Archiv - Januar 2019

Foto: World Vision
Foto: World Vision

31.01.2019 - jp

Von guter Ernährung

Zum Thema Ernährung waren noch nie so viele Informationen im Umlauf wie heute. Viele davon sind informativ, wertvoll und bestimmt auch wichtig. Andere hingegen dürfen durchaus als unsinnig betitelt werden. Dafür zeichnet auch die Ernährungswissenschaft verantwortlich. Ist es nicht so, dass ihre Studien oft vorwiegend dem Marketingkonzept der Nahrungsmittelindustrie dienen? Die Vergangenheit lässt mit einigen Fehlbeurteilungen grüssen. So wollte man mit sogenannten „Light-Produkten“ die Gesellschaft in den reichen Ländern durch verminderte Fettaufnahme schlanker machen. Heute weiss man, wie weit dieses Zeit verfehlt wurde. Wer weiss zurzeit noch, was er unbedenklich essen darf? Die kollektive Verunsicherung wächst täglich ; der täglichen Überhäufung mit „bad news“ sei Dank. Beispiele dafür gibt es unzählige. Für den Einzelnen bringen solche vermeintlichen Wahrheiten nicht sehr viel. Sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist durchaus positiv. Zu beachten ist aber unbedingt, dass bei der Gesundheit verschiedene Faktoren wie Gene, Bewegung und eben auch Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Arbeit, soziales Umfeld, Freizeit und auch seelisches Gleichgewicht haben auch ein Wörtchen mitzureden. Der Mensch weiss eigentlich auch ohne ständig mit Werbung berieselt zu werden, was für ihn gesund ist. Er verfügt über eine Art Kontrollsystems, das auch ohne Werbung und neue kommerzielle Produkte funktioniert. An ihm, es zum Einsatz zu bringen! Wenn wir zwei bis dreimal täglich essen, genügend trinken, viel Bewegung haben, möglichst viel Früchte und Gemüse zu uns nehmen, tierische Fette mit Vernunft konsumieren und nachts eine lange Pause machen, ohne zu essen, dürfen wir behaupten, uns gesund zu ernähren. Wenn wir dann unsere Zellen noch mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen verwöhnen, sind wir für unsere Gesundheit auf dem „guten „ Weg; wohl wissend, dass es trotz allem keine, für alle gültige, richtige Ernährung gibt. Natürlich geht es bei Ernährung heute nicht nur um Gesundheit; es geht auch um ein ethisch-moralisches Statement, eine Weltanschauung, eine persönliche Wahl und einfach Lifestyle. Gefahr lauert dann, wenn der gesunde Menschenverstand und das „Bauchgefühl“ starren Regeln zum Opfer fallen und Essen nicht mehr ein Urbedürfnis ist, sondern eher wie eine „Religion“ zu funktionieren beginnt. Zwischen richtig und falsch, gut und schlecht haben auch bei der Ernährung einige Grautöne Platz.

 

Es ist anzunehmen, dass die ganzen Diskussionen über Ernährung und Diäten bei über 800 Millionen Menschen sehr zynisch „rüberkommen“. Es sind die Menschen, die nicht genug zu essen haben und hungrig schlafen gehen. Sie leben nicht alle in Drittweltländern; weit gefehlt. Sie sind unsere Mitbürger, unsere Nachbarn, unsere Freunde! Mangelernährung kommt auch in unserer Überflussgesellschaft vor. Das grösste Gesundheitsrisiko in unserer Welt ist schlichtweg der Hunger. Wer über gesunde Ernährung nachdenkt, darf diese Tatsache nicht ausklammern und muss sich bewusst sein, dass „gesund“ für so viele Menschen mit „genug“ gleichzusetzen ist.


30.01.2019

Interkulturelles Sprachcafé

1. Feb. 2019

09:30 - 11:30 Uhr

Ort: La Trattoria, Grenchen

 

Ein Treffpunkt des lebendigen Austausches zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft. Das Angebot richtet sich an alle Frauen, die Interesse an fremden Kulturen haben und gerne Kontakt knüpfen. Die gemeinsame Sprache ist Deutsch. Auch Frauen mit Deutsch als Muttersprache sind herzlich willkommen. Mütter können ihre Kleinkinder mitbringen, müssen sie aber selber betreuen. Die Teilnahme ist gratis und es ist keine Anmeldung nötig.

Ansprechperson: Elisabeth Egli, 079 282 19 86


30.01.2019 - jp

Digital kreativ

Berichten über Risiken und Gefahren von digitalen Medien bei Kindern begegnet man zurzeit überall. Eltern, Experten und Erzieher geben ihren Befürchtungen Ausdruck, dass der übermässige Medienkonsum Kindern schaden könnte. Mit Freunden austauschen, auf Internet surfen, auf YouTube Videos ansehen; die Möglichkeiten der digitalen Technik begeistern schon junge Kinder und wollen auch genutzt werden. Den Eltern behagt dies oft weniger, befürchten sie doch (teils auch berechtigterweise), Bewegungsmangel, Verlust von Kreativität, zu wenig Zeit in der Natur und schlicht im „echten Leben“ würden die Folgen sein, wenn die Kinder zu oft in den Bildschirm starren. Der Konflikt, der sich oft zwischen Eltern und Kindern auftut, lässt sich aber lösen. So lohnt sich auch bei diesem Thema ein Perspektivenwechsel. Eltern und Kinder können nämlich digitale Medien gemeinsam kreativ nutzen und Kinder dürfen so auch neue Kompetenzen erwerben. Wie spannend kann ein Familienprojekt in Form eines Blogs sein! Soll die Entwicklung des neuen Haustieres dokumentiert werden, sollen ein Reisebericht, die Lieblingsbücher der Familie, das gemeinsame Hobby, Kochrezepte oder Familienmusik die Seiten füllen? Die gute Nachricht ist, dass dabei stets diskutiert, beraten, ausgetauscht, geschrieben, fotografiert und geteilt wird; und dies meist sehr kreativ. Zudem können sich alle Familienmitglieder beteiligen und müssen für ihren Part Verantwortung übernehmen. Auch das gute alte Tagebuch darf dank der digitalen Medien neu aufleben: Ein Sound-Tagebuch darf das Kind ab und zu bei den Streifzügen in der Natur oder beim Familienausflug begleiten. Naturgeräusche können aufgenommen werden und einen Einblick in die eindrucksvolle Atmosphäre eines Ortes geben. Bei einer Online-Petition als Familienprojekt wird soziales Engagement gelebt und auch Argumentationsübungen lassen sich damit trainieren. Die Liste kreativer Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien liesse sich natürlich noch länger weiterführen. Bereits an den erwähnten Beispielen wird jedoch klar, dass neben der Medienkompetenz, (die auch für Eltern wichtig ist), ebenfalls andere wertvolle Kompetenzen trainiert und mit Kreativität gekrönt werden. Unter diesem Blickwinkel betrachtet sind digitale Medien tolle Mittel zum Gestalten, Dokumentieren, Forschen, Präsentieren, Reflektieren und nicht zuletzt ein Motor zum Lernen, ob zu Hause oder in der Schule. Haben Kinder dabei wertvolle Vorbilder und werden sie sinnvoll begleitet, so lernen sie die Medien als kreatives Ausdrucksmittel kennen und entwickeln auch ganz natürlich den kritischen Blick dafür. Selbstverständlich gehört es dazu, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben, ihren Interessen und Vorlieben Gehör zu schenken und Regeln festzulegen, die auch nachvollziehbar sind. Wir Erwachsenen dürfen uns auch bei den digitalen Medien durchaus von der Kreativität unserer Kinder beflügeln lassen!


Foto: GZ Grenchner Zeitung
Foto: GZ Grenchner Zeitung

30.01.2019

Prämienverbilligungen - neuer Reichtum?

Die Luzerner Regierung hat es vormachen wollen und im grossen Stil bei der Prämienverbilligung sparen wollen. Glücklicherweise, hat das Manöver keinen Erfolg gehabt und die Luzerner bekommen stattdessen eine gesalzene Rechnung. Das Bundesgericht hat unmissverständlich festgestellt, dass ihre Absenkung der Einkommensobergrenze rechtswidrig war. Nun werden Rückzahlungen in Millionenhöhe fällig.

Wunderbar.

Nur leider wird mit Prämienverbilligungen auch bei den Krankenkassen teilweise betrogen. Und zwar so, dass diese einfach die vom Kanton bezahlten Prämienverbilligungsbeträge für sich einbehalten und dem Versicherten gar nicht erst anrechnen oder auszahlen. Aktuell sind wir an drei solchen "Einzelfällen" dran, um Betroffenen, bzw. Betrogenen zu helfen.

 

 

Haben auch Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?

Dann melden Sie sich bitte unter redaktion@gz-grenchnerzeitung.ch mit dem Vermerk "KK". Vielen Dank!


30.01.2019

WhatsApp-Nutzer erwarten massive Änderungen

Scheinbar will Facebook seine Chat-Dienste wie den Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp im Hintergrund zusammenlegen. Das mag einige Vorteile mit sich bringen, aber auch datenschutzrechtliche Bedenken.

 

Das sagt Facebook zu den Gerüchten

"Wir arbeiten daran, mehr unserer Messaging-Dienste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszustatten, und prüfen Wege, wie man Freunde und Familie über die Grenzen verschiedener Netzwerke hinweg einfacher erreichbar machen kann", sagte ein Sprecher den Zeitungen.

 

Ursprünglich hatte Facebook bei der Übernahme von WhatsApp und Instagram noch angekündigt, die Dienste weitgehend eigenständig zu lassen, aber der Fachwelt war indes bereits klar, dass dies nur ein momentanes Phänomen sein wird.

Wie sich dieser Umbau konkret auf die Bedienung auswirken wird, ist im Moment noch geheim.


29.01.2019

E-Cargo-Bike zu mieten – Kinder und/oder Gepäck mit Carvelos transportieren

Seit dem 25. Mai 2018 gibt es in Grenchen eine umweltfreundliche Transportlösung: elektrische Cargo-Bikes oder Carvelos von carvelo2go. Diese lassen sich via App oder über die Sharingplattform www.carvelo2go.ch zum günstigen Stundentarif mieten.

Ideal für den Wocheneinkauf, Möbeltransport oder Veloausflug ins Grüne. Die meisten von uns benutzen für diese Aktivitäten ein Auto.  In Grenchen stehen die beiden neuen E-Carvelos bei Bücher Lüthy an der Bettlachstrasse 8 sowie bei Velo Süd an der Bahnhofstrasse 54 zum Abholen bereit. Gesponsert wurden sie von der TCS-Sektion Solothurn.


Bild: Wiki
Bild: Wiki

29.01.2019 - lt

Wer hat Angst vor Greta?

"Asperger-Greta terrorisiert erst die Familie, dann die ganze Welt" (1) titelt ein Verfasser namens Neutralino seinen Kommentar zu einem Telepolis-Artikel über die europaweiten Schülerstreiks der letzten Wochen (2) und zitiert dabei auch Passagen aus dem jüngst in der "Weltwoche" abgedruckte und ins Deutsche übersetzten Pamphlet von Katarina Janouch über die Klimaaktivistin Greta Thunberg (3). Greta Thunberg hat mit ihrem beispielhaften Engagement für den Klimaschutz und insbesondere mit ihrer scharfen Rede am Klimagipfel in Katowice eine europaweite Protestwelle gegen die Klimazerstörung ausgelöst.

Janouch sieht in dieser "(Greta-)Bewegung" hingegen lediglich "das Ergebnis einer gutorganisierten PR-Kampagne, hinter der neben dem Unternehmen 'We don’t have time' auch Aktivisten von 'Extinction Rebellion' stehen sollen. Radikalisierter Umweltismus gewissermassen.

 

Allein deshalb sei "Klima-Greta" innert Kürze regelrecht zum Klimastar avanciert, während einer nicht minder aktiven Globalisierungsgegnerin wie z. B. der fünfzehnjährige Izabella Nilsson Jarvandi keine auch nur annährend vergleichbare Resonanz zuteilwerde. Für Janouch ist sonnenklar, "wer von den beiden die wahre Rebellin" sei, und das sei gewiss nicht die – aus ihrer Sicht PR-gehypte Greta.

 

Die von ihr nobilitierte Izabella durfte daher am 16. Dezember letzten Jahres auch an der von ihr, Janouch, organisierten Demonstration gegen die schwedische Asylpolitik auftreten. Flankiert wurde Janouch an dieser Veranstaltung u. A. übrigens vom ehemaligen Mitglied der rechtspopulistischen Partei New Democracy John Bouvin und von Lennart Matikainen, der für die rechtsextremistische Partei Alternativ für Schweden kandidiert und der auf FB eine Gruppe verwaltet, die rassistische Parolen verbreitet. (4, 5)

Doch wogegen kämpft die "wahre Rebellin" Izabella genau? Sie kämpft als fotogene Globalisierungsgegnerin sowohl gegen die Politiker und deren Machtmissbrauch als auch gegen die Massenmigration, also gewissermassen gegen die Verschmutzungen im politischen Klima und die Verunreinigungen im Volkskörper. Wobei die Gewalt von Migranten, nicht zuletzt gegen Frauen, in Teilen Schwedens (z.B. in Stadtteilen von Stockholm, Göteborg oder Malmö) tatsächlich ein erschreckendes Mass angenommen hat. Und dies sind auch die Themen, über die Janouch auf ihrer Webseite und in Artikeln schreibt, welche dann z.B. bei "Jouwatch", der Onlinezeitung der Neuen Rechten, oder in der "Weltwoche", dem Gesinnungsblatt der SVP abgedruckt werden.

 

Köppels "Weltwoche" wiederum macht mit der Veröffentlichung des Janouch-Artikels also einmal mehr deutlich: Nicht die Massen an CO2 in unserer Atmosphäre, sondern die Massen an Migranten auf unserem Festland sind das wahre Problem. Damit lässt sich erfolgreich populitisieren, denn (frei nach Carl Schmitt) bestimmt ja derjenige den politischen Diskurs, der es populistisch vermag, den Feind zu bestimmen.

 

Und der Feind ist der Andere: Zum einen in Form des menschlich Anderen, also des Ausländers, und zum andern (zumindest aus der Sicht der politisch Orthodoxen) in Gestalt des politisch Ungläubigen, also des Linken.

 

Liest man die Kommentare zu den oben genannten Artikeln in der Weltwoche oder insbesondere bei Telepolis, dann findet man hinsichtlich Substanz und Ton etwa dasselbe wie bei asylantenhetzerischen Posts von Andreas Glarner und Konsorten: eine eklige und angsterregende Mischung von blödem Gelaber und ventiliertem Hass.

 

Einen lesenswerten Bericht über die zum Teil tief unter die Gürtellinie gehenden Beleidigungen gegen Greta und ihre Familie schrieb jüngst Till Eckert auf "ze.tt". Eckert ortet in diesen Kommentaren sowohl Altersdiskriminierung und Sexismus als auch sogenannten Ableismus (Thunberg hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus). Die Aktivistin wird damit als Person und Individuum abgewertet, womit verhindert werden soll, dass ihre Argumente Gehör finden. (6)

 

Freilich: An der Kritik an Greta oder vielmehr am Rummel, der um sie gemacht wird, mag auch etwas Wahres sein. Doch wohl weniger daran, dass die junge Aktivistin und mit ihr mittlerweile alle streikenden Schulkinder von der linken Politik und irgendwelchen Lobbys lediglich instrumentalisiert würden, sondern eher dahingehend, dass Greta an einer Krankheit leidet, angesichts derer sich schon die Frage stellt, wie viel mediales Tohuwabohu ihrer Gesundheit tatsächlich noch zuträglich ist.

 

Besagte "Weltwoche"-Kolumnistin Katerina Janouch ist in Schweden übrigens nicht nur als Journalistin, sondern vor allem als Sexberaterin bekannt – und als Kinderbuchautorin. Eine ihrer Figuren, zu der sie mehrere Büchlein verfasst hat, heisst im schwedischen Original Ingrid. In der deutschen Übersetzung aber heisst das kleine Mädchen mit den Zöpfchen Greta. Eines der aktuelleren Bücher trägt den Titel "Schlaf schön, Greta". Vielleicht fürchten sich Janouch und die anderen Kritiker ja auch ein bisschen vor der intellektuellen Wachheit von Greta Thunberg, die vor dem Schlafengehen nicht brav ihr Kinderzimmer aufräumt und danach von Abenteuern träumt, sondern die Angstträume hat und uns mit Nachdruck daran erinnern, wo wir vielleicht endlich mal aufräumen sollten.


29.01.2019 - jp

Zusammen stark

Ist es der Glaube an das Überleben der Stärksten, die unsere Welt bisher bestehen liess oder steckt in Wirklichkeit etwas Anderes dahinter? Angesichts des andauernden Konkurrenzkampfes und des Aufhetzens gegeneinander, welche von einer vermeintlichen Machtelite zum Eigenzweck geschürt werden, ist die Gefahr sehr gross, sich bei der Beantwortung dieser Frage schlichtweg in die falsche Richtung zu begeben. Ist es nicht eher der gegenseitigen Unterstützung und Zusammenarbeit zu verdanken, dass die Welt noch besteht? Aus verschiedenen Forschungsartikeln lassen sich durchaus spannende Erkenntnisse dazu gewinnen. In der Natur überleben demnach nicht die stärksten Tiere oder Pflanzen, sondern diejenigen, die am besten und häufigsten kooperieren. Da, wo beispielsweise für die Menschen die Lebensumstände sehr schwierig sind, darf keine Energie verschwendet werden. Will man überleben, muss zusammengearbeitet werden. Es ist hierbei stets die Zusammenarbeit der Gruppe, also die Kooperation, die ein Überleben möglich macht und nicht die individuelle Stärke der einzelnen Gruppenmitglieder. In unserer Gesellschaft wird die Konkurrenz als Naturgesetz fürs Überleben dargestellt, während diese in der Natur nur selten vorkommt, denn sie kostet Kraft, bedeutet Stress und ist gefährlich. Wir sind ein Teil der Natur und es ist an der Zeit, uns an unsere Wurzeln zu erinnern. Besser kooperieren ist mehr als der Schlüssel für die Wandlung hin zu einer besseren Welt; sie scheint eher für das Überleben der Menschen grundlegend zu sein. In der heutigen Zeit ist es dringend wie noch nie, die gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit zu fördern. Wie schaffen wir es jedoch, wieder besser zu kooperieren? Es bestehen dabei sehr viele Möglichkeiten. Ein erster wichtiger Schritt sollte sein, uns nicht mehr gegeneinander aufhetzen und manipulieren zu lassen. Dies gelingt am besten, wenn wir uns informieren und kooperieren, um Lügen aufzudecken und ins Handeln zu kommen. Der Grundstein für gegenseitiges Helfen kann bereits in der Kindheit auf spielerische Weise gesetzt werden. Die gute Nachricht ist dabei, dass sich solche Prinzipien bei Kindern durchaus im Hirn verankern lassen. Doch auch wir Erwachsene sind fähig, unsere Gehirnstrukturen für ein gutes Zusammenwirken neu zu formen. Wenn wir wieder an unseren Wert glauben und uns nicht mehr klein machen lassen, gewinnen wir viel Kraft. Diese können wir einsetzten, um uns zu wehren gegen die „Elite“, die uns mit ihrem Konkurrenzdenken manipuliert und uns zu Robotern machen will, die wie ferngesteuert durchs Leben gehen und ihre Profitgier befriedigen sollen. Verbinden wir uns mit Menschen, die mit uns zusammenarbeiten wollen, um für das Fortbestehen dieser Welt zu kämpfen! Die Natur ist uns Vorbild. In Familien und Schulen können Kooperation bestens vorgelebt und gepflegt werden; dies fernab von Konkurrenzdenken! Wir müssen nicht gleich den Planeten retten. Schaffen wir es schon, in unserem direkten Umfeld durch Kooperation und gegenseitige Hilfe etwas zu bewegen, sind wir auf dem guten Wege. Wie immer fängt der Wandel bei uns selbst an.


29.01.2019

Feuerwehr Grenchen

Nach dem gestrigen Brand an der Schlachthausstrasse, musste die Feuerwehr Grenchen heute erneut zu einem Feuer ausrücken. Diesmal war eine Liegenschaft im nördlichen Teil der Stadt betroffen. In einer Küche war ein Brand ausgebrochen, welcher beinahe auf den Dachstock übergriff. Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.


28.01.2019

Temposünder werden aufgeklärt

Aufgrund der aktuellen Raserdelikte, will die Stadtpolizei Grenchnen via FB nochmals auf den geltenden gesetzlichen Bussen- und Strafenkatalog hinweisen, welcher für Temposünder gilt.

 

Die aktuellen Raserfälle von Hunzenschwil (Kanton Aargau), Münchwilen (Kanton Thurgau) und Wynigen (Kanton Bern), welche alle qualifiziert grobe Verletzungen der Verkehrsregeln darstellen, habe die Polizei dazu bewegt, auf Facebook nochmals den geltenden gesetzlichen Bussen- und Strafenkatalog zu publizieren.

 

Einfache Verletzung von Verkehrsregeln

 

um 1-5 km/h: CHF 40.- (inner-/ausserorts), CHF 20.- (Autobahn)

um 6-10 km/h: CHF 120.- (innerorts), CHF 100.- (ausserorts), CHF 60.- (Autobahn)

um 11-15 km/h: CHF 250.- (innerorts), CHF 160.- (ausserorts), CHF 120.- (Autobahn)

um 16-20 km/h: Anzeige (innerorts), CHF 240.- (ausserorts), CHF 180.- (Autobahn)

um 21-25 km/h: Anzeige (innerorts), Anzeige (ausserorts), CHF 260.- (Autobahn)

um 26-29 km/h: Anzeige (innerorts), Anzeige (ausserorts), Anzeige (Autobahn)

Grobe Verletzung von Verkehrsregeln

 

Diese Bussen gelten auf Strassen ausserorts:

 

um 30-34 km/h: 20 Tagessätze Geldstrafe, mind. 3 Monate Entzug des Führerausweis

um 35-39 km/h: 30 Tagessätze Geldstrafe, mind. 3 Monate Entzug des Führerausweis

um 40-44 km/h: 60 Tagessätze Geldstrafe, mind. 3 Monate Entzug des Führerausweis

um 45-49 km/h: 90 Tagessätze Geldstrafe, mind. 3 Monate Entzug des Führerausweis

um 50-59 km/h: ab 120 Tagessätzen Geldstrafe, mind. 3 Monate Entzug des Führerausweis

Qualifiziert grobe Verletzung von Verkehrsregeln (Via sicura)

 

ab 60 km/h: ab 1 Jahr Freiheitsstrafe, mind. 2 Jahre Entzug des Führerausweis #straßenverkehr #schweiz #raser #polizei #viasicura #auto


Foto: Staatsanwaltschaft Solothurn
Foto: Staatsanwaltschaft Solothurn

28.01.2019 - ad

Regiobank in Grenchen investiert in Sicherheit?

Am 4. Mai 2018 und gleich nochmals am 23. Juli 2018 wurde die Regiobank in Grenchen von einem bewaffneten Mann überfallen. Beide Male konnte der Mann mit mehreren tausend Franken aus der Bank entkommen, was an und für sich kaum einen nennenswerten finanziellen Schaden darstellen dürfte. Viel ernster steht es um die betroffenen Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Dies zu verarbeiten ist nicht einfach.

 

Trotz einer Grossfahndung, konnte der Täter nicht ermittelt werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Überfällen um den gleichen Täter handeln könnte. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass der Täter beide Male von den Sicherheitskameras aufgenommen wurde. Wieso in der Regel diese Überwachungskameras immer noch so schlechte Qualität liefern, obschon diese Anlagen die Kosten für eine einfache, aber wunderbare Bilder liefernde, Kamera um ein vielfaches übersteigen, bleibt wohl immer ein Rätsel. Das Phänomen grassiert weltweit und niemand, insbesondere die Polizei, scheinen sich nicht an dieser Tatsache zu stören.

 

Nun hatte die Bankleitung in Grenchen die Idee, seit diesem letzten Raub Sicherheitspersonal zu beschäftigen, welches rund um die Uhr die Filiale bewacht. Hierbei dürfte der finanzielle „Schaden“ um ein vielfaches höher sein, als die jeweils gemachte Beute. Aber ein nicht zu unterschätzender Grund dürfte der psychologische Aspekt darstellen. Auch wenn die Hoffnung zwischenzeitlich relativ klein ist, den Täter noch zu erwischen, hoffen wir, dass er genug erbeutet hat, dass ein weiterer Angriff auf Menschen und deren Psyche nicht mehr notwendig ist.


Foto: Stockbyte - thinkstockphotos.com
Foto: Stockbyte - thinkstockphotos.com

28.01.2019 - jp

Vom „guten Altern“

„Ruhestand“ scheint nicht mehr die passende Bezeichnung zu sein für die Zeit, die dem aktiven Berufsleben folgt. Das Bild des Rentners im Sessel gehört definitiv der Vergangenheit an. Es scheint, dass es älteren Menschen noch nie so gut gegangen ist wie heute. So sind die meisten körperlich fit, haben eine hohe Lebenserwartung und sind aktiv im Gesellschaftsleben mit dabei. „Senioren“ reisen, trainieren, daten, studieren, surfen auf Internet, treiben Unfug mit den Enkeln, singen im Chor und geniessen den neuen Lebensabschnitt. Selbstverantwortung, Selbstverwirklichung und aktives Altern sind Begriffe, die des Öfteren zu lesen und zu hören sind. Auch ältere Menschen wollen weiterhin wahrgenommen werden und dies nicht nur als Senioren und Grosseltern. Dies birgt Chancen für sie selbst und auch für die Gesellschaft. Die Freiwilligenarbeit bei Senioren hat in sehr vielen Bereichen sehr stark zugenommen. Doch entspricht dieses Bild wirklich der Realität oder werden viele Probleme ausgeblendet? Ganz so einfach ist es in der Tat nicht und zwischen all die positiven Bilder in Bezug auf das „gute und aktive Altern“ drängt sich eine andere Realität: Es geht nicht allen so gut und eine einseitige Betrachtung des Altersbildes ist wirklichkeitsfern. Im neuen Lebensabschnitt wird sich der Mensch auch der Verletzlichkeit seines Lebens bewusst. Nicht selten werden gebrechliche und kranke Menschen diskriminiert und nicht mehr in ihrer Menschenwürde betrachtet. Die Gesellschaft geht mehr und mehr von selbstbestimmtem und aktivem Altern aus und genau dies hält die Menschen, die es nötig haben, oft davon ab, auch Hilfe anzunehmen. Sie fühlen sich „geurteilt“ und empfinden es als Scheitern, Hilfe zu brauchen. Dabei gehört das Angewiesen sein auf andere einfach zum Leben, zum Menschsein und ist keine „Besonderheit“ im Alter. Des Weiteren kommt die bessere Lebensqualität nicht allen älteren Menschen zugute. Das Problem Altersarmut wird gerne totgeschwiegen, ist jedoch Realität. Gemäss Untersuchungen benötigen rund 12% der Pensionierten in der Schweiz Ergänzungsleistungen. Gründe für diese Altersarmut gibt es viele und oft werden die Weichen zum „guten Altern“ bereits in der Kindheit gestellt. Ein Grund mehr, dass Familien unbedingt gestärkt werden müssen. Es braucht also mehr für „aktives Altern“ als die durchaus erfreulichen Bilder von Rentnern, die surfen, daten, lachen und das Leben geniessen. Uns bleibt viel Arbeit; das Bewusstsein, dass das Altersbild immer von mehreren Seiten betrachtet werden muss, kann ein erster Schritt dazu sein. Rahmenbedingungen für gutes Altern müssen gemeinsam geschaffen werden. Ergänzend zur Schlüsselrolle des Staates kann jeder von uns dazu beitragen; sei es in Form von Unterstützung und Betreuung durch die Familie, Nachbarschaftshilfe, Freiwilligenarbeit, Vorbild für unsere Kinder u.v.m. Wenn es auch im Alter mehr Gerechtigkeit geben soll, muss früh begonnen werden. Es braucht für die Familien bessere Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, die Förderung der frühkindlichen Bildung und auch Unterstützung der Familien in der Betreuung von Angehörigen. Nicht zuletzt braucht es immer gewillte, kompetente und empathische Menschen, die ihre Rolle mit Würde und Respekt wahrnehmen.


