im Bereich der Versorgungssicherheit Der Bundesrat wird ermächtigt, die Haftung für die Zollschuld für Personen, die gewerbsmässig Zollanmeldungen ausstellen, sowie für Transporteure auszuschliessen, sofern der Empfänger oder der Importeur infolge der Massnahmen des Bundes im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie wegen Konkurses, Nachlassstundung, Liquidation oder offensichtlicher Zahlungsunfähigkeit zahlungsunfähig wird. Art. 11 Massnahmen im Kulturbereich 1 Der Bund kann Kulturunternehmen, Kulturschaffende sowie Kulturvereine im Laienbereich mit Finanzhilfen unterstützen. 2 Zur Unterstützung der Kulturunternehmen und Kulturschaffenden kann das Bundesamt für Kultur (BAK) mit einem oder mehreren Kantonen Leistungsvereinbarungen abschliessen.27 Die Beiträge werden den Kulturunter­nehmen und Kultur­schaffenden auf Gesuch als Ausfal­lentschädigungen und den Kulturun­ternehmen für Transformations­projekte ausgerich­tet.28 3 Der Bund beteiligt sich im Rahmen der bewilligten Kredite zur Hälfte an der Finanzierung von Ausfallentschädigungen und Transformationsprojekten, welche die Kantone gestützt auf die Leistungsvereinbarungen umsetzen. 4 Kulturschaffende erhalten auf Gesuch vom Verein Suisseculture Sociale nicht rückzahlbare Geldleistungen zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten, sofern sie diese nicht selber bestreiten können. Der Bund stellt Suisseculture Sociale auf der Grundlage einer Leistungsvereinbarung die für die Ausrichtung der Geldleistungen notwendigen Finanzmittel zur Verfügung.29 5 Das BAK entschädigt Suisseculture Sociale auf der Grundlage der Leistungsvereinbarung für ihren administrativen Aufwand für die Ausrichtung der Geldleistungen nach Absatz 4. 6 Die Modalitäten für die Ausrichtung der Geldleistungen und die Regeln für deren Berechnung richten sich nach dem Beitragsreglement von Suisseculture Sociale. Das Beitragsreglement bedarf der Genehmigung durch das BAK. 7 Kulturvereine im Laienbereich erhalten auf Gesuch von den Dachverbänden, die vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannt sind, eine Entschädigung für den mit der reduzierten Durchführung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schaden. Die Entschädigung beträgt höchstens 10 000 Franken pro Kulturverein. Der Bund stellt den Dachverbänden auf der Grundlage von Leistungsvereinbarungen die für die Entschädigungen notwendigen Finanzmittel zur Verfügung.30 8 Das BAK entschädigt die Dachverbände auf der Grundlage der Leistungsvereinbarung für ihren administrativen Aufwand für die Ausrichtung der Entschädigungen nach Absatz 7. 9 Die Modalitäten für die Ausrichtung der Entschädigungen an die Kulturvereine und die Regeln für deren Berechnung werden in den Leistungsvereinbarungen zwischen dem BAK und den Dachverbänden festgelegt. 10 Gesuche gemäss den Absätzen 2, 4 und 7 müssen spätestens einen Monat vor dem Ausserkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht werden. Gesuche, die nach diesem Termin eingehen, werden nicht mehr berücksichtigt. 11 Der Bundesrat bestimmt die Kulturbereiche, die mit Finanzhilfen unterstützt werden, in einer Verordnung und regelt darin die Anspruchsvoraussetzungen im Einzelnen. Er legt die Beitragskriterien und die Bemessungsgrundlagen für die Finanzhilfen fest und regelt, in wie vielen Tranchen die Auszahlung der Beiträge gemäss Absatz 2 erfolgt. Er sorgt dafür, dass alle Kulturschaffen­den, insbesondere auch Frei­schaffende, Zugang zur Ausfallentschädigung erhalten.31 27 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. Nov. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 28 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 29 Fassung des zweiten Satzes gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 30 Fassung des dritten Satzes gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 31 Dritter Satz eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 11a32 Massnahmen betreffend Publikumsanlässe 1 Der Bund kann sich auf Gesuch hin an nicht gedeckten Kosten von Veranstaltern von Publikumsanlässen von überkantonaler Bedeutung zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. April 2022 beteiligen, die über eine kantonale Bewilligung verfügen und die im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie aufgrund behördlicher Anordnung abgesagt oder verschoben werden. 2 Ist der Eintritt kostenpflichtig, haben die Veranstalter zu belegen, dass bezahl­te Eintritte bei einer Absage vollumfänglich zurückerstattet wer­den. 3 Der Bund beteiligt sich maximal im gleichen Ausmass an den Kosten wie die Kantone. 4 Berücksichtigt werden Kosten des Veranstalters, die nicht durch anderwei­tige Unterstützungs­massnahmen der öffentlichen Hand, durch Versicherungen oder Stornierungsver­einbarungen gedeckt werden können. 5 Der Bund kann Kan­tone und Dritte für den Vollzug beiziehen. Der Beizug Dritter erfolgt im freihändigen Ver­fahren nach Artikel 21 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 201933 über das öffentliche Beschaffungswesen. 6 Der Bundesrat regelt die Einzelheiten in der Verordnung, nament­lich die Auskunfts- und Informationspflichten des Veranstalters sowie die vom Veran­stalter zu überneh­menden Kosten. Arti­kel 12a gilt sinngemäss für Mass­nahmen im Veranstal­tungsbereich. 7 Die Unterstützung von regionalen und lokalen Veranstaltungen ist Sache der Kantone. 32 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 30. April 2022 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 33 SR 172.056.1 Art. 12 Härtefallmassnahmen für Unternehmen: Voraussetzungen34 1 Der Bund kann auf Antrag eines oder mehrerer Kantone Härtefallmassnahmen dieser Kantone unterstützen für Einzelunterneh­men, Personengesellschaften oder juristische Personen mit Sitz in der Schweiz (Unterneh­men), die vor dem 1. Oktober 2020 gegrün­det worden sind oder ihre Geschäftstätigkeit aufgenom­men haben und am 1. Oktober 2020 ihren Sitz im jeweiligen Kanton hatten und die aufgrund der Natur ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit von den Folgen von Covid-19 besonders betroffen sind und einen Härtefall dar­stellen, insbesondere Unternehmen in der Wertschöpfungskette der Eventbranche, Schausteller, Dienstleister der Reisebran­che, Gastronomie- und Hotel­leriebetriebe sowie touristische Betriebe.35 1bis Ein Härtefall nach Absatz 1 liegt vor, wenn der Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt. Die gesamte Vermögens-und Kapitalsituation ist zu berücksichtigen sowie der Anteil an nicht gedeckten Fixkosten.36 1ter Die Gewährung einer Härtefallmassnahme setzt voraus, dass das unterstützte Unternehmen für das Geschäftsjahr, in dem die Härtefallmassnahme ausgerichtet wird sowie für die drei darauffolgenden Jahre: a. keine Dividenden und Tantiemen ausschüttet oder deren Ausschüttung beschliesst; und b. keine Rückerstattung von Kapitaleinlagen vornimmt oder beschliesst.37 1quater Der Bund leistet den Kantonen einen Finanzierungsanteil von: a. 70 Prozent an ihre Härtefallmassnahmen nach Absatz 1 zugunsten von Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 5 Millionen Franken; b. 100 Prozent an ihre Härtefallmassnahmen nach Absatz 1 zugunsten von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 5 Millionen Franken.38 1quinquies Der Bundesrat erlässt für Härtefallmassnahmen zugunsten von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 5 Millionen Franken besondere Vorschriften über: a. die einzufordernden Belege; b. die Beitragsbemessung; der Beitrag hat sich an den ungedeckten Kosten aus dem Umsatzrückgang zu orientieren; c. die Höchstgrenzen für Beiträge; für Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent sieht der Bundesrat höhere Höchstbeiträge vor; d. die von den Eigne­rinnen und Eignern der Unternehmen zu erbringende Eigenleistung, wenn der Betrag 5 Millionen Franken übersteigt; bei der Bemessung der Eigenleistung werden Eigenleistungen. die seit dem 1. März 2020 erbracht worden sind, sowie Absatz 1bis berücksichtigt; e. die Abwicklung von Darlehen, Bürgschaften und Garantien.39 1sexies Voraussetzung für die Unterstützung kantonaler Massnahmen für Unterneh­men mit einem Jahresumsatz bis 5 Millionen Franken ist, dass die Mindestanforderun­gen des Bundes eingehalten werden. Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 5 Millionen Franken müssen in allen Kantonen die Anspruchs­voraussetzungen des Bundes­rechts unverändert eingehal­ten werden; vorbehalten bleiben weitergehende Härte­fallmassnahmen eines Kan­tons, die dieser vollständig selber finanziert.40 1septies Unternehmen mit einem Jahresum­satz von über 5 Millio­nen Franken, die im Jahr der Ausrichtung eines nicht rückzahl­baren Beitrags einen steuerbaren Jahres­gewinn nach den Artikeln 58–67 des Bundesgeset­zes vom 14. Dezem­ber 199041 über die direkte Bundessteuer erzielen, leiten diesen an den zuständigen Kanton weiter; dies aber höchstens im Umfang des erhalte­nen Beitrags. Der Kanton leitet 95 Pro­zent der erhaltenen Mittel an den Bund weiter. Der Bundesrat regelt die Einzelhei­ten, namentlich die Berücksichtigung von Vorjahresverlusten und die Behandlung in der Rechnungslegung.42 2 In Ergänzung zu den Finanzhilfen nach Absatz 1quater Buchstabe a kann der Bund besonders betroffenen Kantonen Zusatzbeiträge an kantonale Härtefallmassnahmen leisten, ohne dass sich die Kantone an diesen Zusatzbeiträgen finanziell beteiligen. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.43 2bis Die Unterstützung durch den Bund setzt voraus, dass die Unternehmen vor dem Ausbruch von Covid-19 profitabel oder überlebensfähig waren und dass sie nicht Anspruch auf andere Covid-19-Finanzhilfen des Bundes haben. Diese Covid-19-Finanzhilfen schliessen die Kurzarbeitsentschädigungen, die Entschädigungen des Erwerbsausfalls sowie die gestützt auf die Covid-19-Solidarbürgschaftsverordnung vom 25. März 202044 und das Covid-19-Solidarbürgschaftsgesetz vom 18. Dezember 202045 gewährten Kredite nicht mit ein.46 2ter Wenn die Tätigkeiten eines Unternehmens klar abgegrenzt sind, muss es ermöglicht werden, verschiedene Arten von Beihilfen zu gewähren, sofern es keine Überlappungen gibt.47 2quater Unter Beachtung der gebotenen Sorgfalt und zur beschleunigten Abwicklung sind Akontozahlungen im Umfang der voraussichtlichen Ansprüche zulässig.48 3 ...49 4 Der Bundesrat regelt die Einzelheiten in einer Verordnung, wobei er Unternehmen berücksichtigt, die im Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 einen Umsatz von mindestens 50 000 Franken erzielt haben.50 5 Für Unternehmen, die aufgrund von Massnahmen des Bundes oder der Kantone zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie ihren Betrieb ab dem 1. November 2020 für mehrere Wochen schliessen müssen oder die während dieser Dauer in der betrieblichen Tätigkeit erheblich eingeschränkt werden, kann der Bundesrat die Anspruchsvoraussetzungen für die Unternehmen nach diesem Artikel lockern.51 6 Beansprucht ein Kanton für seine Härtefallmassnahmen Bundesmittel, so sind alle Unternehmen mit Sitz im Kanton gleich zu behandeln, unabhängig davon, in welchem Kanton sie ihre Geschäftstätigkeit ausüben.52 7 Die Kantone können zur Erfüllung ihrer Aufgaben selbstständig Zivil- und Strafverfahren bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden und Gerichten einleiten und führen und sich in Strafverfahren als Privatklägerinnen konstituieren; sie haben sämtliche damit verbundenen Rechte und Pflichten.53 34 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 35 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 36 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 37 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen) (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 38 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 39 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 40 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 41 SR 642.11 42 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 43 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 44 AS 2020 1077 1207 1233 3799 45 SR 951.26 46 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 47 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 48 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 49 Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), mit Wirkung vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 50 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 51 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 52 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen) (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 53 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 12a54 Härtefallmassnahmen für Unternehmen: Personendaten und Informationen 1 Die zuständigen Amtsstellen des Bundes und der Kantone, die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) sowie die kantonalen Finanzkontrollorgane dürfen die Personendaten, einschliesslich solcher über administrative oder strafrechtliche Verfolgungen und Sanktionen, und die Informationen, die zur Verwaltung, Überwachung und Abwicklung der Finanzhilfen nach Artikel 12 sowie zur Verhinderung, Bekämpfung und Verfolgung von Missbrauch erforderlich sind, bearbeiten und einander bekanntgeben. In diesem Rahmen kann die EFK die AHV-Nummer nach Artikel 50c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 194655 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung systematisch verwenden. 2 Folgende Stellen und Personen sind verpflichtet, den zuständigen Amtsstellen der Kantone auf Anfrage die Personendaten und die Informationen herauszugeben, die diese zur Verwaltung, Überwachung und Abwicklung der Finanzhilfen nach Artikel 12 sowie zur Verhinderung, Bekämpfung und Verfolgung von Missbrauch benötigen: a. die zuständigen Amtsstellen des Bundes und der Kantone; b. die Unternehmen, die Finanzhilfen beanspruchen oder erhalten, ihre Revisionsstellen sowie die für Buchführungs- und Treuhandtätigkeiten beigezogenen Personen und Unternehmen. 3 Die zuständigen Amtsstellen des Bundes und der Kantone sind verpflichtet, dem Staatssekretariat für Wirtschaft und der EFK auf Anfrage die Personendaten und die Informationen herauszugeben, die diese zur Erfüllung ihrer Kontroll-, Buchführungs- und Aufsichtsaufgaben benötigen. 