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Die Energiekrise und der Stuss (Di, 27 Sep 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ Dirk Specht ¦                                  KOMMENTAR   Europa erleidet mit der Energiekrise die ökonomisch und gesellschaftlich vermutlich größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg. Brennstoffe werden knapp und teuer.   Die Trockenheit beeinträchtigt Lieferwege und Wasserkraft. Eklatante Mängel in Wartung und Betrieb großer Kraftwerke führen zu signifikanten Ausfällen. Die Energiebörsen spielen verrückt, unser Marktdesign führt nicht zu effizienten Lösungen sondern erzeugt Verstärkereffekte, die vielleicht größer als die eigentlichen Ursachen sind. Aus der Energiekrise wird die Energiepreiskrise.   Was tut Deutschland? Es feiert Bücher, die sich an Wind- und Solarenergie abarbeiten. Also an exakt der Energieerzeugung, die in dieser Krise erstens mehr liefert und als einzige (!) einen preisdämpfenden Einfluss hat.   Aber es gibt ja Dunkelflauten, schon klar. Und gerade das deutsche Energiesystem ist das einzige auf der Welt, das blabla und Industriestandort blubber und so weiter … Wir erleben eine Energiekrise mit einer Inflation bei den Preisen und nun auch beim Stuss. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Die DMZ-App kostenlos downloaden (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ – TECHNIK / DIGITAL ¦ IN EIGENER SACHE ¦             Jetzt herunterladen: die DMZ-AppDie neue DMZ-App ist verfügbar.   Liebe Leserinnen und Leser Jetzt können Sie die neue DMZ-App nutzen. Die App bietet Ihnen einen komfortablen Lesemodus. Die Schriftgrösse lässt sich einfach verändern, und die Artikel lassen sich leicht mit jemandem teilen. Alle Artikel können bewertet und kommentiert werden.   Wir wünschen Ihnen viel Spass mit unserer App!   Laden Sie die App hier kostenlos direkt herunter:  für iOS  für Android Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Müssen „Marktpreise“ immer bezahlt werden? (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ Dirk Specht ¦                                  KOMMENTAR   Die sogenannten „Preisdeckel“ wie in UK oder Frankreich sind tatsächlich Preissubventionen. Die Preise für die Endverbraucher werden zwar gesetzlich reduziert, aber der Staat ersetzt der Energiewirtschaft die Differenz zu den „Marktpreisen“.   In UK wird das den Steuerzahler Mittel kosten, die auf 6% der Wirtschaftsleistung der britischen Volkswirtschaft geschätzt werden. 6% als Subvention für Preise, die komplett in die Energiewirtschaft abfließen!   In Europa fallen den Regierungen nur Gießkannen-Konzepte ein, um entweder wie hier die Preise zu subventionieren oder wie in Deutschland, um Haushalte sowie Unternehmen zu stützen, damit die diese Preise schultern können.   Letztlich wird also bezahlt und zwar von der Allgemeinheit, egal, ob es die Verbraucher direkt sind oder hinter den Kulissen die Steuerzahler. Das dürfte die eigentlichen Ursachen, nämlich die teilweise sinnfrei eskalierenden Energiepreise, leider stützen oder gar verstärken. In diese Energiewirtschaft immer mehr Mittel zu geben, lässt leider erwarten, dass es dadurch nicht besser wird.   Es ist unstrittig, dass Maßnahmen erforderlich sind, die sozialen und ökonomischen Folgen dieser Preise abzufedern. Zugleich sind aber Interventionen, die den Preisen selbst gelten, notwendig. Überall ist zu lesen, es handle sich um „Marktpreise“ und die müssten bezahlt werden. Warum wird diese These nicht häufiger in Frage gestellt? Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Zukunft der Online Casinos in Deutschland und Österreich (Tue, 27 Sep 2022)
Bildquelle: unsplash.com Bildquelle: unsplash.com DMZ –  TIPPS ¦ Maya West ¦                                                        Bildquelle: unsplash.com   Die mitteleuropäischen Branchen Tourismus, iGaming und Sportwetten sind alle gewachsen, der durch die Liberalisierung der Glücksspielgesetze und -vorschriften in den letzten Jahren ausgelöst wurde.   Ähnlich wie innerhalb der Europäischen Union unterschiedliche Regulierungsrahmen für das Glücksspiel gelten, genießen Deutschland und Österreich ein gewisses Maß an Autonomie, wenn es um die Regulierung von iGaming geht.   Wenn Sie ein Glücksspieler oder ein anspruchsvoller Fan von Online Joker hier sind, müssen Sie unbedingt wissen, wie die Zukunft der Online Casinos in Deutschland und Österreich aussieht.   Deutschland Nachdem das iGaming in Deutschland in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, werden für 2022 Einnahmen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert.   Online Casinos, Pokerräume und Sportwetten waren bis zu den neuesten Gesetzesänderungen (vor allem dem Glücksspielstaatsvertrag 2021) illegal. Nichtsdestotrotz können wir diesen Aktivitäten nun ohne Angst vor Strafe nachgehen.   Obwohl deutsche Online Glücksspieler mehr Freiheiten genießen als früher, wird der Sektor dennoch stark kontrolliert, was Einzahlungslimits, Live-Wetten, Werbung, automatisches Spielen und Selbstausschluss angeht.   Österreich Online Glücksspiele sind in Österreich erlaubt. Spieler in Österreich können eine breite Palette von Casino- und Sportwettoptionen nutzen.   Das Finanzministerium in Österreich vergibt, ähnlich wie die deutsche Regierung, Lizenzen für das Glücksspielgeschäft. Diese Vorschriften betreffen vor allem die Abläufe für Spieler, die Besteuerung und den Zugang aus dem Ausland.   Es ist erwähnenswert, dass österreichische Casinos zwar keine Spieler aus anderen Ländern akzeptieren können, lizenzierte Online Casinos jedoch eine physische Präsenz im Land benötigen, um legal tätig zu sein. Das bedeutet, dass die Einhaltung der Gesetze von entscheidender Bedeutung ist, unabhängig davon, ob das Glücksspiel in Österreich legal ist.   Die neuesten Innovation in der iGaming Branche In der iGaming Branche tauchen fast jeden Tag neue Glücksspiel Seiten auf. Trotz der Tatsache, dass jede Plattform etwas Einzigartiges bietet, kann man mit Sicherheit sagen, dass einige Technologien die Art und Weise, wie Online Casinos in Zukunft arbeiten, nachhaltig beeinflussen werden.   Die Blockchain-Technologie Wenn Sie eine der letzten Nachrichten über die Online Casino Branche lesen, wissen Sie, dass Blockchain Casinos in aller Munde sind. Diese Glücksspiel Seiten sind einzigartig, weil sie die Blockchain-Technologie zur Verwaltung und Speicherung von Kundendaten verwenden.   Blockchain bezieht sich auf ein digitales, verteiltes Hauptbuch, das Transaktionen sicher und unabhängig aufzeichnen kann. Diese Buchführung wird in Echtzeit über ein verteiltes Netzwerk von Computern geführt. Anstatt auf den Servern des Casinos gehostet zu werden, können diese Spiele auf dezentralen Netzwerken laufen, wobei jeder Spieler seine eigene Instanz des Spiels hostet, um die Fairness zu wahren.   Durch ein eingebautes System können Spieler Token verdienen, während sie spielen, und diese verwenden, um andere Spiele zu kaufen oder sich Geld auf ihr eigenes Konto auszahlen zu lassen.   Dies ist ein sehr sicheres und schwer zu knackendes technologisches System (wenn überhaupt). Viele Online Glücksspielanbieter setzen die Blockchain-Technologie ein, um die Sicherheit zu erhöhen. Diese Technologie wurde zuerst im Bankensektor eingesetzt, wird jetzt aber auch in der Online Glücksspielbranche verwendet.   VR Casinos Online Casinos haben die wachsende Beliebtheit der Virtual Reality-Technologie bei den Spielern erkannt. Die Apps für Virtual Reality Casinos sind vielfältig. Dank der VR Casinos können Spieler Online Casinospiele in einer vollständig realitätsnahen Umgebung genießen.   Erwarten Sie alles, vom gelegentlichen Glücksspiel bis hin zum Spiel in einer Virtual-Reality-Bar voller anderer Casinobesucher.   Neuere Versionen bieten ein haptisches Feedback, das es dem Benutzer ermöglicht, die Beschaffenheit eines Kartenspiels oder das Gewicht eines virtuellen Würfels in der Hand zu "spüren".   Online Casinos haben dank VR ein neues Gesicht bekommen, und die Technologie hat ihnen auch geholfen, ein ganz neues Publikum von Spielern zu erreichen. Solange es Glücksspieleinrichtungen gibt, die für die virtuelle Realität offen sind, wird diese Branche florieren.   Sprachaktivierte Spiele Die iGaming Industrie ist in den letzten Jahren vor allem durch den Aufstieg des eSports explodiert. Als Reaktion darauf sind die Erwartungen der Spieler an ihre bevorzugten Titel gestiegen.   Obwohl Online Casinos derzeit eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten bieten, machen es neue Technologien den Spielern immer einfacher, sich mit ihren Spielen zu beschäftigen. Diese Technologie kann zum Beispiel bei sprachaktivierten Spielen eingesetzt werden.   Dank dieses Fortschritts können die Spieler mit dem Spiel interagieren, indem sie einfach mit ihm sprechen, was ihnen Zeit und Mühe erspart.   Diejenigen, die körperlich nicht in der Lage sind, normale Spielsteuerungen zu verwenden, können dank der Entwicklung von sprachgesteuerten Titeln trotzdem Spiele genießen. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. 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CH: Beirat diskutiert Entwurf für aktualisierte Strategie Digitale Schweiz (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ –  VERKEHR / MM ¦ AA ¦                                      Unter der Leitung von Bundeskanzler Walter Thurnherr hat der Beirat Digitale Schweiz am 21. September den Entwurf für die aktualisierte Strategie Digitale Schweiz diskutiert. Die Strategie soll einfacher und schlagkräftiger werden. Der Bundesrat entscheidet bis Ende Jahr über die Neuausrichtung.   Die Strategie Digitale Schweiz setzt die Leitlinien der digitalen Transformation der Schweiz. Sie ist für die Bundesverwaltung verbindlich und dient allen anderen Akteuren der Digitalisierung als Orientierungsrahmen. Die Bundeskanzlei überarbeitet die Strategie zurzeit und hat das Beiratstreffen vom 21. September genutzt, um einen Entwurf zu diskutieren.   Fokusthemen als Kernelement Mit der Aktualisierung soll die Strategie einfacher werden und sich auf jährlich wechselnde Fokusthemen konzentrieren. Nach wie vor soll die Strategie auch einen Überblick über die Aktivitäten im Bereich der digitalen Transformation bieten. Die Aktivitäten sind in fünf Wirkungsbereiche eingeteilt. Messgrössen zeigen den Fortschritt in jedem Wirkungsbereich auf. Eine Vision gibt die langfristige Richtung vor.   Diskussion im Beirat Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Beiratstreffens begrüssten die Vereinfachung der Strategie. Die Idee der konkreten und jährlich wechselnden Fokusthemen nahmen sie ebenfalls gut auf. In der Diskussion stellte sich dabei die Frage, wie der jährliche Fokus auf zwei oder drei Themen gelegt werden kann – angesichts der zahlreichen Herausforderungen in der Digitalisierung. Die Bundeskanzlei nimmt diese Frage und weitere Rückmeldungen des Beirats auf. Sie wird dem Bundesrat bis Ende Jahr die definitive Strategie zum Entscheid vorlegen.   Beirat Digitale Schweiz: Austausch zu Schwerpunkten im Bereich der Digitalisierung In den Beiratstreffen Digitale Schweiz tauschen sich Mitglieder des Bundesrates und Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft zu Themen der digitalen Transformation aus. Die Treffen finden mehrmals jährlich in wechselnder Zusammensetzung statt, jeweils unter dem Vorsitz eines Mitglieds des Bundesrates oder des Bundeskanzlers. Sie ergänzen den Ausschuss «Digitalisierung und IKT» des Bundesrates. Organisiert werden die Treffen durch den Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei.         Herausgeber Bundeskanzlei http://www.bk.admin.ch  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Krugman wird deutlich (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ Dirk Specht ¦                                  KOMMENTAR   Lesenswerter Kommentar von Paul Krugman, der mit der Idee des „Trickle-Down“ und hier insbesondere der Politik in UK abrechnet.   Seine Wortwahl ist ungewöhnlich, hier einige Passagen in der Übersetzung: „Viele von uns haben erwartet, dass die britische Wirtschaft in den kommenden Monaten, vielleicht sogar Jahren, eine schwere Zeit durchmachen würde. Soweit ich weiß, haben jedoch nur wenige eine politische Zombie-Apokalypse vorausgesehen. Ich habe im Laufe der Jahre viel über wirtschaftliche Zombie-Ideen geschrieben – Ideen, die in der Praxis wiederholt gescheitert sind und tot sein sollten, aber irgendwie immer noch umherwatscheln und den Politikern das Hirn wegfressen. Der herausragende Zombie im amerikanischen Wirtschaftsdiskurs war lange Zeit der Glaube, dass eine Steuersenkung für Reiche ein Wirtschaftswunder bewirken würde.