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Wachsendes Bewusstsein für die Frühe Förderung

DMZ - BILDUNG / ARBEITSWELT ¦

 

Eine externe Evaluation der kantonalen Strategie zur Frühen Förderung 2015 bis 2020 zeigt, dass Kanton, Gemeinden und Fachorganisationen gut unterwegs sind. Viele Massnahmen konnten realisiert werden. Die Vernetzung und Zusammenarbeit wurden verbessert. Beim Austausch unter den Gemeinden und bei der Unterstützung durch den Kanton gibt es noch Verbesserungspotential. Die Evaluation dient als Grundlage für die Berichterstattung zur Strategie. Diese wird die Regierung dem Kantonsrat voraussichtlich im Frühjahr 2021 zusammen mit einer erneuerten Strategie für die Jahre 2021 bis 2026 vorlegen.

 

Die Strategie zur Frühen Förderung im Kanton St.Gallen wurde im August 2015 von der Regierung verabschiedet und läuft bis Ende 2020. Es handelt sich dabei um eine interdepartementale Strategie des Departementes des Innern, des Bildungsdepartementes und des Gesundheitsdepartementes. Auf ihrer Grundlage haben Kanton, Gemeinden und Fachorganisationen verschiedene Massnahmen verwirklicht. Die nun erfolgte Evaluation zeigt, dass die Strategie von allen Umsetzungspartnern als wichtige Orientierungsgrösse geschätzt wird und diese über das Jahr 2020 hinaus weitergeführt werden soll. Die Regierung hat deshalb der interdepartementalen Steuergruppe Frühe Förderung den Auftrag gegeben, die Strategie auszuwerten und für die Jahre 2021 bis 2026 zu erneuern.

 

Gute Noten für die Umsetzung der Strategie

Als erster Schritt zur Auswertung und Erneuerung der Strategie wurde eine externe Evaluation in Auftrag gegeben. Diese untersuchte den kantonalen Umsetzungsprozess, die Umsetzung der kantonalen Massnahmen, den Nutzen der Strategie für die Beteiligten und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Fachorganisationen. Dazu wurden Vertretende des Kantons, der Gemeinden und Fachorganisationen befragt sowie Dokumente ausgewertet. Die Evaluation kommt zum Schluss, dass die Strategie Frühe Förderung gut umgesetzt wird. Die Schwerpunkte seien richtig gewählt und könnten beibehalten werden. Es sei aber weiterhin wichtig, dass das Thema bei Entscheidungstragenden und in der Gesellschaft präsent bleibe. Die Evaluation zeigt zudem, dass Gemeinden und Fachorganisationen über die Strategie und deren Handlungsempfehlungen informiert sind und diese für sie nützlich sind. Auch der mit der Strategie verbundene Förderkredit für Familienzentren sei, vor allem für die Gemeinden, wichtig. Verbesserungspotenzial besteht hingegen gemäss Evaluation bei der Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden, sowie beim Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden.

 

Wichtige Fortschritte in der Vernetzung

Auf Ebene der kantonalen Massnahmen konnte einiges erreicht werden. So wurden zum Beispiel Familienzentren beraten, gefördert und vernetzt, Leitsätze für den Übergang vom Frühbereich in den Kindergarten erstellt oder regionale Fach-Netzwerke «Mutterglück» zur Früherkennung und -intervention bei postpartaler Depression geschaffen. Zudem wurde die Vernetzung durch regelmässige Konferenzen für Fachorganisationen und durch die Benennung von kommunalen Kontaktpersonen für die Frühe Förderung und eine jährliche Konferenz für diese verbessert. Einzelne kantonale Massnahmen haben sich mangels personeller Ressourcen verzögert oder konnten nicht im geplanten Umfang umgesetzt werden. Dies betrifft beispielsweise die Entwicklung von Hilfsmitteln für die Erkennung und Unterstützung von Familien mit besonderen Bedürfnissen oder den personellen Ausbau der kantonalen Elternbildung im Frühbereich.

 

Nutzen für Fachorganisationen und Gemeinden

Fachorganisationen und Gemeinden nehmen ein wachsendes Bewusstsein für die Anliegen der Frühen Förderung in Politik und Gesellschaft wahr. Die Fachorganisationen haben mit der Strategie eine bessere Argumentationsgrundlage für ihre Arbeit erhalten. Sie schätzen zudem, dass Initiativen zur Vernetzung untereinander entstanden sind und sich die Zusammenarbeit verbessert hat. Die Gemeinden stellen eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Schulen im Bereich der Frühen Förderung fest. Zudem verbesserte sich in den Städten die ressortübergreifende Zusammenarbeit und in den kleinen Gemeinden (< 3'000 Einwohnende) die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Viele kommunale Kontaktpersonen Frühe Förderung sind der Meinung, die Strategie unterstütze die gesunde Entwicklung von kleinen Kindern und habe insgesamt zu einer kohärenteren Politik der Frühen Förderung geführt.

 

Akteure werden in weitere Schritte involviert

Der Evaluationsbericht sowie die Strategie sind online unter www.soziales.sg.ch (→ Kinder und Jugendliche → Frühe Förderung → Kantonale Strategie) zu finden. Die Ergebnisse fliessen in die Berichterstattung der Regierung zur Strategie zuhanden des Kantonsrats ein. Im weiteren Prozess werden sowohl Fachorganisationen als auch Gemeinden und Schulträger involviert. Die Berichterstattung zusammen mit einer erneuerten Strategie für die Jahre 2021 bis 2026 soll dem Kantonsrat bis im April des kommenden Jahres vorliegen.

 

 

Quelle: Kanton St.Gallen


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