27.01.2019 - ad

Mehr Sozialkompetenz

Alles wird automatisiert und der Mensch wird scheinbar bald komplett durch Computer ersetzt werden. Vor allem im Berufsleben. Die Grundlagen für vielversprechende Jobs müssen bereits in der Schule vermittelt werden, soviel steht fest. Wenn also der Computer immer mehr übernimmt, wenn immer mehr automatisiert wird, dann muss sich die Schule um das kümmern, was nicht automatisierbar ist. Um die menschliche Seite, die wichtige(re) Seite.

Dies bedeutet, dass man trotz Digitalisierung beispielsweise mehr musiziere, tanze, spiele usw. So wird Sozialkompetenz und Kreativität geübt und ausgebaut. Das sind überfachliche Kompetenzen, diese werden auch wichtig sein für die Berufe, die erst noch erfunden werden. Und dies geht jeweils sehr viel schneller, als man zu glauben wagt.

Empathie und Kreativität sind gefragt, in allen Belangen für eine bessere Zukunft. Wünschen wir uns, dass dies der Schule und auch letztlich der Gesellschaft gelingt. Träumen sei erlaubt...


26.01.2019

Solothurns Stadtpräsident Kurt Fluri, tritt erneut nach Grenchen

Kurt Fluri stellte sich bei der Motion der SP Solothurn an der letzten Gemeinderatssitzung auf die Seite der Bürgerlichen und brachte diese durch seinen Stichentscheid im 30-köpfigen Gemeinderat zu Fall. Er warnte davor, vermehrt Sozialwohnungen zu planen, da dies Leute anziehe, die die Sozialhilfekosten in die Höhe treiben würden, und das wolle er nicht. Einmal mehr wies er dabei auf das Beispiel Grenchen. Wohlgemerkt in negativem Kontext, obschon sich grundsätzlich die Hilfe für Menschen nur positiv darstellen lässt.

Es ist schade und mutet etwas eigenartig an, dass ein Mensch in diesem Amt solche untragbaren und weitreichenden Meinungen vertritt. Kaum erstaunlich ist dann auch, dass die Haltung des Stadtpräsidenten vielerorts scharf kritisiert wurde. Scheinbar gibt es immer noch, oder immer mehr Leute, die glauben, dass Sozialhilfebezüger, Menschen zweiter Klasse sind. Eine Gesellschaft spiegelt sich immer so, wie sie sich gestaltet. Schuld tragen alle zusammen.

 

Es ist schön festzustellen, dass das Stadtpräsidium Grenchens zum Glück, nebst der grossen Problematik um die Sozialen Dienste, in Grenchen immer darum bemüht ist, menschenwürdige Zustände für alle zu schaffen und bewahren.

Gut auch die Reaktion unseres Stadtpräsidenten François Scheidegger auf dieses Thema angesprochen, auf eine Reaktion auf Kurt Fluris erneuten Angriff zu verzichten.


Foto: Marianne Meister
Foto: Marianne Meister

26.01.2019

Marianne Meister auch online offline

An der letzten Sitzung des Zentralvorstandes hat die Präsidentin des Kantonal-Solothurnischen Gewebeverbandes ihre Demission bekannt gegeben. Die FDP Kantonsrätin Marianne Meister war seit Mai 2013 Präsidentin des kantonalen Gewerbeverbandes und war die erste Frau am Ruder des Solothurner Gewerbes. Sie tritt ebenfalls in der Mitte der Legislatur Ende März 2019 als Mitglied der FDP Fraktion aus dem Kantonsrat zurück. Sie möchte sich aus dem aktiven politischen Leben zurückzuziehen. So erstaunt es kaum, dass auch auf der Website von Marianne Meister nichts mehr zu finden ist, die Website ist offline. Viele Solothurner Gewerbetreibende bedauern die Demission von Frau Meister. Das Gewerbe verliere damit eine motivierte und aufgestellte Präsidentin, die sich in der Politik und in der Öffentlichkeit mit grossem Engagement für die gewerblichen KMU im Kanton Solothurn eingesetzt habe. Solche Kommentare hört man auf Anfrage immer noch an vielen Orten, obschon die Demission nun doch schon Monate bekannt ist. Es bleibt zu hoffen, dass ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger ebenso engagiert und motiviert arbeiten wird.


26.01.2019

Gärten des Grauens und Steinwüsten sind auch in Grenchen zu entdecken

Manche Hausbesitzer verwandeln ihre Vorgärten in Steinwüsten. Seit längerer Zeit sind die ökologisch toten Flächen zum Politikum geworden: Hüben wie Drüben wird über ein Verbot der grauen Gärten diskutiert. Man kennt sie als Schottergärten, Schotterschüttung, Steinöde oder unter der liebevollen Bezeichnung „Gärten des Grauens“. Mit dem Anlegen von Schottergärten wird wertvoller Boden abgedeckt und oft wird eine Folie oder ein Vlies auf dem Boden ausgelegt, bevor der Schotter aufgeschüttet wird. Damit wird verhindert, dass Insekten und andere Tiere zwischen dem Erdboden und der Vegetationsschicht zirkulieren können. Der Boden verliert an Qualität und wird funktionslos. Schottergärten sind keine Biotope für Tiere, denn es fehlt vor allem an Nahrung, z.B. für Eidechsen, Bienen und Insekten.
Die biologische Vielfalt wird mit dem Anlegen von Schottergärten stark reduziert. Die meist vegetationsarmen Schotterflächen bieten Fauna und Flora kaum einen Lebensraum und lassen den Feinstaubgehalt in der Luft ansteigen, da die Absorption durch Pflanzen fehlt. Darüber hinaus wirken sich Schotterschüttungen negativ auf das Mikroklima aus, denn im Sommer erhitzen sich Steinflächen stark und speichern die Wärme. Die mit Pflanzen bewachsenen Gartenflächen hingegen tragen durch die Verdunstung zur Befeuchtung und Kühlung der Luft bei.

 

Manche Hausbesitzer finden sie schlicht praktisch, für andere sind sie „Gärten des Grauens“: Diese Gärten widersprächen allen Natur- und Umweltschutzgedanken und die Artenvielfalt bleibt auf der Strecke. Immer mehr Menschen fordern deshalb die Gemeinden auf, Schottergärten in ihren Bebauungsplänen zu verbieten. Es bleibt zu hoffen, dass in Grenchen dieser Verunstaltung Einhalt geboten wird, bevor diese „Gärten des Grauens“ auch hierzulande Überhand nehmen.


25.01.2019

Windstille um die „Windkraft Grenchen“

Mit dem Projekt «Windkraft Grenchen» verfolgt die SWG das Ziel, auf dem Grenchenberg bis 2021 einen Windpark mit sechs Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 16 Megawatt zu errichten. Die damit produzierten 32‘000 MWh Strom können rund zwei Drittel des Strombedarfs aller Grenchner Haushalte und Gewerbebetriebe decken. Eine wunderbare Sache, doch die Gegenwehr einiger einzelnen Exponenten und Vereine sind unüberhörbar. Unter anderem führt der Verein „Pro Grenchen“ das Argument ins Feld, dass es sich, bei der Juraschutzzone auf den Jurahöhen um das einzige verbliebene, ungestörte Naherholungsgebiet in der Region Grenchen handelt. Die Witi und die Stadt seien durch Verkehr und Flugplatz stark lärmbelastet. Neben Lärmimmissionen, dem zerstörten Landschaftsbild, geologischen Risiken gäbe es zahlreiche weitere Argumente, welche gegen den Windpark Grenchen sprechen.

 

Auf Seiten der SWG wird klar kommuniziert, dass mit der Realisierung des Projekts die SWG ihre Rolle als Stromversorgerin wahrnimmt, die in Grenchen verwurzelt ist: Sie produziere in der Region Energie für die Region. Die Idee des Windparks stelle aber auch ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Grenchen dar: Rund 20 Prozent des Auftragsvolumens werde an regionale Firmen vergeben. Dem Landschaftsschutz misst die SWG beim Projekt «Windkraft Grenchen» höchste Priorität bei, was auch als Projektlaie einfach zu ersehen ist. Als Projekteignerin und regional verwurzeltes Unternehmen hat sie den Anspruch, den heutigen Zustand der künftigen Standorte weitgehend beizubehalten und irreversible Eingriffe möglichst verträglich zu gestalten. Das Projekt beeinträchtigt keine Naturschutzgebiete, denn diese sind im vom Kanton Solothurn genehmigten Richtplan ausgeschlossen.

 

Bisher sind die Gegner jeweils gegen die Wand gelaufen und erhielten noch nie Recht. Auch die Beschwerde und das Revisionsgesuch von «Pro Grenchen» wurde versenkt und das Bundesgericht bestätigte damit die Haltung des Regierungsrats.

 

Die Lausanner Richter sind zum Schluss gekommen, dass die Gegner vom Windpark auf dem Grenchenberg zu wenig betroffen und daher nicht zur Beschwerde legitimiert sind. Das Bundesgericht bestätigt damit die Haltung des Regierungsrats und das Urteil des Solothurner Verwaltungsgerichts.

 

Auch den Argumenten von „Pro Grenchen“, dass die Juraschutzzone 1942 durch einen Regierungsratsbeschluss eingerichtet wurde und es daher Ziel sei, die unbezahlbare Landschaft vor Verbauungen mit verunstaltenden Bauten zu schützen, damit der Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt und die Bevölkerung ein Erholungs- und Erlebnisraum zur Verfügung stehe, konnte nichts bewirken. Durchaus edle Ansätze, aber wahrscheinlich doch etwas hart gegen das anderseits auch umweltbewusste Projekt der SWG.

 

Weiter führt „Pro Grenchen“ regelmässig aus, dass profitorientierte Investoren die Juraschutzzone in Frage stellen würden. Ökologische Argumente sollten dabei ihrer Ansicht nach von gewinnorientierten Absichten ablenken. Bei den anstehenden immensen Investitionen bereits von Profit zu sprechen, spricht eine deutliche Sprache. Über Dinge zu argumentieren, die man nicht in der gesamten Breite kennt, ist einfach nicht möglich und macht daher keinen Sinn.

 

Schlussendlich wollen alle Menschen der Region den gesunden Lebens- und Erholungsraum auf dem Grenchenberg nicht für wirtschaftlich orientierte Projekte hingeben, sondern schützen. Das eine schliesst das andere nicht aus.

 

Auch der nationale und der kantonale Vogelschutz ist vor dem Solothurner Verwaltungsgericht abgeblitzt. Ihre Beschwerde gegen das Windparkprojekt auf dem Grenchenberg ist ebenso klar abgewiesen worden, wie andere Beschwerden im Vorfeld. Logische Konsequenz daraus ist, dass der Schweizer Vogelschutz SVS und der Vogelschutzverband des Kantons Solothurn nicht nur die Verfahrenskosten vor Verwaltungsgericht von 5000 Franken übernehmen, sondern den projektführenden Städtischen Werken Grenchen (SWG) für deren Aufwendungen und Verfahrensauslagen ebenfalls eine Entschädigung von 30'000 Franken bezahlen müssen.

 

Wie ist der aktuelle Stand, wie geht es weiter?

Der Vogelschutz hat seinen Einspruch ans Bundesgericht (letzte Instanz) weitergezogen. Man kann davon ausgehen, dass das Bundesgericht noch in diesem Jahr abschliessend entscheidet. Wären all diese Beschwerden nicht an den verschiedenen Gerichten eingegangen, würde der Windpark schon lange stehen, und in Grenchnen würde bereits sauberer Strom fliessen.

Die Parteien kommunizieren im Moment nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.


© dolgachov / iStock
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25.01.2019 - jp

Soziale Netzwerke und psychische Gesundheit – von Gefahren und Klischees

Die zunehmende Beliebtheit von sozialen Netzwerken ist unbestritten; dies vor allem auch bei Jugendlichen. Instagram, Snapchat & Co. haben Hochkonjunktur. Gefahren werden in Familien und Schulen offen gelegt und diskutiert. An Studien, Berichten sowie Forschungsresultaten fehlt es nicht. Beziehungen knüpfen, sich austauschen und teilen: Was sich früher auf dem Pausenplatz abspielte, wird heute von der Mehrheit der Jugendlichen auf sozialen Netzwerken erlebt. Die Jugendlichen besitzen fast alle ein Handy und dieses prägt ihren Alltag. Die Nutzungsdauer hat in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen und bei Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren beträgt sie bereits über 3 Stunden täglich (James-Studie). Diese Zahlen bereiten sehr vielen Eltern und Erziehern Sorgen und die Frage, ob soziale Netzwerke die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen können, beschäftigt sie überaus. Sind die Jagd nach Likes und die zunehmende Selbstdarstellung wirklich so bedenklich? Verändert sich die Psyche, wenn Teenies ständig online vernetzt sind? Auch darüber liegen diverse Berichte von Medienexperten vor. Sie schaffen etwas mehr Klarheit über die Gefahren und räumen aber auch mit gewissen Klischees auf. Die Erkenntnis, dass es in der Adoleszenz immer wichtiger wird, sich an Gleichaltrigen zu orientieren, ist nichts Neues. Das Motiv für die rege Aktivität auf den sozialen Netzwerken bleibt vor allem der Wunsch „dazuzugehören“, auf dem Laufenden zu sein und positive Reaktionen zu erhalten. Im Vergleich zu früher ist diese „Bühne“ vom Pausenplatz auf die sozialen Netzwerke verlagert. In der virtuellen Welt weiss man sehr rasch, was ankommt, was nicht. Das Leben anderer zu beobachten und auch sich selbst darzustellen, ist primär nichts Negatives. Es ist auch nicht nachgewiesen, dass Jugendliche dadurch narzisstisch werden. Es handelt sich bei dieser Annahme eher um eine Pauschalisierung, ein Klischee. Es ist klar, dass Jugendliche, die bereits narzisstisch veranlagt sind, auf den sozialen Netzwerken ihre Selbstverliebtheit ideal ausleben können. (Dies gilt in gleichem Masse für die Erwachsenen!). Die Behauptung in der virtuellen Welt sei ein echtes Gefühl der Zugehörigkeit nicht möglich, scheint nicht die absolute Wahrheit zu sein. Wenn ein User in einer Community eine Frage stellt und viele Ideen und sinnvolle Antworten zurückbekommt oder Such- und Sammelaktionen organisiert werden, kann dies durchaus als Abbild wirklicher Dynamiken gesehen werden. Jugendliche, die auf den Netzwerken aktiv mitmachen und nicht eine passive Rolle innehaben, scheinen sich eher verbunden zu fühlen. Eine ernstzunehmende Gefahr bei intensiver Nutzung von sozialen Netzwerken ist hingegen der Druck, der auf die Jugendlichen entstehen kann, wenn sie permanent Angst haben, etwas zu verpassen und nicht mehr dazuzugehören. Schaffen es selbstbewusste Jugendliche gut, sich von diesem Druck abzugrenzen, können Teenies mit einem tiefen Selbstwert massiv darunter leiden. Jeder reagiert auch hier einfach anders. Auch wenn die Jugendlichen sich vor allem auf eine Jagd auf Likes begeben, kann dies belastend für die jugendliche Psyche sein. Der wichtigste Teil des Tages besteht dann darin, das Profil möglichst vorteilhaft zu aktualisieren, um möglichst viele Likes zu erhaschen. Das Gefühl, glücklich und beliebt zu sein, wird dann an deren Anzahl gemessen. Wenn dann verzweifelt daran gearbeitet wird, diesem Glücksgefühl ständig hinterherzujagen, ist der Weg in die Sucht nicht mehr weit. Helfen kann in diesen Situationen auch gute Aufklärung in Familien und Schulen, was die Mechanismen im Hintergrund der sozialen Netzwerke betrifft (z.B. algorithmischer Zufall…). Die Eltern können ihre Sorge teilweise „mildern“, indem sie immer wieder mit den Jugendlichen über die sozialen Netzwerke, deren Risiken und Chancen austauschen; dies idealerweise, bevor sie das neuste Smartphone bekommen. Die eigene Medienkompetenz ist also gefragt und angesichts der kontinuierlich neuen Anwendungen, die auf den Markt kommen, haben weder Eltern, Schulen noch Jugendliche jemals ausgelernt. Daneben ist natürlich das Vorbild der Eltern wie in allen Lebensbereichen ein grundlegender Pfeiler. Beruhigend ist die Tatsache, dass die Jugendlichen auch heute die gleichen Bedürfnisse in ihrer Entwicklungsphase haben wie früher und auch der Pausenplatz lässt sich definitiv nicht vom Thron stossen.


24.01.2019 - mm

«Coop Andiamo von schweiz.bewegt» findet 2019 in Grenchen statt

«Mehr Bewegung im Alltag», «Regelmässige Bewegung gleich mehr Lebensqualität», «Sich mit Freunden oder mit der Familie bewegen macht Spass». Diese Botschaften bilden das Herzstück von «Coop Andiamo von schweiz.bewegt». Diese Event-Serie findet schweizweit statt an 7 Standorten an 7 Sonntagen und immer mit demselben Ziel: die Bevölkerung zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren.

Erfreulicherweise kann die Stadt Grenchen zusammen mit den Organisatoren in diesem Jahr den Event empfangen und sogar die Tournee 2019 eröffnen. Am Sonntag, 18. August 2019, beim Tissot Velodrome, wird mit «Coop Andiamo von schweiz.bewegt» die Bevölkerung auf der Jurasonnenseite bewegt.

 

Bereits auf dem Programm: Velo-Parcours, Pumptrack, Kletterwand, OL, Seilpark, Run, Spiele, und vieles mehr! Die Organisatoren hoffen natürlich, dass ebenfalls viele Vereine mit an Bord sein werden – je breiter das Angebot für die Besucher, desto schöner und farbiger wird das Fest!

 

Das Bewegungsfest bietet den Vereinen eine optimale Plattform um:

  • sich als aktiver und dynamischer Verein zu präsentieren,
  • seine Aktivitäten / Jahresprogramme, usw. der Bevölkerung zu präsentieren
  • neue Mitglieder zu gewinnen

Verschiedene Möglichkeiten stehen den Vereinen zur Verfügung um am Event kostenlos aktiv teilzunehmen. Die Organisatoren laden deshalb zusammen mit der Stadt die Sportvereine zu einem Info-Abend ein. Dieser findet am Montag, 18. Februar 2019 um 19 Uhr im Tissot Velodrome statt.


Bild: Dirtlines
Bild: Dirtlines

24.01.2019

In Grenchen befindet sich die grösste Pumptrack und BMX-Anlage Europas

Die grösste Pumptrack und BMX-Anlage misst unglaubliche 8’000 Quadratmeter! Das gibt es so in ganz Europa nur in Grenchen! Auf der Bahn trainiert regelmässig der BMX-Nationalkader, die Strecke kann aber von allen mit fast allem was rollt benutzt werden.

 

Die Sport-Stadt Grenchen ist in Sachen Rad die führende Stadt. Die ganze Anlage lässt sich grob in zwei Bereiche unterteilen: Der vordere Teil mit einer acht und einer drei Meter hohen Startrampe dient dem professionellen BMX-Training. Dieser Bereich geht anschliessend fliessend in den Pumptrack über, welcher sich im hinteren Teil der Anlage erstreckt und von Anfängern und Profis gleichermassen befahren werden kann. Die öffentliche Benutzung des Pumptracks kann bei Reservationen von Swiss Cycling, durch andere Vereine oder bei Kursen eingeschränkt oder gar nicht möglich sein. Ist die Anlage gesperrt, wird dies im Wochenplan vermerkt. 

Die Benutzung der acht Meter hohen BMX-Startrampe ist nur mit Genehmigung von Velodrome Suisse AG erlaubt und steht nur professionellen Athletinnen und Athleten sowie Clubs unter professioneller Führung zu. Für die breite Öffentlichkeit ist diese Startrampe gesperrt.


24.01.2019

Sunrise – die Nummer 1 für 3 Millionen - wissen die davon? Oder: Das beste Netz - wofür?

Laut Sunrise hat die Firma in den letzten Jahren viel investiert und bietet heute rundum beste Qualität, Infrastruktur und Kundenservice - unter anderem zwei Jahre in Folge das beste Netz. Inzwischen seien 428'000 Menschen zuhause mit Sunrise-Produkten ausgerüstet. Im Mobilfunkbereich nutzten 1'272'000 die Sunrise Handy-Abos und weitere 1'360'000 setzen auf Sunrise Prepaid.

Allerdings zeigen Umfragen durchs Band weg andere Fakten: "Furchtbarer Support, ungenügende Leistung und schlechtes Netz!", "Leider habe ich seit ich bei der Sunrise bin kaum noch Empfang! Auch das Internet lässt mich ständig im stich! Zudem nimmt die Geschwindigkeit nach 40GB massiv ab. Optionen gibt es keine, nur den Wechsel von Sunrise weg!". Dies einige Kundenfeedbacks. Es verhält sich in der Tat so, dass man kaum in Kontakt treten kann mit der Firma Sunrise, und falls es doch einmal klappt nur sehr ungenügend. Es wird einem hier def. nicht geholfen. Die Netzgeschwindigkeit lässt sich nur als "mittelalterlich" beschreiben, oder so in etwas G1 mässig. Weitere Kundenstatements unter vielen tausend ähnlicher Meinungen: "Mit Abstand der schlechteste Betreiber, den ich überhaupt und in ganz Europa benutzt habe. NIEMALS dorthin wechseln.", "Das System ist extrem fehlerhaft aufgebaut, zu viel Computer, zu wenig Hirn. Die Service-Mitarbeiter können oft nicht das machen, was sie wollen/sollten, weil das System es verbietet.", "Die neue Kündigungsregelung von Sunrise stösst beim Konsumentenschutz auf heftige Kritik: Die Neuerung, die ab dem 28. Mai in Kraft tritt, sei abstrus und kundenunfreundlich.", "Inkopetenz bezüglich der Rechnungen, falsche Beträge. 5 Tage Zeit zum bezahlen, am fünften bezahlt, doch am sechsten wird es wieder gesperrt vom automatischen System und ich sollte wieder, 30.- Entsperrungskosten zahlen?".

 

Hier wird der Kunde also tatsächlich belogen und hinters Licht geführt. Erstaunlich, einmal mehr, dass es für den Milliardenkonzern keine rechtlichen Konsequenzen zur Folge hat. Dem Kunden bleibt nichts anderes übrig, als zu künden.


Bild: Dominic Baumann
Bild: Dominic Baumann

24.01.2019

Das Zeugs mit dem Plastiksäckli

In der Schweiz wird seit einigen Monaten und immer noch über Plastiksäckli im Supermarkt diskutiert und über die Auswirkungen von dem unsäglichen Foodwaste. Natürlich ist auch immer und omnipräsent das Thema Klimawandel und das des persönlichen Fussabdrucks zu lesen und hören. Eigentlich sollte man annehmen dürfen, dass in der Schweiz ein riesiges ökologische Bewusstsein herrscht. Doch weit gefehlt!

In der Schweiz fallen 80 bis 90 Millionen Tonnen Abfall jährlich an. Damit sind wir auf Platz 3 weltweit!

Den grössten Anteil generiert die Bautätigkeit. und die stetig steigenden Siedlungsabfälle, also derjenige Müll, den jede und jeder von uns täglich produziert.

Gemäss der neusten Erhebung des europäischen Statistikamts Eurostat produziert jede Schweizerin und jeder Schweizer jährlich 706 Kilogramm Abfall. Vor gut zwanzig Jahren waren es noch 100 Kilo weniger. Die OECD kritisiert die Konsumgewohnheiten der Schweizerinnen und Schweizer massiv in ihrem letzten Umweltprüfbericht. Das Recycling sei zwar wirksam gefördert worden, es bestehe aber ein erhebliches Verbesserungspotenzial in Bezug auf die Verminderung der Siedlungsabfälle. Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft gibt es also noch viel Luft nach oben. Phuuu.


24.01.2019 - jp

Grenzen

Kinder und Jugendliche suchen immer wieder ihre Grenzen. An uns, ihnen solche auch zu setzen, denn dies ist überaus wichtig für ihre Entwicklung. So liest und hört man es immer wieder und niemand zweifelt eigentlich daran. Aber mit den Grenzen ist das so eine Sache. So kann man sich beispielsweise die Frage stellen, ob nur Kinder Grenzen brauchen und wie Erwachsene damit umgehen. Sind nicht auch die Erwachsenen immer wieder auf der Suche nach Grenzerfahrungen? Sind diese wichtig, wertvoll, eher sinnlos und sogar gefährlich?