“   „In Amerika wurde die Zombie-Wirtschaft in letzter Zeit von Zombie-Glauben über Wahlbetrug, die Auswirkungen der Einwanderung und so weiter überschattet. In Großbritannien gibt es jedoch (noch?) kein Äquivalent zur MAGA-Bewegung. Was es allerdings hat, ist Liz Truss, eine neue Premierministerin, die ein glühender Anhänger der wirtschaftlichen Irrtümer aus der Thatcher/Reagan-Ära zu sein scheint.“ Krugman belegt nach dieser Einleitung ausführlich, weshalb es in der Wissenschaft keine Debatte über den positiven Einfluss von Steuersenkungen für Reiche auf die wirtschaftliche Entwicklung gibt. Dieses Thema ist ein rein politisches.   Da es auch bei uns Anhänger dieser These gibt, sollte die Reaktion der gewiss nicht sozialistisch geprägten Kapitalmärkte auf die Ankündigung in UK mahnen: Alle britischen Assets inklusive der Währung gingen spontan auf Talfahrt. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Protestbild der Woche - Aus dem Fundus von element investigate (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ - PROTESTBILD ¦ element investigate ¦     Zürich, Freitag 23.09.2022 #globalclimatestrike #Klimastreik    Der Klimastreik in Zürich mit etwa 5000 TeilnehmerInnen startete am Bürkliplatz und endete ohne Zwischenfälle am Helvetiaplatz. Auch in Baden, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Winterthur gab es Demonstrationen anlässlich des globalen Klimastreiks.     #ZH2309  #Klimastreik #globalclimatestrike   Jeden Dienstag zeigen wir aus dem Fundus von element investigate ein Protestbild. twitter.com/__investigate__   ----------------------------------------------------   Das Recherchekollektiv element investigate beschäftigt sich mit Recherchen zu den Themen Rechtsextremismus, Querdenken, Massnahmengegner, Sekten, Anthroposophie, Reichsbürger, Korruption, Antisemitismus, Polizeigewalt. Die drei Mitglieder des Kollektivs teilen die Online-Recherche, Fotodokumentation von Protesten, Auftragsarbeiten für verschiedene Medien und die Betreuung des Twitter-Kanals frei untereinander auf.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Corona Dossier (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ – WISSEN ¦ GESUNDHEIT ¦ MEDIZIN ¦ INTERNATIONAL ¦   Weltweit haben sich mehr als 540 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Über 7 Millionen Menschen sind bisher laut WHO im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nach neusten Untersuchungen ist die reelle Zahl der Todesfälle bei 18 Millionen.     Fallzahlen Liechtenstein, Schweiz, Deutschland & Österreich Schweiz / Liechtenstein Schweiz /Liechtenstein Deutschland Deutschland Österreich Österreich
  Linkliste Corona-Artikel Covid-19 - Willful blindness DE: Vorsicht bei Schmerzmitteln nach COVID-19 AT: Impfgegner- und Coronaleugner-Gruppen treiben Ärztin in den Tod DE: Covid-19: Neue Energie für schlappe Immunzellen  Covid-Erkrankung bei Schwangeren Wie das Coronavirus das Herz angreift Das „Gutachten“ des Corona-Expertenrats bezeichnet sich selbst korrekt als Ansammlung von „Einsichten“ COVID-19: Viruslast in Lunge unterstützt Prognose bei schwer erkrankten Patient:innen Verwendung von Varianten aktualisierter COVID-19-Impfstoffe DE: Hunde können Long-Covid-Patienten erkennen DE: Long COVID: Veränderungen im Gehirn DE: Folgen neurointensivmedizinischer Komplikationen von COVID-19 DE: Zerebrale Flüssigkeitsverschiebungen bei Neuro-COVID CH: Weiteres Kapital im Totalversagen: Bundesrat muss laut GPK Rolle seiner Krisenorgane überdenken DE: Die STIKO die Impfung für alle Fünf- bis Elfjährigen Studie: Hospitalisierungsrate war bei Kindern während der Omikron-Welle höher als bei der Delta-Variante Antivax / Anti-NATO: Gleiches Publikum, gleiche Geschichte? CH: Schweiz- und weltweit nachweisliche, z.T. sehr schwere Qualitätsmängel von Medizinprodukten CH: Keine aktuellen Coronazahlen: Die Schweiz glänzt erneut als Negativbeispiel DE: SARS-CoV-2 geht ins Auge DE: SARS-CoV-2 beeinträchtigt Lungenentwicklung von Feten FFP2-Masken sind in vielen Bereichen unverzichtbar Bevölkerung lässt sich auf politische Anleitung ausdünnen Covid-19 forderte mehr als 18 Millionen Menschenleben weltweit – dreimal mehr als gemeldet DE: COVID-19-Infektionen greifen die Leber an CH: Schweizer Bundesrat ignoriert Spitäler - Spitäler ignorieren Bundesrat und halten an Maskenpflicht fest DE: Hohes Sterberisiko von Pflegeheimbewohnern nach Krankenhaus-Einweisung aufgrund von Covid-19 DE: Rascher Anstieg der Hospitalisierungen DE: Pandemiegefahren sicher simulieren CH: Rückkehr in die normale Lage - Bundesrat sieht keine Probleme mehr DE: Rascher Anstieg der Hospitalisierungen Lüftungssysteme reduzieren die Übertragung von Covid-19 in Schulen um mehr als 80 Prozent AT: Spitäler am absoluten Limit Covid-19 forderte mehr als 18 Millionen Menschenleben weltweit – dreimal mehr als gemeldet CH: Bundesrat übergeht die Gesellschaft Zivilgesellschaftliche Organisationen nehmen Stellung zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen Aufhebung der Massnahmen CH: Zertifikatspflicht nach wie vor top! 75% der KMU sehr zufrieden Gesellschaft für Virologie: Genesene sind mindestens ein Jahr vor Corona geschützt Schwangere erkranken häufiger an Covid-19 - Experten fordern Impfung Verschwörungsgläubige Lehrer gründen Verein und verbreiten Fake-News Covid-19-Impfung - ja natürlich CH: Ein JA zum Covid-19-Gesetz empfohlen AT: Corona-Impfung: Freie Wahl des Impfstoffs und Gutscheine könnten Ungeimpfte motivieren, sich impfen zu lassen  CH: Bundesrat startet vorsorglich eine Konsultation zur Ausdehnung der Zertifikatspflicht Impfdiskussionen offenbaren Teile unserer Gesellschaft In den Schulen nehmen die Corona-Infektionen europaweit weiter rasch zu Hypothetische Skandal-Schlagzeile: "Die Hälfte aller Infizierten ist geimpft!!" 60 Prozent hatten schon Streit wegen Corona - Verursacher sind selbsternannte "Querdenker", Impfskeptiker, Massnahmenkritiker Gewonnener Nutzen dank Forschung an Viren überwiegt stets die damit einhergehenden Risiken Wissenschafter mahnen zu einer höheren Impfquote - auch bei Kindern und Jugendlichen Impfgegner - Dummheit ist unbewusste Unwissenheit Kontroverse mit einem Pandemieleugner "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Covid-19: Wissenschaftliches Update, 20. Juli 2021 Zusammenfassung Covid-19: Faktencheck - Impftote Covid 19 - Therapie so früh wie möglich, Prof. Paul R. Vogt erklärt im Film seinen Standpunkt Schweizer Marken in der Pandemie – Pranger oder Podest?  "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Faktencheck Covid-Impfung DE: Die fünf häufigsten neurologischen Folgen von COVID-19 DE: Gutenberg COVID-19 Studie veröffentlicht erste Ergebnisse AT: COVID-19-Impfung für Lungenkrebspatienten* dringend empfohlen Gesundheit / Wissen Update - Chaotische Covid-Situation an der OS Tafers / FR Verdachtsmeldungen von unerwünschten Wirkungen der Covid-19-Impfstoffe in der Schweiz Covid-19 - Die "Experten", die bisher irrten, auf einen Blick Keine Chance für Coronaleugner - DAS UPDATE - Sämtliche "Thesen" von Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Jebsen widerlegt Covid-19 - Der Mensch ist ein mit Vernunft begabtes Tier, das immer die Geduld verliert, wenn es der Vernunft gemäss handeln soll „Das zweite Mal hatte ich Angst um mein Leben“ Covid-19 - Tatsachenbericht - Back to the roots Covid-19 - Wie der Staat, versagt auch ein Teil des Schweizer Volkes Studie - Rauchen steigert offenbar COVID-19-Risiken Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt Covid-19 schädigt Gefässe, auch im Gehirn Covid-19 - Das Totalversagen der Schweizer Politik Schweiz - Covid-19: Zwei Proben mit Variante aus Südafrika entdeckt Schweiz - Armee-Logistik steht für Covid-19-Impfstoffe bereit Covid-19-"Laien" Streeck, Gassen und Schmidt-Chanasit melden sich zu Wort und gaukeln Einigkeit vor - Ärzte stellen sich klar gegen das Trio Schweiz - Covid-19-Impfstrategie: Besonders gefährdete Personen sollen zuerst geimpft werden   COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Riesige Reichweite Der Gastkommentar und die Veröffentlichung des Manuskriptes "COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt vom 7.4.2020 in unserer Zeitung findet international riesige Beachtung und Zustimmung.   In den ersten beiden Tagen wurde der Artikel bereits über 350'000 mal gelesen und tausendfach geteilt. Bis Ende 2020 wurde der Artikel über 12 Mio mal angeklickt. Wir haben deshalb bei Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt nachgefragt und 10 Fragen gestellt, die aktuell im Raum stehen. Ein Summary ist in Arbeit....  .............................................................................................................. Original (07.04.2020) - COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen Interview in german (09.04.2020) English (18.04.2020) - COVID-19 – an interim review or an analysis on the ethics, the medical facts as well as the current and future political decisions  Espanol (18.04.2020) - OVID-19 - una revisión a medio plazo o análisis de la moral, los hechos médicos y las decisiones políticas actuales y futuras COVID-19 – Update von Prof. Paul R. Vogt (20.04.2020) "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt  Covid 19 Film - Therapie so früh wie möglich, Prof. Paul R. Vogt erklärt im Film seinen Standpunkt "1 Jahr COVID-19 - Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Medien" von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt Impfung und Covid19   Frau Dr. Sylvia Nanz (Country Medical Director Pfizer Corporation Austria)   Im Interview       Sind Gesichtsmasken für Kinder unbedenklich?   Im Netz zirkulieren weit reichende Warnungen vor dem Gebrauch von Mund-Nasen-Masken durch Kinder.   Die Gesichtsmasken könnten gesundheitsschädlich sein...     Corona-Impfungen im Faktencheck Masken gehören nicht an das Kinn oder Handgelenk - Wie Sie die Masken richtig verwenden DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ AA ¦  Die korrekte Verwendung von Hygienemasken - Das Wichtigste in Kürze.     Märchen ist widerlegt - Menschen sterben "an" Corona - nicht "mit" Deutsche Pathologenverbände veröffentlichen Ergebnisse ihrer Obduktionen von Covid-19-Patienten. Die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit die Todesursache.     Kinder gelten nicht als Pandemietreiber – obwohl die Fakten auf Anderes schliessen lassen Die Corona-Lage an den Schulen spitzt sich zu: Hunderttausende Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne.      Schulen sind Treiber der Pandemie! Konsequenzen müssen folgen! DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Walter Fürst ¦ Schulen gehören durchaus zu den relevanten „Infektionsumfeldern“. Studien und Fakten, sowie Zahlen wurden bisher leider von den Verantwortlichen unter den Tisch gekehrt.      Restaurants gehören auch dazu Wie kann sich vor einer Erkrankung schützen, eine der häufigsten Fragen in den letzten Monaten? An welchen Orten muss man besonders vorsichtig sein.     Studie - Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen  Antisoziale Merkmale, insbesondere ein niedrigeres Maß an Empathie und ein höheres Maß bei den Werten für Gefühllosigkeit, Täuschung und Risikobereitschaft, standen in direktem Zusammenhang mit einer geringeren Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen.     Der Sinn und der Unsinn von “Mutationsdebatten” DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ Dirk Specht ¦ KOMMENTAR Über Mutationen wird seit Beginn der Covid-19 Pandemie debattiert. Natürlich. Auch das. Wie über alle Themen aus der Epidemiologie.     Mehrere Fälle der Covid-19 - Variante B.1.1.7 auch in der Schweiz entdeckt  Die Covid-19 - Variante B.1.1.7 wurde bereits in etlichen Ländern inzwischen nachgewiesen, jetzt auch mehrfach in Schweiz.         Es wird Zeit, Gastrosuisse und Gewerbeverband auf die Plätze zu verweisen Das Dauergejammere diverser Wirtschafts- und Sportverbände ist kaum auszuhalten. Besonders Gastrosuisse und der SVG (Schweizerischer Gewerbeverband) tun sich besonders negativ hervor.     DMZ – BILDUNG / WISSENSCHAFT ¦  Autoren: Markus Golla ¦ Walter Fürst ¦ Daniel Birkhofer ¦ Eine Analyse   Die Thesen vermeintlicher Experten, dass alles nicht so schlimm sei, dass es gar keine Pandemie gebe, verunsichern viele Menschen und lassen sie an wichtigen Maßnahmen zweifeln, um das Coronavirus SARS-CoV-2 noch einzudämmen. Doch Besserwisser und Leugner gibt es in jeder Krise. Wir sollten sie einfach links liegen lassen, anstatt sie zu sharen und zu liken. So verlockend das auch ist, sie können uns nicht weiterhelfen, auch wenn sie vielen von uns so kompetent und überzeugend erscheinen. Das sind nur Äusserlichkeiten, auf die wir hereinfallen.   "In den sozialen Medien und mittlerweile auch auf der Strasse formiert sich in Sachen Corona gerade eine Allianz des Schwachsinns. In Teilen gewaltbereit. C-Prominente mit Sehnsucht nach Aufmerksamkeit machen mit." Christian Stöcker, Journalist   Fake-News Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie und zu SARS-CoV-2, in Teilen als „Corona-Mythen“ oder „Corona-Lügen“ bezeichnet, werden seit dem Ausbruch der Krankheit COVID-19 vor allem in sozialen Medien verbreitet. Sie umfassen Falschmeldungen, Fake News, pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps, Desinformation und Verschwörungstheorien zu allen Aspekten der Krankheit. Zu ihren Verbreitern gehören verschiedene verschwörungstheoretisch orientierte Gruppen und Personen, Antisemiten, Rechtsextremisten, Esoteriker, Impfgegner, Religionsvertreter, Geschäftemacher, einige Staatsregierungen und Staatsmedien, aber auch verunsicherte Einzelpersonen. Sie berufen sich zum Teil auch auf legitime wissenschaftliche Minderheitenmeinungen; Vorschub wurde aber auch durch eine relative wissenschaftliche Unkenntnis angesichts eines neuen, bisher unbekannten Virus geleistet. Endlich werden international auch Strafverfolgungsbehörden aktiv, die die Verbreitung dieser Straftaten verfolgen.   Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten Die Verantwortung, die den Ärztinnen und Ärzten in solchen Situationen zuwächst, ist eine, die wir aus dem ärztlichen Beruf sehr gut kennen: Es geht darum, im Arzt-Patienten-Verhältnis in Entscheidungssituationen für den Patienten Mitverantwortung zu übernehmen. Dementsprechend ist der Arzt auch für die Folgen dessen, was er rät, mitverantwortlich. Das sollte auch dann die Richtschnur sein, wenn man sich in einer solchen übergeordneten öffentlichen Debatte äussert.   "Aus ärztlicher Perspektive kann ich mich auf keinen Fall gegen gesetzlich verbindliche Richtlinien stellen und Menschen davor warnen, ein Infektionsschutzgesetz zu befolgen, das in strukturierter Art und Weise versucht, den aktuellen Erkenntnistand zusammenzutragen. Als Person kann ich sagen, ich befolge keine Hygieneregeln, da bin ich frei – davon abgesehen, dass das dann vielleicht sanktioniert wird. Aber als Berufszugehöriger kann ich das sicherlich nicht tun."Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel   Verschwörungsgerüchte sind leider nicht nur komisch Verschwörungsmythen haben fast immer einen politischen Aspekt. Sie verunsichern und destabilisieren das Vertrauen in die Verantwortlichen. Die Sozialwissenschaftlerin Nora Pösl, Ruhr-Universität Bochum, stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Glauben an sogenannte alternative Heilmethoden und dem Einstieg in unwissenschaftliche, simplifizierende Weltanschauungen. Nebenwirkungen von Behandlungen würden als absichtsvolles Handeln der Pharmaindustrie konstruiert.   Eine prinzipielle Wissenschaftsfeindlichkeit könne den Glauben an Fake-News und populistische Welterklärungsmodelle befördern, was wiederum anknüpfungsfähig an rechte Ideologien sei. Die Gemeinsamkeiten: einfache Erklärungen für komplexe Probleme, die auf einem Gut-Böse-Dualismus, einem Sündenbock und der Abgrenzung von wissenschaftlichen Methoden beruhen. Spätestens an dieser Stelle muss sich eine Ärzteschaft fragen, inwieweit sie dem Treiben, das ihren Berufsstand belastet, zuschauen möchte.   Erste Freistellungen und Kündigungen von Ärzten mit Falschaussagen In der Schweiz hat man aktuell (14.8.2020 -  wir berichteten) der Amtsarzt per sofort freigestellt, ebenso sein Arbeitgeber Medbase entliess Schregel. Nach einem Artikel über seine streitbaren Äusserungen in Sachen Corona teilte der Wattwiler Amtsarzt Rainer Schregel aus und griff eine Tagblatt-Journalistin persönlich an. Dies nach ihrem Artikel über den Auftritt von Rainer Schregel bei Stricker.TV, teilt AfD- und Verschwörungstheorien. Es wird also bereits richtig reagiert bei Ärzteschaften. Die Ärztekammer Hamburg findet es wenig hilfreich, wenn sich einzelne Ärztinnen oder Ärzte mit persönlichen Meinungsäusserungen hervortun, denen jegliche Evidenz fehlt.   Die Ärztekammer Schleswig-Holstein wird deutlicher: Selbstverständlich bestünde in Deutschland Meinungsfreiheit, auch für Ärztinnen und Ärzte. Da ihren Worten jedoch besonders viel Vertrauen entgegengebracht wird, müsse die persönliche Meinung erkennbar von der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit abgegrenzt sein. Der Patient dürfe durch das Ausleben persönlicher Weltanschauungen des Arztes keinesfalls Schaden erleiden, sei es durch Ablehnung anerkannter Hygiene- und Schutzmassnahmen seitens des Arztes oder Attestausstellungen ohne vorherige Untersuchung. Das wäre nicht hinnehmbar und verstosse gegen ärztliche Kodizes. Die Kammern stünden bundesweit dazu im diskursiven Austausch.   Verschwörerärzte an Podiumsdiskussion «Pro und Contra Corona-Pandemie» ist der Titel der Podiumsdiskussion vom 14.8.2020 auf dem Schlossplatz in Aarau, ein Anlass der "Lösungs-Orientierten Volksbewegung" (LOVB). Dabei sollten gemäss Einladung grundsätzliche Fragen diskutiert und alle Meinungen zu Wort kommen. Darunter waren vor allem Leute, die gar in Abrede stellen, dass das Corona-Virus überhaupt existiert und eine Manipulation der Regierenden und der Wissenschaftler dahinter sehen wollen. Einer davon ist der deutsche Unternehmer Samuel Eckert, der seine Anhänger via Youtube und an Demonstrationen einschwört, sich zu erheben gegen das Corona-Regime. Björn Riggenbach, Arzt aus Neuenburg und der mittlerweile entlassene Amtsarzt Rainer Schregel waren ebenfalls zugegen und warteten einmal mehr mit unbelegbaren, bzw. längst widerlegten Beispielen auf. Ein Anlass übrigens, der an Unprofessionalität kaum zu überbieten war. Nebst der Einseitigkeit und Pro Verschwörer - Haltung der Veranstalter und der beiden schlechten ModeratorInnen, versuchte sich der Verschwörungstheoretiker und Esotheriker Roger Bittel, mit seinem Youtube-Kanal (als Produzent der Aufnahmen des Podiums) als Märtyrer hervorzutun, in dem er eine vor Eigenlob triefenden Ansprache an das Publikum richtete.   Die Aggressionen aus dem Publikum (es waren fast ausschliesslich Corona-Leugnerinnen und -leugner anwesend) waren unüberhörbar. Die Argumente hohle Phrasen. Es ist offensichtlich geworden, dass diese Leute vermeintlichen Experten bloss nach dem Mund reden und sich leider keine eigene Meinung bilden oder vielleicht bilden können.   Arzt ist nicht gleich Experte Während der Corona-Krise meldeten sich immer wieder Ärzte zu Wort - in Medien, gerne auch auf Youtube (weil es sonst niemand hören oder lesen will). Doch kaum einer von ihnen ist ein Experte für Pandemien. Nun meldete sich ein bayerischer Arzt zu Wort. Dr. Daniel Schölz forderte in seinem Aufruf von seinen Ärztekolleginnen und -kollegen: Allgemeinmediziner sollten sich nicht als Virologen aufspielen. Er sagt seinen Kollegen, dass er auch Arzt sei. Dass er sich jetzt auch hinstellen könnte, blasiert irgend einen Mist über SARS-COV-2 von sich geben und sein Ego polieren, bis es transparent ist. Es gebe ein paar Kollegoiden , die so was machen würden. Und die Leute würden denen wie die Lemminge folgen, weil sie "doch Ärzte sind.   "Allgemeinärzte haben recht viel Ahnung von sehr vielen Gebieten, aber auch eben kein Expertenwissen. Und auch die tun gut daran, wenn sie verantwortungsvoll handeln, die Patienten zu Spezialisten zu schicken." Dr. Daniel Schölz   Die Ärztekammern sollten auf die Instrumentalisierung des Berufsstandes im Rahmen der Coronaproteste reagieren. Denn die Rolle von Ärztinnen und Ärzten, die eine Ablehnung der Coronamassnahmen politisieren, ist kritisch zu sehen. Dazu hat Medical Tribune mit Professor Dr. med. Drs. Eckhard Nagel ein Interview veröffentlicht.   Auch Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter sieht es so: "Je nach zugrundeliegenden Hauptinteressen geht dabei vergessen, dass Labor-Diagnostik stets ein Bestandteil der gesamten ärztlichen Diagnosekunst ist. Deswegen: man frage stets die Ärzte an der Front! Dann wird es für diese Herren schnell einmal peinlich. Aber eben, es reicht für das Volk, angeblich plausibel und glaubwürdig argumentieren zu können. Aber eben, an der Spitze der medizinischen Forschung stehen ganz andere Kaliber."   Letzten Endes haben wir es meistens mit Medizinern zu tun, die über eine medizinische Ausbildung verfügen und Ahnung haben, aber auf einem gefährlichen Niveau stehen geblieben sind, sich nicht auf dem Niveau der aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Evaluationen befinden.  Dr. Andreas Keusch, Patientenvertreter   "Wenn nun eine Pandemie wie SARS-CoV-2 ausbricht, wo drastische Schutzmassnahmen getroffen werden müssen, in unglaublich wissenschaftlicher Schnelligkeit Evaluationen und Lösungen eingefordert werden, dann treffen diese 2 Welten knallhart aufeinander, wo diese ignoranten und arroganten Leistungserbringer ansonsten im sonst normalen Tempo von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen langsam vorbereitet werden können. So treffen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse brutal hart auf eingerostetes medizinisches altes Gedankengut. Alles geht viel zu schnell, ohne eben die normale medizinisch-Wissenschaftliche ansonsten gewohnte Evaluation im gewohnten Rahmen abzuwarten, bis die medizinischen Standesgesellschaften auf internationaler und nationaler Ebene die Status Quo Empfehlungen für die Praxis aussprechen."   Verschwörergruppe von Ärzten und Homöopathen Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ hat Anfang August eine Videokonferenz auf Youtube veröffentlicht. Ein Ausschnitt des Videos kursiert nun in den Sozialen Netzwerken. Er enthält teils irreführende Behauptungen zu Gesichtsmasken, PCR-Tests und einem möglichen Covid-19-Impfstoff. Wider Ärzte und keine Experten, die krude Behauptungen verbreiten.   Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ verbreitet in einem Video irreführende Behauptungen zum Tragen von Masken, PCR-Tests und einem möglichen Impfstoff gegen Covid-19. Das originale Video haben die „Ärzte für Aufklärung“ am 5. August auf ihrem Youtube-Kanal hochgeladen. Es ist insgesamt mehr als 17 Minuten lang.   Das Video zeigt Gründer der Initiative „Ärzte für Aufklärung“, die in den vergangenen Wochen durch Kritik an den Corona-Massnahmen aufgefallen ist: Olav Müller-Liebenau, Heiko Schöning und Walter Weber (von links nach rechts, Minute 01:13 im Originalvideo). In der Kurzfassung auf Facebook äussert sich vor allem Walter Weber.   "Walter Weber ist nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der Psychosomatik und Krebstherapie tätig und vertritt eine Theorie, nach der Gesundheit vor allem von der „Harmonie von Körper und Seele“ abhängt. Marc Fiddike ist nach eigenen Angaben Hausarzt und Homöopath, und auch Olav Müller-Liebenau ist laut Einträgen in Ärzte-Datenbanken praktischer Arzt, spezialisiert auf Naturheilverfahren." Also keine Wissenschaftler oder Virenexperten.   Homöopathie Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Von der wissenschaftlichen Medizin wird die Homöopathie daher als pharmakologisch wirkungslose, in einigen Fällen sogar riskante Behandlung abgelehnt. Der Homöopathie wird diesbezüglich vorgeworfen, nicht in angemessener Weise auf diese Befunde zu reagieren. Es fehle an Systematizität. Homöopathie wird deshalb als Pseudowissenschaft angesehen.   Verschwörungstheoretiker von Nebenan Es irritiert auch, wenn man mit einem Mal Verschwörungstheorien von Personen hört, denen man das nie zugetraut hätte: von Verwandten, Bekannten, Nachbarn, Kollegen. Menschen, die man bisher für vernünftige, aufgeklärte Demokraten hielt. Und plötzlich schicken sie über Whatsapp angebliche „Beweise“, wonach ein Coronavirus gar nicht existiere. Dass alle Abstandsregeln bloss Panikmache seien und dahinter ein teuflischer Plan geheimer Mächte stecke. Wieso auf einmal? Bislang gibt es kaum wissenschaftliche Studien darüber, welche Menschen empfänglich für Verschwörungstheorien sind. Klar ist: Männer sind gefährdeter als Frauen. Und es trifft sie vor allem in Lebensphasen, in denen sie sich vor Isolation, der Einengung persönlicher Freiheiten und Kontrollverlust fürchten.   "Nichts ist wie es scheint. Zufälle gibt es nicht. Und: Alles hängt mit allem zusammen. Das sind die drei wichtigsten Merkmale von Verschwörungstheorien. In Zeiten der Corona-Pandemie haben ausgeklügelte Theorien über den angeblichen Ursprung des Virus und die angeblichen Drahtzieher hinter der Pandemie Hochkonjunktur." Prof. Dr. Michael Butter   Wir haben Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP, gefragt, in wiefern das gefährlich sein kann oder welcher Schaden sensible Menschen dabei nehmen, die auf solche Theorien hereinfallen. Ausserdem wollten wir wissen wie es dem Umfeld dabei gehen kann, das ohnmächtig zusehen muss wie ihnen ein Mensch entgleitet. Letztlich die Frage, ob Verschwörungstheorien, Bewegung gar mit Sekten vergleichbar ist.   