4 Das Bankkunden-, Steuer-, Statistik-, Revisions- oder Amtsgeheimnis kann gegen die Bearbeitung und die Bekanntgabe der Personendaten und der Informationen nach diesem Artikel nicht geltend gemacht werden. 54 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2031 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 55 SR 831.10 Art. 12b56 Massnahmen im Sportbereich: A-Fonds-perdu-Beiträge für Klubs des professionellen und semiprofessionellen Mannschaftssports 1 Der Bund unterstützt mit A-Fonds-perdu-Beiträgen von insgesamt höchstens 115 Millionen Franken: a. Klubs in den Sportarten Fussball und Eishockey, die mit einer Mannschaft in einer der beiden Ligen mit professionellem Spielbetrieb spielen; b. Klubs in den Sportarten Basketball, Handball, Unihockey, Volleyball, Fussball der Frauen und Eishockey der Frauen, die mit einer Mannschaft in der höchsten Liga ihrer Sportart spielen. 2 Als Klub im Sinne von Absatz 1 gilt die juristische Person, die Trägerin einer Mannschaft in der betreffenden Sportart ist. 3 Die Beiträge werden zum Ausgleich von Mindereinnahmen bei denjenigen Spielen der nationalen Meisterschaft gewährt, die seit dem 29. Oktober 2020 aufgrund von Massnahmen des Bundes ohne oder mit reduzierter Zuschauerbeteiligung stattfinden müssen. 4 Sie betragen je Spiel höchstens zwei Drittel der durchschnittlichen Ticketeinnahmen, die der Klub an Spielen der nationalen Meisterschaft in der Saison 2018/2019 erzielt hat. Vom Betrag werden die effektiven Einnahmen aus allfälligen Ticketverkäufen ab dem 29. Oktober 2020 abgezogen. 5 ...57 6 Die Beiträge sind an folgende Bedingungen geknüpft: a. Während einer Dauer von fünf Jahren nach Erhalt der Beiträge darf der Klub keine Dividenden und Tantiemen ausschütten und keine Kapitaleinlagen zurückerstatten. b. Auf den Zeitpunkt der Auszahlung der Beiträge muss der Klub das durchschnittliche Einkommen einschliesslich Prämien, Boni und weiteren geldwerten Vergünstigungen aus den Einkommen, welche den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der obligatorischen Unfallversicherung übersteigen, auf diesen Höchstbetrag oder um mindestens 20 Prozent senken. Für die Berechnung dieses durchschnittlichen Einkommens sind die Einkommen der Angestellten in der Saison 2018/2019 massgebend. Der Bundesrat kann auf Gesuch hin auch die Einkommen der Angestellten mit Stichtag am 13. März 2020 berücksichtigen. Lohnsenkungen, die im Zusammenhang mit den Massnahmen des Bundes aufgrund der Covid-19-Epidemie bereits vorgenommen wurden, werden angerechnet. Der Bundesrat kann Ausnahmen für Klubs vorsehen, deren Gesamtlohnsumme erheblich tiefer ist als der Ligadurchschnitt. Senkt der Club die Löhne nicht oder nicht im erforderlichen Umfang, so erhält er einen Beitrag, der höchstens 50 Prozent der entgangenen Ticketeinnahmen gemäss Absatz 4 beträgt.58 c.59 Die Gesamtlohnsumme aller Mitarbeitenden und aller Spielerinnen und Spieler nach Massgabe der Saison 2019/2020 darf während fünf Jahren nach Erhalt der Beiträge höchstens im Umfang der Erhöhung des Landesindexes der Konsu­mentenpreise steigen; der Bundesrat kann Ausnah­men für Klubs vorsehen, die in eine höhere Liga aufsteigen. d. Die Nachwuchsförderung sowie die Frauenförderung im Klub sind während fünf Jahren mindestens im gleichen Umfang weiterzuführen wie in der Saison 2018/2019. 7 Der Klub berichtet dem Bund jährlich über die Einhaltung der Bedingungen nach Absatz 6. Der Bundesrat legt die Einzelheiten der Berichterstattung und ihrer Veröffentlichung fest. Er kann Bestimmungen zur Verhinderung von Missbräu­chen erlassen.60 8 Werden Bedingungen nach Absatz 6 oder die Pflicht nach Absatz 7 erster Satz nicht eingehalten, so richtet sich die Rückforderung der Beiträge nach dem Subventionsgesetz vom 5. Oktober 199061. 9 Gesuche für Spiele zwischen dem 29. Oktober 2020 und dem 31. Dezember 2020 kön­nen bis zum 30. April 2021 eingereicht werden.62 56 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 57 Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), mit Wirkung vom 1. Jan. 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 58 Sechster Satz eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. Jan. 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 59 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. Jan. 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 60 Dritter Satz eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. Jan. 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 61 SR 616.1 62 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. Jan. 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 1363 Massnahmen im Sportbereich: Darlehen für Klubs des professionellen und semiprofessionellen Mannschaftssports 1 Der Bund kann Klubs nach Artikel 12b Absatz 1, die grundsätzlich solvent sind, die aber auch nach Gewährung der Beiträge nach Artikel 12b von Liquiditätsengpässen bedroht sind, mit zinslosen Darlehen von insgesamt höchstens 235 Millionen Franken unterstützen. Diese sind innerhalb von höchstens zehn Jahren zurückzuzahlen. Die Darlehensnehmer bringen vom Bund anerkannte Sicherheiten im Umfang von mindestens 25 Prozent bei. 2 Die Darlehen betragen höchstens 25 Prozent des betrieblichen Aufwands, der dem Klub für die Teilnahme seiner Mannschaft am Spielbetrieb der nationalen Meisterschaft in einer Liga nach Artikel 12b Absatz 1 in der Saison 2018/2019 erwachsen ist. 3 Der Bund kann für die Darlehen Rangrücktritte gewähren, wenn dadurch die finanziellen Risiken für den Bund voraussichtlich reduziert werden. 63 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). Art. 14 Massnahmen im Medienbereich 1 Der Bundesrat ergreift im Medienbereich die folgenden Massnahmen: a. Der Bund trägt die vollen Kosten für die Tageszustellung von abonnierten Tages- und Wochenzeitungen der Regional- und Lokalpresse (Art. 16 Abs. 4 Bst. a des Postgesetzes vom 17. Dez. 201064) durch die Schweizerische Post im Umfang der am 1. Juni 2020 geltenden Tarife. b. Er beteiligt sich an den Kosten für die Tageszustellung von abonnierten Tages- und Wochenzeitungen der überregionalen und nationalen Presse durch die Schweizerische Post mit 27 Rappen pro Exemplar. c. Die Abonnementskosten der Basisdienste Text der Nachrichtenagentur Keystone-SDA werden in Bezug auf die Nutzungsrechte für elektronische Medien im Umfang der am 1. Juni 2020 geltenden Tarife aus bisher nicht verwendetem Ertrag aus der Abgabe für Radio und Fernsehen getragen; es ist ein Kostendach von 10 Millionen Franken einzuhalten. d.65 das Bundesamt für Kom­munikation kann auf Ge­such hin Zahlungen aus der Abgabe für Radio und Fernsehen an folgende private Radio- und Fernse­hunternehmen tätigen: 1. die kommerziellen Radiostationen mit einer gültigen FM-Konzession, 2. komplementäre Radiostatio­nen mit einer Konzession, 3. konzessionierte regio­nale TV-Stationen. 1bis Die Zahlungen nach Absatz 1 Buchstabe d erfolgen auf der Grundlage des beleg­ten Rückgangs der Einnah­men aus Werbung und Sponsoring zwischen 2019 und 2021, wobei höchstens 20 Millionen Franken ausbezahlt werden. Voraussetzung für die Gewährung dieser Hilfe ist die schriftliche Zusicherung der Hilfeempfängerinnen und -empfänger gegenüber dem Bundesamt für Kommunikation, das erhaltene Geld zurückzuzahlen, wenn für das Jahr 2021 eine Dividende ausbezahlt wird.66 2 Er hebt die Massnahmen spätestens beim Inkrafttreten eines Bundesgesetzes, das Massnahmen zugunsten der Medien vorsieht, auf. 3 Er regelt die Fördervoraussetzungen und das Verfahren für die Berechnung und Auszahlung der Ermässigungen nach Absatz 1 Buchstaben a und b sowie für die Übernahme der Abonnementskosten nach Absatz 1 Buchstabe c. 4 Die Gewährung der Ermässigungen nach Absatz 1 Buchstaben a und b setzt voraus, dass sich die Herausgeberin gegenüber dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) schriftlich verpflichtet, für das entsprechende Geschäftsjahr keine Dividende auszuschütten. 5 Das BAKOM vergütet die Abonnementskosten der Basisdienste Text der Nachrichtenagentur Keystone-SDA direkt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese reduziert die Rechnungen an die Abnehmerinnen in diesem Umfang. 64 SR 783.0 65 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 66 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 15 Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls 1 Der Bundesrat kann die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Personen vorsehen, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbrechen oder massgeblich einschränken müssen. Nur Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnausfall, die in ihrer Unternehmung eine Umsat­zeinbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 2015–2019 haben, gelten in ihrer Erwerbstätig­keit als massgeblich einge­schränkt.67 2 Zu den Anspruchsberechtigten gehören insbesondere auch Selbstständige nach Artikel 12 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 200068 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung. 3 Der Bundesrat kann Bestimmungen erlassen über: a. die anspruchsberechtigten Personen und insbesondere den Taggeldanspruch von besonders gefährdeten Personen; b. den Beginn und das Ende des Anspruchs auf Entschädigung; c. die Höchstmenge an Taggeldern; d. die Höhe und die Bemessung der Entschädigung; e. das Verfahren. 4 Der Bundesrat stellt sicher, dass Entschädigungen auf der Grundlage des selbstdeklarierten Erwerbsausfalls ausgerichtet werden. Die Richtigkeit der Angaben wird insbesondere mittels Stichproben überprüft. 5 Der Bundesrat kann die Bestimmungen des ATSG anwendbar erklären. Er kann Abweichungen von Artikel 24 Absatz 1 ATSG betreffend das Erlöschen des Anspruchs und Artikel 49 Absatz 1 ATSG betreffend die Anwendbarkeit des formlosen Verfahrens vorsehen. 67 Fassung des zweiten Satzes gemäss Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 1. April 2021 bis zum 30.Juni 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 68 SR 830.1 Art. 16 Massnahme im Bereich der beruflichen Vorsorge Der Bundesrat kann zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen vorsehen, dass der Arbeitgeber die Arbeitgeberbeitragsreserven für die Vergütung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge verwenden darf. Art. 17 Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung 1 Der Bundesrat kann vom Arbeitslosenversicherungsgesetz vom 25. Juni 198269 (AVIG) abweichende Bestimmungen erlassen über: a. den Anspruch und die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, die sich um Lernende kümmern; b.70 die Nichtberücksichtigung der Abrechnungsperioden ab dem 1. März 2020, für die der Arbeitsausfall 85 Prozent der betrieblichen Arbeitszeit (Art. 35 Abs. 1bis AVIG) überschritten hat; c. die Verlängerung der Rahmenfrist für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit für Versicherte, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. August 2020 Anspruch auf maximal 120 zusätzliche Taggelder gehabt haben; d. den Ablauf des Verfahrens zur Voranmeldung von Kurzarbeit und zur Ausrichtung der Kurzarbeitsentschädigung sowie die Form von deren Auszahlung; e. Anspruch und Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Abruf in unbefristeten Arbeitsverhältnissen; f.71 Anspruch und Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung für Personen nach Artikel 33 Absatz 1 Buchstabe e AVIG; g.72 die Karenzzeit nach Artikel 32 Absatz 2 AVIG; h.73 die Höchstdauer der Kurzarbeitsentschädigung nach Artikel 35 Absatz 2 AVIG. 2 Alle anspruchsberechtigten Personen gemäss AVIG erhalten für die Kontrollperioden März, April und Mai 2021 zusätzlich höchstens 66 Taggelder. Der aktuelle Anspruch auf die Höchstzahl an Taggeldern nach Artikel 27 AVIG wird dadurch nicht belastet.74 3 Für Versicherte, die Anspruch auf zusätzliche Taggelder nach Absatz 2 haben, wird die Rahmenfrist für den Leistungsbezug um die Dauer des zusätzlichen Taggeldbezuges verlängert. Die Rahmenfrist für die Beitragszeit wird bei Bedarf um dieselbe Dauer verlängert.75 69 SR 837.0 70 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 1. Sept. 2020 bis zum 31. Dez. 2023 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 71 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 72 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 1. Sept. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 73 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2022 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 74 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2023 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 75 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2023 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 17a76 Bemessung der Kurzarbeits­entschädigung bei tiefen Einkommen In Abweichung des AVIG77 bemisst sich die Kurzarbeits­entschädigung wie folgt: a. bei einem monatlichen Einkommen für ein Vollzeit­pensum: 1. bis zu 3470 Fran­ken beträgt die Kurzarbeits­entschädigung 100 Prozent des anrechenbaren Ver­dienstausfalls, 2. zwischen 3470 und 4340 Franken beträgt die Kurzarbeitsentschädigung 3470 Franken bei einem voll­ständigen Verdienstausfall, teilweise Verdienstausfälle werden anteilig berechnet, 3. ab 4340 Franken ist Artikel 34 Absatz 1 AVIG unverändert anwendbar; b. bei einem Teilzeitpensum werden das Einkommen und der Mindestbetrag für die Kurzarbeitsentschädigung gemäss Buchstabe a im Verhält­nis zum Arbeitspensum berechnet. 76 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 1. Dez. 2020 bis zum 30. Juni 2021 (AS 2020 5821, 2021 153; BBl 2020 8819, 2021 285). 77 SR 837.0 Art. 17b78 Voranmeldung, Dauer und rückwirkende Gewährung der Kurzarbeit 1 In Abweichung von Artikel 36 Absatz 1 AVIG79 ist keine Voranmeldefrist für Kurzarbeit einzuhalten. Die Voranmeldung ist zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als sechs Monate dauert. Ab dem 1. Juli 2021 darf Kurzarbeit mit einer Dauer von mehr als drei Monaten längstens bis zum 31. Dezember 2021 bewilligt werden. Für rückwirkende Anpassungen einer bestehenden Voranmel­dung ist ein entsprechendes Gesuch bis am 30. April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen. 2 Betrieben, die aufgrund der seit dem 18. Dezember 2020 beschlossenen behördlichen Massnahmen von Kurzarbeit betroffen sind, wird der Beginn der Kurzarbeit in Abweichung von Artikel 36 Absatz 1 AVIG auf Gesuch hin rückwirkend auf das Inkrafttreten der entsprechenden Massnahme bewilligt. Das Gesuch ist bis zum 30. April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen. 3 Neu entstandene Entschädigungsansprüche nach den Absätzen 1 und 2 sind in Abweichung von Artikel 38 Absatz 1 AVIG bis zum 30. April 2021 bei der zuständigen Arbeitslosenkasse geltend zu machen. 