 

Beim Thema „Grenzerfahrungen“ drängen sich unverzüglich Bilder von Extremsportarten und Adrenalinkick auf, denn daran lassen sich diese Erfahrungen bestens veranschaulichen. Wenn vermehrt Adrenalin ausgeschüttet wird, spricht man von einem Adrenalinstoss. Dieser wird vor allem von Sportlern genutzt, um Höchstleistungen zu erzielen. Ein solcher Adrenalinstoss versetzt einige Menschen in eine Art Rauschzustand, der durchaus Suchtpotential haben kann. So treibt der Drang nach einem Adrenalinkick viele Menschen zu ausgefallenen Hobbies. Sie springen aus Flugzeugen, von Kränen, Klippen, tanzen auf Hochhäusern herum, laufen zum Nordpol oder zum Südpol, starten einen Marathon bis nach Athen usw. Sie scheuen weder den höchsten Berg noch die steilste Wand und auch die tiefste Schlucht scheint sie nicht zu bremsen. Ihr Hobby kann dabei Freizeitvergnügen sein, aber auch zu Sport und Passion werden. Einige Menschen machen ihren Beruf daraus und andere schreiben Bücher darüber. Warum suchen diese Menschen das extreme Erlebnis, den Thrill? Vermissen sie etwas in ihrem Leben oder wollen sie einfach diesen Kick erleben? Brauchen sie Futter für ihre Seele, werden sie gar abhängig, physisch und psychisch? Auf diese Fragen gibt es natürlich viele verschiedene Antworten und letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was daran Sinn oder Unsinn ist. (Über Sinn und Unsinn solcher Aktionen lässt sich durchaus streiten) Eine mögliche Antwort könnten die Glückshormone sein, (körpereigene Endorphine), die während der „Thrillerlebnisse“ ausgeschüttet werden. Deren euphorische Wirkung ist durchaus angenehm und verlangt nach „mehr“. Weiter kann man sich fragen, ob ganz einfach „normal sein“ in unserer Gesellschaft, wo Egozentrismus und Genusssucht stetig steigen, nicht mehr in ist?! Zeit mit Familie und Freunden verbringen, in Natur oder daheim scheint nicht mehr Mode zu sein. Natürlich muss Spass sein und die zunehmende Freizeit benötigt auch neue Formen. Es ist auch klar, dass Grenzerfahrungen zum menschlichen Leben gehören und seine Grenzen kennen zu lernen, durchaus bereichernd sein kann. Dagegen ist bestimmt nichts einzuwenden. Immer wieder liest und hört man auch, dass jeder frei sei, die Erfahrungen zu machen, die er will und die ihn weiterbringen. Ja, die vielgepriesene Freiheit! Eines sollte man bei aller Freiheit nicht ausser Acht lassen: Auch auf dem höchsten Gipfel ist man nicht allein; man ist Partner/in, Elternteil, Freund/in, Arbeitskollege/in, Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester, Mitmensch usw. So bringt man auch bei sogenannt kalkuliertem Risiko nicht nur sich selber in (Lebens)Gefahr. Die Zeit, die man ausserdem fernab von Familie und Freunden verbringt, ist beachtlich und kann niemals nachgeholt werden. Wie steht es bei all dem mit den Werten, für die sich das Leben auch für die nächsten Generationen lohnt? Was bringen Extremerlebnisse der Gemeinschaft? Das Ziel, den existentiellen und lebensnahen Fragen in unserer Gesellschaft wieder den verdienten Stellenwert zu geben, ist durchaus ehrbar. Könnte ein Teil der Energien, die der Suche nach dem Thrill und dem Extremen gewidment werden, nicht auch für sinnhafte, zwischenmenschlich wertvolle und nützliche Projekte eingesetzt werden?


24.01.2019

Kinderfreundliche Gemeinde

Die UNICEF Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» (KFG) fördert gezielt die Steigerung der Kinderfreundlichkeit im nächsten Lebensumfeld der Kinder. Gemeinden haben die Möglichkeit, eine Standortbestimmung durchzuführen und mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet zu werden.

 

Kinderfreundlichkeit zeigt sich darin, wie die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung, Gleichbehandlung und Anhörung in folgenden Bereichen umgesetzt werden:

  • Verwaltung und Politik
  • Schule
  • Familienergänzender Betreuung
  • Kinder- und Jugendschutz
  • Gesundheit
  • Freizeit und Wohnumfeld

Die UNICEF Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» ermöglicht es Gemeinden in der Schweiz und Liechtenstein erstmals, eine Standortbestimmung zur Kinderfreundlichkeit durchzuführen und sich um die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde» zu bewerben.

 

Welches sind die Schritte auf dem Weg zur Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde»?

  • Beantwortung eines Fragenkatalogs (Standortbestimmung)
  • Veranstaltung eines Workshops/einer Zukunftswerkstatt mit Kindern und Jugendlichen
  • Formulierung eines Aktionsplans
  • Evaluation der Gemeinde vor Ort
  • Auszeichnung mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde»

 

Welche Vorteile hat die Gemeinde?

  • Steigerung der Kinderfreundlichkeit im Rahmen eines fachlich gut abgestützten und standardisierten Verfahrens
  • Analyse der Ist-Situation zu allen Politbereichen (Standortbestimmung)
  • Aufzeigen von Entwicklungspotential als Grundlage für die weitere Planung
  • Sicherstellung des Einbezugs der Kindersicht
  • Vernetzung der verschiedenen Anspruchsgruppen in der Gemeinde
  • Steigerung der Attraktivität der Gemeinde (Standortmarketing)

Die Stadt Grenchen hatte bereits im 2018 die frohe Botschaft erhalten, dass die UNICEF-Arbeitsgruppe entschieden hat, der Gemeinde für ihre Kinder- und Jugendarbeit das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» zu verleihen. Mit dieser Auszeichnung hat die Stadt Grenchen in einem vierstufigen Prozess die letzte Bedingung für die Verleihung, nämlich den Evaluationstag durch die UNICEF, souverän gemeistert. Am Evaluationstag wurden Anfang Juni die Massnahmen für den Aktionsplan für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Grenchen 2018 - 2021, in verschiedenen Gesprächen mit Fachexperten aus den Abteilungen der Stadtverwaltung, durch eine externe Evaluatorin und eine Vertreterin von UNICEF geprüft.

In ihrer Nachricht an Grenchen schrieb UNICEF: „Die Stadt Grenchen befindet sich auf einem sehr spannenden und wertvollen Weg für die Kinder und Jugendlichen in ihrer Gemeinde“. Für Stadtpräsident François Scheidegger ist damit ein weiteres Ziel auf dem Weg zur attraktiven Wohnstadt erreicht.


23.01.2019

Die Sache mit dem Wolfsrudel...

Es handelt sich dabei um die virale Geschichte eines grossen Wolfsrudels auf Wanderschaft. Das Bild zeigt eine Schneelandschaft, 25 Wölfe und eine vermeintliche Gruppenaufteilung, die in sozialen Netzwerken eine gesellschaftskritische Interpretation bekommen hat.

 

Ist es ein Stück weit Sozialromantik? Oder ist es einfach nur ein Gleichnis? Die Geschichte um das Wolfsrudel auf Wanderschaft, welches die alten und kranken Mitglieder im Rudel den Ton angeben lässt, entpuppt sich am Ende eher als eine Fabel anstatt einer Tatsachendarstellung.

Es gilt an dieser Stelle nun nicht, das Gesellschaftsbild zu kritisieren, sondern danach zu schauen, ob die Behauptung stimmt und auch zu dem Bild passt. Leider ergibt sich bei dieser Untersuchung eher ein Gegenteiliges, jedoch ebenso interessantes Bild.

 

Die stärksten gehen vorne

Unsere englischsprachigen Kollegen von Snopes haben sich bereits im Dezember 2015 mit diesem Bild und der Aussage beschäftigt [1]. Interessant an dieser Stelle zu erfahren: der Inhalt existiert auf viraler Ebene ebenso auf Englisch. Snopes fand dabei heraus, dass dieses Bild bereits im Jahre 2011 beim Guardian [2] genutzt wurde, jedoch dort eine völlig andere Beschreibung zu diesem Bild zu finden ist: das sind Timberwölfe aus Kanada und das Rudel wird von einer starken Wölfin angeführt, der Rest läuft ihren Spuren hinterher um Energie zu sparen. Würde das Rudel von den Alten und Schwachen geführt, würden sie alle verhungern und qualvoll verenden.

Der auf der Guardian Webseite besagt nun, dass eben doch die stärksten Wölfe vorne laufen, was einen rein pragmatischen Grund hat.

 

Der Begriff Alpha-Wolf

In der modernen Wolfs-Forschung wird der Begriff “Alpha-Wolf” mittlerweile oftmals vermieden, da jüngere Beobachtungen von Wolfsrudeln in freier Wildbahn ergaben, dass es in dem alten Sinne des Alphas dieser so nicht existiert, sondern es sich um Familienverbände handelt.

 

Einmal mehr gilt: Vorsicht mit gefährlichem Halbwissen.


23.01.2019

Neues Gartenatelier
Wie die Rodania Stiftung für Schwerbehinderte in Grenchen auf ihrer Facebook-Seite verlauten lässt, wurde im Januar die Arbeit im neuen Gartenatelier aufgenommen. Noch ist die Gartenarbeit draussen im Winterschlaf. Doch bereits wird drinnen eifrig gearbeitet. Es wird ausgesät, Pflanzen werden vermehrt und die Nüsse vom Stiftungseigenen Baum werden für feine Kuchen aus dem Backatelier geöffnet.
Die Tage werden merklich schon länger - man freue sich bereits jetzt auf die Aktivitäten draussen.


23.01.2019 - mm

Standortbestimmung und Förderung Angebot für die Schulen (Online)

Die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn führen in Zukunft gemeinsame Leistungstests (Checks) in der 3. und 6. Klasse der Primarschule sowie in der 2. und 3. Klasse der Sekundarstufe I durch und stellen den Schulen eine Aufgabensammlung für kompetenzorientiertes Fördern und Lernen zur Verfügung. Wir haben einen entsprechenden Informationsabend in Grenchen besucht.

Testen, um zu lernen – Die Checks ermöglichen eine Standortbestimmung in Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik und in den Naturwissenschaften. Die Check-Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler bilden die Ausgangslage für gezieltes Fördern und Lernen. Zu den Check-Ergebnissen gehören auch Klassen- und Schulrückmeldungen, die für die Unterrichts- und Schulentwicklung genutzt werden können.

Aufgabensammlung „Mindsteps“ – Die Aufgabensammlung enthält eine grosse Anzahl an Lern- und Prüfungsaufgaben, die nach Kompetenzbereich, Kompetenz und Kompetenzstufe geordnet sind und auf unterschiedliche Art zu Lerneinheiten und Prüfungen zusammengestellt werden können. Die Aufgabensammlung steht auf dem Portal www.mindsteps.ch zur Verfügung.

Lernen innerhalb und ausserhalb der Schule – Die Aufgabensammlung steht sowohl den Lehrerinnen und Lehrern als auch den Schülerinnen und Schülern unbeschränkt zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können sie in der Schule und zu Hause zur Unterstützung des Lernens nutzen.

Lernen sichtbar machen Feedback – Kompetenzorientiertes Lernen und Feedback zum Lernfortschritt gehören zu den wirksamsten Bedingungen des Lernerfolgs. Gemäss der bisher umfangreichsten Studie des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie1 zur Wirkung der Schule haben folgende Faktoren die grösste Bedeutung für den Lernfortschritt:

  • die regelmässige Einschätzung des aktuellen Leistungsstandes durch die Schülerinnen und Schüler,
  • die altersgerechte Gestaltung des Unterrichts entsprechend der kognitiven Entwicklung der Kinder und
  • die ständige Erhebung des Lernfortschritts sowie die direkte Rückmeldung der Ergebnisse an die Schülerinnen und Schüler.

Kompetenzorientierung – Auch der Lehrplan 21 orientiert sich am kompetenzorientierten Lernen und Unterrichten. Ein kompetenzorientierter Unterricht muss unter anderem klar und deutlich erkennbar machen, was gelernt werden soll, und dem individuellen Stand der Schülerinnen und Schüler entsprechen, damit die Lernmotivation erhalten bleibt.

Einheitliche curriculare Grundlage – Checks und Aufgabensammlung sind Instrumente, die den Schülerinnen und Schülern zugutekommen sollen und im Einklang mit den Erkenntnissen der Bildungsforschung stehen. Nationale Bildungsziele, Lehrpläne, Lehrmittel und Schulleistungstests werden auf eine gemeinsame inhaltliche Basis gestellt. Allen gemeinsam ist, dass sie kompetenzorientiert, also auf das individuelle Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind.

Fair beurteilen Klassenübergreifend beurteilen – Die Beurteilung der Schülerleistungen gehört zu den grundlegendsten und zugleich schwierigsten Aufgaben der Schule. Lehrerinnen und Lehrer sind nicht davor gefeit, sich bei der Beurteilung von sachfremden Kriterien beeinflussen zu lassen. Bei der Beurteilung weit stärker ins Gewicht fällt allerdings, wenn keine einheitlichen curricularen Grundlagen und Instrumente genutzt werden und sich die Beurteilung einzig am Klassenverband orientiert.

Transparente Kriterien – Mit den nationalen Bildungszielen und dem Lehrplan 21 steht eine inhaltliche Grundlage zur Verfügung, auf die sich die Checks und die Aufgabensammlung bezieht. Während die Checks eine Standortbestimmung mit Informationen über die erreichten Ziele im Vergleich zu allen Schülerinnen und Schülern des Bildungsraums Nordwestschweiz ermöglichen, lässt sich mit der Aufgabensammlung der Lernfortschritt im Unterricht regelmässig überprüfen. Kompetenzorientiertes Fördern und Lernen verlangt eine kompetenzorientierte Beurteilung.

Schultypenunabhängig beurteilen – Je differenzierter und durchlässiger ein Schulsystem ist, desto wichtiger ist eine schultypenunabhängige Beurteilung, die sich an Kompetenzen orientiert. Die Beurteilungsprobleme sind insbesondere auf der Sekundarstufe I gross, weil die Anforderungen nur über Schultypen, nicht aber über Kompetenzen definiert sind. Die Einteilung der Schülerinnen und Schüler in Schultypen ist immer mit einer gewissen Unschärfe behaftet. Umso wichtiger ist es, dass sich Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Schultyp entwickeln können und dass ihre Fähigkeiten in einem schultypenunabhängigen Vergleich beurteilt werden. Mit der Nutzung der Checks und der Aufgabensammlung soll die mehrheitlich an der Klasse orientierte Beurteilung ergänzt werden.

Ganzheitliches Konzept Externe Beurteilung der Schreibkompetenzen – Weil am Computer nicht sämtliche Kompetenzen getestet werden können, enthalten die Checks auch papierbasierte Tests, beispielsweise für die Beurteilung der Schreibkompetenzen. Die Schreibkompetenzen werden von speziell geschulten Personen (Lehrerinnen und Lehrern, Studierenden der Germanistik, Romanistik oder Anglistik) beurteilt.

Standardisierte Aufgabenstellungen und Beurteilungsraster – In der Aufgabensammlung werden den Lehrerinnen und Lehrern erprobte Aufgabenstellungen für die Beurteilung des Schreibens und Sprechens zur Verfügung gestellt. Zur Beurteilung von Texten und Sprechproben werden Beurteilungsraster sowie Text- und Sprechbeispiele von Schülerinnen und Schülern (Ankerbeispiele) zur Verfügung gestellt. Eine Erprobung dieses Verfahrens im Kanton Aargau hat gezeigt, dass durch ein solches Vorgehen eine zuverlässige Beurteilung der Schreib- und Sprechkompetenzen erreicht werden kann.

 

Zwei Instrumente – ein Ziel Gemeinsamkeiten – Checks und Aufgabensammlung bilden eine Einheit:

  • Checks bestehen aus Testaufgaben, die Aufgabensammlung besteht aus Prüfungs- und Lernaufgaben. Test-, Prüfungs- und Lernaufgaben beziehen sich auf die gleiche curriculare Grundlage und auf die gleiche Metrik (kompetenzorientierte Skala zur Beurteilung der Leistungen).
  • Die Aufgaben werden von speziell geschulten Lehrerinnen und Lehrern entwickelt sowie von Expertinnen und Experten für Fachdidaktik und Leistungsmessung begutachtet.
  • Das Lösen von Test-, Prüfungs- und Lernaufgaben führt zu Ergebnisrückmeldungen, in denen der individuelle Lernstand nach Kompetenzbereich und Kompetenzstufe ausgewiesen wird.
  • Die Ergebnisrückmeldungen des computerbasierten Lernens und Prüfens beziehen sich auf die Check-Ergebnisse und lassen sich mit diesen vergleichen. Lernfortschritte können somit zuverlässig überprüft und auf einer einheitlichen Skala beurteilt werden.

Unterschiede – Der Unterschied zwischen den Checks und der Aufgabensammlung liegt in der Handhabung der Aufgaben:

  • Checks werden aus Testaufgaben zusammengestellt. Testaufgaben sind vertraulich und stehen weder den Lehrerinnen und Lehrern im Unterricht noch den Schülerinnen und Schülern für das Lernen zur Verfügung.
  • Die Prüfungsaufgaben werden ausschliesslich für die Lehrerinnen und Lehrer entwickelt. Diese können die Aufgaben zu Prüfungen zusammenstellen und im Unterricht der ganzen Klasse oder einzelnen Schülerinnen und Schülern vorlegen.
  • Die Lernaufgaben werden für die Lehrerinnen und Lehrer und die Schülerinnen und Schüler entwickelt. Lehrerinnen und Lehrer können aus den Lernaufgaben Lerneinheiten zusammenstellen und der ganzen Klasse oder einzelnen Schülerinnen und Schülern zuweisen. Schülerinnen und Schüler können eine bestimmte Anzahl Lernaufgaben auswählen, die ihrem Lernstand entsprechen, und anschliessend lösen.
  • Während die Checks viermal während der obligatorischen Schulzeit durchgeführt werden, steht die Aufgabensammlung den Lehrpersonen sowie ihren Schülerinnen und Schülern unbeschränkt zur Verfügung.

Entwicklungsorientierte Atmosphäre – Damit die Checks und die Aufgabensammlung entsprechend ihrer pädagogischen Intention eingesetzt werden und Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen den Mehrwert erkennen,

  • sind die Check-Ergebnisse als Ausgangspunkt eines Förder- und Entwicklungsprozesses zu interpretieren;
  • wird eine förder- und entwicklungsorientierte Atmosphäre in Schule und Unterricht vorausgesetzt;
  • sind die kantonalen Regeln zum Umgang mit den Check-Ergebnissen einzuhalten.

Wissenschaft und Schulpraxis – Die Checks und die Aufgabensammlung werden gemeinsam von einem grossen Team von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Schulpraxis entwickelt. Sowohl Lern- und Prüfungsaufgaben als auch Testaufgaben werden von speziell geschulten Lehrerinnen und Lehrern entwickelt sowie von Expertinnen und Experten für Fachdidaktik und Testpsychologie (Psychometrie) begutachtet.

Rückmeldungen aus der Schulpraxis – Die Informatiklösung für die Checks und die Aufgabensammlung wird in enger Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt. Sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler testen neue Entwicklungen und geben wertvolle Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit.

 

Tests sollen objektiv messen – Damit ist gemeint, dass das Testergebnis einzig von der Kompetenz einer Schülerin oder eines Schülers abhängt, nicht aber von der Person, die den Test durchführt oder auswertet. Aus diesem Grund werden Leistungstests nach standardisierten Anleitungen durchgeführt. Beispielsweise wird klar festgehalten, welche Hilfestellungen den Schülerinnen und Schülern beim Ausfüllen der Tests gegeben werden und wie viel Zeit für die Bearbeitung des Tests zur Verfügung steht. Auch die Korrektur der Tests erfolgt nach eindeutigen Kriterien. Vor allem Aufgaben in Form von offenen Fragen oder Aufsätzen stellen hohe Anforderungen an die korrigierende Person. Unter Anwendung klarer Kriterien lassen sich auch schriftliche oder mündliche Beiträge objektiv korrigieren.

Tests sollen genau messen – Damit ist gemeint, dass das Testergebnis möglichst präzis und fehlerlos zustande kommt. Das Testergebnis soll beispielsweise nicht von Ort oder Zeit der Durchführung abhängen. Eine genaue Messung setzt zudem voraus, dass der Test eine genügend grosse Anzahl von Aufgaben enthält. Es wäre unfair, sich aufgrund von sehr wenigen Aufgaben ein Bild über die Kompetenzen einer Schülerin oder eines Schülers zu machen. Die Aufgaben sollten zudem das gesamte Fähigkeitsspektrum umfassen, sodass zuverlässige Aussagen über die Kompetenzen von besonders guten sowie von eher schwachen Schülerinnen und Schülern möglich werden.

Tests sollen valide messen – Damit ist gemeint, dass der Test genau das misst, was er zu messen vorgibt. Die einzelnen Aufgaben des Tests müssen der zu messenden Kompetenz entsprechen und diese auch zuverlässig repräsentieren. Für die Checks bedeutet dies beispielsweise, dass die Aufgaben dem Lehrplan und den Lehrmitteln der Kantone des Bildungsraums entsprechen. Ob ein Test gut ist, kann streng genommen aber nur über die Nutzung der Testergebnisse festgestellt werden. Ein Test ist dann gut, wenn Testergebnisse angemessen interpretiert und Entscheidungen aufgrund der Testergebnisse rational nachvollziehbar sind.

Chancen der Leistungsmessung – Standortbestimmungen mit Hilfe von Tests führen vor allem dann zu einer Leistungssteigerung bei den Schülerinnen und Schülern, wenn die Ergebnisse für die individuelle Ausrichtung des Lernens im Unterricht und für die Schulentwicklung genutzt werden. Wären die Check-Ergebnisse hingegen mit Konsequenzen (High Stakes) für Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer verbunden, dann würde der erwartete Nutzen nicht eintreten. Die Check-Ergebnisse sollen deshalb ausschliesslich für die individuelle Förderung und die Unterrichtsentwicklung genutzt werden.

 

Vorbehalte gegenüber Tests – Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Leistungsmessung mit dem Ziel der individuellen Förderung und der Unterrichtsentwicklung in der Lehrerschaft auf breite Akzeptanz stösst. Es werden von Lehrerinnen und Lehrern aber auch immer wieder Vorbehalte gegenüber Leistungstests angebracht, die ernst zu nehmen sind:

  • Schulen verfolgen verschiedene Ziele, die mit Leistungstests nie angemessen berücksichtigt werden können.
  • Leistungstests orientieren sich an einfach messbarem Wissen, höhere Verstehensleistungen können nicht erfasst werden, weshalb diese im Unterricht vernachlässigt werden.
  • Leistungstests führen zu einer Verschlechterung der Unterrichtsqualität, weil Lehrpersonen ihren Unterricht nach den Tests ausrichten (‚teaching to the test‘).
  • Leistungstests führen bei den Schülerinnen und Schülern zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Stress und Angst; die Arbeitsatmosphäre verschlechtert sich.
  • Der Vergleich von Ergebnissen in Leistungstests zwischen Klassen ist nicht fair, weil sich die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen nie zu hundert Prozent ausgleichen lassen.

Angemessener Einsatz – Sämtliche Vorbehalte sind zum Teil berechtigt und ernst zu nehmen. Es ist beispielsweise unbestritten, dass sich die Checks nicht nur auf einfach messbare Leistungen beschränken dürfen. Die in der Schule vermittelte Leistung ist ohne Zweifel mehr als das, was gemessen werden kann. Dass auch schwer messbare Leistungen von Bedeutung sind, versteht sich von selbst. Wir gehen davon aus, dass Schulen und Lehrpersonen die Checks entsprechend der pädagogischen Intention nutzen und wie bei anderen Beurteilungsinstrumenten Vor- und Nachteile kennen.


23.01.2019

Politik schweigt sich geschlossen aus zur Sozialhilfe Willkür und Ungerechtigkeiten

Im derzeitigen politischen Klima kommen die Rechte von SozialhilfebezügerInnen zunehmend unter die Räder. Zudem kämpft man schweizweit gegen Willkür, Launen, unrechtmässige Kürzungen, Drohungen, Beleidigungen seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialen Dienste. Die Arroganz und Willkür ist klar erkennbar. Wir berichteten bereits am 18.1.2019 ausführlich. In diesem Zusammenhang hat diese Zeitung am selben Tag jeden Gemeinderat Grenchens persönlich um eine Stellungnahme gebeten. Bisher schweigen sich diese allerdings geschlossen aus. Unverständlich, könnten sie doch zu einigen Fragen aufklärend und positiv einwirken. Oder ist das gemeinsame Schweigen ein Hinweis darauf, dass das Problem doch endlich auch im Gemeinderat angekommen ist? Hoffen wir, dass es nicht andere Gründe hat, etwa solche einer "unter den Teppich kehrenden" Absicht. Die Ärmsten unserer Gesellschaft haben Anrecht darauf, ernst genommen zu werden und bei auftauchenden Fragen und Problemen auch von der Politik wahrgenommen zu werden, um Hilfe zu bieten, wo diese dringend erforderlich ist. Dafür sind die Gemeinderäte u.A. schliesslich gewählt.

Wir bleiben weiterhin an diesem Thema dran und melden uns baldigst vielleicht auch mit einem Statement eines Gemeinderates, sollten wir einen finden, der Mut hat seinen Job zu tun.


Foto: FM1Today
Foto: FM1Today

22.01.2019 - jp

Der Startschuss für das 49. World Economic Forum (WEF) ist gefallen.

Der Schweizer Bundespräsident hält auch in diesem Jahr die Eröffnungsrede. Daher wird in diesem Jahr Ueli Maurer gemeinsam mit Schwab am Dienstag das Treffen der Wirtschafts- und Politelite eröffnen. Vom 22. bis 25 Januar 2019) kommen international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, gesellschaftliche Akteure und Journalisten in Davos zusammen, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren. Ein kurz vor Beginn des Forums verfasster Risikobericht gibt ein trauriges Bild vom Zustand unserer Welt ab. Obwohl Bedrohungen und Spaltungen ständig zunehmen, kann dies nicht vom gemeinsamen Willen, diese zu bekämpfen, behauptet werden. So drehen sich angekündigte Anlässe des offiziellen Programms sowie auch Diskussionen anlässlich der privaten Kontaktpflege um die gegenwärtigen geopolitischen Krisen. So werden beispielsweise Handelskonflikte und die zunehmenden Abschottung einzelner Länder angesprochen. Wege werden gesucht, die Eskalation dieser Konflikte zu verhindern. Themen wie weltweite Schuldenlast, unbeständige Finanzmärkte, Klimawandel, Cyberattacken und Datenklau werden unter dem diesjährigen Motto «Globalisierung 4.0: Eine globale Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution gestalten» ebenfalls nicht zu kurz kommen. Diese 4. Revolution, die bereits vor 3 Jahren am WEF hätte gemeistert werden wollen, wird sich also weiterhin mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen, die das Internet, die Digitalisierung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen mit sich bringen, beschäftigen müssen. Des Weiteren sollen in diesem Jahr auch junge Menschen und Benachteiligte zu Wort kommen. Die vierte Welle der Globalisierung will den Menschen im Fokus haben und inklusiv sein. Wird dies wohl die Gegner etwas besänftigen, die das WEF schon immer als Elitetreff kritisiert haben, bei dem wenige über das Schicksal von vielen entscheiden und dabei vor allem ihre eigenen Interessen im Auge behalten?! Wiederum werden 3000 Teilnehmer aus mehr als 110 Ländern in Davos zusammenkommen. Darunter befinden sich über 60 Staats- und Regierungschefs. Obwohl es in diesem Jahr an sogenannten „grossen Stars“ mangeln wird und Show zugunsten von mehr Inhalt etwas zurücktreten soll, können sich die Zusatzkosten durchaus sehen lassen. Für die Sicherheit sind Kosten von über 9 Millionen der Normalfall. Zusätzlich erbringt das Schweizer Militär Leistungen im Umfang von rund 32 Millionen Franken. (Das WEF bezahlt davon trotz seiner stattlichen Reserven bloss einen bescheidenen Teil; Bund, Kanton und Gemeinde den grossen Teil).