Gefährlichkeit Der Frage nach dem Potential einer – wie auch immer sich äussernden – Gefahr bzw. Gefährlichkeit hat man sich mit einer gewissen Vorsicht anzunähern. Gefährlich wird es insbesondere dann, wenn AnhängerInnen von Verschwörungstheorien aus dem «Schatten der Verbalisierungen» heraustreten und mittels militanten und somit handfesten Massnahmen konkrete Handlungs-Taten folgen lassen; umgekehrt sind die auf dem verbalen Niveau platzierten und verbleibenden Äusserungen zwar fragwürdig bis dumm, sie verfolgen aber dann eher den Charakter einer Art «Psychohygiene». Ebenfalls beachtenswert ist aber auch der Aspekt der «Stellvertretungshandlungen» und der sozialen Übertragung. Diejenigen Kräfte also, welche z.B. Konformismus unkritisch fördern und damit Individuen in einer anonymisierten Gruppe aufgehen lassen; das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl.   Sensibilität Sensibilität unter der Annahme einer Kontinuumsbetrachtung (kaum sensibel bis hochsensibel) kann bedeuten, dass vor allem kaum sensible Menschen eher bereit sind, irgendwelchen Verschwörungstheorien unkritisch nachzueifern; bei hochsensiblen Menschen ist bekannt, dass sie psychisch sehr darunter leiden können, wenn sie selber keine oder zu geringe eigene Bewältigungs- und Umgangsstrategien haben, um Verschwörungstheorien widerstehen und damit in eine «gesunde Distanz» zu diesen zu treten vermögen. Die Frage eines Schädigungsgrades ist zufolge dessen eher schwierig zu beantworten, weil verschiedene personale (z.B. Naivität oder unreflektierte Gutgläubigkeit) und situative Faktoren (z.B. Gruppendruck, Grad der Konformitätsbereitschaft) jeweils eine Rolle spielen im konkreten Umgang mit der Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien und damit – je nach Ausprägung – sowohl eine Rolle als Stressor oder aber auch als Ressource bilden können.   "Das Zugehörigkeitsgefühl oder das «Wir-Gefühl» hat eine relativ hohe Bindungsattraktivität für Menschen mit eher geringer ausgeprägter Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit sowie vermindertem Selbstwertgefühl." Daniel Birkhofer, Psychologe lic. phil. FSP   Umfeld Jedes Umfeld spielt immer eine zentrale Rolle als eine Art Referenzpunkt für jeden Menschen. Wenn also das Umfeld sogenannt «unsicher» wirkt oder sich als ohnmächtig repräsentiert, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese «Unsicherheitsüberzeugungen» auf AnhängerInnen von Verschwörungstheorien übertragen werden können. Die Vorbildfunktion und vor allem aber auch -wirkung ist eine entscheidende Komponente im Aufbau und auch der Zementierung von Überzeugungen und Menschenbildern. Wer gelernt hat, dass es ein «So ist es und nicht anders» gibt, wird diese Haltung der Rigidität und der Ausgeschlossenheit von weiteren Möglichkeiten tendenziell übernehmen, wenn nicht andere Rollenmodelle Alternativen dazu überzeugend aufzuzeigen vermögen. Menschen trachten immer so gut wie möglich danach, Kohärenz/Stimmigkeit bei sich selber und ihrer Umwelt zu erreichen und dies kann sich auch in der Möglichkeit äussern, sich Erklärungen, Argumenten oder vermeintlichen Wahrheiten hinzugeben, die aber schlichtweg keine sind; die Hauptsache ist, dass die Stimmigkeit so hergestellt werden kann.   Sekte? Der Vergleich zu Sekten oder anderen rigide auftretenden Bewegungen ist insofern gegeben, als dass so etwas beobachtbar und vorherrschend zu sein scheint, wie «Abschottungsmechanismen» gegenüber nicht-verschwörungstheoriekonformen Äusserungen oder der Selbstüberhöhung der eigenen Theorien oder den Nicht-Zugehörigen mit Untergang zu drohen oder diese zu Entpersonalisieren bzw. «schlecht zu reden» und Bagatellisierungsäusserungen. Sind die entsprechenden Communities verbindlicher organisiert, so bestehen durchaus «Bestrafungssysteme» und «-rituale» für abtrünnige Mitglieder; der Zugehörigkeits-Code unterliegt einer hohen sozialen Kontrolle und erhöht damit den psychischen Druck eines Individuums einer solchen Gruppierung stark; das Gefühl «den Rest der Welt gegen sich zu haben» ist eine grosse Beeinflussungs- und damit Konformismus förderliche Grösse, die in solchen Organisationen bewusst initiiert werden (man hat sich unterzuordnen um jeden Preis). Das Kollektiv wird dannzumal als höherwertig eingestuft als das Individuum; das Gefügigmachen wird als «normal» und systemerhaltend erachtet. Solche organisationalen Haltungen und Menschenbilder sind also eine Gefahr für Individuen, die sich kaum getrauen eine eigenen Meinung aufzubauen und diese auch argumentativ zu vertreten.    Covid19 – Widerlegte Youtube Videos  zusammengestellt von Markus Golla (Stand 13.8.2020)   NEU: Faktencheckliste auf Mimikama NEU: Faktencheckliste auf Correctiv NEU: Faktencheckliste auf APA NEU: Faktencheckliste auf ZDF NEU: Faktenchekliste auf Meduni Wien NEU: Artikelliste aller Presseaussendungen Da die Fülle der Videos im Netz mittlerweile unüberschaubar sind, haben wir einige Videos mit den entsprechenden Gegenüberstellungen zusammengefasst. Wir erweitern gerne diese Liste, sollte hierfür der Bedarf entstehen. Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck SPIEGEL zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck BR24 zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Welt.de zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Correctiv zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck NZZ zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck Focus zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ARD zu Dr. Wolfgang Wodarg Faktencheck ZDF zu Dr. Wolfgang Wodarg Artikel Die Zeit zu Dr. Wolfgang Wodarg Auszug: „Die Behauptung, dass die jetzigen Quarantäne Maßnahmen unsinnig und übertrieben sind, lässt sich nicht bestätigen. Sämtliche bisherigen Statistiken, Auswertungen und Aussagen von anderen Fachleuten zeigen recht deutlich, dass es im Gegenteil gefährlich ist, SARS-CoV-2 zu unterschätzen.“ (MIMIKAMA) Faktencheck MIMIKAMA zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck ZDF 2 zu Prof. Sucharit Bhakdi Faktencheck SWR3 zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Pharmazeutische Zeitung zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Deutsche Presseagentur  zu Prof. Sucharit Bhakdi Artikel Scienceblog  zu Prof. Sucharit Bhakdi Auszug: „Mediziner Bhakdi unterschätzt Gefährlichkeit des Coronavirus“ (Deutsche Presseagentur) Faktencheck MIMIKAMA zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck Norddeutscher Rundfunk zu Dr. Claus Köhnlein Faktencheck ZDF zu Dr. Claus Köhnlein Bericht Frankfurter Allgemeine zu Dr. Claus Köhnlein Auszug: „Der Arzt ist in gewissen Kreisen keine unbekannte Person: Bereits in der Vergangenheit bestritt er vehement die Entstehung von AIDS, eine HIV-Infektion habe damit gar nichts zu tun. Seiner Meinung nach führt der Konsum von Drogen, Medikamenteneinnahme, Anwesenheit von Pestiziden und Schwermetallen, Mangelernährung, Luftverschmutzung oder nur Stress zu der Erkrankung.“   Kritik an Studie  Zeit.de zu Dr. Hendrik Streeck Kritik an Studie  Focus zu Dr. Hendrik Streeck Nachfragen an Studie  Welt.de  zu Dr. Hendrik Streeck Auszug: „Unplausible Zahlen und nicht aufs ganze Land übertragbar: Fachleute zweifeln an der Aussagekraft der Heinsberg-Studie. Sie gebe keinen Anlass, Kontaktsperren zu lockern.“ Faktencheck MIMIKAMA zu Heiko Schrang Artikel von Zeit online über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Meditieren, heilen, Juden hassen“ Artikel von Deutschlandfunk über Heiko Schrang zum Thema „Heiko Schrang und Rechte Esoterik“ Artikel von Fokus über Heiko Schrang zum Thema „Rechte Esoteriker verbreiten Antisemitismus im Internet“ Auszug:“ Die Schlussfolgerung, dass es sich bei dem hypothetischen Szenario in Wirklichkeit um einen großen Plan für wasauchimmer handelt, ist in sehr vielen Punkten einfach nur unhaltbar und exakt das, wie es anfangs bereits genannt wurde: eine Verschwörungstheorie eines Mannes, der hauptsächlich auf Youtube, esoterischen Seiten und teils auch rechtsgerichteten Seiten sein Publikum findet.“ (MIMIKAMA) Artikel von Salzburger Nachrichten über Ernst Wolff Artikel von Tiroler Tageszeitung über Ernst Wolff Kritik von Bell Tower über Ernst Wolff  Auszug:“Laut Brodnig handelt es sich dabei um vielfach „unbelegte Meinungen und Spekulationen, die aber enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen“. (Salzburger Nachrichten) Artikel vom Standard über Dr. Michael Spitzbart Artikel von Correktiv über Dr. Michael Spitzbart Artikel von T-Online über Dr. Michael Spitzbart Auszug:“ Der Salzburger Arzt Michael Spitzbart verkündet in einem Facebook-Posting recht vollmundig: „Vitamin C tötet Viren höchst effektiv ab.“ In China seien die Neuinfektionen zurückgegangen, weil die Chinesen 50 Tonnen hochdosiertes Vitamin C verteilt hätten.“Wir distanzieren uns entschieden von den geposteten Aussagen des Mitarbeiters und halten ausdrücklich fest, dass die genannten Behandlungsformen nie innerhalb der Caritas zur Anwendung gekommen sind.“ (Standard) Artikel von Huffpost über Dr. Rashid Buttar (Video wurde vom Netz genommen – 6.5.) Artikel von Science the wire zur Aussage von Prof. Luc Montagnier Kritik von Health Feedback zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Kritik von European Scientist zu den Aussagen von Prof. Luc Montagnier Psiram.com über Prof. Luc Montagnier Faktencheck von Correktiv zu Stefan Homburg Faktencheck von Osnabrücker Zeitung Faktencheck von ZDF Faktencheck von ZDF zu Ken Jebsen Faktencheck von T-Online zu Ken Jebsen Gegenüberstellung zu den Videos von Ken Jebsen ARTIKEL ZU BILL GATES & der Coronavirus Bill Gates finanzierte Das PIRBRIGHT Institute, Das ein Patent auf das Coronavirus besitzt Faktenchecks zu diesen Artikel: MIMIKAMA MIMIKAMA 2 Correctiv Weitere „Angebliche Faktenseiten“:  Fakten zu Covid-19 Gegendarstellung zu SWPRS von der Tagesschau Weitere Faktenchecks   Correctiv    Wodarg, Bhakdi, Köhnlein, Schrang, Wolff, Spitzbart, Buttar, Montagnier, Homburg, Jebsen verdienen extrem viel Geld mit den gezielten Lügen Wer Schwurbler pathologisiert, übersieht, dass gerade die Meinungsführer ihren Unsinn sehr gezielt und bewusst verbreiten – und damit Interessen verfolgen. Manche verdienen so ihren Lebensunterhalt, etwa durch Werbeeinnahmen auf Youtube oder das Verkaufen von Büchern. Bhakdi hat aktuell ein Buch auf dem Markt, nachdem er den Verkauf im Vorfeld mit aufsehenerregenden Falschmeldungen angekurbelt hat. Die Leute der Corona-Leugner sind darauf hereingefallen und haben brav, das in allen Punkten widerlegte "Werk" gekauft. Andere lechzen nach Aufmerksamkeit (abgewählte oder entlassene Ärzte - Wodarg, Schregel...). Wieder andere wollen einfach ihre rechtsradikalen, antisemitischen Positionen durchsetzen. Unter dem Vorzeichen der Coronakrise verbreiten sie Inhalte, die sie schon seit Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Öffentlichkeit tragen. Dass die Gläubigen nicht realisieren, dass sie ausgenutzt werden, liegt im Plan der Sache. Schlau eingefädelt und zugeschnitten auf die potentielle Kundschaft.   Wolfgang Wodarg Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück. Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“.   Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen, 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmassnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig. Der Biophysiker Richard Neher sagte, die Aussage Wodargs, dass es dieses Virus schon lange gebe, sei falsch und klar durch die Tatsache widerlegbar, dass der gemeinsame Vorfahre des Virus erst wenige Monate alt sei, so . Verschiedene Medien prüften Wodargs Behauptungen auf Richtigkeit und kamen zu dem Schluss, seine Aussagen zum neuartigen Coronavirus widersprächen grösstenteils den belegbaren Fakten. Manche seiner Aussagen seien weder widerlegbar noch belegbar, erwiesen sich aber bei genauer Betrachtung als irreführend. Es würden Tatsachen vermischt, die nichts miteinander zu tun hätten.   Weitere falsche Thesen Luc Montagnier ist der Meinung, die Coronavirus-Pandemie sei in einem Labor von Menschen verursacht worden, worauf das unnatürliche Vorhandensein von HIV-Elementen und Malariakeimen im Genom des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 hindeute. In dem seit den 2000er Jahren auf Coronaviren spezialisierten Wuhan National Biosafety Laboratory habe sich ein „industrieller“ Unfall ereignet. Claus Köhnlein sagt, dass die Zahl der Covid-19-Infektionen nicht höher ist als bei grippalen Infektionskrankheiten in der Vergangenheit. „Der Bevölkerung wird immer eingebläut, dass die Fallzahlen scheinbar exponentiell steigen“, sagt Köhnlein. Das sei aber tatsächlich nicht der Fall. Es werde kumulativ berichtet: Verdreifache sich die Zahl der Testung, verdreifache sich die Zahl der positiv Getesteten. Der Anteil der positiv Getesteten bleibe aber immer gleich. Es werde nur suggeriert, dass sich hier etwas ausbreite; in Wirklichkeit breite sich aber nur der Test aus.   