78 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021, Abs. 1 in Kraft vom 1. Sept. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). 79 SR 837.0 Art. 17c80 Massnahmen zugunsten von durch die öffentliche Hand geführten Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung 1 Der Bund richtet Finanzhilfen an Kantone aus, die an von der öffentlichen Hand geführte Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung Ausfallentschädigungen ausgerichtet haben für entgangene Betreuungsbeiträge der Eltern aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie. 2 Die Finanzhilfen decken 33 Prozent der von den Kantonen ausbezahlten Ausfallentschädigungen für entgangene Betreuungsbeiträge der Eltern längstens für die Zeit vom 17. März 2020 bis zum 17. Juni 2020. 3 Der Bundesrat regelt die Einzelheiten in einer Verordnung. 80 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2022 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 17d81 Gewährung von Vorschüssen Kann ein Covid-19-Hilfege­such (Kurzarbeitsentschädi­gung, Härtefall, sektorielle Unterstützung) nicht innert 30 Tagen bearbeitet werden, da die Berechnung des An­spruchs aufgrund der Tätig­keiten der anspruchsberech­tigten Person schwierig ist, so können die zuständigen Behörden nach einem verein­fachten Verfahren Vorschüsse gewähren. 81 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 2021 (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen), in Kraft vom 20. März 2021 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2021 153; BBl 2021 285). Art. 18 Strafbestimmungen 1 Mit Busse wird bestraft, wer vorsätzlich den Massnahmen zuwiderhandelt, die der Bundesrat gestützt auf Artikel 3 oder 4 anordnet und deren Zuwiderhandlung er gestützt auf die vorliegende Bestimmung für strafbar erklärt. 2 Der Bundesrat kann festlegen, dass bestimmte Widerhandlungen nach Absatz 1 durch Ordnungsbusse von höchstens 300 Franken zu ahnden sind, und er bestimmt dafür die Höhe des Bussenbetrags. Art. 19 Vollzug Der Bundesrat regelt den Vollzug der Massnahmen nach diesem Gesetz. Art. 20 Änderung eines anderen Erlasses ...82 82 Die Änd. kann unter AS 2020 3835 konsultiert werden. Art. 21 Referendum, Inkrafttreten und Geltungsdauer 1 Dieses Gesetz wird dringlich erklärt (Art. 165 Abs. 1 BV). Es untersteht dem fakultativen Referendum (Art. 141 Abs. 1 Bst. b BV). 2 Es tritt unter Vorbehalt von Absatz 3 am 26. September 2020 in Kraft und gilt unter Vorbehalt der Absätze 4 und 5 bis zum 31. Dezember 2021. 3 Artikel 15 tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft. 4 Die Artikel 1 und 17 Buchstaben a–c gelten bis zum 31. Dezember 2022. 5 Artikel 15 gilt bis zum 30. Juni 2021. 6 Die Geltungsdauer von Artikel 1 nach Absatz 4 wird bis zum 31. Dezember 2031 verlängert.83 7 Die Geltungsdauer von Artikel 17 Buchstaben a und c nach Absatz 4 wird bis zum 31. Dezember 2023 verlängert.84 8 Die Geltungsdauer von Artikel 9 Buchstabe c wird bis zum 31. Dezember 2031 verlängert.85 9 In Abweichung von Absatz 2 tritt Artikel 17 Buchstabe e rückwirkend auf den 1. September 2020 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2021.86 83 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 84 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 85 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). 86 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Kultur, Härtefälle, Sport, Arbeitslosenversicherung, Ordnungsbussen), in Kraft vom 19. Dez. 2020 bis zum 31. Dez. 2021 (AS 2020 5821; BBl 2020 8819). Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Es ist was es ist – das Individuum als soziales Wesen im Spannungsfeld zwischen Beziehung, Gemeinschaft, Wirtschaft und Gesellschaft (Sun, 13 Jun 2021)
(C) Victor Tongdee (C) Victor Tongdee DMZ –  WISSENSCHAFT ¦ Markus Golla ¦   Der verständige Mensch „Homo sapiens sapiens“ ist das Produkt von jahrtausendlanger Evolution und Entwicklung. Er lebt und agiert heute in einer hochkomplexen Lebens- und Arbeitswelt. Die Eigenschaften und Besonderheiten der menschlichen Entwicklung und des menschlichen Zusammenlebens beschäftigen Psychologen, Psychotherapeuten, Anthropologen und Soziologen seit Jahrhunderten. Im Zuge der menschlichen Entstehungsgeschichte und der soziokulturellen Evolution entwickelte der Mensch sozialisations- und kulturabhängige Eigenschaften. Der aufrechte Gang, die kindliche Entwicklung, das Erlernen der Sprache und das Eingehen besonders komplexer sozialer Bindungen. Das Individuum entsteht durch den Menschen, mit dem Menschen und entwickelt sich mit Hilfe des Menschen zum sozialen Lebewesen. Neugeborene könnten ohne Versorgung nicht überleben und erleben die Welt in einem unreifen und hilflosen Zustand. Die ersten Lebensmonate sind bedeutsam für die Entwicklung der Persönlichkeit. Säuglinge sind daher besonders auf die Fürsorge der versorgenden Personen, insbesondere der Mutter, angewiesen. Sie können sich als Traglinge nicht selbstständig fortbewegen und verfügen über Neugeborenenreflexe, die überlebenswichtige Funktion haben (Biber, 2014, S. 14).   Das Selbsterleben und die psychosoziale Entwicklung Die Säuglingsforschung gibt Einblicke in die psychische Entwicklung des Menschen. In den ersten Lebenswochen sind orale Reflexe gut erkennbar und werden zunehmend durch höhere Stimuli und bewusste Motorik ersetzt. Dies ist von der Reife, der Möglichkeiten und der Umgebung eines Kindes abhängig. Das Kind löst durch das Verhalten eine Reaktion in der Umgebung aus. Eltern lernen zu erkennen, wann das Kind Hunger hat und reagieren darauf. Die Nahrungsaufnahme ist dabei Teil der Kommunikation (Engel-Hoek van den, 2008, S. 54). Bereits in den ersten Monaten sind Emotionen wie Angst, Zorn, Freude, Ekel erkennbar. Dies zeigt sich an unterschiedlichen Stellen z.B. Augen, Mund sowie Augenbrauchen und ist kulturell unabhängig (Stern, 2009, S. 28). Die Mutter-Kind-Beziehung beeinflusst die sich entwickelnde Persönlichkeit. Unklar bleibt jedoch, welche  Ereignisse die aufkommenden sozialen Verhaltensweisen von Säuglingen kurz- oder langfristig beeinflussen (Stern, 1971, S. 501). Dornes greift Sterns Theorie der primären Intersubjektivität, die das Empfinden des Säuglings nicht direkt beobachten kann, sondern aus seinen Antworten auf Interaktionsangebote und Versuchsanordnungen schließt, auf und geht von einem kognitiv fähigen, aktiven, umweltbezogenen, kommunikativen und kompetenten Säugling aus (Dornes, 1993). Dabei wird Kompetenz nicht analog zu bestehenden Arten der Nestflüchter verstanden, die sich bereits nach der Geburt fortbewegen und Nahrung aufnehmen können, sondern als Fähigkeit eine funktionierende Beziehung zu primären Bezugspersonen aufzubauen (Dornes, 2018). Die ersten sechs Monate erlebt der Säugling als symbiotische Einheit mit der Mutter. Die Außenwelt wird nicht als jene wahrgenommen, sondern Reize von dieser, wie die Innenwelt verstanden z.B. Hunger, Ausscheidungen oder Niesen. Mit Beginn der Separation beginnt der Säugling die Individuation von der Mutter und die ersten Kennzeichen eines selbstständigen psychischen Ichs entstehen.   Melanie Klein bezeichnet die ersten drei bis vier Lebensmonate als paranoid-schizoide Position, in welcher der Säugling innere und äußere Quellen der Angst erlebt. Die Geburt wird als äußere Angstquelle erlebt und die Nähe zur Mutter stellt die erste Objektbeziehung dar (Klein, 1962, S. 187). Der Säugling kann dabei noch keine Ganzheiten bzw. Vollobjekte wahrnehmen und entwickelt durch oral-libidinöse sowie oral-destruktive Triebe eine Beziehung zur Mutterbrust. Die Wechselwirkung der liebevollen sowie aggressiven Triebe stellen eine Fusion von Lebens- und Todestrieb dar (Klein, 1962, S. 189). Wird der Wunsch nach der Muttermilch nicht rechtzeitig gestillt, weckt dies aggressive Triebe und verstärkt die orale Gier. Diese Spannungszustände werden als Verfolgungsangst erfahren. Der Säugling erlebt nun die „gute“ und die „böse“ Brust, die zur Befriedigung oder Versagung führt. Das Kind lernt dadurch gute oder schlechte Teilobjekte der Beziehungsrepräsentanz kennen sowie deren Idealisierung oder Entwertung. Durch das Überwiegen der Liebesimpulse gegenüber Aggression und Zerstörungswünschen sowie der sich entwickelnden Realitätsprüfung werden die gespaltenen inneren und äußeren Objekte schrittweise integriert (Dix, 2017, S. 416). Bleibt das Kernselbstempfinden eines Säuglings, also der Eindruck eines integrierten Empfindens seiner selbst als körperlichem Wesen, das vom Anderen getrennt ist, über Kohärenz verfügt, seine eigenen Handlungen und Affekte kontrolliert, ein Kontinuitätsempfinden besitzt und andere Personen als von ihm selbst als getrennte, eigenständige Interaktionspartner bemerkt bestehen, dann ist der Entwicklungsschritt „self versus other“ erreicht (Stern, 2007, S. 157). Mit sieben bis neun Monaten entwickelt der Säugling ein „subjektives Selbst“ und damit ein rudimentäres Verständnis von sich und anderen als Wesen mit geistigen Zuständen.   Dies erfolgt mittels intentionaler Abstimmung von Aufmerksamkeit, nonverbaler „Fragen“ nach einer Einschätzung von möglichen Gefahren und durch die Mitteilung von einfachen Wünschen. Der Säugling nimmt sich und andere als getrennte Wesen mit eigenen Gefühlen und Gedanken wahr (Stern, 2007, S. 198). Säuglinge lernen durch Invarianten der Beziehungsepisoden das veränderte Selbsterleben in Gemeinsamkeit mit der anderen Person. Diese Erfahrungen werden im Zusammenhang miteinander im episodischen Gedächtnis als „Repräsentationen generalisierter Interaktionen“ (RIG) gespeichert und beeinflussen die Selbstregulation und die Interaktion. Selbst wenn das Kind allein ist, kann es auf evozierte Individuen als sein Selbst regulierender Anderer mittels aktivierter Erinnerung auf repräsentative Stellvertreter zurückgreifen. Der Säugling verfügt bei einer gesunden Mutter-Kind Interaktion über ausreichend RIG und sozialen Charakter, welcher sich positiv auf die Bindung auswirkt. Das Kind besitzt nach Klein und Stern gute innere Begleiter, die einen Einfluss auf das Erleben haben und verhält sich auf die anderen „in sich“ (Dix, 2017, S. 423 f.).   Die Entwicklung von Geschlechtsidentität und Diagnose Die biologische Geschlechtszugehörigkeit von Kindern ist bereits vor der Geburt ersichtlich. Die ersten Lebensjahre sind für die psychische und soziale Entwicklung der Identität bedeutsam. Kleinkinder können schon im ersten Lebensjahr Bewegungs- und Sprechmuster erkennen und zwischen Männern und Frauen differenzieren. Im Alter von zwei Jahren können Kinder Objekte anhand von Farben oder Formen in Geschlechterstereotypen kategorisieren. Mit Ende des dritten Lebensjahres können Kinder die eigene Person und andere Individuen in Geschlechter einteilen (Trautner, 2002). Durch die soziale Interaktion mit der Umwelt entwickelt das Kind eine Einschätzung des eigenen Geschlechts. Entwicklungspsychologisch erkennen Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren die eigene Geschlechtlichkeit, die Stabilität sowie die impliziten gesellschaftliche Normen an. Sie können Aktivitäten, Objekte, Farben, Kleidung, Eigenschaften und Spielbeschäftigungen dem jeweiligen Geschlecht zuordnen (Hannover, 2010, S. 29). Während Kinder der Vorschule Geschlechterrollen als Naturgesetze annehmen und vorwiegend in geschlechtshomogenen Kombinationen interagieren differenzieren sich kindliche Geschlechterkonzepte der Grundschule weiterhin. Die Geschlechtsidentität folgt in der Pubertät durch schulische, berufliche und private Interessen den geschlechtstypischen Rollenverteilungen (Trautner, 2002).   Die Geschlechtsidentität entwickelt sich durch die Auseinandersetzung mit altersentsprechend modifizierten sowie neuen Verhaltensweisen entlang geschlechtlicher Normen stetig weiter. In der Adoleszenz werden, durch Berufsrolle bzw. Berufsbild, Partnerschaft und einer möglichen Elternschaft, Adaptierungen der Geschlechtsidentität möglich. Die individuelle geschlechtliche Identität kann als bio-psycho-sozialer Prozess betrachtet werden, der zwischenmenschlich erlebt sowie kommuniziert wird und genetischbiologische, kulturelle, inter- und intrapsychische Elemente enthält (Schigl, 2018, S. 34). Die Kategorisierung als männlich oder weiblich wird nach anatomischen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Übereinkünften bei der Geburt festgelegt. Die Geschlechtsidentität ist Teil der persönlichen Identität und teilt sich in fünf Dimensionen. Dies umfasst das Selbst, als weiblich oder männlich zu identifizieren und von anderen Personen so erkannt zu werden. Zudem werden eine geschlechtsspezifische Typologie und die persönliche Zufriedenheit mit dem eigenen Geschlecht in Verbindung gebracht. Zuletzt gilt es dem erlebten sozialen Druck, der Geschlechterrolle zu entsprechen (Egan & Perry, 2001). Geschlechterrollen bezeichnen die bewussten und unbewussten Erwartungen an das eigene und das Verhalten anderer, in Bezug auf das jeweilige Geschlecht. Die Geschlechtsidentität evolviert im Laufe der Entwicklung, ist flexibel und veränderlich sowie schicht-  und kulturspezifsch geprägt. Die Orientierung an Geschlechtspartnern wird als „choice of love object“ bezeichnet. Die Diskussion um die Entwicklung einer stabilen geschlechtlichen Identität und die Übernahme traditioneller Geschlechterrollen wandelte sich zunehmend in den letzten 30 Jahren. Das klassische Entwicklungsziel wird abgelöst durch das Verinnerlichen maskuliner und femininer Eigenschaften in einer Person (Trautner, 2002). Um 1900 wurde das „homosexuelle Selbst“ noch als zu behandelnde Krankheit erachtet. Psychiatrie und Psychologie sahen die Übergänge zwischen den Geschlechtern als subjektives Erleben dieser „Kranken“ und ihre therapeutische Aufgabe darin, diese zum Wohl der Gesellschaft therapeutisch zu beeinflussen (Walter, 2005). Auch bekannte psychoanalytische Literaten der sechziger, siebziger und achtziger Jahre wie etwa Ovesy, Socarides und Kernberg beschreiben die homosexuelle Orientierung noch als Pathologie, psychotische Erkrankung, Verhaltensanomalie oder als spezielles Beziehungsmuster aufgrund der Herkunftsfamilien.   