 

Hotelzimmerpreise klettern frappant in die Höhe und Zimmerpreise von Fr. 5000.00 pro Nacht sind dabei keine Ausnahme. Der Flughafen Zürich-Kloten rechnet mit 800 bis 1000 zusätzlichen Starts und Landungen. Etliche Helikopter werden in Davos landen. Davos und die RhB haben für Fr. 64‘000 eine temporäre Haltestelle für das WEF gebaut und die öffentlichen Verkehrsmittel werden kostenlos sein. Dennoch werden zweifelsohne Privatlimousinen mithelfen, den Verkehr auf Davos‘ Strassen lahmzulegen. Die ökologischen Fussspuren sind also sicher gestellt. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimme der Jungen und Benachteiligten nicht im Lärm untergehen wird. Die Augen und Ohren der Gegner werden jedenfalls auch dieses Jahr wieder ganz offen sein. Am 24. Januar dürfen in Davos Demonstranten auf die Strasse; zumindest auf einem Platz. Betrachtet man all diese Zahlen, lässt sich die Frage nicht verdrängen, wie sich diese mit dem Ziel „Der Mensch soll im Fokus sein..“ vereinen lassen. Auch das Lied von Abba im Hinterkopf „Money, money, money“ lässt sich dabei nicht ganz überhören.


22.01.2019

Schopfbühne Grenchen

Am 8. Mai 1992 wurde das "Laientheater Grenchen" zum Zweck der Pflege des gehobenen Mundarttheaters gegründet. Stücke der Weltliteratur sollten jeweils zur Aufführung gelangen, die in die Grenchner Mundartsprache übersetzt wurden, um diese Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der Unterhaltungswert war den Macherinnen und Machern auch stets wichtig. Aber auch zum Nachdenken sollten die Stücke anregen.

 

Das kleine Theater mit 60 Plätzen - die Schopfbühne an der Schützengasse 4 - wurde von den Vereinsmitgliedern nach eigenen Angaben in 1½ jährigen Fronarbeit während des Jahres 1996 selbst umgebaut und renoviert und wurden dafür von Kulturkommission der Stadt Grenchen mit dem Anerkennungspreis 1996 belohnt. Ein Preis, der in diesem Jahr das erste Mal verliehen wurde. An der Generalversammlung im Januar 1999 wurde die Namensänderung von "Laientheater Grenchen" in "Schopfbühne Grenchen" beschlossen, ist auf der Website des Theaters zu lesen.

 

Nun wartet die Schopfbühne mit ihrem neuen Programm auf:

 

Holzers Peepshow

 

Ein heiter bis bewölktes Volksstück von Markus Köbeli

Regie: Alex Truffer

 

Premiere: 13. März 2019

 

Vorstellungen: 2019

März: 16. / 22. / 23. / 24. / 30. / 31.

April: 3. / 12. / 13. / 14. / 18. / 23. / 26. / 27. / 28.

Mai: 3. / 4. / 5. / 9. / 10.

 

Der Vorverkauf startet am 6. Februar

 

«Die wänn luege wie's isch. Das isch es. Will's nämlich bi uns no isch, wie's isch.»

 

Zum Stück:

Die Bauernfamilie Holzer hat Existenzsorgen. Die Landwirtschaft rentiert nicht mehr. Der Skilift, der dem Vater jeden Winter einen Nebenverdienst sicherte, wird automatisiert. Vom Tourismus können Holzers auch nicht profitieren, da ihr Hof zwischen Tal- und Bergstation liegt. Die Bustouristen legen bei ihnen im besten Falle einen kurzen „Pinkelhalt“ ein.

 

So entsteht die Idee, den Touristen wenigstens ein paar Bazen abzuluchsen. Holzers richten eine „Peepshow“ ein: Sie zeigen ihre heile, rustikale Schweizer Welt und lassen sich dafür bezahlen. Selbst der 90-jährige Grossvater wird in diese Kampagne einbezogen. Bei Geldeinwurf geht der Fenster-Vorhang auf und gibt den Blick in die gute Stube frei.

 

Zu ihrem eigenen Erstaunen haben sie damit Erfolg, Das Kässeli füllt sich jeden Tag mehr und mehr. Doch das Geld verändert Holzers vermeintlich idyllischen Alltag: Bald ist es bei ihnen nicht mehr, wie es war. Indem sie sich dem Publikumsgeschmack anpassen, entblössen sie sich selber und alte Wunden werden aufgebrochen. Die heile Welt der Holzers besteht nimmer mehr.

 

Markus Köbelis Farce bringt das Publikum trotz ernsthaftem Thema durch sprühenden Witz und sarkastischen Humor zum Lachen. Holzers Peepshow ist eine absurde Geschichte über die Schweizer Identität im Zeitalter von Ballenberg, Big Brother, Sahlenweidli und Strukturwandel.

 


22.01.2019

Der Schild-Laden wird bereits erweitert

Wie die Leitung des Grenchner Schildes bekanntgegeben hat, wurde der Schild-Laden bereits um einen zusätzlichen Raum erweitert. Der neue Raum wird Platz bieten für Kleider und Non-Food-Artikel und der bisherige für Lebensmittel und Spielsachen. Somit könne der Grenchner Schild auch wieder Artikel aufnehmen, was aus Platzmangel die letzten zwei Wochen nicht mehr möglich war. Zudem könne mit dem zusätzlichen Platz auch etwas Übersicht über das Angebot geschaffen werden. Freude herrscht. Dieser Umstand ist dem Maxiladen Inhaber Hüseyin Akduman zu verdanken, welcher sehr positiv und aktiv zum Grenchner Schild steht.

www.grenchner-schild.ch


21.01.2019 - ad

Brandmelder lädt zum Cannabis-Rauchen ein

Nach eingegangenem Feueralarm am Samstag, den 19.1.2019 rückte die Feuerwehr Grenchen schnell aus, um rasch möglichst am Brandherd einzutreffen und um drohende Schäden klein zu halten. Beim Howeg-Areal (Ottos, Migros Outlet, Luxory uvm.) in Grenchen eingetroffen wurde allerdings kein Feuer festgestellt. Auch keine Rauchentwicklung war zu entdecken. Fehlalarm?

Ja, aber mit grosser Ernte.

Die Feuerwehrleute entdeckten auf dem Howeg- Areal, eine Einrichtung zur Cannabis-Produktion im grossen Stile.

Aus noch unbekannten Gründen löste ein Brandmelder den Alarm aus. Heute liegen nach Angaben von Tele M1 nur noch trockene Überreste der Produktion vor dem Eingang, die beim hastigen Insicherheitbringen der zarten Pflänzchen abfielen. Es kam zu keinen Verhaftungen, weil man offenbar zu spät reagiert hat und nicht gleich beim Fund die Polizei alarmiert hat. Das dürften die Produzenten gefreut haben, konnten sie doch mitsamt der Produktion verschwinden.


21.01.2019 - ad

Sprechstunde des Stadtpräsidenten

Am 29. Jan. 2019 findet zwischen 17:00 - 19:00 Uhr

im Sitzungszimmer des 1. Stocks des Stadthauses die nächste Sprechstunde des Stadtpräsidenten statt.

 

Der Stadtpräsident François Scheidegger reserviert sich Zeit, um sich mit Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Grenchen zu treffen, die ihm persönliche Anliegen vorbringen wollen und können sich gleichzeitig davon überzeugen, dass der Stadtpräsident auf Augenhöhe diskutiert und offen ist für die Anliegen seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Eine super Sache, dieses Angebot. Einerseits können sich die Einwohnerinnen und Einwohner direkt mit dem "Chef" unterhalten, andererseits hat François Scheidegger direkten Kontakt zur Bevölkerung und erhält einen Eindruck davon, was die Menschen in Grenchen bewegt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Eine optimale Möglichkeit, sich persönlich zu vergewissern, wenn Fragen und Unklarheiten bestehen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.


21.01.2019 - mm

Zusammenarbeit zwischen Stadt und Parktheater wird gestärkt

Die Stadt und die Rodania Gastro AG, die Betreiberin des Parktheaters, unterstützen mit einer Leistungsvereinbarung ein lebendiges Kultur- und Vereinsleben in Grenchen. Die Leistungsvereinbarung gilt seit Dezember 2018.

 

Seit der Übernahme des Parktheaters hat die Stadt Grenchen als Eigentümerin die dringend notwendige Sanierung der technischen Infrastruktur im Theater und in den verschiedenen Sälen an die Hand genommen. Seminare und Veranstaltungen können jetzt wieder im modernen Rahmen durchgeführt werden. Als nächster Schritt steht die von der Politik beschlossene Küchensanierung an: In der ersten Februar-Woche (4. bis 11. Februar 2019) bleibt deshalb das Restaurant geschlossen. Anschliessend steht im Parktheater die Fasnacht auf dem Programm.

 

Die Stadt hat ein grosses Interesse an einem lebendigen Vereinsleben. Mit der Leistungs-vereinbarung unterstützt sie das Parktheater als Vereinstreffpunkt, damit Grenchner Vereine und gemeinnützige Organisationen - mit gewissen Auflagen - die Räumlichkeiten für nicht kommerzielle Anlässe zu Vorzugskonditionen nutzen können. So kann die gute Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Parktheater weitergeführt werden. Das Parktheater wird für diese verbilligten Raummieten und dem damit verbundenen Ertragsausfall von der Stadt entschädigt. Zudem unterstützt das Parktheater die Stadt und die Vereine im Standortmarketing.

 

«Die Stadt profitiert vom Parktheater als Kulturzentrum, Tagungsort und Vereinstreffpunkt mit überregionaler Ausstrahlung», unterstreicht der Stadtpräsident François Scheidegger die Bedeutung der Leistungsvereinbarung.

 

Weitere Auskünfte:

François Scheidegger, Stadtpräsident Grenchen (Tel. 032 655 66 11)

Thomas Vogt, Verwaltungsrat-Präsident der Rodania Gastro AG (Tel. 032 352 10 75)


21.01.2019

Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Polizei finanzieren ein Sex-Portal

Zwei Westschweizer Organisationen, die sich für die Rechte von Prostituierten einsetzen, lancieren ein Sexportal, nach eigenen Angaben zum Schutz von Prostituierten. Mutet auf den esrten Blick seltsam an. Auf dem zweiten auch!

 

Doch es kommt noch seltsamer: Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Polizei finanzieren das Portal ohne ein Problem darin zu sehent. Es ginge um wichtige Prävention und das könne nicht schlecht sein, so die Argumentation aus Bern.

Klar ist, dass Prostituierte ein grosses Risiko haben, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken und sind zudem in hohem Mass an Gewalt ausgesetzt. Fedpol-Sprecher Florian Näf erklärte, dass die Bundesämter das Projekt unterstützt habe, weil es auf der Seite ein geschütztes Forum gebe, was die Möglichkeit biete, Hilfe zu holen und so Gewaltübergriffen zu entgehen. Insgesamt zahlte das Fedpol im letzten Jahr 45'600 Franken an eine der beteiligten Organisationen. Das BAG zahlt 300'000 Franken an die Institution für die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bei Prostituierten.

Wieso auf dem Portal aber praktisch alles zu finden, was auch auf anderen Portalen dieser Art zu finden ist, lässt Fragen offen. Wird damit nicht auch direkt anderes Tun begünstigt?

Wir denken, dass Prävention anders geht und öffentliche Gelder anders angelegt werden sollten.


21.01.2019

Onlinenachschlagewerk

Sieben Jahre lang hat ein Forscherteam aus der Schweiz und Österreich grammatikalische Varianten der deutschen Sprache zusammengetragen. Nun haben die Linguisten Gerard Adarve, Christa Dürscheid und Patrizia Sutter ein Nachschlagewerk mit dem Titel "

Variantengrammatik des Standarddeutschen

In welcher Variante denken Sie?" publiziert. Christa Dürscheid, Professorin an der Universität Zürich, leitet das Projekt. Sie warnt davor, bestimmte Ausdrucksweisen vorschnell als falsch zu bezeichnen.

 

Zum Nachschlagewerk


21.01.2019

Ein wunderbares Projekt „Grenchen On Ice 2019“ geht zu Ende!

Auch wenn der Anlass (noch) nicht die Resonanz erreicht hat, den er verdient hat und es nicht wirklich erklärbar ist, hoffen wir auf weitere Durchführungen. Natürlich idealerweise dann das nächste Mal auch in der Ferienzeit, damit das Angebot besser genutzt werden kann. Der Stadt Grenchen und Sponsoren gebührt ein grosses Dankeschön für dieses neue Angebot in Grenchen.

 

Einrn riesigen Dank richten wir an Mehmet Polat vom Baracoa und seinem Team, sowie Radio Blitz, ohne die dieser Anlass nicht hätte realisiert werden können.

Die GZ hat so gut wie möglich berichtet, um den Anlass zu unterstützen. Im nächsten Anlauf sind wir dann hoffentlich mit dieser Zeitung als Medienpartner dabei.

 


20.01.2019

1.Platz am Hörmann-Cup in Balsthal

 

Die Junioren D1 des FCG 15 waren das erste Mal dabei am Hörmann-Cup in Balsthal und belegten gleich den Platz 1.

Am Turnier wurde in einer 6-er Gruppe gespielt, jeder gegen jeden, also fünf Spiele pro Mannschaft.

Auch hier gelang es der Mannschaft  souverän das ganze Turnier zu dominieren.

Mit den Resultaten war der 1. Platz gesichert:

3:0 gegen den FC Kappel

6:2 gegen Thal United

2:1 gegen den FC Riedholz

7:0 gegen den FC Zuchwil

3:1 gegen das Team TOBE.

 

Herzliche Gratulation an die Mannschaft und den Trainer!


19.01.2019

Partnerstädte und Patengemeinde von Grenchen

Neckarsulm

Seit 1980 besteht die Beziehung zu Neckarsulm (Baden-Württemberg). Neckarsulm ist bekannt als Stadt des Weins, v.a. aber auch als Industriestadt. Früher wurden hier die legendären NSU hergestellt, heute Audi-Personenwagen.

Neckarsulm liegt bei Heilbronn im Bundesland Baden-Württemberg. Seine historische Altstadt wurde im II. WK grösstenteils zerstört. Neckarsulm ist bekannt als Stadt des Weins, der vorwiegend am Hausberg, dem „Scheuerberg“ wächst. Neckarsulm ist v.a. auch Industriestadt und hat viele Berührungspunkte mit Grenchen. Legendäre Motorräder und Autos - NSU, Horch, DKW - wurden hier hergestellt. Heute laufen Audi-Personenwagen über modernste Fertigungsstrassen. Besucher von Neckarsulm kommen um den Besuch des Deutschen Zweirad-Museums und des NSU-Museums nicht herum.

Ein freundschaftlicher Austausch besteht seit 1980 und ergab sich durch die Niederlassung der Neckarsulmer Firma F. Binder GmbH in Grenchen (Elektronik, Präzisionsteile...). 1988 wurde ein formeller Partnerschaftsvertrag geschlossen.

 

Selestat Sélestat - Stadt im Herzen des Elsass Sélestat liegt im Elsass zwischen Colmar und Strasbourg. Es trumpft mit seiner prächtigen mittelalterlichen Altstadt, historischer Bibliothek und seinem Blumenumzug Corso fleuri und manchem mehr. Hier findet sich ein grosser Reichtum an architektonischen Schönheiten, wie kaum in einer anderen Stadt. So ist Sélestat, das auf Deutsch Schlettstadt heisst, berühmt wegen seiner reichen Vergangenheit, für die rege Innenstadt mit ihrer mittelalterlichen Gässchen. Bemerkenswert ist die Elsässer Stadt aber auch in der Gegenwart mit vielen kulturellen Anlässen, ganz speziell mit seinem Corso fleuri, und einer guten wirtschaftlichen Struktur.

Seit 1968 besteht ein freundschaftlicher Austausch; 1971 wurde ein formeller Partnerschaftsvertrag geschlossen, der 1988 erneuert wurde.

 

Patenort

Patenort von Grenchen ist die Gemeinde Unterschächen im Kanton Uri. Seit einem strengen Lawinenwinter 1968 unterstützt Grenchen die kleine Berggemeinde Unterschächen/Uri. Aus der zuerst rein finanziellen Hilfe entwickelte sich eine schöne freundschaftliche Verbindung.


Foto: HESO Solothurn
Foto: HESO Solothurn

19.01.2019

HESO - Herbstmesse Solothurn 2019 - Anmeldungen gestartet

Die Anmeldeunterlagen für die HESO-2019 sind laut Informationen bereits auf der Website der HESO online. Auf der selben Seite kann man sich detailliert über die Teilnahmebedingungen informieren.

Die HESO findet dieses Jahr vom Freitag, 20. bis Sonntag, 29. September 2019 statt.

 

Die HESO ist die führende Publikumsmesse im Kanton Solothurn und erfreut sich riesiger Beliebtheit bis weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Sie findet jährlich im September statt und verzeichnete in den letzten Jahren jeweils über hunderttausend Besucher. Der Eintritt ist entgegen anderer Messengepflogenheiten nach wie vor kostenlos. Das Messegelände ist einfach erreichbar, ob mit dem öffentlichen Verkehr oder Auto und liegt vor den Toren zur malerischen Solothurner Altstadt. Unter dem Messegelände befindet sich ein Parking.

 

Tragende Säulen der HESO sind die rund 260 Aussteller (auch einige aus Grenchnen) aus Gewerbe, Industrie, Handel und Dienstleistungen. Eine jährlich neu konzipierte Sonderschau sowie täglich wechselnde Rahmenveranstaltungen sorgen für einen fantastischen Rahmen rund um diese Grossveranstaltung. 


19.01.2019

Das Kleintheater Grenchen erteilt «Frontalunterricht»

Die Aargauer Wortakrobatin und Schnelldichterin Patti Basler textet, dichtet, slammt und bringt gereimte Ungereimtheiten auf die Bühne. Im Nu kann sie Ereignisse auf- und zusammenfassen, um sie als schnellste Protokollantin der Schweiz direkt auf der Bühne verdichtet wiederzugeben. Für ihr zweites abendfüllendes Programm «Frontalunterricht» hat sie sich den Badener Musiker Philippe Kuhn zur Seite geholt, der von Jazz über Soul bis Theatermusik so ziemlich jedes Genre in den Fingern hat.

Am 25. Jan. 2019 um 20:15 Uhr im Kleintheater Grenchen.


18.01.2019

Sozialhilfe Willkür und Ungerechtigkeiten

Im derzeitigen politischen Klima kommen die Rechte von SozialhilfebezügerInnen zunehmend unter die Räder. Zudem kämpft man schweizweit gegen Willkür, Launen, unrechtmässige Kürzungen, Drohungen, Beleidigungen seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialen Dienste. Die Arroganz und Willkür ist klar erkennbar. Es lohnt sich, sich zu wehren. Denn wenn das Sozialamt Leistungen verweigert, wird die Situation für die Betroffenen mehr als brenzlig. Allerdings resignieren viele Betroffene: "Weil ich den Papierkrieg nicht bewältigen kann, muss ich seit Tagen hungern".

 

Das Sozialhilferecht ist äusserst komplex und daher für Laien oft nur schwer durchschaubar. Rechte und Pflichten ergeben sich zunächst aus der Bundesverfassung und den kantonalen Sozialhilfegesetzen und -verordnungen. Hinzu kommen die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS), die das soziale Existenzminimum definieren. Verbindlich aber werden diese erst durch die jeweiligen kantonalen Gesetzgebungen.

 

Organisationen kritisieren den fehlenden Rechtsschutz

Diverse Organisationen kritisieren den fehlenden Rechtsschutz im Bereich der Sozialhilfe – und versuchen, die bestehende Lücke zu schliessen. Die Kosten für einen Anwalt kann sich ein bedürftiger Mensch nicht leisten, damit spielen die Sozialen Dienste. Oft muss man bis vor Gericht ziehen, um einen Konflikt mit den Behörden zu lösen.

Nur in manchen Fällen reicht es aus, SozialhilfebezügerInnen oder Sozialarbeitende auf die bestehenden rechtlichen Grundlagen hinzuweisen, damit sie mit guten Argumenten fordern können, die Kürzung oder gar Einstellung der Sozialhilfe rückgängig zu machen. Allerdings ist dies eher selten, da meistens die Sozialen Dienste auf von ihnen erwiesenermassen unterlaufenen Fehler allergisch reagieren und deshalb leugnen oder verschleiern, um so nicht in den Verdacht zu geraten, mit System falsch zu entscheiden, oder gar Fehler eingestehen zu müssen.

Teilweise werden die Sozialen Dienste sogar von Leitern und Mitarbeitern in der Sozialkommission vertreten, die zur Kontrolle der Sozialen Dienste eingerichtet wurden. So auch in Grenchen. Eine Farce.

 

Kampf gegen Willkür

Wichtig ist und bleibt, den steten Kampf gegen diese Ungerechtigkeiten weiterzuführen und weitere Instanzen zu finden, die dabei helfen können. Die Politik muss endlich etwas tun gegen diese Willkür und sich ebenfalls aus dem Verdacht befreien, selbst diese Willkür zu stützen. Leider scheinen sich Bemühungen, die Politik einzuschalten, eher in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen. 


18.01.2019 - ad

Faltbare Smartphones

Die faltbaren Smartphones sind der neueste Renner der Smartphone-Welt. Neben Samsung arbeiten nun auch weitere Hersteller an entsprechenden Geräten wie auch Apple, allerdings mit etwas Verzögerung. Dazu dafür mit einem sehr speziellem Design.

Samsungs faltbares Galaxy F soll schon Ende Februar vorgestellt werden. Dieser Release des Galaxy-Smartphones mit faltbarem Display wird ohne Frage der Startschuss für eine Reihe solcher Geräte sein. Andere Hersteller wie Huawei arbeiten bereits an ähnlichen Geräten und wollen damit ebenfalls bald den Markt fluten. 2019 könnte also das Jahr der faltbaren Handys werden. Da stellt sich natürlich die Frage, wie es um ein faltbares iPhone bestellt ist.

Apple hat  bereits 2013 ein Patent für Geräte mit faltbaren Displays angemeldet und arbeitet  ebenfalls daran, in naher Zukunft ein ganz spezielles faltbares Smartphone umzusetzen. Allerdings gehen Experten davon aus, das der iPhone-Hersteller noch bis 2020 mit dem Release warten wird. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Apple sich beim Design in eine wieder einmal andere Richtung bewegt als die Konkurrenz


18.01.2019

Skisaison Grenchenberg startet am 19.1.2019 mit genügend Schnee

Die Saison 2018/2019 startet am 19.01.2019  und dauert bis Sonntag, 10. März 2019.

Das attraktive Nachtskifahren dauert vom 2. Januar 2019 bis 27. Februar 2019, jeweils Mittwoch und Freitag von 18.30 - 21.00 Uhr.

Saisonabos 2018/2019 können weiterhin bestellt werden unter: skilift@besonet.ch

 

ACHTUNG EINBAHNREGELUNG SEIT 12.01.2019:
Beachten Sie die Strassen-Sperrzeiten der Polizei und den Busfahrplan.

 

Das Team auf dem Grenchenberg ist lauit eigener Aussage auch dieses Jahr wiederum sehr motiviert für ideale Pistenbedingungen im Naherholungsgebiet Grenchenberg zu sorgen. Die verschiedenen Lifte und das Skigebiet eignen sich bestens, um Skifahren und Snowboarden zu erlernen. Der Skilift Untergrenchenberg wurde im Jahr 1958 gebaut und hat eine Gesamtlänge von 445m. Der Nordhang des Skigebiets liegt im Schatten und ist auch dann noch befahrbar, wenn die Sonne andernorts die weisse Pracht längst weggeschmolzen hat. Er erschliesst einen gut geeigneten Trainingshang.

Zusätzlich ist ein 200 Meter langer Kinderskilift vorhanden. Hier macht das Lernen von der Picke auf richtig viel Spass.

Jeden Mittwoch und Freitag in der Zeit vom 2. Januar 2019 bis zum 27. Februar 2019 öffnet der Skilift von 18:30 bis 21:00 Uhr. Der Preis für die Abendkarte beträgt für ErwachseneFr. 16.- und für Kinder 6-16 Jahre Fr. 10.-. Für die Besitzer eines Saisonabonnements ist das Nachtskifahren bereits inbegriffen!

Geniessen Sie das herrliche Freizeiterlebnis Nachtskifahren mit Familie, Freunden oder dem Verein. Und anschliessend empfehlen wir das gemütliche Zusammensein in einem der nahe gelegenen Berggasthöfe.

 

Weitere Details und Preise


Foto: Femelle
Foto: Femelle

18.01.2019

Schwangerschaftsabbruch

Es gibt im Kanton Solothurn zwei Möglichkeiten, einen Schwangerschaftsabbruch zu melden:

Via Online-Meldeformular und via Melde-Formular in Papierform, das per Post oder Fax an das Gesundheitsamt Solothurns geschickt werden kann. Was zunächst etwas eigenartig und komisch erscheint und auch durchaus spezielle Gefühle auslöst, scheint allerdings gebraucht zu werden.

 

Durchführung des Schwangerschaftsabbruchs

In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft entscheidet die Frau allein über den Schwangerschaftsabbruch. Dafür muss ein schriftliches Gesuch zuhanden der Ärztin/des Arztes erstellt werden, indem man das Formular des Gesundheitsamtes verwenden muss. Die Schwangere bestätigt damit ihre Absicht des straflosen Schwangerschaftsabbruchs mit einem von ihr unterschriebenen Gesuch.