Bei der Corona-Pandemie handelt es sich um eine deutlich dramatischere Situation mit einer erheblich höheren Sterblichkeit als bei den Grippeepidemien, wenngleich wir uns auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität verlassen müssen. Mitten in der Coronakrise hat das RKI Zahlen zum Verlauf der aktuellen Grippewelle vorgelegt: In Deutschland starben laut der Behörde 411 Menschen an der Influenza, 4,3 Millionen waren mit Symptomen beim Arzt. An oder im Zusammenhang mit Corona starben dagegen bereits 7533 Menschen! (Stand 12. Mai). Das sind Zahlen, die ich in meinem klinischen Alltag nicht erlebt habe. Natürlich argumentiert Köhnlein plausibel, wenn er einen Zusammenhang der Fallzahlen zur Anzahl der Tests herstellt. Mir kommt dabei aber die hohe Ansteckungsfähigkeit des Virus viel zu kurz. Denn sogar Patienten mit nur leichten Symptomen oder gar beschwerdefreie Virusträger geben das Virus weiter. Das ist der grosse Unterschied zur Influenza: Damit ist man zwar ähnlich ansteckend, aber die meisten Infektionen gehen von symptomatischen Virusträgern aus. Bedacht werden muss aber, dass Grippe-Patienten schon mindestens einen Tag vor Beginn der ersten Krankheitsanzeichen und danach noch bis zu einer Woche hochansteckend sind.     Die hohen Fall- und Erkrankungszahlen nach dem Besuch von Faschingsveranstaltungen, Fussballspielen und Südtirol-Heimkehrern ohne wesentliche Beschwerden belegen die enorme Ansteckungsfähigkeit bei Covid-19, die Anlass für die vielen restriktiven Massnahmen ist. Rund vier von fünf Covid-19-Infektionen verlaufen mild, mitunter sogar symptomfrei.   Bhakdi - Das Buch „Corona Fehlalarm?“ verspricht Fakten und steckt voller Polemik und Zynismus Das Buch „Corona Fehlalarm?“ ist eine Rundumkritik am Umgang mit Covid-19: Die Beschränkungen seien falsch und überzogen. Corona sei viel harmloser als alle behaupten, zumindest Politik und Medien. Wer Kritik äussere, werde gezielt diffamiert. Und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als politische Entscheidungsgrundlage dienten, seien höchst ungesichert. Das die schlaue Vorbereitung, dass jegliche Kritik zum Vornherein von den Corona-Leugnern eben als solche gesehen wird - Diffamierung. Es funktioniert auch hier. Diese Leute werden nach Belieben gesteuert und merken es nicht.    Die beiden Autoren, die Wissenschaftler Sucharit Bhakdi und Karina Reiss, scheinen der Meinung zu sein, erst einmal müssten Unsicherheiten ausgeräumt sein, bevor man Schlüsse zieht. Als wäre Vorsorge für Feiglinge. Wenn aber wie im März in Italien die Menschen sterben, soll Politik dann wirklich sagen, „geben wir besser erstmal eine Langzeituntersuchung in Auftrag“? Das Online-Portal Telepolis hat zu solchen Argumenten geschrieben: Dann müsste man sich auch fragen, warum die Feuerwehr noch ausrückt in Deutschland, so ganz ohne Datenbasis. Wisse man denn genau, ob das Gebäude überhaupt brennbar ist? Ob der Rauch wirklich so giftig ist? Ob da Menschen drin sind, vielleicht sogar unter 80 Jahren? Und in der Logik dieses Buchs müsste man ergänzen: Und ob die Menschen in dem Haus nicht schon Vorerkrankungen haben?   Unterstellungen und rhetorische Fragen Das ist zynisch. Und beim Lesen bleibt unklar, ob Reiss und Bhakdi das wirklich so meinen. Das Problem an diesem Buch ist,  dass an vielen Stellen offenbleibt, wie genau denn ihre Position lautet – ausser, dass sie dagegen sind. Die prägenden Stilmittel dieses Buchs sind das Geraune, die rhetorische Frage, die Unterstellung und die Andeutung. Die wichtigsten Mittel, beim Erfinden und Verbreiten von Mythen.   Alex Benesch schreibt zu dem Buch: "In seinem vorherigen Buch verbreitete er Panik, vor Diphterie (der “Würge-Engel” der wegen Impf-Müdigkeit bei uns einen “Flächenbrand” auslösen kann), Tetanus (wo er die Horror-Auswirkungen auf den Erkrankten betont), Pertussis usw. Sein Mantra: “Unbedingt weiter impfen!” Beim Thema der gewöhnlichen Grippe warnte er, dass die Viren die Lunge schädigen und daraufhin Bakterien sich einnisten und eine bakterielle Lungenentzündung auslösen. Bhakdi empfiehlt, sich jedes Jahr die Grippeimpfung zu “gönnen”.   Man muss nur wollen Wie unglaubwürdig die aktuellen Aussagen von Bhakdi im Buch sind, beweist er also mit seinen persönlichen Überzeugungen. Bhakdi ist aus gutem Grund ein Hardliner bei den Befürwortern von Impfungen. Das dürfte seine Gefolgschaft nicht freuen, denn die sind zumeist Impfgegner. Ein weiterer Beweis wie schlecht, bzw. gar nicht, Verschwörungstheoretiker recherchieren. Es ist so schnell und einfach der Beweis erbracht, zu fast jedem sich stellenden Frage. Man muss nur wollen. Und das will die Gefolgschaft anscheinend nicht.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: RKI meldet 89.282 Corona-Neuinfektionen und 118 Todesfälle - Welle baut sich rasch auf (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM ¦ AA ¦                   Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Corona-Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (27. September) mit 334,9 angegeben.   Dies ist der Wert, den das RKI-Dashboard um 03.40 Uhr auflistet. Am Dienstag der Vorwoche hatte die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch bei 259,0 gelegen.   Die Inzidenz liefert allerdings kein vollständiges Bild der Infektionslage. Fachleute gehen seit langer Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.   Corona in Deutschland: Viele Infektionen werden nicht erkannt oder gemeldet Weiter meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 89.282 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 60.237) und 118 Todesfälle (Vorwoche: 146) innerhalb eines Tages. Auch hier sind Vergleiche der Daten wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt aussagekräftig. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 33.041.332 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Insgesamt weist das RKI-Dashboard 149.576 Todesfälle für Deutschland in Verbindung mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie aus.   Corona in Deutschland: Entwicklung der vergangenen Woche im Überblick Tag Neuinfektionen Todesfälle Inzidenz Dienstag (27 September) 89.282 118 334,9 Samstag (24. September) 46.964 90 308,9 Freitag (23. September) 50.800 93 294,7 Donnerstag (22. September) 56.978 106 281,4 Mittwoch (21. September) 56.715 90 264,6 Dienstag (20. September) 60.237 146 259,0 Quelle Dashboard Robert Koch-Institut/RKI         Quellen:  RKI COVID-19 Germany (arcgis.com) Risklayer (Deutschland) Johns-Hopkins-Universität  RKI View larger map Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: Potenzial zur Vermeidung der Umweltbelastung (Tue, 27 Sep 2022)
DMZ –  UMWELT / MM ¦ AA ¦                                      Trotz zahlreicher bereits umgesetzter Massnahmen gelangen in der Schweiz immer noch viele Kunststoffe als Makro- und Mikroplastik in die Umwelt. Der Bundesrat hat in Beantwortung von vier Nationalrats-Postulaten am 23. September 2022 einen Bericht verabschiedet, der aufzeigt, warum Kunststoff in die Umwelt gerät und wo es Verbesserungspotenzial gibt.   Die Schweiz verfügt über ein gut funktionierendes Entsorgungssystem und setzt auf allen Ebenen zahlreiche Massnahmen um. Dennoch gelangen jährlich rund 14’000 Tonnen Makro- und Mikroplastik in die Umwelt, sei dies während der Herstellung von Kunststoffen, der Nutzung oder der Entsorgung. Kunststoffe zerfallen durch natürliche Prozesse in immer kleinere Teilchen und bauen sich nur langsam ab – mit negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit. Mittlerweile werden überall Kunststoff-Fragmente nachgewiesen, in Ozeanen und dem arktischen Eis, in den Bergen, in Flüssen, Seen, Sedimenten, Böden und in der Luft.   Der Bundesrat hat in Erfüllung von vier Postulaten (18.3196 Thorens Goumaz, 18.3496 Munz, 19.3818 Flach und 19.4355 der CVP-Fraktion) einen Überblick über die «Kunststoffe in der Umwelt» verfasst. Der Reifenabrieb verursacht mehr als die Hälfte der Kunststoffrückstände. Weitere wichtige Ursachen sind das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen (Littering) sowie Kunststoffe im Grüngut, die anschliessend mit Kompost und Gärgut in die Umwelt gelangen. Zu Kunststoffeinträgen führen zudem verschiedene Herstellungs- und Entsorgungsprozesse, die Bau-, Land- und Forstwirtschaft, Sport- und Spielplätze sowie die privaten Haushalte. Zu Hause gelangen Kunststoffe beispielsweise als Inhaltsstoffe in Kosmetika oder beim Waschen von synthetischen Textilien übers Abwasser in die Gewässer.   Potenzial zur Entwicklung von kreislauffähigen Materialien Zwar werden in der Schweiz seit Jahren auf vielen Ebenen zahlreiche Massnahmen umgesetzt, um die Umweltbelastung durch Kunststoffe zu vermindern: zum Beispiel mit den Sammelstellen für PET-Getränkeflaschen, dem Trennen der Abfälle fürs Recycling oder mit Sensibilisierungskampagnen und Sanktionen gegen Littering. Dennoch gibt es gemäss Bericht ein Potenzial zur Verbesserung. Dabei soll der Fokus primär darauf liegen, Abfälle zu vermeiden und kreislauffähige Materialien und umweltschonenden Alternativen zu fördern. Der umweltgerechte Einsatz von Kunststoffen in der Bau-, Land- und Forstwirtschaft soll angekurbelt sowie Einträge von Mikroplastik in die Umwelt (wie beim Reifenabrieb) eingedämmt werden. Zielführend ist gemäss Bericht eine Kombination aus Sensibilisierungsmassnahmen, Entwicklung neuer Technologien, Verfahrensoptimierungen sowie Verboten und Geboten.   Aktuell läuft eine Vielzahl von Aktivitäten, die auch zu einer Verbesserung des Recyclings von Kunststoffen beitragen werden. Unter anderem diskutiert das Parlament über eine Revision des Umweltschutzgesetzes aufgrund der parlamentarischen Initiative der Nationalratskommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-NR 20.433) «Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken». Vor diesem Hintergrund verzichtet der Bundesrat vorläufig darauf, im Rahmen des Berichts die Umsetzung zusätzlicher Massnahmen im Bereich der Kunststoffe vorzuschlagen.         Herausgeber Der Bundesrat https://www.admin.ch/gov/de/start.html  Generalsekretariat UVEK https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home.html  Bundesamt für Umwelt BAFU https://www.bafu.admin.ch  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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DE: „Mehr als zehn Prozent unserer Kinder wachsen mit Misshandlung auf“ (Tue, 27 Sep 2022)