Die Begriffe lesbische, schwule, bisexuelle oder heterosexuelle Orientierung beschreiben die Gesamtheit der inneren Bilder, des Selbstverständnisses und der in der sozialen Realität sichtbar werdenden Beziehungsmuster von Menschen (Rauchfleisch, 2011, S. 17). Die Kerngeschlechtsidentität, das primordiale, bewusste und unbewusste Erleben entwickelt sich ab der Geburt eines Kindes aufgrund eines komplexen Zusammenwirkens von biologischen und psychischen Einflüssen. Schwule und bisexuelle Männer sind in ihrer Kerngeschlechtsidentität ebenso männlich geprägt, wie heterosexuelle Männer und lesbische oder bisexuelle Frauen sind ebenso weiblich geprägt, wie heterosexuelle Frauen. Weder können der ödipale Konflikt, die Identifizierung des Kindes mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil, noch die „männliche“ oder „weibliche Identifizierung“ mit Stereotypen als Grundlage für die Entwicklung herangezogen werden. Schwule, lesbische oder bisexuelle Personen haben lediglich eine andere sexuelle Beziehung als ihre heterosexuellen Eltern (Rauchfleisch, 2011, S. 23). Das Gleichgewicht zwischen hetero- und homosexuellen Anteilen eines Menschen kann sich zeitlich, abhängig von den jeweiligen Lebenssituationen und sozialen Beziehungen, in die eine oder andere Richtung verschieben (Fiedler, 2004, S. 71).   1987 reagierte die Amerikanisch Psychiatrische Gesellschaft auf die Forschungs- und Methodenkritik der frühen Psychoanalyse und entfernte die Diagnose aus dem Diagnosesystem „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ DSM-III-R. 1991 eliminierte die Weltgesundheitsorganisation „Homosexualität als Diagnose einer psychischen Störung“ in der International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“, ICD-10. Nach einer elfjährigen internationalen Entwicklung hat die WHO im Juni 2018 die ICD-11 vorgestellt, im Mai 2019 auf der 72. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA72) verabschiedet und soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. In der neuen Fassung wurde Transsexualität ebenso von der Liste der psychischen Erkrankungen gestrichen (Drescher, 2015). Dietrich Munz, Präsident der deutschen Bundespsychotherapeutenkammer, sprach aus Sicht der deutschen Psychotherapeutenschaft von einer bedrückenden Kategorisierung, die „homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen diskriminiert, stigmatisiert und Gewalt aussetzt“ (BPTK, 2019).   Fallvignette Frau L. ist Mitte zwanzig, als DGKS tätig und lebt mit ihrer Lebensgefährtin im städtischen Umfeld. Geboren und aufgewachsen ist sie in ländlicher Umgebung. Ihre Eltern haben einen kleinen Tischlereibetrieb und eine Viehzucht. In der Kindheit hatten die Eltern wenig Zeit für Frau L., der Betrieb hatte Vorrang. Der Kontakt zum jüngeren Bruder gestaltete sich auch in jungen Jahren schwierig, da er als „Stammeshalter“ aufwuchs, den Betrieb übernehmen und für den Fortbestand der elterlichen Geschäfte sorgen wird. Frau L. verbrachte die Schulzeit gerne im Internat und verliebte sich in dieser Zeit in eine Frau. Die anfängliche Exploration der Gefühle erschien verwirrend und übermächtig. Frau L. konnte sich jedoch bei Beratungsstellen informieren und der Pädagogin Vorort anvertrauen.   Der jüngere Bruder fand Briefe sowie Nachrichten und outete Frau L nach einem Streit in seinem Stammlokal in seinem Freundeskreis. Die Information gelang zu den Eltern und war schwer zu verkraften. Die Scham vor dem „Gerede der Leute“ zu groß. Frau L. übersiedelte in eine Großstadt, absolvierte das Bachelorstudium und bekam eine Anstellung in einer Krankenanstalt. Ihre Vorgesetzte ist schon länger Führungskraft und wird als unterstützend und fair beschrieben. Frau L. wohnt mit ihrer Lebensgefährtin Frau K. und einem Mischlingshund in einer gemeinsamen Wohnung. Frau K. hat sehr verständnisvolle Eltern, die Frau L. warmherzig in den Familienkreis aufgenommen haben. Gemeinsam werden Ausflüge und Urlaube unternommen sowie Feste gefeiert. Frau L. erfährt kaum Unterstützung seitens ihrer Herkunftsfamilie, die traditionelle Werte, kulturelle und gesellschaftliche Normen vertritt. Sie fühlt sich verstoßen, ungeliebt und entfremdet von der eigenen Familie. Frau L. zeigt vermehrten Arbeitseinsatz, übernimmt zusätzliche Tag- und Nachtdienst und bietet ihrer Vorgesetzten zunehmend Unterstützung an. Nach geraumer Zeit zeigen sich erste Erschöpfungsmerkmale, gedrückte Stimmung, Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit, Schlafstörungen und verminderter Appetit. Die Antriebslosigkeit wirkt sich auf das Privatleben aus und so werden die gemeinsamen Unternehmungen, Ausflüge und Spaziergänge zunehmend als Belastung empfunden.   Erstes Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen Die Klientin wirkt traurig und blass. Sie hat Augenringe, scheint sehr müde, ängstlich und zerbrechlich zu sein, dennoch hat sie klare Sätze und nach einem vereinbarten Folgetermin lächelt sie vorsichtig. Im Übertragungsgeschehen spüre ich erste Affekte wie Traurigkeit, Angst, Schwere, die Bitte um Hilfe, Unterstützung, Verständnis und Zuwendung. In der Gegenübertragung Mitleid und den Wunsch nach mütterlicher Anerkennung. In einer Gegenübertragungstrance und Reflexion nach der Einheit zeigt sich ein kleines frierendes Mädchen im Regen an die Hauswand gedrängt und es entsteht das Bedürfnis, dieses Kind in den Arm zu nehmen und zu versorgen entlang der Vorstellung „der Andere kann geben, was man selbst entbehrt“ (Miller, 2013, S. 47). Die Klientin sucht die Spiegelung und den „Glanz in den Augen der Mutter“, also die begleitende, stolze und freundliche Aufmerksamkeit der Mutter oder des Vaters für das Kind, welche dem Kind in den ersten Monaten widerfährt, ohne Forderungen zu stellen. Diese Empathie oder der Glanz im Auge der Mutter, wirkt als unentbehrliche Spiegelung haltend und wärmend für die seelische Entwicklung des Kindes. Dies bildet auch das kohärente Selbst bzw. Körperselbst, wenn die Mutter den innigen Kontakt des Kindes mit ihrem eigenen Körper nicht ertragen kann. Im Erwachsenenalter kann dies zu einer Überkompensation im sportlichen oder beruflichen Bereich führen. Die Entwicklung eines lebendigen Tiefenselbst, welches zum Organisationszentrum der Ich-Aktivitäten geworden ist, steht therapeutisch im Vordergrund. Der Patient fühlt sich wohlwollend angeblickt (Kohut, 1976, S. 141f.). Dies zeigt sich auch in Winnicotts Konzept der ausreichend guten Mutter, „good enough mother“, die auf die Bedürfnisse des Babys eingeht.   Gestärkt durch Wärme und Sicherheit kann sich das Kind im Laufe der Entwicklung lösen und die Abwesenheit mittels Übergangsobjekte ausgleichen (Winnicott, 1953). Bion bezeichnete das  „containing“ als Unterstützung der Mutter, die Ängste und Schmerzen des Kindes zu lindern, indem sie diese aufnimmt, verdaut bzw. umbildet und zurückspiegelt. Dies kann zu einer Ich-Stärkung führen und im psychotherapeutischen Setting durch nachreifende Introjektion erfahren werden (Bion, 1994, S. 96). Die Therapeutin forciert die Therapie der korrigierenden emotionalen Erfahrung, „corrective emotional experience“ (Alexander, 1980, S. 22), welche entwicklungsbedingte Defizite im Sinne einer Nachreifung durch Hypnose ermöglicht. Dies kann durch den bewussten Einsatz von Trancen und die aktive Fokussierung auf die Gegenübertragung mittels Wahrnehmung innerer Vorgänge wie etwa Bilder, körperlicher Empfindungen, Gefühle etc. durch den Therapeuten geschehen. Der Therapeut kann nun nach sorgfältiger Abwägung diese Wahrnehmungen dem Patienten in einer angemessenen Weise hinsichtlich der Patientenbedürfnisse mitteilen (Oswald, 2016, S. 10). Grundlage dafür ist eine vertrauensvolle und wertschätzende Arbeitsweise. Kanitschar nennt in diesem Zusammenhang das Vertrauen in die Fähigkeiten des Menschen, die Förderung persönlicher Autonomie und die ethisch korrekten Utilisierung von Trance als zentraler Werte für Hypnosepsychotherapie (Kanitschar, 2009, S. 4). Der Hypnosetherapeut hat in der Arbeit mit Hypnose die Möglichkeit, sich in eine „parallele Trance“ (Zindel, 2001, S. 327) zu versetzen und sich im Bewusstseinszustand einzustimmen.   Als Wirkfaktor kann hier die bestimmte Art von Beziehung mit dem Vertrauen des Patienten auf die Kompetenz des Therapeuten durch Akzeptanz, Einfühlung, Anteilnahme und Verständnis genannt werden (Harrer, 2008, S. 5). Die verlässliche Wiederholung von gelingenden Mikrointeraktionen kann in der therapeutischen Beziehung und im therapeutischen Prozess als korrigierende emotionale Erfahrung wirken. Besonders Heilsam ist für Klienten auch der Umgang mit Misserfolgen. So führt eine misslungene Interaktionen nicht zum Abbruch einer Beziehung, wie es oftmals in der Realität der Klienten erlebt wird. Die „Passung“ bzw. „attunement“ kann als Teil der Therapie erlebt und die therapeutische Beziehung wieder hergestellt werden (Harrer, 2008, S. 10). Im therapeutischen Verlauf wurden neben der tiefenpsychologischen Diagnostik und dem Strukturniveau auch die charakteristische Pathologie der Selbstwertpathologie und die Störung in der Autonomieentwicklung durch unzureichende Spiegelerfahrung berücksichtigt. Die Ambivalenz zwischen Versorgung und Entbehrung, dem Ringen um Selbstwertregulation und dem Kampf zwischen Selbstständigkeit und Abhängigkeit war im therapeutischen Geschehen deutlich spürbar. Autonomie versus Abhängigkeit wurde als zentrales Entwicklungsthema gesehen, mit dem Wünsch nach Selbstachtung, Selbstwert, und Selbstständigkeit. Im Zuge der ich-stärkenden Hypnosetherapie als Langzeittherapie (Brown & Fromm, 1986, S. 130) wurden, entlang der hypnosetherapeutischen Intervention nach Kanitschar, die Modi der „Ichstärkung mit Ressourcenaufbau und Übung“, die „Konfliktbearbeitung und korrigierende emotionale Erfahrung“ und die „Zukunfts- und Lösungsorientierung“ berücksichtigt. Die Modi ermöglichen im Laufe des therapeutischen Prozesses eine Feinabstimmung von hypnosetherapeutischen Strategien und Techniken, sind als Interventionsmodi nicht streng voneinander getrennt und gehen im Therapieverlauf ineinander über (Kanitschar, 2009, S. 8). Zudem wurde der Fokus auf die Selbstfürsorge und Achtsamkeit gelegt. Frau L. verfolgte das Prinzip Liebe und Anerkennung durch Leistung und Einsatz.   Die narzisstische Kränkung durch die Ablehnung der Herkunftsfamilie, die Bevorzugung des Stammeshalters, die Vertreibung aus der Region durch die religiös und kulturell gelebten Werte sowie gesellschaftliche Normen, führte zu einer Entfremdung. Das verstoßene und ungeliebte innere Kind sucht nach Liebe, Wärme und Anerkennung in Beziehungen und Beruf. Eine korrigierende Erfahrung kann zu einem Perspektivenwechsel und einer Adaptierung der Handlungsmuster führen. Die Welt, die wir erleben, hängt davon ab, worauf wir die Aufmerksamkeit lenken und aus welcher inneren Haltung wir diese wahrnehmen. Aus diesem Grund wurde im Therapieverlauf das Prinzip der Achtsamkeit berücksichtigt. Achtsamkeit bedeutet den Moment wahrzunehmen und den Fokus auf die gegenwärtige Erfahrung zu richten. Dies führt zu einer „bewussteren, detailreicheren und intensiveren Wahrnehmung der Innen- und Außenwelt“. In dieser kann das „beobachtende Selbst“ trainiert und ein „Innerer Beobachter“ aktiviert und gestärkt werden (Harrer, 2010, S. 20).   Frau L. konnte die Therapieangebote gut annehmen, die Hypnosen und zur Verfügung gestellten Trancen nützen und äußerte im Laufe der Therapie den Satz „Ich bin nicht die Summe der Meinungen der Anderen über mich und die Welt. Ich bin mehr, viel mehr als das. All das ist doch nur Schall und Rauch und verpufft“. Diese Fallvignette ist sehr verkürzt und nicht vollständig dargestellt. Es dient als mögliches Beispiel aus der Praxis und nicht stellvertretend für alle LGBT*-Personen.   Diversität und Inklusion in Wirtschaft und Gesellschaft Diversität oder „Diversity Management“ ist zu einer bekannten Thematik in der sozialwissenschaftlichen Forschung sowie in der Wirtschaft und der Gesellschaft geworden. Auch die organisationale Praxis knüpft an den wissenschaftlichen Diskurs an und verfolgt Konzepte zu Heterogenität und Vielfalt (Buche et al., 2013, S. 484). Artikel 1 der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte definiert die Freiheit und Gleichheit aller Menschen an Würde und Rechten.   Dabei hat jeder Mensch Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand (Vereinte Nationen, 1948, S. 1). Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union umfasst die Gesamtheit der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte der europäischen sowie aller im Hoheitsgebiet der Union lebenden Individuen. Die Rechte unterteilen sich in die Würde des Menschen, die Freiheiten, die Gleichheit, die Solidarität, die Bürgerrechte und die Justiziellen Rechte und beruhen auf den in der Europäischen Menschenrechtskonvention anerkannten Rechten sowie Grundfreiheiten, den Verfassungstraditionen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, der Europäischen Sozialcharta des Europarates und der Gemeinschaftscharta der sozialen Grundrechte der Arbeitnehmer sowie anderen internationalen Übereinkommen, denen die Europäische Union oder ihre Mitgliedsstaaten angehören (GRC, 2010). Die Rechtsvorschrift für Gleichbehandlungsgesetz regelt in Österreich die Gleichbehandlung in der Arbeitswelt von Frauen und Männern sowie Personen ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung. Teil drei regelt die Gleichbehandlung ohne Unterschied des Geschlechts oder der ethnischen Zugehörigkeit in sonstigen Bereichen (GlBG, 2004). Eine Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung ist insbesondere untersagt. Die rechtlichen Bedingungen und die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBT*-Personen veränderten sich im Laufe der Geschichte und beeinflussen die Lebenswelten und Lebensweisen. Eine Offenlegen bzw. „Outing“ der sexuellen Orientierung wird aufgrund einer befürchteten Schlechterstellung selten forciert. Eine Studie der Arbeiterkammer Wien zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen in Österreich im Jahr 2017 befragte  1.268 Personen zu ihrer Erwerbs- und Arbeitssituation, zu erlebten Diskriminierungen und Benachteiligungen sowie zu möglichen Abhilfen und Unterstützungsbedürfnissen befragt. Die deutliche Mehrheit der Befragten lebt dabei cis-geschlechtlich, 8% sind trans*sexuell bzw. -ident, 1% intersexuell.   