Die Ärztin/der Arzt führt vor dem Eingriff ein persönliches Gespräch mit der schwangeren Frau, berät sie, informiert sie über die gesundheitlichen Risiken des Eingriffs und gibt ihr einen Leitfaden ab.

Die Ärztin/der Arzt weist die Schwangere auf das kostenlose Angebot der Beratungsstellen für Schwangerschaft, Familienplanung und Sexualität hin. Ausserdem macht er/sie die Schwangere auf die Möglichkeit der Adoption aufmerksam.

Hat die schwangere Frau das 16. Altersjahr noch nicht erreicht, so muss die Ärztin/der Arzt sicherstellen, dass sich die Schwangere an eine auf Jugendliche spezialisierte Beratungsstelle wendet. Im Kanton Solothurn sind dies die Beratungsstellen für Schwangerschaft, Familienplanung und Sexualität.

Der Schwangerschaftsabbruch muss innerhalb eines Monats nach dem Eingriff dem Gesundheitsamt anonym mit einem Formular gemeldet werden (kann auch online erfolgen: Online-Meldeformular).

Ab der 13. Schwangerschaftswoche seit Beginn der letzten Periode gilt die medizinische Indikation. Es muss kein zusätzliches Gutachten von einer zweiten Ärztin/einem zweiten Arzt eingeholt werden.

 

Formulare und Merkblätter zum Thema


17.01.2019

10-Years-Challenge erobert Social Media

Facebook & Instagram sind voll mit Bildchen: Steckt dahinter erneut eine gefährliche Falle?

 

Dieser neue Trend bringt Menschen dazu eines ihrer aktuellen mit einem 10 Jahre alten Foto zu vergleichen, ohne Aufforderung. Mensch macht es einfach, einmal mehr ohne zu hinterfragen. Vor allem diese Tatsache scheint sehr gefährlich. Unter den Hashtags #10Yearchallenge und #2009vs2019 zeigen sich Prominente und Normalos auf Twitter, Instagram und Facebook, ohne, dass sich bisher jemand überlegt hat, was der Sinn oder der Hintergedanke dieses neuen Trends sein könnte. Wahrscheinlich ist das ein harmloser Spass, allerdings dienen die Fotovergleiche dem Trainieren von Gesichtserkennungsalgorithmen ideal. Womit es dann bereits um die Harmlosigkeit geschehen ist.

 

Der erste Internet-Hype des Jahres

Ein Hühnerei hat es geschafft, Instagram-Queen Kylie Jenner (21) vom Like-Thron zu schubsen und die Stars und Sternchen sind längst wieder dem gewohnten Posting-Wahnsinn verfallen - dies der erste Hype im 2019. Hier trug wahrscheinlich nur Kylie Jenner Schaden davon. Auch, wenn das Jahr erst wenige Tage alt ist, gibt es bereits einen weiteren Netz-Hype zu feiern - unter ihnen die "10 Years Challenge".

 

Aber von Anfang an. Was genau ist die 10-Years-Challenge?

Eine einfache Geschichte, die teilweise etwas Kenntnis braucht in der Bedienung eines Grafikprogramms. Das ist es auch schon. Man postet einfach zwei Bilder von sich nebeneinander: eines von vor 10 Jahren und eines von heute. Die Hashtags #10Yearchallenge oder auch #2009vs2019 sind die erfolgreichsten bei dieser Challenge.

 

Natürlich ist nicht jeder Beitrag unter diesem Hashtag immer dieser einfache Vergleich. Es gibt ja auch eigenständig denkende Menschen und Kreativität, die auch hier wie so oft bei solchen Challenges die Challenge auf ihre eigene Art und Weise interpretieren und nutzen.

 

Nun ist das Netz voll mit direkten Vergleichen, die zeigen, wie sich Menschen innerhalb von zehn Jahren verändert haben.

 

Die 10-Years-Challenge ist auf dem ersten Blick harmlos, Experten sehen darin aber auch ein gezieltes Training für eine Gesichtserkennungssoftware. Unberechtigt sind diese Bedenken nicht, wie eigentlich gar nichts was im Netz läuft. Es steckt immer eine Absicht dahinter, meist eine lukrative. Immer wieder warnen Experten vor der Gefahr von Gesichtserkennungssoftware, mit dieser Challenge ist es für die Social Media Websites leicht diese Daten zu sammeln und zu verkaufen, sowie zu nutzen.

 

Einmal mehr muss es heissen. Vorsicht ist geboten, bei jedem Post, bei jeder Äusserung und jedem Massenphänom, wie einer solchen Challenge.


17.01.2019

Freiburger Klasse macht Aktion für Grenchner Schild

„Grenchner Schild“ ist die Bezeichnung für die gemeinnützige Hilfsorganisation von Grenchen, die Lebensmittel und andere Artikel und Textilien, welche im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet und ansonsten vernichtet werden würden, an Bedürftige gegen geringes Entgelt im „Schild-Laden“ abgibt.

 

Normalerweise handelt es sich hierbei um Produkte, die kurz vor dem Verfalldatum stehen, deren Verpackung beschädigt ist, die aus Überproduktionen stammen und qualitativ in einem guten Zustand sind. Der Grenchner Schild rettet Lebensmittel vor der Vernichtung und führt sie kostengünstig an armutsbetroffene Menschen in Grenchen.

 

Heute, 17.01.2019 erhielt der Grenchner Schild Post aus Tafers (Kanton Freiburg). Ein riesiges Paket mit überraschendem Inhalt. Als erstes sei einem direkt die wunderschön gestaltete Karte ins Auge gefallen. Darin zu finden eine handverfasste Erklärung zu dieser Aktion der OS Klasse 30, der OS Tafers. Ein eigens gestalteter Flyer lag ebenfalls bei, mit der vielsagenden Aufschrift: "Zu Schild-Kaffee passen ein wenig Freude, ein Lachen und ein gutes Wort am besten!".

Schlussendlich trat zu Tage, was die Schülerinnen und Schüler für das Schild-Kaffee des Grenchner Schildes geschafft haben. Zig Schokolade-Smileys wurden originell verpackt, beschriftet und verziert. Dort kann man Aufschriften finden wie: "Glaub an dich", "Du bist toll!", "Alles Gute!" usw.

Eine wunderschöne und herzberührende Aktion einer Klasse, die im Rahmen des Jahresthemas "OS Tafers, nicht von gestern; zusammen für eine starke Zukunft!" diese fantastische und freudenbringende Idee hatte und zusammen mit ihrer Lehrerin Patricia Jungo umgesetzt haben. Es bleibt zu hoffen, dass Schulen auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen und dazu beitragen helfen unsere Welt wieder etwas besser zu machen.

 

www.grenchner-schild.ch


Foto: Gewerbeverband Grenchen
Foto: Gewerbeverband Grenchen

17.01.2019

Schenken Sie Freude mit einem Grenchner GVG-Gutschein - oder nicht?

"Ob 10, 20, 50 oder 100 Franken. Kein Betrag ist zu klein, keiner zu gross, um lieben Menschen eine Freude zu bereiten und ihm gleichzeitig die Wahl zu lassen, was er mit dem Gutschein erwerben möchte."

So steht es auf der Website des Gewerbeverbandes Grenchens (GVG). Eine wunderbare Sache, wie sie in den meisten Gemeinden von deren Gewerbevereinen und -verbänden praktiziert wird. Eine super Sache für Grenchen, wofür die Grenchnerinnen und Grenchner dem GVG einerseits und den Gewerbetreibenden anderseits dankbar sind und diese Möglichkeit sehr begrüssen. Diverse Konsumentenmitteilungen an unsere Zeitung gehen in eine etwas andere Richtung, als die Beschreibung auf der Website des GVG, was uns dazu bewegt hat, auch dieser Sache nachzugehen.

 

Auf der Website des GVG ist weiter zu finden:

"Und so geht’s!

GVG-Geschenkgutscheine können Sie in den unten aufgeführten Geschäft zum gewünschten Geldbetrag beziehen. Der Beschenkte hat die Möglichkeit, den Gutschein in den nächsten drei Jahren einzulösen. Gutscheine werden nicht bar ausbezahlt, es erfolgt auch keine Barauszahlung von Restbeträgen über CHF 10.-."

Drei Jahre, sehr grosszügig. Gutscheine werden nicht ausbezahlt, verständlich, dennoch unlogisch, da es für das einlösende Geschäft keinerlei negative Auswirkungen haben würde. Denn Gutscheine sind wie Bargeld zu sehen. Bei einer entsprechenden Clearingstelle können die Gutscheine den Mitgliedergeschäften rückvergütet werden.

 

"Der Gewerbeverband Grenchen ist Herausgeber der Grenchner GVG Geschenkgutscheine. Die Gutscheine werden in den Beträgen von CHF 10.- / CHF 20.- / CHF 50.- und CHF 100.- herausgegeben."

Als Bezugsorte beschreibt der GVG alle Mitglieder, allerdings auf Vorbestellung, oder beim Sekretariat des GVG's. "Die GVG Grenchner Geschenkgutscheine können im Prinzip in jedem Geschäft eingelöst werden, da der Gewerbeverband für die Rückerstattung garantiert" steht auf der Website, ist aber in der Praxis leider anders. Beim Testlauf durch Grenchen haben wir festgestellt, dass die meisten Mitglieder den Gutschein nicht annehmen, andere wiederum keine Kenntnis davon haben. Ausserdem sind Unklarheiten bei der Annahme sehr vielschichtig: "Wir nehmen die Gutscheine, geben aber kein Rückgeld.", "Wir schreiben den Restbetrag auf die Gutscheine bei einem Kauf.", "Wir nehmen keine 100er, nur 10er und 20er." usw. war da etwa zu hören. Überwiegend ist allerdings, dass der GVG Gutschein kaum bei einem Mitglied eingelöst wird. Erfolgreich eingelöst werden kann der Gutschein bei Lüthy Buchhandlung Grenchen, ohne Vorbehalte. Ebenfalls im Eldorado. An weiteren Stellen waren die Versuche erfolglos. Woran dies liegen kann versuchen wir im Moment mit dem GVG zu klären und erwarten baldigst Antwort. Eventuell können durch die Recherche die Prozesse optimiert werden und der GVG Gutschein doch noch Freude schenken. Wir bleiben dran!

Am 21.01.2019 erhielten wir vom Gewerbeverband Grenchen folgende Mitteilung: "Besten Dank für Ihre Mitteilung betreffend den GVG Einkaufsgutscheinen. Die Abwicklung des Gutscheinwesens (siehe beil. Merkblatt) sollte unseren Mitglieder bekannt sein. Ich wäre Ihnen deshalb dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, bei welcher Firma hier noch offene Fragen sind, damit ich noch einmal nachfassen kann."

Natürlich haben wir die betroffenen Geschäfte grad durchgegeben, wo nun nachgehakt wird. Vielen Dank!


Bild: mephisto976.de
Bild: mephisto976.de

17.01.2019 - ad

Männerbüro Grenchen

Unter dem Motto "Beratung versetzt Berge" ist das Männerbüro nun schon bald zwei Jahre aktiv.

Probleme, Sorgen und Krisen verändern das Leben, aber durchaus nicht nur negativ. Damit sich möglichst vieles positiv entwickelt, hilft gute und breitabgestützte Beratung.

Das Männerbüro Grenchen steht Männern jeder Altersgruppe beratend, begleitend und unterstützend zur Seite. In einer kritischen Lebenssituation oder in einer Umbruchphase befindet sich jeder Mann mindestens einmal im Leben. Im Gespräch werden immer zusammen individuelle Lösungswege und neue Perspektiven erarbeitet. Das Männerbüro steht aber auch für Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien im Einsatz. In den letzten 12 Jahren wurden Familien, Jugendliche Männer und Väter durch den Leiter des Männerbüros erfolgreich begleitet und so kommt es auch, dass das Männerbüro über ein starkes Netzwerk verfügt. Mit vielen Partnern und Fachstellen arbeitet das Männerbüro bereits über ein Jahrzehnt zusammen.

 

Beratungen werden zB. in Konflikt- und Krisensituationen wie:

  • Konflikten in der Partnerschaft
  • Trennungen oder Scheidungen
  • Schwierigkeiten während der Trennung bzw. Scheidung
  • Fragen zur Vaterschaft und Alimentenzahlungen
  • Komplikationen im Bezug auf das Besuchs- und Sorgerecht
  • der Klärung der Unterhaltszahlungspflicht
  • Gewalt zu Hause und in der Öffentlichkeit
  • Cybermobbing und Mobbing

 Klienten werden zudem bei Fragen zu folgenden Themen unterstützt:

  • Rolle als Vater
  • Rolle als Mutter
  • Ehe- und Beziehungsproblemen
  • Männlichen Sexualität
  • Sexualität
  • Arbeitgeber

 

Weiter werden angeboten:

  • Essberatung, Ernährungstherapie
  • Personalcoaching
  • Erstberatung
  • Information, Orientierung
  • Unterstützung, Entscheidungshilfen und Klärungsprozess
  • Konfliktlösung, Verarbeitung und Mobbingprävention
  • Begleitung zu Gesprächen
  • Entwicklung von Strategien und Perspektiven
  • Neuorientierung, Laufbahnberatung und Coaching
  • Betriebsberatung

In der heutigen Zeit sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologien nicht mehr wegzudenken. Sie verbinden Menschen miteinander. Deshalb bietet das Mäönnerbüro auch Beratungen mit Hilfe neuer Kommunikationstechnologien an. Wenn die geografische Distanz, die berufliche bzw. familiäre Belastung zu gross ist oder körperliche Einschränkungen bestehen, bietet sich z.B. auch eine Skype-Beratung an.

 

Weiterführende Informationen: www.maennerbuero-grenchen.ch


17.01.2019 - mm

Ritter der Tafelrunde

Mit der mittelalterlichen Vorstellung hat diese Bezeichnung nur ganz am Rande etwas zu tun. Mit der Ritterlichkeit als solches und mit Tafeln.

Die Vereinigung bezweckt die Wahrung der Interessen der Mitgliedsbetriebe, insbesondere:

eine gesunde Gastronomie-, Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Grenchen und Umgebung zu fördern. Weiter sollen Rahmenbedingungen verbessert werden, sowie die Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und auch Veranstaltungen zu koordinieren. Natürlich werden ebenfalls die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Gastronomie sowie der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gefördert. Fragen, die sich auf das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und Lehrlingen beziehen werden auch versucht in allen Betrieben einheitlich zu behandeln und zu regeln. Weiter werden die Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gefördert, sowie im Rahmen der Sozialpartnerschaft Gesamtarbeitsverträge abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit Grenchen Tourismus, der Gemeinde und der Regierung und der öffentlichen Verwaltung in Fragen der Gastronomie sowie der Tourismus und Freizeitwirtschaft werden gesucht und ausgebaut. Eine Vereinigung, die durchaus eine wichtige Rolle spielen kann.


17.01.2019 - mm

CrossFit Öuf Charity Event

Am Samstag 12. Januar 2019 veranstaltete das CrossFit Öuf in Zuchwil einen Team Wettkampf. Alle Teilnahmegebühren wurden vollumfänglich der rodania, Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen gespendet.

Die Team Challenge bestand darin, verschiedene Disziplinen in einer Gruppe zu absolvieren. Rund 80 Athleten haben am Wettkampf teilgenommen und so konnte am Schluss des Anlasses ein Cheque von Fr. 3'100 an den Stiftungsratspräsidenten der rodania, Ronnie Dürenmatt und an Angelika Wyss, Öffentlichkeitsarbeit vom Inhaber des CrossFit Öuf, Dominique Bellabarba, übergeben werden.

 

Nach der Challenge wurde das Lokal Umgebaut und es fand das grosse Neujahrsfest mit über 130 Personen statt. Das «Restaurant Chutz» aus Langendorf hat alle Personen hervorragend verpflegt. Nach dem Essen wurde das Lokal zum Club inkl. Professioneller Beleuchtung umgebaut und es wurde bis lange in die Nacht getanzt und gefeiert.


17.01.2019

Kantonales Krebsregister

Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den fünf häufigsten nichtübertragbaren Krankheiten. Rund einer von fünf Menschen erkrankt vor dem 70. Lebensjahr an Krebs. Die Krankheit ist somit die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz. Bei Männern zwischen 45 und 84 Jahren und bei Frauen zwischen 25 und 84 Jahren stellt der Krebs sogar die häufigste Todesursache dar.

 

Die Universität Bern führte im Auftrag des Kantons Solothurn am 1. Januar 2019 ein Krebsregister für den Kanton Solothurn ein. Krebsregister bieten eine wertvolle Grundlage, um mehr über Ursachen und Entwicklung von Krebskrankheiten herauszufinden und dienen der Dokumentation aller neu auftretenden Krebserkrankungen.

 

Das Krebsregister Bern Solothurn hat den Auftrag, alle Tumorerkrankungen von den in den Kantonen Bern und Solothurn wohnhaften Krebspatienten zu erfassen und auszuwerten, sowie diese Daten für Vorsorge- und Früherkennungsmassnahmen zur Verfügung zu stellen.

 

Bis jetzt hatte der Kanton Solothurn kein Krebsregister. Der Aufwand und die Kosten für ein solches Instrument seien zu hoch, hiess es immer vonseiten der Regierung. Aber da der Bund das Register vorschreibt, muss der Kanton Solothurn nun mitmachen. Er fährt kein Sonderzüglein, sondern schliesst sich einem bereits bestehenden Krebsregister an, nämlich jenem der Universität Bern, die es für den Kanton Bern führt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Krebsregisters Bern Solothurn.


16.01.2019

Findlingsgarten in Grenchen

Vor 500‘000 Jahren waren grosse Teile der heutigen Schweiz von ewigem Eis bedeckt: Die grosse Eiszeit hatte begonnen und vor 450‘000 Jahren war Grenchen von einem 800 Meter dicken Eispanzer bedeckt. Kaum vorstellbar.
Vor 100‘000 Jahren dann, waren die Gletscher verschwunden und Neandertaler besiedelten die Schweiz.
Die Eiszeit verändert das Gesicht Europas
Vor 19‘000 Jahren stiess der Rhonegletscher nochmals über Grenchen hinaus bis Wangen a/A vor. Vor 11‘000 Jahren bildete sich, nach dem erneuten Rückzug des Gletschers, der Solothurner See, welcher sich von Yverdon bis  Solothurn erstreckte.
Die Gletscher der Eiszeit haben nicht nur unsere Landschaft geformt, sondern auch Steine und Blöcke von den Alpen ins Mittelland transportiert. Diese ortsfremden, „verirrten“ Steine wurden früher als Findlinge oder erratische Blöcke bezeichnet. Heute wissen wir, dass sie - im Fall von Grenchen - aus dem Wallis stammen und vom eiszeitlichen Rhonegletscher hierher gebracht wurden. Der Name „Findling“ ist geblieben.

Nicht nur in den etwas wärmeren Jahreszeiten ist der Findlingsgarten zu bestaunen, sondern auch vor allem im Winter hat der Garten sein Reiz. Es kommt einem dann gar vor, als ob man in realer Zeit durch diesen Garten der Kolosse geht.
Der Findlingsgarten Grenchen zeigt eine repräsentative Auswahl der über 300 Findlinge, welche beim Bau der Autobahn A5 im Raum Solothurn - Grenchen gefunden wurden.
Zehn Tafeln erklären in anschaulicher und unkomplizierter Weise wie es zu den Eiszeiten kam und woher die Findlinge stammen. Bänke laden zum Verweilen und der renaturierte Moosbach zum Spielen ein.

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Findlingsgarten Grenchen Details
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16.01.2019 - mm

Amteibeamtenwahlen vom 10. Februar 2019:

In der Stadt Solothurn wurden teilweise falsche Wahlzettel verschickt

Beim Versand der Unterlagen zur Ersatzwahl eines Amtsgerichtspräsidenten vom 10. Februar 2019 wurden heute in mehreren Stimmkuverts der Stadt Solothurn falsche Wahlzettel festgestellt. Anstelle des Wahlzettels der Amtei Solothurn – Lebern ist der Wahlzettel der Ersatzwahl eines Amtsgerichtspräsidenten

der Amtei Olten – Gösgen im Stimmkuvert enthalten.

Bei der Durchsicht von Reservematerial der Stadt Solothurn wurden heute Nachmittag in 10 Reserve-Abstimmungskuverts falsche Wahlzettel festgestellt. Anstelle des Wahlzettels zur Ersatzwahl eines Amtsgerichtspräsidenten / einer Amtsgerichtspräsidentin der Amtei Solothurn – Lebern war der Wahlzettel zur gleichzeitig in der Amtei Olten – Gösgen stattfindenden Ersatzwahl eingepackt und versandt worden.

 

Die bisherigen Abklärungen haben ergeben, dass beim Verpacken und der Spedition der Unterlagen von der Druckerei an die Gemeinden entweder ein falscher Bund (400 Wahlzettel) oder eine falsche Kiste (6 Bunde an total 2'400 Wahlzettel) an die Stadt Solothurn geliefert wurden. Leider wurde der Fehler auch beim Einpacken nicht bemerkt.

 

Material prüfen und allenfalls Ersatz anfordern Die Wahlzettel der Amtei Olten – Gösgen sind in Solothurn ungültig. Die Stimmberechtigten der Stadt Solothurn sind gebeten ihr Stimm- und  Wahlmaterial sorgfältig zu überprüfen. Sollte ein falscher Wahlzettel enthalten sein, werden die Stimmberechtigten gebeten, sich bei der Stadt Solothurn oder dem Kanton Solothurn zu melden unter: - Einwohnerdienste Stadt Solothurn, 032 / 626 92 22, einwohnerdienste@solothurn.ch - Staatskanzlei Kanton Solothurn, 032 / 627 20 33, pascale.vonroll@sk.so.ch.

 

Die Stadt Solothurn oder der Kanton werden diesen Stimmberechtigten umgehend einen korrekten Wahlzettel per Post zustellen. Korrekte Wahlzettel können zudem bei den Einwohnerdiensten am Schalter, bei der Staatskanzlei oder später an der Urne bezogen werden.

 

Bis jetzt wurden in keiner anderen Gemeinde Kuverts mit Wahlzetteln der falschen Amtei bemerkt.


15.01.2019 - mm

Änderung der Verkehrsregeln – «Rettungsgasse» kommt ins Gesetz

Der Bund will verschiedene Verkehrsregeln und Vorschriften bei der Signalisation anpassen. Der Regierungsrat ist mit den meisten Änderungen einverstanden.

 

Die Signalisationsverordnung wird inhaltlich aktualisiert, gewisse Bestimmungen werden aufgehoben. Davon betroffen sind alle Verkehrsteilnehmer - auch der Langsamverkehr und der sogenannt ruhende Verkehr, also geparkte, haltende und nicht fahrbereite Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr.

 

Der Regierungsrat begrüsst insbesondere die folgenden Neuerungen:

  • Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen wird erlaubt, wenn die Fahrzeuge auf der Überholspur langsamer unterwegs sind. Nach wie vor wird hingegen das Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen verboten bleiben.
  • Da bei Unfällen auf Autobahnen die Blaulicht-Organisationen oft Mühe haben, zwischen den stehenden Autos zum Unfallort zu gelangen, soll neu auf Autobahnen und Autostrassen mit mindestens zwei Fahrstreifen die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse rechtlich verankert werden.
  • Ebenso wird das «Reissverschlussprinzip» rechtlich verankert, damit u.a. bei einem Spurabbau der Verkehrsfluss verbessert werden kann.
  • Für leichte Motorwagen mit Anhänger (Wohnwagen-Gespanne, Personenwagen mit Pferdeanhängern) soll die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen von 80 auf 100 km/h heraufgesetzt werden.
  • Velofahrende sollen künftig auf einer Kreuzung trotz Rotlicht rechts abbiegen dürfen, wenn dies entsprechend signalisiert ist.
  • Insbesondere unterstützt der Regierungsrat auch die Aufhebung der Verordnung über die auf die Signalisation von Strassen, Fuss- und Wanderwegen anzuwendenden Normen. Das heutige System der Rechtsverbindlichkeit der in der Verordnung aufgeführten Normen schränkt u.a. den Spielraum bei deren Anwendung zu stark ein. Mit der Aufhebung der Verordnung wird die Möglichkeit eröffnet, in besonderen Fällen von den entsprechenden Normen abzuweichen und andere gleichwertige Lösungen zu wählen.

Gewisse Änderungsvorschläge des Bundes, lehnt der Regierungsrat jedoch ab:

  • Nicht einverstanden ist der Regierungsrat mit dem Vorschlag, dass Kinder bis 12 Jahre mit dem Velo das Trottoir benutzen dürfen. Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und Fussverkehr Schweiz äussern sich skeptisch zu diesem Vorschlag. Einerseits bergen viele Strasseneinmündungen und Privatausfahrten ein Risiko von Kollisionen und andererseits würden für Fussgänger neue Gefahren geschaffen insbesondere, weil Kinder mit dem Velo das Trottoir in beiden Richtungen befahren dürften.
  • Ebenso besteht aus Sicht des Regierungsrates kein Bedürfnis, das Verbot des Alkoholverkaufs und Alkoholausschanks auf den Raststätten des Nationalstrassennetzes aufzuheben.

16.01.2019

Das neue Programm "Atemlos" zum 20. Bühnenjubiläum der Berlin Comedian Harmonists

Ausgerechnet zu ihrem 20-jährigen  Bühnenjubiläum fliegt den Berlin Comedian Harmonists ein Blumenstrauss mit einer mysteriösen Nachricht entgegen. Eine geheimnisvolle Botschaft stellt die Welt der sechs Herren so richtig auf den Kopf. Die Hormone tanzen Tango, das Geschehen schlägt seine Kapriolen, und die musikalischen Champagnerkorken knallen. In einem Rausch mit Hits von Wochenend und Sonnenschein bis Eros Ramazotti, von Veronika der Lenz ist da bis Helene Fischer bahnt sich schliesslich eine Lösung an…

 

Vor einigen Monaten feierten die Berlin Comedian Harmonists ihr 20-jähriges Bestehen! Sie haben mit den Hits ihrer grossen Vorbilder die ganze Welt erobert und präsentieren sich heute in einer Frische und künstlerischen Brillanz, wie am ersten Tag. Mehr denn je, verfügen sie über eine wunderbare Bandbreite an Repertoire und glänzen neben den Liedern der "Comedian Harmonists" auch mit Arrangements, die sich bis zu den Top-Hits der heutigen Zeit ausgedehnt haben. Erleben Sie ein grosses Jubiläums-Feuerwerk, und feiern Sie mit uns gemeinsam diese sagenhafte Erfolgsstory eines der beliebtesten Ensembles unserer Zeit!

 

Atemlos!