An der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig forschen Wissenschaftler:innen zu langfristigen Folgen von Misshandlung im Kindesalter. Foto: Colourbox An der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig forschen Wissenschaftler:innen zu langfristigen Folgen von Misshandlung im Kindesalter. Foto: Colourbox DMZ – MEDIZIN ¦ Markus Golla ¦                                         An der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig forschen Wissenschaftler:innen zu langfristigen Folgen von Misshandlung im Kindesalter. Foto: Colourbox    Vernachlässigungen und emotionale Misshandlungen sind meist weniger offensichtlich und deshalb schwerer zu erfassen als körperliche Übergriffe. Sie sind aber wahrscheinlich ebenso schädlich für die Entwicklung von betroffenen Kindern.   Im Interview erklärt der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Kai von Klitzing, dass Betroffene ein Leben lang Probleme mit der Regulation von Stress haben. An der Universität Leipzig forscht er zu den langfristigen Folgen von Misshandlungen im jungen Alter und hat dazu kurz vor dem Weltkindertag am 20. September ein Fachbuch mit dem Titel „Vernachlässigung – Betreuung und Therapie von emotional vernachlässigten und misshandelten Kindern“ veröffentlicht.   Prof. von Klitzing, Sie schreiben in Ihrem Buch, emotionale Vernachlässigung ist für Kinder genauso schädlich wie körperliche Misshandlung. Wie lässt sich das in der Forschung herausfinden und messen? „Bei der Analyse der von unserer Forschungsgruppe an der Medizinischen Fakultät untersuchten Gruppe von 306 Kindern mit Misshandlungserfahrungen hat sich gezeigt, dass die emotionale Misshandlung bei weitem die häufigste Misshandlungsform ist, unter welcher die Kinder leiden. Hierzu gehören zum Beispiel wiederholte verbale Erniedrigungen wie „du taugst nichts“ oder „du Missgeburt“, die Missachtung elementarer emotionaler Bedürfnisse oder die Verweigerung jeglicher altersangemessener Selbstständigkeit. Von den 129 Kindern, die auch über körperliche Übergriffe berichteten, hatten 126 gleichzeitig auch emotionale Misshandlungen und Vernachlässigung erlebt. Bei der Analyse der Folgeerscheinungen wie Depressionen, Suchterkrankungen, aber auch Herz-Kreislauferkrankungen, ist es deswegen schwierig herauszufinden, welche Misshandlungsformen schädlicher sind. Ich denke aber, dass auch körperliche Übergriffe ihre toxischen Wirkungen auf das Kind vor allem dann entfalten, wenn sie mit Lieblosigkeit und Herabwürdigung in der Eltern-Kind-Beziehung gepaart sind.“   Im Rahmen der Studie „Analyzing pathways from childhood maltreatment to internalizing symptoms and disorders in children and adolescents“ (AMIS) wird an der Medizinischen Fakultät zur seelischen Entwicklung von Kindern nach stressvollen Lebenserfahrungen geforscht. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse bisher?   „In der zweiten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Phase unseres Verbundprojektes untersuchen wir, wie sich der mit Misshandlungen verbundene Stress langfristig auf die Entwicklung der betroffenen Kinder auswirkt. Unsere ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Stressregulation mit zunehmendem Alter der betroffenen Kinder deutlich verändert. Misshandelte Kinder scheinen ihr biologisches Stresssystem dauerhaft herunter zu regulieren, was sie auf ihrem weiteren Lebensweg bei Herausforderungen des täglichen Lebens weniger flexibel macht. Dies kann dann zu Verhaltensproblemen führen, welche die Kinder sozial immer mehr zu Außenseitern macht. Dabei wird deutlich, dass nicht nur übergriffige Ereignisse wie zum Beispiel Gewalthandlungen in der Familie für das Kind extrem stressvoll sind. Vielmehr stellt auch die Abwesenheit einer liebevollen Umwelt, auf die das Kind eigentlich angewiesen ist, eine chronische Quelle schwer verträglichen Stresses dar. Wir sehen aber auch, dass positive Beziehungserfahrungen außerhalb der Familie, wie beispielsweise mit einer engagierten Lehrerin, Freunden oder professionellen Helfern, eine deutliche Schutzwirkung entfalten. Hieraus leiten wir mit der AMIS-Forschungsgruppe unser psychotherapeutisches Behandlungsprogramm iKET (individualisierte Kind und Eltern orientierte Therapie) ab, das wir aktuell in einer klinischen Studie evaluieren.“   Welches sind die wichtigsten therapeutischen Prinzipien von iKET? „Nur die wenigsten misshandelten Kinder erhalten trotz ihres erheblichen Leidens in unserem Land eine ausreichende Psychotherapie. Dies liegt an der Unzulänglichkeit ihres Umfeldes, denn Kinder sind darauf angewiesen, dass ihre Sorgeberechtigten sie auch zur Therapie bringen. Deshalb haben wir die erste Phase unseres strukturierten, circa sechs Monate dauernden Behandlungsansatzes sehr stark auf die Eltern ausgerichtet, um mit ihnen ein Arbeitsbündnis zu erarbeiten. Wo dies nicht gelingt, weil die Verhältnisse zu schlecht sind, sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter:innen des Jugendamtes und der im Rahmen des Kindesschutzes initiierten Erziehungshilfe angewiesen. Wenn die Zusammenarbeit mit Eltern und der Jugendhilfe ausreichend etabliert ist, versuchen wir, den Kindern eine zeitlich begrenzte, aber verlässliche psychotherapeutische Beziehung anzubieten, in deren Rahmen sie ihre seelischen Wunden bearbeiten können. Oft geht es auch darum, ihre verständliche Wut über die nicht erfahrene Liebe und Wertschätzung in weniger selbstzerstörerische, sondern in konstruktive Bahnen zu lenken.“   Wie hat sich der Umgang mit psychischen Problemen von Kindern in den vergangenen Jahren verändert? „Sicher ist die Sensibilität gegenüber psychischen Problemen von Kindern höher geworden. Die Bereitschaft, Kinder in ihrer Bedürftigkeit aber auch in ihrem seelischen Leiden wahrzunehmen und ihnen zu helfen, ist gestiegen. Trotzdem findet sich unsere Gesellschaft damit ab, dass mehr als zehn Prozent unserer Kinder nach wie vor in misshandelnden Lebensbedingungen aufwachsen. Die Kinder zahlen dafür einen hohen Preis, nämlich ein deutlich erhöhtes, lebenslanges psychisches und körperliches Krankheitsrisiko. Aber auch die Gesellschaft zahlt dafür einen Preis in Form von erhöhtem Suchtmittelkonsum, Kriminalität, verschwendeten menschlichen Ressourcen und vermindertem Zusammenhalt.“   Welche seelischen Einflüsse haben aktuelle Ereignisse wie die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine auf Kinder? „Die Corona-Pandemie hat das Problem der Kindesvernachlässigung wie unter einem Brennglas zugespitzt. Besonders in der ersten Phase der Pandemie wurden bald die Kindergärten und Schulen geschlossen. Auch die Jugendämter und Sozialdienste stellten zeitweise ihre Hausbesuche ein. Die Kinder durften sich ja noch nicht einmal auf dem Pausenhof treffen, wo man ihnen wenigstens eine warme Mahlzeit hätte anbieten können. Schon gesunde Kinder haben darunter gelitten. Diejenigen, die in einem vernachlässigenden Milieu leben, waren ganz auf sich gestellt. Nach der Wiedereröffnung haben wir dann in unseren Ambulanzen Kinder und Jugendliche gesehen, deren eh schon schlechte soziale Situation sich dramatisch zugespitzt hatte. Gleichzeitig waren unsere Behandlungsmöglichkeiten durch die coronabedingten Kontaktregeln reduziert. Wir müssen diesen Auswirkungen im weiteren Pandemieverlauf und bei künftigen Pandemien einfach mehr Rechnung tragen. Welchen Effekt der Krieg in der Ukraine auf die Kinder hat, ist noch nicht wirklich abzusehen. Eine steigende Kriegsgefahr zeigt sich beispielsweise in einer Zunahme von Angstsymptomen vor allem bei den Kindern, die ihre Sorgen nicht mit fürsorglichen Eltern teilen können. Die Kinder, die selbst im Krieg leben oder mit ihren Familien vor dem Krieg fliehen müssen, sind natürlich besonders betroffen.“   Zur Person: Kai von Klitzing ist Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an der Universität Leipzig und war langjähriger Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie, und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Leipzig. Zusammen mit Dr. phil. Lars White leitet er an der Medizinischen Fakultät das Verbundprojekt AMIS. Kürzlich erschien sein aktuelles Fachbuch unter dem Titel: „Vernachlässigung – Betreuung und Therapie von emotional vernachlässigten und misshandelten Kindern“. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. 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Milliardär Rinat Achmetow verklagt Russland vor dem Europäischen Gerichtshof für (Tue, 27 Sep 2022)
Bild von Shutterstock erworben Bild von Shutterstock erworben DMZ –  TIPPS ¦ Maya West ¦                                                        Bild von Shutterstock erworben   Menschenrechte, dem höchsten europäischen Zivilgericht. Die Klage wurde am 27. Juni 2022 von System Capital Management (SCM), einer Holdinggesellschaft für Achmetows Finanzvermögen, eingereicht. Sie fordert eine Entschädigung für die "schwerwiegenden Verletzungen seiner Eigentumsrechte" durch Russland, die in erster Linie auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine zurückzuführen sind. In der Klage wird die Höhe der von Achmetow geforderten Entschädigung nicht genannt, sie dürfte jedoch in die Milliarden gehen.   Hintergrund Achmetows Nettovermögen belief sich laut Forbes im Jahr 2013 auf 15,4 Milliarden Dollar. Die politischen und militärischen Aktionen Russlands haben diese Zahl jedoch seither erheblich verringert. Im Jahr 2014 begannen die von Russland unterstützten Separatisten mit Kämpfen in der Ostukraine, wo sich viele von Achmetows Sachwerten befinden. Außerdem drangen die russischen Streitkräfte am 24. Februar 2022 in die Region ein und begannen eine Offensive, die Mitte Juli noch andauerte. Achmetows Nettovermögen ist aufgrund des andauernden Krieges schwer zu schätzen, aber Analysten sind sich einig, dass es in den letzten neun Jahren drastisch gesunken ist.   Wirtschaftliche Auswirkungen Zusätzlich zu der Klage beantragte Achmetow eine gerichtliche Verfügung, um Russland daran zu hindern, sein Eigentum, insbesondere seine Produktionsstätten in der Ostukraine, weiter zu beschädigen. Diese Werke wurden in den letzten Monaten durch direkte Artillerieangriffe und Plünderungen erheblich zerstört. Achmetow weist darauf hin, dass diese Aktionen die Preise für Getreide und Stahl weltweit in die Höhe getrieben haben, da dies wichtige Exportgüter für die Ukraine sind. Darüber hinaus führt der Verlust von Getreide zu Hungersnöten in Ländern wie Moldawien, Libanon, Niger und Madagaskar, die in Bezug auf Getreide fast vollständig von der Ukraine abhängig sind.   Rinat Achmetow hat die russische Invasion in der Ukraine scharf verurteilt: "Das Böse darf nicht ungestraft bleiben. Russlands Verbrechen gegen die Ukraine und unser Volk sind ungeheuerlich, und die Schuldigen müssen zur Verantwortung gezogen werden". Er fügte hinzu: "Diese barbarischen Handlungen müssen gestoppt werden, und Russland muss in vollem Umfang dafür bezahlen." Dmitri Peskow, ein Sprecher des Kremls, reagierte auf die Klage mit der Aussage, dass Russland nicht in die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte falle. Der Kreml hat bereits früher Vorwürfe zurückgewiesen, seine Streitkräfte würden Vorräte aus den besetzten ukrainischen Gebieten stehlen.   Mariupol Die Kombination mehrerer Faktoren macht Mariupol zu einem attraktiven militärischen Ziel für Russland. Die Stadt verfügt über eine umfangreiche industrielle Infrastruktur, die sie zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum in der Ukraine macht. Die dortigen Produktionsanlagen könnten leicht zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen umfunktioniert werden, insbesondere was die aus Beton und Stahl hergestellten Ausrüstungen betrifft. Außerdem ist Mariupol die einzige große ukrainische Stadt, die nahe an der russischen Grenze liegt, so dass ihre Einnahme Russland eine Landbrücke von der Halbinsel Krim aus verschaffen würde. Diese Region gehört offiziell zur Ukraine, obwohl sie seit 2014 unter russischer Kontrolle steht.   Infolgedessen war der russische Beschuss von Mariupol besonders heftig und hat einen Großteil der Stadt in Schutt und Asche gelegt. Die Angriffe auf diese Stadt haben auch die ukrainische Wirtschaft lahmgelegt. Die Einwohnerzahl von Mariupol betrug vor dem Krieg etwa 400.000, doch die meisten Bürger, die durch die Angriffe obdachlos geworden sind, wurden in andere Städte evakuiert. Mitte Juli lebten weniger als 100.000 Zivilisten in Mariupol.   Ihre Bedrohung durch die russischen Streitkräfte war nach Berichten aus erster Hand brutal. Vadym Boychenko, Bürgermeister von Mariupol, berichtete im April, dass die Zahl der zivilen Opfer in seiner Stadt 10.000 erreicht habe. Mehrere Beobachter haben auch Angriffe auf zivile Ziele gemeldet, darunter ein Theater, das als Schutzraum genutzt wurde. Associated Press berichtet, dass bei diesem Angriff 600 Menschen getötet wurden.   Das Werk Asow-Stahl Ein Großteil des Vermögens von Achmetow befindet sich in der ostukrainischen Stadt Mariupol, darunter auch das Eisen- und Stahlwerk Asow-Stahl. Dieses Werk war ein wichtiges Ziel russischer Angriffe und die größte Ursache für den finanziellen Schaden von Achmetow, der im Mai 2022 Verluste in Höhe von 17 bis 20 Mrd. USD aus diesem Werk meldete. Diese Zahl umfasst die physischen Schäden an diesen Anlagen und die Einnahmeverluste aufgrund der fast vollständigen Stilllegung von Asow-Stahl.   Viele Zivilisten waren in den unterirdischen Tunneln und Bunkern von Asow-Stahl untergebracht, während sie auf ihre Evakuierung warteten. Im Mai berichtete Swjatoslaw Palamar, stellvertretender Befehlshaber der ukrainischen Streitkräfte in Mariupol, dass russische Truppen die Anlage gestürmt hätten und damit gegen die Waffenruhe verstoßen hätten, die eine Evakuierung der Zivilbevölkerung ohne russischen Widerstand ermöglicht hätte. Kreml-Sprecher Peskow wies diese Behauptungen zurück und erklärte, die humanitären Korridore von Asow-Stahl blieben bestehen. Planet Labs PBC legte jedoch Satellitenbilder vor, die Rauch aus den Gebäuden auf dem Werksgelände zeigen. Bojtschenko berichtete, dass sich zum Zeitpunkt des Angriffs über 200 Zivilisten in Asow-Stahl aufhielten.   Der Fall der Stadt Mariupol Mitte Mai waren die letzten ukrainischen Verteidiger in Mariupol nach zwei Monaten heftiger Kämpfe im unterirdischen Komplex von Asow-Stahl eingeschlossen. Diese Kräfte bestanden aus dem Asow-Bataillon und der Nationalgarde, denen bald die wichtigsten Vorräte wie Lebensmittel, Wasser und Munition ausgingen. Darüber hinaus wurden Hunderte von ukrainischen Soldaten verwundet und konnten nicht ausreichend medizinisch behandelt werden.   