Eine gleichgeschlechtliche Orientierung geben 70% der Befragten an (40% schwul, 30% lesbisch), drei von zehn definieren sich orientierungsdivers, z.B. bisexuell, queer oder pansexuell. Schätzungen zufolge arbeiten in Österreich 2017 zwischen 200.000 und 300.000 Beschäftigte, die mindestens einer der Kategorien der Abkürzung „LSBTI“ angehören. Dabei sind 70% der befragten LSBTI-Beschäftigten als Angestellte tätig, 15% als öffentlich Bedienstete und nur 5% sind als Arbeiter tätig. Die Hälfte der Befragten ist in den Branchen: Gesundheit und Pflege, Unterrichts- und Erziehungswesen, Informations- und Medienbranche, öffentliche Verwaltung, Industrie und Gewerbe sowie Wissenschaft und Forschung tätig. Diese Bereiche verfolgen  anders verlaufende Berufsbiografien, wonach LSBTI-Personen häufiger in Angestelltenpositionen und Berufsfeldern tätig sind, die als liberaler gelten. Für LSBTI-Personen stellt sich häufig die Frage, ob sie ihre gleichgeschlechtliche Orientierung bzw. ihre Geschlechtsidentität als trans* oder intersexuell offenlegen oder verheimlichen.   Jede Fünfte Frau verheimlicht ihre sexuelle Orientierung bzw. Geschlechtsidentität in der Arbeit. Knapp ein Viertel der Befragten (23%) spricht in der Arbeit bewusst über die eigene sexuelle Orientierung bzw. Geschlechtsidentität. 9% lassen hingegen die Kollegen und Vorgesetzten in einem falschen Glauben und 9% halten sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität komplett geheim. Die häufigsten Gründe für ein Nicht-Outing sind die Privatsphäre und die Angst vor Verschlechterung der Arbeitsbeziehungen (Schönherr & Zandonella, 2017, S. 6f.).Unternehmen buhlen am Arbeitsmarkt um die besten Köpfe. Die Überalterung der Gesellschaft und der Fachkräftemangel führt Unternehmen dazu, „Diversity und Inklusion“ in den Vordergrund zu stellen und in die Unternehmens- sowie Führungsstrategie zu integrieren. Die „don’t ask, don’t tell“ Thematik wurde in Studien des US-Militärs sowie in unterschiedlichen Industrien und Ländern diskutiert. Auch in den Bereichen der Gesundheitsversorgung und die Gesundheitsdienstleister zögern LGBT*-Personen ihre sexuelle Orientierung aufgrund einer möglichen Schlechterstellung zu offenbaren (Eliason & Schope, 2001, Botti & D’Ippoliti, 2014). Rund 48% der LGBT*-Personen in Österreich hat bereits eine persönlich Diskriminierung oder Belästigung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren und 10% der österreichischen Gesamtbevölkerung bezeichnet sich als etwas anderes als „ausschließlich hetero­sexuell“ bzw. als „lesbisch, schwul oder bisexuell“ (Bräuhofer & Rieder, 2019, S. 2f.).   In einigen Staaten Europas konnte in den letzten Jahren ein politischer Rückschritt im Sinne der Gleichbehandlung festgestellt werden, die Gleichberechtigung der LGBT*-Personen rückt jedoch langsam aber stetig in den Fokus der Öffentlichkeit, insbesondere die gleichgeschlechtliche Ehe und die Diversität am Arbeitsplatz. Dies zeigt sich auch in den Kaufentscheidungen der Konsumenten. Mehr als 45% der Nutzer unter 34 Jahren einer Google-Verbraucherumfrage kaufen mit größerer Wahrscheinlichkeit wiederholt bei einem LGBT*-freundlichen Unternehmen und der Großteil der Millennials zeigt kein Verständnis für Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung (Bräuhofer & Rieder, 2019, S. 9). Das Hernstein Institut für Management und Leadership der Wirtschaftskammer Wien zeigt in der Befragung von 1.585 Führungskräften Entwicklungspotenziale auf. 23% der Befragten bemängeln eine fehlende Politik der Vielfalt im Unternehmen. Die Hälfte der Führungskräfte erkennt die Notwendigkeit einer innovativen Personalpolitik und den Bedarf, sich auf Fragen der Diversität vorzubereiten (vieconsult, 2017). Die Ergebnisse aus 2019 zeigen kaum Veränderung. 28% der 1.530 befragten Führungskräfte bemängeln fehlende, jedoch geplante Diversitätsmaßnahmen und für knapp die Hälfte der Unternehmen ist Diversität noch ein Neuland (Triple M, 2019).   Conclusio „Es ist was es ist“, schrieb Erich Fried im Jahr 1983 und versuchte damit, die Angst vor der Liebe zu nehmen und diese trotz unterschiedlicher Schwierigkeiten zuzulassen (Fried, 1996, S. 43).  Jackie DeShannon singt in dem von Hal David geschriebenen und Burt Bacharach komponierten Lied „What the world needs now is love, sweet love“ von der metaphorischen Bedeutung „no not just for some, but for everyone.   Die öffentliche Akzeptanz und die rechtlichen Grundlagen von LGBT-*Personen verbesserten sich in Österreich in den letzten Jahren. Die sexuelle Orientierung führt dennoch zu Ausgrenzung, Benachteiligung, Diskriminierung oder Gewalt in privaten und beruflichen Kontexten. Die Gesellschaft, die Wirtschaft und der Bildungsbereich sind gefordert, die Gleichberechtigung voranzutreiben und Gesetzgrundlagen einzuhalten. Führungskräfte und Personalabteilungen sind angehalten, Vertrauen zu bilden, Richtlinien und Schulungen umzusetzen und somit zur Sensibilisierung beizutragen. Die Branche Gesundheit und Pflege zählt u.a. zu den liberalen und unterstützenderen Arbeitsbereichen. Inklusion sexueller Vielfalt in Gesundheits- und Pflegberufen sowie in der Pflege von pflegebedürftigen LGBT*-Personen könnte im Sinne eines humanistischen Menschenbildes zu einer tatsächlich gelebten Vielfalt in der Gesellschaft beisteuern. Durch Psychotherapie können seelisch bedingte Probleme, die das Denken, Fühlen, Erleben und Handeln eines Menschen beeinflussen oder einschränken, behandelt und gelindert werden.   Die Psychotherapie versteht den Körper und die Seele als Einheit und kann als wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren zur Verbesserung psychischer und psychosomatischer Beschwerden beitragen. Das seelische Ungleichgewicht kann die Ursache oder der Ausdruck für Krankheiten, Symptome oder Leidenszustände sein. Die Psychotherapie arbeitet mit Individuen und den Dimensionen der individuellen Geschlechtsidentität: Die Zufriedenheit mit der eigenen Identität, dem eigenen Geschlecht und die Möglichkeiten sowie die Art sexuelle Orientierung zu leben sind für Klienten sowie Angehörige vielfach wesentliche Inhalte der Therapie. Die Hypnosepsychotherapie kann dazu beitragen, entwicklungsbehindernde sowie vergangene Ereignisse, Erfahrungen und Traumata durch Bewusstmachung und Aufarbeitung im Sinne einer korrigierenden Erfahrungen zu integrieren und das Selbst zu stärken.   Das Individuum wird in der Therapie vorurteilsfrei, in seinem vollen entwicklungs- und lerngeschichtlichen, systemischen und zukunftsorientierten Rahmen gesehen, angenommen und neue Entwicklungsschritte gefördert.     Quellen Alexander, F. (1980). Psychoanalytic Therapy: Principles and Application. U of Nebraska Press. Biber, D. (2014). Orale Reflexe Neugeborener und deren Entwicklung. In D. Biber (Hrsg.), Frühkindliche Dysphagien und Trinkschwächen: Leitfaden für Diagnostik, Management und Therapie im klinischen Alltag (S. 13–23). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-44982-6_3 Bion, W. R. (1994). Learning from Experience. Jason Aronson. Botti, F., & D’Ippoliti, C. (2014). Don’t ask don’t tell (that you’re poor). Sexual orientation and social exclusion in Italy. Journal of Behavioral and Experimental Economics, 49, 8–25. https://doi.org/10.1016/j.socec.2014.02.002 BPTK. (2019, Dezember 18). Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit sind keine Krankheiten. BPTK. https://www.bptk.de/homosexualitaet-und-transgeschlechtlichkeit-sind-keine-krankheiten/letzter Zugriff am 16.02.2021 Bräuhofer, M. E., & Rieder, P. (2019). Sexuelle Orientierung (S. 12). https://www.vielfalt-managen.at/wp-content/uploads/2019/11/DiversityBroschuere_6_SexuelleOrientierung_Online.pdf letzter Zugriff am 16.02.2021 Brown, D. P., & Fromm, E. (1986). Hypnotherapy and Hypnoanalysis. L. Erlbaum Associates. Buche, A., Jungbauer-Gans, M., Niebuhr, A., & Peters, C. (2013). Diversität und Erfolg von Organisationen / Diversity and Organizational Performance. Zeitschrift für Soziologie, 42(6), 483–501. https://doi.org/10.1515/zfsoz-2013-0604 Dix, M. (2017). Beziehungserfahrungen und Fantasietätigkeit von Säuglingen in den Theorien von Melanie Klein und Daniel Stern. Forum der Psychoanalyse, 33(4), 415–430. https://doi.org/10.1007/s00451-017-0274-y Dornes, M. (2018). Die frühe Kindheit: Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre. S. Fischer Verlag. Drescher, J. (2015). Queer diagnoses revisited: The past and future of homosexuality and gender diagnoses in DSM and ICD. International Review of Psychiatry, 27(5), 386–395. https://doi.org/10.3109/09540261.2015.1053847 Egan, S. K., & Perry, D. G. (2001). Gender identity: A multidimensional analysis with implications for psychosocial adjustment. Developmental Psychology, 37(4), 451–463. https://doi.org/10.1037/0012-1649.37.4.451 Eliason, M. J., & Schope, R. (2001). Original Research: Does “Don’t Ask Don’t Tell” Apply to Health Care? Lesbian, Gay, and Bisexual People’s Disclosure to Health Care Providers. Journal of the Gay and Lesbian Medical Association, 5(4), 125–134. https://doi.org/10.1023/A:1014257910462 Engel-Hoek van den, L. (2008). Fütterstörungen. Schulz-Kirchner Verlag GmbH. GRC, 2010/C 83/02 15 (2010). Fiedler, P. (2004). Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt. Mit einem Geleitwort von Andreas Marneros. Beltz. Fried, E. (1996). Es ist was es ist: Liebesgedichte Angstgedichte Zorngedichte. Wagenbach. GlBG, (2004). https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003395 letzter Zugriff am 16.02.2021 Hannover, B. (2010). Sozialpsychologie. In G. Steins (Hrsg.), Handbuch Psychologie und Geschlechterforschung (S. 27–42). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-92180-8_2 Harrer, M. (2008). Wirkkonzepte in der Hypnosepsychotherapie. Imagination, 1, 5–37. Harrer, M. (2010). Achtsamkeit und Hypnosepsychotherapie. Imagination, 1, 21. Kanitschar, H. (2009). Hypnosepsychotherapie, ein integratives, tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren1). Imagination, 23. Klein, M. (1962). Das Seelenleben des Kleinkindes und andere Beiträge zur Psychoanalyse (Achte Auflage, 2006). Klett-Cotta. Kohut, H. (1976). Narzißmus: Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen. Suhrkamp Verlag. Miller, A. (2013). Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst. Suhrkamp Verlag. Oswald, W. (2016). Hypnosepsychotherapie und „schwierige“ Patienten: Drei Positionen zu Theorie sowie praktische Behandlungstechnik. Imagination, 4, 5–18. Rauchfleisch, U. (2011). Schwule, Lesben, Bisexuelle: Lebensweisen, Vorurteile, Einsichten. Vandenhoeck & Ruprecht. Schigl, B. (2018). Psychotherapie und Gender. Konzepte. Forschung. Praxis.: Welche Rolle spielt die Geschlechtszugehörigkeit im therapeutischen Prozess? (2. Aufl.). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-658-20471-6 Schönherr, D., & Zandonella, M. (2017). Studie_Arbeitssituation_von_LSBTI-Personen_in_O_sterreich.pdf (S. 124). https://www.arbeiterkammer.at/infopool/akportal/Studie_Arbeitssituation_von_LSBTI-Personen_in_O_sterreich.pdf letzter Zugriff am 16.02.2021 Stern. (2007). Die Lebenserfahrung des Säuglings (9. Auflage). Stern, D. N. (1971). A Micro-Analysis of Mother-Infant Interaction. Behavior Regulating Social Contact Between a Mother and her 3 1/2 Month-Old Twins. Journal of the American Academy of Child Psychiatry. Stern, D. N. (2009). The First Relationship. Harvard University Press. Trautner, H. M. (2002). Entwicklung der Geschlechtsidentität. In In: Oerter, Rolf; Montada, Leo (Ed.), Entwicklungspsychologie (S. 648-674). Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union, 2002 (S. 648–674). Beltz Psychologie Verlags Union. Triple M. (2019). Kultur und Diversität (S. 12). https://www.hernstein.at/fileadmin/user_upload/HMR/HMR_3_2019_Kultur_und_Diversitaet.pdf letzter Zugriff am 16.02.2021 Vereinte Nationen. (1948). Resolution der Generalversammlung 217 A (III). Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (217 A (III).; S. 6). https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf letzter Zugriff am 16.02.2021 vieconsult. (2017). Fit für die Zukunft? Innovation, Lernen 4.0 und Diversität in Unternehmen (6. Bericht; S. 16). https://www.hernstein.at/fileadmin/user_upload/HMR/HMR_6_2017_Innovation_Lernen_Diversitaet.pdf letzter Zugriff am 16.02.2021 Walter, T. (2005). The Early Homosexual Self Between Autobiography and Medical Commentary. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 6(1), Article 1. https://doi.org/10.17169/fqs-6.1.522 Winnicott, D. W. (1953). Transitional objects and transitional phenomena; a study of the first not-me possession. The International Journal of Psychoanalysis, 34, 89–97. Zindel, P. (2001). Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin: Manual für die Praxis (D. Revenstorf & B. Peter, Hrsg.). Springer-Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-662-07839-6  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Am 14. Juni 2021 erscheint «Wonder Why» (Sun, 13 Jun 2021)