Parktheater Grenchen, Theatersaal

Ticketpreise in CHF 68.00/58.00

 

19:00 Uhr Öffnung Kasse

19:30 Uhr Öffnung Konzertsaal

20:00 Uhr Konzertbeginn

 

Berlin Comedian Harmonists

Das Stück „Veronika, der Lenz ist da“ unter der musikalischen Leitung von Franz Wittenbrink, dem Text von Gottfried Greifenhagen und der Regie von Martin Woelffer erzählt die Geschichte der Comedian Harmonists und sorgte für eine nie erahnte Sensation. Bei der Welturaufführung am 19.12.1997 in der Komödie am Kurfürstendamm Berlin feierte das Publikum die Darsteller des Stücks ebenso frenetisch, wie es die Comedian Harmonists in den 1920er und 1930er Jahren erlebten.

 

Die Presse sparte nicht mit Lobeshymnen: „Der Saal rast. Das Theater zieht die Live-Trumphkarte... Standing Ovations. Tobendes Haus“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). „Das ist schönste Harmonie und Präzision – die Wiederauferstehung der Legende“ (Berliner Zeitung). „Das Publikum will nicht nach Hause“ (Die Welt). Und wie der Aufstieg der Comedian Harmonists auf der Bühne nacherlebbar wurde, begann auch für die Darsteller des Stückes eine grossartige Zeit. Die Braunschweiger Zeitung bringt es auf den Punkt: „Das ist alles andere als nur ein zweiter Aufguss. Vielmehr lebendige Fortsetzung einer riesigen Erfolgsstory.“ Dies liest sich wie folgt: die Schauspieler und Sänger des Theaterstücks nannten sich kurzerhand Berlin Comedian Harmonists und gingen auf Tour. Während fünf Deutschlandtourneen spielten sie das Stück über 600 mal. Allein in Berlin sahen über 300‘000 Menschen dieses Stück. Es wurde zur Vorlage für zahlreiche Ensembles, die es landauf, landab nachspielten.

 

Die Berlin Comedian Harmonists wurden sehr bald auch als Konzertgruppe umworben, und machten sich auf in die grossen Konzertsäle, u.a.: Philharmonie Berlin, Concertgebouw Amsterdam, Kultur und Kongresszentrum Luzern, Prinzregententheater München, Musikhalle Hamburg. Von der Südsee bis Spitzbergen reisten sie, um zu singen. In Sydney waren sie zur Olympiade 2000 vom NOK als Kulturbotschafter Deutschlands eingeladen. Grosse Festivals, wie das Festival des Deux Rives in Strasbourg, und Cité de la musique in Paris wollen sich der Teilnahme der Berlin Comedian Harmonists versichern. Sie sind BZ-Kulturpreisträger und erhielten vom Theaterclub Berlin den „Goldenen Vorhang“ als beste männliche Schauspieler des Jahres 1998.

 

In ihren Konzerten lösen sich die sechs Sänger aus dem Schatten ihrer grossen Vorbilder, in deren Persönlichkeiten sie im Theaterstück schlüpfen. Freilich bleiben sie dem Stil der Comedian Harmonists treu. „Die pure Vox humana in bester Ausprägung und grosser Modulationsfähigkeit... Mit der dezenten Klavierbegleitung, die dennoch gehörigen Drive gibt, wirkt alles wie aus einem Guss... Die Parodien und Gags sind eher subtil, und wirken daher umso treffender“ (Braunschweiger Zeitung). Die Lieder der Comedian Harmonists bilden den Kern der Konzerte und inzwischen kommen auch eigene Lieder zu Gehör. Und wo im Gesang die Entpersönlichung der Stimme angestrebt wird, um die Stimmen und das Klavier aufs Schönste miteinander zu verschmelzen, da wird aufblitzenden Soli und musikalischen Kabinettstückchen gehöriger Raum gelassen. Zwischen den Liedern können die Sänger aus dem Ensemble hervortreten, um überraschend persönliche Geschichten zu erzählen. Selbstgeschrieben, versteht sich, und zum jeweiligen Thema der Konzerte passend. Geschichten und Lieder tragen und stützen sich gegenseitig; tieftraurig, komisch, poetisch, leicht und Dada. Vom Goldkehlchen zum Mann nebenan, die Mischung zielt ins Herz. Und ein Teil des Applauses gilt auch immer denen, die einst diese generationenübergreifende Musik schufen.


Foto: Marc Reist
Foto: Marc Reist

15.01.2019

Kultur-, Anerkennungs- und Nachwuchsförderungspreise der Stadt und Region Grenchen 2019

Grenchen, 28. September 2018: Der Kulturpreis der Stadt und Region Grenchen 2019 geht an Marc Reist! Der Anerkennungspreis wird dem „Künstler Archiv Grenchen“ und der Nachwuchsförderungspreis dem „Kindertheater Blitz“ zugesprochen.

 

Marc Reist erhält den Kulturpreis 2019 für sein langjähriges und konsequentes Schaffen. Besonders im Bereich der Plastiken und Skulpturen hat er sich schweizweit einen Namen gemacht und stellt u.a. auch im Centre Dürrenmatt in Neuchâtel aus. In Grenchen stehen zudem viele seiner Werke, wobei «Neuron» und «Tag und Nacht» wohl zu den bekanntesten Werken in Grenchen zählen dürften. Marc Reist ist nicht ein Künstler der sich anpasst, er ist sich treu. Nie würde er etwas schaffen, nur um zu gefallen. Seine Bescheidenheit und Zurückhaltung ist vielleicht nicht "marktfördernd", aber eben ehrlich und zeugt für von Grösse. Ausserdem ist er Perfektionist und ein absoluter Ästhet.

 

Der Anerkennungspreis 2019 wird dem „Künstler Archiv Grenchen“ verliehen. Mit dem „Künstler Archiv Grenchen“ wird ein Verein mit dem Anerkennungspreis bedacht, der sich für sein bisheriges Engagement im Bereich Kunst und Kultur in Grenchen einen Namen gemacht hat. Das Künstlerarchiv ist eine Art künstlerisches und kultur-historisches Gedächtnis von Grenchen und der mit der Stadt verbundenen Personen. Der Anerkennungspreis soll Ansporn sein, die Sammlungstätigkeit weiterzuführen. Gleichzeitig würdigt die Kulturkommission auch die vielseitigen Anstrengungen der Institution, das ihr anvertraute Kulturgut einer breiteren Öffentlichkeit zugängig zu machen.

 

Der Nachwuchsförderungspreis 2019 geht an das „Kindertheater Blitz“. Dieses Kindertheater ermöglicht nun schon seit über 15 Jahren zahlreichen Kindern zwischen 7 und 12 Jahren, sich vielfältig ausdrücken zu lernen, sei es über den Körper, über die Stimme und oder über das spielerische Gestalten von Geschichten. Die Kinder werden spielerisch gefördert in ihrem eigenen Selbstwertgefühl, Teamgeist, Fairness und Toleranz. Zahlreiche Produktionen wurden in Grenchen schon erarbeitet und gezeigt. Das Kindertheater Blitz verdient eine Förderung, da die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen, eine Schulung in Auffassungsgabe und Ausdruck geniessen, welche ihnen die persönliche Reifung erleichtert.

 

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 17. Januar 2019, 19 Uhr im Sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen statt. Die Bevölkerung ist zu diesem Anlass herzlich eingeladen.


SRF
SRF

15.01.2019

Glockengeläut Kirche St. Eusebius

Für einige Grenchnerinnen und Grenchner scheinen die Glockenklänge der St. Eusebius Kirche eher eine Gehörbelastung und nervliche Zerreissprobe darzustellen, als eine Informationsverkündung.

Das Glockengeläut ist das Läuten von Glocken zu bestimmten Anlässen in einer bestimmten Form. Kirchenglocken werden nach einer Läuteordnung geläutet. Man unterscheidet kirchliches sowie weltliches Geläut. Beim Läuten schwingen Glocke und Klöppel als Pendel; ist die Glocke starr befestigt und der Klöppel wird mit einem Seil bewegt, spricht man eher von Glockenschlagen. Soweit zur Theorie und Praxis beim Glockenläuten.

Die Einführung der Glocken ins Christentum soll im 4. und 5. Jahrhundert stattgefunden haben. Sie wurde hierbei vermutlich von den Bischöfen Severus von Neapel, Paulinus von Nola und dem Kirchenvater Hieronymus im Gottesdienst eingeführt. Das Läuten als Ruf zum Gottesdienst wurde aber erst im Laufe des 5. und 6. Jahrhunderts bekannt und fand im 8. Jahrhundert durch irische Wandermönche eine weitreichendere Verbreitung. Spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert sind sie im kirchlichen Bereich fest verankert. Soweit zum Ursprung.

 

Nachdem mehrere Anfragen bei uns eingingen, dass wir doch einmal darüber etwas schreiben sollten, nahmen wir uns dem Thema umgehend an. Die GZ Grenchner Zeitung hat das Röm.-kath. Pfarramt angefragt und wollte wissen, wann und wie lange jeweils zu welchem Anlass die Glocken geläutet werden. Denn nach Beschreibungen von diversen Grenchnerinnen und Grenchnern komme es ihnen vor, als ob teilweise fast stundenlang Geläute zu hören sei. Dies sei dann wiederum sehr belastend. Das Sekretariat hat dieser Zeitung prompt, bereitwillig und detailliert erklärt, wie es sich beim Glockengeläute konkret verhält. Und siehe da! Weit gefehlt, so schlimm wie es uns geschildert wurde, ist es bei Weitem nicht.

 

So sieht es konkret aus:

 

Bei Todesfällen

  • Endläuten alle Konfessionen (Todesfälle Frauen) - 2 x 1 Minute
  • Endläuten alle Konfessionen (Todesfälle Männer) - 3 x 1 Minute
  • vor röm.-kath. Abdankungen - 12 Minuten

 

vor Gottesdiensten

  • Dienstag, Donnerstag, Freitag 9 Uhr - 8 Minuten
  • Mittwoch 18:30 Uhr (Sommer 19 Uhr) - 8 Minuten
  • Samstag 17:30 Uhr - 12 Minuten
  • Sonntag 10 Uhr - 12 Minuten

 

Diverses

  • Morgen - Montag-Freitag 6 Uhr (ausser Feiertage) - 4 Minuten
  • Mittag - 12 Uhr (ausser Sonntag) - 4 Minuten
  • Abend - 19 Uhr (Montag-Sonntag) - 4 Minuten

 

für Feiertage gelten etwas andere Zeiten.

 

Erneut dürfen wir also feststellen, dass die persönliche Wahrnehmungen und Einschätzungen nicht immer genau der Realität entsprechen.

 

Wer nicht genug von Glockenläuten hat, kann sich hier die Glocken jederzeit anhören.


14.01.2019

Fremdenlegion 1131 in Grenchen

Im Oktober 2018 wurde die Vereinigung "Fremdenlegion 1131", die in Grenchen die zugewanderten Leistungsträger der Stadt organisiert, ins Leben gerufen.

Die Heimat des Abenteuers ist die Fremde und seine Heimat entsteht in der Fremde. Die Fremdenlegion 1131 (1131 deshalb, weil Grenchen erstmals im Jahr 1131 geschichtlich erwähnt wurde, als Granechun) besteht aus Fremdenlegionären in Grenchen und setzen sich für deren Interessen ein und unterstützen sich gegenseitig. Sie hinterfragen Prozesse und Politische Entscheide der Stadt und setzen sich generell für Grenchen ein, wenn auch mit einer differenzierteren Sicht auf und zu Grenchen. Die Fremdenlegionäre treffen sich regelmässig zum Austausch organisieren Veranstaltungen setzen sich für die KMU ein, sorgen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit.

In Grenchen stechen viele „Fremde“ heraus, die sich für die Stadt einsetzen, was die Unzahl an aktiven Menschen aus anderen Ländern und Kantonen täglich, eindrücklich demonstrieren.


14.01.2019 - jp

Von Lob und Ermutigung

„Für Kinder ist es wichtig, viel gelobt zu werden!“ So hören und lesen wir es immer wieder. Stimmt das denn so auch wirklich? Es ist gar nicht einfach sich zurechtzufinden, wenn es um all die verschiedenen Ratschläge, Expertenberichte und Meinungen betreffend Lob geht. Der Mensch hat von Natur aus das Bedürfnis nach Lob und anerkennenden Worten; oft wahrer Balsam für die Seele. Darin sind sich alle einig. Wo die einen jedoch finden, man könne nie genug loben, warnen die anderen vor zu viel Lob und raten zu gezielten Lobesworten im richtigen Moment mit entsprechend passender Formulierung. Die Frage, ob „Lob gleich Lob ist“ oder ob Ermutigung nicht viel früchtetragender ist, wird immer öfter diskutiert. Es lohnt sich also durchaus, dem feinen Unterschied zwischen Lob und Ermutigung etwas auf die Spur zu gehen.

Sei es in der Familie oder in der Schule: Lob erfolgt oft auf bereits erreichten Erfolg, wogegen Ermutigung mehr auf einen Erfolg hinzielt, der erhofft wird. Erhalten Kinder und Jugendliche Lob für ihre geleistete Arbeit, werden sie motiviert, sich auch in Zukunft Mühe zu geben. Wird jedoch ständig gelobt, - so liest und hört man - besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche nur noch für diese Anerkennung arbeiten und Einsatz zeigen. Es kann eine Art „Abhängigkeit“ entstehen sowie das Gefühl aufkommen, nur „etwas wert zu sein“, wenn man in den Augen „des Lobenden“ eine Aufgabe gut erledigt hat. Erziehungsexperten sehen die Gefahr, dass sich die Kinder und Jugendlichen dann stark an den Massstäben von Eltern und Erziehern orientieren, um anerkannt zu werden und sich auch als Erwachsene eher nach den Meinungen und Wertvorstellungen anderer richten. Sollen jedoch das Selbstbewusstsein und das eigene Denken gefördert werden, scheinen Ermutigungen der bessere Weg zu sein. Ermutigt man einen Menschen, so zeigt man ihm, dass er ein Ziel mit seinen eigenen Fähigkeiten erreichen kann, wenn er die Herausforderung annimmt, weiss, wo er Unterstützung findet, diese auch annimmt und sich natürlich entsprechend einsetzt. Ermutigungen helfen Kindern und Jugendlichen über ihre Grenzen hinaus zu wachsen und Dinge zu erreichen, die sie nie für möglich gehalten hätten. Kinder oder Jugendliche fühlen sich durch Ermutigungen weniger beurteilt und frei, den eigenen Weg zu gehen und sich auch selber zu beurteilen. So dürfen sie auch Fehler machen. Lob ist vielfach wertender: „Ihr wart sehr ruhig diese Lektion, bravo!“ oder „Dadurch, dass wir alle so ruhig gearbeitet haben, sind wir ganz toll weitergekommen und jeder konnte ungestört arbeiten, sich Fragen notieren und konzentriert bleiben. Seht ihr, wie gut wir das schon können. Machen wir weiter so!“ Während die Lehrperson im ersten Satz die Klasse lobt, was natürlich auch oft angebracht ist und nichts Falsches an sich hat, ermutigt sie sie im zweiten Beispiel, weiter so gut an einem gesteckten Ziel zu arbeiten. Das Lob tönt wie eine gute Note, die Ermutigung wirkt wie „dynamisches Lob“ und ist sehr aufbauend. Natürlich sind ehrliche Begeisterung und spontanes Lob im richtigen Mass und richtigen Moment immer sinnvoll und gehören in Familie, Schulstube und ins Leben. Lob und Ermutigung können sich bestimmt wertvoll ergänzen. Wie so oft ist wohl der gute Weg der Mittelweg und dieses Thema liesse sich auch unendlich ausbauen. So sollen diese Zeilen weder werten noch urteilen. Sie können einfach ein Anstoss sein, über Lob und Ermutigung nachzudenken; dies als Empfangende oder Gebende. Wenn wir als Eltern und Erzieher stets darauf vertrauen, dass wir intuitiv spüren, wann die Kinder und Jugendliche Lob brauchen und wann eher Ermutigung sinnvoll scheint, begleiten wir sie mit Herz und sind stets auf dem richtigen Weg. In dem Sinne sind Meinungen, Studien und Ratschläge immer interessant; wir dürfen sie annehmen oder auch nicht!


13.01.2019

«Ausgerechnet Mallorca»

Am Samstag, 19.01.19 wird um 20:00 Uhr

im Parktheater Grenchen die turbulente Komödie "Ausgerechnet Mallorca" aufgeführt.

 

Wem kommt folgende Situation bekannt vor? Man hat das ganze Jahr hart gearbeitet und gespart. Und jetzt endlich beginnt die schönste Jahreszeit: Urlaub. Man hat zum Schnäppchenpreis gebucht und sehnt freudig seinem wohlverdienten Mallorca-Urlaub entgegen. Und schon kommt die erste Enttäuschung: Wenn das heruntergekommene Hotel zum Beispiel so überhaupt keine Ähnlichkeit mit den Bildern im Reisekatalog aufweist. So geht es auch den Protagonisten, Klaus-Rüdiger, Martin und Doris, die alle zwei Dinge vereint: Die Sehnsucht nach Urlaub und der Name Maier, wenngleich in verschiedenen Schreibweisen. Und so kommt was kommen muss: Alle drei teilen sich ein und dasselbe Zimmer. Pikanterweise, weiss aber kein Maier vom anderen, denn der chaotische Hotelangestellte Pedro Rodriguez ergreift alle möglichen und unmöglichen Mittel, damit sich die drei nicht begegnen und der Schwindel auffliegt. Dazu irrt noch eine Nonne durch das Etablissement auf der Suche nach ihrem verirrten Schäfchen. Schnell Luft holen, denn diese turbulente und rasante Komödie haltet jeden vor Vergnügen ausser Atem.


13.01.2019

Sozialberatung der Caritas in Grenchen

Menschen in schwierigen Lebenssituationen können von der Sozialberatung der Caritas in Grenchen profitieren. Die beiden Römisch-Katholischen Kirchgemeinden Grenchen und Bettlach tragen das Angebot finanziell und haben Caritas Solothurn mit der Führung der Anlaufstelle im Januar 2016 beauftragt.

 

Anlass für die damalige Schaffung des Angebots war die hohe Nachfrage von Menschen aus der Region Grenchen bei der Sozialberatung der Caritas in Solothurn. Dies hat die örtlichen katholischen Kirchgemeinden bewogen, die  Anlaufstelle im 2016 zu schaffen. Sozialarbeiter haben ein offenes Ohr und beraten zu Fragen rund um Geld, Familie, Gesundheit, Arbeit oder Beruf. Zusammen mit den Ratsuchenden werden Massnahmen erarbeitet, um die Lebenssituation zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise das Klären von Sozialversicherungsansprüchen oder von rechtlichen Fragen. Oft geht es darum, bei Schwierigkeiten zu vermitteln oder die Ratsuchenden einer spezialisierten Fachstelle zuzuweisen. Die Beratungen sind kostenlos. Daten und Informationen werden vertraulich behandelt. Die Anlaufstelle ist niederschwellig und ist jeweils nach Absprache und jeden Freitagnachmittag  geöffnet. Termine sind auf Anfrage hin erhältlich. Beratungen stehen allen in der Region Grenchen wohnhaften Personen zur Verfügung, unabhängig von Konfession oder Nationalität. Die Beratungsstelle übernimmt keine Leistungen, die der Staat oder die Sozialversicherungen wahrnehmen müssten, kann diese aber gezielt ergänzen. Caritas Solothurn, Kirchstrasse 11, Grenchen / E-Mail: sozialberatung@caritas-solothurn.ch


13.01.2019

5. Schneemann Event

Der 5. Schneemann und gendertechnisch wohl auch Schneefrau Event für Familien, Schneenostalgiker und andere findet im 2019 erneut statt.

Und zwar am 20. Januar 2019 - (Verschiebedatum: SO, 27.01.2019) Zeit ab 10.30 – 15.30 auf dem Obergrenchenberg, Wandflue bei der Webcam SW. Die Anreise ist mit ÖV, der BGU (Grenchenberg) ab Grenchen Bhf-Süd oder Holzerhütte bis Endstation Untergrenchenberg und mit Privat PW (Achtung: nur beschränkte Anzahl Parkplätze), sowie zu Fuss ca. 30 Min., ab Untergrenchenberg der Strasse oder dem Schneeschuh Trail „Wandflue“ entlang erreichbar.

Wer letztes Jahre bereits dabei war, oder den Event via Webcam beobachtet hatte, konnte ein farbenfrohes, emsiges Treiben erleben. Mit viel Ausdauer wurde gebaut und so entstanden unterschiedliche Schneefiguren in allen Grössen und Formen, eine Schneebar und sogar ein Iglu.

Man darf also gespannt sein auf die diesjährige Ausgabe.


13.01.2019

Zynismus und Perversion des Eventmarketings: Red Bull.

Ob eine Veranstaltung nach Grenchen kommt ist (noch) ungewiss.

Es begann mit einem geheimen, verbotenen Szene-Getränk in Österreich – heute ist aus Red Bull, dem Lifestyle-Drink mit dem Werbeversprechen, er verleihe Flügel, ein Milliardenimperium geworden. Viele Extremsportler haben bei den Stunts für den Marketingkonzern den Tod gefunden. Selber schuld? Sicher, andererseits sind die lukrativen Sponsoringverträge so rar, dass sie in der Regel nicht ausgehandelt, sondern den Besten fertig vergeben werden. Die Sportler werden geradezu manipuliert und gekauft für Stunts, die jährlich weitere Todesopfer fordern. Nun will ausgerechnet der Airport Grenchen laut Konzept als Veranstalter für den Milliardenkonzern auftreten. Wieso eigentlich? Gibt es positive Gründe einen Milliardenkonzern, der jährlich Todesopfer fordert zu unterstützen? Eine erste Umfrage dieser Zeitung in der Bevölkerung zeigt: 80% sprechen sich klar gegen eine solche Veranstaltung aus, 3% sind unschlüssig und 17% sprechen sich für eine Durchführung aus.

Schauen wir das Unternehmen einmal etwas näher an. Mit einem vorgängig und lange Zeit verbotenem ungesunden Gebräu beginnt die Geschichte von Red Bull. Von einem Red Bull wird niemand Schaden nehmen, da sind sich Experten einig. Doch mehr als zwei Dosen Energydrink am Tag sind problematisch – vor allem für jene, die mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu kämpfen haben. Auch junge Menschen leben gefährlich. Was also sorgt für den riesigen Erfolg dieser "schlechten" Marke. Ausschliesslich negative Kritiken von Experten, die wissen wovon sie sprechen, ausschliesslich von jungen naiven Menschen und gekauften Partnern. Hier wird mit Menschenleben gehandelt, bei praktisch jedem Event dieses Milliarden Konzerns. Werbefachmann Hermann Strittmatter von der Agentur GGK findet deutliche Worte der Kritik: „Es ist schändlich, es ist sogar ein Mangel an Fantasie und Kreativität, wenn man am Schluss im Marketing nichts mehr Besseres weiss, als die Leute ihr Leben riskieren zu lassen.“

Das Erfolgs-Geheimnis ist nicht der süssliche Drink selbst, der einen länger wach halten soll, sondern die Marketing-Maschine dahinter: Mit spektakulären Extremsport-Bildern zeigt „Red Bull“-Gründer Dietrich Mateschitz (68) eine Welt am Limit. Wer Red Bull trinkt, soll sich zumindest ein bisschen als Teil davon fühlen. Mateschitz, der für eine Stellungnahme zur gerüchteweise gestreuten Grossveranstaltung, die in Grenchen stattfinden soll, nicht erreichbar war, wird diese Kritiker auch weiterhin ignorieren.

Obwohl das Engagement von Red Bull vielen schon länger ein Dorn im Auge ist: Erst als Red Bull Boss Mateschitz mit rechtspopulistischen Äusserungen auffiel und bekannt wurde, dass er eine «Rechercheplattform» mit Rechtsdrall finanziert, nahm die Kritik noch mehr Fahrt auf. Aber auch hierzu nahm Red Bull nie Stellung. Todschweigen. Sicher ist nur, dass Red Bull weiterhin ungestört Milliarden für Werbung ausgibt. Dass bei Red-Bull-Veranstaltungen und Aktionen immer wieder zwangsläufig Sportler tödlich verunglücken und bei den von Red Bull ausgerichteten Extremsportveranstaltungen jährlich Extremsportler sterben. "Wer dies in Kauf nimmt, sollte in keinsterweise unterstützt werden. Weder mit dem Konsum dieser fragwürdigen Drinks, noch im Besuch oder gar in der Ausrichtung von Red Bull Veranstaltungen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt eine Bewilligung für eine solche Veranstaltung nicht erteilen wird, sollte eine solche dann auch tatsächlich und nicht nur gerüchtehalber durchgeführt werden. Jeder, der Red Bull unterstützt macht sich mindestens teilweise auch Mitverantwortlich für dieses Grauen", erklärte ein erzürnter Anwohner.


12.02.2019 - jp

Hausaufgaben – gestern – heute – morgen?