Das Regiment Asow berichtete am 16. Mai, dass es den Befehl erhalten habe, seine Mitglieder mit allen Mitteln am Leben zu erhalten. In Übereinstimmung mit diesen Befehlen stimmten die ukrainischen Streitkräfte einem Waffenstillstand zu und begannen mit der Planung der Evakuierung ihrer Soldaten, beginnend mit den Verwundeten. Die erste Evakuierung erfolgte am 17. Mai mit einer Gruppe von 53 Soldaten, die in ein Krankenhaus in Nowoasowsk gebracht wurden. Diese Stadt befindet sich in der ukrainischen Oblast Donezk, die unter russischer Kontrolle steht.   In den folgenden Tagen wurden weitere 211 Verwundete nach Olenivka, einer anderen Stadt in Donezk, gebracht. Etwa 2 500 ukrainische Soldaten wurden aus Asow-Stahl evakuiert und in verschiedene Städte in dieser Region transportiert. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. 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Stairway To Heaven oder Highway To Hell? – Die Grünen müssen sich entscheiden.  (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ – GESELLSCHAFT / POLITIK ¦ Peter Metzinger ¦    KOMMENTAR   "Das Initiativkomitee der SaferPhone-Initiative hat entschieden, die Trägerstruktur für die Initiative neu aufzubauen, damit der Fokus auf dem Inhalt der Initiative liegen kann“, ist auf der Website der SaferPhone Initiative zu lesen. Die Plattform WeCollect stellte gar die Unterschriftensammlung ein – ein bisher einmaliger Vorgang.   Es ist noch nicht lange her, dass eine Bekannte dem Schreibenden erzählte, sie traue sich nicht, für 5G einzustehen, denn zu heftig seien dann die Anfeindungen, wie sie sie auch schon erfahren musste. Doch das Blatt scheint sich gewendet zu haben. Was letzte Woche passierte, ist nicht weniger als eine "Erschütterung im Gefüge der Macht“, ausgelöst durch einen Shitstorm von hauptsächlich Twitter-Aktivisten, die sich dagegen zur Wehr setzen, dass die Schweiz auf der Basis von Falschinformationen und Verschwörungsmärchen in die Steinzeit des Internets zurück katapultiert werden soll.    Unter den Aktivisten für Wissenschaft und Aufklärung befinden sich auffallend viele, die sich schon während der Pandemie gegen Falschinformationen und für Evidenz-basierte Massnahmen engagiert hatten. Ganz offensichtlich hat es in der öffentlichen Wahrnehmung einen Wandel gegeben, der dazu führte, dass sich nicht nur Schwurbler und professionelle Desinformateure lautstark zu Wort meldeten, sondern dass auch Teile der schweigenden Mehrheit motiviert wurden, sich aktiv für Wissenschaft und Evidenz zu engagieren, anstatt stillschweigend zu dulden, wie die Errungenschaften der Aufklärung zunichte gemacht werden sollen. Vielleicht können wir den Rückfall ins Mittelalter doch noch verhindern.    Das Initiativkomitee will nun nach eigenen Angaben eine neue Organisation gründen, die die bisherige Trägerorganisation Frequencia ablöst, um die Initiative erfolgreich durch die Fundraising-Phase zu führen und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Initiative zu ermöglichen. Wie wird es nun weitergehen?  Die SaferPhone Initiative will den "Gesundheitsschutz vor der nichtionisierenden Strahlung (NIS), umgangssprachlicher Elektrosmog genannt, in der Bundesverfassung verankern“. Dies betrifft nicht nur den Mobilfunk: "Bund und Kantone treffen Massnahmen zum Schutz der Menschen, Tiere und Pflanzen sowie ihrer Lebensräume vor technisch erzeugter nichtionisierender Strahlung. Sie sorgen für den Einsatz emissionsarmer Techniken in allen Anwendungsbereichen. Anlagen und Geräte halten den Grundsatz der tiefstmöglich erreichbaren Exposition ein. Die Grenzwerte werden entsprechend diesem Grundsatz geregelt.“    Für den Mobilfunk und sämtliche anderen Funktechniken (Amateurfunker, Achtung!) wollen die Initianten: "Für Funkverbindungen sind kurze Übertragungsstrecken und eine geringe Exposition Dritter massgebend. Die Versorgung der Wohn- und Geschäftseinheiten mit Fernmeldediensten erfolgt grundsätzlich über das Kabelnetz. Bund und Kantone bevorzugen und fördern den Einsatz von funkfreien Techniken."   Damit soll unter anderem erreicht werden, dass Mobilfunkantennen nicht mehr in Innenräume strahlen können. Stattdessen sollen wir unsere Handys nur noch übers WLAN benutzen können und Computer sollen per Kabel mit dem Internet verbunden werden. Wer schon einmal Telefonanrufe mit dem Handy übers WLAN getätigt hat, weiss ein Lied davon zu singen, wie schlecht die Qualität sein kann.    Das alles könnte man gelassen zur Kenntnis nehmen, wenn wir uns darauf verlassen könnten, dass die Politik das Wort „Gesundheitsschutz“ ernst nehmen würde. Denn wenn etwas – wie zum Beispiel Mobilfunk – nicht gesundheitsschädlich ist, braucht es keinen Schutz davor. Wir könnten also Handys, Amateurfunk und andere Anwendungen ohne weiteres benutzen wie bisher. Nebenbei bemerkt: jedes Kabel, durch das Strom fliesst, strahlt!    Es gibt nämlich keinen wissenschaftlichen Beleg für solche Schädigungen. In den drei Jahrzehnten der Nutzung von Mobilfunk ist es nicht gelungen, eine schädliche Wirkung nachzuweisen – erst recht nicht, wenn sich die Strahlung innerhalb der Grenzwerte bewegt, die in der Schweiz obendrein zehnmal schärfer sind, als im Ausland. Krankheitsbilder, die im Ausland zehnmal häufiger oder stärker auftreten, als in der Schweiz, sind ebenfalls nicht bekannt.    Doch leider hat sich in der Pandemie ebenfalls gezeigt – wie auch schon beim Kampf gegen den Klimawandel – dass sich die Politik nicht unbedingt an der wissenschaftlichen Evidenz orientiert, sondern an dem, was Politiker als mehrheitsfähig erachten. Für die Beurteilung dieses Kriteriums zählt dann oft die „Lautstärke“, mit der Forderungen und Behauptungen in die Öffentlichkeit posaunt werden. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass sich die „Jedi-Ritter der Aufklärung" weiterhin für die Fakten engagieren und jeden Versuch,  Falschinformationen über angebliche Schädlichkeit von Mobilfunk öffentlich und gnadenlos mit den Fakten attackieren.    Besonders interessant zu beobachten wird nun sein, wie sich die Grüne Partei positioniert. Wird sie den Spagat schaffen zwischen einer Politik der Wissenschaftlichkeit beim Klimawandel und einer Politik des Aberglaubens beim Mobilfunk oder wird sie sich entscheiden müssen, und wenn ja, wie wird diese Entscheidung ausfallen?    Setzen sich die Mobilfunkgegner und die Anhänger des Elektrosmog-Märchens durch, dürfte der ohnehin schon schwere und seit langem andauernde Kampf gegen die Klimakrise noch zusätzlich erschwert werden. Wer glaubt schon einer Partei, die sich bei einem Thema, das uns alle direkt betrifft, Aberglaube und Falschinformation auf die Fahne geschrieben hat?    Die Grünen müssen sich entscheiden, was ihnen wichtiger ist – der lohnenswerte Kampf gegen den realen, menschengemachten Klimawandel oder der Kampf gegen wissenschaftlich unbewiesene, vermeintliche und nirgendwo zu beobachtende Gesundheitsschädigung durch Elektrosmog. Die Handynutzer werden (sich) merken, wie diese Entscheidung ausfällt, eine Entscheidung zwischen Himmel und Hölle für uns alle.  Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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CH: "Neutrale" Schweiz exportiert Munition nach Katar (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ –  POLITIK / MM ¦ A. Aeberhard ¦                       KOMMENTAR   Der Bundesrat zeigt einmal mehr ganz klar und unmissverständlich auf, dass es keine Neutralität in der Schweiz gibt. Immer nur dann, wenn die Schweiz auch Verantwortung übernehmen sollte, versteckt man sich hinter dieser Scheinneutralität.   Die Schweiz gehört weltweit zu den grössten Kriegsmateriallieferanten und verdient jährlich Milliarden an Kriegen. Alleine in diesem Zusammenhang ist "Neutralität" das letzte Wort, das einem bei diesem kriegstreiberischen und von Profitgier gesteuerten Akt in den Sinn kommt.    Am 23. September 2022 wurde vom Bundesrat ein Gesuch für die Ausfuhr von rund 6000 Schuss Munition nach Katar beurteilt und dessen Bewilligung beschlossen. Unglaublich, so oder so.   "Das Gesuch betrifft 27mm-Munition, die für die Bordkanone des europäischen Kampfflugzeugs «Eurofighter» bestimmt ist. Im Rahmen seiner Güterabwägung hat der Bundesrat die in der Gesetzgebung vorgesehenen Beurteilungskriterien berücksichtigt.", heisst es in einer Kurzmitteilung lapidar. Nach seinem Dafürhalten gebe es keine zwingenden Gründe für ein Verbot dieser Ausfuhr. Weitere Worte sind hier zwecklos. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Pfund stürzt auf niedrigsten Stand seit 37 Jahren (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ –  POLITIK ¦ Dirk Specht ¦                                  KOMMENTAR   Wir werden solche Nachrichten häufiger sehen. Die neue Premierministerin nimmt 6% des BIP in die Hand, um die Energiepreise zu subventionieren und finanziert das über neue Schulden – die Steuern für Spitzenverdiener werden parallel gesenkt.   Die Regierungen Europas sollten vorsichtig sein, mit den seit der Finanzkrise geübten Mechanismen fortzusetzen. Mit viel Gießkannengeld Märkte am Laufen halten und niemandem weh zu tun, ist in dieser Energiekrise ein gefährliches Spiel: Das kann deren Ursachen verstärken und es ist so teuer, dass es die Leistungskraft der Staaten sprengen könnte. Die ist ohnehin reduziert, weil die vorherigen Krisen noch wirken und aus den Bilanzen längst nicht verschwunden sind.   Die Europäer sollten sich mit ihrer Energiewirtschaft mal ernsthafter anlegen und die stärkeren Schultern mit den Kosten der Krise belasten, sonst könnten diese Umverteilungsmaschinen im hohen dreistelligen Milliardenbereich Folgen haben, die kaum noch kontrollierbar sind. Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der DMZ ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst die Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Zwangsversorgung in der Schweiz (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ - SOZIALES / HISTORISCHES ¦ Patricia Jungo ¦   Die stattliche Anzahl von 60‘000 Menschen wurden im letzten Jahrhundert unschuldig in Psychiatrien, Strafanstalten, Erziehungsheimen und Arbeitserziehungsinstitutionen untergebracht und so administrativ versorgt. Als Erziehungsmittel setzte man Zwangsarbeit ein.   Am Montag wurden die Erkenntnisse einer unabhängigen Expertengruppe in drei Büchern publiziert. Eine ehemalige Zwangsversorgte stellte sich beispielsweise in einem der Bücher die Frage, ob man zu der Zeit leere Gefängnisse mit unehelichen Kindern haben füllen wollen. Die Frau war in Bellechasse FR inhaftiert und kannte weder den Grund für ihre Anwesenheit dort noch die Dauer ihres Aufenthalts. Dabei konnte man den Inhaftierten keine Delikte vorwerfen. Vielmehr war ihre Lebensweise nicht nach dem Geschmack von Vormündern und Behörden. Sie wurde als «liederlich, arbeitsscheu» oder «sittlich gefährdet» bezeichnet. Manche Menschen wurden rasch als «geistig abnorm, aber arbeitsfähig» beurteilt und in einer Institution untergebracht. Im Jahre 2014 hatte der Bundesrat die Expertenkommission gegründet, welche seither tausende von Dokumenten aus Archiven prüfte; dies gestützt auf die Aussagen der administrativ Versorgten.   Seit September 2020 sind Schlussbericht und Empfehlungen beim Bundesrat und die Betroffenen bekommen Entschädigungen. Untersuchungszeitraum war die Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1981. Den genauen Beginn der Zwangsmassnahmen kann man zeitlich nicht situieren. In jedem Kanton galten zudem andere Regeln. Der administrativen Versorgung fehlte jegliche Gesetzesgrundlage und dennoch wurde sie für verschiedenen Zwecke gebraucht. Man wollte vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten unter Kontrolle haben, auch Süchtige und Personen, die als „unmoralisch“ galten; insbesondere Frauen. Mit der Zeit konnten auch «rebellische» Jugendliche dem System nicht mehr ausweichen. Die drei Bücher geben Einblick in den Alltag der Versorgten und auch die Praxis der Behörden wird beleuchtet. Im Mittelpunkt stand die Arbeit. Man sah in ihr das geeignete Mittel, eine Veränderung bei den Insassen zu bewirken. In Wirklichkeit waren aber für die Vorstände der Institutionen mehr Gewinn und Rentabilität im Vordergrund als die Besserung der Zöglinge. Es kam auch vor, dass diese für ein Taschengeld bei Privatunternehmen arbeiten mussten, an die sie vermittelt worden waren. Auch die Unternehmen Migros-Fleischverarbeitungsbetrieb Micarna, der Automatenbauer Selecta oder das Freiburger Elektronikunternehmen Saia profitierten von billigen Arbeitskräften aus der Anstalt Bellechasse. Auf der Internetseite der Expertenkommission können alle Publikationen unentgeltlich in elektronischer Form eingesehen werden.  