DMZ –  KULTUR / SOZIALES ¦ AA ¦ MM ¦   Die „Fight Against Pain“ Foundation ist ein nicht gewinnorientierter Verein welcher unter chronischen Schmerzen leidenden Menschen Direkthilfe anbietet und per 14. Juni sein neustes Projekt vorstellt: Wonder Why Die Elite der Schweizer Pop, Rock, Metal, Jazz, Folk Musikszene – von Freda Goodlett, Jean-Marc Viller, der Stimme von Krokus, Heimweh, Shakra und i Quattro, bis zu den Instrumentalisten von Coroner, Stress, Phil Collins und Natacha – hat mit «Wonder Why» ein einmaliges Meistwerk erschaffen!der grösste Rock-Pop Charity Song der Schweiz!   "Vor, auf und hinter der Bühne haben sie gespielt und gesungen, fotografiert und gefilmt, haben Knöpfe gedrückt und gedreht, und den grössten und einmaligsten Charity Song erschaffen, den die Schweiz je gesehen und gehört hat! Jeder hat auf seine Gage verzichtet und unentgeltlich an diesem Projekt, dessen Erlös in die «Fight Against Pain» Foundation fliesst, mitgewirkt.     Sie haben Ihr ganzes Können, harte Arbeit und riesiges Engagement in diesen Song gesteckt. Mit Herzblut, Hingabe und gelebter Solidarität haben sie «Wonder Why» zu einem Meisterwerk gemacht, das die Hörer tief berühren und begeistern wird."   Das sind sie, die Stars von «Wonder Why»! Instrumentalisten Drums: Diego Rapachietti (Coroner, 69Chambers, Kreator etc.) Bass: Mimmo Pisino (Stress, Touched by…) Guitar: Tommy Vetterli (Coroner, 69Chambers etc.) Acc. Guit und Guit: Phippu Bluedog Gerber (Dögz & MGM) Acc. Guit: Dennis Russ Organ: Shanky Wyser (Natacha) Piano & Synthesizer : Jean-Marc Viller Vocals Marc Storace (The Voice of Krokus ) Mark Fox (The Voice of Shakra ) Freda Goodlett (Freda Goodlett Band) Jean-Marc Viller (The Voice of Evolve and „JMV“ ) Chor & Video Simon Jaeger ( I Quattro) Stefano St. Paolucci (Redeem) Simone Christinat (Legenda Aurea) Jürg Theiler (Me and the Rest ) Gilbi Melendez (Maxxwell, Molotovtrain) Ralph Güntlisberger (Heimweh) Isabelle Loosli (Izmanya) Mark Sweeny (Wolfpakk, ex-CrystallBall) Marcel Hablützel (Emerald ) Jasmin Schmid (Jazzmin Duo / Trio) Phippu Bluedög Gerber (Dögz & MGM) Andy Lickford (Killer / This is Rock) Elias von Arx (Hot like Sushi) Géraldine Steiner Trautweiler Dominique (Ruby State) Alexx Suter Keule (Keulinger / Meisterrocker) Dan Allens (Callaway / Dan Allens) Mathias Hochuli Brigitte Caviezel Elian Frei Recorded at New Sound Studio Switzerland by Tommy Vetterli Frantic Ville Studio Switzerland Mix & Mastering by Dennis Ward All Artworks Graphics and Layouts by Stan W. Decker Pictures by Vanessa Vanessa & Veruschka Salvo Stefan & Karin Barrer Ab dem 07. Juni 2021 startet der Vorverkauf. Es kann die Single „Wonder Why“ mit 3 Songs oder ein Päckli mit Single und T-Shirt vorbestellt werden. Natürlich sind die Songs auch einzeln auf den üblichen Plattformen erhältlich. Der offizielle Release ist am 14. Juni 2021. Mehr dazu hier: https://www.fightagainstpain.ch/ WONDER WHY soll allen - egal mit welchen Erkrankungen oder Behinderungen - mitteilen, dass sie sich nicht schlecht, geschweige denn schuldig oder noch schlimmer lebensunfähig fühlen müssen.   Jeder von uns ist irgendwann in seinem Leben auf Hilfe angewiesen, egal in welcher Art. WONDER WHY soll auch den Partnern, den Familien, Angehörigen und Freunden erkrankter oder handicapierter Menschen Mut machen, ihre Ohnmacht und ihre Zweifel zu teilen, aber auch „in der Krise eine Chance“ zu sehen. Alle, die dieses Projekt unterstützen, tragen dazu bei, dass wir einen weiteren Schritt in Richtung Gleichstellung, Akzeptanz und Respekt gehen.   Der gesamte Reinerlös des Songs „Wonder Why“ fliesst in die Foundation fightagainstpain.ch … „nur weil Dich jemand nicht anlächelt heisst dass nicht dass Du was falsch gemacht hast, vielleicht hat dieser Mensch einfach Schmerzen“ …Helfen auch Sie mit dieses Projekt zum Fliegen zu bringen, um die Mitmenschen zu sensibilisieren und um dort Hilfe zu leisten, wo sie benötig wird.    Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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AT: Aktuelle Situation: 233 Corona-Neuinfektion (Sun, 13 Jun 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM    Am Sonntag, 13. Juni 2021, wurden in Österreich 233 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die meisten davon verzeichnete Wien, die wenigsten das Burgenland.   Fast die Hälfte der Corona-Neuinfektionen entfallen mit 108 Stück auf Wien, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich mit 35 bzw. 32 neuen Fällen.     Aktuelle Neuinfektionen in den Bundesländern Burgenland: 2 Kärnten: 3 Niederösterreich: 35 Oberösterreich: 32 Salzburg: 8 Steiermark: 4 Tirol: 33 Vorarlberg: 8  Wien: 108   Sieben-Tage-Inzidenz gesunken Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf rund 20 Fälle je 100.000 Einwohner. Am Sonntag gab es in Österreich 4.020 aktive Fälle, um 173 weniger als am Samstag, zeigen die Daten von Innen- und Gesundheitsministerium. Fünf weitere Todesfälle bedeuten bisher insgesamt 10.661 Opfer hierzulande. Im Krankenhaus lagen noch 309 Personen, das sind um 18 weniger als am Samstag gemeldet waren. 102 Menschen wurden auf Intensivstationen betreut - eine mehr als am Vortag, aber 38 Patienten weniger als noch vor einer Woche.   Gut vier Millionen Menschen teilgeimpft Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 511.144 PCR- und Antigen-Schnell-Tests eingemeldet. Davon waren 55.387 aussagekräftige PCR-Tests mit einer Positivrate von 0,4 Prozent. Alles in allem steht man nun bei über 60 Millionen durchgeführten Corona-Tests. 62.913 Impfungen wurden am Samstag durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfasses 4.189.749 Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten, das sind 47,1 Prozent der Bevölkerung. 2.130.095 und somit 23,9 Prozent der Einwohner Österreichs sind bisher vollimmunisiert.             Quellen: https://covid19-dashboard.ages.at/ Gesundheitsministerium - https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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CH: Mit Solar-Treibstoff zum Klimaziel (Sun, 13 Jun 2021)
Bis 2030 wird der Detailhändler Lidl Schweiz für den Betrieb seiner Lastwagen von fossilem Erdgas auf verflüssigtes erneuerbares Gas umsteigen. Bild: Lidl Schweiz Bis 2030 wird der Detailhändler Lidl Schweiz für den Betrieb seiner Lastwagen von fossilem Erdgas auf verflüssigtes erneuerbares Gas umsteigen. Bild: Lidl Schweiz DMZ – UMWELT / POLITIK / KLIMA ¦ MM ¦ Stephan Kälin¦   Nachhaltig produziert, tragen synthetische Treibstoffe dazu bei, die Mobilität auf erneuerbare Energie umzustellen und die Klimaziele im Strassenverkehr zu erreichen. Empa-Forschende untersuchen im Mobilitätsdemonstrator «move» die Herstellung von synthetischem Methan aus energetischer, technischer und wirtschaftlicher Perspektive – ein Projekt mit globalem Potenzial. Mobilitätsanalysen zeigen: Nur ein kleiner Anteil aller Fahrzeuge ist für den Grossteil der gefahrenen Kilometer verantwortlich. Die Rede ist vor allem vom Schwerverkehr, von Viel- und Langstreckenfahrern, die ihre Güter quer durch ganz Europa transportieren. Werden diese vielen Kilometer weiterhin mit fossiler Energie zurückgelegt, wird es kaum möglich sein, die CO2-Emissionen im Strassenverkehr genügend zu senken. Synthetische Treibstoffe leisten für solche Anwendungen einen ganz wesentlichen Beitrag.   Mit der Elektromobilität, der Wasserstoffmobilität und synthetischen Treibstoffen werden im Mobilitätsdemonstrator «move» der Empa drei technologische Pfade zur CO2-Reduktion im Strassenverkehr vor dem Hintergrund eines sich stark verändernden Energiesystems untersucht. «Alle diese Konzepte haben energetische, betriebliche und wirtschaftliche Vor- und Nachteile. Um sie richtig einzusetzen, braucht es ein vertieftes Verständnis des Gesamtsystems», sagt Christian Bach, Leiter der Empa-Abteilung Fahrzeugantriebssysteme. «Gemeinsam mit den ‹move›-Partnern erarbeiten wir dazu umsetzbares Wissen.» Das neueste Projekt dreht sich um die Herstellung von synthetischem Methan aus Wasserstoff und CO2 – die sogenannte Methanisierung. Solche mit erneuerbarer Energie künstlich produzierten Treibstoffe – Synfuel oder Syngas genannt – können über die herkömmlichen Wege transportiert und durch die vorhandene Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, was für die Schweiz wie auch global interessant ist, weil sich damit ein enormes Potenzial für erneuerbare Energie erschliesst.   An der Empa entwickeltes Methanisierungsverfahren Der grundlegende chemische Prozess der Methanisierung ist seit über 100 Jahren als Sabatier-Reaktion bekannt. Im «move» soll ein an der Empa weiterentwickeltes Verfahren zum Einsatz kommen: die sogenannte sorptionsverstärkte Methanisierung. Von diesem neuartigen verfahrenstechnischen Konzept versprechen sich die Empa-Forschenden eine einfachere Prozessführung, einen höheren Wirkungsgrad und eine bessere Eignung für den dynamischen Betrieb.   Die Methanisierung funktioniert folgendermassen: Aus Kohlendioxid (CO2) und Wasserstoff (H2) wird mittels katalytischer Umwandlung Methan (CH4) und Wasser (H2O) erzeugt. Letzteres ist bei herkömmlichen Verfahren ein Problem: Um das Wasser abzuscheiden, braucht es typischerweise mehrere Methanisierungsstufen hintereinander – mit Kondensationsbereichen dazwischen. Aufgrund der hohen Temperaturen wird dabei ausserdem ein Teil des entstandenen Wassers durch die Wassergas-Shift-Reaktion wieder in Wasserstoff zurückgewandelt. Das gasförmige Produkt der Methanisierungsreaktion enthält deshalb einige Prozent Wasserstoff, was eine direkte Einspeisung ins Gasnetz verhindert; der Wasserstoff muss zuerst wieder abgetrennt werden.   Die sorptionsverstärkte Methanisierung im «move» verläuft dagegen einstufig und kommt ohne Wasserstoffabtrennung im Produktgas aus. Die Idee dahinter: Das Reaktionswasser wird während des Methanisierungsprozesses auf einem porösen Katalysatorträger adsorbiert. Dieser kontinuierliche Wasserentzug verschiebt das Reaktionsgleichgewicht hin zu einer nahezu 100-prozentigen Methanausbeute. «Das gasförmige Produkt kann also ohne zusätzliche Reinigung direkt ins Gasnetz eingespeist und zum Beispiel für das Betanken von Gasfahrzeugen genutzt werden», erklärt Bach.   Kohlendioxid und Wasser aus der Umgebungsluft Das CO2 für die Methanisierung wie auch das Wasser für die Herstellung des Wasserstoffs wird mit einem CO2-Kollektor des ETH-Spin-offs Climeworks direkt vor Ort der Atmosphäre entnommen. Die Anlage saugt Umgebungsluft an, die CO2-Moleküle bleiben dabei am Filtermaterial hängen. Mittels Hitze – rund 100°C – werden die CO2-Moleküle dann wieder vom Filter abgelöst. Beim Wärmebedarf für diese CO2-Desorption sehen die Empa-Forschenden weiteres Optimierungspotenzial. «Die Wasserstofferzeugung wie auch die Methanisierung generieren kontinuierlich Abwärme», so Bach. «Über ein geschicktes Wärmemanagement wollen wir den Wärmebedarf des CO2-Kollektors zu einem möglichst grossen Teil mit dieser Abwärme decken». Neben dem CO2 entzieht die Climeworks-Anlage der Luft auch Wasser, das über eine Kondensatleitung für die Wasserstoffherstellung in der Elektrolyseanlage verwendet wird. Damit sind solche Anlagen auch in Regionen ohne Wasserversorgung denkbar, beispielsweise in Wüsten (siehe Box). Neben neuen Erkenntnissen über die technischen und energetischen Aspekte sind auch Aussagen zur Wirtschaftlichkeit von synthetischem Methan ein Ziel des Projekts. «Um diese gesamtheitliche Perspektive sicherzustellen, besteht das Projektkonsortium aus Partnern, die die ganze Wertschöpfungskette abdecken – von Forschenden der Empa über Energieversorger, Tankstellen- und Fuhrparkbetreibern bis hin zu Industriepartnern im Technologie- und Anlagenbereich», sagt Brigitte Buchmann, Direktionsmitglied der Empa und strategische Leiterin von «move». Das Projekt wird durch den Kanton Zürich, den ETH-Rat, Avenergy Suisse, Migros, Lidl Schweiz, Glattwerk, Armasuisse und Swisspower unterstützt. Derzeit konzentriert sich das Team von Christian Bach auf die Untersuchungen der Wasseradsorption auf porösen Materialien und die Prozessführung der katalytischen Reaktion. Der Aufbau der Anlage ist auf Mitte nächsten Jahres geplant. «Rund ein Jahr später wollen wir das erste Fahrzeug betanken», meint Buchmann. «Mit Methan aus Sonnenenergie.»   Synthetische Treibstoffe aus der Wüste? Bei der Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energie gibt es eine grosse Herausforderung: Erneuerbare Quellen wie Sonne oder Wind stehen nicht immer und überall zur Verfügung. Im Winter haben wir zu wenig und im Sommer zu viel erneuerbaren Strom – auf der Nordhalbkugel. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt. Doch es gibt auch Gegenden mit nahezu durchgehendem Sonnenschein – den sogenannten Sonnengürtel, in dem sich die grossen Wüsten der Erde befinden. «Aus globaler Perspektive haben wir weltweit nicht zu wenig erneuerbare Energie, sondern "lediglich" ein Energie-Transportproblem», sagt Christian Bach. Synthetische Energieträger könnten dieses lösen.   Kleinere Anlagen in der Schweiz können einen wertvollen Beitrag für das nationale Energiesystem leisten, indem sie überschüssigen Sommerstrom nutzbar machen und verschiedene Energiesektoren verbinden. Grosse Anlagen könnten ihr volles Potenzial aber vor allem im Sonnengürtel der Erde ausschöpfen. Das zeigt ein Rechenbeispiel: Um den nicht durch Wasserkraft abgedeckten Energiebedarf der Schweiz im Winterhalbjahr sowie den gesamten inländischen Langstreckenverkehr ausschliesslich mit (importierten) synthetischen Energieträgern zu decken, wäre eine Solaranlage in einer Wüste mit einer Fläche von zirka 700 km2 nötig; das sind 27 x 27 km oder, anders ausgedrückt, 0,008% der Fläche der Sahara. Das für die Herstellung notwendige Wasser und das CO2 könnten vor Ort aus der Atmosphäre gewonnen werden. «Die bereits vorhandenen Handelsmechanismen, Transportinfrastrukturen, Normen und das Expertenwissen könnten dabei weiterverwendet werden», meint Bach. Könnte die Anlage im «move» also bald Vorbild für eine Gigawatt-Anlage in der Wüste sein?           Herausgeber Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt http://www.empa.ch  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Gute Gründe für den Schraubverschluss (Sun, 13 Jun 2021)