Auch die Hausaufgaben entkommen dem gesellschaftlichen Wandel nicht und ein Blick auf ihre Geschichte reicht, um festzustellen, dass dieses Thema nicht erst seit heute die Gemüter erhitzt. Es ist geradezu verblüffend, wie lange Hausaufgaben schon der Kritik ausgesetzt sind. Ihre Geburtsstunde liegt im 15. Jahrhundert und nach der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im 18. Jahrhundert erlangten Hausaufgaben den Status eines klaren Bestandteils des Unterrichts. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts warnten jedoch Eltern, Erzieher und Ärzte vor zeitlicher Überlastung und Hausaufgaben waren sehr umstritten. Nachdem zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder die Befürworter in der Überzahl waren, erfolgten nach dem Zweiten Weltkrieg erste Untersuchungen zur Hausaufgabenpraxis. Die massgebenden Entwicklungen unserer Gesellschaft können Schule und Öffentlichkeit trotz fest verankerter Tradition der Hausaufgaben schon lange nicht mehr übersehen. So wird seit einigen Jahren die Hausaufgabenpraxis oft und zu Recht kritisch überprüft. Untersuchungen und Studien häufen sich und die Debatte um Sinn und Unsinn von Hausaufgaben entfacht immer wieder neu. Wo die einen zu einer totalen Abschaffung aufrufen und Hausaufgaben als sinnlosen, täglichen Kampf verschreien, bleiben andere bei der festen Überzeugung, dass Hausaufgaben unbestritten zur Schule gehören und ein wichtiges Fenster zur Schule für die Eltern bleiben. Mit der Einführung des Lehrplans 21 wurden die Hausaufgaben beispielsweise in bestimmten Kantonen auf ein Minimum reduziert oder ganz abgeschafft. In anderen Kantonen wiederum wurden sie nach einer Abschaffung wieder eingeführt. Beleuchtet man das brisante Thema von mehreren Seiten, wird rasch klar, dass es auch hier nicht nur „Weiss oder Schwarz“ gibt. Gemäss neusten Studien machen die Hausaufgaben unsere Kinder nicht klüger. Sie fördern den Lernerfolg demnach nur sehr wenig. Dieser geringe Nutzen ist ebenfalls vom Zeitaufwand abhängig, den die Kinder in die Hausaufgaben investieren müssen. Je grösser dieser ist, desto geringer ist auch der Nutzen. Im Durchschnitt ziehen also vor allem ältere und leistungsstarke Schüler Nutzen daraus. Studien, die belegen, dass Leistung und Wissen durch das systematische Erledigen von Hausaufgaben gesteigert wird, liegen keine vor. Des Weiteren sind Kinder, die sich zu Hause an niemanden wenden können, mit dem klassischen Hausaufgabenmodell benachteiligt, was keinesfalls dem Bestreben nach Chancengleichheit entspricht. Hausaufgaben im traditionellen Sinn bergen in Familien viel Konfliktpotential, sei es wegen fehlender Unterstützung oder zu viel Kontrolle mit Eltern als Hilfslehrer. Fragt man die Hauptbetroffenen, also die Schülerinnen und Schüler selbst, geben sie an, vom Nutzen der Hausaufgaben überzeugt zu sein, wenn diese gut vorbereitet und in den Unterricht integriert seien. Weisen sie uns, wie so oft, die vernünftige und gewinnbringende Richtung in Sachen Hausaufgaben? Liegt der Schlüssel nicht eher in der Art der Hausaufgaben und im Versuch, sie in neue Formen zu integrieren, sie im Zeichen der Individualisierung zu personalisieren? Statt sie abschaffen zu wollen, wäre es eventuell wertvoller, ihnen ihren wahren Sinn wiederzugeben: Sie sollten den Kindern helfen, Vertrauen in ihr Können zu gewinnen und Erfolgserlebnisse zu haben. Die pädagogische Absicht muss sein, die Selbsttätigkeit der Kinder zu fördern. Entsprechende Versuche laufen bereits an vielen Schulen. So werden vermehrt vorbereitende und denkanregende Hausaufgaben erteilt, die auch differenziert werden können, die Hausaufgabenzeit wird in Lernateliers in die Schule integriert, es wird betreute Aufgabenzeit angeboten und Kinder können auch einmal wählen, was sie für andere schon „andenken oder vorbereiten“ wollen oder was sie gerade am meisten weiter bringt. Der Weg ist noch lang und eine für alle zufriedenstellende Lösung liegt auch bei diesem emotionalen Thema in weiter Ferne. Jede Schule hat die Aufgabe, ihre bewusste „Hausaufgabenkultur“ regelmässig zu überdenken. Wenn Hausaufgaben, dann mit „Qualität“ und als Mehrwert für unsere Kinder! Sieht eine Schule von Hausaufgaben ab, muss sie für Eltern neue „Fenster“ finden und für die Kinder andere „Gefässe“ schaffen, um an ihren möglichst individuellen Aufträgen zu arbeiten. Es bleiben uns unbestritten noch etliche „Hausaufgaben“! Packen wir sie im Interesse der Kinder gemeinsam an!


11.01.2019 - mm

Mehrere Unfälle

Am Donnerstag ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle – schwer verletzt wurde niemand.   
 
Auf den Solothurner Strassen ereigneten sich am Donnerstag bei winterlichen Verhältnissen mehrere Verkehrsunfälle. Die meisten davon gingen glimpflich aus, schwer verletzt wurde niemand.
 
Rüttenen, Obere Steingrubenstrasse (Unfallzeit: zirka 08.50 Uhr) Zwischen Rüttenen und Solothurn verlor eine Automobilistin die Kontrolle über ihr Fahrzeug, kam ins Schleudern und fuhr schliesslich eine Böschung hinunter. Dabei überschlug sich das Auto und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Die Lenkerin wurde leicht verletzt, das Auto erlitt Totalschaden. 
 
Grenchen, Bannstrasse (Unfallzeit: zirka 10.30 Uhr)
Ein Automobilist bemerkte während der Fahrt vom Grenchenberg in Richtung Grenchen, dass an seinem Auto die Bremsen nicht mehr richtig funktionieren. Als Folge davon steuerte der Mann sein Fahrzeug bewusst nach rechts, wo das Auto ausserhalb der Fahrbahn frontal mit einem Baum kollidierte. Der Lenker blieb unverletzt, das Auto erlitt Totalschaden.
 
Seewen, Grellingerstrasse (Unfallzeit: zirka 12.10 Uhr) Von Seewen herkommend und talwärts in Richtung Grellingen fahrend verlor eine Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie kam ins Schleudern, überquerte die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal in einen Baum. Die Lenkerin wurde leicht verletzt,  das Auto erlitt Totalschaden.  
 
Meltingen, Hauptstrasse (Unfallzeit: zirka 14.30 Uhr) Der Anhänger eines Lastwagens geriet zwischen Nunningen und Fehren ins Schleudern und dadurch leicht auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zu einer seitlichen Kollision mit einem entgegenkommenden Auto. Bei diesem Unfall zog sich die Autofahrerin Verletzungen zu, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten. Das Auto erlitt Totalschaden. 
 
Oensingen, Autostrasse (Unfallzeit: zirka 15.30 Uhr)      Aus noch unbekannten Gründen geriet ein Automobilist auf der Autostrasse zwischen Oensingen und Balsthal auf die Gegenfahrbahn, wo es zu einer seitlich-frontalen Kollision mit einem entgegenkommenden Lastwagen kam. Der Autofahrer wurde dabei mittelschwer verletzt und musste mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht werden, das Auto erlitt Totalschaden. Aufgrund dieses Ereignisses mussste die Autostrasse während rund 2 ½ Stunden gesperrt werden, eine Umleitung via Lehngasse wurde eingerichtet.  


11.01.2019

Vorpremiere Zwingli mit Cast

Am 14. Jan. 2019 um 17:00 Uhr findet im  Kino Rex in Grenchen die Vorpremiere vom Film Zwingli.

Von 17.00 - 17.45 Uhr findet ein Apéro statt und anschliessend ein sicherlich spannender Talk mit dem Cast (Simone Schmid, Max Simonischek und Jonathan Loosli). Die Moderation übernimmt Sandra Sieber. Ab 18.30-20.50 Uhr wird der Film «Zwingli» dann schliesslich vorgeführt.

Verfilmung der Geschichte von Huldrych Zwingli mit Max Simonischek. Von den Machern von «Der Verdingbub» und «Der Goalie bin ig». Zürich im Jahr 1519. Die junge Witwe Anna Reinhart (Sarah Sophia Meyer) lebt ein karges Leben zwischen Furcht vor der Kirche und Sorgen um die Zukunft ihrer drei Kinder, als die Ankunft eines Mannes in der Stadt für Aufruhr sorgt: Der junge Priester Huldrych Zwingli (Max Simonischek) tritt seine neue Stelle am Zürcher Grossmünster an und entfacht mitseinen Predigten gegen die Missstände der Katholischen Kirche heftige Diskussionen. Zwinglis revolutionäre Gedanken machen Anna Angst. Als sie aber beobachtet, wie Zwingli Nächstenliebe lebt und nicht nur predigt, gerät sie mehr und mehr in seinen Bann. Doch Zwinglis Erfolg wird rasch gefährlich. Seine Ideen lösen beinahe einen Bürgerkrieg aus, und gleichzeitig entbrennt im inneren Zirkel der Bewegung ein Kampf um Macht und Deutungshoheit. Als sich die katholischen Kräfte international zu formieren beginnen, wird die Beziehung von Zwingli und Anna auf eine harte Probe gestellt.


11.01.2019 - ad

Sozialhilfe wird weiter zur Sozialfalle

Der sogenannte Grundbedarf ist heute bereits mehr als knapp bemessen und nicht vertretbar. Mit noch weniger Geld ist kein menschenwürdiges Leben mehr möglich. Ein entsprechender Vorstoss der SVP lässt Köpfe schütteln. Wie ausgerechnet Grossverdiener sich teilweise absolut lächerlich und verletzend zu der Problematik äussern ist untragbar und für Betroffene verletzend.

Das erklärte Ziel der Sozialhilfe ist, individuelle Notlagen zu verhüten oder zu beheben, die Eigenverantwortung, die wirtschaftliche und zu fördern und die persönliche Selbständigkeit des Hilfesuchenden zu stärken. Nach Artikel 12 der Bundesverfassung gilt das Recht auf Hilfe in Notlagen als Grundrecht: Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Davon sind wir in der Schweiz leider schon sehr weit entfernt, da es immer im Ermessen der jeweiligen Bearbeiterinnen udn Bearbeiter ist, wer Hilfe erfahren soll und wer nicht. Von Willkür ist an machen Stellen zu lesen und hören. Kann man sich mit 5 Franken pro Tag in der Schweiz ausreichend und gesund ernähren? Ja, meinen offenbar jene Politiker, die die geltenden Ansätze der Sozialhilfe für viel zu grosszügig halten. Das ist sicherlich an ein zwei Tagen im Monat auch möglich, aber nicht grundsätzlich. Wer so leben muss, macht dies nur, weil es nicht anders geht. Weil er keine Hilfe erfährt, die laut Bundesgsetz garantiert ist. Würde, wie von diesen Leuten gefordert, der Betrag für den Grundbedarf um 30 Prozent gekürzt, bliebe einer vierköpfigen Familie pro Person gerade mal so viel für Nahrungsmittel und Getränke, wie ein Sandwich kostet. Gibt die Familie mehr aus fürs Essen, fehlt das Geld für Kleider, Hygiene oder fürs Busbillett. Wie also, kommen diese Leute auf solche abstruse Ideen. Es wäre sozial, wenn diese Leute auf 30% ihres Gehaltes verzichten und diese der Sozialhilfe zukommen lassen würden. Zudem müssten und könnten Einsparungen auf Seiten der Löhne und weiteren Verwaltungskosten, Mieten und sinnlosen Projektengemacht auf den Sozialämtern (Soziale Dienste) gemacht werden. Hier sind durchaus 30% vertretbar. So kämen für die Sozialhilfe jährlich schweizweit rund zusätzliche 50 Millionen zusammen, ohne dass weiterhin zusätzlich Menschen in die soziale Abhängigkeit gedrängt würden.

Die Sozialhilfe gerät politisch stärker unter Druck, weil immer mehr Menschen dauerhaft von ihr leben müssen. Paradoxerweise, werden viele Menschen von der Sozialhilfe erst abhängig, durch die Willkür auf diesen Ämtern. Neben alleinerziehenden Vätern und Müttern, Scheidungsbetroffenen, Migranten mit geringer Qualifikation sind auch immer häufiger ältere Langzeitarbeitslose und Kinder, sowie Jugendliche auf Sozialhilfe angewiesen. Zudem gibt es immer weniger günstige Wohnungen, und die Krankenkasse wird immer teurer. Das Leben wird generell immer teurer. Deshalb steigen die Sozialhilfekosten! Und nicht, weil wir infiltriert sind von Sozialkschmarotzern, wie uns dies Parteien wie die SVP immer weiss machen wollen.

Die Sozialhilfe ist bereits heute knapp bemessen. Eine Einzelperson muss mit knapp 1000 Franken im Monat Nahrung, Kleidung, Telefon, Internet, Strom, Billet für ÖV, oder Benzin udn Unterhalt eines Autos und sonstigen Haushaltbedarf decken. Wer da auf die Idee kommt, auch mit 600 Franken sei ein menschenwürdiges Leben möglich, kauft selbst nie ein oder ist ein Zyniker oder schlicht ein Tyrann. Weitere Sanktionen treffen auf jeden Sozialhilfeempfänger (Auto muss verkauft, eine billigere Wohnung gesucht werden usw.).

Auch müssen für ein niedriges Arbeitseinkommen Steuern bezahlt werden, während die Sozialhilfe steuerbefreit ist. Hier liegt das Problem aber nicht bei der Sozialhilfe, sondern bei den Steuertarifen der Kantone, die selbst auf dem Existenzminimum noch Steuern erheben und teilweise Industrie und Ämter steuerfrei arbeiten lassen.

Ein pauschaler Kahlschlag in der Sozialhilfe ist der reichen Schweiz total unwürdig und darf unter keinen Umständen umgesetzt werden. Wird die Sozialhilfe weiter zur Nothilfe degradiert, werden Menschen definitiv aus der Gesellschaft gedrängt statt integriert, ein Schicksal, das bereits heute Tausenden ereilt. Besonders spüren werden dies die Kinder, deren Eltern von Sozialhilfe "leben", wenn man da noch von "leben" sprechen darf und kann.

Es ist höchste Zeit, dass wir umgehend dort Einsparungen machen, wo man diese sinnvoll und ohne Gefährdungen von Menschenleben machen kann und endlich den Ärmsten unserer Gesellschaft helfen, die letztlich zu 90% aus Verschulden unseres Systems dahingekommen sind.


10.01.2019 - mm

54. Solothurner Filmtage

Die Jury «Upcoming Talents» und die Auswahl des «Upcoming Lab» sind bekannt

Der Regisseur und Produzent Stéphane Goël («Insulaire»), der Regisseur und Produzent Mauro Müller («Un mundo para Raúl») und Carola Stern, Bereichsleiterin bei FOCAL, beurteilen an den 54. Solothurner Filmtagen den Nachwuchswettbewerb «Upcoming Talents».



Für das «Upcoming Lab» wurden acht Projekte aus rund vierzig Eingaben aus allen Sprachregionen selektioniert.

Upcoming Talents: 18 Nachwuchsfilme in vier Programmen Stéphane Goël, Mauro Müller und Carola Stern beurteilen im Wettbewerb «Upcoming Talents» 18 kurze Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme von Studierenden in- und ausländischer Fachhochschulen. Stéphane Goël ist seit 1985 als Produzent und Regisseur beim Lausanner Kollektiv Climage tätig. Seine Filmographie umfasst u.a. «Insulaire», «Ambassade» und «Les dames», die alle im Programm der 54. Solothurner Filmtage zu sehen sind. Mit dem Regisseur und Produzenten Mauro Müller kehrt der Gewinner des Nachwuchspreises 2013 nach Solothurn zurück. Für «Un mundo para Raúl» wurde er zudem mit dem Student Academy Award ausgezeichnet und ist seither Mitglied der AMPAS (Oscar Academy). Carola Stern leitet den Bereich Auswertung bei FOCAL und ist im Stiftungsrat des Kulturfonds Suissimage aktiv.

 

Der Wettbewerb «Upcoming Talents» umfasst dieses Jahr vier Programme. Die Bandbreite reicht von Uraufführungen wie «Le prix du ticket» von Mariama Balde oder «Bon appétit» von Alan Sahin bis zu «Fait divers» von Léon Yersin, der am Filmfestival Locarno Premiere feierte oder « Hamama & Caluna» von Andreas Muggli, der kürzlich an den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur ausgezeichnet wurde. Der Nachwuchspreis ist mit CHF 15'000 dotiert und wird von SUISSIMAGE und SSA gestiftet.

 

Upcoming Lab Auf die Ausschreibung des «Upcoming Lab» haben sich 37 junge Filmschaffende mit Projektideen beworben. Acht Absolventinnen und Absolventen von Filmhochschulen, deren Abschluss BA oder MA maximal zwei Jahre zurückliegt sind eingeladen, mit ihren Projekten und Ideen an der Projektentwicklungs-, Netzwerk-, und Feedbackplattform teilzunehmen:

 

  • Brigitte Grüter, Projekt: Sunshine Acid, kurzer Spielfilm
  • Alberto Martín Menacho, Projekt: Antier noche, langer Dokumentarfilm
  • Irene Muñoz Martin, Projekt: Le figurant, mittellanger Dokumentarfilm
  • Lora Mure Ravaud, Projekt: Euridice, mittellange Dokufiktion
  • Patrick Muroni, Projekt: Les dissidentes, langer Dokumentarfilm
  • Lou Rambert Preiss, Projekt: Le soleil, experimenteller Kurzfilm
  • Luisa Ricar, Projekt: Piratinnen, fiktionale Miniserie
  • Kezia Zurbrügg, Projekt: Leavers, experimenteller Dokumentarfilm

Gleich vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer des «Upcoming Lab» sind mit ihren Filmen auch im Wettbewerb «Upcoming Talents» vertreten: Alberto Martín Menacho mit «Mi amado las montañas», Lou Rampert Preiss mit «Ici le chemin des ânes», Luisa Ricar mit «Alles Easy» und Kezia Zurbrügg mit «Fürchtet euch nicht» (KoRegie: Philipp Ritler). Lora Mure Ravaud gewann mit «Valet noir» den Nachwuchspreis der letztjährigen Solothurner Filmtage.

 

Die acht selektionierten Projekte werden in One-to-one-Meetings mit fünf Expertinnen und Experten diskutiert: Catherine Bizern (Generaldelegierte Festival Cinéma du Réel, Drehbuchberaterin, Paris), Noah Bohnert (Produzent Letterbox Collective Filmproduktion, Zürich), Svenja Böttger (Festivalleiterin Max Ophüls Preis), Christine Dollhofer (Festivalleiterin Crossing Europe Film Festival, Linz, Programmdelegierte des San Sebastián International Film Festival), Mark Olexa (Regisseur und Produzent Dok Mobile, Freiburg).

 

Neben professionellem Feedback und der Erweiterung des persönlichen Netzwerks winkt zwei Projekten ein mit je CHF 5'000.- dotierter Entwicklungsbeitrag, gestiftet von SUISSIMAGE und SSA.

 

Die Verleihung der Nachwuchspreise und Entwicklungsbeiträge findet am Samstag, 26. Januar 2019, um 21:30 Uhr im Kino im Uferbau statt, gefolgt von der Award Party Night. Ebenfalls verliehen werden die Publikumspreise des TrickfilmWettbewerbs.

 

Die ganze Sektion «Upcoming» wird unterstützt vom Migros-Kulturprozent und der Ursula Wirz-Stiftung.

 

Die 54. Solothurner Filmtage finden vom 24. bis 31. Januar 2018 statt.


Martin Richard (Chicorée)
Martin Richard (Chicorée)

10.01.2019 - ad

Chicorée lässt sich durch Onlinehandel nicht bremsen und bleibt Grenchen erhalten

In Grenchen befindet sich am Marktplatz 9 eine der 150 Filialen vom Modelabel Chicorée.

Chicorée ist ein Schweizer Modelabel und gehört zu den führenden Unternehmen im Schweizer Young Fashion Markt.

Jörg Weber (62), Chef und Gründer der Modekette Chicorée, hat es erfolgreich geschafft die negative Entwicklung im Schweizer Bekleidungshandel zu überstehen. Der Modediscounter steigerte letztes Jahr seinen Umsatz ein weiteres Mal, obschon in allen Städten hunderte Modegeschäfte anderer Anbieter reihenweise schliessen müssen. meist mit der Begründung, dass der Onlinehandel Schuld trägt - namentlich vor allem Zalando.  Ganze neun Prozent ist das Bekleidungs- und Schuhgeschäft 2018 in der Schweiz eingebrochen.

 

Weber sehe das Onlinegeschäft allerdings als einer der Wenigen nicht als Konkurrenz und wolle mit Chicorée bestimmt auch nicht in dieses Geschäft einsteigen. Zudem kenne er niemanden in der Schweiz, der mit Damenmode im Onlineverkauf Geld verdiene. Aus seiner Sicht schätzen die Kunden vor allem das Einkaufserlebnis.

Etwas anders verhält es sich in anderen Branchen. Der Schweizer Onlinehandel hat auch 2018 mächtig zugelegt. Im Bereich Heimelektronik stieg der Umsatz auf über 2 Milliarden Franken. Seit 2011 verdreifachten sich die Einkäufe bei ausländischen Onlineanbietern.

Umso besser für Grenchen, dass das Modegeschäft Chicorée weitere Jahre in Grenchen bleibt.


10.01.2019 - mm

Erneut erpresserische E-Mails in Umlauf

Seit einigen Tagen haben sich mehrere Personen bei der Kantonspolizei gemeldet, die eine E-Mail mit erpresserischen Forderungen erhalten haben. Die Täter geben an, im Besitz von intimen Aufnahmen zu sein und fordern die Zahlung von Bitcoins. Die Polizei rät zur Vorsicht.

 

Seit Jahresbeginn haben sich 15 Privatpersonen bei Kantonspolizei Solothurn gemeldet, die eine E-Mail mit erpresserischer Aufforderung erhalten haben. Die Absender geben an, den E-Mail-Account oder den Computer der angeschriebenen Personen gehackt zu haben und auf diese Weise an intime Aufnahmen gelangt zu sein, etwa beim Besuch von Pornoseiten. Sie drohen damit, das angeblich vorliegende Bildmaterial im Internet zu veröffentlichen, wenn die Empfänger innerhalb einer Frist nicht mehrere hundert Euro in Form von Bitcoins auf ein Konto überweisen.

 

In den bekannten Fällen reagierten die Betroffenen richtig und gingen nicht auf die Forderung ein. Aktuell scheint erneut eine Welle solcher Spam-E-Mails in Umlauf zu sein (vgl. Medienmitteilung der Kantonspolizei Solothurn vom 4. Oktober 2018). Die Masche kann in verschiedenen Formen erfolgen.

 

Die Kantonspolizei Solothurn rät:

  • Vorsichtig und misstrauisch sein
  • Nie auf Forderungen eingehen – auch nicht unter Druck
  • Bei dubiosen Mails nie Anhänge oder Links öffnen, E-Mail löschen
  • Computer und Daten schützen
  • Sich über typische Betrugsmaschen informieren

Weil Fälle von Internet- und Telefonbetrug zunehmen, hat die Kantonspolizei Solothurn eine Kampagne gestartet, um die Bevölkerung auf verschiedene Betrugsmaschen hinzuweisen. Wie die Maschen funktionieren und wie man sich am besten schützt, ist in einer interaktiven Anwendung auf der Webseite der Kantonspolizei zu sehen (www.polizei.so.ch)


10.01.2019

Gotthard rockt Etziken

23. Openair Etziken, 26./27. Juli 2019

Zum ersten Mal wird GOTTHARD am Samstag in Etziken auf der Bühne stehen. Es war ihr ganz grosser Durchbruch, als sie 1997 ihr spektakuläres Unplugged-Album «Defrosted» veröffentlichten. Nach drei Monaten erhielten sie dafür Doppelplatin und die dazugehörige Tour dauerte wegen der riesigen Nachfrage statt der ursprünglich angesetzten zwei Monate am Ende ganze zwei Jahre. Nun kehrt die derzeit erfolgreichste Schweizer Rockband erneut mit «Defrosted» auf die Schweizer Bühnen zurück.

Davor stehen am Samstag mit MARC SWAY, BASCHI und dem «Best Swiss Act» an den MTV Europe Music Awards 2018 LOCO ESCRITO namhafte CH-Acts auf den zwei Bühnen. Das österreichische DJ-Duo KLANGKARUSSELL wird für einen krönenden Abschluss der 23. Ausgabe sorgen.

Für jeden Musikgeschmack wird der Freitag etwas bieten. So kommen unter anderem die US-Rocker PUDDLE OF MUDD nach Etziken. Für Mundart-Musik wird KUNZ sorgen und die Fans von elektronischer Musik werden mit KLINGANDE auf ihre Kosten kommen.

Noch bis vor kurzem war BASTIAN BAKER als Supporting Act für Shania Twain auf Welttournee. Nun geht er 2019 mit seinem vierten Album alleine auf Tour und wird am Freitag seine unzähligen Ohrwürmer zum Besten geben.

Dies ist natürlich noch lange nicht alles. Schon bald werden die nächsten Bands, darunter zwei weitere Hauptacts, bekannt gegeben. Seid gespannt!

Eröffnet wird das beliebte Freiluft-Festival wiederum laut und ausgelassen durch die jüngsten Musikfans mit dem 10. Raiffeisen Kinderopenair am Donnerstagnachmittag.

Da das Openair Etziken in den letzten Jahren immer vorzeitig ausverkauft war, lohnt es sich, die Tickets rechtzeitig zu sichern. Ab diesem Jahr sind Tickets nur noch über das eigene Ticketportal erhältlich. Die Anzahl der Tickets sind laut Angaben des Veranstalters beschränkt.

 

https://openair-etziken.ch/de/tickets


09.01.2019

Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember auf 2,1%

Laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Solothurn stieg die Arbeitslosenquote.

 

Im Dezember 2018 stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Kanton Solothurn gegenüber dem Vormonat um 228 auf 3'113 (Vormonat: 2'885, Vorjahresmonat: 4'193) Personen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 2,1%. (Vorjahresmonat: 2,9%, CH: 2,7%). Der Anstieg ist vor allem bei der Branche "Baugewerbe" angefallen.

 

Regionen

Die Zahl der registrierten Stellensuchenden im Kanton Solothurn lag bei 6'130 (Vormonat: 6'012, Vorjahresmonat: 6'847) und war damit um 118 Personen höher als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote stieg von 4,1% auf 4,2% (Vorjahresmonat: 4,7%, CH: 4,4%). Für das Jahr 2018 waren im Durchschnitt 6'180 Stellensuchende und 3'349 Arbeitslose registriert. Dies entspricht einer Quote von 4,2% bzw. 2,3%. Im Vorjahr lag die Quote bei 4,7% bzw. 2,8%. 2017 waren durchschnittlich 6'860 Stellensuchende bzw. 4'123 Arbeitslose gemeldet. Damit sank die Arbeitslosigkeit 2018 gegenüber 2017 um 9,9%.

 

Die Stellensuchendenquote in der Region Solothurn erhöhte sich von 3,5% auf 3,6%. Die Region zählte Ende Dezember 1'895 Stellensuchende. In der Region Grenchen stieg die Quote von 5,1% auf 5,2%, dies bei 711 Stellensuchenden. Die Quote im Schwarzbubenland verharrt bei 3,2%. Dies bei einem Stellensuchenden mehr. Mit 24 Personen mehr schloss die Region Olten den Monat Dezember ab. Die Quote stieg von 4,9% auf 5,0%. In der Region Thal erhöhte sich die Quote von 3,3% auf 3,5%. Hier wurden zwölf Personen mehr gezählt, welche sich beim RAV zur Stellensuche angemeldet haben.

 

Geschlecht

Im Berichtsmonat waren 3'338 (Vormonat 3'219) Männer als stellensuchend registriert, 119 mehr als im Vormonat. Im Vorjahr waren es 3'819 Männer. 2'792 Frauen (Vormonat 2'793) waren im Dezember 2018 auf Stellensuche. Dies ist eine Abnahme von einer Person. Im Vorjahresmonat waren es 3'028 Frauen. Der Frauenanteil lag bei 45,5% (Vorjahresmonat 46,5%).

