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Auf dem Weg zu ausgewogenen Geschlechteranteile in der Filmförderung

DMZ - KULTUR ¦

#mittellaendische ¦

 

Bei rund der Hälfte der 2018 vom Bundesamt für Kultur geförderten Spielfilme führen Frauen die Regie. Ähnlich hoch ist der Anteil der Autorinnen bei den unterstützten Drehbüchern. Dies geht aus den neuesten Statistiken zur Filmförderung des BAK hervor.

2018 ist das Jahr mit dem höchsten Frauenanteil seit der Einführung von geschlechterspezifischen Förderstatistiken. Bei 46 Prozent der geförderten Spielfilme führt eine Frau Regie, von den Spielfilmdrehbüchern stammen 43 Prozent von Autorinnen. Bei der Entwicklung von Dokumentarfilmen wurden mit 54 Prozent mehr Projekte von Autorinnen als von Autoren unterstützt. Bei der Dokumentarfilm-Regie lag der Frauenanteil bei 29 Prozent.

Bei allen Förderinstrumenten und Filmgenres entsprach der Frauenanteil bei den geförderten Projekten mindestens dem Frauenanteil bei den eingereichten Gesuchen. Dies ist das Ziel des Förderungskonzepts 2016-2020 des BAK in der selektiven Filmförderung. Seit 2016 lässt sich denn auch ein leichter Trend zu höheren Förderquoten für Projekte von Frauen beobachten. 2018 lag im Bereich Spielfilm für die Regie der Anteil der von Frauen eingereichten Gesuchen bei 38 Prozent, für das Drehbuch bei 36 Prozent.

 

Das BAK setzt sich für Gender-Statistiken im Schweizer Filmschaffen ein

Verlässliche Zahlen sind eine wichtige Grundlage für einen konstruktiven Austausch zur Gleichstellung der Geschlechter in der Filmbranche. Das BAK hat deshalb 2017 Gender-Statistiken in verschiedenen Bereichen des Schweizer Filmschaffens initiiert. Auf Basis der Erhebungen soll im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit den regionalen, kantonalen und privaten Filmförderinstitutionen sowie der SRG SSR eine Studie in Auftrag gegeben werden, welche die künftige Diskussion über die Geschlechtergleichstellung im Schweizer Filmschaffen auf eine solide Daten- und Faktenbasis stellen wird.