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Aufforsten mit Drohnen

Die vom Unternehmen Flash Forest entwickelte Drohne schafft es, die Baumsamen zusammen mit Nährboden und Nährstoffen in den Boden zu schiessen
Die vom Unternehmen Flash Forest entwickelte Drohne schafft es, die Baumsamen zusammen mit Nährboden und Nährstoffen in den Boden zu schiessen

DMZ – TECHNIK/DIGITAL ¦ Patricia Jungo ¦

 

Der Forstwirtschaft stehen heutzutage moderne Hilfsmittel zur Verfügung und der grösste Teil der Arbeit wird von sogenannten Vollerntern ausgeführt. Wenn es jedoch darum geht, neue Bäume zu pflanzen, kommt auch die Technik an ihre Grenzen und meist passiert da Platzieren der Setzlinge noch durch Menschenhand.

 

Angesichts der traurigen Tatsache, dass in den letzten zehn Jahren weltweit etwa 4,7 Millionen Hektar Wald verloren gegangen sind, kann man sich vorstellen, wie viele Mitarbeiter und Schaufeln für das Aufforsten notwendig wären. Diese Überlegungen haben sich auch zwei Startups aus den Vereinigten Staaten gemacht. Sie haben das Ziel, Wälder nun mit Hilfe von Drohnen wieder aufzuforsten.

 

Die vom Unternehmen Flash Forest entwickelte Drohne schafft es, die Baumsamen zusammen mit Nährboden und Nährstoffen in den Boden zu schiessen. Zu diesem Zweck wurde am Flugobjekt eine spezielle Zündvorrichtung angebracht. Mit der Druckluft dringt dann der Samen tief genug in die Erde ein. Die Startup, die unter anderem auch per Crowdfunding finanziert wurde, hat eine recht eindrückliche technologische Entwicklung durchlaufen. Am Anfang war die Drohne nur unmerklich schneller als ein menschlicher Baumpflanzer.

 

Mit der Zeit schaffte sie es aber, innerhalb von drei Minuten bis zu 165 Kapseln in den Boden zu schiessen. Bei einem maximalen Preis von fünfzig Cent sollen bis zum Jahr 2028 mit diesem Verfahren eine Milliarde neuer Bäume gepflanzt werden. Noch einen Schritt weiter in Sachen Hightech ging die Firma Droneseed aus Seattle. Vor dem Aussähen erfassen die Drohnen aus der Luft zuerst die Bodenbeschaffenheit. Dies erlaubt, beispielsweise einen felsigen Untergrund aufzuspüren, wo keine Samen ausgebracht werden. Mittels der Technik wird ein detailliertes 3D-Modell der zu bepflanzenden Fläche erstellt, welches der Berechnung der Flugrouten für die einzelnen Pflanz-Drohnen dient. Nach dem Versenken der Samen im Boden startet die Nacharbeit, bei der auch wiederum Drohnen eingesetzt werden. So können die jungen Setzlinge zum Beispiel bei Bedarf aus der Luft mit Nährstoffen versorgt werden.

 

 

Quellen: 

±FAZ/www.trendsderzukunft.de±


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