Winzer Andreas Meier im Unteren Aaretal Winzer Andreas Meier im Unteren Aaretal DMZ –  LANDWIRTSCHAFT ¦ Urs Heinz Aerni ¦   Das Weingut zum Sternen in Würenlingen wird nicht auf den Naturkork verzichten aber die Menge an Schraubverschlüssen in der Produktion erhöhen.   Das leichte Plopp-Geräusch beim Entkorken einer Weinflasche ist vielen Weinkennerinnen und Weinliebhabern ein vertrautes Geräusch. Doch aus nachvollziehbaren Gründen, entscheidet sich der Winzer und Inhaber des Weingutes zum Sternen, Andreas Meier, die Menge der Schraubverschlüsse gegenüber den Kork-Flaschen anzugleichen respektive anzuheben.   „Mit diesem Entscheid setzen wir einen wichtigen Punkt im Streben um den Erhalt von präzisieren und stabileren Aromen in unseren Weinen. Betreffend der Weinqualität erhielten wir auch nach Jahren der Lagerung sehr positive Ergebnisse mit Drehverschlüssen. Sie blieben gegenüber Kork in der Aromareife in jedem Fall überlegen...“ gibt Winzer Andreas Meier zur Auskunft.   Balance zwischen Bedarf, Produktion und Qualität Bekanntlich ist der Korkverschluss ein Naturprodukt, das zu 80 Prozent der weltweiten Produktion von der iberischen Halbinsel stammt. Die Wälder mit den Korkeichen sind in den Ländern Portugal und Spanien nicht nur schön, anzusehen, sondern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Alle neun bis zehn Jahre kann eine Korkeiche geschält werden, doch sie muss zuerst 20 Jahre alt werden. Während die weltweite Produktion von Weinflaschen zunimmt, haben die Korkeichenwälder naturbedingt ein begrenztes Angebot, respektive wird mitunter auch minderwertige Eichenrinde verarbeitet. Andreas Meier entscheidet sich unter der Berücksichtigung dieser Tatsachen und der Erfahrung, dass die Qualität der angebotenen Korken gefühlt stetig abnimmt für mehr Flaschen mit Drehverschlüssen. Qualitätsverminderung durch den Korken wollen nicht mehr in Kauf genommen werden und verweist auf Studien und Erfahrungen.   Schon in den 1970er Jahren machte das Australian Wine Research Institute in Adelaide mit Drehverschlüssen erfolgreiche Versuche. Weißweine mit Drehverschluss konnten bis zehn Jahre ohne Qualitätsverluste gelagert werden. Wie das Fachmagazin Wein.com in Zürich berichtet, ist der Schraubverschluss nach „Meinung vieler Experten die bestmögliche Art, Weinflaschen abzudichten“. Während Länder wie Neuseeland oder Australien diese Art von Verschluss setzt, tun sich große Domänen wie Frankreich, Italien und logischerweise Spanien und Portugal damit schwer.   Expertinnen und Experten wie beispielsweise die geprüfte Sommelière Susanne Börsch erklärt im Magazin Silkes Weinkeller.de, dass „die Umstellung auf einen Schraubverschluss mittlerweile oft nicht nur geduldet, sondern von vielen Weinfreunden sogar gewünscht“ würden. Doch alle sind sich einig, der Naturkorken wird bleiben aber durch die gute Qualität der Schraubverschlüsse wird ermöglicht, beide Kulturen zu pflegen mit dem Effekt, die Ressourcen der Natur zu schonen.   Der Aargauer Winzer Andreas Meier sieht es nicht mehr gerechtfertigt, dass wegen einem Korken speziell in fruchtbetonten Weinen eine höhere Dosis von Sulfit zum Schutz vor Aromaabbau zugegeben werden muss. Im Gegenteil - Ziel ist die Zugabe von Sulfit zu halbieren. Darüber hinaus ist es einfach sehr schade, dass ein Wein, für den es zu seiner Entstehung viel Arbeit braucht, wegen einem Korkgeschmack nicht genossen werden kann.   Weingut zum Sternen In der nun 17. Generation führen seit dem Jahre 1995 Andreas und Manuel Meier denn Familienbetrieb Weingut und die Rebschule Meier. Die Rebschule feiert übrigens in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum.   Mehr Infos: www.weingut-sternen.ch   Lesetipp zum Thema Drehverschlüsse bei Weinen: Interview mit Karl H. Johner, Winzer mit zehnjähriger Erfahrung mit Drehverschlüssen in Vogstburg-Bischoffingen: https://magazin.wein.com/artikel/schraubverschluss-oder-korken-klare-sache/   Porträt des Winzers Andreas Meier auf TV DIE REDAKTION: https://www.youtube.com/watch?v=0u3RG9xiN6g Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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Endometriose: Schmerzregulierung durch körpereigene Cannabinoide (Sun, 13 Jun 2021)
Das Endocannabinoid 2-AG (oben Mitte) spielt eine wichtige Rolle bei der Schmerzmodulation. Einerseits kann es direkt an die Nervenzelle andocken (via CB1/GABA Rezeptoren) und so analgetisch wirken (rechte Bildseite oben). Das Endocannabinoid 2-AG (oben Mitte) spielt eine wichtige Rolle bei der Schmerzmodulation. Einerseits kann es direkt an die Nervenzelle andocken (via CB1/GABA Rezeptoren) und so analgetisch wirken (rechte Bildseite oben). DMZ –  WISSENSCHAFT / MEDIZIN ¦ MM ¦   In einer soeben in der Fachzeitschrift PAIN publizierten Studie berichten Forschende der Universität Bern und des Inselspitals, Universitätsspital Bern über neue Erkenntnisse zur Schmerzentstehung bei Endometriose. Erstmals wurde die Rolle der körpereigenen, schmerzsteuernden Endocannabinoide (EC) in Gruppen von Patientinnen mit genau beschriebenen Schmerzbeschwerden näher untersucht. Es zeigte sich, dass die Schmerzen aus einer komplexen Wechselwirkung von Schmerz- und Entzündungssteuerung hervorgehen.    Endometriose ist eine chronische, entzündliche, durch Hormone gesteuerte Erkrankung, die Unfruchtbarkeit und starke Beschwerden durch zyklische Bauchschmerzen zur Folge hat. Schätzungsweise 10-15% der Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Weltweit werden über 170 Millionen Patientinnen vermutet. In der Schweiz leiden zwischen 190 000 und 280 000 Frauen an Beschwerden die auf eine Endometriose zurückzuführen sind. Trotz dieser hohen Zahlen ist die Entstehung der Endometriose noch erstaunlich unklar. Insbesondere die Steuerungsmechanismen der auftretenden Schmerzen sind wenig erforscht.    Endocannabinoide steuern den Schmerz Von Bedeutung ist das Endocannabinoid 2-AG (2-Arachidonoylglycerol). Es bindet an bestimmte Rezeptoren an der Nervenzellmembran und steuert so das Schmerzempfinden. Wird eine hohe Konzentration von 2-AG gemessen, müssten die Schmerzen reduziert sein. In der Gruppe der Patientinnen mit sehr starken Schmerzen müsste 2-AG also fehlen, so die Erwartung.    Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Michael D. Mueller stellte jedoch fest, dass die Werte für 2-AG lokal in der Bauchhöhle gerade bei dieser Gruppe von Patientinnen erhöht waren. Erstautor Dr. Thomas Andrieu erläutert dazu: «Wir haben erstmals die lokale Konzentration von ECs in der Bauchhöhle gemessen und nicht, wie frühere Autoren, lediglich die Konzentration im (peripheren) Blut. Zudem haben wir ein genaues Schmerzprotokoll geführt und haben so einwandfrei einen Zusammenhang von starken Schmerzen im Bauchbereich und hohen EC-Konzentrationen nachweisen können.»   …aber ganz anders als vermutet! Den Schlüssel zum Verständnis der Beobachtungen wurde in einem zweiten Bereich der Studienanlage gefunden: der Analyse der Gewebeentzündung, die mit Endometriose einhergeht. In ihrer Studie haben die Berner Forschenden nämlich sowohl die ECs, wie auch verschiedene Entzündungsmarker untersucht. Von den EC 2-AG ist bekannt, dass sie sowohl schmerzstillend, wie auch entzündungshemmend wirken. Bei den Patientinnen mit starken Schmerzen waren dann auch die Entzündungsmarker deutlich erhöht. Die Studienautoren kommen zum Schluss, dass ECs bestimmte Zellen des Immunsystems aktivieren, was zu Schmerzen infolge des Entzündungsprozesses führt. (Illustration in Beilage). So haben ECs sowohl eine schmerzstillende und zugleich, via ihre Rolle bei der Aktivierung des Immunsystems, eine schmerzfördernde Wirkung.    Endocannabinoide besser verstehen Die Studie der Berner Forschungsgruppe hat einen plausiblen Zusammenhang von ECs und ihrer Rolle bei der Steuerung von Schmerzen und Gewebeentzündung nachgewiesen. Dieser Nachweis war unter anderem durch die Vernetzung der Arbeiten im Forschungsumfeld der sitem-insel möglich geworden. Erstautor Andrieu dazu: «Unser Forschungsansatz entstand durch den Austausch zweier Labors: Das eine spezialisiert in Endometriose und das andere führend in der Erforschung des Endocannabinoidsystems. Ich hatte die Chance mit einem führenden EC-Forscher zu auszutauschen und so entstand die Idee, das ECS zur Steuerung von Endometrioseschmerzen zu untersuchen.»    Motivation gross. Weg noch lang.  Die Studie hat einen klaren Zusammenhang zwischen den Schmerzen in der Bauchregion und den erhöhten EC-Werten sowie erhöhter Werte von Entzündungsmarkern nachgewiesen. Der Studienleiter Prof. Michael Mueller hält dazu fest: «Es ist möglich, dass mit den ECs eine Gruppe gefunden wurde, die eines Tages von therapeutischer Bedeutung sein könnte. Wir sind hoch motiviert, das komplexe Zusammenspiel von Prozessen der Schmerzregulation der Steuerung der Entzündung noch besser zu verstehen. Es ist höchste Zeit, dass wir Endometriose einfacher diagnostizieren und behandeln können.»    Experten:  Prof. Dr. med. Michael D. Mueller, Co-Klinikdirektor und Chefarzt Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern Dr. Thomas Andrieu, Forschungsleiter, Department for BioMedical Research (DBMR), Universität Bern  Links:  Original publication: DOI: 10.1097/j.pain.0000000000002333 Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern  Department for BioMedical Research (DBMR), Endometriose und gynäkologische Onkologie, Universität Bern  Institut für Biochemie und Molekularmedizin (IBMM), NCCR TransCure, Universität Bern Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. 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CH: Kinder von suchtkranken Eltern: neues Hilfsangebot von Sucht Schweiz für Pflegefamilien und Heime (Sun, 13 Jun 2021)
 (Quelle: Sucht Schweiz) (Quelle: Sucht Schweiz) DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦    Sucht Schweiz unterstützt Pflegeeltern und Fachpersonen in Kinderheimen, damit sie im Alltag mit Kindern von suchtbetroffenen Eltern über mehr Wissen und Vorgehensweisen verfügen. Die Suchtkrankheit der Eltern wirkt sich sehr oft auf die Entwicklung des Kindes aus, was eine angemessene Unterstützung erfordert. Das neue Angebot umfasst eine Webseite für Pflegefamilien, pflegefamilien-und-sucht.ch, sowie Fortbildungen für Fachkräfte in Heimen.   In der Schweiz leben schätzungsweise 20'000 Kinder in Pflegefamilien oder in Heimen, darunter auch Kinder von suchtbetroffenen Eltern. Diese Eltern können sich zeitweise in einer Situation befinden, in der es ihnen nicht möglich ist, ihre Kinder zu betreuen – was die Fremdplatzierung erklären kann. Kinder von suchtbetroffenen Eltern erleben oft ein angespanntes und unberechenbares Familienklima. Sie sind häufig mit Ängsten, Scham oder Unsicherheit konfrontiert. Dies erhöht das Risiko, ihre Entwicklung zu beein­trächtigen und in der Jugend oder im Erwachsenenalter selbst eine Sucht zu entwickeln oder eine psychische Störung zu erleiden.    Um mit den besonderen Bedürfnissen dieser Kinder umgehen können, wünschen sich Pflegefamilien und Fachpersonen in Heimen mehr Informationen. Hier setzt das neue Projekt von Sucht Schweiz an. «Pflegefamilien und Heimen eine Handhabe zu geben, trägt dazu bei, dass Kinder von suchtbetroffenen Eltern die angemessene Unterstützung bekommen», erklärt Rachel Stauffer Babel, zuständige Projektleiterin bei Sucht Schweiz. Fachleute der Familien- und Jugendhilfe sowie mehrere Pflegefamilien haben im Projekt aktiv mitgewirkt und ihre Bedürfnisse eingebracht, damit sie die Kinder und ihre Ressourcen bestmöglich fördern können.    Kinder aus suchtbetroffenen Familien brauchen Hilfe Mehr Kompetenzen und gestärkte Ressourcen von allen Akteuren im Umfeld der betroffenen Kinder begünstigen ein kindergerechtes, harmonisches Aufwachsen. Für Pflegefamilien, die ein Kind aus einer suchtbetroffenen Familie aufnehmen, steht in Deutsch und Französisch mit pflegefamilien-und-sucht.ch eine Internetseite mit spezifischen Informationen und Videos zur Verfügung. Dieses in der Schweiz neuartige Angebot unterstützt Pflegefamilien, die täglichen Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört, die spezifischen Bedürfnisse dieser Kinder besser zu verstehen.  Für Fachkräfte, die in Heimen oder anderen Einrichtungen der ausserhäuslichen Betreuung arbeiten, sowie für Fachkräfte aus dem Kinderschutz bietet Sucht Schweiz spezifische Weiterbildungen an und fördert die Verbreitung bestehender Informationsmaterialien zum Thema.  Das Projekt wird durch den Nationalen Alkoholpräventionsfonds des Bundes finanziell unterstützt. Es reiht sich in das bisherige Engagement von Sucht Schweiz im Bereich Kinder von suchtbetroffenen Eltern. Die Materialien bilden seit Jahren einen Schwerpunkt der Präventionsarbeit der Stiftung. Mehr dazu auf der Themenseite «Suchtbelastete Familien»      Informationswebseite für die Pflegefamilien: pflegefamilien-und-sucht.ch  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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KI könnte bald Ihre Augenarzt-Termine mitbestimmen (Sun, 13 Jun 2021)
