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Das Julfest – die Wintersonnenwende

DMZ – KULTUR ¦ Patricia Jungo ¦

 

Für die Kelten und Germanen war die Nacht vom 21. Auf den 22. Dezember eine besonders «magische» Nacht. Mit dem Julfest feierten sie die Sonnengeburt und den Beginn eines neuen Jahres. Diese auf der Nordhalbkugel der Erde längste Nacht des Jahres, die wir als Wintersonnenwende bezeichnen, wird heute zwar vor allem in Skandinavien noch gefeiert, hat aber eher eine astronomische Bedeutung bekommen. Die Sonne erreicht bei der Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel ihren niedrigsten Stand. Daher handelt es sich um die längste Nacht des Jahres.

 

Dies lässt sich aus der Geometrie der Erdbahn erklären, welche kreisförmig um die Sonne herum verläuft. Die Achse der Erdrotation ist um 23,4 Grad geneigt zu der Ebene, auf welcher die Erde die Sonne umkreist. Der grösste Abstand und maximale Winkel von den Mittelpunkten von Sonne und Erde sowie dem Erdpol wird zur Wintersonnenwende erreicht. Dann steht die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der Erde, dem Breitenkreis auf 23,4 Grad südlicher Breite.

 

Genau zu diesem Zeitpunkt geschieht auf der Südhalbkugel die Sommersonnenwende. Vor der Christianisierung feierte man in unseren Breitengraden bei der Wintersonnenwende den Anfang des neuen Jahres. Die 12 Raunächte, die der längsten Nacht folgten, galten als die geheimnisvollste Zeit des Jahres. Das Alte und Neue, die Helligkeit und Dunkelheit fochten ihren Streit aus. Das Neue brauchte noch Zeit sich zu entwickeln und in seine wahre Form zu kommen. Noch heute wird in Skandinavien das Julfest gefeiert und in skandinavischen Sprachen heisst «Jul» Weihnachten. Die Wiedergeburt der Sonne nach dem Tod durch den Winter wird mit verschiedenen Bräuchen gefeiert. Das Haus wird mit immergrünen Pflanzen verziert, das Julfeuer entfacht und Geschenke übergeben und entgegengenommen.

 

 

Quelle: +dertagdes.de± 


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