 

Nationalität

Die Zahl der stellensuchenden Schweizer erhöhte sich im Berichtsmonat um 32 auf 3‘222 Personen. Im Vorjahrsmonat waren es noch 3'673 Stellensuchende. Ende Dezember 2018 waren mit 2'908 Ausländern (Vormonat 2'822) 86 Personen mehr als stellensuchend registriert. Der Ausländeranteil stieg gegenüber dem Vormonat von 46,9% auf 47,4% (Vorjahresmonat 46,4%).

 

Altersklassen

Die Gruppe der unter 20-jährigen Stellensuchenden nahm um drei Personen auf 278 Personen zu, womit die Quote von 3,8% auf 3,9% stieg. Bei der Altersgruppe der 20- bis 24-jährigen sank die Zahl der Stellensuchenden von 518 auf 515 Personen. Die Quote stagnierte bei 4,0%. Die Quote der 25- bis 29 jährigen stieg von 4,8% auf 5,0%. Die Zahl der Stellensuchenden erhöhte sich auf 774 Personen. Jene der 30- bis 39-jährigen nahm von 5,2% auf 5,3% zu. Dies bei 27 Stellensuchenden mehr. Die Quote der Gruppe der 40- bis 49jährigen stieg von 3,3% auf 3,4%. In der Gruppe der 50- bis 59-jährigen verharrt die Quote bei 3,8%. Die Zahl der registrierten Stellensuchenden nahm dabei um sieben Personen ab. In der Gruppe der über 60-jährigen stieg die Zahl der Stellensuchenden um neun Personen. Die Quote verharrt bei 4,5%.

 

Aussteuerungen

Im Verlauf des Monats Oktober 2018 haben 84 Personen (Vormonat 76 Personen) ihr Recht auf Taggelder ausgeschöpft oder ihr Anspruch auf Arbeitslosentaggelder ist nach Ablauf der zweijährigen Rahmenfrist erloschen. Eine neue Rahmenfrist konnte nicht eröffnet werden. Die Aussteuerung erfolgt in dem Monat, in dem das letzte Taggeld bezogen wurde. Im Vorjahresmonat wurden 68 Personen ausgesteuert.

 

Zu- und Abgänge sowie offene Stellen

Gegenüber dem Vormonat veränderte sich die Zahl der Zugänge von 953 auf 731 Stellensuchende. Gleichzeitig nahm die Zahl der Abgänge von 771 auf 611 Personen ab. Rund 58% der Abgänge gaben an, dass sie eine Stelle gefunden haben. Ende Monat waren 577 offene Stellen gemeldet. Davon unterlagen 342 Meldungen der Stellenmeldepflicht. Im Berichtsmonat waren 1‘443 Personen in einem Zwischenverdienst (Vormonat 1’546) engagiert. Der Anteil der Zwischenverdienenden an den Stellensuchenden sank von 25,7% auf 23,5%.

 

Kurzarbeit

Für den Monat Oktober 2018 rechnete die Arbeitslosenversicherung im Kanton Solothurn 8'520 Ausfallstunden in zwei Betriebsabteilungen ab. Im September waren es 252 Ausfallstunden in zwei Betriebsabteilungen. Betroffen waren davon 155 Arbeitnehmende, im Vormonat waren es fünf Personen. Im Dezember 2018 meldeten sich zwei Betriebe für Kurzarbeit an. Im Vormonat gab es ebenfalls zwei Anmeldungen. 155 Arbeitnehmende könnten betroffen sein.


09.01.2019

Angriff auf unsere Facebook Seite

Liebe Leserinnen und Leser
Kaum sind wir online auf Facebook, wurden wir bereits gehackt. Wir entschuldigen den Unterbruch und haben entsprechende Wege eingeleitet, die Schuldigen zu finden. Da scheint sich jemand sehr gestört zu fühlen durch unsere Onlinezeitung!?


09.01.2019

Budget- und Schuldenberatung weiterentwickeln

Die Budget- und Schuldenberatung soll im ganzen Kanton Solothurn sichergestellt sein. Dazu müssen die gesetzlichen Grundlagen weiterentwickelt werden. Die Sozial- und

Gesundheitskommission unterstützt einen entsprechenden Vorstoss aus dem Kantonsrat.

 

Immer mehr Personen geraten in die Überschuldung. Budget- und Schuldenberatung, welche rechtzeitig einsetzen, ersparen der öffentlichen Hand viel Folgeaufwand und beträchtliche finanzielle Verluste. Konkret kann eine Budgetberatung sehr oft dazu beitragen, dass zum Beispiel das Geld für Steuern und Krankenversicherung rechtzeitig eingeplant werden. Eine Chance läge beispielsweise darin, dass die Behörden intervenieren und eine Beratung nahelegen können, sobald jemand die Begleichung der Steuern hinausschiebt oder die Prämien nicht bezahlt.

 

Optimierung der bestehenden Ressourcen Einzelne Gemeinden haben bereits Budget- und Schuldenberatungen aufgebaut, bzw. Leistungsvereinbarungen mit geeigneten Trägerschaften abgeschlossen. Die bestehenden Strukturen und Angebote haben sich bewährt und sind politisch akzeptiert. Es sollen nicht einfach neue Strukturen aufgebaut werden. In erster Linie geht es um eine strukturelle Konsolidierung, eine kantonsweite Bereinigung der Prozesse und eine Optimierung der bestehenden Ressourcen. Dieses Vorgehen verspricht ein kantonsweit gleichwertiges und wirtschaftliches Angebot.

 

Da die Verantwortung für die Budget- und Schuldenberatung bei den Einwohnergemeinden liegt, soll der Verband Solothurner Einwohnergemeinden bei der Ausarbeitung der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen miteinbezogen werden.
(Medienmitteilung Kanton Solothurn)


08.01.2019

Kettenbrief auf Facebook

Auf Facebook verbreitet sich mal wieder ein Post, in dem es um die Privatsphäre der Nutzer geht. Angeblich sei Facebook jetzt einen öffentliche Einrichtung. Wer nicht möchte das seine Fotos, Beiträge und Nachrichten von Facebook öffentlich genutzt werden, der soll einen Text posten. Stimmt das?

 

Das Prinzip ist nicht neu, aber funktioniert immer wieder. Das zeigt einerseits auch, dass die Facebook-Nutzer Angst um ihre Daten haben und diese nicht öffentlich zugängig machen möchten. Nur das Mittel ist falsch gewählt. Denn ob ein Nutzer irgendeinen sinnfreien Text postet oder nicht, interessiert weder Facebook noch spielt das in Bezug auf das Datenschutzrecht eine Rolle. Gesetze kennen keine Facebook-Posts, nach denen sich Andere richten müssen. Viel besser wäre es da, wenn die Facebook-Nutzer sich einmal intensiv mit den Datenschutzeinstellungen auf Facebook beschäftigen.

 

Der Post wurde weder von einem Anwalt verfasst, noch wird ein seriöser Rechtsanwalt so etwas empfehlen. Dennoch glauben viele Menschen daran und kopieren den Text zur „Sicherheit“.

 

Es handelt sich zwar weder um einen Virus, der sich automatisch postet, noch richtet der Kettenbrief auf andere Art schaden an. Er tut nur das, was alle Kettenbriefe tun: Er stiehlt den Nutzern wertvolle Lebenszeit und ist vollkommen sinnlos.


08.01.2019

Kundensprechstunde beim Geschäftsleiter der SWG

"Haben Sie ein Anliegen, das Sie mit dem SWG-Geschäftsleiter besprechen möchten? Die nächste Kundensprechstunde findet am Do., 24. Jan. von 16-18 Uhr statt." So der Text auf der Website des Unternehmens. Eine wunderbare Sache. Man wird herzlich empfangen und freundlich begrüsst. Das Sitzungszimmer gleicht einer Halle, die man laut Angaben noch etwas ansprechender gestalten wolle. Trotzdem fühlt man sich umgehend wohl. Das Gespräch und die Anliegen werden kompetend behandelt und beantwortet. Eine wirklich runde Sache. Es bleibt zu hoffen, dass auch andere Betriebe ihre Türen für die Bevölkerung in ähnlicher Weise öffnen, zumindest diejenigen, von denen die Kundschaft direkt abhängig sind.

 

Einfach bei Interesse anmelden, unter kurzer Angabe des Gesprächsthemas und der gewünschten Uhrzeit (16 Uhr / 16.30 Uhr / 17 Uhr / 17.30 Uhr) auf die E-Mail-Adresse diana.amstutz@swg.ch und schon wird man kontaktiert.


07.01.2019

Schlittschuhlaufen in Grenchen

In den nächsten 14 Tagen kann man nun endlich auf dem Marktplatz auf einer Kunststoffeisbahn schlittschuhlaufen. Ein kleiner Teil des Konzeptes von „Grenchner Boulevard“ konnte von der Stadt nun umgesetzt werden. Weitere Konzeptteile sind in Arbeit (Bocciabahn, Inseln, Bücherschrank, Kinderparcour, Teich und Spritzbrunnen usw.). Grenchner Boulevard hofft weiterhin auf gute und zügige Umsetzung der Konzeptpunkte. Für die Bevölkerung steht die Eisbahn übrigens kostenlos zur Verfügung. Es bleibt zu hoffen, dass es Ende 2019 bereits zur Weihnachtszeit realisiert werden kann. Den ideengebenden, umsetzenden und durchführenden Organisationen, sowie der Stadt gebührt ein großer Dank für das neue und tolle Angebot!


08.01.2019

Caritas ist alarmiert über neue Studie zum Grundbedarf in der Sozialhilfe

Sozialhilfe deckt Existenzminimum nicht mehr

 

In mehreren Kantonen fordern politische Vorstösse die Kürzung der Sozialhilfe. Eine heute publizierte Studie zeigt nun auf, dass bereits der aktuelle Grundbedarf zu tief ist, um die Existenz zu sichern. Die Caritas schlägt Alarm: Die Kantone müssen von weiteren willkürlichen Sparrunden auf Kosten der Armutsbetroffenen absehen. Die Caritas fordert die Sozialdirektorenkonferenz (SODK) dazu auf, die Sozialhilfe zu erhöhen und vermehrt in die Begleitung und Bildung von Sozialhilfebeziehenden zu investieren.

 

Mit der Sozialhilfe wird Politik gemacht. Die Situation hat sich in jüngster Zeit weiter zugespitzt. Im Kanton Bern haben Parlament und Regierungsrat einer Sozialhilfegesetzrevision zugestimmt, die es erlaubt, sogar den Grundbedarf generell um acht Prozent zu kürzen.

 

Die heute von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) publizierte Studie hat nun den aktuellen Grundbedarf, der in den SKOS-Richtlinien verankert ist, an der Realität überprüft. Sie ermittelt, wieviel ein Einpersonenhaushalt der ärmsten Bevölkerung in der Schweiz für den Warenkorb des SKOS-Grundbedarfs – unter anderem für Essen, Hygiene, Kleidung, Bildung und Mobilität – ausgibt. Die Ergebnisse sind alarmierend. Der Durchschnittsbetrag, den ein Einpersonenhaushalt ohne Miete und Krankenkassenkosten ausgibt, liegt bei 1082 Franken. Diese Ausgaben übersteigen den aktuell von der SKOS festgelegten Grundbetrag von 986 Franken beträchtlich. Das heisst: Bereits der aktuell gültige Grundbedarf in der Sozialhilfe reicht nicht, um auf längere Zeit die alltäglichen Bedürfnisse zu decken. Die Studie macht denn auch klar, dass beim SKOS-Grundbedarf keinerlei Einsparungspotenzial besteht, sondern dass im Gegenteil Kürzungen des Grundbedarfs zu sehr einschneidenden Einschränkungen führen können.

 

Die Caritas fordert die Kantone und Gemeinden auf, Verantwortung zu übernehmen und das in der Schweizer Bundesverfassung garantierte Recht auf Hilfe, Betreuung und die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind, zu gewährleisten. Weitere Senkungen des Grundbedarfs sind verfassungswidrig. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren SODK muss im Gegenteil beschliessen, den Grundbedarf gemäss den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erhöhen. Statt Menschen den alltäglichen Bedarf zu kürzen, gilt es in Bildung und Begleitung zu investieren. Nur so können Sozialhilfebeziehende benötigte Kompetenzen erwerben und erhalten neue Lebensperspektiven.

 

 

Weitere Auskünfte erteilt Bettina Fredrich, Leiterin Fachstelle Sozialpolitik, Caritas Schweiz, E-Mail bfredrich@caritas.ch, Tel. 041 419 23 37


08.01.2019

Midnight Grenchen

„Midnight Grenchen“ wurde im Januar 2013von der ISG Lindenhaus übernommen.

Jugendprojekt MidnightSports

 

Ausgangslage

Das Freizeitverhalten der Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Jugendliche gehen öfter in den Ausgang als früher und sind bis spät in die Nacht hinein unterwegs. Zur Auswahl stehen herkömmliche Ausgangsangebote wie Restaurants, Bars, Discos oder Partys. Wer auf Grund des Alters oder fehlender finanzieller Möglichkeiten keinen Einlass bekommt, trifft sich auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Schulanlagen. Konflikte mit anderen Nutzern dieser Bereiche sind fast schon logisch. Es müssen daher Räume und Strukturen geschaffen werden die konfliktfreie Begegnungen ermöglichen.

 

Das Projekt

MidnightSports Veranstaltungen finden wöchentlich am Samstagabend zwischen 21 Uhr und Mitternacht statt und werden von einem Team aus Jugendlichen (Juniorcoachs) und Erwachsenen (Projektleitung, Seniorcoachs, Freiwillige) gemeinsam organisiert, durchgeführt und betreut. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Regelmässigkeit des Angebots. Teilnehmen dürfen alle Jugendlichen der definierten Altersgruppe, meist ab 13 oder 14 Jahren.

 

Spiele wie Streetsocker, Basketball oder Volleyball werden in wechselnder Mannschaftszusammensetzung und ohne Schiedsrichter ausgetragen. Auch ein Tanzbereich steht zur Verfügung. Zusammen mit Tischfussball, Tischtennis und dem Verpflegungsstand bieten sich MidnightSports Veranstaltungen auch für Zuschauerinnen und Zuschauer als attraktiver sozialer Treffpunkt an.

 

Mitarbeit der Jugendlichen

MidnightSports Projekte werden von den beteiligten Jugendlichen mitgestaltet und mitgeleitet. Die Eigenverantwortung für das Projekt steht an oberster Stelle. Die Erfahrungen mit den mitarbeitenden Jugendlichen sind ausgesprochen positiv. Der gewaltfreie und respektvolle Umgang miteinander wird gelebt, entgegen dem Bild der Jugend, das die Medien aktuell vermitteln.

 

Nächster Anlass:

12. Jan. 2019

20:30 - 23:30 Uhr

Ort: Doppelturnhalle Zentrum

 

Sport, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Eintritt frei. Angeboten werden Basketball, Fussball, Unihockey, Badminton, Trampolin und Volleyball. Auch Tanz und Hip Hop werden geübt. Nebst dem Sport gibt es auch Musik, einen Töggelikasten, einen Tischtennistisch und einen Kiosk.


05.01.2019

Arbeitsmarktintegration - Netzwerk Grenchen

Im Netzwerk Grenchen wird täglich Arbeitsmarktintegration und Qualität gelebt. Netzwerk aktiviert Qualitäten.

Die Ursprünge des Netzwerk Grenchen sind stark mit der regionalen Uhrenkrise 1982 verbunden. Damals waren es die "Werkstätten der Stadt Grenchen", die den Betroffenen aus dem lokalen Gewerbe Unterstützung boten. Bis 1998 taten sie das als Teil der Grenchner Stadtverwaltung, im Jahr 1998 wurde der unabhängige Verein "Beschäftigungs- und Weiterbildungsstätte für Arbeitslose" (BWS) gegründet. Im Jahr 2001 liess der Wunsch nach zeitgemässen Strukturen und Prozessen den Verein BWS mit den zwei ortsansässigen Institutionen "Grenchner Sozialbetriebe" (SIB) und "Atelier Mühle" fusionieren.

 

Der daraus entstandene juristisch und politisch unabhängige Verein Netzwerk Grenchen (NWG) hat seine Räumlichkeiten in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten des EBOSA-Areals bezogen. Er finanziert sich einerseits über die Arbeitslosenversicherung, die Invalidenversicherung, die Sozialhilfe, den Kantonen Solothurn und Bern und andererseits, unter Berücksichtigung des marktwirtschaftlichen Freiraums, über Eigenprodukte und Dienstleistungen.

Der Vorstand des Netzwerk Grenchen umfasst fünf Personen, hauptsächlich aus den Trägergemeinden Grenchen, Bettlach und Selzach sowie einem Vertreter von Arbeitgeberseite. Die operative Führung obliegt einem gewählten Geschäftsführer, der von rund 55 Mitarbeitenden unterstützt wird.

Als überregionale Vernetzungsstelle ist das Netzwerk Grenchen der Ansprechpartner für nachhaltige Arbeitsmarktintegration. Die bewährten Integrationsangebote sind auf den Arbeitsmarkt sowie die finanzierenden und bestellenden Instanzen ausgerichtet. Dank einer schlanken, anpassungsfähigen Infrastruktur können die Angebote auf die zukünftigen Bedürfnisse abgestimmt werden. Die Programmteilnehmenden - unsere temporären Mitarbeitenden - werden arbeitsmarktnah gefordert und gefördert. Die qualifizierenden Tätigkeiten werden in Bereichen angeboten, die auch der Gesellschaft einen Nutzen erbringen.

Das Netzwerk Grenchen arbeitet offen mit Partnern aus Staat, Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur zusammen und steht für Qualität gegenüber allen Anspruchsgruppen.


05.01.2019

Interessante Perspektiven von Grenchen aus vergangenen Tagen

Die MLB, die Moutier – Lengnau – Bahn der BLS, überquert auf Grenchner Stadtgebiet zwei Viadukte, das Oberdorfviadukt zwischen den Häusern und das Mösliviadukt, das als ein Wahrzeichen hauptsächlich über die Bielstrassse führt.

 

Am 1. Oktober 1915 fuhr der erste fahrplanmässige Zug durch den 8.578 km langen Grenchenbergtunnel und über die beiden Viadukte auf Grenchner Boden. Beim Bau des Mösliviaduktes, das die Biel-, aber auch die Lengnau-, Moos- und Schlachthausstrasse überquert, sei beim Aushub eines der mächtigen Pfeiler grosse Mengen Grundwasser in die Baugrube gedrungen. Man habe dann kurzerhand so viele Zementsäcke in die Grube geworfen, bis diese das Wasser zum Stillstand bringen konnten. Das erzählte einer, der damals Augenzeuge war. Das „Oberdorfviadukt“, das durch die Häuser in der Oberstadt führt, misst 292 Meter und überquert die Strassen in einer Höhe von 15.,5 m. Zum Bau des Viadukts wurden 7‘355 Kubikmeter Beton und Mauern eingesetzt. – Bekannter noch als dieses Viadukt ist das Mösliviadukt, das die Stadt im Westen etwas abschliesst. Es misst in der Länge 288 m und überquert die Bielstrasse in einer Höhe von 15.5 m. Charakteristisch sind hier die beiden eingebauten Stahlbrücken, die zusammen ein Geweicht von 184‘400 kg auf die Waage bringen. Zum Bau dieses Viadukts wurden 6‘314 Kubikmeter Zement und Mauern verwendet. Im Verlaufe der Jahrzehnte wurde das „Mösliviadukt“ zum Wahrzeichen des neuen, modernen und zukunftsgerichteten Grenchen- Man verwundert sich deshalb nicht, dass bei besonderen Anlässen dieses Viadukt zum Signet wurde. 1923, nur acht Jahre nach Eröffnung des Grenchenbergtunnels, fand in der Schiessanlage auf der Schönegg das Jubiläumsschiessen statt. Auf der zu diesem Anlass herausgegebenen Ansichtskarte stellten die Organisatoren stolz zwei Errungenschaften vor: Zuerst die tolle Riesenrutschbahn von der Schönegg. Dann aber durfte der Blick auf das Oberdorfviadukt, Markenzeichen der jungen Gemeinde Grenchen nicht fehlen. – 1950 fand die erste Interkantonale Briefmarkenausstellung in Grenchen statt. Zu diesem Anlass entstand eine einseitig geprägte Medaille mit dem Sujet „Mösliviadukt“. – Zum Kreissängertag der Arbeiter Sänger wurde 1956 eine Brosche in Umlauf gebracht, auf der ganz besonders deutlich das Mösliviadukt zu sehen ist. – Schliesslich ist das Mösliviadukt in der Zeitgenössischen Kunst vertreten, und das gleich zweimal. Der Schöpfer dieser Bilder ist der Solothurner Künstler Otto Morach (1887 – 1973). Während des Ersten Weltkrieges, also etwa zur Zeit der Einweihung der Moutier – Lengnau – Bahn, gehörte Morach zu einem Truppenteil, das das Bauwerk bewachen musste. Diese Geschichte erzählte Otto Morach dem Grenchner Künstler Peter Wullimann, der seinerzeit ein wichtiges Buch über Leben und Werk Morachs schrieb. Eines der beiden erwähnten Bilder befindet sich in der Sammlung des Grundherr Kunsthauses, das andere im Kunstmuseum der Stadt Thun. (Wiki)


02.01.2019 - DMZ

Grenchner Schild - Neue Hilfsorganisation in Grenchen

Die Organisation "Grenchner Schild"

leistet im Grundsatz direkte und echte Hilfe, zur Selbsthilfe. Für die Hilfestellung werden keine Steuergelder eingesetzt, sondern einzig mit Unterstützung von Spenderinnen und Spendern wird geholfen. Damit die Organisation nachhaltige Hilfe leisten kann, ist sie angewiesen auf Spenden. Bzw. die Höhe der Mittel, definiert die Grösse der Hilfe, die nichts mit dem Schild-Laden zu tun hat (Begleitung juristisch, psychologisch, medizinisch...).

Einen Vergleich mit "Tischlein deck dich" zu bemühen ist falsch, da der Grenchner Schild nebst begleitender echter Hilfe im Schild-Laden vor allem auch Textilien, Spielsachen, elektr. Geräte uvm. verkauft, was ebenfalls alles aus dem Grenchner Gewerbe stammt. Dies hilft dem Grenchner Gewerbe, der Stadt und den Bedürftigen. Zudem kommt eine Zusammenarbeit mit "Tischlein deck dich" nicht in Frage, da diese Organisation nicht mit Grenchner Fachgeschäften zusammenarbeitet (aus einerseits nachvollziehbaren, logistischen Gründen), sondern nur den Grossisten, die es dem Grenchner Gewerbe bereits auch sonst sehr schwer machen. So gesehen stellt "Tischlein deck dich" für das Grenchner Gewerbe eine Konkurrenz dar. Das Konzept Grenchner Schild ist durchdacht und prüft jede Aktion genaustens auf alle sozialen Aspekte, was andere Organisationen mit teuren Verwaltungen nicht tun.

Die Schild-Karten werden verteilt, gemessen am Nettobetrag, der einer Familie, Person real zur Verfügung steht. Man begegnet den Bedürftigen auf Augenhöhe und nicht aus realitätsfremder Distanz, wie dies bei den Sozialen Diensten der Fall ist. Beim Grenchner Schild arbeiten Bedürftige ehrenamtlich für andere Bedürftige und klassifizieren keine Menschen, sondern leisten echte Hilfe. Das Angebot richtet sich u.a. vor allem auch an die vielen unschuldig in Armut geratenen Menschen (Trennungen, Scheidungen, Unfälle, andere Schicksalsschläge), denen entweder die Hilfe der Sozialen Dienste verwehrt bleibt, oder Schamgefühl und andere Gründe, den Gang zu diesen Ämtern verunmöglichen.


Schild-Laden

Das Projekt startete am 3.12.2018 im Maxi-Laden in Grenchen. Im Laden wird bedingungslos und engagiert Hilfe geleistet, ohne Misstrauen oder Verdächtigungen, sondern mit Vertrauen und frei von Verdacht.

Weitere Informationen: www.grenchner-schild.ch


In Grenchen ist die Überbauung Sunnepark in Bau (Visualisierung, Quelle: Thomasgraf AG)
In Grenchen ist die Überbauung Sunnepark in Bau (Visualisierung, Quelle: Thomasgraf AG)

09.01.2019

Baustart für Wohnüberbauung Sunnepark

In Grenchen (SO) entsteht derzeit auf dem Areal des ehemaligen Spitals die Überbauung Sunnepark, die nach ihrer Fertigstellung mehr als 100 Wohnungen umfassen wird.

In Grenchen ist die Überbauung Sunnepark in 

Bauherrschaft ist die Solviva AG aus Cham, als Generalunternehmung realisiert Genu Partner aus Zürich das Bauvorhaben, für das am 6. Dezember 2018 der Spatenstich gesetzt wurde. Mit dem Verkauf und der Vermietung der Wohnungen wurde die Thomasgraf AG beauftragt.

 

Der Sunnepark befindet sich am Südhang von Grenchen und grenzt an das gleichnamige, seit fünf Jahren bestehende Gesundheitszentrum an, das ebenfalls von Solviva realisiert wurde. Bis ins Jahr 2021 werden in sechs Gebäuden über 100 hindernisfreie Miet- und Eigentumswohnungen unterschiedlicher Grösse realisiert, in einem Haus sind Pflegewohnungen vorgesehen. Es wird auch eine zusammenhängende unterirdische Autoeinstellhalle entstehen, zudem ist eine Kita geplant.

 

Wie Thomasgraf mitteilt, soll jeder Bewohner der Wohnüberbauung von den Dienstleistungen des Pflegezentrums profitieren können (Pflege, Kleiderservice, Reinigung, Essen etc.) und das Recht auf einen Pflegeplatz erhalten, falls gewünscht. Die Mehrfamilienhäuser und das Gesundheitszentrum werden durch eine offene, grüne Parkanlage miteinander verbunden sein.

 

Die Firma Solviva des Innerschweizer Unternehmers Willi Gyger hatte das vom Kanton geschlossene Grenchner Spital im Baurecht übernommen und daraus ein Pflegeheim mit gut 100 Plätzen, einer Demenzabteilung mit 28 Plätzen und einem Ausbildungszentrum für Kurse von Pflegepersonal gemacht. Im Dachgeschoss des Hauptgebäudes befindet sich ein Restaurant mit grosser Aussichtsterrasse, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. (Quelle Immobilien Business -ah)