3D-Darstellung des mit einem OCT gewonnenen CScans der Netzhaut eines Patienten. Die OCT-Bildgebung wird von Augenärztinnen häufig zur Überwachung chronischer Augenerkrankungen wie altersbedingter Makuladegeneration (AMD), retinalem Venenverschluss (RVO) 3D-Darstellung des mit einem OCT gewonnenen CScans der Netzhaut eines Patienten. Die OCT-Bildgebung wird von Augenärztinnen häufig zur Überwachung chronischer Augenerkrankungen wie altersbedingter Makuladegeneration (AMD), retinalem Venenverschluss (RVO) DMZ –  MEDIZIN / WISSENSCHAFT ¦ MM ¦ AA ¦   Drei der häufigsten chronischen Augenerkrankungen erfordern regelmässige Kontrolluntersuchungen und Injektionen ins Auge durch Netzhautspezialisten, um eine drohende Erblindung abzuwenden. Eine Studie der Universität Bern und des Inselspitals, Universitätsspital Bern in Zusammenarbeit mit einem Startup für Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde zeigt nun, dass sich die ideale individuelle Untersuchungshäufigkeit von Patientinnen und Patienten recht genau durch maschinelles Lernen vorhersagen lässt – mit einem dreifachen Nutzen.   Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für den Verlust des Sehvermögens bei Menschen über 50 Jahren. Bis zu 12 Prozent der über 80-Jährigen sind von dieser chronischen Krankheit betroffen. Von einem retinalen Venenverschluss (RVO) – verursacht durch die Thrombose einer Netzhautvene – sind weltweit schätzungsweise 16,4 Millionen Erwachsene betroffen. Er ist nach der diabetischen Retinopathie (DR) die zweithäufigste Ursache für Erblindung durch retinale Gefässerkrankungen. DR wiederum ist die Hauptursache für Erblindung in Industrienationen und betrifft ca. vier von fünf Diabetikern nach 20 Jahren. In Folge einer DR kann es zu einem diabetischen Makulaödem (DME) mit teilweisem oder vollständigem Sehverlust kommen.   Alle drei Erkrankungen werden mit Injektionen eines sogenannten anti-vaskulären, endothelialen Wachstumsfaktors (Anti-VEGF) in das Auge in regelmässigen Abständen behandelt, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und eine Erblindung zu verhindern. Da mit dem Sehvermögen ein zentraler menschlicher Sinn gefährdet ist, wollen Patientinnen und Patienten sicher sein, dass sie oft genug behandelt werden, um eine schnelle Verschlechterung zu vermeiden. Und die Ärztinnen und Ärzte wollen sicherstellen, dass sie jeden Betroffenen häufig genug sehen, um keine wichtigen Veränderungen zu verpassen.   Die Herausforderung Mit der Überalterung der Gesellschaft nehmen die Fälle von AMD, RVO oder DME weltweit zu, so dass es für spezialisierte Augenkliniken schwierig ist, mit der wachsenden Nachfrage nach regelmässigen Kontrolluntersuchungen Schritt zu halten. «Als Ärzte wollen wir allen Patienten die für sie notwendige Aufmerksamkeit und Behandlungshäufigkeit zukommen lassen», sagt Sebastian Wolf, Leiter der Augenklinik des Inselspitals, die derzeit jährlich knapp 6000 Behandlungen bei Patienten mit AMD, RVO und DR vornimmt. «Es ist eine organisatorische Herausforderung, allen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden und in der kurzen Zeit alle relevanten Bildgebungsdaten zu erfassen, um den individuellen Krankheitsverlauf zu beurteilen und Behandlungsentscheide zu treffen.»   Um das Fortschreiten der chronischen Augenerkrankungen zu überwachen, wird in der Regel die optische Kohärenztomographie (OCT) eingesetzt, ein bildgebendes Verfahren, das 3D-Bilder des Auges mit extrem hoher Auflösung erzeugt. In Zusammenarbeit mit dem ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern hat das Inselspital KI-basierte, automatisierte OCT-Analysesysteme entwickelt, die Augenärztinnen und -ärzte bei der Beurteilung eines ganzen Patienten-OCT-Satzes in wenigen Sekunden unterstützen können. Zusammen mit RetinAI, einem Startup, das sich auf KI-basierte Technologien für die Augenheilkunde spezialisiert hat, haben sie nun eine retrospektive Studie durchgeführt, um zu beurteilen, wie gut die KI den Anti-VEGF-Behandlungsbedarf von Anfang an vorhersagen kann.   Der Studienaufbau  Die Studie untersuchte OCT-Daten von 340 Patientinnen und Patienten mit AMD und 285 mit RVO oder DME, die zwischen 2014 und 2018 am Inselspital mit Anti-VEGF behandelt wurden. Basierend auf morphologischen Merkmalen, die automatisch aus den OCT-Volumina zu Beginn und nach zwei aufeinanderfolgenden Besuchen extrahiert wurden, sowie demografischen Informationen der Patientinnen und Patienten, wurden zwei KI-Modelle, die auf maschinellen Lernverfahren beruhen, trainiert, um die Wahrscheinlichkeit des langfristigen Behandlungsbedarfs einer neuen Patientin oder eines neuen Patienten vorherzusagen (eines für AMD und eines für RVO und DME).   Anhand der ersten drei Besuche konnte sowohl für die AMD- als auch für die RVO & DME-Gruppe mit ähnlich hoher Genauigkeit vorhergesagt werden, ob Patienten einen niedrigen oder hohen Behandlungsbedarf haben. Vor allem aber zeigte die Studie, dass es möglich ist, beim ersten Besuch und sogar vor der ersten Injektion eine relativ gute Vorhersage darüber zu treffen, ob ein Patient weniger oft Injektionen benötigen wird.   Drei Vorteile «Wir haben gezeigt, dass Machine-Learning-Klassifikatoren den Behandlungsbedarf vorhersagen können, wenn bei einem Patienten erstmals eine chronische Augenerkrankung diagnostiziert wird», ordnet Mathias Gallardo, Postdoktorand am ARTORG AI in Medical Imaging (AIMI) Lab und Mitglied des neuen Center for Artificial Intelligence in Medicine (CAIM) die Studienergebnisse ein.    «Diese Ergebnisse zeigen, dass künstliche Intelligenz in naher Zukunft dabei helfen könnte, patientenspezifische Behandlungspläne für die häufigsten chronischen Augenerkrankungen zu erstellen», ergänzt Raphael Sznitman, Leiter des AIMI und Direktor des neuen Center for Artificial Intelligence in Medicine (CAIM).   Die Planung der idealen Behandlungsfrequenz für jede Patientin und jeden Patienten hat mehrere Vorteile. Erstens können Patienten sicher sein, dass ihre Krankheit bestmöglich behandelt wird, ohne sich zu häufigen Besuchen und unangenehmen Injektionen ins Auge unterziehen zu müssen. Zweitens kann eine individualisierte Planung den Kliniken helfen, mit ständig wachsenden Patientenzahlen umzugehen und spezialisierte medizinische Kompetenzen und Infrastrukturen bestmöglich auszulasten. Drittens hilft eine objektivierte Bedarfsplanung, Überversorgung zu vermeiden, die Kosteneffizienz zu verbessern und die Gesamtausgaben zu verringern.    Klinik, Datenwissenschaften und Industrie bringen Technologie zum Patienten Diese Studie illustriert die bewährte Zusammenarbeit zwischen Klinikerinnen des Inselspitals und Datenwissenschaftlern des ARTORG Center, die direkt aus klinischen Bedürfnissen heraus alltagstaugliche Technologielösungen entwickelt. Ein weiterer wichtiger Baustein zur klinischen Umsetzung einer solchen Technologie war hier das Startup RetinAI. «Wir freuen uns sehr, dass wir die EU-Förderung, die wir erhalten haben, für den Aufbau von patientenorientierten Lösungen in der Augenheilkunde einsetzen können. Damit stellen wir sicher, dass die Technologie in Produkte umgewandelt werden kann, von denen die Patienten wirklich profitieren und die Behandlung im grossen Massstab verbessert werden kann», sagt Carlos Ciller, CEO von RetinAI. Mit seinem Hauptsitz in der sitem-insel befindet sich das Startup auch räumlich an der Schnittstelle zwischen Klinik und Wissenschaft. Dieses einzigartige Umfeld für klinisch getriebene KI-Technologien wird durch das neue Center for Artifical Intelligence in Medicine (CAIM) weiter ausgebaut.   Expertin, Experten:  Prof. Dr.-Ing. Dr. med. Sebastian Wolf, Chefarzt und Co-Klinikdirektor, Universitätsklinik für Augenheilkunde, Inselspital Universitätsspital Bern  Prof. Dr. Dr. med. Martin Zinkernagel, Chefarzt und Co-Klinikdirektor, Universitätsklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern  Prof. Dr. med. Marion Munk, Oberärztin und Managing Director Bern Photographic Reading Center, Universitätsklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern  Dr. Mathias Gallardo Postdoktorand, Artificial Intelligence in Medical Imaging Labor, ARTORG Center for Biomedical Engineering Research, und Mitglied Center for Artificial Intelligence in Medicine, Universität Bern Originalpublikationen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2468653021001615  https://www.nature.com/articles/s41598-021-86577-5  https://www.nature.com/articles/s41598-019-49740-7  https://iovs.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2769499 https://tvst.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2772489 Links: Universitätsklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern www.augenheilkunde.insel.ch  ARTORG Center AI in Medical Imaging Labor www.artorg.unibe.ch/research/aimi/index_eng.html Center for Artificial Intelligence in Medicine (CAIM) https://www.caim.unibe.ch/  RetinAI https://www.retinai.com  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. 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Bankenaufsicht bringt Sparkassen ins Schwitzen (Sun, 13 Jun 2021)
DMZ – WIRTSCHAFT ¦ Oliver Stock ¦   Europäische Zentralbank und deutsche Bankenaufseher halten die Sicherungen der Sparkassen gegen Pleiten im eigenen System für ungenügend. Sie wollen, dass die Sparkassen mehr Geld für den Notfall zurücklegen. Die Anforderungen der Kontrolleure könnten zu höheren Kosten für die Kunden führen. Robust durchs Jahr gekommen, Kraft, die Herausforderungen zu bestehen, Kunden verlässlich begleiten - so hört es sich an, wenn Helmut Schleweis zurück- und nach vorne blickt. Schleweis ist Chef des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV), zu dem rund 370, Sparkassen gehören, die Landesbanken, ein paar Versicherer und einiges mehr. Der 66jährige spricht für knapp 300 000 Mitarbeiter und einen Bankenverbund, der zusammen oft mehr verdient als die Deutsche Bank. Sein Job ist es, Optimismus zu verbreiten. Dabei verdeckt er die Schwachstellen des Systems. Die legen dann dafür andere offen.   Schwächen im System Es gibt einige solcher Schwächen im System. Manche treffen die Sparkassen so, wie alle anderen Banken auch. Die negativen Zinsen gehören dazu. Banken leben vom Geldverleihen, und wenn sie kaum noch Zinsen dafür bekommen, verdienen sie nichts. Zahlreiche Sparkassen geben das Problem inzwischen an ihre Kunden weiter und lassen sie Strafzinsen für Bankeinlagen bezahlen. Kreditausfälle bei Kunden, deren Geschäfte in der Pandemie nicht laufen, sind ein weiteres Thema, das alle Banken trifft und von dem noch keiner weiß, wie schlimm es wirklich wird. Ein drittes Thema allerdings ist hausgemacht. Es ließe sich umschreiben mit: Der DSGV ist wie ein Sack voll Flöhe. Jeder schwirrt in alle Richtungen.   Genau das bemängeln inzwischen Europäische Zentralbank und deutsche Bankenaufsicht. „Komplexe Entscheidungsprozesse und das Fehlen klarer Zuständigkeiten verhindern die rasche Lösung von Stützungsfällen“, heißt es in einer Analyse der Aufseher zum System Sparkasse. Zudem gebe es „unzureichende Anreize für ein proaktives Eingreifen“ des Institutssicherungssystems.   Ihre Kritik haben die Aufseher im vergangenen Jahr in einem Brief an Schleweis zusammengefasst. Inzwischen haben sie, wie das Handelsblatt berichtet, nachgelegt und konkrete Vorgaben gemacht. Bis 2025 soll Ordnung in den Laden kommen. Und: Es soll ein weiterer Topf aufgestellt werden, in dem geschätzt fünf Milliarden Euro liegen müssen, um kriselnde Geldhäuser aus dem eigenen Lager aufzufangen. Angesichts eines Jahresüberschusses von 1,6 Milliarden Euro, den die Sparkassen im vergangenen Jahr erwirtschaftet haben, ist der Betrag gewaltig. Für Kunden, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bedeutet das tendenziell nichts Gutes: Die einen dürften mehr für Bankdienstleistungen bezahlen müssen, die anderen können sich ausrechnen, dass die Arbeitsbelastung zunimmt, der Verdienst aber nicht.   Unruhe im Sparkassen-Lager Und wie es immer ist, wenn es ans Bezahlen geht, brechen unter denen, die zahlen müssen, alte Wunden auf. Im Fall des DSGV ist es die Kluft zwischen Sparkassen und Landesbanken. Die einen sind meistens solide, die anderen spekulieren schon mal über den Durst. In die Finanzkrise vor 13 Jahren waren die meisten Landesbanken tief verstrickt, Sparkassen und Bundesländer mussten sie vor dem Untergang retten. Richtig erholt haben sich einige seither immer noch nicht. Die Norddeutsche Landesbank in Hannover ist so ein Fall, sie musste vor zwei Jahren aufgrund hoher Schiffskredit-Risiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket vom Land Niedersachsen und von der Sparkassen-Finanzgruppe gestützt werden. Ob sie dauerhaft eigenständig bleiben kann, gilt als fraglich. Sparkassen-Chefs, die auf die Nord LB angesprochen werden, bekommen schnell einen roten Kopf.   Während die Sparkassen also möchten, dass die Landesbanken in den neuen Fünf-Milliarden-Topf möglichst viel einzahlen, weil sie das größte Risiko darstellen, lehnen die Landesbanken, die sich nur mühsam von der letzten Krise erholt haben, genau das ab. Kommt es zu keiner Einigung, bricht aber das Sicherungssystem des DSGV in sich zusammen wie ein Hochhaus beim Erdbeben. Der DSGV hat Zeit für eine Einigung bis zum Jahr 2023. Das klingt viel, ist es aber nicht, weil neben dem neuen Topf zur Institutssicherung, die Kontrolleure auch noch fordern, klare Regeln zu schaffen, ab wann Geld an wen fließt. Bislang gibt es darüber meistens monatelangen Streit, da bei Sparkassen und Landesbanken stets Länder und Kommunen mitzureden haben.   Für Kunden kann es teuer werden Die Ökonomen des DSGV haben vor diesem Hintergrund schon mal zum Gegenangriff auf die Kontrolleure aufgerufen. Die Aufsicht dürfe, wenn die Konjunktur wieder anziehe, nicht zu früh das zuvor für die Kreditvergabe freigesetzte Eigenkapital wieder begrenzen, sagt Reinhold Rickes, Leiter Volkswirtschaft beim DSGV. Damit würde sie letztlich die Wirtschaftsbelebung schwächen. Sparkassen-Präsident Schleweis ahnt allerdings, dass sich die Kontrolleure nicht erweichen lassen werden und schwört Mitarbeiter und Kunden auf härtere Zeiten ein: „Einsparungen, mehr Provisionsgeschäft und Konditionenanpassungen“, heißen die Folterinstrumente, die Schleweis nennt.   Im Klartext kann das zweierlei bedeuten: Bei den Gehältern ihrer Manager müssen die Sparkassen künftig zweimal rechnen. In der Spitze liegen sie inklusive der Pensionsrückstellungen oft bei mehr als einer Millionen Euro im Jahr. Doppelt hinsehen werden die Sparkassen auch bei den Einlagen ihrer Kunden. Schon jetzt verlangen viele bei Guthaben über 50 000 Euro, die auf dem Sparkassen-Konto liegen, ein Strafgeld. Dieser Maximalbetrag, von dem an Kunden zur Kasse gebeten werden, könnte weiter absinken.                                             Herausgeber: Bankenaufsicht bringt Sparkassen ins Schwitzen: WirtschaftsKurier - Nachrichten und Kommentare aus Politik und Wirtschaft   Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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DE: Aktuelle Situation! 1.489 Neuinfektionen (Sun, 13 Jun 2021)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦        Das Robert-Koch-Institut meldet 1.489 neue Positiv-Tests auf das Coronavirus binnen 24 Stunden, 18 Menschen starben.   Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 18 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 2.440 Neuinfektionen und 74 neue Todesfälle verzeichnet.   Diese Zahlen bilden allerdings nur das Infektionsgeschehen eines einzelnen Tages ab. Durch Nachmeldungen und Verzögerungen in der Meldekette bis zum RKI - zum Beispiel wird am Wochenende weniger getestet - unterliegt die Zahl der neu dazugekommenen Corona-Infektionen großen Schwankungen.    Aussagekräftiger ist deshalb der 7-Tage-Schnitt mit Daten von Risklayer und Mitarbeitern des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die mehrmals täglich Zahlen direkt aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Städte und Kreise bezieht.      Quelle: RKI COVID-19 Germany (arcgis.com) Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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