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CH: Tierhaltung - Aquarienfische sind keine Deko-Objekte (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ – TIERWELT ¦ MM ¦ AA ¦                                         Aquarienfische gehören zu den beliebtesten Heimtieren in der Schweiz: Rund drei Millionen Individuen leben in Schweizer Haushalten*. Doch viele führen ein tristes Leben. Interessierte sollten sich daher vor dem Kauf eines Aquariums über die Bedürfnisse der künftigen Bewohner informieren und sich das nötige Fachwissen aneignen.   Sie schillern in bunten Farben und sind Blickfang in manchem Wohnzimmer: Aquarienfische sind attraktiv und verführen zu Spontankäufen. Viele von ihnen haben allerdings nur geringe Überlebenschancen. «Wir gehen davon aus, dass ein beträchtlicher Teil der Spontankäufer mit der Pflege eines Aquariums überfordert ist», sagt Kaspar Jörger, Abteilungsleiter Tierschutz beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. «Viele der spontan gekauften Fische sterben bereits in den ersten Monaten. Bei richtiger Haltung können manche Arten jedoch weit über zehn Jahre alt werden.»   Viel Fachwissen und Erfahrung nötig Aquarienfische sind empfindsame Wesen, verfügen über soziale Intelligenz und sind lernfähig. Sie artgerecht zu halten, ist entsprechend anspruchsvoll: Es braucht viel Wissen rund um artspezifische Bedürfnisse, Wasserqualität, Aquariengrösse und -einrichtung, Fütterung und Vergesellschaftung. Und es gibt Hunderte unterschiedlicher Arten von Aquarienfischen. Fehlen Fachwissen und Erfahrung, leiden die Tiere und sterben einen verfrühten, grausamen Tod – denn unerfahrene Fischhalter können das Leiden der Fische oft nur schwer erkennen.    Fünf Handlungsempfehlungen In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tierschutz STS, fair-fish, der Fachstelle Fischwissen, dem Verband Zoologischer Fachgeschäfte der Schweiz VZFS sowie dem Schweizerische Dachverband der Aquarien- und Terrarienvereine SDAT will das BLV die artgerechte Haltung von Aquarienfischen fördern.Fünf Handlungsempfehlungen sollen potentiellen Fischhaltern helfen: Der Kauf von Aquarienfischen muss gut überlegt und geplant sein (kein Spontanentscheid) Sich vor dem Kauf umfassend über die Ansprüche der gewünschten Fische zu informieren, ist unerlässlich Das Aquarium sollte möglichst gross bemessen sein Nur Fische mit gleichen Ansprüchen an die Wasserqualität gemeinsam halten Anfänger sollten maximal zwei oder drei Arten in einem Aquarium halten. Weitere Informationen zur tiergerechten Haltung von Fischen und zu Aquarien auf der Webseite www.aquarienfisch.ch. Hier kann auch die Broschüre «Aquarienfische – passende Aquarien, richtige Einrichtungen und geeignete Artenwahl» heruntergeladen werden. Sie gibt Auskunft über die Grundlagen der Fischhaltung und zu einigen der beliebtesten Arten.    Tierheime und Fischauffangstationen Wer seine Aquarienfische nicht mehr artgerecht halten kann oder will, bringt sie am besten in eine Fischauffangstation, etwa zu AquaLuz in Sursee. AquaLuz arbeitet mit dem Schweizer Tierschutz STS zusammen und hat im Jahr 2020 rund 17'000 Aquarienfische aufgenommen und gepflegt. Für 11'000 Tiere konnten neue Halter gefunden werden.   *Quelle: Verband für Heimtierhaltung, Statistik Heimtierpopulation         Herausgeber Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen http://www.blv.admin.ch  Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
Ausflugstipps In unregelmässigen Abständen präsentieren die Macherinnen und Macher der Mittelländischen ihre ganz persönlichen Auflugsstipps.  Rezepte Wir präsentieren wichtige Tipps und tolle Rezepte. Lassen Sie sich von unseren leckeren Rezepten zum Nachkochen inspirieren. Persönlich - Interviews "Persönlich - die anderen Fragen" so heisst unsere Rubrik mit den spannendsten Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern.

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Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen: Was Eltern wissen solltenMedikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen: Was Eltern wissen sollten (Mon, 26 Sep 2022)
DMZ –  GESUNDHEIT / WISSEN ¦       www.suchtschweiz.ch   Mehrere Dutzend Todesfälle in den letzten drei Jahren haben gezeigt, dass der Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen tragische Folgen haben kann. Medikamente mit Abhängigkeitspotential sind leicht zugänglich und werden oft mit anderen Substanzen gemischt. Wenn Eltern vom Medikamenten-Missbrauch ihrer Kinder erfahren sind sie meist völlig überrascht und fühlen sich hilflos. Doch Eltern können bedeutenden Einfluss nehmen.   Die neue Broschüre von Sucht Schweiz zum Thema klärt auf und gibt wichtige Tipps zum Gespräch mit den Jugendlichen.  Der Konsum von psychoaktiven Medikamenten findet oft im Ausgang und in Gruppen von Gleichaltrigen statt. Der Medikamentenkonsum geht meist unter dem Radar der Eltern durch, diese sind in der Regel überrascht und bestürzt, wenn sie erfahren, dass ihre Kinder solche Medikamente missbrauchen. Dabei stehen Benzodiazepine (Beruhigungsmittel), Codein/Dextromethorphan (Hustensirupe) und opioidhaltige Schmerzmittel im Fokus.   Die Beschaffung solcher Medikamente erfolgt bisweilen im Medikamentenschrank der Eltern. Relativ einfach ist der Zugang heute auch über Soziale Medien oder im Freundeskreis. Manche Jugendliche beschaffen sich die Medikamente auch in Apotheken oder im Darknet.   Tipps für Eltern Mit finanzieller Unterstützung des Nationalen Alkoholpräventionsfonds und der Gesundheitsdirektion des Kantons Waadt stellt Sucht Schweiz nun wichtige Hilfsmittel für Eltern zur Verfügung. Denn viele Eltern fühlen sich unsicher, wie sie denn mit den Jugendlichen das Gespräch suchen können, sei es zur Prävention oder wenn man das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt. In der Kommunikation mit den Jugendlichen ist es dabei zentral, keine Vorwürfe zu machen, sondern der eigenen Besorgnis Ausdruck zu verleihen und eine klare Haltung zu vertreten: Mit Medikamenten zu experimentieren ist zu gefährlich.   Mit der Broschüre zum Missbrauch von Medikamenten werden die Eltern auch über die Medikamente, die Einnahmemotive und die Risiken aufgeklärt und erhalten wichtige Tipps, was sie tun können. Zum Beispiel sollten Medikamente an einem unzugänglichen Ort aufbewahrt werden. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die eigene Haltung und der Umgang mit Arzneimitteln: Werden negative Gefühle und kleine Beschwerden gleich mit Medikamenten bekämpft? Die Broschüre vermittelt auch Ideen, wie die dem Medikamenten-Missbrauch manchmal zu Grunde liegenden Bedürfnisse auf risikofreie Art befriedigt werden können: Zum Beispiel mit dem Einüben eines anderen Umgangs mit negativen Gefühlen oder mit Leistungsdruck, oder auch durch das Schaffen von starken Erlebnissen in der Freizeit.   Bei der Kommunikation mit den Jugendlichen kann auch der gleichzeitig herausgegebene Flyer für Jugendliche hilfreich sein. Die Broschüre und der Flyer eignen sich ideal zum Verteilen durch Schulen, an Elternabenden oder durch Fachstellen.   Auch strukturelle Massnahmen werden nötig Neben der Prävention im Elternhaus sind aber gleichzeitig die Behörden gefordert: Auch auf politischer und rechtlicher Ebene muss etwas gehen. Zum Beispiel sollte für alle codein- und dextromorphanhaltigen Arzneimittel eine Rezeptpflicht eingeführt werden. Zudem sollten solche Medikamente in der Verordnung über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel nicht mehr Ausnahmen von der strengsten Kontrolle geniessen dürfen.   Der Konsum nimmt zu und kann tödlich sein Laut der SchülerInnenstudie Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) haben im Jahr 2018 4.5% der 15-jährigen Buben und 4.1% der gleichaltrigen Mädchen mindestens einmal im Leben Medikamente genommen, um psychoaktive Effekte zu erleben. Bei den Buben bedeutet dies eine klare Steigerung im Vergleich zum Jahr 2006.   Zu den Gefahren von missbräuchlichem Medikamentenkonsum gehören eine erhöhte Risikobereitschaft, Unfälle und eine Suchtentwicklung, aber auch soziale Probleme. Mischkonsum (mit Alkohol, Cannabis oder anderen Drogen) ist besonders riskant. Er erhöht das Risiko für schwerwiegende Vorfälle oder gar Todesfälle durch Herzkreislaufprobleme und Atemstillstand, wie mehrere Dutzend Todesfälle unter jungen Menschen in den letzten drei Jahren zeigen.   Auskunft: Sucht Schweiz Markus Meury Mediensprecher mmeury@suchtschweiz.ch Tel.: 021 321 29 63 Meistgelesener Artikel Jeden Montag wird jeweils aktuell der meistgelesene Artikel unserer Leserinnen und Leser der letzten Woche bekanntgegeben. Unterstützung Damit wir unabhängig bleiben, Partei für Vergessene ergreifen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen können, brauchen wir Sie. Mein Mittelland Menschen zeigen ihr ganz persönliches Mittelland. Wer gerne sein Mittelland zeigen möchte, kann dies hier tun -> Mein Mittelland
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